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Full text of "Illustrirtes Handbuch der Obstkunde"

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9tnalti Sitrotetum libratg 




FRANCIS SKINNER 

OF DEDHAM 
IN MEMORY OF 

FRANCIS SKINNER 

(R. C. iMl) 



'y^'V' 



1. FtlEDLillER i UNI 1 

Snenbaadluns I 

Berlin N.W. 6. I 



^ 



1 A 




3lltt(lrtrte5 



^aniibit^ itx OBftfitniit 



V. 




|fßi»ftwte* 

anibttd) iier ibpikuttk 



!|hil(i| l|Bi«ttl\Mit| mt}»tttn 'ff$mltttn |(tmii(i((^ 



von 



SinctOP^cS ^omol. l^nfütutS in {Rcutlinscn. 6npenntenbent in ^cinfen (ci ^onnovrr. 



fünfter patib: 9t rite it* 

Jlro. lU - 530. 
SDlit 280 ^efd^reiBungen unb X5(trbungeit. 



^^^ 



^ittttgtttt 1875. 

©erlag t)Oit ©ugcu Ultncr. 



^Tn(f bet G. inaler'f^en Vu^bntdtevci ((Sogen SRe^ger) in {RaoinlbuT^. 



€iitUttttii9. 






6d folgt anbei bad 1. ^ft be« II. San^is Sitnen. SHefe neuf SMge 
»itb auf gröftete SoQtommenl^eit befonberiS auii^ im SSetreff ber beigegebeiien 
BtU^ungcn Xitfpnt^ ma^en löniien; aU eiS bei Segiim be9 UntemelmetiS 
mögltd^ nKtt. S)ie omi £ucad angeregte 3t>ee Don ^OufbaHmien fHe| bei ben 
Simen f^wi oiif nte^ S^wierigteit (SiS logen iwcxt beteitil oh^ Diele 3et$« 
nunge« vor, ed waten jebod^ nut Umtiffe, n>te \ä^ fie feit Sal^n na^ von 
wm feibfi g^ut^t ober von Unbem empfangenen gtiU^en -* (einetoegi^ pim 
Smeät einer berartigen Serdffentlid^ung entnyorfen l^atte. ä^ieie baomt erf^lftienen, 
al0 in einem nngünftigen Saläre ober no^ nid^t l^inUnglid^ au^ebitbeten ^d^fen 
gefertigt, ungenftgenb. Xn allen fel^Ite bte Singeid^nung beft AemJ^anfed unb 
menn biefed ut^weifel^aft mannen fd^ftnen 9iai9m\& über bte innere 6tnt(tttt 
er ^ü^te liefert, fo l^ielt id^ eiS bamafö bei äkrobfaffung' ber erften ^efte 
bod^ fftr n>id^tiger, ald eS fid^, bei feiner SerdnberUd^teit nad^ ber 0rd(e unb 
oerfd^benen ^orm ber ^ud^t, fpöter enoiefen l^at. S)ie Erlangung ooQ« 
teunener Simenfrüd^te ift überl^aupt etxoa^ fd^wieriger, atö bie oon Kepfeln. 
9ln meiner @egenb »enigftend wirb ber Sdimbaum in ungleid^ geringerer ^^l 
ge|yflan|t ate ber Spfelbaum unb bte wenigen, bei uni^ in Härten guftnben« 
ben Sorten finb balb vergriffen. SS^enn id^ jebod^ aud^ oon meinen ^iemlid^ 
Dielen Sionbs unb $robebdumen, fowie aus bem l^iejtgen l^erjoglid^en Obftgarten 
oft f(|dne Sr^d^te ber weniger befannten Sorten erl^alte, fo bilben ftd^ bod^ in 
oielen ^oJ^xtn bie äBinterbtrnen nur unoodtommen dn^, aber bie 6mbte l(|Iägt 
aud^ öfters nad^ falten SSintem gönjltd^ fel^l, wie bied bei anberen Dbßgattungen 
befonberd Ux ben Slepfeln bod^ ungleid^ feltener oorfommt. 

Slad^bttbungen auS anberen bereits t)orl^anbenen SBerfen erfd^tenen fowol^t 
Obecbiedt wie mir im SSerfolge beS Unternehmens me^r ober weniger uner«. 
f|nie^li<|. 3um X^eit waren wir über mandjie Sorte nid^t ^inl&ng][t(| ftd^er, 
oielfad^ fteQen {te aud^ bie ^i^d^t in ungewöl^nlid^er S^orm unb in einer (^ö^e 
bar, wie wir fte in 3)eutfd^lanb wo^l nur feiten erstellen, unb ftnb aud^ öfters 
}tt fel^r ibealifirt, wie bieS bie auS SRaper entnommenen S)arftellungen ber @rünen 
^erbfiauderbime (Pomon. francon. tab. 23, Nro. 29a) unb ber 9lu{felet oon 
9t^eimS (Pom. franc. tab. 53, Nr. 75 — wetd^ (Sitate ^ier nad^trdglic^ 

3lbiflTiTtee ^sb(tti^ ber 0(^nbe. V. , 1 



2 dinlcitune« 

W^tn), fetnet audi bet SRartor&fin unb Srafanne in bet erften £iefetttng )u et» 
feniien geben. SBit l^ielten ed alfo felb|i bei belannten gftü^ten für beffer, bie 
eigene Xnjud^t ober ben Segug aud ft^eren OueClen abzuwarten, unb ed folgt 
aui( biefem (Stunbe erft ]e|t nod^ ntan^e 6otte, bie wir frubet fd^on gerne 
geliefert bitten. 

Unter fold^en Serl^ftltniffen ift mir bie Bufenbung fcböner ^rücbte bunb 
anbere Obftfreunbe fel^r enoftnf^t geniefen unb ed wirb mir eine folcbe Unter- 
fttt^ung au(b femer nd|li(j^ fein, wenn oucb bad tn^mifd^en gufammengebrad^te 
SRoterial oielfad^ nt>^ burd^ eigene ^ftlfe bereits fd^on }iemli(b reidjibaltig ge-- 
morben ift. ^er6ur(j^ mirb fünftig bie Slrbeit, befonberiS bei ber fe^r tl^dttgen Sin» 
tl^eilnal^me OberbiediS, immer weniger fd^wierig, aber fte wirb au(b beffer werben. 
Se|tered f(bon beft^b, weil man bei fol^er 9ef<|Aftigung auf febr Sieled bin' 
geführt wirb unb immer me^r lernt. 

Sielfad^ b^b^ ium beffem äBeiterf(breiten ou<j^ bie ufiterbeffen ftattgefunbenen 
grö|eren Sui^fteOungen geholfen. Qi war mir }. 93. nerg5nnt, au& ben norl^an^ 
benen Sammlungen in Serlin, befonberd aud ben bort auSgeftellten Sortimenten 
ber tönigli(ben Obftplantage in ^ermboufen unb bet ©artenbaugefeUf^aft in 
9nger9 (%tcadm{l9)j fowie neulieb erft nod^ oom ^ongreffe in 9lamur gutauiS» 
gebilbete grüßte mit na$ ^aufe gu nel^men. S)ie in^wifcben aud ^enn^aufen, 
aui^ Singers, m& SoQwiller unb (bur(b zweite $anb) oon SBaltet, au(b t)on 2)ecaiSne 
in $arid ü. f. w. empfangenen Bto^id^ unb §um Xl^eil Säume werben ed möglid^ 
mad^en, bie für bieSirnen oft fo d^aracteriftifdiien SegetationSoerboltniffe ben naib 
unb na<b gu liefemben Sefcbreibungen oieler biefer gfrü(bte l^ingugufügen. 

99ei ben urfprüngUdd für baS $anbbu<b enger gegogenen ©renken mubte im 
erften Sanbe aüeS Singeben auf bie @r§ie(ung bed SimbaumS, auf bie für i^n 
paffenben Unterlagen unb Sobenarten, auf feine geinbe unb firatt!beiten unb 
felbft auf bie in vieler $inrt(bt fo wid^tige @ef(bi(bte beffelben gana unterbleiben. 
(Sd möge barum vergönnt fein, b^^^über nod^träglicb in einigen Slbfd^nitten nodb 
JRittbeilungen |u mad^en unb babei mit bem gef^iid^tlid^en %\)tiU gu beginnen, 
ber mit bem Obftbau im Sldgemeinen im innigen 3ufammen^ange ftelftt 

9la<b bem Vorgänge ber SluSartung anberer $flan}en in ben @&rten fmb 
iebenfaOS bie oorbanbenen ebleren 83irnen oud^ nur auS bem wilben SBirnbaume, 
Pyrus communis Lin., unb feiner 3lbart mit wolligen Söldttem; Pyrus com- 
munis tomentosa, Koch, bur<b langete Gultur entftanben. Son ben in fol^ier 
Seife gewonnenen Varietäten b^tte man gewib aud^ fd^on bei unS in ber ^ol^en 
^orjeit mehrere, bod^ fcblen barüber Slnbaltepuntte in ber (^fd^id^te. 

äluS bem gried)i{^en Slltectbume wiffen wir nur fo oiel, bab eS Simen 
gegeben l^abe, bod^ tennen wir nid^ts oon beren Qualität. Xb^opbtaft ^ 99. 



^inleituna. 8 

{igA, 371 wt (SI^Ttfto) fi^ri^t mir nebenbei unb bei Setra^tung anbetet ^il^« 
Mnme, nrie bed ^fitfd^ens unb ei^eietUngiSbcmmeiS, oon SBirnen unb bem Sitn- 
taime, aber tbetbaupt finben wir wenig genauere SOtittl^eilungen übet bie 
olttottten Obftfrü^te bei ben Otie^en unb Stegpptietn, unb nur ber SBetn^ 
fled tritt beutli^er aud biefem 3)un!el beroor. 3)agegen uKiren bei ben 9lömern 
na« ^linhiS (geb. 23 3al&re n. (Sl^rifto) bereit« 43 »imforten (unb 29 «epfeU 
forten) befannt; pe würben su gleid&en gweden wie ju unferer 3rit uerroenbet. 
9Ran benannte fle nari^ il^rer^erfunft, wie Pyra Falerniana, Soriana, TarentiEa, 
Graeea, ober nad^ tl^ren (^iel^ew unb $flegfm, wie Becimiana, Severiana, 
Tiberiana u. f. w. — ®ine Volnmiana ober Sementina war Won )tt 
flinittd 3eit febr alt unb von 6ato (fafl 100 ^al^re nad^ X^eop^raft) befonberd 
gef4A|t. SebenfaOd ift bieiS bie 3Btnter(|riptme gewefen, bie, aud^ na« 
Ouintiniie, ben Stdmem ald Chrnstuminm unb Volernnm betannt war, glei«^ 
wie man geneigt ift, ba9 SSort Bonchretien ald ein oerftümmelted bonum 
Ghrastomiiim ^u betrauten. 

3)nr4 bie SluSbreitung bed 9t5nttf(ben 9tei«ed finb viele ^niibte na« 
(Snglonb, ^ntrei« unb au« §u und na« S)eutf«Ianb gebra«t worben. Sie 
na« (Solumefla (um bie 9Ritte beS 1. ^ol^rl^unbertd unferer 3^itte«nttng) 
unb na« $allabiui^ (im gweiten S^l^r^unbert) fel^r angewa«fene 3a^t ber 
Sarietdten ber uerf«iebenen Obftgottungen uerlor ft« jebo« grö^tentl^eild in 
ben langen !riegertf«en Briten, bie auf bie römif«e ^enf«aft gefolgt ftnb. 
3n ben barauf folgenben ^ol^rl^unberten waren ed befonberd bie Alöfter, bie 
bie nor^anbenen €«d(e gufammenl^ielten unb 9leued , waiS bie auä ben 
itteu|}ügen Burüdlel^renben mitbra«ten unb wai$ fi« an Ort unb €teQe barbot, 
bafu fammelten. 

%a% au« in S)eutf«tanb, wie in anbem SAnbem ber Obftbau feit mehreren 
3a(rbunberten wieber fleißig getrieben würbe, bat)on geugen bie 9Ber!e \, S9. 
bed ^leriuiS (SotbuS (ein ^effe uon ®eburt, ftarb in SRom 29 Solare alt 1544 — 
feine Hlstoria Stirpium gab 6onrab ®e^er \ixpxA)f bed ^ieronpmud 3!raguiS 
(ftarb 1554), beS 3ac. S^eob. 3:abemämontanud m% Sergaabem (ftarb 1596), 
bei» 3oa«. 6amerariud aus Slürnberg (1598), @a9p. @«wenlfelb au« ®reifen- 
berg in e«Iefien (1609), be« ^ol^. »auJ^inu« (ftarb 1613 al« 9Bürttemb. 
Seibar^t — feine Hlstoria Plantanim erf«ien 1650), 3ob* So^^f*^" (^^" 
*ole, ftarb in ©«lepen 1675), Sol^. 6iegm. eUl^oIs, fl«^. i« ^wlin (1688), 
(Jbtip. SRen^el aus ber SDlatl IBronbcnburg (1701), ferner ou« bc« ^einri« 
^effe (1714), SRei«arb (1753), 3inf (1766), uon Wün«baufen (1771), ^enne 
(1771) u. f. w. (lieber bie 6«riften ber ©enannten gibt SoubonS ^nqiclopäbie 
bc« ©ortenwefenS, SBeimar 1825 unb 1826, 2. »anb, 6. 1421 unb folgcnbe, 
genauere Su^tunft.) 

3n ber 2. Hälfte beä 17. 3<i^^^unbertd waren befonberd fran5örif«e 
homologen t^ötig, bie ootl^anbenen Cbftforten ^u ft«ten unb in einer ^ufjö^Iung 
ber bfffem ift IJauptfÄ«!!« Ouintinpe (1650—1680) unb fein S^itgenoffe 



4 (Einleitung. 

9br(ft (ia67) beftoebt oeioefex. Outntin^e tannt« BOG oerf(|iebene gfni^t* 
Qdttiinfttn unb l^alt in fetner befd^teibenben Sluf^^Iung wandet SBinten« rxtdb 
$firf(|enforte malzte Sett^eibigun^dreben. @in Sal^rJ^unbect «ad^ i^m nm 
S)u^omel (1768) ein nid^t weniger umfid^tiger unb geioinenl^aflet ^orfd^er. 

EuS €nglanb treten und aud biefem 3^itab[(!^nitte bie 92aniett non <Si>d9n 
(«r war Seitgenoffe unb ^reunb Ouintin^ed, 1672) Songlep (1729), SliOer 
(1750—1758), ©ibfpn (1768), Hbercrombie (1778) u. f. w., ouS ^oHanb 
befonberiS bei von ftnoo|^ (1760) entgegen. 

Wel^r atö bie Sepfel ftnb bie Sirnen in fcAlfteret 3eit, »ie ie(t no4 in 
Stanlreid^ d^(<i^6t getoefen, unb aud^ Outntin^e fud^te befonberS nurSBimen 
SU fammeln, inbem er ^d^ nrit 23 ttepfelfoiten begnügte, fflir ^ben oudft 
biefem Sanbe bie gramere S^^^ ^<' älteren guten Simen }u oetbanfen. 3)ie 
Setieid^niffe ber berul^mten Gart^ufe in $arid aud bem Saläre 1775 geben 
3eugnig von ber SRannigfaltigleit ber um jene 3^it fd^on cultioirten Sorten« 
(Sine beträ^tliie 3<^^t ^on guten SBimen, bie, »ie bie Srfal^rung leiert, burd^ 
SluSfaat von Samen ber Dorl^anbenen Wirten leidet vermel^rt merben lann, ijl 
übrigens au4 fd^n lange in S)eutfd^(anb verbreitet, eS ergibt ftd^ bieiS auS ben 
äßerten ber obengenannten dltern homologen, fomie aui^ benen non 3int 1765,* 
ÜBanger 1780, SRa^er 1776—1801, Äraft 1792—1796 u. f. m. 

(Segen baiS @nbe beS verfloffenen ^a^rl^unbertd befleibigten fi4 neben 
Snbem befonberiS oud^ bie beiben mürbigeii $farrl^erren S^rift unb @idCIer 
um bie Verbreitung pomologifd^er j^enntniffe unb guter Obftforten. ^affelbe 
tl^at mit i^nen unb na^ i^nen ber ^rl^.r. v. Xrud^fel pi SBettenburg \n ber klaffe 
ber Airf(|en, unb für bad ftemobfi ber ©el^eime Slatl^ 2)iel gu S)ie| an ber 
Sal^n. S)iefer lieferte oon vielen il^m befqnnt geworbenen unb il^m auS ber 
Serne, auS bem (Slfa^, aud ^Belgien unb {{rantreid^ zugegangenen S9imen unb 
Sepfeln fel^r grünbtidiie iBefd^reibuugen, bie |e|t nod^ atö ma^gebenb am meijten 
berüdlfu^tigt werben, gleid^mie ibr 93erfa{fer felbft in ber Homologie nie oer« 
geffen werben wirb, wenn ftd^ im Saufe ber 3^^^ Aud^ ergeben l^at, ba^ ft^ 
SHel öfters, — wie bereits im 3llluftrirten ^onbbud^ me^ad^ bargetl^an i(t — 
geint unb, inbem er auf veränberlid^e SRerfmale )u gro|eS ©ewid^t legte, eine 
unb biefelbe grud^t unter mel^reren 9lamen befd^rieben l^t 

9lad^ S)ielS ^obe mad^te ßüd^enmeifter S)ittrid^ in (9ot^a in feinem 
1839—1841 in 3 S3dnben erfd^ienenen ^anbbud^e einen SluSgug ber von il^m 
für ewpfe^lungSwertl^ gel^altenen "Sorten aus S)telS unb anbern 9Ber!en unb 
l^ot bamit, weil et aud^ baS Steinobft mit ciufnal^m (obgleid^ er nur wenig 
eigene ^fal^rungen mittl^eilen tonnte unb man überl^aupt bod^ in feiner 

* 3inf njar l^od^fürfttid^ Sa(i§fcn=2Wcinin9if(§cr eonftflorialrat)^ unb flarb 1762. 
@r b<tt an ber ^erau^gabe feiner Obftforten fonad^ feinen ^beil unb ed trifft il^n 
i>e|§alb aud^ weniger ber S^orwurf, ben SRat^er unb Utl me^rfad^ feinen ^bbilbungen 
mad^ten. 



Mrit bod eigene Utl^eil ju fe^T vetmilt) ein imnteti^in (raud^bore^ ttnb wenig 
yftifkli^ti 8tt4 geliefert, niai$ anbete einjelnen unb größeren %erfe bei SMelen 
rrf^en fonnte, in ber neuem 3nt aber ho^ ni^t ine|t aumk^^enb befunben 
umtbe, »eil insntf^tn niele neuen ^ü^te besonnt lunrben unb ju irmniticn 
älteren au4 SeriditiGungen not^nienbig geworben ftnb. 

Unter ben S^tgenoffen S)ittrt4d netbient üU trefflid^et Seobo^tet fowol^l 
tu ber fomotogie, wie au^ in Setreff ber ben Obftbaumen f4dbli<!^en 3n[etten 
ber bereite uetftotbene S|or]^ett €4ntibberger| §u Itlofier St. Florian in 
Offierreid^ (1824—1836) genannt pi werben. ©leid^^eitig aber l^at non {ener 
Seit an anj^ Vpotl^eter Dr. Siegel in iBronnau als gränblid^cr 9otf<|er 
bcfmiberd tnt ^flaumenfa^e uiel gewirft, wie int III. Sanbe beS Sduftrirten 
^bbu^S mitget^eitt ift. @r ftarb 1861 im ^o^en 9l(ter oon 84 l^al^ren 
rnib war bid an fein @nbe mit literarifAen arbeiten bef^öftigt. - 

Slodtf mehrere tl^fttigen beutfd^en homologen ber Gegenwart ober jüngften 
Sergangenl^eit wnrben b^ Seftfem bed ^anbbucbd aud ben 9ef($reibungen ber 
einielnen fh^fld^e bereite betannt unb bie am S^luffe bed III. Canbed non 
Oberbicd unternommene BufammenfteQung ber £tteratur wirb bie 9tamen unb 
Stilhingen meldtet non i^nen nod^ weiter erinnerli(i^ ma(j^en. 



9tt nentrnt bdgtf4|ni kirnen mi hk vm M^^'^^f^ Wftmt. 

iBie ]^m su ^ieU 3eit, fo tommen oud^ fe^^t no4 bef onberiS aud Belgien 
Biete neuen unb frönen 9 inten }u nni^, bie i^re ^ntftel^ung ben ftemfaaten 
oerbanten, ml^t feit 1790 ber$rofeffor non IDlond, geboren 1765, geftorben 
fu Sdwen 1842, nebenbei aber au(^ Rubere nor i^m unb nad^ i^m in bortiger 
0egenb gemalt l^aben. Sor oan Sflond, no4 |u S)u^ameU S^t, bod^ biefem 
mbewu^t, ^t fd^n ber SRat^ ^arbenpont in SDtond bie Passe Oolmar 
(Stegenttn), bieBenrr^ de Hardenpont (ßarbenpontd üßinterbuttetbime — in 
Srontreid^ fdlWtd^ mel^rfad^ Benrre d'Arenberg genannt), bie Delices 
d'Hardeiipont ($. Sedterbiffen) unb bie Bonchretien de Rance ($. fpdte 
9Binterbutterbime) in folc^er 9Beife erlogen. 3n ben fotgenben S^liren ^aben 
M Siatt, 3)uquedne, ^apiaumont u. f. w. burdd gleid^e Untemel^mungen 
Serbienfte erworben. Unter ^den jebodd n>ar nan SRonS ber eifrigfte unb }war 
ging er babei non berfelben Slnft^t aui^, bie vor i^m 1797 ^nigl^t, ber 
^rdftbent ber 0artenbaugefeDfd^aft in 6ng(anb, audgefprod^en unb nert^eibigt 
\aUt, ba| bie belannten atten^ meift au9 ^anfreid^ ftammenben Obftforten burd^ 
ba« öftere SBeiternerebeln mit SReifern non oft fd^on alt unb fr&ntlid^ geworbenen 
Mumen, burd^ bie oft unpaffenbe Sobenart unb nid^t gnfagenbeiS @lima, unb 
ttber^upt bur(^ bie S&nge ber 3eit fi^ überlebt unb fo oerfdlled^tert l^ötten, 
ba| beren grüd^te gumal bei ungünfüger SBitterung fteinig würben, auffprängen 
tmb, wie sule|t bie ^ume felbft, immer )uniel non ben Singriffen ber 3nfeclen 



G (Einleitung. 

|u kiben l^dtten. 9knt 3Roiid fd^t bk Sebendbauer tiner Obfifotte (dd^Jleni^ 
auf 2 bid 3 ^unbett Sa^te (Annal. de Pom. L 6. Xül.) tmb bie QütUa 
etf köpfen itd^ um fo früher, je tragbacet fte ftnb; na4 ftnig^, ber befonbecd 
bie Sntltftftimg beiS (SotDpeppingd bel^auptet l^t, tritt bie (Srf^öpfung fc^on 
na4 100—200 ^al^ren ein. 

San SRond ft&^t ft^ batauf unb etgäl^U, ba| et bie älteren Sorten, mie 
St. Germain, Beurr6 gris, Crasanne, Golmar unb Beurr6 blanc in feiner 
Sngenb in bem o&terli^en ®arten ate fdbftne gefunbe Säume mit fehlerfreien 
Sntcbten gefeiten l^abe, ie(t I5nne man Tte jebo^ in Belgien nur no^ am 
Spaliere mit Sortl^eil gie^n unb bei Mebem gingen fie i^rem SerfaQe ent- 
gegen. — 3)ie oon i^m au^^ Samen erlogenen neuen Sarietäten zeigten bagegen 
bie ermähnten i^e^ler ntd^t un^ geid^neten ftd^ überbieg fomo^l bur^ ®rd|e unb 
Sd^önl^eit; mie burd^ Dorg&glid^e (Sute bed gteif^ed unb ©efdf^maded unb burd^ 
ben SRangel an Steinen aud, fo ba^ fie jene älteren Sorten, gumal bei il^rer 
ftfil^en unb reid^en Sragbarfeit^ in jeber ^infi^t erfe|en tonnten. 

Sei feinen Sludfadten befolgte t)an Stond ein befonbered Softem, 
dr fäete bie Aerne oon jungen Säumen, bie er felbft erft aud Saamen erpgen 
l^atte unb §mar be^l^alb, meil er in Serfud^en mit 9lofen unb anbem aud^ ein» 
jährigen ^flanjen gefunben ju l^oben glaubte, ba( neu erzeugte Spielarten bei 
ber Slu^faat ftetd lei(|ter mieber neue Sorietäten liefern, ald anbere f^on länger 
felbftfiänbig beftel^enbe, ^ie fo gewonnenen jungen Säume lieb er tragen unb 
fäete mieber i^ren Samen unb fo trieb er ed fort big gur 5. (Generation. 6r 
märe lebenfaQd f^neQer su SRefuItaten getommen, bod^ foQ er von ber Xnft^t 
befangen gemefen fein, ba| ein $fropfreid m^ el^er bl&l^e, atö ber junge 
Saum, oon bem ed genommen, felbft ba}u gelange. 

^ngeblic^ lieferten nun bie fo probucirten jungen Säume mit jeber Generation 
nid^t aQein ^^rü^te oon befferer Qualität, fonbem ber Srntd^tanfa^ mürbe aud^ 
befdtileunigt unb bie älragbarCeit vermehrt, fo ba| van aRoni», ber auf bad 
SRefultal ber erften Sludfaat 15 ga^re märten mu^te, bnrd^ bie 6. Sludfaat 
fd^n Stämme erhielt, bie ftc^ burc^fd^nittlid^ im 5. bid 8. 3a^re jum Stud^t* 
tragen bequemten. Qx mar jebo^ felbft ber äReinung, bab biefe eblen unb 
trogbaren Säume aud^ feine lange Sebendbauer ^aben unb l^öd^ftend V2 3(4^' 
l^unbert gutt^un mdrben. San 9Rond l^at in folc^er äBeife red^t oiele neuen 
unb guten Sorten gemonnen, bie uns bereite ate fol^e belannt finb, aber er 
l^t bo4 auc^, mie bie (Srfal^rung geleiert ^at, viele fe^r mittelmäßigen unb ent^ 
bel^rlid^en ^^üd^l^ in bie 9Belt gefanbt. Ueber^aupt mar er, meil alliufel^r in 
ber Serfolgung feiner S^eorie begriffen, Iciber §u gle,id!)gultig gegen bad Sor- 
^anbene unb gegen eine feftfte^enbe Stomcnclatur gemorben, fo baß viele feiner 
Sorten unter mehreren 9iamen von il^m aui^gegeben morben futb. 2lud^ mürben 
unter ben als namenlos unb neu von i^m verfanbten bereits mel^rere gefunben, 
bie er felbft ober Slnbere früher fd^on anberS benannt Ratten. 

9M 9an aRons festen SRel^rere, }. S. ber gleid^faas bereits, s» SRed^n, 



1847 oerftotbenc 9Raji» (S^ptttn, utib Simon Sottoter (flatb px Sotoigite 
1848), mt f^on enodl^nt, biefe Studfaaten fort, am Iftngflen f<i(<int aber Stooct 
bem 9011 iKiti SRonS votgef^nebenen S^fteme treu geblieben §u fein. Sit^ott 
foete um bod Sal^r 1853 beteitö ftente aui» bet 11. @eneTation. SRon bürfe 
fA9^ ni^t glauben, fagt biefet (Annal. de Pom. L 6. XY.), bog (ntö btefet 
legten Ihidfaat lautet Zofelftü^^^ ^etoorge^en würben unb im XQgemeinen 
bjbfe man ni^t oergeffen, ba| s^t 3^it bet 5. Su^foat bei^ oan aXonS bie 
dab( bec guten ^tft^te nod^ Hein unb ni(!^t übetaU betanlit mar, femet oud^, 
ba| baS, mad bomald gut etf^ten, ed bei ben jeligen oetme^rten Snfptü^en 
ntfbt mebt ift. (Sd finbe P4 aud^ je|t no^ SRittelrnftliged unter ben legten 
Xn^aaten, butc^filb^tttliib 20 $ro€ent, unb nur bad gans B^lt^it fei fel^t feiten. 
SteOei^t liege ed ober boran, bab imn SRoniS bie @amen aud mel^reren (Sene^ 
rationen iufammen geworfen, meldb^ Sem)e<i^8lung biefer felb^ eingeftanben babe. 
SRit 9le<J6t ma<!bt 99ivort barauf aufmertfam, bog bie von SRondf 4e S^orie 
fttt Gr^eugung neuer guter ^rucbtbdume gmar ftil^er ben 9Bert^ ni(|t mel^r babe, 
ali bei il^rer erfletl 9lnregung, aber fte ^em&b^^ immer no^ ein gu grobei» 
«iffenf^aftli^ed Sntereffe, um g&n§li(b uerloffen gu werben. (Sd bleibe su er« 
forf<ben: 

1) wie weit ein frfil^rer ^(btanfa^ burd^ bie XuSfaat be§medt unb wie 
vett bteb getrieben werben !önne, ol^Vte bie Sebeni^froft bed probucirten Saumes 
itt gefftb^ben. 

2) Ob bur4 aufeinanberfolgenbe Xudfaaten na(b biefem S^fteme bal^in }u 
gefangen fei, eine gröbere 3al^l uon 6pfttfrä4ten }u erzielen unb 

3) ob biefe gfrücbte }ule|t f&mmtli(b gut unb ol^ne Sermif^ung mit Stittelgut 
tfnl^fallen loftrben. 

Sioort rfttb nod( benfenigen, bie ft^ mit folgen Serfuc^en pix Sorten^ 
oerme^ng abgeben, bie Somen upn i^ren jjüngften Aemfrüd^ten unb befonberd' 
oott IBittterfrüd^ten ju wdblen, wad ben meiften 9iuben t>erfpre4e. S)o<b muffe 
ber Samen uon gel^örig reifen unb ntd^t unmittelbar t)om Saume fommenben 
9tfi(bten genommen wei:ben, benn biefer l^abe oft no(b ni(bt bie gel^örige Steife 
erlangt. Xud^ m5ge man immer fteme ber befferen Srü(bte roä^Un, benn es 
fei ein ^rrtbum, |u glauben, oan 9Roni^ babe geratl^en, ber Samen ber ^äjlU^Um 
fei Dorjttsieben. 3)erfelbe l^abe nur gefagt, ed fei beffer, bie Samen einer 
f^Ie^en ^«bt ^^ ItiUn 0eneration, ald bie jenigen einer guten aus einer 
früheren Generation §u wdl^len, bereu Steigung §ur Sudartung d^U gefunben 
babe, |UT 9tttl^e gu fommen. 

SBai^ nun bie Slnftd^t finigbtd unb oan SRond non einer Serfd^le^» 
terung ber Sorten betrifft, fo ifi fief<|on von (Sngtonb aud (ftnig^t gegen« 
ftber) unb aud^ in S)eutf(blanb von Stdler, lBur(barbt, Sibmibberger, von Slotow, 
(ond^ im erften Sal^rgange ber aXonatdfcbrift für Homologie) oon Oberbiett, unb 
ebenfo von S)od^nal|l (htfitn Sebendbauer ber ^w&(bfe, Serlin 1854) als unl^t» 
bar bejei4ttet worben. Sagegen f^eint man ibr in Belgien bod^ immer no4 



citaltg. 

m^tfo^ |tt liilUgeii. 6d ifi etfk no4 1853 X. Septt, Sarfaffet ber (Kim 
IiUmi8 üi bit AuaL de Pom., fonrie bed tii^oloenben Somottft §« beii 
^igmn, htmÜ^t geioefeti, but4 <^^^ S^MUt j^inbittd^ bie ni^Hgteit becfelbeii 
inib bie abntl^inenbe £e6eiiShaft htt ftltnen CnlturMmen gu bemetftii. (fc 
fAngt mii OUoie« be 6ened an, twu beffen Obfiforten Ttdi iwc totntoe nod^ 
bei Qnttitita^e fAnben unb oevglet^ man bie 310 6otten duintim^ mit bäien 
bei S)tt]ftame(, fe fehlten baoon f^on 169 Sotten miebec bei btefem. SMcfe 
feien ^mav bur^ eine faft glei^ SoW' «euer 3fnU(te oon Se|tetem er0dn§t, oftet 
ei erg^ fl4 bo^ l^ienmi , baf in 'bem 3^itvanme non 100 Sollten &ber bie 
^Alfte ber Qitinttnpe'f^en Sotten oerfaffcn motben fei. 

Stam man nun bie Sftftd^te beibet genannten Kutoten oeteinige, fo {lefle 
M (ine d<41 von 46Ö big 480 vetfc^iebenet 9(rten l^etani, abet bie Untet« 
ftt^ung etgebe, ba^ bii ie|t 200 non i^nen f^utlod oetfil^nmnben nnb i^t Xnban 
anheben nwtben fei. 160 anbetn ftel^ bai gleid^ S^itffal beoot, benn, 
menn fie oud^no^ ^ Setiei^niffen figutitten, fo feien fte ali Sotten n. obet 
III. Stangei bejei^net mib m&^en bei ben fortf^teitenben 'SBeteid^ennigcic bet 
Homologie t)erfd^n)inben. S)ie 156 übrig gebliebenen Alteren ^fr&^te, meU^ 
nod^ Fortpflanzung oerbienten, gemalerten feinen triftigen (Sinwurf gegen bie 
DON SNond'f(ie 3:(eotie. Ol^ne 3n>eifel gebe ei ait^ im Qkma^rci^e ^nbi« 
•ibiien tm fold^ 6tdtfe unb Sebeniboft; ba| fie bie fottbanemben UTfa<|en 
bet XulSartung ertrügen, wel^e anbere ni^t aui^ietten. Ueberbiel gebe fidb 
bie Serfd^ledltetung anfangl{(b mel^r no<ie bur^ Unfrtt<|tbatteit nnb but^ S^wie^ 
rigfeiten in bet (Kultur, ali burd^ bie Sef^ffen^eit bet ^i^it }tt ettemien. 
ttttlet meisteren i|m befonnttn Seifptelen gibt et folgenbei: 

Quintini^e be}ei(bne ali )u feiner 3eit ganj neu bie 3 betamitcn Oitnen: 
Cobnot, Sitgoulenfe unb Stafanne. 2)iefe Sitnen feien jjett olfo 200 ^a^xt 
att^ »ie ft<| biei cw4 butd^ SRetlet beft&tige. äUuJ^ il^rem 9ef<bma<!e unb nocb 
il^ttt innetn ®üte f^ienen biefc Srrücbte feineinegi auigeattet, abet nm fie mit 
etfoli |tt hiltiniten fei eine SOtanet obet bai Spoliet gan| unetlä|ti4. S)iefe 
9M|n)enbig{eit l^e man in Oelgien unb in ben n5tbli<ben 3)epattementi von, 
^lahti^, au4 An ber Sötte anertannt. SBo fie nod^ einzeln im ^eien fort« 
UUnen, ba fei entmebet ein gef^üj^tet Stanbott obet befonbetet Soben bie 
Sebingung, fonft gebe M übetaH bie Xuiattung butd^ bai ^el^lfd^lagen bet 
SÜitieen, getingete (!kd^ bet ^d^t unb bunb Sieden nnb 9li|e an bttfelben 
an «tiennen. S^ Onintinpe'i 3^t, 1650—- 1680 l^be man bagegen biefe Soden 
ali gut allgemeinen ^flangung geeignet, unb nicdt bloi sum Spaltete bettacbtvt. 
ÜRetlet labe bie Sitgouleuf^ J^oc^fiämmig obet ali Sufö^baum encpfo|len unb 
Ouintinpe in feinem l^o^ unb teineimegi marm gelegenen Serf<^illci N^ 
m^et bie &)lmat nocb bie Stofdnne bei SufidJ^lung bet an feinen 7—8 Xaufenb 
3nft 9Rttuetn etgogenen Sotten genannt ,. fonbem et |abe fie ebenfofti ali 
Snf^dume erlogen, meldte ^tm bamali bie $ftamibe «etttat 9leidbei Ser» 
Ritten leiglen, bemettt 9to9er »ettet, bie Beurrö gri8, St Gerrnttn, Boncliretieii 



^tnfettnns. 9 

dÜTer, unb felbfl mel^e no4 ni^t 100 ^fjftt alte im ^ennegau eqev^te 
Mtneii, vrie bit Passe Cobnar, Benrr^ de fiardenpont tmb Bonchreüen de 
Rance, feien] in Mefrt 9[u^ttun9 begriffen, iDe|l^alb man fle butd^ neue 6dms 
finge etfe^en mfiffe tu f. w. 

fkgenftber biefen Snfid^ten md^te nur ^olgenbeiS gu bemctfen fein: Oemift 
ni^t in einet 9etf4Ie(|tetung ober Seraltetnng l^at bad Serf^winben vieler 
6erten Ouintin^ed feinen 9runb, fonbem nur barin, ba| fte ni^t {ur J!enntni^ 
nnb in Seft^ ber fpAteren $omoIogen gelangt ftnb, inbem fte 9lienumb unter 
t^rem testen 9lamen anfbemal^rte nnb fefi^ielt, mie avi^ bemfelben ®runbe 3. 9. 
il^ fd^on. ond^ gar mand^e S)ielf d^ 6otte nidftt me^r belannt tft. 3)et äßegfoCl 
man^ Alteren %t^^tt mtrb aber aud^ barauiS ertlarlid^, bo| matt mit i^en 
ond irgenb einem (Srunbe nid^t }ufrieben mar. @o bentt 3. ®. audft in ber 
(Begenb von SReiningen faft 9liemanb mcl^t baran, bie früher fo beliebte Solmor, 
bie SSirgouIeufe unb felbft bie @t. ©ermain u^ f. m. }u pflanzen, imb bod^ maren 
bkfelbctt in ber Sergangenl^it faft in aOen 0&rten §u finben. Selbfi von 
Sorten, bereu Sarffiglid^Ceit gu gro^ unb gn befonnt tft, um mit dinem SRale 
per geff e ii §u merben, mie B. gris unb B. blanc, mad^t man nur nod^ in ein« 
irinen ^dOen, an SB&nben unb in gefd^ü^ten ^aui^gArten, ©ebraud^. a9ei ben 
lat»fdn nerl^t ed {n( iiemlid^ d^Iid^ mit Sdet^em unb Stotbem SBintercaloia, 
mit Keinette von Orleand unb einzelnen anbem. ^iefe Sorten liefern gegen 
aaberi injnrifd^en betannt geworbene nur einen geringen Ertrag; tbre ^rfld^te 
fiab jtt oft fledK^, (rfippelig, ni(|t fd^ön. S)od^ ift vied mol^I von jel^er fo ge« 
vefen unb aud^ Oberbied meint, in feiner 3ugenb nie onbete a(d fteinige ^d^te 
bct 6t. äkrmain genoffen pi baben, aber man lannte nid^td Seffered unb mar 
bamit aufrieben. Sej^t ift bieg anberd; unter ben neueren Simen bilben ftd^ 
viele in ben meiften ^abren voütommen aus, fte übertreffen bie alten, in 3^xU 
|cit ttttb eaftfflde unb in bem SRangel an ®rie« unb Steinen, befonber« aber 
ml^ in ber Xmgbarfeit. ^ud biefem ©runbe pflanzt man ie|t lieber eine 
Sftfmleon, eine goldfarbige, eine €apiaumontd unb Sotoma'd $er6fti9utterbtmt, 
einen (Srovenfteiner, eine @ngUfd^e SBintergoibparmaine, menn biefe Sorten avd^ 
bie genannten dfteren nid^t aQe gan§ in ®ftte eneid^n. 

Obgleid!^ mm in fold^er $tnftd^ ber Obftbau fitbtbar im ^fortfd^ritte begriffen 
ifl, fo merben bod^ nod^ mehrere Sal^rjel^nte barflber ^ingel^, e^e ftd^ bie ge» 
nannten Simen mel^r an bad gum 3:^ei{ jiemlidl mul^e beutfd^e Jtlima gemi^nen, 
bem menigflend nad^ bem Serbalten berfelben in meinem Oarten überbauern 
bie ttteren Sorten nnfere SSinter immer nv<b be^er aU mand^ neuere. S)ie Sebeni^ 
hoft in ben dlteren SIrten fann belbalb aud^ nid^t erlofd^en fein, wa(i Ttdft femer 
mi^ barand ergibt, ba^ man au ibren Steigen, felbft menn fte von einem 
im tttfterben begriffenen Saume genommen «erben, immer mieber haftige 
pnge Stdmme ei^ieben tonn. — ^a| übrigens einige ber genannten Sorten 
eine tangete Kei^ von Sauren |inburd^ fUb innnet tveniger gut atiMlbeten, 
IM i^ in ber merllM^ geringeren IBdrme ber Sommer bet vergangenen 2)ecennten 



10. CcinleiUin^ 

{einen (Btimb geV^W. %At nerfbffenen 3 3a^ 1857—1859 mit i^ret unge« 
mö^nUd^ l^ol^en 6ommenodtme l^aben beutU«^ ben Semeid ^ieoon geliefert bemi 
in biefen Salären erlangten biefe ^^d^te mit dtnem SRale hiebet überoO nnb 
faft, auf ]ebem €tanborte i^re SoOfommenl^eit unb trugen burd^ i^re @4ön^ 
nnb burcl bie Jtöftti(|!eit ilftred Sefd^madei^ ni((t »enig ba|u bei, i^nen auf ben 
größeren bamatö ftattgefunbenen Serfammlungen felbft gu allgemeiner unb «er« 
me^rter Slnpflan}ung bad 9Bort §u reben, in meldte« So6 ed freilid^ bem, ber 
il^c Serbien in ben frfi^eren (dlteten $erioben nod^ im (Sebdd^tnib unb nebenbei 
ben materieQen ®eminn be? wegen Sintröglid^leit bod^ angeftrebten ^a^lreid^eren 
Obflpflanjungen im ^uge ^atte, f(|mer l^ielt, fo unbebingt ein^uftimmen; ouil 
tann mo^l 9liemanb bie äBdrmergeftaltung unferer tünftigen 6ommeT im Soraud 
garantiren. 

Set Simbaum m&dftfl fetbfl bei beftet Se^nblung in feinet Sugenb, Mft 
bie Sßttr)eln fid^ erft mel^r erftarft b^ben unb tiefer eingebtungen ftnb, langfamet, 
Ott ber Hpfelbaum. 3)afur ift aber aud^ fein ^ot}, befonbetd bad bed milben 
Sitnbaumed fefter unb er mirb in ber Stegel ditet ald ber Qlpfelbaum, benn ed 
gibt 8dume oon bebeutenber ^rö^e unb Stdrfe, beren Slltet man auf 200 Salute 
fd^^t. 3n feinen robufteren lanbmirt^fcbaftticben Xrten nimmt er mit allerlei 
Sanb Dorlieb, bod^ barf baffelbe nidftt fortmdl^renb na^ fein unb mu^ gehörige 
Sobentiefe ^aben. 3)enn er treibt $fa(liourjeln, bie mit bem meift i^^ramibaten 
ffiudbfe feiner ^rone bad @lei(^gen)id^t l^alten muffen. %m beften gebeult ber 
Simbaum auf fonnigen Slnl^öl^en mit gutem Untergrunbe unb erreicht l^ier oft 
ben Umfang mand^et SBolbbdume. 

3)en feinem Gulturbimen aber ift ein gebauter, mormer, leidster, fanbiget 
unb ^umofer Soben, ber iebod^ nid^t §u fe^t audtrodnen barf, bod am meifhni 
§ufagenbe (Srbreid^, menn bie SSdnme gefu^ib ma(^fen unb fel^lerfrete %tMfit 
bringen foQen. 9lud^ finb viele, §. 9. 6t. (Sermain, @ute £otttfe, 6nglifd|^ 
Sommerbutterbime, 6ommers9lpot^eferbime, }nm 2;^eil fd^on feit Idnger, otö 
foldtie belannt, bie anberi» nid^t redbt gut t^un. SRond^ Sorten fommen jebod^ 
au<b in marmem S^onboben nod^ redbt gut fort, ). 8. 6parbime, 9tot^e ^rbft« 
Sutterbirne, ^unftirter 6ommerbom, @rüne ^o^erdmerber u, f. m. 

3)er Simbaum erforbert femer in mel^reren feiner Slrten, bamit er teid^lid^ 
^rftd^te anfe^e unb uotttrage, im 9lai unb fo lange, bid bie jungen ^i^fld^te 
il^re ^eme mel^r auiSgebilbet ^aben, etmoi^ lä^le unb f endete SBitterung, benn 
menn rin biefer 3^it U^^ trodtncd unb ^ei|ed äBetter einfdQt, |o tommen bei 
nidbt wenig Sorten bie bereite angefeilten Srt&^te me^rent^eitö §um Slbfall, fo 
}. 9). ©Ute ®raue. Qxn )8egie^en bes SaumeiS ^ilft bagegen fd^on etmai^, bod^ 
grfinblid^et bie SSefd^ttung, bie iebod^ nur an 9Uebetftdmmen unb Spalittm 
ondfü^tbat ift. fLuü biefem Orunbe fuib aui^ 6palierbdnme an ffiefhodnben 
am fmd^tbarften — - fte werben von ber Sonne erft fpdt getroffen unb eg folgt 



Sii^ettung. 11 

Mb meber bte 9aä^t mit ü^itt gleu^tigteit ÜRan^e Simforten gibt ed aber 
ott^, |. 9. Bettrr^ grü, 9lq>oleon u. f. m., bte nur bei trodener xoaxmn 
SBittentno in bei 9(üt^ am meiften anfe|en. Ueberl^upt bfttfen leine Slad^t^ 
fcft^e ober an^altenb tau^ed unb lalM äBetter sut 3^^^ bet fßitA^t ober ou^ 
6alb banad^ eintreten, fonft foQen in ber Siegel bie Stützen unbefrud^tet unb 
fpdter au(b bie fd^on angefe^ten fteinen ^^d^te ab. — 3)iefed SlbfaQen ift aber 
oiR^ öfterd ben Serl^eerungen ber ©to^en unb Aleinen SBirn-iDlüde, Sciara Pyri, 
unb ber S^marjen @allmüde, Cecidomia nigra, jujufcj^tetben, weld^e nad^^d^mib« 
berger bie Sdlüt^en ber Birnbäume anfted^^n unb il^re @ier hinein legen, moraud 
tieine SBürmer ober SRaben entfielen, bie ha& innere ber ^4t audfreffen, 
fo ba| fie nicbt weiter fortmä(ii)ft. tUuö biefem ®runbe lann eine me^r ffi^le 
ober regnerifdtie SBitterung gur 3(it ber Sirnblütl^e, weil fte, wie bei ben 
^fUmmen, bie S^ötigteit ber Einfetten l^emmt, in vielen gdHen nu(li(l^ fein. 

S)ie Sdume ber feineren SBirngattungen Ttnb nun aber aitcd fe^r empftnbli^ 
Oe0?n fiälte unb leiben immer mebr ober. weniger, wenn bie SIemperatur im 
Sinter unter — 20^ R. ^erobfinft. @e^r oft fielet man na^i ftrengen äBintem 
ben Hern bed ein^ unb zweijährigen ^ol^ed fd^war} ober braun, bod^ beft(t aud^ 
[oft fein anbered Obftbaumgefd^let^t bie gleite Sebendlraft, bur^ weld^e eS 
möglieb viib, ben entftanbenen groftfcbaben, freilid^ öftere unter Slbfterben oon 
3oeigen unb ganzen heften, ju uerbeilen. S)edungeadj)tet werben bie meiften 
biefer $dume bei und, inbem fte bo<!^ jule^t ben fidj^ wieberl^olenben Angriffen 
ber Aalte unterliegen, in ber Siegel nic^t alt. ^m beften gebei^en fie nod^ 
in geff^fitten ^au^ärten unb ^ier fann mon fte )um S^^eil felbft ^od^ftdmmig 
lifbin^en. 3m S^ien mu^ man fte nieberftämmig ald $pramiben ober an 
6|Kilieren er^ie^en unb biefe fortwä^renb im Sd^nitte polten, bamit fte i(re 
Sebendtraft nidjt frühzeitig er[d|)öpfen. 'über auc^ anberwartd, wie bal$ nor^ers 
ge^enbe Aapitei §um £^il le^rt, unb nid^t blöd in unferem, )um $b^il siemlid^ 
rott^ unb ^od^gelegenen 3;^ucingen fteüt ftdj^ bie Slotl^wenbigteit, ben feinen 
SBimen einen ge)di)ü(ten 6tanb §u geben, ^eraud. Slucb S)iel (Softem. äSer« 
ieid^nib U. @. XV.) fagt: ,bie Simen ftnb bei äBeitem me^r aU bie ^epfel 
on ein i^nen gufogenbed Alima gebunben. 6d^on in f^rantreidti bleiben viele 
Sorten wert^lod, wenn Tte nidS^t ald Bn'^i^g/ Y^ nur ald Spalier an einer SBanb 
erlogen werben. @o tömmt z. 99. bie Siirgouleufe, bie SEBinter-Slmbrette, niele 
93erga]^tten u. f. w. nid^t boc^ftämmig fort unb liefern bie elenbeften «^d^te. 
3wergbäume ftnb barum in unferen ®egenben eine 9lot^wenbigteit, wenn wir 
biefe Sorten in il^rer ©üte genießen wollen ic* 

Selbft in Belgien, ber eigentlid^en ^eimatl^ ber {ewigen neueren SBimen, 
benu^ man zur ^rjie^ung ber feineren, fowie ber meift nur zu Sd^auftüdten 
bienenben größeren Sirnen, z- ^* ^un SRarum'd ^^lafd^nbirne (Galebasse 
Garaffon) unb Sd^önen Slngeoine, allgemein bad Spalier unb gibt ftd^ mit beffen 
ftudbreitung an SQlauern unb ^änben gro|e 9R&^e; zur freien Pflanzung in 
bie Saumftudte trifft man eine äludwa^l oon weniger z&rtlic^en, aber aud^ meift 



12 (SitiUrtntig. 

roeniöer feinen Safelfrürftten. 3n ben weßen il^teS Diftetttöge« fo ßefegnetett 
fübbeutf^en S&nbern ftitb eS ineift Ao$^ 9Rofb itnb 6(]ftni|binten, bie bie mAd^» 
rigen SAume ma^en unb fo maffen^aft tragen. Unter einem weniger ntifben 
$tntmelftrtd^e wirb man alfo sur ^rgtel^ung von 99imen'$od^ft&mmen für freie 
Pflanzungen mit weniger jeigentU^^ S:afe(frn(]6ten Dorlieb nehmen ober unter 
le^teren bod^ immer eine forgf&ttige SluiSmalSit treffen muffen! 

Sie (Er^^ung vait iit ^ttvsatttn Xnterlugtn ;ur ^txttlm%. 

fträftige unb banerl^afte junge SimbAume jur Sereblung mit ben ge« 
münfd^ten Sorten erjie^t man aud ben Aemen ber^olgbime. ^ud^ bie in ben 
äBAlbem ftd^ vorfinbenben ®i{blinge, wenn Tte nod^ jugenblid^ flnb, fd^önen 
fdftlanfen 9Bud^3 unb gute äBur^eln l^aben, ftnb gut ta§u unb eben fo tann man 
bie aud J!ernen ber meniger feinen lanbmirt^fd^aftliilen Sorten erlogenen jungen' 
SAmUnge ba)u benü^en. 

SwergbAume von ©imen erjie^t man am beflcn in $pramibform unb wenbet 
""^ierju me^rfadj bie Ouitte unb gmar am Kebften bie ftAtfer woddfenbe ^ortn= 
gieftf^e ober äim-Ouitte an. Änbere l^aben audi Söei^bom, Crataegus Oxy- 
acantha, unb felbft bie üuittenmifpel, Mespilus Cotoneaster empfol^len. Siefe ^ 
ftraud^artigen Unterlagen follen begweden, ben ftarfen SSBud^S mand^er ©orten jn 
mA^igen unb bie barauf erlogenen jungen Saume balb frud^tbar §u mad^en, mie 
es meift aud^ ber Satt ift. Sluc^ perlangen fold^e ©Aume, bie feinen großen 
SRaum einnel^men, feine §u grofee ®obentiefe, unb tl^un felbft in einem etwa« feut^- 
teren, ben 99lrnen felb^ fonft nid^t immer red^t §ufagenben 93oben gut ober fie 
«erlangen fogar einen folgen, weil bie Guitte an unb für fi^ bie gcud&tigfeit' 
Hebt, ^aein ni(^t alle Sorten mad^fen auf ber üuitte, ober fle befommen bficre 
Spigen an ben Sommer^weigen, wenn ber Soben im Sommer irgenb ttodCen wirb 
unb bie Ouitte ift befonberd iit ber ^ugenb gegen AAlte no<!^ empfinblid^er al9 bie 
Sime. 3)ef(bf^Ib fterben in fd^neelofen falten SDintem bie barauf oerebelten SAume 
öfteres ab. Sie muffen aus biefem ©runbe fe^r tief unb §fDar unmittelbar über 
ber @rbe oerebelt werben, unb eiS ift fogar n5(^ig, ba| fie an bem für fle be« 
ftimmten Stanborte fo tief gepflanzt werben, ba^ ber pfropf fnoten 3 bid 5' |od^ 
mit Srbe überbedtt wirb, ^abei gel^t aber mit ber 3«i^ wenigften« in melen 
SAHen, jebenfatts ber mit ber Ouitte beabftd^tigte Svotd, burd^ baS Sßurjelfd^logen 
bed oerebelten Oberl^upted verloren. Som Sßei^bom zc. unb ber ju ^od^ftAmmen 
aud5 fd^pn angemenbeten Sogelbeere, Sorbus äucuparia, babe id& felbft nodj feinen 
©ebraudj gemalt unb nur fo Diel barüber erfahren, baft bodb fe^r oiele Sorten, 
wenn fte aud^ mebrere l^a^re bem Slnfcdeine nad^ gut barauf vegettren, unb wo^l« 
fd^medfenbe fd^öne ^rüd^te tragen, (weft^alb bie SAfte beS ®runbftammei$ t»on 
feinem er^eblid^en ©influffe auf bie innere SBef^affen^eit ber ^tüd^te ftnb), bod^ 
balb anfangen ju ttAnfeln unb nid^t lange bauem, weil bie erwAbnten StrAud^e 
unb Saumgattungen ber Sirne bo(b ni(bt genügenbe ober ni^t gan} entfpreti^enbe 
9ta^rung 3ufül^ren. 3Ran (at in neuerer B^it mel^rfad^ beibe Unterlagen wieber 



Einleitung. 1^ 

iiri0ti(Aai imb ««lebelt au^ )U BvMvobottitteii tuf ben Stmvilblina, ai|f wtU 
c|mi M ^ bk SoTtti bei 9c&4te an beften «uMilbef^ 9ebo<iiiiut$ man, 
rm bJM pt iimfaitgipetd^ SAune pi eniaUe», foU^ puifien IB&uine v^Uu, 
bü fetaen )u fkattcn Xriieb iciem, ober nodft beffer foU^e Sorten, bie an unb fäc 
M ^^ tkiiie Sottine nwu^en, loie bied übrigen« bei ben meiften neuexen feineii 
StnieB ber ^ai ift ^n bie{er Steife etlftn^t man viel bouetbaftere $9ramtbeu 
«nb 6paUefbdttme, bie einmal au^Sgenmcbfen, bann au^ eine lange Süetl^e Don 
3a^en J^inbvr^ fm^tbav ßnb unb je na(b ben Sorte« für ben il^nen eingcrftuuM 
Un etnad 0c5|eten SRomn buxd^ rei^Ud^re (Smbten enlfd^äbigen* ^ie auf Quitte 
oeiebeUen Zäunte bezeigen fub übrigen^ oon Ou0enb an f<j^n fnubtbar unb 
«ecbeii bel^lb no<b von Sielen unb ^»ar aud^ von S^nen gefugt, bie auf 
etaem Qeinen 9iattme niele Sorten l^aben wollen. Xud^ bienen fit oielfadft ^r 
Siopfcultur, burd^ »elcbe man fxi^, mie bur<jb bie Sortenbäume, in mdgUd^ft turjer 
3eit über bie Clualit&t ber einzelnen Varietäten ßenntni^ oerfd^affen fann. (äBeitere 
Sttdtunft flnbet man hierüber in 2)iel, Slnlegung einer Obftorangerie in Sd^erben, 
2 Sbe., gfranffurt 1804, unb 2:i^omad ^mx&, bie Obftbaumau^t in 2:öpfen unb 
ilübeln, nad^ b. 6ngt. oom gr'ei^erm n. Siebenfelb, SBeimar 1852.) 3ur Prüfung 
in Sd^erben foQ man (nad^ 3)ierd fpftemat. Ser^eid^ni^ U. 6. XV.) aud^ ben 
So^annidftamm, ber bie Unterlage fftr bie eigentlid^en 3w^d^f^lb&ume abgibt, 
bemuten Unnen. 

Sie %xü^it mand^ Simforten merben übrigen^ auf ber Quitte befonberd 
fd^ön unb ed finb in foldSier ^infid^t bauptfftd^lid^ bie 9Bei^ unb (Braue $etbft« 
Sutterbime betannt. 2)ie (Srftere mirb, meil fit auf Cluitte fe^r gut mdd^ft, fogar 
Ittm fogenanaien Uebcrpfropfen benu^t, meld^iS barin beftel^t, ba| man auf bad oon 
üfß auf biefer Unterlage getriebene iunge $ol^ mieber anbere Sorten nerebelt« 

3um dmede ber Prüfung unb Erlangung, non Sortentenntni^ bettu|t man 
feit einiger 3ett immer mebr bie fogenannten $robebäume, meil fte bie Stbmar« 
tmm unb Pflege ber Sopfbaume unb beren froftfreie Ueberminteruug nid^t erfor« 
bem. (Sd merbett barauf immer meistere Sorten sugleid^ oerebelt, fo bab man 
auf @inem Stamme 20 unb mel^r oerfd^iebene kirnen sugteidi) (oben fann, bie 
freilidb, mpil eine Sorte öftere bie anbere ftbermädbft, in ibrer SSoUCommenbeit 
ni^t lange Staub (alten. 3)od^ reid^en fte menigftend immer fomeit aud, bab 
man mehrere Solare lang bie ^rud^t unb bie ieber Sorte gutommenbe eigentj^üm- 
lidben Segetation beobad^ten lann. Ueber bie Sr^iel^ung fold^er Sftume gibt 
Oberbied(*d Sd^rift (bie ^robe^ ober Sortenb&ume, ^annouer 1844) Einleitung 
unb Selel^rung, audb b^t Oberb. (in f. Slnl. aur ^enntnib unb Slnpfi. beiS beften 
Obßed, Slegeni^burg 1852, S. 257) bieienigen Sorten unter ben belannten befferen 
Simen namhaft gemad^t, bie man, um ein reid^ed Sortiment }u bertften gu 

* S)te gr&c^te toerben barauf flet« b^^er, gef^it^ter, femtiger unb ri^^iger, aU 
auf 3j>banni«^mm( ober Otiitte, auf Unterer bagegen fürjer, fugeliger unb glatter. 
Xttf ftltcm 3)veTgbdunien feilen fie ftf| {ebod^ nod^ ben SemcrYungen einiger homologen 
immer me^r ber eigentlichen gform nSJi^m. 6on i^lototo in aRonatef<brift I. S. 294. 



14 « (Sinlettiing. 

• 

3 Ms 4, ato |tt eiitonbet int ffiod^dt^me paffenb, unb a(fo vrni Iftngem fkiim auf 
einem unb bemfelben (Brnnbfhimme l^abeit tarn, 9)ad baim no^ Me 9nt4tbac» 
feit bet auf Sintioilbling gerebelten 9dume betrifft, fo bauert bet ^^tonfo^ 
bei il^nen aOfetbingiS Idnget, bo4 fö|t bet flarfe Srieb, votm fie niij^t übermd^tg 
befd^itten «erben, in ber Siegel balb nad^. Sie 3hnt(|tbarfeit ftellt ftd^ bei ben 
meiften ^^ramibbdumen fd^on nad^ 6—8 3a(ren, von ber $flan|ung an %t» 
rechnet, ein. 3m Uebrigeti giebt ed betanntUd^ SRittel, bie Sdnme ober einzelne 
Bmeige berfelben f<|neQ sum e^rüibtetragen gu gmingen, wie ben SKngetfd^nitt unter 
^eranSnal^me eined Xl^eild ber SHinbe, ber aber ftetd mit Sorfid^t unb nid^t gu 
breit gemad^t werben barf, bamit i^n ber Soum in bemfelben ^a^x mieber über« 
.mdd^fl. Sttd^ baS einlegen uon Sral^tringen ober bad Slbgraben eineiS Zweite 
ber Sßurjeln mirb empfohlen, bo$ fmb aOe biefe Operationen gu gemoltfam, 
fie madften ben Saum immer me^r ober meniger tranl unb man tl^ut be^l^alb 
am beften, feine Ungebulb |u mobilen unb ben Saum unbefd^nitten einige Saläre 
ftd^ felbft iu überlaffen. 

Sie fitifiit mi lixmMftiim. 

SRel^rere ^nbe l^at ber Simbaum gmar mit unfern übrigen ^nid^tbdumen 
überein, bod^ l^t er uon einigen ber fd^Ummften etmad mentger, von einigen gar 
ntd^t, bafür aber aucb mieber uon anbem aQein gu leiben. @o bleibt er fd^on, 
meil feine Stdtter me^r ^att unb leberartig ftnb, uon ben Eingriffen ber grünen 
6pannraupe (beS ^oftnacdtfd^mettertingd, Phalaena ober Geometra brumata), 
menn biefe fub nid^t übermd^ig vermehrt, eber verfcbont. Selten unb nur in (Sr« 
mangelung ber Elpfetblut^en legt ber ^felrüffelfdfer (Corcalio ober Authoiio- 
mus Pomorum), burcd meldten oft ber größte X'^txl ber Slepfelembte verloren gebt, 
feine @ier in bie Simblütben. Slud^ von ber grünen ^pfelblattlauiS (Aphis Pyri 
Mali), metd^e gar manti^en S9aum )u ®runbe rietet, bleibt er frei unb ebenfo 
mirb ha9 Sd^maro^ergemd^, bie SRiftel, }mar oft auf Slpfelbdumen, bod^ nie 
auf 93irnbdumen gefunben. 

S)agegen lieben fon)o]()l ber @olbafter (Bombjrx chrysorrhoea), mie bie 
größeren braunen Spannraupen (Phalaena ober Geometra defoliaria unb elin- 
gnaria), bie [lö^ inbeff en nie bid jur fianbplage vermehren , bie Blatter beiS fRxxn^ 
baumd me^r ald bie bed Slpfelbaum^. S)er 9lebenfted^er (Carculio Bachus) brel^t 
im Sunt bie neu entroidtelten jungen Siriebe mit ben SBldttem ctgarrenförmtg sufam« 
men, inbem er feine 6ier bajwifd^en legt unb bann ben 3meig abfc(inetbet unb fo feine 
iBrut gegen bad SSertrodnen fdbü^t (Sin anbereS Keinem flicgenartigeiS Snfeft, ber 
S3imfQUgcr (Chermes ober Psylla Pyri), befien btattlauSartige Sarven ober 
Slijimpl^en bie jungen triebe unb grucgtftiele onfaugen unb beren l^ionigartiger Unratl^ 
ben ^meifen gu einer 4^auptquelle ber 92a^rung mirb, bringt manc()em iBaume 91ad^s 
t]()eU. Sie SNedlmurmartig gefärbten unb geformten SRaben ber Sirnblattmefpe 
(Lyda ober Tenthredo hämorrhoidalis) macben ein ©efpinnft jmifd^en bie jungen 



lEinlettun^. 15 

3»etge trab finb fan 6tQnbe, einen jmiGen Stcnivergbaum mthinter oöDt^ jn 
entbUtttem. Son ben Sitnmüden, bie bie beteitd angefe^ten jungen ^ü^te %vt 
San bringen, nni? €.11 fd^on bie Siebe unb nur nod^ bie Obftmotte (Tinea pomo- 
ndla) »fixe pi etnw^nen, bie ben Sßurmftidft in ben nte^r aui^gebilbeten ^tü^ten, 
OM^ bei ben Xepfeln, ^etnotbringt unb fo beten 9tot^teif e veranlagt — Sluletbem 
l^aben bie Sttnbfiume in haftfalten Saluten unb in ni^t jufogtnbem Soben niel non 
einigen mihoiftopifd^ S^maro^etgewJU^fen, nont Aecidinm cancellatomunb Cla- 
doqM)Tiam Famago, meldte gelblid^e, f(l6n>ftt§(i(l^e ober tuftforbene^l^dten ober $ftuf' 
^en auf ben Slättem norfteQeti, niel §u leiben unb ntd^t aOein bie leiteten, fonbem 
amify bad ein- unb jweiid^rige ^olg n^irb von biefen tBranbpi()en l^eimgefu^t. 

Siel läftt {14 oegcn aQe biefe ^inbe nt(tft aui^rid^ten, nur gegen ben grünen 
Spanner, nenn er fi^ in S^aupenja^ren jule^t auc^ ber SimbAume bent&cdtigt, 
\^ifi. für bie tünftigen Sa^re ber betannte X^eerring unb gegen bie ®efpinnfb 
unb SRefter^SRaupen bad Eblefen unb bie Oiaupenfd^eere, fowie ed immerl^in nü^lid^ 
ifl, bie befallenen Saumt^eile unb bie abgefaQenen ^rud^te aufzufüllen unb )u 
nemu^ten, »eil batin bie S9rut ber ^nf^^t^n ftecft. 99efonberd au^ muft man 
bie infettenfreffenben Sögel ftii^onen unb wenn man fo fein 9Röglid^eS getl^an ^at, 
ber 9latur vertrauen, bie aud^ gemo^nlic^ entmeber bur(b befonbere äBitterung 
ober burd^, jenen feinblicb gegenöberfte^eube, anbere 3n|eften ^b^ülfe fc^afft. — 
Segen ben Sranbpil} ^ilft im Slnfang, el^e ba^ Uebel ftd^ juweit ausgebreitet (at, 
bad Slbpflüden ber einzelnen bamit bel^afteten 93lätter, Später lann man aber bem 
Se^erben ber ^rone unb oft bed ganzen fdaurat^ burc^ ftarlen 9tü(ffcbnttt ber 
3n>eige entgegentreten unb aucb bad Umpfropfen mit einer anbern, me^r furbai» 
Glinui paffenben Sorte ift an^uempfefilen. 

SBad nun bie Ürant^eiten betrifft, fo ift ber SBimbaum weniger bem ^rebfe 
als ber Slpfelbaum unterworfen, menigftend finben ftd^ an feinem Stamme unb 
an feinen heften feltener bie immer meiter um ftd^ greifenben böfen als ^rebd 
be^eid^neten ©teilen ; bod^ ift er, menigftenS im @lima oon äReiningen, bem plö^lid^en 
Xrodenmerben beS $o(jeS an einem ^l^eile bed Stammes ober an feinen ^aupt» 
ä{len ausgefegt, ol^ne baft man ftufterlid^ vitl baran gemafir mirb. ^aS ^üne^ 
UKtben ber tiefte über biefen Steilen unb jule^t baS Slbfterben b^S ganzen $)aumes 
i^ bie fpätere ^rolge baoon. OefterS l^abe idd nun, bei bem Süften ber SRinbe, in 
ber barunter liegenben ^olsfdjiic^t bie treppenä^nli^en @dnge unb bie barin leben^ 
ben Samen eines 99orlen!äferS wahrgenommen, aber eS bleibt unentfd^teben, ob 
biefe bie Seranlaffung ^ur ^ranl^eit finb, ober ftd^ erft fpäter an ben bereits trän- 
ten Stellen beS SSaumeS einfinben. ^n einzelnen ^^ftüen, mo mol^rfd^einlidEi baS 
Uebel fidb in einem geringeren @rabe auSgebilbet ^atte, ^at baS ^uSfc^neibcn ber 
befallenen Stellen unb boS ^erftreid^en mit Steinto^Ient^eer gute ^teufte geleiftet 
unb ben S9aum gerettet. Ueber^aupt ift ber Stetnto^lent^eer ein gutes antifeptifdb 
mirtenbeS SDtittel, um baS an bidteren ^ft- unb Stammmunben bloSgelegte ^ol} 
gegen bie burd^ £uft unb 9ldffe entfte^enbe Sf^ulnift unb gegen baS Ginbringen 
non Snfetten }u fd^ü^en. @emö^nlid^ mar aber aQe Semü^ung nergeblic^ unb 



16 (SinUttitiifl. 

{U^et ifL bad &fmren bed ^l^ed iei unfecett (ol^en fiftUigtoben bk tttfo^e beü 
UebeU, bur^ iMb^ed i(ft fd^on «um^tt fil^önen Sanm eingebüftt 1^. 

@ine onben üble Stfd^eimuig, »etd^r biefelbe Utfo^e gu (Btuabe Uegt n nog, 
wie ber braune ^ol^fern f^ld^er Säume nadftveidt, unb mit bei i^ dftitö fd^on, 
bod^ faft immet vetj^ebli^ ftet&UMrft l^obe, ift bie SleU^fudftt. @d werben 9on i|t 
Sttfan^j» nur einzelne S^^^&^f \pSiUt ober, bod^ meift erft na<Jb Setlauf iKm 1 bU 
2 Saluten, ber gange Saum befaden, aber nid^t blöd an Stmb&umen, f^nbem 
l^ie }vnb ba aud^ an anbetn Säumen unb befonberd an ttpfel« unb ^irfd^umen 
llnbet fie fid^ ein. SRad^ bem Sluftreten ber Sleid^fud^t bei anberen unb befonberi 
2:opfs@emäd^fen, mie 9lofen, ^ortenrien (bei meld^em bicfer Buftanb oortommt, 
menn fte gu na| gel^alten werben) fucbte id^ bad Uebel in gu vieler Seu^ttgteit 
unb ^dlte bed Sobend. 3d^ lieb be^l^alb bie äBurgeln aufräumen unb brad^te 
anbete leidste @rbe l^ingu. 2)odft l^abe idft bamit fo menig, wie mit angemenbetem 
Sünger uerfdftiebener Qualität, aud^ mit ^odlenftaub, ^olgafd^e unb Stfenuitriol, 
bie id^ nad^ unb nad^ oerfud^te, ausgerichtet unb von mehreren in fold^er äBeife be« 
faUenen Säumen l^at Tub nur e^i einziger mieber erl^olt, ben id^ gang fid^ f elbft übet« 
lieb unb nid^t me^r befd^nitt. S)a^ übrigen^ ein regelmä|iged Sefd^neiben ha& 
Uebel bei an unb für ftd^ gefunben Säumen nid^t oerurfad^t, wie man in neuerer 
3eit »ermutiget ^at (SRonatdfd^r. IV. 6. 97) iönnte bur$ oiele in fd^arfem Sd^nitte 
ge^ltene ^pramibbäume in meinem unb unb anberen ^ieftgen (Särten^ bie Tidft 
gang mol^l befinben, bemiefen werben. 

6ine britte Aranl^eit, bie aber aud^ an Slpfelbäumeli oorlommt, ift bod 
Setttodtnen ber 3u7eigfpiten. ^n meinem fd^wet« unb tiefgrünbigen ®arten wetbe 
id^ nid^tS oon ibr gewal^r , wo^l aber in anbem l^ieftgen (Barten mit fanbiget 
leistet 6rbe unb (iefigem Untergrunbe, auf welkem bie SSBurgetn auffto^n ober 
in welc()em fte wegen )u groger SrodEen^eit ober UnfrudSitbarbit leine 9lal^rung 
mel^r flnben. — Slu^r biefem tommt bei ben Sirnen nod^ bad fteüenweife Sluf« 
fpringen ober Slibigs unb ®rinbigwetben ber 3u>eige vor, fo bag biefelben nadft 
unb nad^ wie burdS» Slbfcbnürung trodten werben unb abfterben. 6d befällt biei 
gewiffe Sorten, oorgugSweife g. S. ®raue ^erbftbutterbime, SBilbling oon SRotte, 
6t. @ermain, Sirgouleufe, ^arbenponts Solmar, Sugette oon Sanap unb alfo 
aud^ bie neueren Sorten fmb nid^t frei baoon. 3)od^ l^aben aud^ einige weniger 
feinen Sorten, wie Slömifd^e Sd^malgbime, $arabiedbirne, baoon pi leiben, in« 
beifen wiffen bie leiteten bie oerlorengel^enben dweige burd^d Sludtreiben oon 
SBafferreifem meift gu erfe(en. (J^roftfd^ben fd^eint weniger bie Urfad^e gu fei«, 
als ein bumpfer Stanbort ober gu naffer, gu trodtener ober gu fdftwerer Soben. 
Selten fielet man bie an äSkuibfpalieren unb gugleid^ in guter SobencuUut 
fte^enben Säume ber B. gris u. f. w. baoon befaQen unb Oberbiedt fdjfilberte mir 
aud^ einen gaQ, in weld^m ein auf einer fonnigen trodtenen Slnl^^l^e ftiel^enbet 
iunger Saum bed SBilblingS oon Slotte am ®rinbe ber 3weige ftatl litt» 
was ^^ oerlor, olS er i^n tiefer, in bie Stalle eines SadfteS gepflanzt ^atte* 



(Sinteitung. 17 

3m 1. 9aiibe Ui fymhivu^i lourbe noit frftl^eren 69fiemen iefotibeid nur 
bad S)iend|e beff)vo(j^en unb bütfte be^l^alb immet no^ anbetet not il^m net» 
fugtet (SinlÜ^etkingen su gebenfen fein. 3)te Sllten untetf^ieben wie 6. 3 beteitiS 
enodl^nt x% bie Sitnen nod^ bem Otte bet ^ettunft obet na^ bem etften Qxf 
}ie^. ^enfo wiQfftl^tlid^ netful^ten Snbere nad^ i^nen. 6ie benannten 
3. 9. bie ^üd^te 1) m^ bet deit bet SReife: 3o]()annii»bitne, Santenabitne, 
StotinSbitne, ^eubitne^ SBeinbitne (m^ bet $eu« unb äBeinetnte), 2) na(^ bet 
tnnetn SBef^b^ffenl^eit : S^affetbitne, 8f d^enbitne (wie Slf d^e im 3Runbe setf aQenb) 
Spedbitne (mit fe^t fd^melsenbem), Sd^mal^bitne (mit fd^matgattigem); Anod^en- 
bitnen, (mit fiets l^artem %Ux]^t), 3) nad^ bet ®rö|e: $funbbitnen, ^aufi:: 
bitnen k. 4) nad^bet ®eflalt: ©lodenbitnen; @ietbitnen; SRoutenbitnen (fpinbel« 
unb lapfenfötmig), Ateifelbitnen, obet 5) nad^ bem ©efd^madte: ^onig«, BudCet^, 
SBeinbttnen tc, obet 6) nad^ bem ®etud^: SRofenbitnen, HRüdfitte Sitnen, 
SRat^ipcmbitnen, wonad^ oiele bet jej^t nod^ ilblid^en Sejeid^nungen febt aU ftnb. 

SRanoet in feinet Einleitung §ut f#emat. Homologie, 2 Sbe. «^ol, £eif)}ig 
1780—1783 UKit bet@tfte, weidet (Al^nlid^; wie {e^t non ^lotom, ÜRonatd« 
J^tift V. 6, 267 unb VII. S. 267) netfudjte, bie ©eftalt bet gtÄd^te auf 
geomettifcbe 9^uten sutüdE§ufu]()ten, unb fo bie gfo^nn §ut Sintbeilung ju 
benuften. €t untetfd^ieb bei ^epfeln: tunb, eUiptifd^; eifötmig, malsenfötmig,. 
platt , ^petbolif d^ unb patabolifd^ ; bei ben Sitnen : apf elf otmig , btmf 5mig, 
pettfdtmig unb conifd^. 3)en conifd^en iBitnen l^at et bie ,,heufelförmtgen'' 
btigefeUt, bie opfelfötmigen in ganj tunbe, eifdtmige, onale unb in platttunbe 
untetfd^ieben. 

@in äbnUcbeS, bocb etwad oet&nbetteS Spftem fteQte Sidtlet im £. 0. 
0. 1. €.45 auf; bod^ fowobi et wie SRanget l^aben, wenigftend §ut etften Sin« 
tbeilung bet ^d^te, weil ^^ in i^ten Sotmenuntetfd^eibungen gu weit gingen, 
wenig 92a4folget gefunben. S)enn fe^t oft nel^men bie ^d^te netf<^iebene 
gotmen an, unb ed ^Alt beiSwegen fd|wet, bie i^nen ^ufornmenbe ®eftalt immet 
fdbatf pi untetfd^iben. Un^ ift g. 99. bie non SRanget, wie uon @idlet §tt 
weiteten Slbt^eilungen benu^te oetfd^iebene SBdIbung um ben Aeld| bei Sttnen 
oon betfelben 9ltt fd^on fo vetdnbetlicb, bo^ man in 3n>etfel fein fann, ob bie 
grud^t in bie Slbtl^eilung bet um ben Aeld^ tu^ben, (od^tunben obet platttunben 
9tmen geirrt 

$ i e l ^telt nut bie SetJ^&ltniffe bet $5(e ju bet Steite füt etwad beftimmt 
9(^fdi&^nbe9, wie et benn aud^ (iftauf bie Otbnungen in feinem Sterne 
gegtünbet l^t. Slebenbei badete et immet an ein 69flem, gebaut auf bie ^otm 
in Setbinbung mit bet Segetation. 3n Sanb I. 6. 3 etfUtt et biefe 9n« 
^Itepuntte ^füt bie 2 f^nbamente bet wallten 9{otut', wobttt(Jb man ein natüt« 
li^ Stmenfpflem ettid^ten fönne, bod^ etfotbete bai$ €tubium bet Segetation 
bie gan$e Slufmetffamteit. @t mad^t ferner 6. 19. et seqn. batauf aufmettfam, 



18 @in(eltung. 

wie meiftetl^Qft unb f46n eine ^laffificatton na(j^ ^amUien unb »ie eine fold^e 
bie geölte ^nndl^ening an bie 9latut felift fein würbe. 3Bai» bie äSegetation 
betrifft^ fo legte 3)iel befonberen 9Bert^ auf feine Seobad^tung, bo^ ein S^eil bec 
hinten am einjährigen ^otje fd^onfurge unb lange ^d^tfpie^e tteibe, wäl^renb ein 
anbetet, ö^nlid^ »ie bie ^{itfd^en, gwifd^en 2 — 4 SBldttetn ft^enbe SSIütl^enaugen 
l^etQotbtinge ; unb bie Sommetgweige bet übtigen Sotten nut mit einfachen 
^(ättetn befe^t feien. $ietna(^ glaubte et 3 klaffen auffteQen }u fönnen, 
bo<J^ nennt et aU einjiged iBeifpiel einet §ufammen^&ngenben ^milie aud^ 
bet etften Slbt^eilung nut alle ^mal^ten^ ^ometanaenbitnen. 3u Otbnungen 
glaubte er bie imgfrül^Unge mei^wodig obet glatt auiS ben Anofpen l^etnotgel^enben 
iungen Blatter unb §u Unterorbnungen ober ®ef<j^le(i^tetn bie S3efd^affenl^eit 
bed 3l^iF4^d benu^en §u tonnen, bo^ jmeifelte et. felbft an bet iDlöglid^leit 
bet SluiSfül^tung eined fold^en SpftemS aug unten weitet entmidelten ©tünben/ 
Sd^metlid^ möd^te übtigen^ bad non ^iel angegebene Setmdgen gewiffet Sitten, 
e$tud^tfpie|se obet 99lüt^enfno[|)en obet bloS ^Blattet ju tteiben, ein conftanted 
3Ret!ma[ batbieten, fonbetn bie ftül^^eitige @ntmidtung Don Sni4tl^ol§ tid^tet ft<j^ 
nad^ bet SDüd^figfeit nic^t fowol^l bet 6otten, fonbetn beiS S3aumei$, benn auf 
fd^mäd^lid^en obet ftanfen ^ntetlagen feigen mir l^äufig gegen unfetn Sßunfd^ bei 
aden Stten bie !ut^en Sal^teSfd^offe aldbalb in {Jftud^tJ^ol^ übetgel^en. 

, Untet Familien oerftanb ^tel weitete fd^on von ftül^eten homologen 
angenommene ©tuppen. SDla^et (Pom. francon.) g. S. untetfd^ieb 1) SVluS« 
fatellet^SBitnen, mit %tfam:®etud^ unb ©efd^madC unb ^albfd^meljenbem 
Sleifd^e; 2)@d^mal3bitnen, Poircs beurrees et fondantes, mit wie 
^uttet obet Sd^malj gerge^enbem eJIeifd^e. 6te jetfallen in A. 99utte9bitnen, 
Beurrös (als gleid^bcbeutenb fejt et 3)cd&antäbitnen^ Doyennös, l^inju unb bemetlt, 
ba| bie homologen übet hm ©ebraud^ beibet SBotte nid^t einig feien); unb in 
B. SBetgamotten, abet et giebt Keine @tflatung beS Unterfd^iebS. @S folgen 
untet B. nad^ vitUn SBetgamotten (beten 9lamen ^afeneufe ableite t)on ^etgamo 
in Italien, Slenage bagegen ibentificite mit ^eg-Slrmubi, i)on SSeg obet ^e9, 
. ^ett, unb Sltmubi, Sitne) in betfelben Slbtl^eilung, not älmbtctten unb einigen 
^eftS, bie (^olmat, SUlarlgtäfln, Sitgouleufe, 6t. ©etmain, ®ute ©taue, bie §um 
£^eil fel^t wenig non bet gotm bet 93etgamotten an ftd^ l^aben. 3) ^albf d^mel« 
genbe unb btüd^ige kirnen, a. iBlanfetten, ^aut glatt unb glangenb mit 
weitem ©tunbe; b. SRuffeletten, ^aut taul^, mel^t obet weniget btftunlid^ getötl^et, 
im ®efolge non 3w)iebelbitnen, ©döönftet ©ommet^ unb ^erbflbitne^, ©patbitne 
unb mettwütbiget SBeife auc^ ®utet Souife; c. ^argoneHen, wie bie fyolgenben 
ol^ne 93egtiff Setllätüng, a . 99. SiebeSbitne ; d. 9iietbitnen ; e. ^mabotten. 4) iB t ü d^ i g e 
SSitnen, a, 3uderbitnen §. iB. Bouchretiens, Martin sec, Messire Jean; 
b. ^ometanjenbitnen, ö^nlid^ in ® eftalt unb $aut ben ^ometan^en ; c. ^onig- 
bitnen, Certeaux, woju Martin Sire, @ladbitne, ^onfeffefsbirne unb SSlutbitne 
gel^ötig unb d. Spfelbitnen, Cailleaux. 5) Aod^bitnen mit CatiUac, Rateau 
gris, Tresor, Bellissime d'hiver u. f. w. 



r 



@itt(ettung. 19 

Sit 6fynl%fyi Sßeife {icttte 2)iel na(| be? Uebereinßimmung im ^teifd^e, 
Xe^nli^teit in ber^orm utib Segetatton, wie ec Bemettt, bod^ ol^ne bie Untetfc^iebe 
lA^ )tt begrünben, folgenbe 10 klaffen auf: 1) SD^uiSf atellerbirnen, 2) S9lan« 
fetten obet ffiet^birnen, 3) ^omeiansenbirnen, 4) Stuffeletten, 
5) 64malsbitnen (feien bad 3bea( ber Simform*), 6) Suttetbitnen, 
7) Sergamotten, 8) 3<^Pf^ttbtrnen, 9) 9lpotl^ele?birnen unb 
10)$funbbirnen. 3n feinen Sefd^teibungen fommt er oft auf btefe gfornilien 
lurüd unb man lernt Internus bie (Sigenfd^aften ber meiften non il^m nerftanbenen 
Stttd^tegattungen fennen. ^n feiner etgentlid^en (Elaffification Ue( er aber 
biefe Samilien unberüÄrt^tigt. (»ergl. btefe, »b. ü. ©. 20 be8 3au|lr. J&anbb.) 

2)ie S^mierigfeit, aud^ nad^ bem S)terfd^en S^fieme 99eftimmungen |U 
treffen; refp. ben Flamen unbetannter {^rü^te bamad^ auf§ufu4en, meil <m^ bie 
9on i^m norau^geftedte Sefd^affen^eit beiS ^leifd^eS je na(j^ ben örtlichen. unb 
dimatifd^en Ser^AItniffen öftere abdnbert, l^at Slnberen nad^ 3)ie{ mel^^rfad^ Vrn 
regung jnm Suffud^en anberer Unterfd^eibungdmertmale gegeben. !3n vielen 
S&fien ift man jebod^, mie ^ittrid^, bei ber einfad^en ^intl^eUung in Sommer«, 
^erbfits unb SBinterbirnen fte^en geblieben ober man ^Qt bie S^^d^te über]()attpt 
iuuj( i^rer SReifseit georbnet. 9Rel^rere homologen g. 93. ^od^ (je^t $faner 
in Surgtonna bei @ot(a), femer ^ritfd^, aud^ SDle^ger l^aben aufd Slmt bie 
3orm ber ^cbte mieber mel^r in 93etrad^t gebogen, dagegen tl^eilte v. ^el^ren« 
t§a( bie Simen nad^ ©efd^mad, Sragbarfeit unb^auer ein unb nal^m 
ivx Silbung oon Orbnnngen nod^ bie ^^orm. S)ad 'Spftem non SucaS, mie eS 
im ^anbbttd^ n. @. 22 auSeinanbergefe^^t i% unb ndc^ft bem S)ierfd^en bei jeber 
Sntd^t citirt mirb, ift eigentlid^ eine Sereinigung bed 9Re|ger'f4en mit bem 
2)ierf4en Spßem in neuer Orbnung, um bie töteten in bortiger ®egenb nor« 
lommenben toirtl^fd^aftlid^en SBimen leidster gruppiren ju fönnen. ®emi^ l^at 
jebed biefer 69fteme feine Sorgüge unb ftnbet feine Sert^eibigung befonberd burd^ 
ben, ber fid^ einmal barauf eingeübt (at. Slud^ mürbe ein auf bie ^d^t allein 
gebaute» Spftem immer bie größten Sorjüge ^aben, allein bie bid ie|t in folc^er 
SBeife aufgefteHten ©pfteme bebten nur in ber ^htz bie an il^nen gerül^mte 
SoQtommenl^eit. 3n ber $ron^ laffen biefelben namettfltd^ bei ben SBirnen, bei 
ber großen So^l non j|e|t befannten Wirten unb bei ber ^e^nlid^feit unb Ser« 
änbertid^teit fo vieler unter i^nen, fämmtlid^ me^r ober meniger im Stid^e unb 
e» l^at mir banim feit Idnger gur a^aratteriftil ber einzelnen Slrten nü^lid^ 
gef dienen, bieSegetationdmertmale, mie Tte bie Sdume biefer Obftgattung 
btttbieten, atö bei^ülflid^ mit ^erbeiaujieien — mie bie^ aud^ OberbiedC 
im erüen eteinobftbanbe bed ^üuftt, ^anbb. (ber gonjen ^olge HI. Sb.) 6. 216 
mib in SRonatftfd^rift Yin. €.17 guftimmenb befürwortet l^at. 

9luf bad verfd^iebene Serl^atten in ber Segetation ift, mie oben ermd^nt, 

* xoxt 9iömifd^e ©((mal^btrne, bo(^ ^at er atd €d^mal}bimen fpSter^in mei|( 
fittfelf^rmtge ^d^te bef(^rieben. 



20 (Stnteitntig. 

l^auptfd^U^ aud^ fd|on 3)iel aufmettfant getoefen, et unterließ nie, feinen "S^^U 
bef^teibungen eingaben übet ben Saum, übet feine 6omnier)n)ei0e unb finofpen, 
übet bie Std^e, @eftalt, SBegal^nung unb fonfHge IBef^affenl^eit bet SBtüttet binsugu^ 
geben. v2)od^ aud^ f(bon ftül^ett homologen, j. 9. S)ubQnteI, $enne, @t(f(et, 
nabmen l^ietauf 9tü(fft<bt. 3)ul^antel, n>el<bet bie Ouitte, wenn niibt gen)iffe 
SorbuB- unb Mespilns-Sltten füt bet]()eiligt an bem Utf))tung ber einen (jebenfaOld 
na(j^ bet SBelaubung) t)on i^m untetfcbiebenen Sltt bed iBitnbaumiS Ift&lt, fagt int fßou 
rootit, Sb. III @. 4 übet biefen: „Seine Satietöten untetf (Reiben fi(b butd^ bie 
®tö|e unb @tütle beiS SSaume^, but(b bie ^tbe feinet Stiebe, butd^ bie ®eftalt 
unb (Stö^e bet iBIättet unb bet Slütben, unb am beften butd^ bie ^otm, @tö^, 
^tbe, ben ©ef^mad unb bie d^it bet 9leife bet S^tucbt/ Unb fetnet: ,2)ie 
Slüttet fmb am dianht glatt obet feicbt obet tief ge^al^nt, je na(j^ ben ^tten.' 
t>ei fßodigfeinS bet iB(&ttet geniiffet Sitten eno&^nt et ^iet im %(Igemeinen 
nt(bt, bo(b gibt et §. ®. bei Orange mnsqaö, bei Sangninole an, {le feien 
etuMl mit SDlel^l beftteut unb bie beS GatiUac untetbalb neibmoQig. älud^ fcbilbett 
et meijt immet bie übrige Sefd^affenl^eit beS ^laiM na(b feinet @töf e, ®effcalt 
Seja^nung, Siegung unb Stellung unb mit fmb bi^tbut(b, mie butd^ bie mit« 
abgebilbeten Stattet (bie et immet vom f^tud^tbolge mäblte) je^t oft adein no<^ 
im Staube, §u entfd^eiben, ob mit S)ubameCiS ^x\i^t mittlid^ not un^ ^aben, obet 
f<bmeben im ^unfel, mo biefe eingaben bei i^m fe]()(en. — ^benfo beil^ülflicb su 
Orientitung {tnb SidletiS Sefcbteibungen bed SaumS unb feined Slattei^, mod 
et gtbbtent^eild te(bt fcbön neben bet g^ud^t mitabgebilbet l^at. 

2)ie neueten ftaniöfifcben unb belgif<j^en ©(btiftftettet gebenten 
meifi immet aud^ näd^ffc hti Saumed bet 6ommet|n)eige unb SBIdttet, fo $tet)ofi 
bet fhtige Sericbtetfiattet beS SRouenet Sulletind, Sinott im Elbuiit, 
unb bie Serfaffet bet 9e(d^teibungen in ben beCgifcben Slnnalen. 3^^ einem 
Sotmotte 3U ben Sitnen im leisteten SBerfe bemetit dloper, inbem et bie net« 
fdtfiebenen ^otmen bet Stattet, i^t ©eja^nt», ®efftgt^, @an}tanbig^ ^lad^^ obet 
@e(tünnntfein beflinricbt: ,3)i'efe Untetfd^iebe, ni<j^t mal^tne^mbat füt 
wenig geübte ^ugen, bienen ben etfa^tenen jtennetn jut Untet« 
fd^eibung bet einzelnen bitten/ (Sbenfo giebt S)ecaiSne, im Jardin 
frnitier, ben von t^m abgebilbeten ^ücbten immet einen fatbig abgebilbeten 
€ommet3meig mit S(öttetn binju unb bef^teibt ni<j^t aDein biefen unb bie Slütl^en 
(ob fle gtob obet ttein, beim SCufblü^en meib obet gefätbt, von meldtet ^tm 
unb eteOung bie Slumenbl&ttet, mie bet field^ unb feine Sludftbnttte bef(baffen 
ftnb u. f. m.), fonbetn aud^ b\e Slüttet unb jmat aunä^ft 1) bie feuilles florales, 
bie btüt^enffcdnbigen Sl&ttet, bie et atd adoltes, auiSgemad^fen, bann nod^matö, 
meift abet aU faft eben fo gefotmt fd|i(bett, 2) celles des rosettes, alfo jene 
Sldttet, meldte bie lünftige SIfit^en!noff)e umgeben, mit anbetn Sßotten bie 
gftu^tblftttet, unb 3) celles des scions, bie an ben Sommetjmeigen befinblid^en. 
3n mandften gdHen l^at et von ben Slüttetn bei» Stud^tl^olged neben bem mit 
Slättetn befe^ten @ommet)meige abbitbung gegeben, fe^t oft abet aud^ nid^t, 



r 



(Einleitung. 21 

mma l^etBOTdel^t, bo^ 2)ecaiiSne, toxt Siel, bte SSlftttet ber Sommerjtoeifie «für 
vidier ober bod^ fü? genfigenb l^ält. 

ffiad Secaidne mit SBerficfrKJ^tiQunQ bet blüt^enftdnbigen SSlAtter im 
Sti0e l^at, mirb jiemUd^ mit S)iefö ^inmeifung auf ben molligen Studtcieb 
eined X|eite bet 6otten sufammen fallen, auf meldten i^ felbft frül^et üielfo^ 
onfmerffam gemefen bin, o^ne ba^ td^ bamald bte oben citicte Stelle in 2)ieU 
$eft I, 6. 21 nodti gelefen l^atte. ^^ bemetlte jebod^ bei fortgefe^ter 99eob« 
«itxno, ba^ ber mollige Uebergug mand^er ^rten fe^r gering ift, unb Don ben 
Sl&ttem md^renb il^tex Xudbilbung fd^on, ober balb baiauf mieber fd^minbet unb 
Ue Xmmung in |mei ^oufen alfo megen ber Ungemilsl^eit, ob man fold^e fd^mac^? 
»oQigen ober Dorübergel^enb molligen ben übrigen anreil^en foU, erfd^mett mirb. 
tinen SBerfud^, bie bauer^aft molligen, meldte etma vom l^uli an bi^ sum $erbfte 
bte feine Sel^aarung nod^ geigen, ben anbem gegenüber §u fteQen, mad^te id^ im 
3a^Te 1646 f^on, in ber S^üringifdSien ©artengeitung 9lr. 21—24, freilid^ nur 
«it einer lleinen 3^^^ von ^rten. fßtm einem §meiten öl^nlid^en SSerfu^e gibt baS 
2te $eft ber SSer^nblungen bed Vereins für Homologie unb @artenbau in äRei« 
mngen oud bem l^a^re 1847 3^0ni^. Sn Sefrterem benu|te id^, on ber Stelle 
ber im erften Serfud^e jur weiteren Unterfd^eibung gebraud^ten (anmefenben ober 
je^lenben) Sfterblötter, bie grud^t^SReife iinb tl^eilmeife (für bie glattbl&ttrigen 
Alten) bie 99egal^nung. Sei weiterer 93efd^&ftigung in fol^er äBeife, nad^bem 
t^ immer mel^r Sorten jur iBeobad^tung angepflanzt l^atte (xoaf^ nötl^ig erfd^ieii, 
neil 2)iel ben molligen Uebergug ber S3lätter l^ie unb ba überfeinen l^at, unb 
viele fett feiner 3eit betannt gemorbenen Sorten nod^ geprüft merben mußten), 
mutbe id^ ]ebo(!^ gemol^r, ba| mit einer fold^en Sintl^eilung menig genügt merbe, 
inbem nur eine geringe 3^^^ ^on Slrten ben moüigen Uebergug l^at unb eine 
iu gro|e SRenge unter ben Wirten mit glatten Sldttem Dereinigt bleibt, gflr 
bie Seobad^tung au^er ber Sommerzeit i^atte id^ mir iebod^ ein Herbarium aui^ 
getrodneten Slattem angelegt unb ^ieburd^ bin id^ l^uptfftcbltd^ auf bie Unter- 
treibung ber t>on mir im^anbb. n, S. 14 angegebenen Plattformen geführt 
motben. 

Unterbeffen l^at^err %. 3. 3)o4naini in bem 1856 erfd^ienenen 11. Sbe. 
feinet gül^rerd in bie Obftlunbe, bie Simen in aJ^ntid^er SBeife na(^ bem Wollig« 
ober (Slattfein ber Sldtter in gmei ^ouptgruppen unterfd^ieben. Sie§u ber 
elfteren gei^drtgen nennt er Silgbirnartige, Dasyphjlleae, bie anbei:n$oI§s 
iirnartige, Leiophylleae unb leitet ben Urfprung ber Brüsbimartigen, meldte 
von einigen IBotanitern, §. S3. Sed^ftein unb SRöller, oon Pjrras nivalis, 
bei Sd^neebirne, einer in ben Sllpen unb in Oeftreid^ milbmad^fenben Simenart 
«it molligen gan^anbigen SBldttem unb ro( ungenießbarer, teig aber füßer gfrud^t, 
tbftammenb betrad^tet merben, aud^ nur von ber ^bart beS milben iBimbaumei^ 
«it molligen Sldttem ab, ju meld[ier Slnftd^t i^ felbft immer am meiften geneigt 
fleioefen bin, mie mein oben befprod^ener $luffa| in ber Sl^üringer ©arten^itung 
xo^meidt. 



22 (Sinleitung. 

. Hv^ ben arten mit 100 Ili gen Sl&ttem (Übet 2)o4nal^( 3 Ebtl^eUuiiden: 

1) Sratbirnen, mit öemftt^lofem, feften, faben ober l^erben gleifij&e, 11 Arten,* 

2) fjauftbirnen, Volema, mit meift großer gfrud^t unb fii^on befferem (i^letfd^e, 
(ba}u gel^ört bie gauftbime 2)ietö, Don biefem als su ben $funbbimen gehörig 
begeid^net, ferner ®ro^er ^a^enfopf; fiönid^gefd^en! u. f. m., (tber aud^ Heinere 
Simen; mie €ommerblutbime; 3n>eimal tragenbe SSime, Karmeliter Gitronenbime, 
6rsl^er3O0$bime, |ufammen 46 Slrten), unb 3) ®emür§birnen, mit bal[amif$en 
unb lartem gleifd^e, entl^altenb 76 SSarietäten in 2 ^btl^eilungen, nad^ Idnalid^er 
ober runblidSier^dbt, morunter ftd^ kirnen mit butterl^aftem, l^albf^melsenben unb 
raufd^enbem ^^leifd^e befinben, unb mogu eigentlid^ au4 bie brei )ule|t ermäl^nten 
iBirnen aus ber 2ten Slbtl^eilung gel^ören. 

S)ie übrigen Sirn^n mit fal^len IBlattern, bie ^olgbimartigen, unter« 
fd^eibet ^o^m^l nad^ iBefd^affenl^eit bed ^leifd^eiS, nad^ dottn, ®röH ®ef4mad 
unb ©emüra, ^arbe unb Steifheit in 4) SRuSlateHerbirnen, 5) SBei^« 
birnen, 6) Äuffeletten, 7)3ndterbirnen, 8) 6^malsbirnen, 9)S5er« 
gamotten, 10) 3)ed^antgbirnen, 11) Sutterbirnen, 12) 3apfen* 
birnen, 13) Slafd^enbirnen, 14)$omeran|enbirnen, 15)finadtbirnen, 
16) Slpotbeferbirnen, 17) $funbbirnen, 18) Sdbmeerbirnen unb 
19) Sro^birnen. (Sr gibt aud^ für jebe Slbtl^eilung ®attungdmerfmale an, 
bod^ finb biefe }ur gfeftftellung ber betreffenben Familien f^merlid^ auiSreid&enb 
unb bie unter bie ^ed^antdbimen (mit runblid^er, f reif eiförmiger ober Iftnglid^« 
runber am Stiele ftarf abgeftumpfter, mebr ober menig berofteter, einfarbiger 
ober nur etmad gerötl^eter grud^t) unb bie unter bie ^Butterbirnen (mit läng- 
lid^er, mel^r ober meniger berofteter, menigftend grau punltirter ^d^t) ein« 
gereil^ten Slrten bemeifen, mie fd^mer eine Trennung ber in f^orm unb §&rbung 
gmar oerfd^iebeneu; barin iebod^ gar oft oeränberlid^Sutterbimen auf fold^em 
SBege gu bemirfen ift. 

3mmer möd^te mit biefer (Sint^eilung bad oon S)tel erftrebte b^^fte 3i^^ 
nocb nid^t erreid^t fein. 3)enn ed tritt ibr fd^on ber Uebelftanb entgegen, ba^ 
eine gu gro^e dai^l oon ^Birnen in ber 2ten Slbt^eilung oereinigt bleibt, aber 
fte bringt aud^ bie ^rüd^te, metd^ |u natürlid^en S<^milien geboren, gong auiS« 
einanber. S)iel mag bied felbft gefüblt baben, inbem er $eft I, 6. 21 fagt: 
v3)iefed (auf bie oerfd^iebenen Slugen am @ommertriebe unb auf ben mottigen 
Sludtrieb berfelben gebaute) Spftem mürbe oiel für T^d^ (aben, menn t^ nidbt bie 
gro^e SüdEe b^tte, baft eS bie natürlid^en Familien ber Simen ju febr trennte/ 
6g gibt ndmlid^ $funbbimen, Sergamotten, SRuffeletten u. f. m. mit moQigen unb 
glatten Slättem unb smedtm6(tger mürben biefe mobl immer neben einanber in 
mottblättrfge unb glattblattrige $funbbtrnen, Sergamotten u. f. m. unterfd^ieben, 
fteben bleiben. — äBie gro| übrigeüS bie S^^l ber glattbldttrigen 9lrten ben 
onberen gegenüber iffc, bied ergibt fid^ <^ttd^ Civii biefer S^od^naJ^ff 4en 3uf<^n^men« 

* entbalten j. 33. Mc fWablÄttrigc ttjilbe ©ime, mehrere fübbeutfc^en aJioPbimm k. 



(Einleitung. 28 

fttfkmq, benn biefe umfaßt, bie baiin entl^Itenen S^non^nte abgered^net, etiDa 1000 
oetf^iebnte arten, baoon ftnb aber nur 133 Sorten aU filsblattrig be^eid^net. 

3»if4en meinen unb 2)o<i^nal^lg eingaben übet baS äBoClig' ober @Iattfetn 
ber einseinen Slrten ergeben ^^ l^ier unb ha 3)tfferengen, über xoM^i id^ mid^ 
einigermaßen rechtfertigen muß. 6o fül^rt er g. 9. bie Srsl^ergogdbime (2 SRoI) 
als modig (einmal aU fold^e unter ben ^auftbimen, bad sn>eitemal ol^ @elbe 
Sommerl^rmbime unter ben ©emürgbimen) auf, ebenfo bie ^ovmeliter (Eitronen^ 
bime (obgleid^ fie nid^t oerfd^ieben oon ber von il^m unter bie ^omerangenbimen 
eingereihten (Srünen 372agbatene ift), aud^ ^oloma'd %rme(iterbime, äRarte Souife 
DnqiK, ®raue 3)ed^antSbtme, ^oloma'd ^erbftbutterbime, Rousselet Jamain, 
Bon Parent unb mehrere onbere. S)tefe SKrten gel^ören ju ben (Slattblättrigen, 
unb menn fie etma aud^ im Srül^ling moQig auftreiben, fo finb bod^ bie oon mir 
ie|t immer am meiften beiAditd^tigten J^inlanglidj» auiSgebilbetrn 99Iatter bed Serags 
^olged glatt. Sluf ber anbem Seite merbe iä^ aud^ mehrere feiner glattblattrigen 
9[rten a(3 moEig gu begeid^nen l^aben. S)od^na^I ^at ftd^ jebenfaQ^ oieffad^ an 
SHeld Angaben gel^alten, meldf^er meift nur bie Slätter ber Sommergmeige ober 
ben moOtgen SCuStrieb im^^rül^ling beobad^tet l^at. dbenfo mag er bei ben ge- 
nannten belgifd^n kirnen ftdj» auf bie SSefd^reibung SJivort^ geftu^t l^abeu, metd^er 
bie Sommergmeige beiber aU moUig unb bie 93(ätter ber Jamain aU büfter 
grün, unb bie ä9Iattftie(e ber Bon Parent als moQig angibt. 

9lu(b ben Xngaben S)ie(g über bie Segetation gegenüber muß td^ einige Qx-- 
läuterung geben. 3m SQuftr. ^anbb. U, 6. 17 ift bereite barauf l^ingemiefen, 
boß bie jeber Sorte eigent^ümlic^e Plattform am beutlid^ften unb beftänbigften 
on ben 93Iüttern beS Srag^olged gu erlennen ift. 2)iel l^at fid^ bagegen 
am meiften mit ben SSIattern beS SommergmeigS befd^ftftigt. IBei ber ßiförmigen 
Sluguftin, ^eft YI, 6. 150 ^ebt er ^etoor, baß bie mittleren Slätter beS Sommer- 
gmeigd bie regelmäßigen, bie bei feinen iBefd^reibungen baS eingige malere SRufter, 
fomie aud^ bie Slugen in ber ÜDlitte bed Sommergmeig^S nur bie orbnungiSm&ßigen 
feien. 9lut in eingelnen ^aüen fügt er nod^ S3emer!ungen über bie iB(&tter ber 
^(btaugen ober über bie in ber @eftalt Don ben übrigen ^Blättern bed Sommer« 
gmeigS oft abmei^enben unteren 99tätter an bemfelben l^ingu. 2)affelbe ift meift 
audb bei ben belgifd^en Srud^tbefdj^reibungen ber gaQ, bod^ ift fd^on meit öfters 
in ben le^teren auf bie Slötter beS Sragl^olges ^{üdEft^t genommen. 

37ie iBIätter bed SommergmeigS l^aben nun gmar^in oielen SäDen 
biefelbe ^orm, mie bie SBIätter beS Srnt^itlEioIged, öfters jebod^ aud^ nid^t. Sie 
fmb gegen jene fel^r oft in ber ®röße nerfd^ieben (finb balb größer, balb üeiner), 
am| I&nger ober lürger geftielt. Sel^r oft ftnb bie iBIätter beS SommergmeigS 
me^r ober weniger mollig, befonberS nad^ ber Spi^e beS 3:riebeS l^in, möl^renb 
bie beS alten ^olgeS glatt ftnb, eben fo oft erfd^einen fie mel^r ober weniger ge^: 
ga^nt, g. 9. an ber SHotl^en iBergamotte, m&l^renb bie Sldtter bed {Jrud^tl^oIgeS 
meift gangranbri^ finb. 

Sttd^ in ber gform ftnb fie nic^t meniger abmeid^enb, oft ftnb fte langett« 



2i (Einleitung. 

fdtntid, lodl^renb bad 3ru(|tl^ot} ooale SK&ttet ^t. Sitoeilen finbet aber on^ 
bad umgef eierte Setl^dltni^ ftatt, baf nömlid^ bie Slättec bed @omnter|Q)etgiS 
(ine größere SSteite unb eine mel^r tunblid^e %t>xm ate bie beiS S^tagl^oljed l^aben. 
6d ift fie|tereg g. 99. bei ber^Sommer^Slpotl^eterbiTne bet ^Q, beten Slfttte]t 
am Sommertriebe runblid^ oval fmb, rnftl^renb bie iBIftttet am ^d^tl^ol^e ediptif^ 
ober breiteOiptifd^ flnb. Slm «meiften ftimmen in bec ^otm bie am ®tunbe bed 
Sommet^meigS ft^enben Slötter, alfo bie ältefien unb am meiften auSgebUbeten, 
mit benen bed ^ru^tl^olsed übetein. Xud^ bie ©teDung bet SBlättet am Stiele 
ift oft anbete. SB&l^renb b«r Sommersmeig oft nut lutjgeftielte, mit bem Stiele 
an ben 3n>eig gteidS^fam angebrüdte 99lätter l^at, ftnb bie am gtud^t^olje bid« 
meilen mit langen bfinnen Stielen aui^geftattet, bie bad 93Iatt itid^t gut tragen 
tdnnen, me^^alb eS me^r ober meniget abmattd ^dngt. ^ie 93(&tter bed Sommer^ 
jmeto^ ftnb in bet Siegel au(j^ ftdrlet an ben Seiten aufmartd gebogen unb er< 
fd^einen l^ietbutd(f f d(fifff örmig , babei aud^ öftere Don bet ^dlfte il^ted Sduge^ 
burd^mefferS an (ober etwag furjer) na^ unten im $al6!reife gurüdgehummt 
(fi^elförmig gebogen), mdl^renb bieg feiten bei ben ^ru^tbol^bldttem, bie bagegen 
me^r ^a^ ausgebreitet am Stiele fte^en, aber bod^ aud^ immer noc^ bei otelen 
Sorten ber gaU ift u. f. m. ^ierburd^ entftel^en l^e unb ba in meinen gegen 
3)ielg ^Angaben ^bmeid^ungen, bie id^ inteffen an bem betreffenben Orte mit 
einigen 9BDrten anjubeuten nid^t unterlaffen l^abe. 

9Bag nun bie Don S)iel meift aud^ immer betüdfftd^tigten flugen(^nofpenX 
ibte ®rö(e, gform unb Stedung unb bie Sefd^affenbeit bet %ugenttdget betrifft, 
fo geigen fte je nad^ ben Sorten gmar mand^e Setfd^iebenl^eit, im SlQgemeinen 
aber bod^ Diel Uebereinftimmung unb l^abe id^ be^b^^^b, aud( bei bem befd^rdnlten 
Slaume.beg ^anhbu^^, mir bad SluffdQige borüber angemerft. Slud^ bet an? 
mefenben ober feblenben ^ftetbldtter unb beren oft etmaS abmeid^enben gform 
unb ®röj}e gebeult 3)iel, unb ber il^m gefolgte 3)ittrid^ f d^ien befonberen 9Bett( 
auf fte gu legen, benn Se^tetet l^at fte von aQen von Siel angegebenen Segetationd« 
äfletlmalen faft nur allein in fein ^anbbud^ aufgenommen, ^d^ l^atte biefelben 
ftfil^er nie au^er Sld^t gelaffen, aQetn idS fanb balb, ba^ ed mol^l teine SBimforte 
gibt, beren Saum biefelben nid^t jeigt, fte ftnb nut bei vielen fd^nmd^ unb l^in« 
fdUig, Sie fto^en f\^ bei weitetet Slugbilbung bet Sl&tter, an beren Stiele fte 
unterl^alb gu gmet, eines l^üben bad anbere btüben ft(en, bei aßen Sorten ab, 
ftnb aber an ben an ben Spi|en beS Sommetttiebed fte^enben Sldttetn, fo lange 
bet 3n>eig nod^ fotttreibt, ftets nod^ oor^anben. @S ld|t ftd^ auf fte lein ftd^eteS 
Unterfd^eibungSmertmal grünben, benn oft finbet man an einet Sötte einen Sd^ol, 
ber feine l^at, an bem anberen etmas fpdter ^erootgemadEffenen beffelben Saitmed 
ftnb fle nod^ in fd^önftet Hudbilbung not^anben. 3)od6 mag i^ret befonbeten 
^orm ober ®rö^e im oorlommenben S^Qe ^rmdl^nung gefd^el^en. 

3n meinen Hu Sbtüdten jut SBegeid^nung bet Slattfotmen mid^id^ 
jeitl^et etmaS von S)iel unb felbft non meinem vetel^rlid^en SRitatbeiter Obetbied 
ab, meldet glaubte, Siel folgen §u mfiffen, bet ffit mein eitunb ,eifötmig' unb 



Einleitung. - 25 

^r mein U^j^eriged dfdtmig ^o^al" gebrattd^te. 3d^ l^abe mid^ batüber unb ba^ 
(c^ barin mit Sifd^off (beffen $anbb. ber botanifil^en 3:erminoU)gie unb Softem« 
hnbt, ZU Su^abe, S^ümberg 1830), @inen Sßeg ging, nur ba^ x^ anftatt 
,0901' baS beutfd^ äBort yetförmig' annahm, ba^ aber überhaupt bei ben 
Sotonitcnt im Sebraud^e biefer SBotte unb htd oon ÜRe^reren aü gleidbbebeutenb 
mit oval genommenen ^eDiptifd^' menig UebereinfUmmung l^ettfd(ft, in ben SSet« 
^blutigen be^ Sereind f&r Homologie unb ^rtenbau in äOteiningen, YIL $eft 
oott 1860 ivL rechtfertigen gefud^t. SEBeil inbeffen bod^ oon Sielen ber Sludbrud 
cinmb old einerlei mit eifdrmig genommen mirb, fo merbe id^ tfinftig, me^r um 
UebereinfUmmung gu erzielen, hai SBort eiförmig nid(ft mel^r, fonbern 
an beffea 6tatt nur.nod^ ^ooa(' anmenben. SRad^ ber im IL $anbe 
6. 14 gegebenen ©rüarung mirb man über ben Sinn bed SBortd nad^ mie oor 
nidbt im Stoeifel fein, fomie aud^ nid^t baruber, ba| Oberbiedd eiförmig unb 
bad Don mir bafür gebraud^te eirunb einerlei Segriffe finb. 

3)ie 9lü|lid(feit ber iBeobad^tung ber SSegetation erienne id^ immer mel^r 
benn f^on bie Siatter geben toielfad^ Suff^lul über bie 9iid^tigteit ber ©orten 
wenn man ftd^ einmal bie f^orm unb Sefcbaffenbeit bed jeber Slrt jutommenben 
Slotted eingeprägt l^at. S)aS Sluffinben beS 9f{amend einer unbefannten %tüi^t 
mirb mefentlidj» baburd^ erleidj^tert, unb id^ mar fc^on öftere im ©tanbe, bie mir 
oon anbeten gefenbeten ^dbte mit $ülfe ber beigegebenen iBldtter ftd^er ju 
beftimmen, mo mid^ bie gruc^t aQein in 3n»^if(l mürbe gelaffen l^aben. (Sbenfo 
babe i4 midb fd(fon mel^rfad^ mit meinen audm&rtigen ^eunben auS ben mir 
oorgelegten 9ldttem unb Sio^iG^n über biefe ober iene in i^rem 99efi(e befinblid^ 
Gorte oerftänbigen fönnen. 

Sud biefem @runbe bin id^ aud^ beftrebt gemefen, befonberd nad^bem bie $enen 
äkrleger bed ^anbbuc^d gu meiner ^rteube in neuerer 3^^^ ftd^ miüiger sur. Sluf^ 
nal^e gezeigt ^aben, einer jebcn befddriebenen ^ud^t bie il^rem Saume jutommenbe 
Slattform auf bem ^ol^fdE^nitte l^insujujeicbnen unb eS l^aben bie übrigen $enn 
SRitarbeiter, mit Sludna^me bed $m. ®e^. SRatl^d oon^lotom, meldten Unmobl' 
fein ^inberte, ^u gleid^em Sm^dt mir mit il^ren ^tud^tbefd^reibungen auf meinen 
9Bmtf4 SUUter vom Srogb^l^e bed Saumes gef^enbet. Sid^er mirb burd^ biefe 
Eingabe }ur 6l^ara!teriftit ber Sorten viel genu|t, menn au(| einer meiner 
SBünfdbe nebenbei immer nod^ unerfüllt bleibt, meld^er barin begebt, in anbenoeiter 
Saf^ilin^ neben ber ^rud^t unb bem Statte au^ bie oft febr (barafteriftifd^e 
SteOung ber Slötter am ^dbt« unb Sommergmeige unb ibre oerfd^iebenen 
Siegnngen bemerflidji |u mad^en. Uebrigend bin icb meit bapon entfernt, pi 
glauben, ba^ man gerabe burtb (Sinreil^ung in bie oon mir aufgeftedten Slaffen 
einen Sorfptung gewinne, fonbern id^ mürbe ben Serfud^, bie Sorten in fold^er 
IBeife su dafftficiren , fd^on beim Seginn bed ^anbbud^iS gonj unterlaffen unb 
etnfodb bie ieber Slrt gutommenbe Segetation unb Slattform angegeben l^aben, 
menn nuui nid^t Don gemiffer Seite eine berartige Sludfül^rung oon mir ge^ 
mfinfd^t ^atte. Samit j|e(t iebod^ Uebereinftimmung mit ben frül^eren Siefe^ 



26 Einleitung. 

tungen \>t^ ^anVbui^ l^ctrfd^e, iß bie onfftnoUd^e %otm aud^ iett »ieber htu 
bel^alten toorben. 

Stieben einzelnen Sorten beigegebene Siteratur burfte 9)tan<j^em ^umiU 
f(l^n)eifi0 erf^einen, bü$ ^at fKJ^ Obetbiedt übet bie Slfiftlidj^feit berfelben im Sonootte 
3tt bem 3ten Steinobftl^efte beteitiS auSgefprod^en. Tlix f^eint bie Slttdfßl^tliij^teit 
in foldfter ^inftd^t but(|auiS nötl^ig §u fein, um ben SBemeiS ju (iefem, ba^ bie 
.rid^tigen S^üd^te vorgelegen unb »»ir uniS überall mdglid^ft umgefel^en l^aben, vM 
mit bem bloßen ditat ber betreffenben SBerte nid^t abgemad^t ift. 

9lebpn bem Flamen ber gnid^t unter bem $ol}fd)nitte ij! als Sutot immer 
berjenige sun&dSift genannt, ber {te guerft befd^rieb unb in klammem, mer bieiS 
etma nac^ il^m tl^at ober mer fie ergog ober auffanb, mie biefeS aud ber S9e« 
fd^reibung ftd^ bann nod^ genauer ergibt. 

S)te in ben SBefd^reibungen citirten Sd^riften l^at OberbtedE am Sd^luffe bed 
m. SanbeS (@teinobft entl^altenb) giemliil ooUftftnbig aufgej&l^lt unb id^ l^abe 
etma nur nod^ bemerili(| ju mad^en, baft bebeutet: 

V. Siebenfelb — ^anbbud^ aßer befannten Obftforten oon Sfreil^erm von 
iBiebenfelb, 3 Sdnbe, ^tm 1854—55. (Selber fmb im Iften Sanbe, Sirnen ent« 
l^altenb, bie Quellen ber Siteratur oft nid^t bemerflid^ gemutet, me^l^alb biefet 
Sanb meniger braud^bar ift.) 

S)al^uron — SoQft&nbige^ @artenbud^ von Stenö ^l^uron (@d^üler Ouim 
tinpe«, ftarb in S)eutfd^lanb). 6te 9lufl. äßeimar unb ^aUe 1745. 

SucaiS — 2)ie ^ernobftforten äßfirttembergiS t)on @b. SucaS. Stuttgart 1856. 
— — fiucaS Slbbilbungen. — S)e{fen Slbbilbungen mürttemb. Obftforten. 
2te Sief. Simen, Stuttgart 1858. 

aRiller — ^ngl. ©artenbud^ ober @artenlej:ion oon $^. SRiller, aud bem 
engl, oon ®. 2. ^ut^, 5Rümb* 1750—58. ^ 

ä5eri(^t ber ©oc. oan Wond — Sodete van Mons, Bapport etc., 1 — 9 
Publication. Bruxelles 1854—1862. 

äiougarb — Tableau alphabetiqae et analytique des Varietes des poires. 
etc. par M. Tougard. Rouen 1852. 

Unter berliner Seric^t ift ber Sendet bed $rn. $rof. Br. Oarl ftod^ in 
Serlin (über bie l^nfangS Oct. baf. ftattgel^bte ^erfammlung unb Slu^fteHung), 
Serlin 1861, ^vl t)erftel&en. SEBogegen unter 

berliner Serl^anblungen bie ^er^anblungen bed Sereind jur Seförberung 
bed ®artenbaud in ben JIdnigl. $reu^. Staaten, ^eue Steige, ^a^t%. V, $eft 1, 
6. 6 u. f. gemeint fmb, mie im $bb. Sb. 1, 6. 307 fd^onaudeinanber gefegt mürbe. 

Hu^er ben bereite angefül^rten (Katalogen ftnb nod^ )u nennen: 3)ie 9on 
Aiidr6 Leroy in Angers (Maine et Loire) von 1860, Jamin et Durand in 
Bourg-la Reine bei $arid, Slug. 9lapol. Saumann in Sollmeiler, ®ebr. 6imon 
Souid in 3Re(, A. Papeleu (je(t Narcisse Gaujard) in ®ent (früher in SBetteren), 
De Jonghe in Brüff el unb Thierry in ^ftlen. ^ a B ti 



27 
No. 264, filebie VeterMtme« S)iei n, 2, 1.; guc. i, 2 a. ; Sa.i^n m, 1. 




ftUine ptttXSbixnt. ©Irflcr. *ttl aWltte aug-, ^i«». fröter, mehrere ©o(^. 

i^eimat^ unb SSotfomtneu: ®ie ifi befonberd in ber ©egenb 
Wn aitenJuTg i)ielfa(^ angcpflanat unb wirb fc^r gcfd^d^t, |tc ^at [xä) 
dbtx au6) anbcxtödxt^ ^in bereits jieinlit^ verbreitet unb X)erbicnt aI8 
eine ber Bcjlen unb tragbarjlen wirtl^fiä^aftlidben Säirnen immer noc^ mcl&r 
etnyfo^Ien gu toerben. 

fiiteratur unb ©^noni)Tne: ©itficr im 3:. 0.=®. XI, S. 153, Xaf. 7: 
5Die$eteT«biTne, iDoroud Si^polb (j£af(^enbit(^; au« bem ^^rans&jtfc^en };v Stuttgart 
unb Tübingen 1824) nac^ i)o(|)tQ^I @. 33, übrigend auö^ ^ug. 9^a))ol€on Naumann 
in ©oUnjciler Poire de St. Pierre gemalt l^aben. ©icfler l^at im J. O.-®. XXn, 
€. 103, Jaf. 11 aud^ noc^ eine Orofc ^pcteröbirnc befdjriebcu unb ©ittnc^ iji 
geneigt, bicfe, »cl^c auä) Xl^eilbirnc genannt toirb, für einerlei mit ber Älelncn 
i» l^olten. aWii f^eint e« icboc^, al« ob ©icfler unter bcm betreffcnben ^lamtn bie 
i^ammeldbime »ot fid^ gel^abt l^abe. 3n ber Ungctoigl^eit hierüber muffen toir bie 
^OTÜegenbe immer kleine $eter9btrne nennen. Ob Sucaö @. 165 als ^eterd- 
time unfereSirne l^at, ifl jnjeifcl^aft, benn biefelbe reift fd^on (5nbe 3uli ; aber auc^ 
55aumann in S^olltoeilet gibt bei feiner Poire de St. Pierre, mit bem 3ufat ^eter«* 
Birne be« St. 0-=@., SRitte 3uU aU S^ifieit on. ©gl. ©ittrid^ I, ©. 538 unb 675, 
au4 ei^rifr« 4)btoörterb. e. 201, ferner Obetb. Slnl. ©. 386. 

® eftalt: frei) eiförmige na(^ bem @tiele ju ettt)aS ti)enig eingebogen 
luib fur){egelf5rmig abgeftumpft ^p% um ben Süä) ^erum ettt)ad abge- 



28 

plattet, fo baf bic SBitnc meifl no(!^ gut oufffe^t ©ic ijl Rein ober 
mittelgrol, PA" breit, 2" lang, Bisweilen cttioag länger ober aud^ fürger. 

JJ e l ^ : oft lang unb fpi^Bldttrig , bod^ mit nieberliegenben oft 
ungleid^en SBlättern, \ä))a>aä) eingefenft. Bisweilen mit etioaS Seuld^en 
umgeBen» ^dä)f)6\)lt gelbbraun mit furjer 9iß]^re. 

©tiel: 1 — IV4" lang, grünbraun, mit feinen Sffidrjiä^en befe^t, jlc^t 
oben auf »ie eingefledt, in gleif(!^ringeln, ober neben einem Jpofer f(^ief. 

®ä)aU: gelbgrün, \pattt grünlichgelb mit grünen ober braunen 
feinen Sßunftcn, unb an ber ©onnenfeite oft ftarfer unb \ä)bntx, boä) 
meijl ^tvoa^ trüber, brfiunlid^er Sftßt^e; jebo(3^ befielt biefe getoi^nlii^ nur 
. in rotten Htetsid^en, bie um feine graue fünfte ^erum gebogen finb. 8lud^ 
ift meifl auf ber ©(i^attcnfeite me^r ober ioeniger l^efljimmtfarbiger SRofl 
Dorl^anben. 

gteifd^: mattn^ei^, fein unb faftig,- fteinfrei, raufc^enb Don fel^r 
angenehmem, jimmtartigen 3wtfergefd^madP. 

ff e r n ]^ a u ^ : nur burc^ f e^r feine, unfü^lbare Äornd^en angebeutet, 
biStoeilen fc^n^ac^ l^o^lad^fig, ftammern Kein, Äerne Idnglid^, l^eDlbraun, 
jutoeiten taub* 

JÄcife unb ^iu^ung: S:;ic 95imc reift in günjiigcn ©ommcrn in ber T^ttt 
M ^ugufi; in anbern ettoa^ fpciter, nnb ^It ft(^, etn?ad )>ot ber Sf^eife gebrochen, 
ntel^rcre 2öod)en, ttjorauf fte teig n?irb. <5ic bient jum frifd^cn ©cnu^, aud^ jum 
6aft!od^en unb 5Di)rrm unb ftnbet auf ben 9)^&rften fel^r guten ^gang. 6ie tt)irb 
in il^rer Jg)eimatl^ ebenfo gefd^ä^t, n>ie bie etttjaß f^jäter reifenbc ficipgigcr D^tcttigbinic. 
$r. ^rofeffov ü^ange in Slltenburg {teilt, nad^ Brieflid^er Sflittl^eilung; im Sßettl^e bie 
betben benannten imgef&I^r gleic!^, unb be^eid^net bie ^eterdbirne aU feinfd^aliger 
unb fü^er, bic ^icttigbirnc al« fd^meljcnbcr unb crfrifc^enbcr. 

(Sigcnfd^aftcn bc« ©aumeß: $)erfclbc wirb nur mittelftarf; mat^t lange, 
nad^ mehrmaligem fragen l^crab^ngenbe Slcjte mit furjeni gnui^tl^oläe unb eine 
p^ramibenförmige, jiemlid^ gefci^loffene- unb fiarfbelaubte ^rone, unb ifi fcl^r tragbar, 
fielet aber in ber ©ii^erl^eit unb güUe ber grud^temtcn, ivie in ber Sßibcrflanb«fraft 
gegen ungünfiige ftintatifc^e (Sinflüffe unb iBobenDerl^ältniffe gegen bie 9lettigBime 
etn>a« jurüdt, bereu 33aum in ber Siegel tooHer trfigt, bereu griidjte aber bei 93oIltragcn 
leiber öfter« etn?a« Hein bleiben. — 2)ie S9I&tter ftnb otjal, oft nad( bcm ©tiele gu 
toecfd^mfilert unb bann eQi^tifd^ ober langettfbrmig, mit meift giemlid^ langer au«:: 
laufenber ©pi^e, 13/4'' breit, 2V2— 23/4* Iftng» ö^ött, biöjoeilcn, befonber« in ber 
3ugenb tttoa^ n)oQig; gangranbig, flad), ober {d)n)a(!b fd^ifffbrmig, h^^ oft fiarf ft(!^els 
fbrmig an ber ^px^t getrümmt, fieif unb leberarttg, bunlelgrün, etn^a« mattglSn^enb. 
— SBlütl^enfnofpen fel^r grofe, eirunblici^, fhimpff^i^, an ber ©pi^c gelbiooHig 
unterl^alb braun, mit einem Silberl^Sutd^en. — «^ommerstoeige br&unli(4grün, na4 
oben rbtl^Iid^braun, fein tt>ei^lid> ^junftirt. ' 3f. 



29 _ 

No. 265. CiMifif 4e Iromtcft^e emmtthixnt. ^ i e i ii, 2. 1.; 8 u c. 11, 2 b.; 3 a^n iv, 1. 




Qeimatff unb SBorfommen: ^iel erhielt fie aui ber SlStei 
SWaslmin in Xrier unter bcm oBigen Sßamcn unb glaubt, fca^ c8 SWerlctS 
Poire de Cypre fei. * 

fiiteratur unb ©^non^me: SDicI VI, @. 83: $)ie (St^^rifd^c braun* 
lot^c ©omhterbirnc, ÜWetlet« ß^^rifc^e ©irnc. Poire de Cypre, 
IDu^amel m, S. 27 Bat a(d Rousselet hatif, Poire de Ghypre, Perdreau, 
eine fil^nlid^e 8irne oefc^rieben; er fAilbcrt fic aber al« bimf bmiig, TtitU 3uU reif 
unb ®iei l^SIt fie bc«l^alb für tjcrfc^ieotn. — Si^a^cflel^cnb tji bic öorlicgenbc in gorm, 
^ftrbung, @ef($ma<I unb ^txhdi S)ecai0ne'd Gros Rousselet II, Sief. 21, 
biefe ifl nur grb^er unb lanaaejtielt. S)ecai«ne erflärt pe mit (Stienne für t)erf<|ieben 
öon bem ©omnierfBnig, ßoi dNSt6, toelt^er bei ©ul^Kmel jipar ©^n. ber Gros Rouseelet, 
aber eine anbere Ian({, mie bie Fus^e gebaute, bo<!^ am Stiele bünnere i^irne fei. 3eboc| 
f^ilbert ^ecai^ne bte Plattform feiner äros Kouseelet anberiS. -^ $rgl. no(!^ Ober» 
bietf, Anleitung <5. 414 ; 2)o(^na]^I ©. 31. 

Oeflalt: freifelfimiig, ifttti fafl Betgamottförmig- 3« erjietm 
^Qe mi$t fte 2'^ in bet SBreite unb efien fo t>itl in ber $i^e. 

Sttläfi ^attf^a(ig, offen, ^emf 6rmig aufliegenb in einet get&umi^ 
goi; ni&^ig tief^ (Sinfenfung, mlä^t gemdl^nli^ eben iß* 



30 

©ticl: jiai'f, Pcifi^ig, ^U—VW' lang, (i^araftcriflitc^ mit glcifd^^ 
Beulen umgeBcu, bwT(ä^ bcren eine er ^fiuflg eine f^iefe Stellung et^dlt. 

® (3^ a l e : l^ettgrun, Bei freil^Sngenben ^rud^ten jut ^dtfte, unb Be= 
fonberg um bie gmtje 5teld^tx)5l6ung l^erum^ mit einem bfifiern 9tot]^ 
jtarf t)ertt)af(^en, pari gleii^mfi^ig punftitt unb ^in unb wiebcr Beroftet 

gleifc^: mattweiß, tbmxiii, um baä Rernl^au8 jieintd^t, faftiooH, 
raufd^enb; aBer auflö^Iid^ Don einem angenel^men fä^tDeinartigem ®e^ 
fd^marfe, ben üDiel aW ju(f erartig, rofenl^aft, in ri(^tiger Steife jimmt* 
artig Bejeid^net 

ftern^au«: enge fiammern entl^altenb , etwa^ l^ol^Iad^ftg. fteme 
eiförmig, fd^toarj unb öoHfommen. 

Steife unb 5ftu$ung: STOitte augufl, ^dlt fi^ nur !urje 3eit 
$Die %x\xi)i ijl pxxt jum ro^en ®enu|; wie ju n)irt^fd^aftli(ä^en ^xotitn 
Braud^Bar, n)irb inbe^ toon anbern, mit iBr jugleid^ reifenben ©orten 
üBertroffen, toe^^alB bercn meBrfad^er anBau ni(^t cmpfol^Ien werben 
fann» %\x6) OBerbied fanb^fte ju förnig, fclBfl fleinig unb ju wenig 
^altBar. 

©igenfc^aften be8 33aume8: berfelBe wä(!^8t leB^aft, ^ateine 
teii^te aSelauBung unb ifl fc^on frul^ fel^r tragBar. — ©ommertrieBe 
lang, jlarf, üiolett Braunrot^, nur an ber ©pi^e etwa« Bewottt, mit 
Dielen fel^r ft^tBaren 5ßnnften Befcfet. — fflldtter elliptift!^, gro^, 
unregelmdf ig, Balb Diel, Balb wenig ftum^jf geBogt geja^nt, am gru(^t|oljc 
leicht geferBt, aviij feBr oft ganjranbig, glatt, nur l^ie unb ba am 
SRanbe etwa« woKig, bunfelgrun unb gldnj^nb, ©tiel oft fel^r lang, 
felBjl m JU 2yz". — »hU^enlnofpen Hein, furj unb f(!^arffpifeig. 

©d^mibt 



3! 

No.266. «^c StirtiitMMnc. ^idii, 3. i; euci, 3 a.; 



•tlbf fanrrBfiaBbitne. 33it(,*two^if>u(^++-3Kitt(bt(enbeS(ug.,us. 
^eimat^ unb 3Joifi>mtnen: fte tarn auS @a<^fen an ^o^-- 
gdTtn« @^ulj in @(^aumbuig, t>on welchem {te SDtel empfing, bei ^e 
ol^ f^fne, anfe^nli^ S^ofe, angenehme, für bie SüAe voitrefflt^e 
€omineifnii$t empfahl. Bit ifl aber aui} jum Stoligenuß no(^ ganj 
angent^m unb bei bei SSJä^figfeit unb Sragbaiteit bed ^aumeS t>ei= 
bitnt fie immer »eit«ie aJetbreitung. 

Stttiatui unb SpnonQtnc tiitt n, @. 96: ^h @clbe £auientiii9< 
itrnt, Poire de St, Laurent. Qt fiiibt fie mit aejltmtnt^eil bei tdntm ^Jomos 
logen; ftiit in SottnjBirnt in ia S(|t^tei6unji btt ObftforUn in b« Ki(b(r= 
läufig bürff [k ni(6l Dcraet^felt iDtrben. — Su^ bit Bon ©ittri^ lU, ©. 216 
■«^ eouoer^d B(f<^ri(bfne ©t. 2ot»njfiirn(, Poire Saint Laarant, anfang« 
Vug. mftnb, Cugdfbnnia, acün, fpSUr gclB, ^ln\i \iunüäi unb ^trbt, gtto^f 
ffi|n, lann bie ooiliMOi« niijt (tin. — »rfll. no(^ Obetbitct ©. 369, btr fit tbcm 
foHt al4 gute $aud^alUfni4t nnfifii^It; Soi^nabl @. 6>. 



32 

®e{ialt: 5DieI befc^reiBt fte al8 in ®ulen 8outfe iffxdiä), lattQ, 
^a6)iaiid)\i , naä) bem (Stiele ju fc^5n fegelf5rmig, 93au(^ ^o6f oben 
nac^ bem Aeti^e {t^enb^ nm btefen ))(attrunb; fo bo^ fie nod^ fte^en 
Knnte^ tt)enn bie eine @eite ber Stüä^^&dft itic^t faß immer etoad 
niebriger aU bie anbere tt)dre« 9la(!^ bem Stiele }u nei^me fte o^ne 
Einbiegung; ho6) fafl immer auf ber einen ®eitt eingefrummt ab unb 
enbige fegeiförmig jhimpffpi^. — 5Die8 ©cfrümmtfein xoax an allen r>on 
mir erjogeuen grüd^ten mc^r ober toeniger bemerlU^^ il^re gorm »erbe 
i6) aB Idngli^ e{T;unb^ nad^ bem (Stiele )u fegelf5rmig be}ei(!^nen Hnnen. 
SDie \)on Diel angegebene ©rJ^e toon 2^/2" breite unb 3V4 bi« 3^/4" 
J^öl^e für eine DoQfommene gruc^t erreid^ten bie meinigen niti^t. 

Äel^: tt>eit offen, ftarf, jebod^ meijl unregelmäßig, auftiegenb, 
in flaci^er ober feid^ter @infenfung. 

©tiel: jlarf; ehoa^ ^^Wi^ 1— IVj" ^<^Hf obenauf mtt feinen 
galten umgeben, jutoeilen burd^ einen [lä) anlel^nenben ^ödeu fc^ief gebruA. 

@d^ale: ettoaS ftarf, koeißgelb, fpdter ^eQgelb, meifi mit nod^ 
ettt)ag @rfin, mitunter mit ettoa^ braunlii^er in ber 9?eif e fetterer 9l6t^c 
unb feinen l^eQgrfinen fünften, auä) mit tttoai feinem glatten gelblid^en 
SRofl nm bcn ©tiel berum. • 

gleifd^: toeii, tiroa^ gtobfömig, fofttJoU, raufd^eub, bod^ aufl&^Uc^, in bem 
u>Qnnen ©ornntet 1869 fafl ganj fd^melaenb, red^t ongmel^Tn fü^, ober tote fid^ Siel 
aU0btödft, t)on fel^r fü^em ^udferartigen Sf^ofengefd^madf. 

^ernl^aud: mit etwad fl&rf eren ^5tnd^en umgeben, fiarf l^ol^tac^flg, (unb gegen 
SbitU Angabe; ber bie ^eme aU fa^ immer taub be^eid^net J mit ))oQ!ommenen l^eQs 
braunen Äemen. 

9{eifeunb9lutung: 9)ie gruc^t reifte in äReiningen ^u @nbe beö 9(ugufl, na<!^ 
5DieI gegen bie SRitte bed SRonatd unb ^U ftd^, etU)ad oor ber Steife abgenommen, 
fafl 14 £age; fte eignet ftc^ ^u aOen bSufllic^ni B^edTen, befonberd gum Xßelfen 
»ortrefflic^. 

^igenf d^af ten bed Saunte«: Serfelbe toirb grof unb belaubt ftd^ fel^r fd^9n, 
^eigt aud^ in SReiningen fel^r gefunbe« 99)a(^dtl^um. ^a^ S)ie( u?itb er Unbengro^ 
unb liefert Su^erfi reid^Ucibe iSmten, fommt aud^ auf CUiitte fel^r gut fort, bod^ em? 
)>{tel^lt er feine l^od^flfimmige Sttt^flangung. — SUtter oDal, mit l^albauf gefegter 
ober au«Iaufenber furgcr ober aud^ l&ngerer ©^ji^e, 13/4* breit, aVj— 3" lang, glatt, 
nad^ t>ome ^n beutU(^ fein gefügt, leinten toeitlduftg itnb flum^f gefSgt, f(^n)a(^ fc^iff- 
fbmtig unb toeSenfdrmig, auc^ etioad flc^elfSrmig gebogen, angenehm ettt>ad ^etl grad« 
grün, fiarf glfinjenb, xti^ unb fein geabert. @tiel oft fe^r lang , bU 21/4''/ bünn, 
»etglit^grün. — Slütl^enfnofpeu gro^, fegelfdrmtg, ^iemlid^ ^px^, feinbraumooUtg, 
unten toeiggrau beraubt n^ollig. — €ommerjn)eige bunfel oIi)>engrün, mit))ielen 
^rofen fd^mu^igtoeif cn fünften unb )}erbidtter ^^i^e, bie oft eine braumvoUige (Stib« 
Änofve tragt 3; 



3a 



No. 267. Settrtowt^« ©ämlinö. ^Dicl i, 2. 1.; Suc. H 2,ia (b); 3a]^nn, 1 




)Dearb0rn'0 Äamltng. 5)on>nin9 (©carbonO- *• 2)Wttc, oft ©nbc Slug. 



^eimatB unbSSoTfommcn: 3ji eine amcritanif ^c, in Stmcrif a 
fel^r gcfc^agte Jafclftud^t, bie, wai) ÜDomning^ ^a^xiä)t, exjogcn tt)urbc 
öon einem $errn $. 3l. @. SJeatBorn ju 33ojlon, um8 3al)r 1818, 
3n meiner fiegenb tpat fte nur t>on geringer ®üte. !X)oti>ning nennt 
pe eine ujal^iPft trefflidje frul^e Sirne erjien Stange^, unb fagt, ba% fte 
fe^r reid^Iic^ trage, in jebem S3obcn gebeil^c unb tint ber BelieBteften 
frühen SBirnen fei. Slud^ S^ougarb in feinem SCaBIeau , SRouen 1852/ 
@. 8 fe^t fie in ben Ijicn SRang» 9Kein Steig erl^ielt id^ t)on bem toerjtor^ 
Benen ©ommfiller ju ©u^I, einem eifrigen unb forgfältigen 5ßomotogen, 
unb ^immte bic gruij^t mit Downingg furjer SBefd^reiBung fo tt)eit, ba^ 
i^ ni^t jtoeifeln fann, bie rechte ©orte ju l^aBen» 

fiitctatur unb ©^non^me: ©otoning©. 336 unter oM0etn5iamcn,--£onb. 
Cotat ©. 134 3(h. 178 beaeid^net pc aU t)om crflcn Sflajige für bie 5:afel unb reifenb 
im €e))t./ntit beut liBeifo^ Allied to the white Doyenn^, tooma(( fajl etiUQd gtoeifel^aft 
t^, ob bie re^tc gnu^t »orlag. Äommt in ßatalooen Sfter tjor, tnciji blo^ ber iftamc; 
bcx SU))orber (Satalog unb Sero^ ya 3lngerd fe^en fte in ben erflen 9>iang unb bie Steife 
in Kug. S)otoning a0egtrt no^ SD'lanningd &err, in bem fte )9or!omme. 

QMtnttt9 ^nbbu($ Ut DhfavmU» V. 3 



34 

©cflalt: ©ott)ning Bejei(!^nct pc ali f reff eiförmig, ber Sonb. Satol, 
umgefel^rt eiförmtg unb ifl ©otoningg gfgur, tüel^e oBcn sub b hd^ 
gefegt ijlf ni(!^t ganj fref jelfßmug. ^ä) erbaute ftc in brei ©rnbten auf 
flcfunbem SßroBejweige 1857, 1859 unb 60 nic^t größer, oIS obige gigur a, 
bie fe^r freffclförmig ijl ; mand^e ^nä)tt flanben anä^ jtoif(^en ©iform 
unb Jhcifelform. ®rößc Bei mir 2" Breit, VU'' J)oä). 5Der »aud^ ji^t 
mel^r naS) bem ftel^e l^in, um ben fie fid^ fo jurunbet, baß fle Balb gut 
auffielt, Balb niä^t auffielen fann, toenn auä) ber ftel^ ehoag üorjlel^t. 
9lac^ bem ©tiele nimmt fie ol^ne merflic^e SinBiegungen aB, unb enbigt 
nur cttoaö aBgeflnm))ft, ober eö ging Bei mir anS) ber @tiel au8 ber 
©^)i^e fajl ^erau^. Sei gut gewad^fenen grüt^ten ifl ber SBaud^ f^ön runb* 

5tel^: ttroa^ l^artfd^alig, ioä^ in feiner SSoOlommenl^eit mit feinen 
8[u^f(i^nitten jiemlit!^ aufliegenb, ft|it flad^ i)crtieft, oft fafl oBcn auf, 

©tiel: flarf, ^otjig, IV4" lang, oft ettoa^ langer, Balb gerabe, 
Balb etwa« gebogen, ioä) toeirig jur @?ite geBogen, ftgt .in enger flacher, 
toon einigen 33eulen geBilbeter ^ö^Ie (tok Bei mir anä) öfter oorfam), 
ober wie eingefterft. 

® ^ a I e : fein, glatt, 00m 33aume gcIBlid^ grün, (Skin very smooth, 
clear light yellow, !iDon)ning) in ber 9teife ^eOgelB mit no^ grünliii^en 
©teUen. 9löt^e fe^lt; fünfte fein, fatten nic^t in'g «uge; Slojl an= 
gef))rengt, um ben £elc^ meift cttoag UeBerjug iat>on, 

glcifci^: fein, 'fd^mclscnb, bei mit tjon öcjutfcrtent, bo(^ jicmlic!^ öetoürjlofcn 
©efd^mad. $) oloning f agt : Fl^sh white, very juicy and melting, sweet and eprightly 
in favour. 

Äcrnl^auö: fiefd^Ioffen; bic irtSfeiö »weiten Kammern cntl^alten jiemric^ tooIt= 
fornmcnc, oft nod^ toei^e Äcmc. 

9lcifc unb Deutung: S^ottjuing fc^t bic 3citigung ÜWittc Slug., unb fo reifte 
fic au* Bei mit in tOÄtmen Saluten, 1860 cr|l gegen (5nbe 2(ug. Sii^ut Stafclftuc^t, 
unb tt)o fie gt5ßet »itb, ifl fic immet eine gute Xafelfottc, bod^ x9ktt fte bei un« 
tool^l übctatt t)on anbern im 2lug. tcifenbcn 2:afelbivnen übctttoffen loeibcn. 3n bec 
Meinf)cit, njie id^ fie l^attc, Ue^ pc fclb|l ju tjiele ^ülfcn im aJlunbe. 

SDet 93aum tt)&(^|l tafd^ unb jcigtc bie Sorte fid^ aut^ bei mir frill^ unb red^t 

frud^tbar. 'Sommettriebe lang, et»a« itufig, braunrotl^ (dark brown, ©otoning ; leibet 

gibt er nie bie gorm bc« Statte« an), nad^ oben ctteaö »oHig, jal^lreid^ ^unftirt. 95tatt 

jiemlic^ groß, fafl flac^ ausgebreitet, breit elli^)tif(6/ oft auc§ eiförmig mit hirjcr auf= 

gefegter f(^arfcr ©^ji^e, jicmlid^ glSnjenb, fein unb feid^t geffigt gejal&nt. SBIatt' ber 

gruc^taugcn eifßrmtg, mand^c red^t lang eiförmig mit au«taufenber (5^)ifee. SCftcr« 

blätter fabenförmig; Singen jiemlic^ ftar!, anliegenb, p^cn auf m&ßis tjorPcl^cnben 

Xrfigem, 

DBerbietf. 



35 
No. 268. 3triil«tB>trat. 3)itl U, 2. i; Suc. n, & »; ^a^n in, 1. 



3iBib0$ciitiinie. ßitflci (ffraft). * t- e«*« a«B-/ »* ^^ 

^(itnat^ unb SJoifommen: @tt i^ na^ Siegel ua^rf^etnnc^ 
.eine Oefiretc^tjc^e Siotionalftudjt unb in Obei: unb UiitetBfterreid^ aDeiib 
Ijalbtn ge^tflanjt, bö^ jtiibet man fie cbei eine gan) A^nli^e iBime auc^ 
fi^on 6ti 3)ul|amel unb |eJbjl bei 3Serlet, »eichet leitete foflor mehrere 
%tten, ivobon bie eine ©rantlle ^ei^e, iinteTf^eb. Ül& eine intereffante 
unb nebenbei re^t gute, auc^ nie^t ju fletne ©ommerftui^t mit fc^i 
tnigbaiem 33(iume oeibtent |ie auäi in weiteten jTteifen begannt ju roeiben. 

fiitetalur unb ©pnon^mc Eitßtt n. Obft(. U. S, 86. Eit amlboetn» 
birnt. — SuBamel ur. e. 92. Poire & dem tStes, bie Oirnc mit }taecn 
*fpf en, ätttibu^fii (bei UeberJ.). — Äiafl, Pom. ftiifttri»o. 1. 6. 36. lab. 79. 
gifl. 1. t)ie 3iDM(Bpfi9t Birne, äiDiebueeubinie, f« iß 6itr mit bem 
6^. AtiUgt fiat^atinabiinc j»ar eltoaS flein, boi^ ]tiji f^ü^ä) abaebilbrt, 
te«(|alb i<i oben Riafl "mit anffit>rte. — 2Ra?jr in Pom. ftancon, IIL ©. 3i2. 
lab. cm. ^t pt aU ämtirupfigt Bixnt, Dens TStes, totniger lointlii^ 



36 

öcieui^net; bic Jrud^t l^at einen parfcn ^iJdfcr am ©ticlc, toie il^n allc§rüd)tc l^öbcn 
foucn unb 2R. will barauö bic 9[nfd)tt)cllung bc« Äov>fc« unb bie X^eilung bcö Äcld^cö 
crflärcn. -r 35ittric^ III. S. 209 (naö) Jaume Hilaire, Noisette unb Couverchel), 
bic ©iriic mit 2 l^cl(^cn, 3^cibutjcnbirnc, Poire li deux tctes, Poire 
k deux yeux. SDo<^nal)l ©. 38 ^at uad^ fii^polbö 3:af(6cnb. no(^ bic Ston. 
äWeibüilcr, S^^^f^I^iö«/ Double calice. 

©cjlalt: frcifclf Brmig , fap nmbli(^, um bcn Äeld^ jiDar fiad^/ aber unglcid^ 
abgcrunbet, inbem fic^ oft jluci gegenübcrflcbcube 33culen um il)n crl^cbcn; na(§ bcm 
Stiele ju fursfegclförmig, mcl)r ober tocnicjcr abgcfhim^ft fpife. ÜJiittclgro^, 2" breit 
unb ebenfo l^od^ ober ein ttjcnig liöljcr. 

Ä'elcj^: d^araf terifiif(^ , toic bo^?pclt, weit er burc^ bie ftd» an ibn anlel^nenbcn 
Seulcn gcbrüdt unb in 2 Ti)t\\z gefpaltcn wirb, bic aber oft no(3& mit einanber äu= 
fammenl)ängcn, fo bag er eine längliche gorm annimmt, (^ö ift bieö aber ni(i^t bei 
aüen grüd^ten ber gaK. !3)ie Äcld)blätter ftnb giemlic^ lang, fteljen aufreci^t, offen 
ober gefd)loffen, aud) fifet bcr Äcld^ balb flac^, balb in einer f leinen l&ngtid)cn Qm- 
fcnfung. 

Stiel: mcifi gefrümmt, i— 172" lanS/ oft au(^ ISnger, flebt oben auf ber 
S^i^e mit einigen §o(fem umgeben, i^on welchen er biöwcilen ctwaß ft^ief gebrüdt 
Wirb, ober audi öerticft in einer flcinen ^ol^le. 

Sd^ale: etwa« flarf, ^cUgrün, fp&tcr wci^lid) gelb, an ber 6onnenfeitc finbct 
fidfy oft tjielc, etwa« brannlidjc Ölötl^e, auf bcr übrigen Scbalc fmb weitlSuftgjlcl}enbc 
graulidic ^Nunf tc, auc^ etwa« 3toflflcdd;cn unb Sftoftfigurcn wal)rguncl^men. 

Jlcifd): wciB, in guten Sommern buttcrbaft, bleibt oft etwa« raufd^enb, befi^t 
aber red)t angcnct)mcn, fd)Wad) fSucrlid^ fügen unb würjigen ©cfd^mad. 

• Äcrnl^ au«: mcift nur mit feinen jlörnc^en umgeben, ctwaö bol^fat^fig, £am= 
mern flcin mit fc^wargbraunen oft uimoUfommenen Äcrnen. 

Steife unb Dhi^ung: SDie grud)t reift ju C^nbe bc« 5lugufi, l)ält ftc^ etwa« 
frul^er abgenommen 14 Jage unb macbt fic^ fcnntUd) burci^ ibrcn bovt>clten Äel(^ 
unb langen Stiel. Sie ifl fdion eine oon bcn beffcren Sommerbirnen unb für bic 
Xafel fcl)r angcncl^m, wenn [it auÖ) nid^t immer ganj buttcrl^af t unb I. SiangeS^ wirb. 

©igcnfd^aften be«33aumeö: bcrfelbe pixh nac^ Siegel fcbr grofe, gebeizt 
fcl)r gut l^Dc^fl&mmig unb auf Guittc, unb ijl Äutcrjl frud)tbar, boc^ werben bie 
grüd^tc in manchen 3al)rcn fteiuig unb frü^pclbäft, waö oieHeic^t non nid^t aufagcn-- 
bem SBoben l^errü^rt. 3u ÜKciningcn wud)« er jeit^cr fcbr gut unb ift fel^r gefunb, 
bewie« fic^ au(§ red^t tragbar, wc«^alb er wenigflen« auf bad Ä'Uma nid^t eigen au 
fein fd^cint, benn feine grüc^tc würben aud^ in bem fül^lcn Sommer 1860 nod^ grog 
unb wol)lfc^me(fcnb. 5)ie Sölättcr finb nac^ Siegel Hein, eiförmig, oben jugcfpi^t, 
unten gerunbet, bo^ pnbc ic^ fte grog, bcr 3Jicl)r3a§l nad^ oDal , oft auä^ eirunb unb 
on bcn Sommcrjwcigcn brcitcHiptifc^ ober nad^ bcm Stiele ju fcilformig, etwa 2" 
breit unb bi« 2V2'' lang, länger ober fürger gugefpi^tr glatt, rcgclmfigis etwa« feid&ts 
gefügt, am 9%anbe etwa« weQenfbrmig unb bie Spi^e gebogen, bunfelgrun unb 
glänäcnb. Stiel bi« 21/«" lang, ba« 93latt ifl be«^alb im SBinbc leidet bewegli(^. 
«fterbl&tter nac& Siegel mand^mal fel^r grog, lanzettförmig. V/t" lang. — SBlütben* 
fnofpcn grog/ furj fegeiförmig, etwa« fled^enbfpit, fd^wargbraun. Sommcrjwcigc 
an ber Spi^e oft etwa« wollig, rotl&braun mit gclbli^wcigcn fünften. 

3. 



37 



}io,269.9dbtfmtemmn»W^ümtthttnt. ®.ii,3(2)i.; £.1,^11) 2 a.; 3.n,i. 




§Aht frii^e donmiir-^MlIltljetobirtlf • 9)iel. SSemger^.aUttenbe %m.^VL 



^efmatl^ unb Sot!cinmen: S^tel (ejog fte au^ Stanfrei^ ; fle 
»hb Bereit« in Wotbbeutfd^ltfnb oft angetroffen. 

£lteratut unb ^t^non^me: S)iel VI, @. 119: ®eIBe frül^e ©omntet« 
X^otl^eferbirne, Banohretien d'^t6 d'or^ hatif. (&x glaubt, bat ^< ^ 
masqu^ aud @t ^tienne'd 4 unb 3]i{erlet« 2 ©ommet^^otbeferbirnen {ein fdnne. 
11u4 ^at biefe ^ougarb @. 7 äbnlic^ aU Bonchretien d'öt^ musquö befd^rieben. 
9RU ^00^9 Hallemine bonne flnbet ^tel ebenfalls Kel^nltc^f ett , bot^ l^at biefe eine 
tV&tete Steife. — ©i^non^me ber änüdficten ^omnieTgu^erbirne, Bonchre- 
tien d'^tö musqu^ nacb iD'^ai^er, Pom. francon m, @. 284 finb: Pioullies 
unb Poire «ans pcap, ©irne o^ne ©cl^ale, fo nenne jte ÜKertct. — SJergl. no$ 
S)o4na]^( €. 177, unb t). ^iebenfelb @. 10. 



38 

®e{lalt: grop^ Al^nlid^ in ber ^orm eineT SBintetopotl^eferBtrne 
mä) !DteI (fafl fo goB fte auä) SKa^er; na^ oBtger S^^^^^H tonnte 
man fte el^er no(^ mit einer bi(!bau(^{gen (Sommer ^^ Stpotl^elerBinte 
t)erflleid^en.) Der ^o^aufgetrfeBene Saud^ fi^t % ber ganjen grud^fc: 
Ifinge mäf bem fteU^e ^in, tDO {t(!^ bie S^^t ]t>lattrunb fo )u^ 
tofilBt^ ba^ fie ncS) gut aufftel^en fann ; oft tofilBt fte fid^ aber aa^ oben 
{lum))ff)>i^ unb fle^t bann ni^t gut auf. ^aä) bem (Stiele gu enbigt 
fte nad^ einer {[einen Einbiegung mit einer ftarf abgeftumpften fteget« 
fpi^e» — @ie mi^t öom J&0(3^jlamme 23/4" in ber »jfeite unb 3—8^4". 
in ber ^if)t. 

. fteld^: fpi^bl&ttrig, grunti(^ gelB, meiflen^ ^alB offen, Balb in 
einer Keinen, Balb in einer tiefem (Sinfenfung/ toelci^e mit feinen 9ti))))en 
Befe^t ift^ Beftnblii^. 

(Stiel: flarf, IV4— 1 V2" long, fifet et»a« vertieft toon gleif d^Beulen 
umgeBen, beren eine gctoö^nltd^ fel^r ^ertorragenb ifl. 

@(6ale: <S$rünUd^, m^i fettig an jufül^len, in ber Sättigung f(6Bn dtronengerb. 9hu: 
feltm fielet man Bei flarf befonnten grüc^ten eine blaffe flammenartige. SRötl^e. fünfte 
gal^Ireicb, gletc^m&gig t)ertl^etlt, tt^enig ind ^uge faEenb, bie ^elc^flSc^e öfter« bcioflet. 

greift : 3?2attn>et|, fafi geIbU(^, fömig, um9 ^ernl^au« fieinig, faf tretet, 
raufd^enb, etioa« l^erbe, Don einem mit feiner @&ure t>ermif(l§ten flarfen 2)'hi0fatel[ers 
gefd^mad. — Xougarb fcbilbert ba« gleifc^ ber muaqu6 al« brühig, toentg fü6, fel^t 
müdfirt, ol^ne $erbigf eit, bo(^ fleinig. S)ie etioa« fp&ter retfenbe, gr5jere, getoö^nlic^e 
Bonchretien d*4t^ fei beffer, bie ))orIiegenbe jebod^ fei 5ugerli(^ f^bn. 

^ernl^aud: @ebr flein unb gefd^loffen mit engen j^ammern, xotl^^t loenige 
Doinfommene 5teme entl^altem Set^tere ftnb lang unb f^toars. 

SReife unb S^u^ung: SReift ^be 2luguft in »armen 3ftbten frül^er unb jloor 
itad^ unb nad^, fo ba| man bie grüc^te 3 äBo^en l^inburd^ ))om Saume xot% gebrauchen 
fann. — ©egen ber ©roge für ben ®irt]^f«5aft«bebarf gana geeignet; al« 3:afelfru<^t 
totrb fte öon jjtelen anbern ©orten übertroffen. 

€tgenf(^aften be« Saume«: SB&d^fi )^0(!^fl5mmig Dortreffltc!^. Seine ^e{U 
l^fingen fi(5 gerne abtoärt« in golge großer gnic^tbaifeit, ba^er berfelbc in feinem 
gangen ^abitu« leidet gu erfennen ifl. — S)ie ©ommertriebc ftnb flarf , oben mit 
loenig SBolle bef leibet, leberfarbig, mit l^ellbrSunltc^en fünften befe^t. — 5Da« Slatt 
l^at eine elU))tif(i^e ^Jorm; (fo abnel^menb nad^ bem Stiele al« nac^ toome, ^iel) 
tfi f(^ifff5rmig auftt)Srt« gebogen, glattranbig unb nur na4 oben l^in mit fel^r feinen, 
.fd^arfen 3&]^nen befc^t. SlfterblStter f eitlen, ^{^vx Sragbolje fmb bie »on $nu 
©c^mibt gefenbeten ©Wtter l&nglid^ eimnb mit au«lauf. S^jt^e, IVa—^* breit, 3Vi 
— 8V2" lang, obcrl^alb »enig, unterhalb aber flarf wollig, am Stiele gangranbig, nadj 
»ome gu iebo(§ beutlidj fein, ettoa« fhimpf gefägt. 3<*§n.) — ©lütbenfnofpen 
furgfegclig öon tief bunfelbrauner garbe. ©C^niibt» 

Wit v^ na(^trAgli(!^ finbe, l^at 3!)ecai«ne aU Pioulier mit bem S^non. Bon- 
chretien d'etö musqu6 Sief. 7 eine \)on ber »orlicgenbcn Derfd^iebene fleipere eiförmig* 
blmfBrmige ©ommerfwid^t befdjrieben. 3a^n. 



39 
No. 270. ««rtc emnittcr^gcrgamjttc. $)icl ii, 1 1.; 8uc.ii,2a.; Sa^ni, i. 




Hnni^e So wwer-Äerjamottr. ©itfier. *t. ««ö- ©«>>*• 

i&eimatl^ «nb Sßotfommcn: 5Dicfc gruci^t, »elci^e in JC^ü- 
tinflcn :c., (wo^er i(^ ftc an^ erhalten ^aBc) fc^r Dertrcitet f(6efnt unb 
j^on 1794 t>on ©idficr im tcut. Obflgärtner, ©b. I, ©. 283 Bcft^xieben 
«nb Saf. 14 cTfcnntUd^ abgcbilbet i% pnbct ji^ boc^ nur in »cnigcn 
tcutfc^en pomoloQ. SBcrfcn, namcntlid^ ni^t in iDicI« ftcrnoBfif orten. 

* 

Literatur uttb ©pnon^mc: ©itflcr l^at il^r a. a. O. (fotoic Im tcut. grucl^t^ 
jOTlen S3b. 1, ©. 120, 5taf. 17 ben Flamen tun bc beigelegt, »eil bei anbernpomoL 
c^riftflettem aitcb lange iBergamotten loorfornmen, obfcl^on man unter bergamott- 
finnig in ber [Regel nur :|>lattrunbe, nad^ bem @tiel »enig ober gar nid^t gulaufenbe 
Linien tJeriie^t. S)ie t)on Äraft Z. 97 gegebene 5lbbilbung f. ©ommersSergamott 
>«6t ju ber l^ier in 9lebe fiel^enben (bt« ouf ben ganj furjen ©tiel) bfffer aU feine 
CeWreibung unb befonber« bie ber SBlätter. ei^rijl ^at pe in feinem ]|}omoIog. 
CBrterbudJ, ©. 167 unb in ber i)olIfl. ^Jomologie 9ir. 173 unter bemfelben iWomen 
unb ebenfo ©ittric^ im ©onbb. Vtr, 40. ©eibe legen i^r toie ©itfler bie Ißamen 
Berg. d'M ronde unb MiJan de Beuyri^re bei, Don »eichen jebodb toenigjien« Milan 
Je BeuTri^re iiad^ J)iel, »ie bei ©roßer ©.--öergamotte in ©b. II, ©. 389 be« 3Uuiir. 
canbb. auÄcinanbergefe^t ift, ber Bier üorlicgenben SRunben ©.«SBergomo tte nit^t ju= 
wwmt 3n frangbfifdjen Sffierfen rommt aber bie ^Jejeid^nung ronde ni(§t öor unb 
we 8ef(^eib. b. B. d'^t^, n>el(%er obiger ©einame gegeben »irb unb öon »eld^er audj 
tu^omel Orig.=5tu«g. laf. 4 eine Sfbbilb. gibt, tfl t)on ber i)orIiegenben fel^r t>er* 
iWen. 3n anbem au«Wnbif(^en ^jomolog. ©d^riften, tote j. SB. in Noisette ma- 
Mel p. 423, in Couverch*! p. 477, im Bonjardinier 1866, p. 348, in $)otoning 
w. 6 im fionboner Katalog 1842, ^, 38 :c. finbet man mel^rere ©.=S3ergamotten. 
Ob aber biefelben mit ber oorliegenben grud^t einerlei finb, bürfte fc^toer ju entfd^eiben 
inn. ©0 oiel i|i ri<6tig, baß ber 9iamc ©.«©ergamotte fe^r oft falfd^ angetoenbet unb 
^mtn, toie bem SEÖilbling öon la Motte, ber ©eifien S)e4ant«birne k. beigelegt 
Sorben \% »' -^ , " . 



40 

©cflalt: tolrbfit!^ au^ bcmSSBrig einer tcd^t öoMommcuert grud^tfe^r 
fceutlid^ crfenncn tafjen. 3Die SBxeitc betrögt ettoa 2%" unb bic ^ol^e 2". 

ffet(^: jicmlic^ langbldttrig, grün ttub Brdunli^ gefaxBt, ftcif üor= 
jle^enb, feiten ettoa^ woCtg, offen, in einer flachen, ebenen SBcrtiefung flel^enb. 

Stiel: bfinn, niä)t feiten etwa« Idnger aU bi^ Sfbbilbung jeigt, 
grfin unb braun gefärbt, mit feinen braunen Sßunften t>erfe^en, oftmaK 
aud^ fnofpig, in einer Heincn, oft fel^r flachen Vertiefung jle^enb. 

© (j^ a I e : jiemlid^ fein, glatt unb trotten, abgerieben glänjenb, öon 
grünlid^ gelber ©runbfarbe, auf ber Sonnenfeite gelbrotl;, unb brdunlic^ 
rot^, }un)eilen fogar bunfelrot^ angelaufen, ^ie SRöt^e befte^t mand^mal 
nur in angefpri^tcn fünften unb ©ttii^cn, »elc^e bei ftar! be[onnten 
§ru(^ten jufantmeuflie^en ; übrigen« mit t>ielen braungrauen fünften be« 
berft, bie befonber« im SRot^en fe^r in bie SKugcn fallen unb juweitcn 
rotl^ umfloffen ftnb. ©ctoß^nlid^ ftnb aber aud| einige braungraue SÄojl^ 
,flecten unb giguren ju bemerfen. 

^ern^au«: Derl^dltni^mapig flein, burc^ &ixnä)tn beutlid^ ange:' 
geben, bie 8l(^fe nur toenig l^oi^I. gdiä^er eng, mit f(!^6nen fiä^toarjen Jlemen. 

g I e i f ^ : getbli(!^ toei^, jiemlid^ f ein! 6rnig, brüd^ig unb mürbe, faftig 
unb t>on fel^r angenel^mem, bergamottd^nlid^en ®t\ä)m(ii, ber t>iele Sieb- 
l^ober flnbet. 

Steife unb 9{u^ung: 9Ritte 9tugu{l bi« Anfang September md} 
unb md), mu^ aber balb 'otxbxan6)t werben, fonjl wirb fic teig. — Ätö 
Xafelob^ nur in ben 2ten Slang ju fleOen, al« 3Birt]^)(^aft«obp aber 
fei^r gu empfe^lc^. 

!Der 93aum f(!^eint fein ftarfe« SQSa^Stl^um ju ^ab^n unb nid^t 

gto^ JU werben, am jungen §oIje juweilen t>om grojl ju leiben, ttdgt 

aber fe^r fleißig. 

t>. glotow. 

(Die SBldtter einiger ffldumt^en, ju weld^en td^ bie Qtoeiit burd^ 
^xn. ip. ®otti)t in Ober>®orbi^ bei Dre^ben an^ bem ®ro|en ®arteii 
in SDre«ben befam, flimmen, foweit id^ e« ridbtig an bem fel^r jugenb:= 
lid^en ^olje beurt^eilen fann, töllig mit bem t>on SidEIer abgebilbeten 
Statte überein, fmb runblid^ ober eirunb, furg jugefpi^t, iebenfaH« glött, 
ganjranbig ober fc^r unbeutli^ unb feid^t g^ja^nt'ober nur gerdubelt- 
3d^ l^abe bereu gorm oben neben bie gruc^t gejcid^net. 3a ^n.) 



41 



N0.27L ^it9P\^tMtnt. SbitX l, 2 1.; guc.ll, 1 a.; 3al^u n, 1. 




^flrr^eHUme, «ii>ott (eeptren). ** eiU)e «ug., 8Cnf.eq)t. U 5£. 



^eimat^ unb SSotfommen: 3ji nad^ belgif^en (Satologen unb 
ber t>on f8ir>t>xt im SlIBum gegebenen ^a(f)x\ä)t erjogen t)on bem belannten 
äRotor (SS))eren ju SRed^eln^ unb foQ i^ren 92amen erl^alten ^aben^ xovl 
man im ©efi^ntade einige 9le^nli(j^feit mit $fir[(^en ju finben meinte« 
&iff6xt ju ben guten Sommerftuc^ten, bie aller vetteren Slufmerffamfeit 
tftttff ftnb, n>ennglei(^ i(!^ iur Qtit über i^re SCragbatfeit Bei un8 no4^ 
ni4^t genügenb urt^eüen fann. äRein Steid erl^ielt iä) t>on ^enn Seon« 
l^rbt ^affner gu ftabolgbutrg, unb fann mäf ^iooxti iBef(i^te}bung ni(^t 
im 3^^f^t f^i<t/ bie redete @orte ju ^aben, nur ba| bie Srud^t bei mix 
auf ^o(^ßamm im @radBoben unb an trodener ©teQe cttocA Heiner unb 
an ftel^ unb @tiel no<^ ettDa^ weniger vertieft aufgefallen ift^ atö 
iBiDort fte barjleat. 

£iteratnt unb (S^iton^me: Qbort im %Ibum III, p. lll Poire pSdia 
(Esperen). %ud^ bie Kataloge Don ^iborbe, $apeleu, ^ien)) gu ^aelen unb be Sonal^e 
)u $TÜffet führen fic auf aU eine gruc^t ifien ^{anged. ^er fionboner Katalog ^at 
^e im ©uvplcment p. 23, 9lr. 340», glcic^fatt« aU eine gruc^t erfler QuaUt&t. 3n 
1!)eutf(!^Ianb toirb pe no(^ jiemlic!^ unbefannt fein. 



42 

■* 

®e{ialt: äStoort Begegnet bie®eflalt aU unregelmifig or>al, oft 
anä) gerunbet unb bann fo ^o^ al& Breit SSte id^ bie %xüS)tt erbaute, 
traten fte freifelffirmig na^ 3o^n, ober toie iä) ti Bejeic^nen tourbe; 
flanben jtoifii^en umgefel^rter ©iform unb ftreifelform, 2" Breit unb l^o^^ 
93au(i^ nur ettoa^ me^r na^ bem Steld^t ^tn, um ben bie %mä)t ft(^ 
fanf t runbet unb nur f o xotit aBßumpft , ba^ fte eBen nod^ {leiten f ann. 
^aäf bem @tiete mad^t fte ol^ne merfUti^e 6inBiegung eine furge, btde, 
nur toenig, oft gor nid^t aBgeftumpfte ©pi^e. 

Äclc^: offen, jiemlid^ fanggefpi^t, fle^t mit ben fletfen, fafl l^om* 
artigen SluSfd^nitten in bie ^Sf)t, unb ft^t flad^ vertieft. 

(Stiel: bid, ^olgig, gerabe, feltener ettoad }ur (Seite geBogen, 
weiften« iVs Bi« IV2" long, ftfet wie eingeflerft, mit einigen flai^en 
SBeuIen umgeBen. 

(Sd^ate: glatt, }iemlid^ gl&ngenb, 00m SBaume gelBIi^ grftn, in 
ber Steife grünlid^ gelB. SBon 9titf)t feltene ©puren (nac^ ä3it)ort an 
ber @onnenfeite leicht gerit^et). Son gimmtfarBigem 9tofte finbeu fid^ 
Anfluge unb um StAä) unb @tiel ettt>a8 UeBerjug. 

gleif d^: matttoeif, faftreid^, toenn bie ^rud^t frül^ genug geBro^en 
^% i^H f(^mel)enb, oon gegudlertem; ettoad fein gimmtartigen, fel^r att« 
genel^men ®efd^mad(e. 

fternl^aud: gefd^loffen, mit engen Kammern, bie giemlid^ t){ele 
f d^toarge, langeiffirmige, mit ber ©ipi^e etn^aS gefrfimmte,' ni^t gel^firig 
ooQtommene fterne l^aBen. 

Sleife unb SWufeung:. Seitigt in füllen Salären «nf. ®e^t, in 
warmen f(^on im Stuguft. 3fi XafelBim, bie nod^ gang grän aB mu^, 
um red^t fd^melgenb gu werben. 3^ fte am 93aum f<^on gelBIid^, fo ifl 
f e gut l^alBfc^melgenb unb mn^ xa\ä) weggegeffen werben. 

S)er SBaum wfid^ft fd^6n unb gefunb unb ifl nad^ SSioort m&fig 
fruc^tBar. StrieBe ftarl, fd^Ianf, ottt)enfarBig, fldrfer Befonnte mit Sraun^f 
rotl^ üBerlaufen, giemli^ reid^ mit gelBIl^grauen fünften Befe^t. SBIatt 
gidngenb, glatt, fafl flad^ au^geBreitet, fd^5n eifdrmig mit auSIaufenber 
f(^6ner (S^)i^c, mä) oBen am S^^eige ft^arf unb giemlld^ flarf gefagts 
gegal^nt, unten am Qtoti^t nur fe^r feid^t gejal^nt, fafl nur gerdnbelt 
S3latt ber ^d^taugen! au(^ eifdrmig ober Iangeif£rmig , fe^r fd^wa^ 
gegal^ttt, fafl nur gerdnbelt. ÄfterBIdttÄ fabenfdrmig ober Vf^cw^"* 
förmig; Singen Baud^ig; ^ergfArmig, anliegenb; Xugentrfiger flat^. 

OBerbiedf. 



43 
No. 272. etüffefer «im. ©iel i, 3 i.; fiuc. i, i a.; ga^n m, i- 




iBriiffelfr iStrtl. JHel. gajl ** u, t. «nbe 5Citö. U %. L. 

^eimatl^ unb SSotfommeu: 2Senn man {!(!^ an baS (Sapitel 
bcr f^on altbefannten ^ud^te Stuffeier Sirn, Belle de Bruxelles, Poire 
Madame, Windsor pear aiBt^ fo fielet man jur Qtii n^ij wx einem 
iinenttt)trrbaTen ßl^aod, uno fann (^ üon obiger^ bie 3)iel unter biefem 
Xamen ton Stein au^ hartem befam, nur fagen, ba§ e^ biejenige $ruc^t 
fei^ loelii^e !Diel unter obigem 92amen bef(^rieben l^at^ unb bie bei it^rer 
®fite nnb reid^en Sragbarfeit mir S)eutfd^en unter obigem 92amen ad^ 
gemein anpjlangen m^gen. S)te ^ruc^t f<|etnt fid^ nod^ an^erorbentlic!^ 
toentg verbreitet )u ^aben, unb iß mir nirgenbS t>orgelommen. Wein 
Sei« erl^ielt i^ t>on S){el. 

Literatur unb @)^nonpme: S)iel XXI, @. 218 unter obtaem Df^amen. @onfl 
v&a^U {te nirgenbd mit ^eflinimtl^eit na^aukoeifen fein. Um in oie 5DunfeI]^ett üBer 
obige Srüc^te einige« Sid^t ju bringen, bemerfe i(^ : l) 64 qibt eine Belle de Bruxelles, 
t>on t^orm fafi me bie (^ble Sommerbirn, f<l^5n rot^^adtg, im Sugufl reifenb unb 
für %Ci\tl unb Sflarft {(!b&4bar. @ie ifi Don ber @blen @ommerbim, bie i(^ oon 
Siegel unb $oot( überein l()abe unb bei mir nie 9ldt6e l^atte, obtoo^t Siegel fold^e 
anc^ibt, unb au4 bie üRonatefd^rift oon 1860 fte fo aobilbet, ocrfc^ieben; aud^ oer« 
{4i<^tn oon ber gleid^faQd \^ln rotl^badKgen €(^&n^en ©ommerbim. 6ie ifl oieQeic^t 



' 



44 _ 

öon Änoop I, !laf. i al« 3flot^batfigtc abgeBilbct, imewoM Änoop btc @ütc Qcrtttget 
bc3cid)nct; !ann cttoa aiic^ biejcnige fein, n?cl(^c Jtraft II, X. 142 M "^rüffclcrbim 
bat; unb (I^rift, i^oüfl. ^omol. !ftr. 9, unter feiner Srüffcicr ^ini tt>abrf(^einrid} meint, 
toenn eö nid)t bie ©d^bnfic (Eommcrbtrn if!. 2) daneben ftnbct fidb im ^annotoerfc^en 
eine fe!)r fc^ä^bore liebli^ rot^barfigc frül)c lafcl= unb aJlarftfruc^t, bie man mir 
wo^I granjmabam nannte unb öon bcr Belle de Bnixelles unb öblen ©ommerbim 
»erf (Rieben, oielleic^t bie grangmabam beö X. D. @. IV, Za\. 3 ift, tt>iett?o^l 
btefc auc^ bie @(!^bnftc ©ommerbirn fein fann, (el^er 9ftbmifd^e ©(^maljbirne, 3a^nO 
3) Belle de Brux alles n?irb in granfreit^ au^ bie ©cS^öne unb @ute, unfcre 
2)ierf(]6c $)eutfc^e IRationalbcrgamotte genannt, bo(§ begeid&net fiero^ fic jum Untcr= 
f(!^icbc Don ber rechten Belle de Bnixelles aU Belle de Bnixelles sans pepins unb 
^ecaiöne bat fte bloö aU Sans pepins, n^obei jeboc^ bemerft loerbeu mu6/ ba^ 
Änoop I, iaf. 4 al6 Sans pepins eine gSnjtid^ anberc grud^t l>at. 4) 2ßa« itb »on 
Siegel unb Urbanef überein aU grauenbirn i^abt, ftirb nacb ber fenntU(§en ©ege? 
tation biefelbe gru^t fein, bie id| üon ^ecai^ne ald Poire Madame erl^alten f^aht, 
unb mu^ ben y^amen ^rauenbirn bebalten. 6) $)ie Sßinbforbirne, n)te id^ fte im 
$anbb. II, ©. 213 bcfd^ricben l^abe, ifl Jjon alten biefen grücbteji no^ »ieber »erft^iebcn. 
5)iel glaubt, ba^ feine obige gru^t bie Jjon Änoo^j 2;af. 1 al« Sörüffcler 33im 
gut abgebitbetc gruc^t fei mit ben (Ettnon^men Poire Madame, Madame de France, 
Snpr^rae, Belle d'Aout, Poire de Figue, Mouille boache d*6t^ Windsorse pear. ^Jla6^ 
bem Äupfer fbnntc man ba« glauben, aber Änoop facjt »on bem Saume feiner grud^t, 
baj er »ertrorrene« ©cttjätl^«, ^fingenbe 3^^^^ ""b frummeö nieberh?ärt6 gebogene« 
^olg macbe/ n^oüon bei ^iel« gruc^t unb aucb meiner grauenbim fic!^ feine 6^ut 
finbet. SDicl toermutJ^et weiter, ba^ feine ^ruc^t bie Poire Figue 2)u^meW fei, »a« 
baj^in gebellt bleiben mu^, ba ^u^amel bie 33egetation nicbt angibt. Weitere« mug 
bei 5DieI nat^gefeben »erben, ba eö nur in 33ermutl)ungen beflebt, unb ertvS^ue i^ 
nur nocb, bag $)iel auc^ bie ©parbirn öfter aU ©rüffeler 58im erbielt , ba^ ber X. 
JD. ®. U, @. 14, Jaf. 1 auc^ bie Sangt SO'iunbne^bimc ©rüffeler 93irn nennt, unb 
ba6 bie SBrüffeler Sirn be« Pom. franc. Staf. 29 o*ige nid^t ift. 

©efialt: fd^bn birnfbrmig, 2" breit, 3- lang, ©aud^ pfct flarf nad^ bem Äelc^e 
l^in, um ben [\i fid^ fd^bn jurunbet. 9iad^ bem (Stiele mad^t pc l)äufig nur auf einer 
©eite @inbiegung^ unb fegelfbrmige ©pi^e. 

^eld^: n)eit offen, lang gefpi^t, liegt auf, ft^t in feicbter ^infenfung, bie einige 
flache ^^abcnl^eiten geigt, n)ej[(|e über bie grud^t u>enig i^inlaufcn, aber ivol^r bie ©reite 
etwa« t)erf(biebcn. 

Stiel: fiarf, .l^oljig, gebt au« ber ©pi^e betau«, 1— iVi* lang. 

©dualer gart, glatt, l^eUgrün, in 9teife gelblicbgrün, in ber Uebergeitigung l^ells 
elb. 9tbtbe finbet ftd^ nur in ^ei^en ©ommem bei gang bcfonnten grüd^ten. 34 
a^ bie 9flbt^e einmal etwa« fbreifig, zweimal mel^r al« £rei«(^en um bie fünfte« 
g^unftc fel^r gal^lreic^, feine Anflüge ton 9%o{i \ii\!t> ni(^t l^Sufig. 

glcifd^: mattweil, faf tt>oII , f c^melgenb, öon gegucf ertem , etwa« weinigen erfri« 
fd^enben ©efd^matfe, ber in meiner ®egenb nod^ etwa« mel>r ®ewürg l^aben fbnitte. 

^ernl^au«: ol^ne bol^le Sld^fe; bie engen Kammern enthalten wenige Doll= 
foininene (nieifl taube) fc^wargbraune, eiförmige Äeme. 

9leife unb iJiu^ung: äeitigt in guten Sauren Gnbe 2lug., oft 2(nf. 6ept., 
etwa« nad^ bcr <^parbirn; mu| 8 läge uor ber Sättigung ab. gür Xafel, ^au«^alt 
unb ÜS'^arft brauchbar. 

©aum w&d^fi flarf unb prSd^tig pi;ramibal, ifi in allerlei ©oben gefunb unb 
äu|erfi frud^tbar. (Sommertriebe flarf, fleif, nacb oben m&|ig abnebmenb, nur an ber 
©pi^c etwa« wollig, olioenf arbig mit trübem ©raunrot^ überlaufen, giemlicb rei(^, 
aber matt, nicbt in bie Äugen fallenb punftirt. ©latt aro|, giemlic^ flad^, matt glängenb, 
eiförmig (etrunb) nac^ oben am Steige me^r cUiptifc^, nur feiert unb fiumpffpi^ ge« 
ga^nt, oft nur gerönbelt. SCfterbldtter pfriemenfbrmig. ©latt ber gruc^taugen groß, 
tl^eil« eiförmig, meiji ot>aI, oft nad^ bem ©tiele gu etwa« feilförmig, be«^alb breite ' 
eHiptifd^, fhtmjf gegal^nt, oft nur geranbelt. Slugen jiarf, ^ergförmig, fafl anliegenb, 
ft^cn auf wulfttgcn, oft nid^t genppten SCrSgern. Ofictbled 



8 



No. 2JS:Z'ät^iit mMsaxtt SntneiMnt. £icl i, 2. 1.; sitc. u,i a; 3a^n n,], 




ftfirkifi^e müshirtc äomtnirliirnr. Sici. *■ 



. pnbf Sufi- tia ?tnf. Scpl, 



$eimatE> unb äjorfommtn: l^iefe ^rud)! flammt nu^ bei 
Süttfi unb Catn auf bemfelben Sßege tt)ie t>ie fo^enbe, von ^iegler 
in äBitn, an 5Did. @te ifl ungleich beffer als Ul^text, »iib in guten 
©onimern 6et unä ft^on ji'emli^ flro^ unb fi^ön, % gleift^ ift butt«: 
^aft unb n>D^l|dimeifenb , unb fxe D»bient beg^atb als eine no^ fTü^e 
gntdjt TOtiter empfoMen ju werben. 

Biletatur unb e»)nonqinc: Eict 51. Ä.O. ^T ®. 135: lürEifdK iiiö«= 
fiitt Scmmctbirnt, Miek Armudi (Misk, mftfltirt; Armudi, Birne). — 
©ittr. «b. 1, ©. 67Ö. — Pkgel, anweifuna ©. 64. ~ a>i)(^no^t ©. 19, — etmo= 
v^mt finb nii^t btfannt. 

®epalt: Diel 6ef(^tei6t jie aI3 beii Iie^antötirnen am nädjjlen 
Pe^enb, biäbauc^ig mit einer ftarlen me^t ober weniger afegeflumpften 
Aegtlfpi^e. £)er ^au^ ft^e ftarf na<^ bem ffcl^e ^iii, iim biefen wöIGe 
fie fi^ ^al&tugelfSrmig, bini^ [0 abgepackt, baf fie norf) auffiele. 'Ütati) 
bem Stiele ju enbige fie gewö^nli^ o^ne (Sinbiegung ßumpffpi^. ^^re 
®rß^e gibt er auf 2V4— 2Vs" in bei SSteite unb ebenfobtef ober elwnä 
me^i in bei $ß^e an — waä fi^on mit meiner 3">^iii'>i9 ^ff^ ""' 



46 

blieB bie Stud^t Ileinet; beten gotm xä) mä) meinet Xafel atö tunbtic!^ 
obet fteifelfjtmig »etbe Bejeic^nen Wnnen^ 

Btlä): langbt&tttig ^ gtaugt&n, I)aI6offen, in 'oft nut feid^tet, oft 
aBet aud^ anfel^nlic^ .tiefet, geto5^nlid^ eBenet (Sinfenfung. » 

©tiel: auffdDig lang, Big iVj", gelBgtün, etwa« toatjig o|et 
BtaunfledFig, ße^t oBenauf, toie eingeftedt, in ^etfd^tt)at2en; obet neBen 
einem SSBuIfte. SSom Stiele Big gum Jtetd^e ge^t Bei einjelnen gtfid^ten 
eine gutci^e ^etaB, tt>ic Bei ben Sßflaumen. 

@d^a(e: am 93aume ettoag BI&uIi(!^ Bebuftet, butd^ f5tnige Untet^ 
läge uneBen, fonß glatt ^ l^ettgtün, fp^tet ^elBgt&n, boc^ bann fc^on 
flBetteif, mit unbeutlir^en bunfelgtfinen ißunften, an bet @onnenfeite 
^ie unb ba ettoaS fd^toad^et 9l5t^e, meifl nut in tf tl^Iid^en fünften Be- 
fte^enb^ anäf mit etn>ag 9lo{l; bod^ Befonbetg nut um ben ^etd^. 

SI^U«^' ^ri^/ ted^t faftteid^, Buttetl^aft fd^meljenb, üon tec^t gutem 
witfii^ mügfitten unb butd^ feine @aute ge^oBenen ^udCetgefd^mad. 
— Diel l^at il^n ali gewütj^aften, ted^t angenehmen, judEetattigen, fein 
weinf&uetlid^en 9)htgcatenetge)d^mad( Begeii^net. 

ftetn^aug: mit gtemlid^ k>ielen uub jum Sl^etl ßatlen ft5tn^en 
umgeBen, Kammern ni(^t gto§, mufd^elfitmig, mit meifl t)oll{ommenen, 
f(^tt)atiBtaunen Getuen. 

Steife unb 9tu^ung: bie 93ttne jeittgte 1859 ju @nbe beg 8(ug* 
gugleid^ mit ibtet Slamengfd^ioeftet Hussein Armudi, in toeniget n>atmen 
©ommein »itb jebenfallg i^tc SReife anfangt ©eptemBet fein, toie Diel 
angiBt S)ie gtud^t mu^ nod^ gtün aBgenommen toetbcn, benn itgenb 
gelB ifl fte f<^on innen teig unb fiBet^aupt l^dlt fle fid^ nut ^öd^ftenS 
8 Sage, ijl aBet alg tool^lfd^mectenbe Safelftud^t ted^t fd^d^Bat. 

(Sigenfcl^aften bed SBaumed: S)etfelbe xc^^^fi nad^ ^iel lebl^ft, gel^t f)0^ 
unb ifl re^t frud^tbar, unb \^ fann Untere« nad^ ben feit einigen Sauren tragbar 
getoorbcnen ^robcgnocigen betätigen. — 5Die SBl&tter ftnb ineifl eirunb, bftcrö au(i^ 
oijal, ii^wili* grofe, 2" breit, 23/4" lang, mit auölaufenber ©ipifee, unterhalb, bod^ 
aud^ obcrl&alb meifl beutlic^ wollig, fel)r »erlorcn gejal^nt, meiji gangranbig, -flac^, 
nur bie ^pi^c ifl l^äiifig fipiralfbrmig gebogen, unb bie 85lätter l^&ngcn an ben 
bünnen oft 2yi" langen ©lattflieten^ meift über.— Sölütl^cnfnofipen fegclfßrmig, 
fanftgefpifet, l)ellbraun mit bunfelbraun fd^attirt, etn^a« gelbtooHig. — (Sommer? 
jiocigc f(^tt)acI)»ollig , flarf unb bid (befonberö na^ ben gelbttjoöigen ^nbfnof^en 
l&in), olioengrün, an ber ©onnenfeite bunfelroll^braun, fein fc^mu^ig toeif ^unftirt. 

3. 



47 



No. 274. ^itffeiii9 etwtmtttltnt. S)iel n,^. i.; Suc. n, 2 a.; Sal^n i, 1. 




i&eimat]^ unb aSorfotnmen: fic ip orjcntalif^en VLx^ 
fpTungg^unb fam fl6er SBien «ntet bem ytamm Hussein Armudi 
an SDtd. @ic jjl jtoar M S£afelfru(^t no^ Braud^Bar, bod^ jlc^t fle 
an Ofitc i^ter SRamenäfc^toejier Misk Armudi Bcbcutenb nad^, bleibt 
au^ mcifl fc^on limliä) Hein. Dberbled urtl^eift übet fie eben fo. 

Literatur unb ©^non^mc: 2)icl ^. A.D. VI, @. 151: -^^juffcin« 
Siittcrbirne; S)ittr. I, ©. 574; «ieeel« «nlrit ©. 64; 'S>o^naf)l ©. 108. — 
e^non^mc ftnb tocitcr ni^t Mannt 

Oejlalt: Diel [c^ilbext pc t>on gönn unb gatbe ber (grünen 
J^erBpjudcrBirne d^nlid) , ^i^eiformig, Pari l^oc^bauc^ig, um bcn Stdäf 
l^albtugelförmig, bo^ fo abgepackt, ba^ pe nod^ aufpelze, IV2— iy4" 
Breit unb 2" f)t>ä). — SRac^ meiner gormentafel fann i* bie ©epalt 
afö eirunb, naä) bem (Stiele ju fegeiförmig Bejeid^nen. 3n ber ^öl^e 
Blieb pe gegen 23iel« SlngoBe jurflct. 

^tlä): f(^in, l^äupg pemförmig, Balb ^aäf, Balb in einer jiem* 
liti^en äSertiefung Pe^enb^ in ber man feine @r^aBen^eiten Bemerft. 

©ticl: patf unb l^oljig, 1 — IV«" lang, obenauf tt)ie eingepetft, 
meip neBen einem gleifc^touljie. 



jta 

®(S)al^: l^eDgrun^ f))äter grunlic^gelB, naS) ^iel o^ne Stöt^e^ 
■bod^ nai^mcn cmjclnc bcr toon mir 1859 crjogcncn g^ti^tc einen ikm 
liä) flarfcn Stnjlug t)on mc^r t>crwafd)cncr alö fhrciftgcr SRot^c an. 
5Kit jal^Ireid^en feinen braunen fünften unb grünlid^en glcctij^en auf 
bem mel^r gclBgefdrBten Si^eile ber gruc^t ; ^ie unb ba aud^ ein SRoft* 
Peät^en. 

gleifd;: nac^ 2)iet matttoci^, um ba^ ftern^au^ ettca^ jieinig, 
fein, flBerjlie^enb t)on Saft, ganj jerfc^mcljenb, r>on getpürsl^aftem, fe^r 
angenel^men, ttxoa^ fein treinartigen ^wcfergefd^macf, dl^nli^ bem bcr B. 
gris, — tturbe in SJieiningen nie ganj=, fonbern ^öc^ften^ ^albfd^meljenb 
unb ax\6) ber ®ef(^mact, oBtpol^l f(^on fü^ unb angenel^m, n)ar ioä) 
nid^tg 3?cfonbere^. 

Jlern^au^: mit jiemlid^ Warfen ffornd^en umgeben, bie ädjfe ifl 
tJoD, bie Keinen Kammern enthalten gettjol^nlid^ nur »enige, Heine, 
eirunbC; jugefpi^te, f(^warjbraune fferne. , 

Steife unb 9lu^ung: bie Sirne reift ju SInfang bc§ ©cptember, 
1859 fd^on gegen ®nbe Sfugup; fie ^dlt [\ä) nur fe^r furje Qtit unb 
tt)irb oft f(^on am Saume tcig gefunben. '^nä) !CieI fagt, ba^ fie 
»enig l^altbar fei unb t)or bem «gentlid^en ©elbwcrben ücrfpeigt 
tt)erben muffe, benn gelb fei fie bereite fc^on teig. ÜDen i§r Don i^m 
beigelegten erflen Slang mod^tc fie nidijt üerbienen, unb l^auptfö^lid^ 
nur für ben ©ortenfammler no^ t)on SQBertl^ fein, ©ie verlangt toaftr- 
fd^einlid^ türfijc^e« ftlima ju ii^rer SBoHfommcn^eit. 

(Sigcnfc^afteu be§ 33aume§: bcrfelbe todi^jl lebhaft, toirb 
ab^r nur mittelgroß, fe|it balb grud^tl^olj an unb ifl rec^t tragbar. — 
— 5Die Sldtter flnb runblid^, oft I)Crjformig, jutoeilen oüal, IV4" 
breit, 2— 2V4" lang, meijl. !urj juge[pi^t, glatt, ganjranbig ober nur 
fel^r unbeutlid^ unb jiumjjf geja^nt, mcift flai^, bunfelgrun unb gidnjenb. 
33Iüt^enfnofpen mdfig groß, fegelformig, fanftgefpi^t, bunWbraun 
mit ettoaS Kaffenben ©erfBIdttern. — ©ommerjioeige röt^li(^ gelb? 
braun, auf ber ©d^attenfeite oliüengrüu, mit fc^mu^igtoeißen fünften. 

3. 



No. 37fi. Wf MHL S>>I ^ >- 1-; Sic- Hl ' •-: 3«^» IT. >■ 




ÄU ^Cfftl. I">»niiia (t^nHifTO). • j. tSnlw Sufl. — Snf. ©q>l. 

^eitnat^ unb äSoifommen: 39a^ bcm SSiloorbcr Sotalog t{t 
fie amnifanif<^n Urftiningä; fit fnbtt fi^ im Sonb. Satalog unb bei 
2)c»iting, btt ^t mit ^inwdfung auf 2;^oin))fon beft^iicben ^at @ic 
»iib aitx auc^ in $Tan(reii$ fc^on tdtiger cultibiit unb $i^ft ini 
XoutncT SflOttin meint, weil bie bamaligtn belgif^en SSeijei^niffe titt 
fit ft^roiegen, fie fi^eine franjöpif(^eT atpammung. — 3^ «rjofl P« 
Unit» dfttid <m&Qiot\itn, bie ii^ vom $tn. J^ofiot^ Dr. aSaQing in 
ftiffingen emt)fing unb lann fie ali eine noc^ frfi^e, lei^t angen^tne 
Sonimeibinte em))fe|(en. 

£ilttatuc unb ©^nenomc X)owniiia e. 337: Heasel mit bm 6pn. 
tlai«l. (St bcf(%rti6t fie aH tco^Ifi^tnetfnibt, boi^ nur »tnige lagt boiimibt ©^ni^; 
binu(8cotch paar*) mit Iu|(Tfl rticbtragdibnn Saume; ^ru^t nit^t ^oti; inittcl= 
t»^, afcgffbimpft (itunb, gdtgtün, flarf braun puuflttt unb gtfitdt, %Ut]ä) njti|ti(%, 
w&g von ong(ne^m(m ^uiitxse\ä)maä ; im ©«t, reif. — C«t. Lond. 6at Re unt« 
Koifintn Slamtn, f^ilbtrl fie cbcnfo, abn al« Xafelfni^l ^^c" IRange. — 3m Stoutun: 
SUtt S. 170 ift fit flWHoBBel jitmli^ mie auf btm $oIit(^nitte obre, nur gtEg« 

• Bo<6 ^t bite om (Snbt brnftlbm ©tun, »it Frait & coatean bri fiiron b'SiroIt*, 
bcn Fnit k oompote gcgtnfibn, al|e: @6fnii|t ^ Xatelfnu^t. 

— - - >ta« bor Ot»a«M. V. * 



50 

unb nachbellt Stiele m ettoa« md^r I&nglt<l^ oSgebtlbet, unb befi^ebeit aU ftctfel^ 
f5nnta ober ot)anreifeifornug , autt>eUcn runbUd^, mittelgroß, gleifd^ ettoa« gtbbUdbr 
l^ätbf^tneljenb , guderf ü6 mit etoa« ®ett)üra , @nbe 9lug. reif , balb gu t)erbrau(^en. 

— lougarb @. 10 fd^ilbert fie ebenfo; fiiron bat fte ni(bt. — fcecai«ne I, (fiicf. 8) 
l^at ftd^er aU Po Ire Hasel mit ben @^non. Hazel-Peär (nad^ bem Scnb. ^at. 
unb n(u| ben- Transact. hortic. Soc. p. 310, 1827), §affelbirnc (na6^ Ärünifr 
^cl^clop.) unb ^cffel biefelbe ©imc, beiintoenner ba«gleif(lj auc^ aW "^txbt ober 
rau)^, tote ba4 gctoiffer Sergamotten befd^reibt, fo trifft bo(b atte« Uebrige, au(^ bie 
S3egefotion mit ber öorliegenben; er b<»t fte aber au(^ nicbt toiel gröfer, bo(!b glei<^* 
fall« ettoa« me^r Ifinglid^ gejeid^net. ©en IRamen §afel lofil^ltc er unb trug il^n, um 
SJertoirrung ^u tocrmeiben, nid^t in« granjöftfd^e, nolsette (Don ber ^afclnußfarbe ber 
grud^t abgeleitet) über, »eil er fic mt bie ^afelbirnc ber beutfd^en ^bmologcn 
%8Xt, namentlicb für bie »on 2uca« ©. 186 befd^riebcne. 5Dod& befd^relbt 
£uc. feine* grud^t al« länglidj, im October reifenb, 4 SBoci^eu bauemb, in ber ?[arbc 
bem fp&ter reifcnben Xrodfnen löiartin &bnli<b/ jum SHobgenufe beffer al« biefer, 
unb fic i^ \)ktna6i \>cn ber borliegenben ))erf(|ieben. £uca« ^afelbime bürfte tooM 
el^er bie im ßanbb. I, ©. 251 oon ©d^mibt befd^riebene Oroße Slietbirne mit 
ben ©^non. §afclbime, Angobert fein. 2)er Angobert aber gibt ^iini^ ben ©eis 
namen ^affelbirne l^ingu. 

©eftalt; t)er&nbetlid^, tt)te oud ^tet^oft'^ (Sd^tlberung ^ert>orge^t. 
"Slaä) ben t)ou mir gebauten ^ru^ten fann iif fieeirunb, nad^ bem Stiele 
gu oft^fiatf abgejlumpft fegelföxmig nennen, ©ie gruc^t ijl mittclgtof , 
2— 2V4" Breit unb ebenfo ^oä), ober ettoaö ^ö^er; oft l|l fie aber in 
ber 3(brunbung ungleich. 

Jlel(^: Hein, f ur jbldttrig , kornartig, offen, in feiii^ter f(^üff ei- 
förmiger ßinfentung. 

©ticl: lang unb fiarf, oben auf, mcifl fc^ief neben einer 93eule. 

©d^ale: ettoa« raul^, gelbgrün mit aufffitltgen unb iaf)ltd6)tn br&unlic^en 
!ßimftcn unb b^^i^burd^ braungeflcdFt, fafi toic bie ®eutfd)e ^ugufibirnc, ber fie aud^ 
in ber ©cfiatt äl^nlic^, gegen pc i^bod^ mebr cinmb i|i. Um ^c^ unb @tiel bfiwfen 
fitb bie fünfte unb geben in jufammcn^&ngcnben gelbbraunen dio^ über. 

gleifdb: gelblid^koei^ , l)albfein, giemltd^ faftreid), l^albfc^mel^enb »ber rauf(^eitb, 
judfevfü^, Mon getoürgl^aftem ^ergamottgefd^madf, ol^ne alle ^erbtgfeit. 

^ernbau«: mit et)oa«, aber feinen ,^brndben umgeben, b(>^l^c^P9/ ^antmepi 
Hein, £ernc f ^mal unb ISnglicb, mit einem flcinen ^odfcr, »eifilidb ober gelbbraun. 

Steife unb iJlutuug: SDic ©imc reifte 1859 gegen ben 24. 9lug., in ffil^lercn 
©ommcrn mag bie Steife alfo crfl 3lnf. ©e^jt. eintreten. @irt fd^nellere« 'icigtoerbcn 
al« an anberen ©ommerbirnen b<tbc idb nid^t bemerft, bod) v>ixh e« gut fein, fte am 
33aume nid^t gang au«rcifen ju laffcn. 

(5igenf(böftcn be« SBaume«: !Cccai«nc bejoit^nct i^n al« frud^tbar, aber 
njenig fiarftoüc^fig unb meine ^robegtocigc tocrijaltcn ficb aud^ fo. ytai) ^revofl toitt 
er leichten ©oben, n^enn bie t^rud^te ntd^t mittelmäßig unb unfd^madf^aft fein follen. — 
©l&tter eUiptifd^, 1V2" breit, 21/2" lang, bftcr« lanjettfbrmig, einzelne größere aud^ 
eirunb unb o»al, glatt, gangranbig, Jicif unb leberartig, Uc^tgrün, nid^t fiarC gl&ngcnb. 

— ©lütl^enfncfpcn groß, l&nglid^'fegclformig, jicmlicb f^.n&, fd^toarjbraun. — 
(Bommcr3tt)eigc grüuUcb gelbbraun, nad^ oben i)iolettbraun, |cbmu<jig gcfb ^)unftirt. 

3. 



51 
No. 276. €f4«i()linic imi »f et. S>iein,9. i«; 8uc. 1,2.1.; Sa^nin,! 




^eiinat^ unb äSotlommen: äBar f(i^on ÜRerlet unb Outntiiii^e 
mie allen fpdteten ©(^riftfleQetu belanut unb i^erbient and) toegen @(!^6n^ 
^eit unb ®üte unb n^egen ber reid^en Xragl&atfeit bt^ 93aumeS in Jebem 
(garten eine ©teile. — ^ä) erl^iclt jte t)on StegeL 

fiitcrotur unb S^nonume: JDul^amclIII, Dh.XLIII, tab. XYII. Inconnu- 
Chenau, Fondante de Brest; cr ^lat [n, feiner ©efcfircibung nic^t ^an^ tnU 
f^etbcnb, jicTtiUc^ runblic^, furjfcgelförnttg juaefpi^t, ebenfo l^od^ n?ie breit gejei(!^nct 
Äraft in Pom. austr. i; ©. 44 tab. 96, ©ie @c^mel§enbc ©aftbirne t>on 
Srcfl. gafl goiij wie SDubttW«!- — 3Ra\jer in Pom. Franc, e. 290 9lr. 120, tab. 
LXXXTX.mSc^te mit Ouintin^e, (welcher Inconnu du Gheneau fc^reibt, toad na^ ^a^te 
Unbefannte Äanalbirn, ^oUdnb. Kaneel-Peej bebeutet) bie Cheneau tjonbet 
14 5:a9e fluider reifcnben Fondante de Brest, S8rej!er fci^melgenben 33ime unterf(!^eiben. 
(tt l^at geltere au£b ettoad anberd, fo tote ic^ oben, bie Cheneau bagegen mel^r runblic^ 
unb mittelbaucbig, toic $)ul^amcl gegeid^net. — 2)iel I, ©. 183; nannte fte ©d^malj* 
birne üonSBrefl unb lieferte juerfl eine jjenauere 93cf<^reibung. — Änoop 
tab. m. l^at fte jiemlicb unlenntUci^ unb n>ie 5Diel meint, tt>a^rf<ä^einli^ bie granjbfif<l^c 
Simtntbirne, Kaneel-Peer, bamit Dertocd)felt. — 3luc^ 3^"^* 5^i*t; lab; VI, fanb 
bei ©lel, lool^rfc^einUc^ njcgcn ber ouf Oct. angegebenen Dileife, 2(nPo|. — Sidlet 

gpe fel^t gro8 unb lang, birnförmig fegelformig abgebilbet, 5:. 0.:=@. XIV. e. 348 
f. 17, unb S)ie( l^&lt au(^ biefe ni^it für bie $rud^t ^u^amelö, bod^ ijl fit Dtelleic^t 
am Qpalmt erlogen unb e« fann bie gcrm überhaupt tt)e(|feln, toie i^ fie felbfl natift 



52 

Mm Bci^ttg ebtUomälen onbit« tnoa, oU MtoiMl fle abUIbcte, utib f)ieT 
feü^ Ite etioa« abtomc^oib Den biefer Sbbtlbuitd befc^rieben l^at eictler gibt il^t 
für feine @eaenb ben 9lamm @(^(ungcnbitne l^iti^tt icnb fie l^at uberl^u^t nodb 
hit @))iU)lt» Fondante oa Beaut6 hatiye (aRerUt), Cassante de Brest (Gat 
Iiondin.unb^it9aTb), QrefleT64inalAbirne, @aftbtrnei}onQTe^, ^d^mtU 
lenbe ©refter ©itne, ^erftf<^e ©irne, ej>tbbe ober ©aftioe ©reflet 
Sirtie. Setgl. ito^ S)ittti(^ I, 8. 541, <%i^ ^btoh. e. 160, OberbM e. 409, 

®e{ialt: S){e( ftJ^Ubext fie atö etoa« f reif elf drmig, berSau^ ftj;e 
^orl nt^ bem ftel^e l^ln, um toüH^en fie {ii!^ fd^in oBtunbe; toditenb fte 
tiad^ bem ©ttele ju mit flumpffegelf firmiger @t)t^e enbige; k»om ^odb^ 
^amme fei fie 2" Breit unb 2 Vi'' long. (Si tvtrb bieS meiner B^i^nung 
giemli^ entfprecl^en. * 

Jteld^: offen^ fißtj^ unb BraunBIdttrig, flj^t etmaS eingefenft mit 
einigen (Sr^aBen^eiten umgeBen. 

Stiel: giemlid^ {tart, hü V/^'^ lang, grfinBraun, na^ ber Sirne 
|u f[eif(!^ig^ ober in ^idtxn unb l^ierbun^ Bisweilen f^ief fle^enb. 

ed^alc: gelblic^grfin, bod^ t^ fa^ bte ^dlfte bei Sru^t f^bn blutrot]^, fa^ 
gtanatrot^ )>ertoaf(ben, ober mannoritt 9(m Saume fielet bie SBtme fe^r pbf(^ leuc^tenb- 
rotl^ au4. 3u bem Rotf^ ^maf^vt man t>iele fiarfe, etioa« ffll^Ibore graue unb auf ber 
€<!^attenfette grfinnd^c $un!te unb l^ie unb ba au^ t>eTlorenen 9iojt 

gletfi!^: \od%, !5mig,'faft)»on, nid^t fd^meljenb (aud^ na^ 24>ugarb), fonbern 
tauftbenb, bo(^ ))on fe^t fügem angenel^men ftl^ioac^ mfldfirten ^efd^madC. (^tel be^^ 
geid^net il^n aU gudferattigen rofeni^aften (ä^efd^madf.) 

^e rnl^ au d : nur mit toentgen unb feinen ^bnul^en umgeben, t>oIIa(^ftg/ Kammern 
Hein, mit t)iclen t>oSTommenen braunen fernen- 

9ieife unb iRu^ung: f)te SReife erfolgt nad^ ^iel im falben Sug., iuV^ei^ 
nhigen trat fle 1859 fKnf. Se^t. ein; bte ©irne fann alfo in loeniger »armen Sommern 
ettoae f^&ter zeitigen. — S)ie grud^t ^Xt ft^ nid^ ^ fel^r ausgereift, einige i&o<!^, 
i^ )U aEen 3^cden braud^bor unb finbet auf ben ^Mttn teegen ibrer fd^bnengarbe 
fidler SetfaQ. 

<Sigenf(^aften bed Saumed: SDerjelbe u>5(^fi lebhaft, u>irb aber nur mittel.- 
gro|, gebeil^t auf Duittc, unb feine ^(^tbarfeit »ttb oon ftHen gelobt, bod^ verlange 
bafclbe, bamit bie grüd^te auf $o(^|iamm ntcbt fieinig tourben, guten loarmen ©oben. 
— 5Die lei&tter Ttnb aiemlid^ gro^, dVi' lang, 2' breit, längUc^ oi>al, oft aud^ 
eirunb mit oft langauelaufenber l^albfpiralfbrmtg gebre^ter @pit^e, meifl etn>a« tooQig, 
beS^alb trüb bunfelgrün, me^rentl^^eild gan^ranbig, am SRanbe »eUenfbrmig. — 
9Iüt^en!nofpcn fegelfbrmig, jlum^ff)}i6, braun.-- ©ommerjU) ei ge graubraun, 
auf ber Sonnenfeite trüb rotl^braun, mit »cifilid^cn fünften. •* 3. 

• ®anj t)on ber gorm meiner Srud^t, nur um Vi gtb^er, toar bie Fondante 
de BreBt in bem fran)bfif(^en Sortimente aud Sbtgerfl bei ber 9udjieIKung in 9erlin. 
£)od^ l^tte fte etkoae toenig 9ibtbe, loar er^ 2Ritte Cct. reif unb bege id^ beS^b 
l^inficbtlii^ ber aiic^t^gfeit einige Bioeifel, toenn ber ®ef(^madt au<^ ^tenUic^ traf. 

** Sei obiger unb einaelnen no(^ folgenben grüd^ten mußten f^on früher an« 
defertigte $ot)f(^nitte benu^t »erben, auf »el^en bie Plattform ni^t na<^ge^oIt »erben 
bnnte. 



53 



Mo, 277. atomkmi» »rtMrttWm^ Dtti i, 2. 1.; €itc n, 1 w b; 3tt»tm. 1. 




tMfÜßXtAit Heifpmtfbirit t)iel (»an aybn<). « t. @e^t. U zage. 

^eim^it^ itnb Sottommen: 3ß erjogen k)on JE^m. Dan SUlPttd, 
in beffcit Cotologe fie ^d^ @ec. n, 9tt. 1182 <d8 Doyenn^ Pommier 
fbibft, unter Mkläfem Stamcn fte <m D. Wtcnt fem. 3^ no^ )9eni(| 
ticAreltet, au^ ^at fle 190^I mtt ffir @iüb^eu(f^lanb SBert^ unb nStb« 
lU^ft nid^t anbetS (dS auf S^ergen, too fte bie l)on ^iel angegeBene 
Osftle erlangt« (Snfbtffxliä) BleCK fie tool^I immer unb i^r SejleS iß 
1^ gr0§e Zrftgbarteit , ii>e«^an fk ficj^ mä^ m^ in Belgif d^n Sota:» 
bgen iii#t me^r finbct. 

SiteratUT unb ©i^non^me: 5DicI 9(. J^.^O. I» ®. 166 untet obigem Spornen, 
%« ^ Qenenmmg M 4>ertn ipan SRon6 nt(|t angem^en p fiberfe^en UKir. S)ftlr. 
It p. (M. ». atei^cnti^l fitbt £af. &8 «bbilöima, boA w^ falfüftcr gnulH- ^BiMt 
tot. DBcrgeri^Mbtrettot Q^tfer in i02e)>))en erBtelt iq obige ou^ al6 (StoemamH 
Butterbirne; jiemfidb ))a|t bie ^ieffcbc ®ef(^retbnng ber (enteren, inbeg fanb ^iel- 
leti^ SÜcifereertoe^iSutnd f att. 

®eßalt: nai^ S)iel l^ofllommen freif eiförmig, Bei mir l^otte fie 
mäfttn» bie Oeftolt ber oBigen gfigur^ bie no^ Stu^t t>en fe^r boQ« 
fi|cvber iMter eBen fo geformte grftd^te tragenber ^^ramibe in ^enn^ 
Raufen entnommen iß, mithin toenigftenS bidBau^ig freif eiförmig, unb 



54 

nur ein)e(ne waren Bei mir am (Stiele weniger aBgefhtmpff unb gaBen 
me^r bie ^eifelform. Stuf ^o<^{l&mmen l^atte i(^ fie nur einmal t>on 
cBtger ®xi^t, fed^dmal merftt(^ Heiner. S)er iBaud^ fi^t au6) nai^ 
S)iel jiemlid^ in ber SKitte unb ntnbet bie 9ru(!^t um ben fteld^ 
f!^ fo, baf {te au(^ uad^ ^iel noäf gut auffielet 9la^ bcm ©tiele 
maä)t fte nad^ S)iel eine fi^nelle SinBteguug un^ enbet mit furjer, 
jlarler ftreifelfpi^e , wogegen iä) wenig SinBtegungen na^ bem ©tiele 
unb meiflend bide, giemlic^ aBgeßumpfte ©pi^e fanb. SoQtommene 
grfid^te 2" Breit unb f^oSf. 

^eld^: furjBISttrig, l^artfd^alig, iDtit offen, f^^t bet {^rud^t 9ln<^, ober in gan^ 
ffaci^cr ebener ^infenfung. ^ud^ ber iBaud^ ber gfrud^t ifi \^hn genmbet. 

©tiel: ^arf, oft »ie fleifd^ifi, Vi" lang ober fürjer, ft^t toie eingefletft, mit 
einigen fleinen ^Beulen utngtben. 

@(l^ale: fein toul^, in ber S^i^ung l^eQgelb, tt)oY>on getoo^nlld^ nur toenig 
unb n^tö rein gu feigen ifl, ba jimmtforbiger SRofl tl^eil« jerfprengt, an ber ©ornien* 
feite aber unb um bie ^eld^io5tbung ntel^r ald Uebergug bie gange "S^^ übetlSuft. 
©tarl.befonnte l^ben in bem dioft einen leidsten 5(njlug oon blutartiger ffthtS^, 
fünfte fein unb bur«^ ben dto^ meijl madfirt. 

©a« Sleif(§ xii^t flarf muöcateöcrartig, ijl »ei|, fein, fleinfrei, nid^t fel^t 
faftt>on, nad^ ^tel marfi<l^t fd^melgenb, ftd^ im 3)htnbe gang auflBfenb^ )>on red^t an^ 
genel^mem gimmtartigen 3ud(^gef(!^mad(, n>el^en ^iel mit bem ber (Grünen ^o^er^ 
»erber Y>erglet(^t, bei ber bad müdürte ©ettürg aber toeit jlSrfer ]^ert)ortritt. 3<^ 
fanb bad gleifd^ l^albfd^mdgenb unb ben (^ii^raad f afi kocinattig mit fd^(^ gittimt^ 
artigem (Settjürge, 

^ernl^aud: tlein, bie engen Kammern entl^alten ))iele längliche, fpi^e, fd^toarge 
unb braune Äemc. ÄeTci^rUl^Te gel^t breit unb gerunbet giemtid^ l^crab. 

Steife unb T^u^ung: SReift im September. $f{üdtegeit in gen)5l^nli(^ ijia^ren 
ifl 10. Sept, in »armen labten f<i^on @nbe 9ug. ober Snf. @ept. ^\i ft(^ et»a 
14 Sage. $iir bie Safel angenel^m, »irb aber kool^l gum SBelfen lutb anbcm ^u^ 
l^altdgiredEen red^t braud^bar fein unb fagt ^iel üon il^r im Kataloge, ba6 f^e nur 
au«gefu(^te gru(^t für ben ßanbmann fei, »aß in ©übbeutfd^lanb rid^tig fein »irb. 

SDer 53 a um »ÄAft flarf, mad^t nadft $)iel eine l^olgrcid^e Ärone, bie fid^ balb 
überalC mit furgem Quirl^olge bebedft unb liefert bälb unb reid^Iid^e @mbten. fhif 
Cuitte fümmert er nad^ 2)iel. ^n feiner IBelaubung fi^nt er Stbftommung Don 
ber^®rauen ^erbflbutterbimc gu oerrat^en. — ©ommertriebe »enig fhiffig,. lebet* 
farbig gelb, mit gal^lreid^n bod^ feinm unb nid^t in bie Stugm faQenben ^ui^ttn 
befe^t, bie na«^ unten am 3^id^ dmi^ flfirfet unb mattgelb ftnb. — IBlatt fldn, 
mit ben 9iftnbern ettoad aufwärts gebogen, gtSngenb, eiförmig ober langeif5rmig, nur 
gerShbelt, obet nur gang fein unb fpi^ gega)^nt. ^fterblättet fabenförmig, f eitlen 
meifien«. IBIatt ber gmd^taugen lang unb fpi^ eif5m^ig, bod^ am Stiele mel^r ab^ 
gerunbet, ald auf obigem $olgfd^nitte, ebenfo Hein, etu>a0 merflid^er, bod| aud^ nur vm- 
tegelmS^g unb flumpf gegähnt 9(ugen ^arf, fonifd^, braun, etwa« abßel^enb. 

OBerbietf. 



55 



No. 278. Mte CfiMiei'Sitieciifi. ^iel I, 2. 1.; Suc. 11, 1 a.; ^a^n vi, 1. 




•rHe 3iiiitiiter-6iitterbirn. 2)iei. jap**, anf. ©c^t. 

ie^eimat^ unb SSorfommen: S)tel erhielt biefe gute, mit bev 
Smtben 9Nunbne|^bmi utele He^nlic^feit ^aBenbe ^xnäft al^ Goud Peer 
((BoIbBirn) aui ber 93aumfi^ule ))on 3Roer&e(f }u i^arlem; fomie )>on 
Siiathid Sas atö Beurrä blanc d'6t6, unb Bemetft, baf et bie ©orte 
Unfler für Änoo^ ®oIbBirn gel^olten ^aBe, jebod^ «oegen »eit mel^r 
•Ate ber tAi^tn %tu6)t, bie felBfl in bem na^fdten 3a^te 1816 
ttftUA geioorben fei, biefe S(nfl^t aufgegeben ^aBe ; bie tDa^re Jtnoi>^8 
•olbBim Befc^reiBt er YIII, p. 156. 2)a mi^ bie Sbinbe äRunbne^^ 
Mm Beurr^ blanc d'^te l^eif t , nannte, er oBige Beurrä jaune d'ötr . 
9Retn »ei« erl^ielt ii) t>on iDiel unb jeigte ft^ bie ©orte fomo^l in 
9tienBurg cü Bei $(mt«rentmei|ier SBoItmann in Be^en, ber mtr 1860 
Sriid^te fanbte, U)ert^t>oII unb tragbar. 

£it«otur unb ©^nonJ^mc: t>itl XXI, p. 186 untre oBlgcm Silamen; 
^ttri^ L p. 668. 

Öejlalt: iiemli^ Bergamottförmig, Bei Diel 2V4" Breit unb meipen« 
eben fo fftiif; meine ^rfi^te BlieBen um V4'' Seiner. S)er 93au^ ft^t ttmai 



me^T nad^ bem StAd^t ffin, tun bcn bie Srttd^t fU| plokt aititnbet. Xo^ 
bem Stiele maäft fie feine (Sin^iegung unb enbigt gemdl^nli^ mit einer 
Reinen, ehoad aBgeßum^ften @)>i^e. 

fteld^: offen, lang unb fein gef)){|^t, oft t>erflfimme(t, liegt ftem^ 
finnig auf unb ft^ in feiertet, SSettiefung, in bet fid^ einige floi!^ üt^ 
Habenseiten finben, bie fid^ feiten merRid^ Aber bie S^c^t Mtbreiten. 

@tie(: So(aig, ßarf, bei SDiel ^U—V lang, bei mit unb in Sebeit 
1 V2 '' unb gebogen, fi^t auf bev Heinen @^i^e tvie eingeftectt, mit einigen 
Sleif<^falten umgeben. 

©d^ale: fein, nid^t fettig, t>or ber jReife ^eagritn, in t>oUtx Steife 
fd^in cittonengelb ol^ne @pur üon SUt^e. fünfte ia^freid^, fel^t fein, 
gan) fein grfin umtingelt« 2)agu gefeilt ^^ nac^ ^I nid^t feiten in 
mand^en 3al^ten ein befonberd wa bie ftel^wdlbung Detbteitetet tau^ 
anjuffil^Ienbet 9to^ , brt bei mit unb in 3^^" nur an einjel^en ^rfid^ten 
fieDenmeife nid^t tauige Uebetjüge mad^t ®etu4^ fe^lt. 

^ai SIeif d^ ift U)ei|, fiberfUe^enb t>on ®aft; fd^meljenb, nac^ S>id 
um bad ftetnl^auS gar nid^t fteinig, too ftd^ in 3<^cR bod^ eine Um« 
gebung feinet ftötnd^en jeigte, t)on fe^t angenehmem, gewfitjl^aften B^der^ 
gefd^mad. 3n Ütorbbeutfd^Ianb gel^ött bie S^td^t nid^t gonj }u beu beflen 
^tud^ten fut bie ^fel. 

S>aS ftetn^auS ifl Hein unb gefd^Ioffen. 2)ie engen ftammetn 
enthalten giemlid^ Diele, fel^t lange ft>it(e, nad^ ^iel t»o1Uommene, bei mir 
unb in Qti^tn unDoSfonrntene ftetne. 

Steife unb fRu^ung: 3eitigt Vnf. (Se))t., oft fi^n (SnbeRug. 
9Ku^ 8—10 Xage wx bet B^^fl^t^fl gebtod^en wetben, unb l^It f{^ 
bann 3 SBod^en. 3^ l^aut^tfidi^Iid^ Siafelftud^t. 

SDet S aum Ȋd^^ lebhaft, l^at in fetner Seloubung unb gotm Did 

SCel^nlid^feit mit bet SBei^en ^etb^Suttetbitne nnb ifl nad^ 5Die( bolb 

unb fe^t ftudi^tbat, wii fld^ aud^ ^iet beft&tigte. @ommetttiebe iiemli^ 

lang; faft fd^Iant, ol^ne ffioOe unb (Sirbet^dutt^en, lebetgelb, an ber 

@d^attenfeite, oIit>engtün, jiemlid^ ja^Iteid^ unb nod^ beutlid^, bod^ aber 

nid^t in« %nge faOenb ^unf tirt S)a« SBlatt ift Kein, eai)>tifdb, oft fojl 

laniettlid^, flad^ auSgebteitet, bftnn, fd^Sn gtftn unb glangenb, am Xoitbe 

ungeja^nt tftetbldttet pfticmenf ftmig, fehlen oft 9)a8 S3Iatt bet %tuä)t^ 

äugen ifl lanjettUd^ unb gleid^faüd ungega^nt Sugen flatf, giemlid^ 

(onifd^ unb \pi^, tttoai nac^ oben oft flatf obfle^enb. Sugenttdget 

toenig obet gat nid^t getip))t. 

Obetbiedf* 



. Siel u, s. 1 (8)i gut. I (m), s..; 3«^nn, i (e). 




f ili$ «911 Il9m. 8i«art («iwrl, Duque«nO * t- «"f- ©«pt. 



^tiniat^ iinb Serfommett: ^IDnSfet^ ICuqueSne, we(<^ 
»br me^e flutt grü^t«, tefonbfrt bie Borttefflii^e 9Äatle Suife »er- 
fconlen, fonb jit 1810 im $cnntgau unb benannte fle na^ bent btu 
naiigen taifnlU^tn ^linjcn von ^anfieit^. 

£ttcT4tui «nb e^nen^inc: Gitgtt, bn fit con Z)UI a^amm«tb, mk 
aScnn Vla«»n in ®ia« tr^itlt, T)t\imi fit in fdnnt 1861 trf^itMntn 9i.O. n, 
e. 87. — äitmli« mit bitftt fiitfltrfi^ »tfi^rtibung ftimmtnb ^at flt »ioort 
18&8 in btn SnnaL bti ^omot. eb. yi. £. &I aü Roi de Rome abgtdtbft 
nnb btfi^ritbtn. Ühit gibt n i^t an btr Sonntnftitt ^ttt EREl^t ^inm, fagt ato 
ni4t* Aber blt Bitif)tit; i^nt Sonn btjtii^ntl a alt bitnfBnntg ^amilwl, 
Vfidii^ btt bn St. JJeriii. @tt lalfc bUmriltn ^infiilllt^ i^n @lltt ju nünMoi 
fiblia, un^ (ti barin gltic^ bti Beuriä fio«c, Donbia Fhilippa, Foire Tnerlinki, 
»th^t jwar Wen gut feitn, inbtütn tmmtt btfonbttS l^rtr ©iBn^tit tttgtn «fuiW 
loawi. — etton b'HlroI. De«crlpt. O, C 42, tub. »B, gig. S gibt btt «titalt 
gani toit Vicort xaii) tm^ tbtnfo orog, 3Vi" breit mib A'/«" 9>4> Mogtgtn meint 
Sn^ frtini^ ft^T inriltf ^t^L Su »tifjeil gibt Biion auf tRae. an. — Oboifo 



58 

btr 53cri<^t ber 6ocict. t>an SRon« in ©rflf[et »on l86t, in xotX^tm bic Simf, 
obgleich jle Tii(§t ganj erPen Siiange« fei, bod) al« eine Ifecrrlic^e ©effcrtfrud^t gut 
9ln^)jlanaung entptol()Ien n>irb. — ©ittticb l^atte fie bereit« f«l^on 1839, gÄl^It fie 
aber nur bem ^amtn nad^ (©b. I, 6. 782 aU unclafpficirte ©orte) mit bem 
3ufa^c r#fel&r jwt* auf. — Uebrigen« c^el^t noA eine anbere bergamotts ober 
f reif elf i^rmtge ^ruc^t ald Roi de Rome, bie aud^ ^r. 8teut. !conauer befi^t 
unb Dberbied, tote er mir fd^reibt, ^on Sur(!^arbt f rüber ebenfo gel^abt l^at unb 
burc^ mel^e er ju ben in f. %nl. ©. 363 angegebenen SBergietd^ungen mit Bonchrctien 
fondante unb !02Bn(!6«^itn )7eranla|t trurbe, bie bemnaä unrid|tig ift 9(u(b tvtrb 
D^opoleon« Butterbirne nad^ ^o(!^na]^l @. 105 bie unb ha Roi de Rome aenannt. 
— haltet mag ftcb in feiner ©el^au^tung irren, ba6 bie in ben Annal. de Pom. 
entl^altene Roi de Rome == De Cur6 fei (ÜRonotöf<^r. T. ©. 297), bmn le^tere 
ifl anber«, gro6er, mel^r grün, toenigcr beroflet, aucb f^fiter, unb ber Saum, »enig^ 
^n« meiner Comice de Toulon» bie mit Du Ciir6 ibentifd^ fein foK, %at eine gang 
anbere unglet(!^ Ir&ftigere SBegetation. 

®eflalt: Siegel be^eid^net fte al6 langfegelf brmig , nad^ ber bod^ mei|l, toenn 
au4 nur auf einer ©eite ))orfommenben Einbiegung h>irb man fte am be^en lang^^ 
bimförmig nennen, 3" lang, 2" breit, ©o grog al« bic grud&t in ben 9lnnalen 
abgebilbet ift, mag fte nur am 0:paliere bei une loerben. 

^el(^: hirgblSttrtg, »eit offen, fielet oft fla(^, oft au^ tjertieft in geräumiger 
fdbüffelfbrmigcr Einfenfung. 

©tiel: bünn, bi« iVi" lang, braun beroflet, ficbt oben auf ber ^px%t ber 
grucbt gewbl^nlidb neben einem gfleifd^toulfh unb bur(^ biefen fdgiefgebrüdK. 

©dbalc: l^eUgrün, f)>Ster n>e{ggelb, jebod^ meift gSnjlid^ mit bid^tem aimmt^ 
farbigen 9iofle überwogen, fo ba$ man bie ©runbfarbe nur nodb auf ber ©(^attenfeite 
bemerken fann. %u^ l^atten meine $rüd^te toenigfien« ettoad matte brSunlid^e 9tbt^e 
auf ber ©onnenfeite, tt^ooon Siegel nid^t« ern>&]^nt, bie {ebod^ Bioort aU fiarf orange« 
rot)^ l^eroorl^ebt unb in »eld^er bann Ij^eHgraue Ißunfte bemerflid^ feien. 

gleifdb: gelbftd^ »eiß, fein, faftig, l^albfd^meljenb ober rauf<^enb t>on ret^t 
gutem, burd^ fel^r feine ©Sure unb jimmtarttged ©ooürg erl^abenem 3udfergef(^madt, 
ben aucb Siegel aU oortrefflid^ begeid^net. 

^ern]^au«: nur mit fel^r u^enigen uttb feinen itbmd^en umgeben, ^o^lad^ftg, 
§5dber flein, mit meip ooUfommnen bräunest fernen. 

SReifc unb ^iu^ung: bie grud^t reifte bei mir, toie bei Du Siegel im erflen 
!DHttel bed ©et^tember, ^5lt fid^ j[ebo(^ bei fül^ler SCufbettx^rung loo^l gegen 4 aS>o4en 
unb koirb bann teig, 92ur im lül^len ^a^re 1860 reifte fte imDct^ber, unb fo bürfte 
lüol^l bie obige Slngabe ber Silcife auf S^ooembcr für ba« bortige toärmere ^Uma ju 
fpfit fein. 3P iwwtr eine rcd^t gute unb f(^bnc 5:afclfru(^t, toenn au(§ nur Oom n. Drange. 

(Sigenfd^aften be« Baume«: berfelbe tt)S(^fl aud^ bei mir tote bei Siegel 
f(^tt>a(^, felbfl auf SKlbling, ifi aber gefunb unb fajl i&i^rlic^ flro^enb tragbar; er gebetl^t 
nldjt auf Quitte, »orauf Comice de Toulon gut »fid^ft — Blätter eirunb, mcifl 
IJerjförmig, öfter« aud^. ooal unb eHi^tifdJ, mittelgroß, fafl flein, 2" breit, mit ber meljl 
au«laufenben ©pi^e 2V2" lang, glatt, nur bie jüngeren unterl^alb ettoa« tooHig, fein^ 
gef&gt, bie Heineren gum X^eil gangranbig, f(^tbad^fc^ifffbrmig, fonfl flad^, in geraber 
9lid^tnng mit ben bünnen, aber fleifen ©tielen aufret^tflel^cnb, bunfelgrün, mäßig glän« 
jenb. — Blütl^enfnofpen länglid^ fegelfbrmig, fafl fled^enbfpi^, bunfelbraun. — 
©ommergkoeige grünlid^braun, an ber @onnenfeite |larf rotl^braun mit oielen unb 
^rfen gelbbräunlld^en «Punften. 3. 



59 



No. 280. «ofef^teeamidfteilinie. S)ieiu,3.i.;£uc.it2b.; 3a|itli;i. 




•r0^. f0ut 3niij)feritbinie. s)iei. »t. ©q>t bi«». enbc aug. 

^timatf) unb SSottommen: !Der9tame SungfernBitn i{t 
alt unb mitb k)eTf^iebenen SBimeti beigelegt S>iel erhielt bte i)oxIie^ 
genbe, bie gtir gamUte bet Qndtxiixnm ge^Srt, otiS SoBIenj, fanb fe 
a&ei auc^ f^oti angepflanzt In @md. — Steine 93irne be8 9Zamen8 
panntt k>on Dr. Siegel unb trifft ganj gut mit Dield 93ef^reiBung; 
uui toutbe bie gruc^t l^iet auf ^oc^ßamm jeitl^er felBß Bei gefunbem 
triftigen 3Bu<^fe be^ iBaumed nid^t grSfer, atö oben; fle blieb abet 
bei OberbieÄ ebenfo Mein. 

filteratur unb ©^non^me: ^Icl IV, ©. lil. 25ic ©ro^e fc^önc 
SungfernBirne. La Belle Demoiselle. ^ mac^t batauf aufmerifam, ba( 
fte »eber mit Ouintin^ed Poire de Yigrne mit bem l^cinanten Demoiselle, tio4 mit 
Ainf« Poire de Demoiselle (tab. III, ^t. 32), au^ nic^t mit ber Sungfernbinie bt9 
X. 0^®v rVf ®. II« 3:af. 8 trifft, unb cbcnfowenig mit be« ^orbu« 2 Sungfenu 
bimcn. — Km ftl^nli<l^flen fei fte ^Dla^erd Gros Certeau d'^ @ro|er ©ommer? 
^nigbinte (Pomon. firanc. m. @. 299 9h:. 127) unb e« l^t btefe au(!^ bie gotm 
xnb giemlid^ bie SatBe meiner Sru(^t, bo^ ifi fte unglei<^ gtbger, 273" breit, SVs" 



60 

yo^, loa^eft^eittlUi tintb fte fo am ^alim. — Soiiftttcib imb £t»tt l^^cn nur elm 
im Oct utib 9lo9. rttfenbe Gerteaa d'aatomne aber feine Poire Demoiselle. — IDo? 
gegen l^at S)ecai«ne III, (8ief. 28) eine Gros Gerteaa d'^, mit ben 6)^n. Golor^ 
d'aeat, Bouge de Yierge (fo nennt S^ittri^ bie ton ibm SBb. in, 6. 208 befi^rie« 
bene S^otl^e Sungfernbirne), Belle de Bruxelles (partim), Gerteau d'M, Emanaal 
(partim), Gourte d'Ersol, ber gnul^t 3)^a)^er9 gani dl^nliA abgebilbet aRitQe|ug auf 
<£^. ^ienne (1554) unb Sterlet (i«75) bef treibt er fte aU mittelarof, langMr 
bimfbrmta ober flaf^enf brmig , glatt, gelb unb rotb, S(eif<^ b<^Y^^tu<(ia, [ü^, 
loenig ^arfümirt, mittelgut, im ^ugufl }u reifen anfangenb. S)od^ l^at er fte fel^r 
bunt, flärf er gelb unb mel^r gerbtl^et, aU bie gnu^t bei und »irb, ge3ei4net 2)a aber 
bie Segetation fKmmt, f o bfirfte e< bo(b bief elbe f dn. — Sergl. nod) 5Dittr. I, (5. 556, . 
Oberb. ©. 358, ^o(|na^ @. 52. — fiiegel in f. SInl. e. 124 nennt fte nebenbei 
@Ia«birne unb Oberb., ber t^re ^ru^tbarfeit ni^t loben toiff, b^U fte mit eiifler« 
©etoür^bime, bie er oon ber ©odetot }u ^ag begog, für glei(b. aRon4tdf(^r. I, 6. 81. 

©efialt: ettoa« bau<!big bimfbrmig, bfterd au(b etfbrmig, na<l^ bem Stiele ju 
(mit ober o^ne Einbiegung) tegelfbrmig, oft tpenig abgeßumpft fpt^ enbigenb, 2" 
breit, 2Vs, feiten 3'' lana. 3)iel gibt il^re @rbje auf ^4flamm auf 9»U" in ber 
S&nae unb 21/1—28/4 in oer Srdte an. 2)iefe ^rbfe mag fte nur unter befonber« 
günftigen SSerb&ltni^en bei un« erlangen. 

£el4: aiemlid^ grog, l^artf (baiig, loeit offen, fla<j^ ober fdc^t eingefenft, mit 
etu>a4 f(btoa(!ben unregelm5|ig fortlaufenben Erl^benbeiten umgeben. 

©tiel: fiarf , grün ober braun, nad^ ber 8ime gu fldf(big, ober in 0ldf^ 
ringeln, oft bunb dnen SBulfl fdttt>5rt4 gebrütft fiel^enb; 

© dualer glatt, glftngenb, loenn fte abgerieben loirb, oon Sorbe ]^eQgelbli(b grftn, 
auä^ f^äter nur etioa4 gelblicher lotb nur in ber Ueberrdfe l^ellgelb, f;\tt unb ba an 
ber ^nnenfeite ftbtoa«!^ gerbtbet, in rbtblicben ober gelbbraunen fünften befiel^enb, aui| 
fonfi mit oielen «i^aratteriflifd^en bdibraunen fdnen unb fi&rferen Ruften, bie in bem 
beHeren @rün grb|er ftnb unb ald bunfelgrüne Xüpfcben erf<bdnen. 8u(b b<it bie 
gnubt um ben %eld^ berum meifi einen Hinflug i»on ffto^ unb bie unb ba SRofl^guren 
auf ber übrigen Scbaie. 

§leif(b: loei^, giemlic!^ fein, faftt>oll, rauf<^enb, bo^ aufl5«li(|, t>on erquitfenbem 
fdnen, tt)einfäuerlid^en 3u<fergef(bma(f , ben S>tel aU »dnf&uerl. 37ht«!ateHergef<^ma(f, 
ftl^nlitb bem ber ^bmmers^erbime f^ilbert. 

^ernbaud: l^at etnme ftarte itbm<|en im Umfrdfe, ftbUHMb ^obt^^^ftfi/ itammem 
3iemli(^ gro|, mufibelfbrmig, Jteme flein, l&ngli<b, ft^toarg, oft unooilfommen. 

dieife unb 9lut^ung: 5Die ^imt reift in guten Sommern )u (Snbe M 
^gu^, fonfl ^nf. bi6 ÜOlitte Sept., unb mu6 gebro^en toerben, ebe fte gelbli(|grün 
»iro. Sie l^^lt ft4l^ bann »obl 14 Zct%t unb fonn aU 3:afeTfr«<!bt unb p aSot 
^ftudttd^en ä'i^^^n oertoenbet toerben. 

Eigenfcbaften be< SBaume«: ^erfelbe toirb aro| unb jiarf, mad^t feines 
bSngenbe« ^olj, bdaubt ft(b f(bbn unb liefert au^ l^ter ergiebtge Gmbten, trSgt 
büf^eltodfe. — ^\t Slfttter ftnb, tote fte S^iel befd^reibt, am Sommer^umge etUHie 
Iftnglicb b^^Sf^^^idr 0>' ^' citunb, am Stiele berafbrmig), aiemlt(b lattg uitb 
fd^ gugefpi^t, am ^nt^ti^ol^e fhtb fte ebenso geformt, oo(| ftnb au<l^ tnele mnblidl 
unb fiin ^ugefptt^t unb mehrere ooal, 1V4 bi4 faft 2" breit, bi4 SV«' lang, mdf 
nin: na<$ oome ju fhimpf- etioad bogenförmig geffigt, f<J^toa4 fd^ifffbrmig uitb fidbet 
fbrmig, am 9lanbe etn>a« weHenfbrmig, ober balbfpiralfbrmig gebogen, giemlicb buitfel' 
grün unbgl&n|enb. — Qlütl^entnofpen Hein, futjfegeifbrmig, fa^runblid^ fun 
lugefpi^t. — Sommergweige grünlid^ gelbbraun, an ber Sotmenfeite uxib na^ 
oben oiolettr5tbli(|# fein gelbltd^toet| ^uiättrt. 

3. 



61 
Ho. 281. Mhc 9mmm9fMaMni. S>iel i, 3 (b) i. ; 2. i, (oft ii) s »; 3. n» 1. 




•rille Jo«iiiict-0ittterbinie« ©tei * t. awittc ©ept 



li^' 



^eimat^ unb SSo tfo mm en: 5£)iefe fe^r gute ^rui^t ev^ielt 
IHel t^cm ig)tn. ©ortenbitector Ucnnö ou8 SoBIcnj, bcr fic aI8 Beurr* 
yert d'^^ aud (S5In erhalten ^atte. SBeiter ifl nid^tö fiBer fte Befmtnt) 
unb Bemerlt S)iel, ba^ er Bei feinem $omoIogen ettoai x^x 3(e^nH(^e8 finbe. 
@ie iß too^I no(^ fe^t t^enig t)etBreitet^ t)erbient aBer l^äuflgen 9lnBau* 

Stteratur unb ^i^itom^me: t>id 9^. StX). II, p. 168 unter obigem Spanten. 
i>tttn4 I, p. 590; x>. 9(e|rent]^al gibt £af. 52 eine 9(bbilbmtg, bie nur gu breit um 
bcn itdd^ i^ 

F 

(Beftalt: meiß jiemlid^ aBgeflumpft eifitmig^ anbete ^aBf n merf« 
H^cre ©nBiegungen nad^ bem ©tielejitn, 2 V2'/ Breit, 2V2 Bi« 2V 
^0^« Saud^ merflid^ me^r nad^ bem fteld^e l^in, um ben fte fxäf {iem- 
lid^ fla^ntnb v^ilbt , 9{ad^ bem ©tiele ma^t fte meiflen8 leine (Sin^ 
Biegung ttnb enbigt mit einer ftorfen, turjen, oft aud^ mit einer ettoa^ 



62 

mt^x t>eTl&n9€rten abee{lttnt)>ften ftegelfpi^e. (Sinjeltte ^&iS)\t Hefen 
bei mit fajt in ben @tiel au& 

Sttiif: fut}(I&ttrig, nai) SDielin bie ^Sf)t ^t^tni, Bei mir me^t« 
moli fafl fienifjnmg aufUegenb^ offen, %t in get&umiget iiemlic^ tiefet 
@enfttng^ auf beten älanbe einige f[od^e 93eulen ^i) etl^Ben^ t>oa benen 
^ man am SSaud^e loenig me^t ma^mimmt. 

©ttel: ^arf; gtfin, l^oljig, IV*" lang, fi^t mel^ tt>ie eingeflerft, 
mit einigen S3enlen umgeBen. 

Öd^ale: glatt, m<ä^t fettig toetbenb, ^cHgrün, in ber 3^^gung 
nur toenig gelBUd^et. ^iii)t fel^It nad^ S)iel gan}; boc^ f a^ iä) in jtoei 
3a]§ten fd^wac^en Anflug ba\>on, ober einzelne totl^e ^Udi)tn. Seine 
9toflanPge finben {t<^ an jebet Stacht, unb n>aten Bei mit in )t9ei 
Sagten felB{l l^&ufig, fünfte ja^Iteid^, g(ei(j^m&pig t>erBteitet^ t^eild fein, 
t^eilg ftdrfer, B^ufig gtün umtingelt. 

Dag 5leif(^ ip ttci^, öon änfe^ea tttoai gtoBMrnig, faftöoD, 
fc^meljenb Don angenel^mem getofitj^aften, fein jimmtattigen S^det- 
gefd^marf. Slud^ ». gloto» fe^t bie öime **. 3n meinem SSoben in 
SlieuBurg, »o Id^ in 7 Sagten griid^te Batte, n>at fic ztvoa^ metflid^ 
fomig, mcl^rmaW nut BalBfcfymeljenb, unb fc^te id^ fie nut ♦, aud^ toat 
in falten Sagten baä 3ln^w^*öttigc im ©efd^madE wenig mertlic^. » 

ftetul^and: gefdE^loffen.; bie getdumigen ^ammetn enthalten t>iele 
i>onfommene fpi^eiförmig f^marje j^me. fteld^to^re jiemlid) flad^. 

Steife unb 9Iu^ung: jeitigt gen)5^nli^ im l^alBen ©eptembet. 
5Pflü(fejcit faub id^ in^ »annen Sagten re^t f(^pn 8tnf. Sept., in 
Idltetcn */3 Big @nbe ©ept. S)ic grüd^te äeitigen nod^ unb nad^ am 
, SSaume unb f ann man Bei fuccefftüem äSrecBen ber f d)on ))oBfommen{ten 
ben ®enu| 4 SBod^en l^aben. S)ic goid^t ift o^^nc S^^^tfel aud^ im 
^aue^B^I^ BtaudBBat. 

^er ^aum )9&c^ß fel^tjebl^aft, fel^r {(^ön )?^ramlbal unb id^nti Tid^ burd^ 
©cfunbl^cit in aUcvlei ©oben unb fd^önc rcid^e SBelaubung au«, fe^t frül^ \)icl hir^e« 
grud^tl^olj an, unb toirb balb unb fcl^r fruchtbar. — ©onimertvicbe lang unb 
ftarf, nur etttaiS fiefnict, nur an ber 6)»i^e mit titoa^ SBcQe belegt, leberfaibcn, an 
ber ©onnenfeite oft ettt)ad ;r5t^Ii<!^ überlaufen unb] befonberd nat^ unten giemlicl 
ja]^Irct(% punttirt — IBlatt grog, fafl fta^ ausgebreitet, ntetfl fe^r l^ergfbrmig, oft 
langeiformig, bunfelgrün, fel^r glän^enb, nur leidet unb oft faunt bemerflit^ gc^a^nt. 
S(fterbl&tter :|>friemenfi)rmig, Blatt ber Fruchtaugen x^i grog l^cr)fönntg, met{t lang 
unb fvi^ eiförmig oft ganaranbtg ober fel^r unbeutlic^ ge^a^nt, oft aber aud^ gröber 
unb feiner gcjal^nt, glatt, gro|. — Singen feg eiförmig, fpi^, nur etwa« abftel^enb. 

DBctbiedt. 



63 



No. 282. 9smatMnu JDtel m. 2. 1.; 8uc. lL2*.j S^^n U, 1. 




^eimat^ unb ^orfommen: ^iefe fe^r \^&^lox(, rec^t l^au^ 
figcn 2{nBau ^ctbicncubc, au(i^ für bcn Santmann xti)t geeignete $au3= 
l^aU8= unb 3Rotftfru(!^t ip in 06crf(^ti)aBcn unb bcr ©(^»eij ^5ufig 
»etBrcitct unb jebenfaUg bcutfc^en Urfprung^. 3)? ein 9lciä erhielt id) üom 
ig^rn. Oe^eimenrat:^ u. glotou) unb Jprn. Oarteninfpettor l^uca« üBctein. 

fiiterotur unb ©'i)noit^mc: fiucaö bcfcfercibt fic mit söcjuö auf bcn ^oT^m* 
Reimer eatalofl 9h. 170 in feinen aSÖürttemb. Äcrnobjlforten ©. 169 unb flibt aT« 
Öpnon. in t)crf(^iebcnen ©cgcnben: JRotl^birn, SJibnci^lc, grü^e unb kleine 
gotcllenbirne an, 2lu(!^ ÜKe^gcr toirb bicfctbc 93irne ©. 2*24 al« gtanffurters 
bitne, ^ommetigranffurtcr, granfcnbirnc l^abcn, obglcH er i^rc gorm al« bltn« 
fBrmig, jeboc^ fcl^r »ct^fctnb unb il^rc ©rbge auf 3Va— 4" in bcr fianöc unb 2--2Vi'' 
S9rdte angibt. 

©cflalt: nad) 8uca^ mittelgroß, jiumpf eiförmig, etwaö Derdnberlid^, 
nad) bem i&o^en^. ©atal. faji birnföimtg. Sei mir im trodnen Soben 
t)on 9iieuBurg unb 3einfen Baute pe ft(^ wie üBen, 2" Breit unb fajl 
V4'' ^i^er, oft fo \)od) aU Breit. 5Der SBaud^ fi^t ettoag me^r waä) bem 
Selige ^in, um ben bie gruti^t fic^ fanft gurunbct unb nur wenig aB- 
{hintpft, fo ba| fie eBen noä), oft anäf \\\d)t pelzen tann. 92ac^ bem 
Stiele mac^t {te meijtenS fanfte @inBiegiingen unb furje loenig ober gor 



64 

tii^t oBgefhim^fte ®))i|e. Sei mand^en %t&ifttti fij^ mt^,ber Cou^ 
\aft in ber SRttte unb nel^men biefe nac^ bem fteld^e {t&tler ai, ali in 
oBiget Si0ut« 

ftelc^: offen, mit )iemltd^ langen bürten üu^fd^nitten, fttf^t balb 
in bie $$^e, Balb legt ei( ftd^ mel^r auf unb fi|^t {Ia(^ t>ettieft. (Sinige 
fe^r flad^e Senlen iitJ^tn ^äf auS bet fte((!^ftnfung über bie S^n^t 

©tiel: flatf, l^oljig, 1— IV*" lang, »enig getrümmt, unb nur 
ttenig guY @eite gebogen, fl^t Balb in fleiner, burc^ einige feine Sßülfle 
gebilbetet $i^Ie, Balb loie eingefledtt. 

@^ale: oom Saume matt graSgrfin, in btt Steife ^0(^gelb, bie 
@Ottnenfeite i^ tnit einer erbartigen braunen, im Siegen freunblic^er 
loerbenben Sldtl^e balb etn>a8 flreifig, balb me^r getufd^t gegeii^^net unb 
treten bie Streifen er^ na^ ber @(^attenf eite ettoad ^erbor ; ^dufig oer^^ 
breitet bie Kit^e ettoaS matter {ic^ no(^ über einen X^ieil ber (Sd^otten- 
feite. Sei {larf befd^atteten bllbet bie 9tit^ {leOenmeife auif nur bunfel- 
rotl^e ftrei8(j^en um bie fünfte. Se^tere finb fe^r ja^Ireid^ unb ^ad, 
in ber Xflt^e meifl toei^grau. ®tmä^ ^dftoaä). 

^aS %it\^i^ ift matttt>ei^, ablnodEenb, jiemli^ faftteii^, oon ge^ 
gudertem, ettoad getoürgten, ^ä^toa^ n^einartigen ®efd^matf. 

ftern^auS: bat meidend l^o^Ie 9((i^f e ; bie md^ig toeiten ftammem 
entl^alten platte, eiförmige fterne. 

Steife unb 92u^ung: !£)ie ^ud^t geitigte mir in falten Salären 
gegen .24. Sept., nad^bem fie ^itte ©ept. gebrod^en toar, unb l^ielt fid^ 
fe^r gut bl« 10. Dct. 3n toarmcn Sauren ijt fle fc^on fru^ im ©ept. 
ju bred^en. ®efod^t ifi fle rot^ unb fe^r fd^madf^aft unb wirb für ben 
it^anbmann auc^ gum frifd^en ®enuffe fe^r angenehm fein. 

£)er Saum tod(^^ fe^r lebl^aft, toirb nad^ bem ^ol^enl^eimer Satal. 
gro^, ^at flarf abfle^enbe S(efle unb ifi au^erorbentlidb frud^tbar, toeU^e 
grof e ^ntd^tbarfeit fit^ aud^ bei mir befldtigte. Sommergweige giemlii^ 
ftufig, rot^braun, ga^Ireid^ unb flarf punttirt. Slatt Kein, gl&ngenb, 
etwas rinnenfjBrmig, eiförmig ober lang:: unb fpi^eifStmig, nur gang fein 
gefdgt gegal^nt. Slfterbidtter fehlen meift. Siatt ber S^ud^taugen gro^, 
faft flad^ ausgebreitet, cifirmig, oft runb eiförmig, man^t felbfl l^erg^^ 
förmig, gleid^faOS feitet unb fein, boc^ regelmäßiger alS auf bem i^otg« 
fd^nitte oben gegähnt, fafl gcrdnbelt. Singen bauchig, fonifd^, fpi^, 
abftel^enb, ft^en auf wulfligen, flarfen Xrdgem. 

Oberbiedt. 



65 



No. 383. »fe ttiftm. Diel l, 3. i; «uc.i, i b.; 3«]^n m, 1, 




Mflntt. 3)ier. (Dan 2Won«). gaft ** ©cpt. Oft, 

^timat^ unb SSotlommen: S)iefe gute^ bo^ nid^t }u ben 
f^&arßen gci^irenbe äiafelBtme lata ^on i^tn. ))an 9Ron^ an ^iel 
tmb fiiibet {t^ in ^)an SRon^ Kataloge ©ette 11, 9h:. 140 unter bem 
Xomen Kästner d'hiver, (A9 \>on tl^m erjogen. 3n ^Belgien fi^eint jte 
fit^ »icbcr i>etIorcn ' ju ^aUti. 3(^ erl^iclt bic ©orte f otool^I »on Diel 
btrett, al& au6) att8 , ^ranenborf ali ftdftnerS äBtnteriirne ; ingleici^en 
hm fte eBenfo ))on <£)iel nad^ i^enn^aufen^ ipos i^ Bemerfe^ ba id^ I6ei 
mehreren 8(^tt)ei^ungen SInfangS an* Sleci^tl^eit meiner Diel'fdften @OTte 
)tt>etfelte. ' 

Siteratut unb ©^non^mc: $)tcl SfJ. ^.O. rv, ©. 168 unter oHgcnt S'iamen, 
M htm bad d'Myer mit fUt^t nic^t berü(ffid^tigt ift, ba fie f4on t)or 3)^(!6aeli8 
Itigt S)ie( merft no^ an, bat Dan !D^on9 fe bem berfll^mten SRatl^atifer nnb 
nsrommattfer ^ofeffor ^5jhier )u ©Btttndcn ju (^ren benannt l^abe. S)ittri(!^ 
l, p. 139 na<^ JDieL 

Oe^alt:. m^^iü einer ^onterangenBime ^ j[a oft einer Berga- 
motte Gadette d^nli^, 2//« Mi ^/b*' Breit nnb 27«'' l^o^ bo(§ ^Suftg 



66___ 

<m^ um Vi" niebtiger. S)iefed le^ SBott iß mal^^etqli^ @e^tett^ 
fehlet unb foQ : l^d^et ^if eii; ba td^ gute (SsenM)(are fletö metfli^ ^i^er 
atö Breit fanb, unb nur unDoOfommene Srü(^te fo (reit oli ^od^. ®rA^e 
fanb i(j^ meifl vorn Jg^oi^fiamme ßarf 2'^ breit unb {larf 2V4^' ^o^, aud^ 
bie S^ud^t am Stiele no<^ fl&rfer^ fajl -fonifi^ abne^menb^ cii in obiger 
na(j^ Sru<^t t)on unbef(!^nittener $9ramibe in ^enn^oufen entnommener 
Sigur. ^er a9au(^ fi^t me^r nad^ bem fteU^e ^in, um ben f!e fid^ nad^ 
S)iel etwad plattrunb )95Ibt (bei mir me$r jurunbete); nad^ bhn Stiele 
mad^t {te feine (Sinbiegung unb enbigt mit Sogenitnien in eine ftaif 
aBgefhimpfte (Bei mir öftere tvenig aBgeflum^fte) @))i^e. 

#e(4: fkinMattrig, in bie ^Bl^e fiel^enb, l^attfd^alig, offen, ft^t nad^ "SM in 
ger&umiger, vx^X tiefer, ebener @tnfenSung, spobet j|ebo(6 manche grüd^te ttie ettoae 
))erf6|oben feien. 3<!^ fanb t^ ber ^el<l^fenfung bidl^er immer galten, unb aud^ über 
bie gnu^t flad^e beulen tool^l bemerfbar. * 

8tiel: fiarf, na(^ 5DieI fteifd^ig, bei mir l^olgig, i'Mang, ft^t in fleiner (Srube 
Unb ifi bur(^ einen fid^ er^ebenben 3^Ieif(!^tt)ulfi meifiend auf bie @ette gebrückt 

®(^ale: glatt, )Dom ^aume grünli<l^ gelb, in ber 3^tigung citronengeO, loobet 
man nac^ 2)iel feine Wi^t bemerft, »S^renb \^ ^ier immer eine br&unli(^e, im 
Steifen l^eOer »erbenbe "StlVs^t aU Hinflug, mel^rmaU t)5aig rotl^e 93a(fe fanb. fünfte 
jal^Ireic^, roftfarben, fein, grün umringelt. ®eru(b ni(bt merni(!§. 

§ieif(^: f(!^tt)a<j^ ge(bli(^ n>ei|, etioa^ f^rnig, fel^r faftreic^, fc^mel^enb, ))on 
fügem, iebo(^ ettoa« fein f Warfen gemürjl^aften ^Jf^udcatengefc^mad, ben i(| l^ier al« 
gtemlicb fü^en, mit etU)aiS einfxl^neibenber @5ure gemifd^ten, crfrif(^enben , \^xml^ 
I jimmtartigen 3udPctgef<l^ma(t bejeid^nete. 

Äern^au«: l^at ficine l^l^le Sld^fe, i|i fonfl gefd^Ioffen, mit feinem S^eif«^ 
umgeben; bie gcr&umtgen Kammern entl^alten fci^warje, meiften9 giemlid^ untooQ? 
(ommene ^eme. ^t\&jiftl^U Hein unb furj. 

Steife unb 92u4ung: SBDol^I nur für bie l:afet brauci^bar. ^tx^^i nn^ $iel 
@nbe 6ept., ber fie iucfe aU „noi »)©m erflen Stange'* begeii^net. Sft <n»f ^ 
$f[ütfe^uitft giemlid^ fi^Iic^, unb memt irgenb |u f^ftt gebco<!^en balb moH, \^lt^ 
oud^ überl^au^t in ber Sirife in »entg lange. 3n iDarmen Salären fanb i^ M tti^tt 
${!ü(fegeit f(^on 5. unb 7. ee^t., in getocl^nlid^en ^a^ren 15. bid IZ. @e^t. 

1)er $aum toäd^fi fel^r lebhaft, gel^t p^ramibal in bie Suft, belaubt fi(^ fd^Bn 
unb ifl fcl^r frud^tbar. — ©ommcrtricbc ftarf unb lang, o^ne SfißoUe, oft mit 
feinem ^erf^jrengten ©ilberl^dutd^en belegt^ trüb olioenarttg grün, in n>armen 3<^^i^n 
au4 jiemlidl brfiunti^r ntit t>ielen feinen ißunften. — S9tatt Üefn, langeifdmig^ 
oft aud^ eUiptifd^, unb {o befonberd na(b oben, f(!^iffförmig aufioärt^ unb mit bcc 
6pi(e rucfn^ärtö gebogen, glatt, gl&njenb, ungeja^nt ober nur fel^r fein geja^nt 
Sl^rbl&Uer fabenf^rmt^. ^lott ber t^nic^tougen einzeln langeiformig, mei{l (bie 
@^i^e abgeted^net) fafi ooal, 08 ifi am Stiele mel^r abgenmbet, ald auf obigem 
4^I)f(l^ttte. — Singen fbrf, l<nig unb f^it», balb abftel^enb, balb jiemltd^ anltegei^, 
mit ber @|}i(e ettoad eingebogen. SlugentrSger giemlid^ oorjlel^enb. 

OBerbiedt. 



<7 • 




Hexe JUru fonife. uttdä^ (ta« aRoiu). «. eq>t. 2—3 sßo^en. 



bflotti ^eUbcs foO ftd^ no^ i3i)>ott au(!§ no(l^ in ber ftülorm Qoutnfd^ule ))Ott 
Mm ^R0itS p Smoen unter feinen ©fimlingen an4 1621 t)orflnben. ^a6^ beffen 9c» 
f^trifonQ fj^cint ed tnbeffen nur ein Sonnt ber alten 5i)uque6ne'fc^en SRarie fiouifc 
fi feix, bie tni apKg. 2:. ^artenrnagogin t>on 1825 neben etnem i»an 3Ron9'f^ i^f« 
\^^t (and ben Amwl, ceneral. des sciensM phydqu. l9on 1819) ber 9p^^^ ^^ ^^^ 
Slstte na4 fc^t fenntlt^ baraefieHt i^ nnb toorin 2)nauedne Don t. ukotA felbfi al« 
^tel^ genannt »trb. JDiefe 2)uque«ne'f<l^e SR. 1 ae^t je^t, toie Oberb. in 
9{enat<f<qr. V, 6. 26/ et sequ. andetnanbergefe^t l^at, bei be(gif($en unb fran» 
göfiffl^en homologen attgcmctn aU SR. fi. Dan a)Un6f M. L. noY« ober 
BQiiTeliey 11. L« Deloourt, Poire de Donkelaar, nnb bie eigentliche nova, 
Vit fU und l^ier vorliegt, ifi bort verloren gegangen. — 3^ erl^ieU fie ald M. L. 
novT^e }tterß Don Dr. SaKing, an »el<)^n fte oon 9iim in t^ranffurt ober «M 
Soltoeiler Tont, bann 2nia( aud^ Don Oberb., ba« eine ^al mit ber Oeaeid^ng 
•Don Snrd^arbt", bad anbere 3JIq1 ,r^on Dan aßond felbji'' mit gang überei»« 
^metAer Segetation unb ed bürfte l^iemac^ über il^re 9fti<^ttgfeit fein gloeifel fein, 
pmal ba fie Dan Wtox\» felbfi nod^ gefenbet |at* 



• 68 

» 

.' Stterftturiiitb ©^non^tnc: -SDittrtd^ HI, e. 181, bef^lcb ftc bereit« 1841 
dÜ^ Marie Louise noTa,. Poire de Donkelaar (na6^ ben Annal. de la Soo. 
d'Hortic. de Paris, 2)ec. 1834) uvb bemerft, bai ^oiteau, gut SBemtetbu^g )>on 
9tamttvi^tttoz6i^lam mit ber f^on i^orl^anbenen ^ 2*, beten Sluffinbung 1813 ^t? 
f((al^, .bie Snubt nac^ bent @(trtner SDonfelaar iit Sdioen neubenannt babe. van 3)^on« 
babe aber na^ biefem fd^on eine anbere ^ime benannt unb e« müßten barunt betbe 
mnten nebencinanbcr f efioel^alten »erben. — 3« 53 lt. Sllb. I, jtaf. 29 erfd^eint 
M. L. noQTeUe (van Mons) ber ^xu^t nad^ jtoar ntd^t, aber nad^ ben mitabgebU- 
beten ©Wttem ber SDuqueönc'f^en fcl^r fil^nlic^. — ^Dagcaen glcid^t in ben Annal. 
de Pom. y, @. 33 M. L. van Mens mit ben @^n. M. L. nova (nouTelle) k. 
ber älteren fel^r, aUein bie SBeaetation ift ganj Derfc^ieben unb {Ummt aud^ nid^t mit 
meiner M. L. nouvelle. — 2ludJ $)ecai«ne I)at 23b. n, fiicf. 15 aU M, L. Deicourt 
mit ben*(S^n. M. L. nouvelle, M. L. de Jersey, M. L. de Docikelaar, unb 
Gorchorus nur bie alte ^iique«nc'f(^e unb gtoar fe^r fenntli(^ fotool^I nad^ ^tuä^t, 
toit nci^ ber l^r eigenen Plattform abgebilbtt, toonail alfo aU M. L. Deicourt aud$ 
nur bie le^tcre ge^t. -- 5Rad^trfigIi(b ju blefer in 93b. I, ©. 141 bief. §attbb. ift ju 
bemerfAt, ba| bie bort er)o&l[)nte Comte de Lamy aud^ Diugler l^eigt unb baB bie 
il^r nod^ toeiter nad^ bem Cat. Lond. unb S)on)ning beigeaebenen 8^n. M. L. nova 
Dber n. (the seoond) unb Beurr6 Courts (ober Courtet) ipr nad^ ben Anxial. de Pom. 
n, 6. 69 nid^t ge^Bren; au(^ bag (nad^ m. ^udeinanberfe^ung in SJ{onat«f(!^r. VI, 
(5. 284) unter bem S^amen ÜR. fi., \>on ^amburg ou^ eine faifd^e fd^led^tere grud^t, 
»ai^rfd^einlid^ bie 3^tnmtfarbige ^d^maljbirne ))erbreitet »orben i% 

©efialt; freifelfdrmig, um ben ^eld^ flad^ abgerunbet, nac^ bem stiele ju 
furafegclförmig gugcfritt, 2- breit linb 2V4" l^od^. SDittridJ beftl^reibt i^re gorm 
uemlid^ fib«Kd^ aü baud^ig, nad^ bem ©tiele gu jhim^)f fegeiförmig, 3" boc^f ^Vt' 
breit, »el^e ®rB^e fie unter beffern SBerl^filtniffen f<bon erlangen mag. 

^elc^: gro|bI5ttrig,. offen, fla(b 9^\)tvb. 

©tiel: 1— IV*'' lang, gelbbraun, nad^ ber S3irne ju fleifd^lg, obenauf, fafl ol^ne 
Kbfat, oft fc^ief neben einem ^bdtcr. 

@d^ale: b^Hgrün, fpäter bla^gelb, mit febr feinen grünen fünften unb mit 
cttoad dtofi um ^eld^ unb Stiel, ^te ton ^ittricb angegebene f(bn)ad^e dthtf^t a. b« 
@. @. unb fi&rfere ^erofiung »irb auf mel^r' freiem fonnigen (otanbe nid^t fel^ltn* 

gteifd^: toci^, jicmlid^ fein, 1859 fd^meljcnb, 1860 balbfd^meljenb ober raufcbenb, 
faftrei^, fel^r angenel^m unb pifant f&uerlic^ füg, etload mü9firt. 

iternl^aud: mit ettoad fifirferen ^ömd^en umgeben, fc^toac^ ^oblac^ftg, Jtamment 
nein, mit i»oIlfommenen breiten, plattgebrüdften htrggugef^n^ten, f^toan^braunen itemen. 

!Reife unb S^u^ung: S)ie Sime reift in granfreid^ nad^ ^ittrid^ gu ^nf. 
M @ept., in ID^einingen gu (htbe bed SRonatd unb famt immer ald ^afelfrucbt, h^enn 
oud^ nur ,11. Stange^, befonberd bem 6ortenIiebbaber empfoblen ujerben. 

(£igenf(baften bed iBaume«: SOletne jungen 85ume loa^fen lebl^aft unb 
^koar mit fiarf oufrec^tflel^enben ^toü^tn, toobur^ fii^ bie <Sorte fc^on ]^inlängli(( t)on 
Ott S)uque4ne'f(^en 91R. £. unterfc^eibet, bie immer pngenbe S^dat macbt imb nur 
burd^ D^a^bulfe ftd^ jur ^^ramibe auebilbet. @erabe ba« ^egentfeil, ba| n&mlicb 
bie Nova bünne ^&ngenbe ä^dat ma^e, gibt aber 93i)>ort aU Unterfc^ieb t)on feiner 
Aatf nacb aufiofirtd ftrebenben Wt. S. 5Duque9ne an. — S3l&tter eirunb, aud^ öfter« 
o»al, 13/4—2" breit, oft 3** lang, mit oft langer au«lauf€nbcr ^pii^t, bie burd^ eine 
loeKige ober l^albfpiralförmige )aiegung be« blatte« meifl jur 6eite gebrel^t fiebt, 
unfer^alb beutlicb tooUig, meifl ifl bie SCBoKe au^ oberhalb no^ flcbtbar unb hai 
ftlftn^enbe ^unfelgrün baburd^ Derbüßert, gangranbi^ «ber nur bier unb ba nad^ ber 
^^iit ^in nod^ unbeutli(b geja^nt, rei(^geabert. Stiel tooKig, gtemlid^ |lar! unb lleif, 
Derf^icbenlang. — Slütl^enfnofpen fegelfSrmig, {faimpffpt^, graubraun, ^ie unb 
ba etioad n^ouig. — Sommergkoeige u^oUig, grünlit^ graubraun, nac^ oben mel^r 
gelbbraun, mit fe|r feinen t<!^mutign)ei6en fünften. cv 



69 

ITo. 285. {^ttM^cteer SergiTMttc* s>ieii,ui.; £uc.n,ib*(a); 3.n,(inoi. 




■ 

^eimat]^ unb SSorfornmen: !Ciefe ttefflid^e, ber Stotl^en Serga^ 
motte fe^T dl^nlic^e^ fafi eben f e belitate %xuä)t, * bie {td^et ein @dmling 
ber XDtl^en Sergamctte iß, (am an 3!)iel t>cu bem atö homologen unb 
(Srgie^et mel^reret f c^d^barex grü(i|fte bekannten <Stt))etinienbenten 6Iubittö 
px i^ilbe^^eim, bet fle ol^ne 3^^M au(^ 'erjogen l^ot, jumol {te Bei 
^ilbeS^eim felBjl mit no^ xddft t>orge{ommen i% äSerbient ted^t l^&uftgen * 
9aban unb toitb au(^ in ^erml^attfen fe^r gef^ft^t 

fiiter atitr unb ©^nonttme: S)iel SR. ^.-O. 6. 33: ^ilbeSl^etiner SBergantottc; 
5Dittri(| I, e. 615 na(^ a)icl. 

Oejlalt: Bergomottfd.rmig, oft jicmlic^ platt, immer breitet, att 
^0^1, felBjl bei Sjemplatcn^ bie jiemli^ fugelfiStmig ausfeilen. iBauc^ 
pjt in bet SRitte, um ben Stlä) flad^runb gewölbt, nad^ bcm ©ticie 

* SBcnn bie SRotl^c ©craamottc, bie man fajt übcraK ffilf^Ud^ ^erbPergantotte 
vennt, (loelcbe« eine ^anx anbere, bei uM nhxhli^ fauvx ant Spalier taugliche ijfru^t 
t^^ unb bie in SRotbbeutfd^lanb' überall fo ^»erbteitet, aU tot^tn ii^red beUfoten ^ttoüvis 
teuren @ef(^niadfd gef(^ftt^t ifl, füblid^er koeniger befannt unb gefd^&^t iji, fo rül^rt 
bied ))ieneiti^t bolzet, ba| fit in p tro(fnem Soben ettoai Hein bleibt unb gtinbiaed 
i^la er^&lt <SHite Stückte l)eTfelben auf ^od^fiamm muffen t)Mig bie ^rbge ber 
•tlgen ^id^^^ l^obcn. - 



70 

Mb eBen fo ^ttoSIM, icSb ttinai oBne^tnenbar. ®ttte ^äftt wm $oc^' 
ftmmt naä) 5Diet ^A" BreU unb 2Vi'' ^c(i^; iäf ^o^e fie btöl^er ni^t 
' öBei 2Vt^ Brett unb jlart 2" l^o^. 

ft e I (i^ : gtt^efpi^t^ ßeif, bc^ niii^t kornartig; Ba(b off en^ Bolb jiemlu^ 
gefii^toffen; ft|t in Balb ttwai tieferet, Balb flad^er ©enfung, in ber man 
etoaS SeuIenattigeS Bemetft^ tooS {td^ fiBet bte %ttxifl felBft nur fel^r 
fiaäf l^tniiel^. 

@tiel: ßarl^ V«— 1'' lang, {i^t jutoeUen n)ie eingeßedt; met^en^ 
in f^dner (BruBe. 

@(j^ale: etoaS fein rctul^, )>om ^anmt l^eOgrän, in t>oIler 9leife 
gelB, Bei gel^rig jeltigem SBrec^en ber ^ruc^t BleiBt fie j[ebcd^ etooS 
gT&nge(B. B^^nitfarBiger Slojl Balb xotni^, (toie id^ eS l^ier mei^en^ 
fanb) nnb nur fleUentoeife tote }erfprengt, fo ba^ man bie jal^lreii^en 
jlorfen Sto^v^nfte fel^r n)o^ feigen {ann, Balb aud^ ^finftger, fo ba| er 
ben gri^eren Xl^eil ber OBerfldd^e manchmal einnimmt 

"^leif d^ : fc^toad^ getBIic^, nad^ S)iel tttoai {5rnig, Bei mir nur toenig 
Umig, fein, fd^meljenb, bon fel^r angenel^mem burc^ eine fäfe @aure 
^inreic^enb gemftriten 3ud(erg^d^mad(e, bem jebod^ ba8 eigent^umlid^e 
fftf e ®ewür) ber Stot^en Sergamotte fe^It, roaS biefe noc^ be(ifater mad^t. 

Sttxn^an&:ff(d Keine §o§le Sd^f e ; bie jientlicl^ gerfitptigen Kammern 
entgolten meiflenS ixoti DoIIf ommene , eiförmig fpi^e fd^toarjBraune Kerne. 
ftelc^^^Ie flad^ unb gerunbet 

%eife nnb %u^ung: 3^ttigt nad^ unb nad^, in geiefl^nlld^en 
3i^ren gegen @nbe ®e))t, mu^ in »armen ^^ttn oft f^on 16. ^eft 
geBrod^n toerbeu^ inbem fie f onfl eBen fo mie bie Kot^e Säergamotte nid^t 
gel^firig f<)^me(2enb unb frfii^er teig aU fc^melgenb )oirb, ünb tann id^ 
^el nid^t gang BeijHmmen, ber bie $nt(^t gtBro^^en tt>iffen toiO, loenn 
fie am S3aume gelBIid^ toerbe. S^üi fid^ giemlid^ lange, ba| man ben 
^enu% 3 SBod^en l^oBen fann unb taugt aud^ ffir bie ftäc^e. 

S)er $a um xoM^ft lebl^ft, iü ^efunb, belaubt ft(| fd^on, fe^t \>itl futscd %m6fU 
1^ an unb ifl balb unb fel^t fruchtbar. @ontntertnebe ^axt, fd^Ianf, na^ obm »enig 
fibnel^ntenb, nur an ber epii^t eüoad &)oUig/ lebetfarbig, ftarl befonnt etoad xh^Vx^ 
lebergelb, gal^lr<t(| punftirt. SBlatt Hein, unbel^ait, glSugenb, kngeifi^rmig mit 
f<l^6ner, au«laufenber @f)i4e, siemtid^ flad^ ausgebreitet, fein unb nur unbebeutenb 
geiol^nt. Slfterbiatter fabenfBrmig, fel^len fneijL Slatt ber $ru<(taugen langeifftrmtg, 
9^, bie ©pt^e abgere(bnet, fa^ o)>al, am stiele ettvos mel^r abgerunbet aU auf bem 
4^I)fd^nitte oben. Kugen fleut; l^erjfbrmtg, liegen na^ IDiel an, i^ fanb fie an 
Mftigen S^riebcn abflel^enb. 9(ugentrftger fla4. 

DBerbiedf. 



71 
No. 286. Sie CtM«t S)iel I, %. i.; £iic. n, i b.; ^al^it Ui, i (2). 




Ute Cjtnilllt. 55iel (t). SBi^tbumB). **. ©ept. 

^eimat^ tinb Scrfommen: ftam an !D{el Don ^errn Dan 
SRond, mit bet 9{a^ric^t; ba^ fte tH>n ^n von SSi^t^umB in Stuffei 
eijogen fei. 3n Dan SÄon8 Sataloge tjl fie nic^t öufgefftl^rt unb fd^eint 
fläf in ©elgien toiebet Derloitn ju l^äBen. 3jl f^fi^Bare 3;afelBiTne, 
nc^ ^iifft wenig Befannt. 

Literatur unb ©^nonpmc: $)ier 9^?. Ä.=0. H, p. 151 unter obigem iRamen. 
D. Hel^tentl^at giM %al 61 gtemlid^ gute ^bilbung. 

®eflalt: ettDaS Detänberlii^ , meifl bidBaui^ig freifelf5nntg, ju- 
vocilen naä) bem @HeIe etoaS me^r Deri&ngert, ober anä) naä) bem 
@tiele felBfl jiemli^ flai^runb enbigenb. ^anS) Bei ber i^au))tfoTm 
ettoad me^T nac^ bem ftelc^e l^in, um ben fte fiä) Breit aBrunbet. ®ttte 
grfid^ite auf ig^o^fiamm 2—2 Vi" Breit unb ^oc^. 3^ l^atte in SRienBurg 
mand^mal ehDaS Reinere Srfi^te; aBer fc^on in 3^^^", too^er ic^ bie oBen 
borgefleSte S^c^t Befam^ l^atte fle bie Don !£)iel angegeBene ®rdf e^ jeboc^ 
nid^t ganj baS ©etofirj unb baS feine Si^if^ toie l^ier. 



72 

• 

Stet^: fu)t|6l&ttri(), ^rtfij^alig; offen ; in.etivaS enger @en(ung, 
'ble metflend eBen i% ober ettii^e fla^e SBeuIen jeigt; bie man auä) flad^ 
an bcr gruc^t tjerfolgen fann. 

©ttet: fiarf, ^olilg, »A— 1" lang, fifet toie eingefleft, ober ge^t 
mit ettoaö g(etf(j^ umringelt fafl auS ber ^rud^t l^eranS. 

Schale: gtatt^ nur gang fein raul^, toirb in ooSer 3ettigung na($ 
^{el l^eQcttronengelB , blieB aBer, }ur reiften Qeit geBrod^en, Bei mir 
mel^r grün. %5t]^e fel^It; 8(nf[fige oon Bräunltd^em Stofi finben' fläf 
nnb nel^men Bei mand^en ^rud^ten grjtfeie ©teilen ein. fünfte ^a^U 
xtiS), fein gi;finumringelt ^ auf ber ©onnenfeite jutoeilen mattrotl^ nm» 
ringelt, wa§ einen "leiteten 9nf[ug t)on 9i6t^e barfteüen !ann. 

^leif c^^ n)eif; ettoad I^tnig, faffreid^, fd^melgenb, oon angenel^mem 
fein }immtartigen , burd^ etn>aä @&ure l^inreic^enb ge^oBenen Qndtx^ 
gefd^made, giemliij^ d^nlid^ btm ©efc^made ber ßiomperette« 

fternl^au^: Hein, ftammern eng, entl^alten fleine, \pit^f ^9^ 
fommene Aerne. Stüäfifyi^U furj^ gerunbet. 

S»eifeunb5Ru^ung: Xafetfrmi^t, jeitigt Snbe ®e))t. obcrÄnf. 
Oct. gjptfejeit in »armen 3a^ren fc^on 16* Bio 18. ^t, meip 
gegen Sßid^aeliS. 

S>er Saum VDiä)^ langfam, BleiBt flein unb fd^irft ftd^ boburi^ 
xtä)t ju Sp^ramiben auf ffillbling. Sr trägt frül^ unb reid^liti^. — 
©ommertrieBe fi^lan!, olitjenfarBig , oft ettoa? mel^r gelßlid^grfin, nur 
ftellcntoeife ettoa« jal^Ireid^er , ■ niiJ^t in bie Sugen faHenb l)unftirt. — 
Slatt }iemlid^ Sein, nad^ SDtel eiförmig, ic^ finbe t& mel^r elli))tif(l^, 
nur geränbelt ober ganj fein unb ^aä^ gejaBnt 9(fterBI&tter ))frtemetis 
förmig, fel^Ien meip. SBlatt ber grui^taugen mel^r. ooal oW eHiptijd^, glatt, 
■ Bogenförmig unb feiert gejal^nt. Äugen |krf, bii, fegeiförmig, fpi^, 
aBfiel^enb, toei^gefd^u^t. ÖBcrbied. 



78 
No. 287. »ie Snattutc* sbitX i, 3. 2.; 8uc. in, 1 b.; 3ai^n n, 2, 




iKe llttltni0rr« Sonb« dat u. S)otammg (JTnigl^t). «*« ^tpt JDct. 145t* b. 3 39. 



^timat)^ unb SScrfommen: 2){efe fel^r fc^d^bare 3;afelfru(^t 
otttbe erjogen t>on* bem <SSq. ftntgl^t in (Snglanb, fam k)on bet Scnbcnet 
@odet&t na(!^ Slmetita unb but^ ^m. ^fartet Urbanel auä) an vxiä), iß 
oBet Bei und noi^ f el^t totni^ Bdannt. SSerbient bie l^duflgfle SInpflanjung. 

Literatur unb i^^non^me: Sonb. (Sat. p. 136, dtt* 213Dumnore; IDonming 
p. 380 Ihmmore. 3Rdn 9ieid etl^ielt id^ mit bem iF^amen Lord iDimmore, unter 
ml^itm SRamen x^ fie bidl^er öfter i^erfanbte, bod^ fommt bie gtud^t au'd^ in 3- ^ootl^d 
€ataloj Dor aU Dunmore pekr, unb totxi i^ ntd^t, ob Ixe nac^ irgenb einer Werfen 
ober nai^ einem Orte benannt x9, tpe^^alb ber 92ame wie oben angenommen ifl. 

(&tftaU: SDie ®e{la(t geSen bei Sotib. 6at* unb SDott)ntng aU 
umgelel^Tt eiförmig an, boc^ eneid^te bie %xnS)i Bei mix; l^od^fidmmig biQ 
<Sr9|e nid^t; in tocl^er !I>oU)jting fte iax^tUt, unb xoit aOerbingS tttoaS 
tDeniger t>cIUonunene Srüc^tt fl^ jum umgelel^rt (Siförmigen ^ar{ neigten, 



74 

fo tooren bie meinen bo<^ tne^t ^äfin Birnffitmig ttnb t^ anä) S)Dto)ning8 
gfigUT fi^on )ieml^ lang gejogeit. Unter ben t^oOfommenen ^<^ten 
{^ bie; bie ^owningS ^igut am meiflen na^e tomvxt, ofien batgefteOt. 
(Bri^e 2" ixtlt, 3" ^0(^, Krjcr gcBaute 2V4'' Breit unb 2*A^ ^oc^. ©er 
ßoile Sauc^ fi^t ettt>a8 me^r mäf bem fteld^e ^in, um ben bie ^Sft 
f{^ t^eilS eifSrmig runbet unb nur n>enig a(^um))ft, fo baf* {le niii^t 
aufßei^en fann, tl^eiM ettoaS mel^r ab{lum)>ft. 9tad^ bem @tiele ma^t 
fie mit wenig merflic^en @inbiegungen ober ol^ne (SinSiegung mei^enJI 
eine Cfirjere ober ettoaS I&ngeie nid^t merfli^ abge{tum)>fte ftegelfpi^e, 
• obtr e^ ifl auf einer @eite eine {tariere (SinBiegung , auf ber anbem 
erl^aSene Sinie, u^oburc!^ bie @))i^e fl^ ettoaS fibeiBiegt. SDer Saud^ 
iß meiflen^ f<!^n gerunbet unb bie ^orm gef fiDig ; an mand^en ^tftd^ten 
br&ngt inbef aud^ eine a9eule ber ftel^toilBung am a9aud^e {i(^ ^arf 
t>or unb mac^t bie {^dlfte ungletc^. 

ft e l d^ : off en, flac^ )>ertieft, mit einigen Seulen umgeben, meiflent 
^^ g^)>i^t unb kornartig, mand^ k)on{tdnbigere ettoa^ I&ngere ©egmente 
ftnb me^r leberartig unb liegen ßernfirmig auf. 

@Mel: mei^ IV«^ lang, )uu>etlen V/t^, ^oljig, nur n)enig jur ®titt 
gebogen, ge^t aüS ber @)>i^e faß ^erauS. 

@ d^ a l e : jiemlid^ fein, gldnjenb, burd^ ben %oft ttxoai fein raul^^ 
QrunbfarBe l^eDgraSgrän ; 9i(t^e fel^lt mei^enS ober erf^eint nur alS 
braune giemlic^ matte Streifen, bie feiten fid^ n)eit t>erbreiten. 

S)a8 %Ui\d) iß fd^toad^ gelblid^ toeif , fein, fd^meljenb, um hai 
fternl^aud faum ttxoai förnig, ))on belifatem n^einartigen ettoaS f^tood^ 
mUfirtenBudCergefd^madTe, ettoa^ dl^nlic^ bem ®efd^madte ber ®t (9ermatn* 

2)a^ fternfiauS iß gefd^loffen, mit nur Heiner, oft nur l^alb auö- 
gebilbeter ^ol^ler Sc^fe. SDie ftommem fmb gro^ unb gerdumtg uitb ent« 
l^olten grof e, braune, t>oll{ommene, langeifdrmige fterne. S>ie ftelc^rfi^ 
iß fel^r furj. 

Meife unb »u^ung: 3ß j^au^dd^lid^ Xafelfrud^t, reift in ^te^ 
ßg^r ®egenb in toarmen Sauren gegen ßnbe @e)>t, in üil^leren erfi ßnbe 
&t^f. unb auf. Oct» 3ß auf ben »red^epunft nid^t fe^r eigen. 

^cr Saum tv&d^ft raf^ unb gefunb unb t^ na^ meinen bU^crigen (^fa^nmgm 
au(6 l^ier frfil^ unb red^t fnMibtbar. ©ontmertrieSe mittelfktf, f^lanf, fef^en in jicmli^ 
{pi^en äSinfeln an, fmb oliDenfarbig, ^ol^lrei^, bp^ fein )>un!tirt Slatt OTittelgrog, 
jicmli^i^ eiförmig, ^ufig f afi eHiptifci^, ettoa« rirnienfötmig , glSitjenb, nur gang fein 
gcja^nt, fa^ nur gtrfiitbctt. Äfterbl&tter fabenfßrmig. ©lott ber grud^taugen eiförmig, 
wtr gerfinbeft ^ugcn bidtbau<]^ig, fontfij^, abfh^enb. 

Oberbiedf, 



T5 
Ho. 288. tdcrlicftf Aittefttm* ^^tcl i, s. i (2) ; 8uc. i^ (Ol) i <^; 3- Jif i («> 




Mtrli09ri 



gimtic^ ** t- Sept. Oct. 



J^eitnatl^ unb SSortommen: S)et SKuttoBaum Befonb ftd^ 
\ifün wx rtttKt ungeffii^r 50 Saluten im ®atttn beS ^etttt ®ut8Beft^er< 
ScberBognt in l@ennefenfieii Bei äRagbebutg. i^err S. n)änf(^te btn 
SKttnen gu er^l^ren unb fanbte ^rfi^te an X)o^na^^ Suca^, OBevbic^ 
imb an mit). SBen toor bie SSirne unBefonnt , . oBer fte etKArtin fte 
ffit fe^r gut unb ^^id^iat, unb jte l^at fi^ au^ in il^rer i^einuä^ 
BeieiW fe^r BtUeBt gemad^. 

£itetatur unb St^non^me: SDod^nol^I BefAmb fle in feiner $om«na ftU 
Seberbogend JDec^ant^btrne, |^at fte aber in feinem Sül^ret nicbt erto&^nt, 
Segen be« nnbefKmmten iBcgriffe« einer SDed^antebime Dertoarf ßuca« tiefe Söegei^s 
jorn^ unb f^e tfi feit jener Rdi unter bem \>en Sucod geiD&I^Iten ^amtn 8 eber« 
(ogend Butterbirne inoer SRaabeburger (Segenb loerbreitet unb bef acuter go^ 
ttürben, toe^l^alb i^ biefen gur Ueberfd^rift- »S^lte. ' 

(Se^alt: etooS )>etAnber(ic^/ boc^ immer eitunb. Um beh StlS) 
toilBt fie flc^ ^aä) unb jtt)ar fo, ba^ fie mei|i no^ gut aufßel^t. SRa^ 



76 

bem Stiele ju ^nb gri|er getoa^fene Städte Idnget ober fütjet ftorl 
oBgeflumpft \f\\i, unb erfreuten guMUen faft mittelBatt4^ig. ftleinere 
bagegen k)eTfd^mdIetn ftd^ na^ bem @^e(e gu unb »werben fo ehooS teget^ 
f6mtig^ tt)ie oben bie Ketnete efngejetd^nete Sntd^t na^loetöt 2)le 
»irne mt^t 2— 2V4'' in bet »teite unb 2V4— 2V»'' in ber ^d^e. 

fteld^: geIB6raun, l^att« unb f f)t^6lAttttg; aufteii^t ober nieberliegenb, 
offen; in regelmäßiger, fei(!^ter UQb toeiter Sinfenfung. 

@tiel: grfinBraun, lii IW lang, jiemtid^ {tarf, oft tnof^ig, in 
feicS^ter ^Sf)lt, meifl neben einem ^6ätx, ber i^n fd^ief brfidEt. 

®^ale: grfinlic^ l^eQcitronengelb, mit feinen grünen, in ber Steife 
unbeutlid^ tt)erbenben fünften , an ber ©onnenfeite ^ie unb ba etoaj 
Seifiger or^ingef arbiger JRdtl^e unb fe^r menig 9to^ um iteld^ ttnb ©tieL 

%Ui^(S): toeif, ettoaS f5rnig, bo^ fel^r faftretd^, )iemU^ butter^aft, 
nur etn^aS rau[(^enb, n)eil man bie ftörnt^en im ^leifd^e fpürt, gul^t 
gan) auflMtc^, oon angenehmem, ettoa^ f&uerlid^ ffißen, jiendic^ toto 
{igen (Slefc^mad* 

St t X nf) an i: ebenfaSd mit etmaS Sömc^en umgden, t)oQ- ober 
ettoaS ^ol^iac^fig, Kammern mufc^elfirmig mit ooEfommenen I&ngliden 
ettt)a8 ^eUbraunen, mit einem Seinen ^Ütt t)erfe^enen jtetnen. 

9t e i f e unb 9{ u ^ u n g : bie ^ixnt reift gegen @nbe @ept« unb 
bauert hü Witt SDctdber,. ift auf bie $p<feieit nic^t eigen, fo baf 
man oon S(nfang Bept US 8(nf. October p^ndtn tann unb felbfl im 
October auf ben 99dumen oiiSig gelbgetoorbene ^fi^te finb noc^ faft« 
rei(^ unb lool^lfd^medenb. 2Benn aber aud^ bie Sirne {eine Siafdfru^t 
aUerer^en Mangel i^ , f ifi fie boc^ immer eine, ber be^en t)om ^weiten 
Kang unb n)irb ^tbermann gefallen. 

(Sigenfc^aften bed-aSaume^: berfelbe todtj^ft raf^ unb i^ ge^ 
fttttb, gibt fd^dne ^o^ftdmme mit l^oii^gel^enber ftrone unb liefert all- 
jährlich eine 3Renge ber fc^l^njien grfii^te. — !Z)ie 8Utter fittb 
mittelgroß; lang unb fd^mal, ftarf lAng(i(^ eirunb mit au^taufenber 
Spi^e, bie fcj^maljlen lanjettf»rmig; IVi— IV»* breit; V/i—aVi'' lang, 
glatt, regelmäßig, titcaS bogenförmig feiert unb ftnmpf gefdgt ; am @ommer< 
jtoeige ftnb fie länger unb' breiter, me^r länglid^ ooal unb ebenfo, aber 
gröber unb f(!^ärfer gefägt, fc^iff förmig unb ftd^elförmig, )temlic^ lang 
geflielt — Slfitl^enfnofpen )ur Qtit Hein, (egelförmig, flum))ff)>i^/ 
^eQbraun mit toeißltc^em Anfluge. — ® ommerjtoeige bid unb ßatf^ 
ettoa8 ftufig; leberfarbtg; oielfac^ fein f<!^mu^ign)eiß ))unttirt 



77 
No.289. fM IX. Citl n, 3. 1 (,8); Suc I, (TO) a b.; Sai^n U, i (2). 



"^^ 




^tnS IX, BiBcrt. aSornfi •, toa^rfi^rinli^ •*. Stpt. Oct. 

$eimat^ unb SBortcmmen: ©ie ijl ^n ©fimling ffliBottS 
«1^ Um 3aS)it 1834. Der Saum lieferte We erpen grfii^te 1847 unb ^ 
iqtigte ft^ fogleit^ ol« fe^r fnid^lbar. Sld eine ^ifil^ian ^ru^t be« 
nannte fie b<rfeIB< nat^ bem $at)P $iud IX. — äRetn airö Sßa|)cltug 
Steigen etjogener S9aum gaS bfc erfte fS^ui^t 1860 unb wenn i$ mit 
tiefen (Srpiingeii nit^t re^t jufrieben war, f« »enifljienS nic^t bem 
8o6t »itoort« entfprec^eitb fanb, fo ^at bieä »o^l an bem Kl^Iek ©mumet 
gelegen unb in lAnftigen ^a^rcn wirb bfeJBftne fn^on Ecffer fein, unb 
i^nn fonp fc^önett äeu^etn entfpre^en, 

Eittiatut unb ©ptwjnBmc Bioett btfi^ritb pt Im Sfib. n, S. 106 qM 
r«lro pio Et, — fibon b'aitol. Lörte synon, E. 89 imb Sougorb 6. S9 fi^itttm 
1« «K hm mit «Itat »on Siö. — ebräfo bi( BelBifc^tn unb ftanjbfiifSm ßm.^ 
xifio^teiflaitlStfa^nma. Z>o(^na^r €. ll8^t|tt nU^bß^iueiX. aufatiSp. 



78 

Oeflalt: ieit>o¥t f^Ubett fit al| gtof, p^romibal, na^ bem Stü^ 
]u am Bteiteßen, )90ti ba an na^ unb na^ gleic^mdf ig fi^ i^erfüngenb 
bU }ttm Stiele l^iit. (Sr ^at fie au^ biefer 8ffd^ibiing entf)>te^enb 
^od^fioitc^ig (egelfdtmig, oben etiuitb^ nai!^ bem @tiele )u fegelförmtg, 
obne (Einbiegung nad^ bem Stiele ju^ gejei^net unb jioat SVi^' breit unb 
faft 4^' ^o(^. 9n meinem ted^t heftigen jjungen ^^tamibbaume xouifi 
fie aber nur fc gto^, tt)ie )>i>n mir gegei^net unb ^atte bie obige eirunbe, 
naä^ bem Stiele )U Bimffrmig^egelffrmige ®e{lalt. 

ftel^: l^art:: unb f))i^BIdttrig , gelbbraun^ offen ^ in fe^r flauer, 
tegebn&figtr @infenfung ol^ne Umgebung k)on beulen* Xu(^ i{l bie Xb« 
runbung ber SBime gleichförmig unb fd^6n. 

@tiel: mdfig lang, giemlic!^ ftort unb ßetf, gelbbraun^ ^e^ oben 
auf ber &pii^t mit ^eifd^an^ang, ober ge^t obne Xbfal in bie ^ru^t fiber. 

@^ale: glatt, l^eOgrün, ft>5ter citronengelb, mit nod^ etioaS grftnen 
Stellen, an ber Sonnenfeite mit leidster erbartiger 9Ut^e , unb mit feinen 
brftunli^en unb grftnen fünften unb ttnai 9toß um ftelti^ unb Stiel 
ytadf Sefc^reibung unb Slbbilbung berfelben bei Sit., fcb^int im xo&t^ 
meren belgif^en (Slinta bie Stdtbe unb 83ero{lung ftdrier )u »erben. 

SfUifc^: na(6 9i)). fein; fc^melgenb, bittter^aft, faftig; gegucfect imb florf abet 
nid^t mfl^firt detoür^t. ^n meinen grüd^ten «Dar e« gclblid^n>ei|, l^Ibfein, tauf<^enb, 
cttoa« tocittiftsgeJDÜrat fÄ6, ol^ne befonbtre Sorgüge. 

itetnl^au«: mit etoa«, bo^ nid^t gi^ melen ^btnd^en umgeben, f4)oa<l^ l^ö^l- 
<^#9/ itammem nid^i ju gto^. ^erne i»oOnfommen, bunfelbronn, giemlii^ ^pii^, oben 
mit fd^ttXK^em ^Mtt. 

^9leifeunb9^utun9: $)ie Sfteifjett ße^t na^ ^iDort itodb ni<i^t fefi, einmal 
reifte fie (Snbe October, bae folgenbe SRal 9){itte 8e^t. 3n ai^etningen xoax fit iSnbe 
Oct reif. iRad^ biefem erflen (Ertrage ifl fie freiließ nur II. SHange«, bod^ mu( fie 
immer no(^ »eiter unb g»ar in befferen Sommern beobachtet »erben. 

($igenf<!^aften bed ^aumeiS: S>erfelbe lo&d^fi frftfttg unb fd^bn v^romibal, 
fefrte au^ balb ^c^t^olg an unb terflprici^t fel^r fru(!^tbar gu n>erben, tote i^n SiDort 
f(|ilbert. f^on ben t>on il^m am ÜRutterbaume bemerften dornen ^abe ü!^ an bem 
mehligen ni^t4 loal^rgntommen. -^ S>ie 91&ttet finb grof, am Xrag^ola^ nnb am 
@runbe ber fiarfen €fommer3toeige ftnb bie fi^bnflen unb größten [l&ngli^ etruab 
unb läiiglidj Qoal mit au«laufenber ^pi^t, l^k—'^W '^teit, bi« SV," lang, einzelne 
finb au(^ etliptifi^ unb langettfbrmtg unb biefe 0onn ^aben meifi aud§ bie SBlfittcr M 
©ommerjtocia« in feiner SD^itte, nai^ feinem €nbe l^in finb fte breitelli^>tif(^ ; fic finb * 
glatt, tegelmafig fein-, etma« feid^t geffigt^ «m Sommer^tDeige finb fte fd^rfor gcfSgt, 
fd^ifffbrmig unb flarf ft^elfbrmig, am 8lanbe etttKi^ loeOenfbrnitg, Mntedgriln imb 
gl&njenb, reid^geabert Stiel bünn, fieif, gcrobcau^fel^enb, bie 93l5tter botan ettoad 
ilber^ngenb. *— ^lüt]^enfnof)>en fegelfbrmtg, fanf tgeffi^t, bimfelbroun. Sommer« 
}»e(ge olit>engtftn, an bei Sottncnfeile gelbrbt^lu^ mit liemltd^ \>idm, midH gr«!««, 
broungclblii^ $nn(teti. 3. 



79 
No. 290. IfMriiiitf Qitleriim. 5Dieli«3. 2.; Sucin, i«.; 3aiftn,ii,2. 




lUiKillfi Hxtterkime. 0. Slotoi» ^, 9^1 Oct mc^me 9Bo<^csi. 



i^eimat^ nnb Sottommen: S^l^obe blcf^ SBitne <n9teifeni 
im 3a]^r 1865 auS bet Zxaumüvbtx Saumfd^ule t)on $emt Sel^tenJI, 
loeli^er fte Don k)an äXond etl^alten, Betommen. @{e l^at feitbem me^t^ 
maU getragen unb t)erbtent @m))fe]^(ung. 

2iteratiir unb @^non)^lne: Qef^rieBen flnbe i4 biefe gru(^t no(fi nitacnbd, 
tte^f aber toirb im gtottbeder Katalog 1866 (5. 9 unter bot neueren belgif(9en Sinten 
einer Benrr^ de Konning (Don ▼. Mons) gebadet, unb aud^ bie SBer^ei^niffe )>on 
^ßft)»tleu unb toon 2ero)^ en^alten eine Beiirr6 de Koning (ysn Mons), in beiben 
«U eine grof e fti^mebenbe Srud^t I. 9lange4, im 9^0)9. reifenb, Beiei^net, toeld^e i»iel^ 
Ui4t biefelbc fein bürftc. 

(B e flau : fe^t tegelrnftiig, f$6n Bitnfirmig^ SVs^ breit unb IV ^od^. 



80 

St tl 6): gtfinlid^ imb f^tüfitjli^ ixaxxn, Balb ja^iiartffl toorjle^nb, 
bau mit I&ngeren Sinf^nitten unb gutüdgefii^lageK (je naäj/btm {t^ bie 
@)>t^en ber fteld^Bl&tter etrl^oltett l^aBen ober ^ertrodtnet finb), offen, in 
einet Reinen, eBenen 93erKefung fle^enb. 

@tiei: grfin(i(i^ unb l^eObtaun, mit ^elleven'gJttntten, bei red^t mt^:: 
gebilbeten %t&6^itn in einer üeinen, Ätnm SBertiefung ^el^nb, jumeilen 
aber auc^ an ber S^d^t mit fletfd^igen SBuIfien üerfe^en. 

@d^ale: jiemlid^ fein, gtatt, ton grünlid^ blaf gelber ^orbe ol^ne 
alle äUt^e, bie aber bei re^t befonnten grfic^ten in ber SReife ^ifyin 
^eQgelB toirb , mit ))ielen fe^r bet;tli(^en l^eKbraunen fünften unb ge^ 
xoSf^nüä) am ®ticl unb am fteld^ mit einem ^eObraunen %oftfIedE k)erfe|fen. 

fternl^attS: nur fein angebeutet. •:- Sd^fenl^^l^Ie jiemlid^ gro^; 
gdc^er fel^r gerdumtg, mit fd^önen, t)pllen, braunen fternen Derfei^en. 

^leifd^: gdbßd^ n)ei^, jiemlic^ fein, jtoar nid^t butterl^aft, bodl^ im 
SRunbe fid^' ganj au^&fenb, fe^r faftig unb oon fel^r angenel^mem ge« 
n>ftriten (Bt^äpxtad. 

SReife unb ütu^ungr ^te Steife ber ^c^t am ^o^ftamm f&Itt 
gegen ia& (Snbe beS @e)^ember ober Snfangd October, bauert einige 
SSBod^en unb ed ifl bie SBirne aB %. h ju bejeid^nen. Ütatfirlid^ ift fle 
oud^ atö äßirt^fd^aftSoBß gu Braud^en, xomn fie nod^ niS^t ganj reif 
getoorben ifl. 

S3aum: ge^tf d^(n in bie Suft, fd^eintjvoar ^arf gu toa^fen, tt)irb 

aber bemungead^tet Balb unb fel^r frud^tbar. 

t>. glotott). 

SEßte i(^ bie Sinte bed 9lamend bon ^apeleu in einem jungen ^^rantib^aum 
(efi^e, berfreilid^ aber nod^ Seine grüßte brad^te, finb bie Glättet tote id^.fte oben 
neben bie 8ime gegei^net l^abe; eiiunb balb mit längerer, balb fürjerer metfl aiK- 
loufenbet Spitzt, an; €^ele oft ^erafbrmig, glatt, rtgelmll^ig, meifi ^iemlit^ fein 
0effigt ^lät]^enfnof)}en f(^einen mittelgroß, fhtmpffpit^fegelfbrmig, glatt, bunfelbraun 
lU fein. S)ie ^ommer^toeige finb grünli(^ gelbbraun^ m^ oben ^in gerbt^et, mit 
giemltd^ oielen gelbli(|en fünften. 



81 



No. 291. misniarMd Strgamttte. ©Icl i, 2. 2.; finc. iv, 1 a (b); Sal^n il, 2, 




IUink^atM0 ßtr^ümolU. ©icl (tan a^on«). Saft ** Mnb t. Oct 

i^eimat^ unb SBorfomm,en: ^iel erl^telt biefe S^u<^t uon 
^rm Min Wan&, t>on bem {te etjogen \% @ie fc^eint ftc^ anbemeit 
faum erhalten gu l^aben^ ba man fte in neueren Belgif<!^en uub fTan3$'fis 
f^en Satatogen ntc^t finbet; n)ie au^ ber Sonboner Satalog fte nid^t 
fyxt. Sei bej: teilten ^xnä)tiaxUit ber Sorte unb bem SoBe, n>el(j^e8 
S)tel i^r ert^etlt^ Bin id) noc^ nic^t entfc^ieben, oB fie neBen ber Kotigen 
Seigamotte S^iel^, ber fie }icmli(!^ &^nli(^ ifl, al^ entBel^rlic^ UixaäfUt 
iDetben barf, uub mu| bieg namentlid^ in füblic^erer Oegenb noc^ 
toeiter erforfc^t werben. SÄein Steig erhielt id^ t)on ©iel. 

2xttxaiux unb €f^non^me: 5DieI, Qatal 2te ^ortf. @. 93. Sbitixi^ I, 
S. 634 nur na(^ ^iel. ^onft ^nbe id^ fte nirgenb«. ^n t>an SRond (Satalog« toivb 
fc 6ct. II, yit 84 unter bem Dramen Klinkhardt Dorfommen, olj^ne ©cifatj Don 
BatgamoUe, 

©ejlalt: ©töpe nad^ Diel 2" Breit unb ^o(^, Bei mir erreid^te 
pc biefe (Sröße Biö^er nlc^t toollfommen, unb toax mel^rmaW nur 1%" 
in ber SKe^rja^I ber Sjemplare grof . S)er 93auc^ {t^t fafl in ber ^itte^ 
nur ettoag nac^r bem ftelc^e f^in, um ben fte ftd^ rafc^ ]UU)öIBt unb 
fUat aBftumpft, fo baß fte gut aufpelzt. 3laif bem @tiele enbigt fie 

dOiffcriste^ ^anb(u(^ bex Obfllunbc. V. 6 



82 

♦ 

mit [önft crl^aBencn Slnicn, ober mit fd^wad^en SinBicgiingcn in eine 
furjc bitfc, nur »cnig abftc(lumpftc, ^dufla mcbr jugcrunbcte ©pifec 

ftcl^: erf^cint mcijl l^artfi^alig, ^at in jclncr aSottfommcn^ctt 
jebo(i^ fc^male aufHegenbe 3(u^f C^nttte ^ bie meifl fc^(en, tfl toett offen 
unb fi^t in pa(!^ct tücitcr ©cutiing, beten 8lanb nur fla(i^c SSeulcn jeigt, 
bie flad^ unb Brett fiBer bie grui^t ft(!& l^iuiie^en unb einzeln fi^ etn>a$ 
toorbrängen^ ober eine Seite ber Snid)t l^o^er machen aU bie anbere. 

©ticl: bi(f, l^oljig, 1— IV4" löug^ "ut toenig ober gor ni(^t jut 
@ette gebogen; toentg gefrumtnt, ft^t in enger ^d^(e ober tt)ie eingeßedt 

@(^ale: Dom ^aume mattgrän, in ber Steife grüngelb ober giem« 
lid^ gelb; bo(^ ift meifl nic^t ))iel ba\)on }u feigen , ba ein oft etwaS 
tauiger 3lofl bie grud^t t^cilä aK Ueberjug, t^eilä jerfprengt überjie^t, 
ber jutt)etlen neuartig. fi(^ barftcQt. ®o toar er jeboti^ bei mir nur 
QXi einem Sprobejweige, ber ben größten 3;^eil be8 Jageg feine ©onne 
l^atte, (x\\ einem fonniger gefleUteU; too au(^ bie grut^t fc^on mel^c 
®fite J^atte, toar ber 9to{l jcrfprengt unb toeniger ^duftg. Slit^e fa^ 
S&j nur 1850 aW leichten, unbebeutenben anfing, in 7 anbern Sauren 
fehlte fie. fünfte unb ®eru(^ ni(^t bemertbar. 

SDag gleifd^ ijl gelblich tt)ei§, nad^ ©iel fibcrflie§enb t)on ©aft, 
buttcrl^aft fd^mcljcnb, oon toal^rem Sergamottgefc^mad. 3(3^ fanb eS um« 
ftern^au« fein Mrnig; fafl f(^meljenb, me^rmafö ^albft^meljcnb t)on 
ffif cm, fein weinigen, etwa« müäfirten ®ef(^ma(fe, 

, 2^ag J?ern^au8 l^at nur eine feine ober feine l^otjle Äc^fe, (jl 
flein; bie engen Jfammern en^altcn bide, nic^t lange, an ber ©pi^e cttt>a* 
gebogene, eiförmige Jlcrne. 

Sfteifc unb Dfiiitung: jeitigt in guten S^^rcn 3(nf. Oct. unb mu6 8 2;a9e tjot 
ber SBaumreife ab. 3jl ^auptffic^tid^ nur 3:afeIFru(^t ^ 

^cc Saum xtMJ^ gut unb geigten bie $robe|itveige fi^^ red^t fni(|tBat. 
C^onmicrtriebe m&^ig j)ar!, (ebergelb, etn)a6 in On))e fpielenb, nac^ oben ettt^ad tvodig, 
nur Jvenifl punftirt. Sßlatt brid^t ttjottig au«, bleibt büfler, ifl eiförmig, fajl ftacj 
ausgebreitet unb mcl^r gci<inbclt alö geja^nt. ©tatt ber grud^taugen cinjeln eiförmig, 
meijl lang unb fpi^ eiförmig, juioeilen eilanjettUcibf oft etwa« kettenförmig, nur ge« 
r&nbelt. Stugen furg, giemlic^ fonif^, etn^ad abflel^enb. 

Slnm. SBon ber SRotl^en ©crgamotte 5J)icIö, öon ber fie too^t ein ©fimling 
fein in?(6te, unterfc^eibet ficfK^, fon?eit bie« mit Sßortcn bejcitl^net »erben fann, 
t^eilö burd^ ben SWanget ber a^ibt^e (tvicnjof^l in ctipaö fcuci^tem ©oben, n^o bie 
SRütl^c SBcrgamotte i^re rc(^tc ©ro^e unb @iite erlangt, bicfe gc\t>5]^iili(^ <x\\^ V^^^ft 
»enig ober feine SRbt^e jcigt) unb in meiner @egoib burc^ ettvaö »cnigcr @iUc unb 
mc^r 9ioj), ettoa ouc^ nod^ burc^ bad langeifbrmige ©latt. * 

Oberbied. 



SS 



No. 292. e$itt eiiM)ef 4ler8«iutte. SD ie I n, 2. 2. ; 8 u c. IV, l ». ; 3a l^ n II, 2. 




Sifitt 2iimt\}tX'ßtXiamMt. ^el (t^u^aTnel). '^. matt Oct 3 fBc^tn. 

j£>cimatl^ unb SSortommen: SDicfe grud^t fti^ciitt toenig toers^ 
Breitet unb no^ fcl^x toenij befannt; oB fie gleid) Bereits t)ou Dw^amel^ 
Ortflr^SluSj. 93b. H, p. 163, %. XX. aU Bergamotte suissc, mlä^t im 
OctoBet reift, Bef^rieBen unb aBgeBilbet U)orben ijl. ^ä) f)ait jte oi^ 
beni ® arten bed ig^errn ^anbelSgdrtuer SRatBier in SDreeben erhalten, 
©ie i^ »eber mit bcr frühen @d^weijer-95ergamotte , noc^ mit ber 
©c^töcijerl^ofc ju toettocd^feln, fonbern tt)ie ftc!^ 5DieI, ^. I, ©. 45 mit 
ütd)t auSbritcft; „aU bie jpite ©c^mefler ber i^erBflBergamotte'' auju:: 
fc^en. »gl. aRonat«fc^ri|t f. SPomoIogie, 1857, ®. 361 unb folg. 

Literatur unb ©^non^me: ^u|er ^iti a. a. O. fliibet man fie au(!^ in 
(Utiff« \>oTOoIog. SEöoTterb. ©. 157 unb ^icrnac^ in SDittri* I, IWr. 2 12. — !Dic »on 
^aper, Pom. Francon. auf laf. XXXIII. 9c<^rbcnc Slbbilbung jlinimt fcl^r »eniö mit 
ber »0TPe()cnben übrrcin. Unter bcn neueren frang. homologen flnbet fic f«!^ unter 
bem 92anien Berg, stiisse turbin^ in Noisette mAnuel 1829, p. 425, bei Couverchel 
3839, p. 478, im Bon jardinier 1856, p. 349. — 9loi{ette, im jardin fruitier 1821, ©. 108 
^Äll pe nur für eine S3arietfit bcr ^crbflbcrgomotre unb burfte bic« ttjo^l n?citere Prüfung 
Dctbicnen, €ie \\i nur in jcber ©egic^ng n?cit jarter unb feiner al« biefe. Söci be« 
©ngldnbcm fliibe i* pc fAon in Langley pomonn 1729 abgcbilbet unb jujar'ber 
nn^rigcu &^nli<^, aber u>eit größer, unb niebriger a(9 breit, M Swiss Berg. T. 63, 
Fig. 8. 3m Katalog ber Sonboner ®artcnbau=(äJefca((^. 3, «Wr. 48 (runbl.)/ a«<^ in 
2tnb(c^ unb fioubon aU SwIbs Berg., bann aucti in 2)on;uing @. 367. 



84 

®ejlatt: ^te %xuä)t tft Balb etoa« iplattrunb, xok bie o6en ge^ 
geBene abbilbung jeigt, 2V8" bxclt unb 2^ ^o^, bafb fojl t)flaig fuget 
fdxmig ; bcd^ ^abe iä) anäf xotitift gefunben ; bte naä) bem Stiel etU)a^ 
julief cn unb mit einem f ur gen ^pii^6)m in ben ©tieC übergingen, ©ag SBets 
^dltni§ ber ©öl^e jut breite betrug 2^8 unb 2%. 2l6n weber uiebrigere, 
noc^ Ireijelfönnig naSf bem ©tiele gulaufenbe ftub mir öoraelommen. 

Stlä): grunlic^ unb etwa^ BrAunlli^, n>euig ipei^woUig^ furAblattrig, 
aufliegenb/ offen unb in einer feid)ten SSertiefung ol^e aQe galten fle^enb* 

®tiel: gelBIit^ ober grimlic^ unb ettt)a^ rotl^braun gef&rbt^ mit 
braunen g^unften unb fnof))ig ; {le^t in einer fel^r Keinen, flad^en SSertiefung. 

@d;ale: fe^r fein^ glatt^ geft^meibig, mit Dielen feinen^ beutlic^en 
braunen ^Sitnften Derfe^en. S)ie ©runbfarbe ifl gelbL grün, aber wm 
©tiel big jum Süi) mit fe^r regelmäßigen, abmec^felnb bloßgelbcn 
Streifen tjerfe^en, wefd^e an ber ©onnenfeite einen röt^Ii(!^en Anflug 
etl^alteU; ber baburi^ no(^ ))erpdrft mirb, baß bie ^eQbrfiunen fünfte 
ber ©c^ale aud^ ettt>a8 rät^Iici^ umjloffen fmb. SSom Äeld)e ge^en blc 
©treifen fel^r regelmäßig abivec^felnb unb flarf t)on bem ©run abgefegt 
ani, nur auf ber ©d^attenfeite befinbet fic^ meiften^ ein breiterer grüner 
©treifen, n>o ba^ ®e(6 nur f($tt)a(^ burc^fc^eint 

Sttmf^ctu^: nur fel^r jart atiQcbeutet; bie 9ixtnf)b^U i^ebeutenb groß, S^^^^^ 
groß unb fel^r gerSumig, <)cU)51^nUci^ ixoti fd^5ne £crne etitl^altenb. 

gleifc^: fei^r n>eiß, in9 ©elblid^e f^ielenb, fein, totl^ uiib ftd^ beim Jtaueft 
Ux^t auflöfenb, bod) (ann man e$ ni^t butter^aft nennen, aud^ ifl ed nic^t Ibefonberd 
faftig, bod^ ber @efc^madf angenel^m füß unb etn^ad geivürjt. 

SRcifc unb Jiu^ung: blcfelSe tritt übercinjitmmenb mit bcn Angaben ber 
oligeffi^rten homologen unb befonberd auc^ Sinble^*« in bei gleiten $dlfU M 
flißjnt» October ein. £)ie j^ruc^t l^&U fid^ aber ettoa 3 SSBod^en, ivenn fte red^t gut 
oufbetoal^tt loolrb. 

SDer SBaum fd^etnt (lein in bleiben, aber fel^t tragbar ^u toerben. 92ad^ ^iel 
jeic^net er fic^ burd^ ^^ramibcnförmigen SGßud^ö au^. Sin bcn oHöengnlncn (Sommer* 
trieben jinb Bftcrß einige blafegclblid^e ober r^tl^lid^e ©treifen ^u bemcrfen, Je nad^bem 
pe mel^r ober toenlgcr tjon ber Sonne getroffen »erben. ü. glotoiV. 

©err 2Raibier in $)re«bcn war fo gütig, mir jur ©eobad^tung ber SBegetation 
Steige ju fenben, ba mir bte ©orte, bte id^ frül^er ))on Oberbiedf ^atte, in einem 
(tlten hinter »ieber gu (ä)runbe gegangen ifi. SBie bie oben mit i^r Derglic^ene 
l^bjlbergamotte iß fte überl^anpt gftrtltd^ unb gegen ^ftlte em^ftnbltd^. SDie Bt&ttet, 
foweit ic^ fte im erjicn Sommer bcurtl^eilen fann, pnb eir unb, tote pe au<b S)u]^amel 
iiet(!^nete, im no^ jugenbli^en 3upanbe nad^. bem Stiele ju leilformtg, U)te bied 
OBd^ iDiel bemetft. 3<^ l^abe beibe gformen oben neben bie {^ucbt gegeid^net. Sie 
pnb glatt, befonbere im nt^t audgen^td^fenen 3upanbe aiemlitb fc^orf gefägt. 

3a^n. 



. 85 

No. 293. aifj. t>itl I, (IL) 3. a.; Cut. ra, J (3) ».; 3a^n V, 8. 



-^ 




iHr. aiöott (©owning). ** obft * Dclrttt, au^ fpSt«. 

J^cinat^ unb aSortommen: <Sie Itannnt aul Stnntfa aaSbon 
®aTten einn ^abame ^i; (n SBdjIoii tinb tarn 1830 nai^ granheb^ 
3<^ Ifoit fc »Dt im^Teren ^a^ien tmi ber Sauntfi^ulc be$ fmi. $einr. 
Vt^nnS iu XiaDtmfintie -in ^fio))fieifcin erhalten. ®ie ^at td mix 
mti)xmaU getiogcn unb iß old eine fc^i gute f^ßne ^ti^^fruc^t g« 
ttii)>fe^[en. 

Eilttatui snb eononDrac »ivfltt MAticb btcfdbe tm «Itum IB, 
6. 133 alfl Poire Lewii wit b(m e^HOTi^m Poire LouIb unb Kftcte He 
jicmlit^ ron.glriifitt 0onn mit obiger äc'E^iii>n{:| , nut firBg» ab. €t gibt an, bag 
^( unter bi([nn Slamcn ai% %l{[annltfle» fti, boi^ in Stlgicn ui^ granfTtii^ <iu<$ 



86 

oft Poire Leurs genannt tocrbe. — ^ret)ojl ^at flc jucrjl ol« heun (tm9loum. 
feüHct. e. 101) be(($ricben. — l«a<!& fiirpn b'STir ol. Descr. I, 6. 40 ijl biefer leftterc 
fflamtn bur<l& Korruption cntjlanben- 5Dcr[eIbe toeiöt Desoription II, (5. 48 unter 
Diz auf Lewis Fear in Tom. I, l^in mit ber SBcnterfung , bafi Dlz ter ri(!^tige 
Slome biefet S3ime fei. — 3m IV. ©anbc ber be(gif(!ben «nnaten ©. 48 bc- 
f^rieb fie ncmlH S3it)ort injttjifc^en not^maW al« Poire Dix mit bem ©pnon. Ma- 
dame Diz, irrt^fimlicb aud^, U)ie er ^in^ufügt, \nit bem )>on Lewis Pear, benn ber 
IRamen Lewis P. ober P. Louis gehöre einer gang anberen, t)on ber £)ir t>erf<i^ies 
benen, ebcnfoDd amcrifanifc^en grud^t, bie ©ioort auc^ im Umriffc (toie ©otoning 
^. 441) M eine Heine, furgfeaelförmige SBirne neben ber je^t fel^r l^übfd^ bim« 
förmig, aber ebenfall« febr grop abgebilbeten 5Dir gejei(^net ^at. — 2er o» in 
Singer« gibt be«batb in f. SScrj. ber 5)ir ganj richtig nur ba« «S^non. Leurs l^iuju^ 
bie oei ibm im Oct. unb 9{oD. reift unb b^(t Lewis mit Sleifgett im 9lot>. unb 
San. bgöon getrennt. — ©owning bef(!brieb bie 5)ix S^nUc^ »ie ©ioort @. 378. 

(Seftalt: ^er t>orflel^enbe ^brig einer t>oQfommenen i^rud^t jeigt btc anfcl^nric^e 
@r5|e berfelbeU/ tt)e((^e fie bei mir auf ^oc^flamm feit mehreren ^a^ren erreicht b<^t. 
3^rc ^b^e betr&gt S'/g" unb ibre ©reite ctioa 25/8". 

Jteld^: grün unb brSunlid^, ettt)a« n>oIItg, fleif t)orfle§enb unb offen, 'in einer 
nur flad^en Vertiefung obne galten. 

(Stiel: ebenfaQ« grün, boc^ ifl ba\)on nur loenig. gu feigen, inbem ber grogte 
Xl^eil mit ^{otbbraun überlaufen ifl; auc^ bemerft man nur li>enig fünfte, gutt>eilen 
aber einige ^nbfpc^en. @r ße^t in einer niu: flad^en Vertiefung. , 

6(^ale: febr fein, glatt unb gefcbmeibig, »on gfarbe grünli(^ gelb ober l^eU^elb, 
auf ber @onnenfeite iebo$ etioa« bunfler gelb gefärbt, aber obne viht^t. 5Dabei ifl 
nid^t nur bie Jtetcb' unb ©tieU Vertiefung mit br&unltdbem SRofl bebcdt, fonbem aunib 
ber übrige Zfitil ber gru^t mit beutltcben fünften unb 3iemli<^ gal^lreii^en Sfloflftguren 
unb JÄojtflecfen, je m^ ber fiattgefunbcncn SBitterung, öcrfcben. 

^ernbau«: mit feinen ^brncben, bo(^giemIi(b beutli(!b angegeigt; bie Slc^fe ifl 
gar nicbt ober nur n)enig boi^l; bie J^&d^et etma« fcbmat unb lang, entl^alten aber 
bo(^ ft^bne lang gezogene ^erne. , 

gleifcb: gelblid^ »eig, fe^r fein, butterbaft t)on fe^r gutem gooürgigen ®t^ 
fc^marf. X. 1. aö. 2. 

Sieifgeit: !Ciefe tritt bei und im October ein unb mufi tool^I bea(^tet merben, 
inbem bie grucbt fc^neU vorüber gebt. — 9'iacb ©otoning reift \it im Oct. unb iRoö. 
— ©it)ort gibt bie Sleifjcit ®nbe Oct. biß 3<*"W^f ^^^r eoenfo ßiron b'Äirole«. ©eibe 
finben aber ba« gleifcb nur l^atbfein, f(bmelgenb, febr angencl^m ffiuerlic^ fü|, na(^ 
Siron ))on einem an bie 6t. (^ermain erinnernbcn ^efcbma(f. 

^er Vaum fd^eint CrSftig unb gut in bie ^b^e gu geben unb febr tragbar )u 
merben. 5Die triebe finb lelnedmeg« gartlitb. 

3«^ erjog bie grut^t bereit« ebenfall« au« Steigen, bie icb' unter bem 92amen 
Lewis Dom $errn ^ofrat)^ Vaßing empfing, ber obigen ßeitbnung entfpfetbenb, nur 
mebr bimfbrmtg unb tieincr. ^a« f^leifcb tvar an meiner grucbt nur b(ilbi(l)melgenb, 
l^albfcin, cttoa« fbrnig, bo<!^ angenehm gewürgt füg. 3(u« fiero^'« in 2(nger« ©ortis 
ment in Verlin ^atte i^ fie ebenfo, aber groger unb fc^bner unter bem 9eamen Diz. 
<Da« um« ^ernbau« giemlid^ ftarf lömige %Ui\äi dqu Unterer mar balbfcin, bod^ 
butterl^aft, unb febr angcnebm getoürgt fdbiwacb fäuerlicb füfi. — ®ie Vl&tter m.eine« 
Vaume« finb, n^ie icb fte oben neben ))on gloton)'« grud^t geicbne, breiteüiptiftb ober 
breitlangettfbrmig, nne Tie au^ Vit\ abbilbcte, glatt, regelmägig feingefägt. 9ln ben 
6ommergtt?eigen ftnb pe fcbmälcr, unb lanzettförmig. — Vlütbenfncfpen fegelfBrmig, 
pumpffpii^, bunfelbraun. — ©ommerjweige grünlicb gelbbraun, an ber ©onnenfeite 
{i^n)ad^ gerottet, mit n^enigen unb feinen gelblichen fßunften. 



87 



No. 294. ®ewei«e fUMxxnt. 3)iei m, 3. 2.; fiuc ix, i b.; Sai^n v, 2. 




Ämrinf ^fnnibxxnt. sicgci. tt k. o!t s ©. 



^eimatl; unb SSorfornmen: üiiegel verbreitete unb Befd^rieB 
fle ol^ne ÄngaBc i^re« Urf})rung^, fiil^tt üibeß an, baß jte in OBers 
ißrei«^ aQgemetn Befannt unb gleid^fam bort 311 $aufe fei. 

2itetatiit unb Spncn^mc: fiieöel IR. O. n, ©. 97, ^x. U9. ©on 
DuFä ©rüner ^fuiibbime, vid. beflcn Sf^cue *ÄcmoBflfoTten IV. ©änbtjen ©. 228 
(SSiifir. <&bb. II> @. 95.) ifl fte f(^on bur(^ bie SBeßetation Derft^ieben. 



88 

©c^alt: SBerdnbcTlid^, Balb freifelfirmifl^Timb, Bdb BtmfSrmig, 
3V2 6i« 4" \)oä) iinb 3" Breit. 5Dcr «aut^ liegt oBer^alB ber üHitte, 
\>on too ab bie ^n\(S)t naä^ bem Jteld^e ^tii ft(^ berartig aBue^menb 
ninbet, ba^ fie nicbt immer auffielen fanu. 9ia(^ bem ©ticlc f)i\x mac^t 
fie oft nur eine geringe, oft awä) |ldr!ere (Einbiegung unb eubigt mit 
einer me^r ober minber aBgeflumpften ftegelfpi^e. 

Sttlä): langblättrig, meiflen^ gefc^loffen ober ^alBoffen, in einer 
geräumigen^ mä^ig tiefen @infenfung oon ni^t ftarfen (Sr^aBen^eiten 
umgeben. 

©tiel: jlarf, 1 Bi« IV4" lang, ^cHbraun gefärbt, am (Srunb mit 
gleifd) nmringelt, ficijt meift gerabc auf ber 5Kitte ber gru(^t. 

@(^a(e: am S9aum bla^grün, auf bem Säger ^eügelblid^ o^ne 
SRötbe. 9lur fe§r feiten finbet man auf $od}flämmen ^xiid^tt, toüä^t 
etwa^ rot^braun an Der ® onnenfeitc angelaufen finb. 5ßunftc jablreid^, 
gebrängt unb gleid}ma^ig über bie ganje <2>d)aU oerbreitet. !Diefe(Beu 
finb ))on Bräunlicher ^arbe, fallen lebhaft in^ 3(uge unb tajfen bie ^rud^t 
leicht erfennen. 

gletfc^: xod^, lomic^t, abfna(fenb, magtg faftrctcb, Don einem angenel^men 
fügen, »enig l^erben ©cfc^marf. 

Äcrn^au«: grofe, cftvaö ]^ol)ta(!^fig , mit nmf(%elf5rmicjen lanc^en Kammern, 
meldte auf[aUenb lange gugefpi^te Jteme enfl^alten. 

Steife unb iJJntung: Octobcr, l^&lt fn^ aber lül^l oufbetoabtt, fcbr lange. 
Die bcfle ^dt il^rcr SScrtocnbung ifi, toenn bie Jarbc ber (Ed^alc inö ©elblid^grüne 
Übergel^t. (Scbä^bar ffir jeben ®ebrau(b in ber Oeconomie. 

^igenfd^aftenbed Saumed: ^reubiged äBat^öt^um unb @r5|e neben Dauer- 
^aftigfeit geid^nen il^n au«. (Sr ifl redbt frud^tbar, n^e^l^alb ftc^ bcnn Diele feiner B^^ig^ 
niebenoSrU neigen; cbenfo merben bie fefll^&ngenbcn J^rüc^tc nid()t leicht Don Stürmen 
abgeworfen. — SDie flarten, leberfarbigen, »enig punctirten Sommertriebe pnb nur 
feiten nacb oben l^in ttma^ ben)oQt Slfitter langeiförmig mit l^albau^Iaufenber Spitze, 
fafl nt(^t ober nur gan^ feidftt ge^a^nt. Slütbenlnofpen flar!, btd, mägig fpi^, flufig 
ettt^ad bODoHt. 

21 nm. 3^ empfing biefe Sorte birect Don ^rm Dr. Siegel imb erfreue mid^ 
all)&l^rti(^ ber großen Xragbarleit be« ^aume«, totste auc^ in raupen Sagen gut 

9«^"^^- ®(^mibt. 

Die Don ^errn OberfBrfler St^mibt beigegebenen Blätter finb breitcUiptifd^, Dom 
Sommerjtoeige fcbr grog nnb breit, 2V2" breit, SV«" lang, siemlic^ f<^arf gefägt, am 
tragbolje aber fc^mäler unb Heiner, unregelmäßig, Derloren unb flumpf gefägt, an 
ben (Siuf(^nitten faum et»a« »oOig, tt)ic bie6 Siegel ebenfaß« bemerft, fonft alatt 
Durt^ ba« ©lattfein unb burt^ bie Jorm ber SlSttcr unterfc^cibct pc^ biefe ipfunb* 
birne beutlic^ Don ber im ^anbb. befc^riebenen Q^rünen ^funbbinie, benn bereit Blätter 
ftnb l&ng(id^ oDal, auf beiben J^l&^en n)oQig, bo(!b ifl im 9lad)fommer oberl^alb bie 
SBoQe toenig mel^r bemerfUd^. 2lu^ eine Don ü^e^ger erl^altene ^fuubbirne ^at 
toollige, bo(9 »ieber anber« geformte, faft gänjlidb runbe Blätter. cv 



89 



No. 295. gergiüittc gtt>ettc. T>itl ii, 2. 2. ; Suc. iv, 1 a. ; gal^n 11, 2. 




iBf r9am0tte (Labttlt. 3)ici (^^ui^amei). * tt- oct 

^eintatl^ unb aSorfommcn: 3P cl"« altbcfanntc, aBer Jftct 
i^eme^felte ^Tuci^t^ in S)cuitf<i^Ianb n)oI}I wenig bctannt^ jebod^ gum 
To^en ©eituffe angencl^m, jum ftod^cn unb SSJclfcn rc^t btaii^Bar. 3n* 
engere ©ortiment gehört fie jcbod^ niä^t 2)iel crl^ielt bic ©orte auS 
9ari§ tmb Befam t^ mein Utii t>on i>k\, fo tt>te bie S^c^t t)on SDtel 
ftutfe eben fo nac^ Jg^errn^aufcn fam. 

Sit erat UT unb ©jjnonipme: 3)iel VIII, ©. 107 bie (Sabettc, öergamottc 
«abette, Poire de Cadet. 2)iel bewerft, bo^ Quintint^eö Poire de Cadet mcftt bie 
5)u^merf<bc fei« fönne, ba (Srflerer fte im Oct., fHon. unb S)ec. reifen Ufje. St 
Etienne, instruct. 8. 63, edit 1670: Le Milan dit Cadet de Bordeaux. ^txUi @. 98 

, ©. 43 taf. uytt.% 

Eingabe fe^It, ob ba^ 
j bem 8tie!c no<^ mebt 
mit gehinbeten Linien enbioenb, aU obige 8iöur,"tt)(i« ni^t' wefcntU(b ijl. (JbrCjl 
^nbbut^ unb fößrterbut^ (@. 163 mit ben @t^n. 6ici(if(be Qrrgamotte, Bergamotte 
moBqu^e de Sidlei »>el(^en 92anten i(^ fonfl nirgenb« gefunben b^be;) in beröottft 
9omol. fe^It \it. PoiDon. Francon., ^af. 31 fann bie red}te fein, Ifat ieboc^ gu i^icle 
9lötV. i^raft, 5tof. 124 bilbete [\t siemlic^ fenntlid^ ab, ald ^leinfle bergamotte, Beig. 
Cadette (yo^z aud^ fi^er ber @imi bed Flamen« unb nur ber @u^et(atio nit^t gan) 




90 

paf[tnb ifi). Su« ^apetcu'« €oIlectton f^aht i^ eine Barg. Cftdetu, )ebo(!^ augenMidP (id^ 
nur in einem fletnen B^^^^O^ <^uf ^robebaume, xoo bie $Be()etatton ftc^ nic^t gutügenb 
«igt, nnb fann nur »ermutigen, baß e« nit^t Obige fei. Cftdet de Veaux, toeld^e 
jboc^nal^I, atterbino« mit ? aU ©pnon^m bei Obiger auffül^rt, ijl, »ie i(6 fie erhielt, 
eine gang onbere. — SDccai^ne, II. Xeyt jRummer 42, Poire Cadette, mit htn 6^no* 
n))men Voie aux PrStreSf de Cadet, Milan de Bordeaux, Bi^mont unb Beauchamps, 
itnb ber Semerhmg, bag bie gruAt ftc^ in mel^reren Katalogen unter bem boppelten 
9^amen Beurr6 Beaucbamps unb Bergamotte Cadette finbe (xoit SBeibe aud^ $og^ im 
SRanuale @. 157 ibentificirt), tt)eel^alb er ben filteren Dramen getoä^It ^abe. ^Dccai^ne 
befcbreibt nun gtoar bie blüt^enfifinbigen Slfitter ber ^abette aU auf ber 9^ittelri)>))e 
toodig, l^at jeboc^ iebenfaUd nid)t bie redete ^ruc^t, fonbern tDo^l ungejn>eifelt bie Beau- 
ohamps Butterbirne, xo'it mir auc^ bie j^riebe einejS t)on ^ecaidne an £uca9 gefanbten 
Steife« ber Poire Cadette, tect(%cfl fiuca« mit mir tl^eilte unb 1861 einen flarffen $:rieb 
gemacht l^at, ben^eifen. S)te Beauchamps l^at gang glatte^, glfini^enbed, eUiptifcbe^ 
oft langettli^ed, noc^ bemerfbar gegal^nte^ ^(att unb ber £rieb ifl fletd l^oQ iBIStter^ 
äugen, auäf hUi lebergelb ober otioengrun, unb ifl cnblic^ bie ^rucbt o^ne merfli((e 
[Rot^e, nic^t mü«firt unb ioeit fd^melgcnber. — SRouener ©üUetin ©. 44 Voie aux 
PrStres !ann eber bie Obige fein. 

©efialt: gicmlid^ bergamottformig, nat^ |5)iel ber 9lotben ^erbfibutterbime 
(SRotben 2)c(bantdbirne1 giemlid^ 5^n(id), U)5brenb id^ fie im fangen unb auc^ iir 
©rb^e S^iel^ SRot^er ^ergamotte n^eit fi^nlie^er ftnbe. ^tx 93aud^ f^^t etn^ae m6^ 
bem #elc^e l^in, um ben bie ^ruä^i fid^ plattrunb n^blbt; nae^ bem Stiele nimmt fte 
balb etii>a0 f reif eiförmig, halk mit flac^ gerunbetcn fiinim ab. @e)ob^nIid^e ®rö|e 
274" breit unb l^od^, ober 3"' nie'briger. 

Sttl^ji giemli(!b flarf, langblfittrig, bo<!^ ^art unb fleif, offen, fij^t in gerSumi^et, 
au9gef(^n)eifter, oft giemlid^ tiefer Senfung, auf bereu 9ianb fic^ einige @rl^abeiil^etten 
bitben unb ffad^ über bie 3^ud)t binlaufen. 

©tiel: flarf, l^olgig, ^/i" lang, fi^t infleiner, mit etlichen fleinen Beulen um» 
gebener Vertiefung. 

©tjale: flarf, fein raul^, in ooDer 3citigung citronengelb ; freil^fingcnbe grüdSte 
^aben an ber 6onnenfeite etU)ad trübe, matte, erbartige, oenoafc^ene IKbtbe. $nnlte 
fel^r gal^lreic^, fein, ^eÜbraun, unb gcfeQen fi4 bagu oft Hinflüge oon gimmtfarbigem 
JRofle. ®eru(^' flarf, mü«irt. 

91t ifc^: mattmeig, fbmig, giemlic^ fefl, nad^ ^iel l^albfc^melgenb, l^ier nur fafl 
fo; ettoa« rauf($enb, nadb ^iel oon fügem, ^enjürgbaften, flarf müdfirten 3udPerge- 
fc^madfe, tt)5^renb in meiner ©egenb ha^ SO^ü^firte.nid^t flarf au^eprägt ifl. 

^ernl^aud: gef(!bloffen, l^at nur unbebeutenbe l^o^le Sl^fe; bie Kammern ent« 
l^altcn oiele fc^one, oottfommene, l^eHfaffecbraune eiförmige ^erne. Äcld:^o^le gcl^t 
gerunbet ettt>ad l^erab. 

9%eife unb D^ut^ung: B^itigt im Oct. unb ^5lt ftd^ in ber Steife nid^t lange. 
SD>hig merflic^ oor ber Baumreife gebrod^en tt>erben, um nic^t balb matt gu tt)crben. 
3n »armen S^^ren fanb id^ bie redjtc Brcdjigeit f<^on 6—9. 6ept., in anbern gegen 
URic^aeli«. 

ITer Baum n^fic^fl lebl^aft, ift gefunb, belaubt [\^ etn;a9 lid^t unb büfler, unb 
gelten bie Slefle in fpi^en SBinfeln in bie Suft. ©ommcrtriebe flarf, nac!^ oben tt>enig 
abnel^menb, nur tt)enig flufig, na(^ oben mit feiner SBoQe belegt, rotbbraun, l^fiuftg 
lebergetb, nur mit mattem d^otl^ überlaufen, ga^lreid), balb flarf, balb fein punftirt 
Blatt giemlic^ grog. ettt)ad büfler oon J^arbe, bricht im $rü^Itnge tooUig aud unb 
leigt felbfl im ^erbfle au4 auf ber oberen (Beite nod^ bie ©puren oon SBoue. $5upg 
ifl e« merfli(^ rinnenfbrmig, oft aud) mel^r flad^, eiförmig, oft lang unb fpi^ eiförmig, 
itngega^nt. Slfterbl&tter fehlen. Blatt ber ^md^taugen eiförmig ober langeiförmig, 
l^äufig gum Ooal neigenb, gu)oeilen am ©tiele etioa^ l^ergförmig eingegogen, unge^ 
aal^nt. %ugen flad^, l^ergförmig, anliegenb ober nur menig abfle^enb, ft^en auf 
Menitägem. Oterbicrf. 



91 



No. 296. CateoiKfet {^etbfliirite. ©iei n, 3. 2.; 8uc. m, 2 a.; sa^n t, 2. 




^tlmatf) unb SSottommen: S)iefe in i^rer %cifaett fe^r gute 
unb ju em))fe^Ienbe 93irne ^ait iäf fd^on t>or Dielen ^^^i^^n t)on einem 
guten greunbe an^ 93ö^men erhalten, tt>o fie^ U)ie auc^ in ^dl^ren^ fe^t 
Beliebt unb ^erdeitet fein foO; maS mir aud^ üon anbeten OBfljfidj^tetn in 
Sö^men Beßdtigt tj^otben. 



92 

£tteratur unb ^t^non^nte: 3<^ f^aht fte no4 ntrgenb^ bef^rteben (^cfunben, 
aud^ finb mir feine €^ncn)^mc Befannt. — 2ie<jel fü^rt jiwot in feiner Befdbretbunö 
neuer Obfif orten §. 2, ©. 47 eine (5ainon>efer'©ontmeTbuttcrbirn (i" br. iVi" ?>.) 
auf, bte aber mit ber in 9lebe fiel^enben nicbtd gemein ^at, aU bte ^inbeutunff auf 
benfelben Urf^runflöort. — 9(u(^ in t). Slebrentbarö $)eutf(^Ianb« Äeniobflfortcii unb 
in bem ^ata(o(te feiner $aumf(bu(e ftnbe id) biefe Sirne nic^t. ^benfon^^enig in bem 
^atalone t)on feiger in $obiebrab, ber fel^r oiele, angeblicb neue b5^mif4e SBimen 
enthält. 

©ef^alt: Gine auSgejeic^net fcI)Bne, lange 93irne, tt)ie berSTbriJ jeigt, 278 bi« 
3* breit unb 4" ]^o(^. 

^el(b: grünlic^, ettead tooVixci, jiemli(^ feingefpi^t, offen anfliegenb, unb fielet 
in einer ettoad engen, roßigen Vertiefung, obne galten. 

©tiel: in einer Ileinen bcrofieten SBerticfung ftcl^enb, l^cDbraun, mit einigen 
erl^abenen fünften t>erfel^en unb fnofpig. 

@(bale: fein, bid auf einige 97 oflfleife glatt unb gefd^meibig, ))on $arbe gelblid^ 
grün, ober grünlid^ gelb, wa^ aber ouf ber 6onnenfcite golbgelb ober gclbrot)^ toerbcn, 
ia gun^eilen gan^ in !;eKrotl^ übergeben, unb etn>a0 geflammt ober t>errieben ii>erben 
tann. SDabei bcmerft man tiefe beutlidje hellbraune fünfte, bie fid^ befonbcrö bur<5 
l^ellere 3)?onbe im SRot^en bemerllic^ machen, unb braune 97oftflc(fen unb Sflofiftgurcn. 

^ernl^aud: burc^ feine jtörnd^en nur f($n>a(^ angebeutet, l^t eine fel^r fiarfe 
9[(bfen^5l^le; bie %^d^tt finb t>er]^ältniBm5gig etn^ad lang gebogen imb enthalten 
fc^öne Äerne. 

•glcifc^: gelbn(!^ ttjeif, fein, mürbe, l^inreic^enb faftig unb Jjon füßcm, fel^r oit? 
geriel^m gelmjten ©efd&marf. X. 2. gSB. i. gn ber Birtl^fc^aft gu iebem ©ebraud^ 
au empfel^Ien. 

Steife: tritt geu)5]^nli(b ^Jlitte Dctober na^ unb nad) ein. S)ie ^tnä^i mug 
balb, toenn fie etttjae gelb toirb, genoffen njerben, fonß toirb fic teig. 

• Sbtt Saum n^Sc^fl flart unb fdtbn, ifl n^entg empfinbUt^ unb trfigt fel^r reic^Iid^. 
dürfte eine für ben fianbmann fel^r ju empfel>lenbe ©orte fein. 

^Durd^ $rn. ^ermann (^oetl^e in Ober-^orbi^ bei ^reöben l^abe ic^ au9 bem 
ÄBnigl, großen ©arten in 3!)re^ben S^^^Ö* ^^ 93irne beö obigen Dramen«, ober tlets 
mel^r bed 92amend Sginoi^efer f))&te ^ommerbirne, tvie ^err Don {^loton> gefd^rieben 
l^atk (n;ad x^ mir abju&nbern erlaubte) erbalten. S)iefe finb fcblec^t gen>a(if|fen, 
merru)ürbigenveifc bieten aber bie menigen bem 9lnf(^ein nat^ gut audgebilbetm 93l5tteT 
on benfelben biefelbe runblit^e gorm »ie Siegel« 6ginott)efer ©ommerbuttcrbimc 
bar, finb auc^ ettoad feinn^oUig unb meifl gan;^ranbtg, toxt bie ber fie^tgenannten. 34 
l^abe fte oben neben bie gru^t gegeit^net; weitere Beobachtungen muffen entfc^eiben, 
ob bie gcft^ilberte ©lattform ber t)on ^m. »on glototo oben befii^riebenen grut^t 
»irflid^ gufommt, ober ob mir unter beren Sllamen bur<!^ $m. ©octi^e nic^t am @nbc 
bie t)on Siegel gang anberd (aU eine Heine lange, fegelf5rm'ige gelblt^grüne Sugufls 
bime) bef<!^riebene 6gino»efer Butterbirne »ieber zugegangen if^. 



98 
No. 297.8itiertifiitli.SRcd|elR« ©iell, 3(2) 2.; 2uc. in,(iv)ib.; 3al^nll,2. 




ßMtXhmt Wn Mtdftln. 53it)ott ((gieren). **t. Oct. 

(Fondante de Malines.) 

J^eimat^ unb SSotlomtnen: ^iefe tteffUd^e ^tuti^t ti>e^e{i<!^ 
aud^ Bei uni Bereits oIS belifate XafetBim geseigt ^at, tourbe et}ogen 
Den bem Befannten 9Ra{or (Sft>(nren ju äKed^In^ bem toit man^e fe^t 
fdBd^Bote ^tfi^^te Detbanfen. S)eT 83aum trug juetß 1842. ®ie i^ 
einzeln mit ber Bonne de Malines, unferet Wimttx^'SttUi DertDedj^feU 
toorbcn; btä) nur burd^ bie flel^nlic^feit bed ÜtamenS; inbem bie %t&äftt 
fe^r ))erfc^ieb€n ftnb. SRein MeiS erhielt id^ t>on ^erm Dr. 3ong^e gu 
Orflffel, Don bem ed eBen fo naS) i^etrnl^aufen fam, tDO bie ©orte Be^^ 
rettö auf unBefd^nitten toai^fenber ^Dtamibe trug unb {lA atö ä^t geigte. 

2itetatur unb ©^tion^me: ©i»ort« TOum 11, 6. 45, au^ Annal. de 
Pom. VI, €. 9: Fondante de Malines. — Siron b*%ttoTed, Liste syn. @. 73 
unb Seugarb ®. 35 (aben fte na^ Qitoort..-- 6te toirb in aQen ^eneid^niffen aU 
i^mtlitx^ unb I. SRanged gelobt, nur fiero^ Be^eic^net bad S^eifd^ aU brüchig (cassante), 



94 

»ie c6 aber nic^t b«r {Jan ifl. — ©oi^na^l i^^tt fie ©• 98 oU @*inelgcnbe »on 
ÜRet^eln auf. 9^a<]^ i^rem ganj fd^nuljenben gUif^e erlaube t(^ mir [it Butterbirne 
3U nennen. 

©eflalt: neigt }nm abge{lum))ft jfonifiJ^en unb fann man^ tt>ie 
93i)>OTt meinte naA) if)xtt %oxm bie ^xuä)t ju ben SDed^antSbitnen reii^ncn. 
®ic grüi^tc an bcr ^^rotnibc j« §erm^aufcn waren 2Vi'' Breit unb 
fajt 3" l^o(i^. Die Annales fleKcn bie gmc^t nad^ einem Sjeniplar toon 
^^ramibe ein toenig gri^er bar. ÜDer Sand^ ft^* ttxoai me^r nac^ bem 
ftelc^e l^in; um ben bie %x\x^t ftd^ ettoa^ flad^ jurunbet^ jo ba^ fie gut 
anffle^t. Sftad^ bem ©tiele nimmt fie ol^ne Bemerttare (SinBiegungen, 
fafl mit fanft erl^abenen Sinien aB unb Bilbet eine furge bicFe^ ttxoa^ 
aBgepunH)fte ©pi^e. !Der SBauc^ ijt faft eBen unb bie gorm gefällig. 

Äel(^: furjgef})i^t, kornartig, offen, in flad^er, fajt eBcner ©enfung. 

@tie(: l^oljig, m&^ig flarf; Braun, iVs'' lang, in flaci^er ig^i^lung 
mit etlichen 93eulen umgeBen. 

@ d^ a I e : t>m SRofl nur ganj fein raul^, ©runbfarBe t)om 93aume 
gelBgrön, in ber Steife fafl l^od^gelB, mit Sw^^fl^BleiBen bcr grünlichen 
Stenen. ätSt^e finbet ft^ nur ali fd^ibad^er 9(nflug, Siofl al^ häufiger 
8nflug> unb in einjetnen Figuren, oft aüi) a\^ UeBerjug um Steiä) unb 
©tieL fünfte fein, burd^ ben 9toft }(emlt(^ ma^firt. ®eru(!B fd^toac^. 

gleif^: fein, umd fternl^au^ fcl^r wenig förnig, faftreii^, gang 
fdjmeljenb, (^felBfl in .na§f alten S^^ten toie 1860) »on fügem, etwa« 
weinartigen fc^wac^ gimmtartigen ©efd^macCe. 

ftern^au^: gef(^Ioffcn, o^ne ober mit etwa^ ^ol^ler 9[d^fe. ftammem 
geräumig, enthalten meifl jwei Braune längs unb fpi^eiförmige Äerne. 
ffelf^röl^re ganj flad^. 

Sleife unb 5Ru^ung: 3«'tigt in guten 3abren anfang« OctoBer. 
$aut)tfd(j^Iid) Xafe(fru(^t; bod^ f^d^er aud^ ffir bie Stiege Braud^Bdr. 9lad) 
ben Annales ^&(t fie ftc^ oft Bid "^itte iRot)emBer. 

5Dcr 83 a u m wdd^fl in ber a3aumfd[)nle ft^on p^ramibal, ijt gefnnb 
unb }eigte ftc^ aixä) in i^^enn^aufen fruc^tBar. StrieBe mä^ig ftarf, nur 
ctwa^ fiufig, o^ne Sffiotfe, lebergelB, in^ Oliöe fpiclcnb, wenig unb nicfjt 
in bie Äugen fattcnb punftirt. Slatt mittelgroß, glatt, glänjenb, etwa« 
rinnenfBrnüg, laujcttförmig, nid^t tief aBer fdjarf gefdgt gcja^nt. Sfter* 
Bffittcr fabcnförmig unb lang. SBlatt ber gnid}ta«gcn lang unb fpi^eifßrmig, 
guweilen etwaig ^criförmig, audB oi>a(. unb ^ie unb ba .eOiptif(^. iHugcn 
aiemlid) tonifd), flumvfjJJife, ctwaS aBjte^enb. Äugeutidger jiemlid) flad^. 

CBerbicdt. 



95 



No. 298. 9tVint9 Ottttetlitlie* SDicU, 3. 2.; fiuc. in, l a.; gal^n II, 2. 




C(lUll0 iBttttf rbtri». Obcrbtctf (van flWon«). ** Oct 



4)einiatl^ unb 1^3 otto muten: ©icfc bcTifate Xafctfrnd^t erl^ielt tii^ mit bm 
290 nomenlofen 55irnrcifmt, »je^e i^ 1838 )jon ^m. »an SWona befam. S)a 4>etr 
19« 9Ron9 bei 3Kfcnbun9 biefer SRcifer mir f(!^rieb „c'est presque tout da nouveaa, 
c>st tont du nouTcau," aii<^ mir fd^on frül^er t>erfpro<^en ^ötte, t>on feinen legten 
Generationen mir ^t\\n fenben gu ivcUen, bie nur sang aud^je^eici^nete grüil^fe liefern 
»firben, fo fann, n^enn au(^ unter ben erl)altenen 9teifem fic^ fpfiter manche fd^on 
ISußer befannte ^riit^te fanben, aud^ I^ngfl mtü^t StUed, n^a« ic^ erl^ielt, [i^ a\Z n^ert^« 
»oQ iti^tt, bo(^ febr tt)ol^t fein, ba| obige ^xuäjt aud feineu legten ^erufnaten ^er« 
fammt, unb \mrb bied »al^rf(^einli(^ baburc^» bag bie auffaQenb fenntlicbe Vegetation 
ber €orte fl(§ unter aUen meinen neueren SBirnforten ni<!^t finbet. 34 benannte fie 
nai!b unferm gefeierten gabeln« unb Sieberbi^ter (S^eQert. 5Da bie Sorte auf meinem 
großen ^robejtoeigc fid^ tocnig fruchtbar jcigte, inbcm bie Jungen Jrut^te, »enn irgenb 
]^ei|e jtage ?amen, immer aQe abfielen, l^atte 14 fie in ber iBaumfc^uIe ivieber ein« 



9 6 

fielen (äffen; glücflt^emeife l^t fte fi($ in ^crtn^aufcn, nwl^in id^ SRetfetjgefanbt 
l^tte, erl^ahcn, unb jctgt pd^ bort in freierer 2age frudfetBar, fo ba^ ba« 9(bfattcn 
ber jungen glückte nur' golge bcr eingcft^l'offenen Sage meine« Ü'Jicttbttrger ©arten« 
in >ber ©tabt ge»efen ifl. 

ßiteratur unb ©Jjnon^me: ginbet pdj nur erft in meiner „Anleitung" *>on 
1862, ©eite 293 furg crlväl^nt. 

©cpalt: »te obige gigur geigt, neigt fiar! jum Äonifc^cn. 2)lc gigur ifl ent« 
toorfen natb einer gru^t öon ber oottfi^enben unbefd&nittenen ^ijramibc in ^errn* 
l^aufen, unb ^attc* i^ fie auf ^o(5flamm eben f o grog, 27«" breit unb 3" l^ocb- -&orr. 
^ofgartenmeifler ©ord^cr« fc^reibt mir, ha^ er fie f^on fafl mal fo grog, aW obige 
gigur gehabt l^abe. ^er iBauc^ jt^t ftar! nad^ bem kelcbe bin, um ben [16^ bie gnu^t 
fanft gurunbet unb nod^ merflid^ abjtumpft, oft ffad^ gurunbet, fo ba^ fte gut auffielet 
92ad^ bem stiele ma(^t fte nur auf einer @eite eine Einbiegung unb enbigt mit einer 
febr toenig abgeflumpften Spi^e, bie bux6) S3eulen )oerfcbobcn ober entpeßt ijl. 

Äcl(^: offen, liegt in feiner SBottfommcnl^cit mit fpifeen Slu^fd^nitten flcmfBrmig 
auf unb fi^t in mSf ig n^eiter unb tiefer 6enfung, au« ber ^aäft beulen ftd^ erl^eben, 
bie aud^ am SBautbe oft flad^ unb breit Dortreten unb bie 9lunbung etn^a« )>erf(bieben. 

©tiel: flarf, V2— ^/c" («"9/ fitt wie eingebt, oft bur^ einen SSuIjl ettoa« 
auf bie ©eite gebogen. 

© d^ a I e : fein rau^ anguf ül^Ien ; ®runbfarbe ein etn>a« gelblicbe« @rün, bad bei 
binrcicbenb frül^ gebrocbenen grü(^tcn in ber Sieife nur gelbgrün, bei ettwa« f^)5t ge« 
brod^enen f^c^^Hl xoxxh, i<if)lxt\(i^t oft ettoa« flemfBrmige fünfte unb 9io|lanf[üge, 
ober feine Öloflübergüge, bebecfen ben größeren V^til ber gruc^t, fo ba^ biefe fafl runb* 
l^erum leicht n)ie mit broncirtem D^ofle überwogen erf(^eint. @erud^ unb 9tot^e feblen. 

5Da« gleifcb ifl mattn>ei6, ettoa« fcb^oacb gelblid^, bei frül^em ^flüdPen grünli^, 
!aum um ba« Äernl^au« etn>a« fein förnig, fein, übcrflietenb öon ©aft, gang fcbmelgenb, 
)jon belifatem, erfrifc^enben »einigen 3udfergefc^madCe. 

5l)a« ^ernbau« ifl flein unb gefd^loffen, mit etn^a« l^o^ler Sc^fc; bie etn>a« 
ffat^en Jtammern entl^alten fd6n)ar2e, meijl taube ober untooUfommene ^eme, bie in 
il^rer ^^oUfommen^eit lang« unb fpi(eif5rmig finb. 

Steife unb 9lu^ung: B^itigt in tt>armen 3^^^^ <^^ @e^t,.anennetfl im 
Oct unb ifl belifate Xafelfrud^t, 

S)er 99aum »5(bil flarf, gel^t fd^bn ^ijramibal in bie 8uft, bilbet einerci^ »er? 
^nwigte, ^r! unb ^r&<^tig belaubte ^one, mit k)ielem furgen grud^tbolge, ifl gefunb, 
unb, »te obgebad^t, in freierer Sage red^t frud^tbar. ^n feiner Betäubung ^at er )»iete 
Slel^nltd^feit mit bem ber ®rauen ^erbputterbtrne, meldte bie SDMter obiger ,gmdi^ 
fein mag. ©ommertriebe fd^lanf unb flarf, 4»enig gefniet, lebergelb, oft mit ettt>a« 
SBrounrot)^ überlaufen, nad^ oben etn>a« »oQig; gal^lrei(b, bo^ mei^ fein ^unfttrt 
©latt redjt groj, fel^r glSngenb, bunfelgrün, nur ettoa« rinnenförmig, aber fap immer 
etUKi« loeUenfBrmig gebogen, fo ba^ e« ftd^, ol^ne ba| flarfe galten entflel^cn, ntd^ 
f[ad6 gttifd^en Rapier legen l&gt, eQiptifc^ ober langeifbrmig mit audlaufettber ©pttKr 
f[a4 unb unregelm&gig gegabnt, flettenmetfe nur »te ger&nbelt. Unten am ^todi^t 
(ntb bie ^l&tter eiförmig laih breit ®latt bct gruc^taugen tl^eil« eifbrmig , t^etU 
et^otoal, eingeln fa^ elliptifd^. acfterbldtter langettlid^. 91ugen flarf, fonif^, ettoa« 
obfte^enb. OBetbierf. 



97 



No. 299. %tm n. S)iel n, 2. 2.; fiuc IV, 2 a.; fHa'^n in, 2. 





^ttltj n. SDUI (»an imond). *t. ^bcOft., oft ftül^er, oft ftjfitcr, 8 3:age. 

^cimat^ unb SB orfo mm cn: SBanSRong etgog fic, toenigPcnS 
pe jtüeimal in feinem Sataloge, pag. 28 aK Fran^ois n, «nb 
i6 aIg|Empereur d'Autriche ndt htm Qn^a^t „par noüs" auf* 
gep^it unb an !£)iel unter Beiben ^amtn gefenbet^ ber {te cii itoti "ov^ 
fc&iebene gnii^te 6ef(J^rieB unb toieber aBgaB. 

fiitcratur unb ©^non^ntc: 3)iel 91. Ä.=0. IV, ©. 183: granjl!, unb 
bcrfeftc 51. Ä.^O. V, e. 135: Äaifct t)on OejlrcidJ. öftere bcfc^rieb er att 
fi^nlit^ bcr Beurr^ gris, bo^ t>etfiitbcrli(6 in ber gorm, buttcrl^aft, ganj im ©aftc 
aiiflo«Tic6, wn ctl^aBcncm getoünl^aftcn bcrg^imottortigcn gudfergefd^macf, 5Kittc £)!t, 
reif. S)ic jtoeite ol« bcrgamottfönnig , einet ?ßometanaenbime äl^nlid^, fd^mclgcnb, 
ni^t fofticid^, Don getoürj^oft füßem bcrgoniottartigen ©cfd^madP, jcitig (Inbc ©e^)t 
2iegel {^. O. II, ©. HO) erfiartc iebo(§ bercitö beibe für ein« unb ba6 baö gleifc^ 
ber »on i^m erjogenen grüd^tc nie buttcrtaft getocfen fet, Slud^ S)berb. (in f. 2(nleit. 
6. 360) besci^nct ba« gleifc^ ber Äaifcr oon Oefheic!^ alö abfnacfenb, fibcr bie 
Bef^roAene SbentitSt lägt er \\6) ni(^t au«. $)iefc fann ic!^ j[ebo(]& bejiätigen, nadj^ 
bcm i4 Sranj II. au3 ä^^^^if^cn öon fiiegcl felbfl erjogen unb mit bcr auö §crm= 
Bcuifen empfangenen ^aifer oon Oefheic^, loon loeld^er i(^ bie Sei^nimg oben geBe^ 
toerglid^en ^abe. — SDittric^ ©. 607 unb 663, foioic ©od^nal^I ©.13 unb 73, l^abcn 
beibe na^ SDicl. 5)o(!^na]^l fügte jebo^ ju Jtaifer toon OcJireidJ l^in^u: =: granj n. 
*^3ßiiftTirte« ^anbBiic^ bet Obftfunbc. V. 7 



98 

mit einem 9 imb l^at bit Sirne bM leiteten 9^amen< au bot aoO&l&ttrtgcn gefleEt, 
tovl S)tel bei biefer angab, ba( ba« Slatt n>oIIig auftreibe unb auf ber Unterflfti!^ 
)9ei|n7oQig fei. 

©ejlalt: freif rtf örmig , Heinere grüc^tc aui^ mcl^r etrunb, natj^ 
bem Stiele }u furj unb flum))f fpi^^ bo^ gel^t bie @))i^e }ule^t nod^ in 
ben @tiet au8. Um ben ßel(^ tt>6lBt fid^ bie S^d^t flac^runb unb fo 
a6ge))Iattet^ ba^ {ie noA )iemlt(j^ gut auffielet; toenn eine ober bie anbete 
jtd^ auf ber SB(l6ung er^eBenbe 93eu(e bie Stunbung ntc^t ))erbirbt. S)ie 
®rfge ip toie auf oBigem ig^oljf^niite 2V»" in bet »reite unb 1— IV2'" 
mel^ir in ^ber ^i^t, oft B(eiBt bie 93tTne teboi^ f (einer unb Baut fid^ Der^ 
^dltni^md^ig ettoad weniger Breit« 

ftel^ : l^art:: unb bidBIdttrig, gefd^Ioffen ober ^alB offen, in feid^ter 
Beuliger @infenfung. 

®tie(: furj unb flarf, Braun^ \\a6) ber 93inte }u fletfd^ig unb gelB^ 
Braun, fielet oBenauf ol^ne XBfa^, oftjebod^ üon einem $ö<ter feittoart^ 
gebruift. 

<54ale: l^eQgrün; f^&ter cittonengelb, l^ie unb ba mit grünen ©teilen, bod^ 
2iemli6 fingdum gelbbraun, meifi glatt berojiet, bajtDifc^en mit graubraunen fünften, 
im dto^t loeiggrau pitnftirt. ' 

g-leif d^: g^ltlid^toeiß, unter ber 6(^ale grünlit^ toei^, in guten 3^^^^^ unb auf 
gutem 6tanbe l^albfd^meljenb ober fd^melgenb, fonfi abfna(fenb, boc^ ))on f(|n>a^ ge^ 
)9ür2tfüBem guten @ef(|ma(I. 

^ernl^aud: mit etkoa^ btelen bo(^ niti^t fiarfen ^örnd^en umgeben, l^o]^la(!^ftg, 
Jtammecn eitotnb ober breit mufd^elfbrmig, mit fletnen breiteirunben braunen fernen. 

dieifeunbS'^u^ung: S^ie grud^t reift gegen @nbe Of tolber, bi^ioeilen früher, 
Bi^eilen \p&Ux, je nac^ bem 3^^^^ un^ vac§ ber frühen ober fp$teren Slbna^me, 
l^&lt ftd^ aber, einmal reif getoorben, ni(^t lange. (Si ifi itoax eine ni(!^t üem>erflidbe 
$irue, bod^ immer nur 2ten SRanged, oft nur t)om dten, unb ed toäre beöl^aCb eine 
bcffere grud^t be« Dflamen« toürbiger getocfen. 

@igenfd^aftcn bc«93aumc«: ÜRein ^robcjtoeig louc^e in berSugcnb fräftig, 
ftanb aber balb fliU unb fe^te grud^te on, »urbe fpötcr Den anbern 3tt>eigen über- 
load^fen, fo bag bad SBad^dt^um ald gem&^igi ^u bejetc^uen fein mag. Verlangt, loie 
ed fd^eint, tiefgrünbigen, etkoad feud^ten Soben, xotnn bte grüd^te i^re gehörige SoU- 
fommcnl^cit erlangen fotten. — SBl&tter mel^r oöal al« eUi^tifc^, gum Xl^eil iebotb 
ben ©l&ttern ber Dlegentin fil^nlidj, bod^ Ibreiter unb größer, 2" breit, mit ber meifl 
etwa« unb jum 3:^eil fiarf l^eröortretenben ©pi^e bie 3" lang, glatt, gangranbig ober 
nur na<b \>omt fd^toac^ geja^nt^efägt. 92ur am Slattfaume ifi })\t unb ba ttxoa^ 
Sßolle gu bemerfe«, bo<b tbnnen bie $l&ttet in ber 3ugenb tooQig fein, ©ie finb 
femer etioa« ft^iff förmig unh ((^»ac|(, ftd^clf bnnig, jicmlic^ bunfelgrün unb gldnjenb, 
aud^reic^j bod^ feingcabcrt. — ©lütl^enfnof^en furafcgclförmig, jiemlic^ fl«c^enb= 
fpit/ fajlanienbraun. — ©ommergtoeigc burd^ jiarf abflcl^enbe Äugen etjoasfhiflg, 
nod^ Oben »oUig, rebfarbig ober gelbbraun, mit einzelnen fojl toargigen ockergelbe» 
^^ften. c^^ 



r 



99 



No. 30O. 9<e Sttoitfe. 5Ditl i, 2. %; guc. iv, 1. (2)b.; 3«^« ra, t. 




3Die Sotott^. SDtcI C^u^amel). gafl ** f. «nbe Oct 



^cimatl^ unb SBorfommcn: ©tammt au« granfreid^. -$)ict bemcrft, »ie 
tnclc aJHi^e cd il^m gcfollct J^abe, biefc gruc^t, toic mand^c anbete S)u^amcrf(^c ©orte, 
fd^ ^ gtonfreü^ &(!bt au erl^Iten, bid er fte enbli^ aud ber Stbtei ^arintin in 
XrierJHpmmen l^abe. 6<j^etnt in 2)eutf(^Ianb ftd^ tt)entn 3U ^nben, ^aj| audb ^^' 
nigfledrTÜr 3'2orbbeutf(|Ianb ntc^t l^inreid^enb, ba fte l^ier nici^t re(^t looliau tragen 
f^ctnt unb mer!U(5 Wrnig bleibt, fotoie bic Chaumontel, mit ber pe in ^ru^t (ttenn 
man rec^t furggebaute (Sxem^Iare ber Chaumontel nimmt) unb Saum mele ^ebnlid^s 
feit l^at' gür ©übbeutf^lanb toirb T« belifatc Xafelbirn bleiben unb fe^t 5)iel fie 
in ben oSererften Jiang. 

ßiteratur unb S^nDUi^mc: 5)iet Jl, Jt.O. lY, p«^g. 174 bie ^iferfüöjs 
tige; La Jalousie, liefen ^amtn bur^ eifcrfüc^tiae ju überfeftcn, trage ic^ 
S«benTen,,ba ber <5inn be« S^amen« ixn« nid^t befannt ifl, unb bicfe Ucberfc^ung 
Aen fo unrichtig fein fönnte, al« $ermann«birn für St. Germain, ^at aJierlet Diedbt/ 
ber bcn tarnen baöon l^erteitct, ba^ fie fo »ortrefftid^ fei, ba6 bic anbcrn ©imen 
Urfac^e Ijjfittcn cifcrfüc^tig ju fein, fo mü^tc e« \)t>6) l^ciicn: bic ©ifcrfut^t erregenbc. 
— ^ittrii!^ I, p. 673. SDaß 3;. Dbjicab. gibt fiiefcrung 26 in ber gorm tic^tige, bo^ 
}tt teenig !enntU(% ittuminirte 2lbbilbung. — !J5ul^ameI m, p. 70 Jaf. 47 jjig. 3. 
Äraff n, Zal 106 !ann immerl^in bic reifte fein, unb toäre nur bie 3IIumm<ttion 
«ii^t naturgetreu unb Äammcm be« ÄCml^aufc« unb Äerne ju grog. Pomona fran- 
eonica 2:af. 54 tjteQcid^t nid^t bie rechte; toentgjhn« in gro| unb am Stiele unb 
itel<^e aUiu fiarf vmb ^al^Ireid^ geri^)>t. ^ud^ $)iel bemerft, bag !D^a^er ibealifirt 
^abe. €l^rijl l^t fie falf^. — ^er fionboner Katalog p. 141 unb ©ottning p. 395 
fe^eit pe in ben 2ten 9tang. iBon ben mir belannten belgif(^en (Satalogen l^aben 



100 

fie nur ber $a))eleu'fd^e unb ber Ü^iborber, votlä^tt leitete aU €l^Ttont)m Poire de 
Puoello angibt. — Sm SÄoucncr SBfiHetin 6. 32 i^ pc öon gleicher gorm unb ©tö^Cf 
tote auf beut $ol^ft|mtte oben geu^net. 

©eflalt: bitfbau^ig freifelförmig , unb fafl immer in ber 33reite ettoa« t>crs 
f(toben/ fo ha% bte iBreitenburc^meffer merflid^ unglei(!^ finb; nacb 5Diel im breiteten 
©urd^meffer SVa" breit unb 3" ]^d&, Heinere grüc§tc oft cttoa« fegclförmig, flarf 
abgeffum^ft. grü(^te biefer gorm fal^ i^ l^ier no(^ nid^t unb toaren bie gruc^te bei 
mir unb in J&ermbaufen, »obin fte öon 5DieI au4 fam, ttxoa^ »eniger grof, oft 
felbfl no(^ ettoad neiner aU obige gigur. S)er Saucb W nad^ S)iel fafi Vs ber 
gruci^tl^bl^e nac^ bem ^eld^e l^in, um ben fie fid^ flacb abrunbet unb breit aufßel^t; 
nad^ bem ©tielc mac^t fie oft auf ber einen ©eitc .eine Einbiegung unb enbigt fc^nctt 
mit einer breiten, furgen, jiarf abgefhtm^ften ^pi%t, 3(b l^abe me^rmal« notirt, bag 
bei ben grüd^ten, toeIa)e ic^ b^tte, ber ^ouc^ boc^ mel^r ber ÜJlitte nal^e gefeffen b<ibe 
unb bie (B^i^e toenig abgefhimpft ^etoefen fei; au(^ bilbet S)u^amel fte ber obigen 
gigur gan) &^nU(!^ ab, unb {tnb ^DteU grüd^te oieUeid^t gro|e ^em^lare )>om 3^^d' 
bäume getoefen. 

^elc^: furjbl&ttrig,« giemlid^ J^artfd^altg, bod^ ni(bt eigentlid^ l^ornortig, fonbem 
nur ))erbont unb )>erilümmelt, offen, fi^t in geräumiger Einfttifung» auf bereu fRavbc 
f\^ flache ©rl^abenl^etten bilben, bie ftd^ autb am lBau$e ettoad beutenartig erl^eben. 

@tiel: nac^ 3DieI oft red^t flarf, fleifd^ig au«fcbenb, V lang, war bei mir 
immer boljig wnb mäjig pwf <gotge größerer Äleinbeit ber grudjt), unb fi^t auf 
ber ©^ifee in einer ficinen Orubc, ober toie cingefletft. 

©d^ale: fein raul^; ©runbfarbc öom ©aum l^ettgrün, in ber ä^^^ij^^Ö ^^^ 
etwa« gclblicb grün, boc% tritt bie ©runbfarbe nur flcdfcntoeife l^eröor, mbem bie 
grud^t mit einem etwa« grünlid^ jimmtf arbigen 9tofle balb leicht, unb fleSenmeife 
tt)ie jerfv^rengt, balb fiorfer übet^ogen ifl. ©efonnte l^aben einen fteinen 2lnflug öer^ 
»afd^ener erbartiger di'6tf)t, bie bei mir über einen ettoa« größeren .JÖ^eil ber Tonnen* 
feite verbreitet unb fl&rfcr blutartig braun loar. $)ic jal^lreid^en feinen ^unffc treten 
nur auf ber ©onnenfcite unb befonber« in ber Sf^btl^e beutlid^er l^ervor. @erudb fe^It. 

S)a« giciftb ift nad^ S)iel matttocife, überfliegenb bon ©aft, fd^mclgcnb, um 
ba« jternbau« fornig, >?on frafttooKcm aetturgbaften, ber ©t. (Sermain unb (Sraucn 
^erbflbutterbirn &b""<^c" @efd)ma(f. löei mir toar eö übcrl^aupt etroa« f«in fßmig, 
in »entgcr »armen S^^b'^«'^ "w^ f^^^^f l^albfd^mcljenb unb l^at ber ©cfd^madf aüerbing« 
toiel ton bem eigentbümli(ben belilaten fügen ©cwürg ber ©t. ©crmain. 

^ernbdu«: Hein; bie engen länglid^en Kammern entl^alten b&ufig nur taube, 
in i^rer SBoIIfommenbcit natb S)ict fd^ioarge (bei mir nur braune) , ctvoaö lang« 
gefpi^tc Äcrjic. ÄcI^bö^Ic fc^t flac^. 

SReifc unb D^ufeung: jeltigt gegen (fnbc Octbber unb ^\t fitb, nidfjtjufpst 
gebrod^en, *A SSod^cn. 3n red^t loirraen Sauren geitigtc fie l^ier aud^ fo ; in nftcrcn 
3abren battc icb am 10. Oct. nocb iu frü^ gcbrotbcn ttnb mür^eten bie etn>a« »clfcn 
gtüc^te Önbe !Wot)cmbcr. ^auptfScblid^ nur 2:afclfrucbt. 

3)cr SBaum, n)cl*cr auf Ouittc nid^t gebeult, »äd^fl Icbj^aft, toirb mittelmSßto 
gro6 unb balb frud^tbaf. ©ommertricbc mägig ftarf, oft jiemficb bünn, merfli$ 
ftuftg, obne SGßotte, ftcUcnnjeife cttoa« mit ©ilberl^Sutd&cn gcftedft, rötl^Iid^ leberfarbcn 
(fd^mutjig braunrot^), gablreicb unb jtemli(b in bie STugen faücnb ^nftirt SBtatt 
Hein mit fc^ifffönnig aufjv&rt« gebogenen 9länbcrn unb fiarf rüdftoörW gekrümmter 
©Jji^c, glatt, gl&njenb; balb cHiptifcb, balb mc^r eiförmig, mit giemlid^ ftarfcn fd^ar* 
fen ©Sgegübncn. 2lftcrblSttcr fabcnförmig. ©latt ber grud^taugen ooal mit auf* 
gefegter Spi^e, ober oDal=ciförmig. Singen flarf, bidf, fcgclfbrmig, f^?it/ fjftrf ab« 
jie^enb, auf giemlid^ fiarf üorflel^cnbcn 5:rägcrn. Oberbiecf. 

Slnmerfung^. IWadb Sitort Sllb. rv, ©. 15 gibt cö au|er ber »orliegenbcn 
2)u]^amcrfcbcn (oortc nocb eine Jalousie de Fontenay-Vendde unb iif Gas 
talogcn loirb bicfcr baö ©^n. Belle des Esquermes l)injugcgeben. 5Bcibe b^bcn 
nad) ibrcr Slbbilbung unb Scfcbrcibung grofee Äcbnlid^fcit mit emanber, bod^ erfdbeint 
bie Fontenay me^r birnförraig unb fie foH ettoaö früher reifen (oft fd^on (Snbe ©ept.) 
unb ettoaö beffcr alö bie anbere fein. S)oc^ toirb bo« glcifd^ ber Fontenay oon S3ioort 
nur ald fcbmcljcnb, ba« ber anbern bagcgen gerabe aU buttcrl^aft bejeic^net. 3. 



101 



No. 301. Sie 8ntgttaini9« ^iel i, 3. 2.; Suc. m, la.; 3al^n IV, 2. 




3Die iBni9inattn0. S^lel (»an SWon«). gajl •* . IRoö. 

J 

^eimat^ unb äSorfommen: S){efe gute 3)afelfruc^t würbe et^^ 
jogen wn ^txxn üa n ^o nS, unb ftnbet [xäj in beffen Kataloge @ene 2, 
9h:« 502. 93efannt ifl fie no<!^ fel^r wenig unb ftnbet fiä) felBfl in Uh 
giften ßatalogen je^t ni^t mel^ir. 3[ft Benannt naä) bem 1819 in Serben 
t>etftoiri6enen 9}aturforf^et iBrugmannd. 

fiitttatur unb 6j)TtoTtt)tnc: $)icl ^, Ä.sjD. I, p. 200: 35ic ©rufitnann«. 
f)ittntö I, p. 698 na^ Diel ; »on Std^reitt^al gibt Xaf. 12 gute 9lbbilbung. 

©efialt: $at in i^rer SBilbung ad^nli^feit mit ber grauen ^zx^p 
SutterBirne, tjon ber flc gefallen fein mag. 3)er SBau(^* fi^t merfUiJ^ 
me^r na^ bem Mä)e 1)\n, um ben fte ftc^ gett)5l^n(i(^ etwa? ^lattrunb 
WdIBt, jeboc^ na^ meinen annotationen au^ oft mel^r ^alB fugelfirmig 
jurunbet »ie in oBiger gigur, bie nac^ grud^t t)on unBefd^nittener ^t)xa^ 
mibe in ^errn^aufen gejeid^net ifl, U)o bie ^e^rjal^l ber ^rü^te biefe 
gorm l^atte. ©etoö^nliÄe @rof e giBt ©iel 2" Breit unb 2Vt" lang an, 
unb |atte iäf fie in ®uUngen unb ißienBurg auc^ niii^t grdfer. 9ia(i^ 
bem ©ttele nimmt fte aQmä^Iig aB/ unb Bilbet eine {egelf9imige @)>i^e. 



102 

tttli^: fuTjBI&Mrig, meiß Derffimmert, ft^t in sietnli^ en^; nU^t 
tiefer eBener ©ettfung. . fiu^ fiBer bte grud^t laufen feine toasten (Sr« 
^aBenl^eiten ^in, bod^ t^ fte nid^t immer fd^on runb. 

©tiel: ^arf, ffeift^ig, V» Bi8 «/i" lang, fielet au8 ber »egelfpi^e 
^ttmi, unb meidend uon einem ^eifd^toul^ flarf }ur @eite gefi^oBen« 

@d^ale: fein rau^^ üom 93aume ^eOgrfiu^ in ber B^itigung l^eQ^ 
gelB, bo^ i^ n>enig b(tt)on ju feigen ; ba feiner jimmtfarBiger %o{l bie 
ganje @d^ale fo üBerjie^t^ ba^ bie (SrunbforBe nur auf ber Sd^atten« 
feite fteQenioeife l^erk) ortritt. 9>lur Bei ^arf Befonnten ftnbet ftd^ SCnßug 
))on matter Brauner 9t5t^e. @erud^ fel^It 

5Dad Sleifd^ iß ettoag gelBIid^ n>eif/ fein, fafü)oQ, fd^melgenb, nac^ 
!DieI t)on fel^r angenehmem er^aBenem getDürjl^aften B^dfergefc^made, ben 
i^ in einem marmen ^af)xt bem ©efd^macf e ber ®uten @rauen d^nlid^ fanb, 
jebod^ jngteid^ meBrmalS in @ulingen unb ^ienBurg eine feine i^erBigfeit 
angemerft l^aBe, bie fid^ an ben ^rüc^ten aui i^errn^aufen nid^t fanb, fo 
baf bie %x\iä)t rno^I marmen, leidsten unb guten 93oben erforbert, um 
il^re ®fite ju ^aBen. 

SDaS ^ern^aug l^at nacb S)iel feine ^o^le S(c^fe, unb aud^ Bei 
oBiger größerer ^rud^t mar bie l^o^ie Steife fo fiad^, baf il^re Beiben 
(Seiten auf einanber lagen. SDie gerdumigen itammern «nt^alten \>itU 
lange, fd^toargBraune, btd^ nic^t eBen eiförmige fteme, xoit ße !X)iel Be^ 
jeid^net. S)ie ftel^l^ö^le ifl Breit, bo^ jiemlid^ ^ä). 

Steife unb 92u^ung: 3^itigt nac^ ber ©rauen ^erBftButterBime, 
meijtenS erfl SKitte 9lot)., bod^ in toarmen ^af)ttix Bei mir fd^on UnfangS 
OftoBcr, »0 fie am 20. @e^)t rei^t gcBroi^en »urbe. 3n Milien Sauren 
war bie redete JBred^jeit ^ittt OftoBer. 

2)n: ^aum, totl^tt in fetner Selaubuitg merfltd^c S!el^nltd^fett mit bem ber 
Beurrö gris l^at, toSt^fl lebl^aft, tjl gefunb, fe^t )>iet hirged $ru(|tl^oIa an unb xft \thx 
fm^übaXf fd^eint ieboc^, menix er anfe^ei^ \dü, tote bie Beurrö gris, in unb nad^ ber 
Slütl^e mel^r XB&nne m Bebürfen, ald tuir in 9lorbbeutfc§Ianb l^fiuflg ^aben, n>o bie 
Benrr^ gris freijlel^mb !aum einjelne grüc^te anfe^t unb bie SBanb erforbert — 5Dte 
©ommertrielb^ jtnb lang unb jlarf, mit gcbr&ngt ji^cnbcn Singen, gcfniet, an ber 
©^i^c etwa« löoHig, IcbergcIB, oft in« Otitie neigcnb, na(^ unten jlarf unb grog, bod^ 
ettoa« matt ^unftirt. ©latt gro|; fajl flad^ ausgebreitet, glatt, glfinjenb, nad^ $>iel 
Ibrieit l^erj^ ober aud^ eiförmig ; td^ fanb ed unten am triebe etkoad lang eifi^rmig, 
in ber ^l'iitte eUt^tifd^, unb ifi e« am SRanbe balb ganj feiert gejal^nt, balb mit f leinen 
ihim^ff))iten Salinen befe^t. äfterbifitter ^friemens ober fobenförmlg. — 93Iatt ber 
Stud^taugeU; n>el(bed 2)iel meber aU eiförmig begeic^net unb i^ mel^r eUi^tifc!^ 
fanb, ifl fajl gar nid^t ober nur nad^ feiner ©pi^c l^in ettua« gejal^nt. Singen tang= 
fegelförmig, ^pi^, jlel^en oft flarl ab, unb ft^en auf ftarf ^jorfiebenben Prägern. 

OBerbtcrf. 



103 
No. 302. »te eesfMnif* 5Diel ra, 3. 2. ; 811c. IX, 1 b.; Sal^nUI, 2. 




3DU iSenfbinie. Obcrbterf. tt- Oct. IRoö. 6—7 SeSoc^cn. 2. 

^eimat^ unb SSorfommen: 3{i eine fe^i a^tBare ^auS^altö^ 
fnid^t, beten SBaum bur^ ®efunb^eit «nb rcid^c S^ragBatfcit ft(^ au8« 
'jei^net/ unb bie fott)0^l }um Stocken unb SSelfeU; al^ gan} befonber^ 
jum (Sinmad^en mii ®enf tauglt^ ifl, ju n)el(!^em le^tern '^xat^t td^ 
Iciue Bejf ere. grud^t hnne. SRctne SWuttct mad^te Jd^rlii^ eine Betrdd^t» 
Hc^e Duantitdt baDon ein, bie und an mand^em SBtnteraBenbe etquicf« 
ten unb treffli^ [d^medften, -®te ijl im i^annotjerfdjen jiemlic^ tjerbreitet 
unter obigem ^Kanten, ober fic »itb au(!^ SHtetoeiberbirne genannt 
@o rneit ie^t meine pomologifc^e Jtenntm^ reicht ^ ^aBe \6) etU)a8 i^r 
(Sntfpred^enbeg in pomo(ogü|^en Schriften nici^t finben {dmten. 

Literatur «nb @t)noix^inc: ^ommt nur crft in meiner „Einleitung" ©. 41^ 
»or. S^non. 2lltetoct|^crfcirne. 



104 

^®ejlalt: gewö^nlid^ bidBaud^ig (egelfdtmig^ maxtä)t fojl fteif ei- 
förmig. ®utc gruc^tc fmb 2V«'' Breit unb 3'' l^od^, bie ^Suftg i)or5 
fommenben größeren finb gegen 3" Breit unb 3V4" l^o^. SBcmi^ Bei ben 
festeren fiBer V3 nad^ bent ^eld^e l^in, um ben bie Srud^t tl^eitö ^aä)x\xn\> 
{i^ toilht, tl^eilS allmatig {td§ }urunbet unb fo aBflumpft, baf fie gut 
jicl^en fann. 9lad^ bcm ©fiele mad^t jie, meijlenä ol^ne atte SinBie^ 
gung, eine legeiförmige, jlarf aBgeftunH)fte ©pi^e* 

Btlä): l^artfd^alig, offen, ni(^t feiten faft fel^Ienb, bann anä) U)ieber 
ettoa^ flernförmig auflicgenb, fielet in toeiter, mSf ig tiefer ©enfung, bie 
mit galten unb* flachen Seulen Befe^t ifl, bie Breit , t^eil^ f clBfl etxoai 
ri))))enartig, Bi8 jum 93auc^e ^inlaufen^ ober flat!^ ft(^ noä) ti)eiter {iel^eh, 
toie äBerl^aupt bie %xviä)t meifl ettoaä Beultg ift. 

Stiel: ftarf, ^oljig, Vi— IV*" lang, fielet in Pad^er ^ö^le mit 
einigen SBeuIen umgeBen unb burd^ einen gleif^toulfl getoö^nli^ auf 
bie ©eite geBogen ober felBfl jur ©eite gefcboBen. 

©c^ale: giemlid^ {!ar!, ))om $8aume unanfel^nlit^ l^eügrün, in ber 9^eife f(^5n 
gelb, bie ganjc ©onnenfcite unb Bei re^t befonitten nocö ein Stl^eil ber (Bt^attcnfeitc 
ijl mit einer büjlcm, blutartigen, im Siegen merflic^ frcunbliier u>crbenben TOtl^e 
»crtDafc^en, bie jtd^ unbeuttici^ Preiftg ober punftirt in bie ©runbfarbc verliert, fünfte 
jal^lrei^, fel^t feine öloflpip^x^en, in ber ©nmbfarbe oft fein grünlid^ umringelt, in 
ber dtU))t mel^r in bie 3(ugen fdllenb unb gelblid^ ober rötl^ücb n>ei^ , loorin gtei<!^' 
fall« ber feine JÄojipunf t bcutli(!J hervortritt. S^iopanflüge finbcn fxä) l^in unb »iebcr, 
befonbcr« um ©tiel unb Jlelc&, too ber SÄo^ au* mol^l Uebcrjiügc bilbct (SJerudJ 
etwaö mü«firt, nid&t parf. * . 

gleif(^: ettoaö gelblid^ weiß, etn)a5 föruig, abfnacfcnb, boc^ ni(^t l^art, t^im 
reic^enb faftreid^, ton ahgenel^mem f(!^tt)ac^ müdfirten B^i^c^d^f^ntacf. 

Äernl^auö: Hein, ol^ne bcmerfli^ l^ol^Ie 2(c^fe; bie Äammem finb flein, Äeme 
tl^riU t>onfommcn, eiförmig unb fc^n^ar^braun, tl^eild au(^ taub. t)ie ^eI(^^oble 
gel^t gerunbet nid^t tief.l^erab. 

Üieife unb iRu^ung: seitigt 3U Anfang October unb l^&lt ftd) jiemlic^ lange. 
Siedete 93re(%jeit,ifl in falten 3<^l^^en erji 8 2:age na<^ 2Jiid^acli«, in »annen gegen 
^be ©c^)t SDie, loie fc^on gebaij^t, für ben §au«]ö«It fd^ä^bare grudjit eignet jtd^ 
red^t aud^ für bie <S&rtcn be« ßanbmann«. ©efoc^t »irb fit rotb unb fc^medft gejudfert. 

5Der SBaum ttjSd^fi flar!, gel^t mit ben Sleflen, bie anfang« gebrängt Pc^en, 
rafdj in bieSuft, bod^ ^fingen fi^ nad^^er bieS^Jeige etn)a«*bur(^ bie ?afi ber grüci^e* 
(gr f<^eint nur mittclnt56ig gro6 gu »erben, ©ommertriebc ftarf ,' mcrf Ud^ gefniet, 
oliöenfarbig, oft leitet braun überlaufen, nac§ unten jiemlid^ gal^lreid^, bod^ matt unb 
nid^t in bie 2lugen faßenb pujiftirt. 93latt gro^, glänjcnb, mcrflid^ rinncnfbrnng, 
oöal, mcifl tangoüat, mit furjer aufgefegter Sänfte, einzeln, unb befonber^ nadj oben 
ei*lanjettli(5, f<^rf, bod^ ni(^t tief gefägt gejal^nt. 2lfterblSttet ^jfriemenfbrmig. 
Slatt ber gntf^taugcn mcijl langsocal ober ei-otal, bie furajlietigen otoal, iicmUd^ 
fcl^arf gefügt gejal^ut. Sugcn l^ergformig, tixoa^ flac^ gebrüht, Hein, anliegenb, fi^en 
auf jicmlid^ flarf öorjicl^cnben, furj gcri^^tcn 2:r&gern. DB erbte (f. 



105 
No. 303. 9ttite ^otteoit« Stiitl l, 3. 2.; fiuc. m, 1 b.; ^al^n III, 2. 




iUtte )l)Ottea.lt. «oiwicr. **. enbc Oft. 9^0». 

^cimatl^ unb 93orfommcn: 3)icfe fdj&t'^atc belifatc gnu^t tourbc. ergoßen 
»on ©imon ©outjicr gu S'^^oigite. 5)cr SSaum trug jucrflt 1843. 3)ic grucfet 
ttmrbc nac^ bctn fecfanntftt ?Poiteau, SBerf affer bc« Bon jardinier unb baraal« auc^ 
Sflebacteur bcr Annales bcr ^ßarifcT ©artcnbaugcfcllfd^aft, benannt. 3^^ Wnterfd&iebc 
»on einer fc^on Joorl^anbcncn ^citeau (bie mir tnbe^, gcfommcn X)on ^rn. tj. SDlon« 
an $rn. fiitutcnant JDonouet gu (loBitrg, unb öon bicfcm an mic^, bie ^oljf arbige 
Cutterbimc lieferte), gab man i^r baö obige» ©ciwort. 3^^ crljielt bie ©orte au« 
$a^clcu« doKection unb tjon ^citu ©e^ren« ju fiübccf gauj überein, unb fann aud^ 
no^ ber SBcfd^reibung öon JBioort unb $)ecai«nc nit^t jnjeifcin, bie redete ©orte gu 
V^ben, wenngteid^ bie grud^t bort mctflicö großer (p9n $)ecai«nc fclbjl al« fel^r grol) 
unb am @tiele weit bidCer unb merflic^ abgefhtm^ft bargeflcHt wirb, au(§ bie |larre 
SiuBiegung (nur auf einer ©cite) nic^t l^at, bie fie l^ci mir unb aud^ in Jruc^tcn, 
bie i(& öon ^errn 5Be^rcn« 1867 erl^iclt, in b« Wli^xia'i)! ber ^rem^lare acigte. 



106 

Literatur unb S^non^me: ®ou))ter lbef(!^neb fte gtterfl 1844 im Journal 
d*Horticiiltare pratique de la Belgiqae Vol. II, 6- 269; Annales 1856 @. 21 ; 9tt)ort8 
Sllbiim I, 3:af. 42; $)ccaiöTtc IV, Xtxt Schimmer 139. JJcr ßonboner (Katalog ^at 
nur erjl bcn lÄatnen Im Stnl^angc. 5tt? ©^non^m gcBcn bic ju fitj^n »«rfammcftcn 
^Pomologeit, SDecai«neunb 53i»ort an: Tombe deramateur, toclc^en ?>?amcn il^r §nt. 
\>. aKonö @&rtncr 3)cmec^c nad^ ». ÜRon« Xobc gegeben l^abcn lüitb. ficro^ ju 
Slngerd fül^rt nix^ Retour de Rome (t). 10^.) ald S^non^m auf, unb bie berliner 
^etl^anblungen aud^ Juteuse de Braunau. 

©cjialt: na(6 ©itoort toer&nbcrli^, mciflen« birnfßrmig, ^utocitcn ox>ol unb bann 
lotebet ber Sintet-^ed^antdbime ^xili^ , toit er fte aud^ abbtibet. 5Decai6ne ^at bie 
größere gruc^t (tool&l toom ä^e'^Ö^öwme) fafi 6" l^oc^ unb 33/4" breit abgcbilbet, jur 
umoefel^rten @tform netgenb unb mit bidfcm, furjem, gang jur ©eite gcfc^obcnen ©tielc; 
bie rleinere %tu(S^t ^at bie Einbiegung nur auf einer ©eite, aber noc^ jlarf abgejhm4)ftc 
©^jifte. 2Bie ic^ fie bi«]^cr l^atte, \\i fic in guten Ercmplarcn »om ßod^jiamme 4" 
l&od), 28/4" breit. 3)er SBau(^ fi^t juTOeilen fafl in ber TOtte, aßermcip jebod^ etwa« 
mebr nad^ bem ^tl^t ^in, na^ bem fie aQmfi^Ug abnimmt unb \iä) gar nitbt ober 
fo »enig abfhtmpft, bafe fic fetten aufflel^cn fann. 

Äcl(^: furj gcf^)itt, ^rtfcibalig, an ber ©afi« einjeln ettoa« fleifc^ig, offwi, fte^t 
mit ben 5lu«fd^nitten in bic §o^c unb fi^t oben auf ober attermeijl in enger, flad^cr 
^cnfung, bie burc^ einige 93eutcn unb glcif<l^^erten uneben i|l, wetd&e ben ^cl^ öfter 
etiDa^ einfd^nüren unb in feiner Siunbung )oerfd^ieben ober l^alb fd^Iie^en. ^it iBeuTen 
laufen unregelmfifeig bi« jum ©auc^e ober no($ »eiter, unb ifl bic grud^t überhaupt 
ettoa« fein bcuUg. 

etiel: */4— 1" lang, jicmlid^ jlarf, aii ber Sooft« oft cttoa« fleifd^ig, fifrt auf 
ber ©pifee oben auf, ol^ne mcrflici^c SBertiefung, mit einigen gleifci^bculcn ober SÄingctn 
umgeben, kleinere grü(i^te laufen fafl in ben ©tiel au«. 

(B^aU: mÄJig i^arf, Dom 93aumc l^cU gra«j|rün, au^ in ber 9leifc nur un* 
merflid^ gelblicher. Sbt^c finbct fic^ nid^t unb t^ bei JJrüc^tcn, bie lange fingen, bie 
©onncnfeitc nur cttoa« gelblicher. $)ie jal^Ireid^en, tl^cil« feinen, tl^cile etwa« Prf eren 
SRofhpunftc werben ^äupg burd^ ben JRofl auf größeren ©treden ma«firt, ber, je nac^ 
3abren unb ©oben, bolb tocnigcr, balb fi&rfer fidb ftnbct, jerfprengt unb in giguren 
ismommt, ober fictlenn^eife ctn)a« grünlich gimmtfarbige , jicmlic^ rau^c Ueber^üge 
IbÜbct, Oeru* fcblt. ^ 

S)a« glcifc^ ifi grünlich gelb, fel^r fein, jaftreic^, fc^meljcub, unb aeigt um'« 
Ä'ernbau« (aum gang feine JtörndBcn. @eft^ma(f belifat beraamottortig fü|, bem ber 
St. öermain cttüo« Äbnlid^, jcbotb »cnn bie gruc^t ju früb gebrochen tourbc, nic^t 
getoürj^aft genug unb etwa« mc^r bem @e|d)madfc be« SSßilbling« öon SDiiotte ft(^ 
n&^crnb, etwa« mel^r mit ©äurc gemi(d&t. 

S)a« Äernl^au« ifi obne l^o^lc Slc^fe, bie Kammern finb ficin, liegen ber 2l(^fe 
nal^c, bie ^cvne fmb fd^toarg, mcifl taub. 

[Reife unb S^u^ung: ^düat in Belgien im Oftober, bei un« (Jnbe Ott. unb 
im 9fiot).; 1861 tourbe bei fp&tcr ©lütl^cjcit, aber toarmem ©ommer fclbfl eine um 
ayiici^acU« gebrod^cnc grud()t fdf^mcljcnb; redete ?Bred)geit mar mcl^rmal« V3 Oftober* 
gault gar nici^t leicht unb l^ält jic^ in ber SReife lange. 3P ^^ol^l nur Xafelfru^t. 

S)er 93 a um wSd&jl rafc§ unb gefunb, [c^bn p^ramibal, fo baß er febr leidet P<!^ 
ju ^ijramibcn formt, unb fd^eint audj in meiner nörblic^en (Scgcnb feine gcrill^mte 

?:ru^tbarfcit völlig gu bctt>a^rcn. . ©ommcrtricbe jiarf , cttoaö gcfnict, olioenfarbift 
53iT3ort unb ®ccai«nc geben fie mc^r rotl^ an, too^l noc^ ©tämmen auf Ouittc), 
m&ßig gal^lreid) punftirt. 33latt groß,, bicf, glängenb, ettoaö rinnenfbrmig, am 8fianbc 
oft f^toadi ttJcUcnförmig gebogen, ooal mit aufgefegter ©pifec, fein unb feiert geffigt. 
Slftcrblättcr pfriemenfbrmig. ©latt ber ^rud^taugen flad), no(% feiner gefügt; bie 
filrgcr gcjlielten furg oöal ober eiotal, bic ISngergefiicIten cHiptifcb oft fclbft längs 
elliptifd5^. 2lugcn furj, ftarf, ct»a« breicdfig, fpife, ettooo abflc^cnb, fi^en auf merfU% 
öorflel^enben, gerippten Str&gcrn. OBetbietf 



107 



No. 304. «rtf SMU. SDicI I, «. 2.; 8uca« IV, 1 b.; Sa^n IV, 2. 




•raf famil (Dtngler). Oberbicd (x>an SWo««). *♦. entc Oct. 9?ot). 

^eimat^ unb SSorfommen: SDi« ^icr bcfc^ricbcne fd^S^Bare jCafelfrud^t xfi 
btejenige, totlä^ bct fionbortcr Katalog unb 5)o»mitg aU Comte de Lamy aufführen, 
tnbcnt id^ mein Sletd ))on ber Sonboner @ocietät burc^ ^farrer UrbancdP unb $erm 
Serbien ju Äo^cn^agcn überein l^abe. ©ie ifl häufig nttt 5IRarie Souifc ($)uque«ne) 
unb M«ne Louise nora (tan 3Won«), fotoie bicfe toieber unter einanber öettücc^felt 
toorben, vorüber tdb bie audfül^rlid^eren ^udeinanberfe^ungen \>on ^enn t>. Slotott) 
imb mir in ber aWonat«fd^rtft 1869 ©. 263—273 na^gufel^en bitte. 3* bentetfc 
^a not, ba^ bie Sertoirrungen unter biefen (^rü(i^ten tbeild ba^er rühren, bag $err 
t. Vtütüi oft $fropfrtif(t o^ne 9lamen ))erfanbte, tl^eitd bal^er, ba| er in feinem 
^od^jl oberflSd^lic^ abgefaßten Kataloge erft eine Marie Louise par Duquesne uub 
bann Serie 2 9h. 424 nod^maU eine Marie Louise Duquesne mit bem 3ufci4e 
par nouB aufführt, loo fiatt Duquesne ol^ne 3^<ifc^ ^^^'^ 1^^^^ flel^en f ollen. ^a4 
SRefttltot i{i: 6d gibt eine Marie Louise Duquesne, bie man aud^ van Donkelaer unb 
Marie Louise Delcourt nannte, bann eine toon ^rn. t). SD'^on« erjogene Marie Louise 
nora, bie bire!t Don to. ÜWon« richtig nur an ©urd&arbt gu 2anb«berg, an mi<^ unb 
on ^erm SD'lanning in Slmerifa gefommen gu fein f(i^cint, fo »ie enblid^ eine ®raf 
2am^, bie. tool^t o^ne 3»«ifcl «nter bicfcm 9f^amen toon t). SWon« an bie (SocictSt au 
Sonbon unb toon ba an $)otoning fant SBer ber Grgic^er ber obigen gru(bt \\i, 
ifl no^ m(!^t gan^ gemiß. $a^eleu in feinem Kataloge ^ibt Seon Seclerc an; ift 
bie Srud^t j[ebo(!^, loie uii^t ju Bejtoeifeln, mit ber 2)tngter ibentifd^, fo toSrc 
*. 9Ren« ber drjiel^er unb »&re, toie auci^ bie Annales tooUcn, 5)ingler bei: urf^rüng« 
)xä^ beijubebaltenbe 9?ame. 50a id^ t>on ber 2)ingler grfic^te no^ ni(!tt fal^, l^abe iäi 
cinfitoeilen ben obigen S^amen beibehalten, meine gruÄt flimmt jeboc^ mit ber IBe« 
Wreibung ber SDingler fc^r unb ein an bie @raf ßom^ gefegter 3ö>cig ber 5Dingter 
iat gSnglit§ biefelbe Segetation. 



108 

Sitcratut unb @t)non^mc: Sonb. ^at ©. 133 ^. 162 Comte deLamy 
mifben (S^non^men Marie Louise the eecond, Marie Louise noTa, Beurr6 Cnrt^, 
Dingler. SDottjning ©. 371 mit benferben ©tjnon^tncn. Annales 1854 ©. 69 
Poire Dingler, toobei Qcfagt toirb, ba| bicfc mit bcr $)o»nin0'fc%€n Comte de Lamy 
gattj ibcntif(^ unb toon ö. 9Won« crjogen fei, ber pc unter bcm 9iamen SDinglet utn 
1840 an bcn ©rafcn ^DusSD^iont SBtanc ju Sngelmünjier gefanbt l^abe, loobci pc le* 
bod^ in ber Sptgc (utd^ ben 9iamen Gurtet f &If(^lid^ erl^aiten l^abe , ber einer* gan^ 
anbern Don vBouvier erlogenen g^ruci^t gebül^re. 5Die ^u ür^on oerfamnielt gemefenen 
homologen betrod^ten Comte de Lamy mit Marie Louise nova (unter bcr {te aber 
bie Don ^uquedne Der^el^en) ald ibcntif^. Sero^ gu Slngerd l^at im Kataloge bei 
Comte de Lamy aU ©pnon^me Beurr^ Curtet ou Quetelet, mobei unentfdoieben 
bleibt, ob er bie obige meint, ober bie rechte Don SouDier crgogenc Gurtet, bie nadj 
StDortd Sllbum I, £. 6 Don Beurr6 Quetelet no(]^ koieber Derfc^ieben ifl, j[ebo<l^ au4 
Bis-Gurtet l^ci^t. SlI^ Beurr6 Curtet Pnbet pe p(!^ o^nc ä^^if^I ^^^ in^ SRouencr 
33uIIct. ©. 82, in gigur ganj mit gig. ». oben überein, unb toirb nur bie JRcifjcit 
Slnfang Dct. geje^t. 2(ud5 §ogg im »teanual ©. 178 )^at bei Comte de Lamy al« 
@pnon. Beurr6 Quetelet, Beurr6 Gurtet, Dingler, Marie Louise noya. 5[)a6 ^t^ 
fuitat iP, ba^ toobl o^ne 3^^fcI^^<l^ einzig rid^ti^e ©i^non^m, DieÜei^t ber ur« 
fprünglicbc 9^ame Poire Dingler ijt. 

@cpalt: bie gigur oben Peßt pe ,'bar, mt i^ pe giocimal ^oci^pfimmig in 
(Srptingdfrüd^tcn* l^atte. ^onming unb ber i^nboner Katalog nennen bie <S$epaU 
jjoar runbli(^=umgcfe]^rt eiförmig, 5)o»ning geic^net fie aber pärfer freifelfbrmig, 
bepen gigur oben |ub b. fielet, unb bie Annales geben bie @rb^e ber ^Dingler na4 
einer grud^t Don 5ß^römibc 3"" breit unb \)o6i unb parf freifelförmig. 2)er ©au4 
ptt mcbr, bei re^t freif eiförmigen, parf nacb bem ^elc^e l^in, um ocn bie gru(!^t 
p4 Pad^ tüblbt unb breit aufpelzt. S^iac^ bem ©tiele enbigt pe meip mit ettt)a« er* 
l^abeneu Linien unb ip faum obgepum^jft, ober bie ^pi^e gel^t ^alb in ben ©tiel über. 

£cld^: offen, l^artfci^alig, in toeiter Padber ©enfung mit etlid^en feinen galten 
umgeben. SDer ©au^ ber grud^t ip oft burd^ breit Dortretenbe ©culen in ber dtvxi^ 
bung Dcrf<^oben. 

©tiel: l^oljig, 3/4" lang, gerabe, burd^ einen »SShilp oft etrnaö jur ©eite 
gebrüdt. 

^6)ait: fein raul^, Dom 93aume grün, in ber Sfleife gelbgrün (bie Annales 
jeid^ncn bie SDingler aU grürtgclb), Oibtl^e.fol^ i^ l^ier nod^ ni^t; SDomning gibt 
braunrotl^li^e ©acfc an, »clc^c bie Annales bei ber SDingler ni^t angeben. SRop 
pnbet pc^ al« pcUcntoeifer 2{nPug unb um Äcltö unb (Stiel oft cttoaö Uebergug, 
fünfte gal^Ircidb, t§eil6 ropig, t^eil« etioaö grün umringelt 

glcif(§: gelblich ioeiS, in« (Srünlic^e fd^iHernb, nur um baöÄeml^aa« ein 
menig tbmig, fein, fdbmeljenb (f elbp in bem falten ©ommer 1860), oon fü^em, burdj 
et)Dad @5ure gel^obenen, fel^r eblen bergamottartigen @ef(^madPe, jiemlic^ ä^ulic^ bem 
ber (Sf^jerenß ^errenbini. 

Ä^ernl^auö: l^at furge ^o^Ie Sld^fc; Äerne braun, parf, jiemlid^ eiförmig, meip 
Dottfommen; jtcld^)öbtc breit, gerunbet. 

Dftcifc unb S^iu^ung: jeitigte bei mir felbp 1860, ujo id^ V2 Oct. brac^, 
fd^on 2lnf . 9loD. SDotoning fe^t bie O^ieif jcit ©übe ©ept. ober ÜRitte Oct., bie Annales 
bie öicife ber 5Dinglcr erPe §5Ifte bcö S^oDcmbcr. 

S)er ©aum loädiP gut uni> gcfunb, f^bn ^s^ratnibal. ©ommcrtriete pnb nur 
etwa« pnpg, braunrötljlic^ an ber @onne, oft mcbr Icberfarben, ol^ne ®oIle, mit 
gtoar giemlic^ Dielen, oft großen, aber matten fünften, ©latt glatt, glSngcnb, nur 
ettt)a8 rinnenfbrmig, elli^jtifc^, auc^ brcitcUi^tifd^ , fein unb fd|arf gcfägt gcgal^nt 
Slfterbl&tter fabcnfbrmi^, SBlatt ber gruc^taugcn cHi^tifc^ unb felbp laujettförmig, 
einj^elne oDal, fein unb feid^t gefaxt geja^nt, 2(ugcn breiedfig, nad^ oben am 3^cige 
abpel^cnb, Präger Pad^, wenig gcn^>^)t. 

Oberbied 



109 

No. 305. 9$fHt ftufeffelWim. ®. n, 3. 2. (8) ; gucm, (v) 2 b. ; 3. ii^ (3). 




^etmatl^ unb l^orfoiitmen: STbjlaminunf) unbefünnt; ben Flamen mBc^te 
2Rai?et »pn gafe (in ber e^^wcig unb im eifaß gäficl, geffel, ein g&6*cn) ableiten. 
Sie f<|eint übrigen^ nic^t allein in Springen, fonbem awä) in anbeten ©egenbeit 
)9€rbreitet ju fein, toirb icboc!^ oft mit bcrß^aumontcl öertoe(!^jclt, mitioelc^er ic5 
pc felbfl ISngerc ^tit für ibentifc^ ]^ielt, biö mic§ bic »oUigcn Söl&ttcr bcs Saume« 
übergeugenb eine« Slnbcrcnbelel^rten. §r. $apor Sacobi in ^ainrobe »ar fo gc? 
fSnig, mit ber gmci^t mir sugletd^ i6I5tter )u fenben. 

Literatur unb 6^non^mc: Rinf bat fic 3uetjl tab. IX.. (5. 39 rcd^t gut 
flbgebilbet unb fuxi betrieben. (Sic etfc^eint nad) bcm belebe gu jiSrfcr abnc^menb, 
aU auf obigem ^olgft^nittc, fommt aber aucb oft (0 t)or. (Sx fogt, ,,fic baucrt bi« 
€nbe be« S^^rc« unb ifi eine red^t gute ©irnc toon mürbem, iebod^ ettoa6 griefigem 
gleifd^e, ^äuftjem fügen <5aft unb gutem (^efcbmacf. 6« gibt auc^ nod^ eine anbere/ 
bic @rünc donfeffeUbirnc genannt." — 3m %, 0.=(55. lU, ©. 28, Xaf..3 ifi.fic 
ou«fü^rIi«!^er bcf(^ricbcn, au6) fcnntlic^ abgebilbct (3n bcmfclben aud^ bic am 
Äel^e mel^r abgerunbcte @rüne donfcffclöbirne ©b. VIII, ©. 19 Xaf. 2, bic nur al6 
lange bauembe SEBinterfocbbimc SGBertb ^at.) — SSergl. aut^ (Jl^rifi'« ^bb. 2. 2lufl. 
©. 582 unb beffen §btob. e. 169; femer 5Dittri(^ I, ©. 678; ^Ciod^nal^I 6. U. 
5Diefer l^h fie gioar ganj ri(|tig unter ben kooUbl&ttrigen Slrte^n auf, gibt fie aber 



110 

t 

@. IQ& aud} »iebei aU ©i^n. bei <^umotttet Suc. €. 20S ttimmt ^e eBmfattd 
für glei^ mit bcr ficttgcnannten. — ©^iton. finb ©raufo^f bei ©o^Iar «nb ©on« 
fcffiondbitne bei ©d^aucn, beibc« nadj ©brijl. — %, 0.=®. unb Öl^rifl l^altcn ite für 
ÜJJttter« SÄouflclinc, bod^ ijl 3>iel« 53imebiefe« Sfiatncn« eine öcrft^icbcne gru(i^t. — SÄa^et 
in Pom. Franc. @. d05 !ann ald ^onfef)eldbirne, 3)eutf<l&e gagbime. Tonneau aUemande 
bie loorltegenbe l^aben, fte ifi aber toenig !enntn<)^, fel^r greg unb (oH Ui SR&r^ bauent. 

@e{ialt: jo))aI, tuie oben gejetc^net, noä^ bent ^el(!^el^in-fpi(t ft(| biegntt^t in 
Reineren (5rent^)torcn oft jl&rfer ju unb toirb aud^ bftcra, unter einer flcinen @ins 
biegung meifl nur auf einer ©eite, na(5 beut ©tietc l^in fd^mä<^tiger, inbcm fte ahf 
geftuntpf t fcgclfbrmig cnbigt grüd^te »on SVa" ©reite bei 3" g&nge, toie fte ©itf Icr 
befc^rcibt, ntbgen ju ben ©eltenl^iten jjel^bren, meiji bleibt fte ft^SIer. 

Äcld^:^ furgs unb jleifblSttrig, l^omarttg, offen ober l^alboffen, in einer giemli^ 
tiefen unb engen mit IBeuIen ober galten befe^ten, oft utn^gelmfigigen ^infenfung, 
inbem ftcb einzelne ^Beulen ft&rfer erl^eben, bie au(^ oft nod^ über ben ©au^ l^in fort« 
laufen unb bie 9^nbung oerberben. 

©tiel: l^oljig, braun, aiemftd^ fiar! unb jlcif, ^W laug, »ie eingebrütft, in 
engerer ober »eiteret oft tiefer ^bb^e, mit beulen umgeben. 

6d^ale: glatt, gelbgrün, auf ber 6. <S. bunfel erbbraunrotl^ )>ertt>afdben fafl 
auf ber $5Ifte ber gruc^t, mit grautoei|Ii(!^en ^nften in bem 9iot§. 9^ebenbet tfl 
bie ©d^alc gelbbraun bctoflet, fo ba| bie ©runbfarbc nur flettentoeife no<6 burt^blidPt 
unb l^ierburd^ auä^ bad dt^tf} )?etbü^ert U)irb. 

gleifc^: getblid^toeig, fein, faftreitb, fd^metgenb ober ^albfd^mcljenb, gutoeilcn 
butterl^aft, oon angencl^m unb ftarf, cigentbümtic^ getofirjtem {üfetoeinigcn 3«*«* 
geftbntadP, aud^ barin ber (Sl^aumontet 51^nli(t, oon koeld^er fleinere ^xem^Iare aud^ 
äu^erU(!^ ibr gieinlid^ gleid^ feigen. 

Äernbau«: nur mit f^nen Äörnd^cn umgeben, bie fk^ nur nad^ bem j^etd^e 
ju mel^r l^Sufcn, nic^t l^oblacbftg, Kammern ilein, meijl unauögebitbet, oft fcl^lenb; 
bie oorl^anbenen cntl^alten einzelne fi^ioorjbraunc, oben mit einem flcinen Än6^}f(^cn 
befe^te, oft aber autb nur taube ^eme. 

3fleif e unb S'^u^ung: fte gcitigt iSnbcOct. ober im fRt>\>., ^U fidj, etma« früher 
abgenommen, et)oa 6 SBod^cn; bei ju .langem ^Sngen bauert fte nad^ $rn. 3<^cobi 
biß 3ön., toirb aber bann oft nidjt fd&meljcnb. 'Ängencl^e 5:afel= unb SSßirt^fc^aft«« 
frud^t, bie bie bei un« im greien feiten gut toerbcnbe ^^oumontet erfeften fann. 

eigenfd^aften bcdSBaume«: $)erfclbe »Sd^fl aud& nacb S)ittri<!§ fel^r parf, toirb 
gto^, ifl gefunb. Gr bitbet nad^ g^cöbi eine breit gcnmbete Äronc mit lichter nnb 
fperriger SSerjmeigung unb bie l^Sngenbcn 3*^«iöc biegen fttb am @nbe n?ieber nad^ 
oben. ®ic grud&tbarfcit »irb gelobt.- 3)a« Saub ifi graugrün, toie bebuflet. — 8>ie 
»lättcr finb mittetgrof, faft etwa« Hein, 2V4" breit, iV^—^Vi" lang, eirunb, 
oft bergförmig, mit längerer ober fürjerer, meifl au«laufenber (S^>i$e, auf beiben 
glSc^cn »oHig, gangranbig (unb l^ierbur^ t)on ben Unglii^sooalen glatten rcgelmSgig 
fein gef&gten 93l&ttern ber ßl^aumontel tjerfd^ieben). ©tiel bünn, oerfd^ieben lang, 
fiatl tooUig. — SSIütl^cnfnof^cu fcgclfbrmig, m&6ig f^Jit, buntelbratm, am ^runbe 
totifM^, on bcr^pifec cttoa« gelbtooUig. ©ommergtoeige flarf bewoflt, gebogen, 
cttt»a« fhiflg, an ber ©pi^e oerbidCt, grünlich gelbgrau, on ber ©. ©. graubraun unb 
fleüentoeife gerbtl^et, mit f)}arfamen, größeren unb ti^irwctn, fd^mu^ig gelben fünften. 

3. 



111 



No» 306. Sttter 6cftt ©icl I, 3. 2.; Suca« ni, i b.; Sa^n iv, 1 




iBaUa: 5«tt Obctblcd (Dan SWon«). **. Oct, SRo». 3—4 SEB. 



^einratl^ unb SBorfointncn: ^efc bctifate lafelfrudjt fanb p<^ unter ben 

300 53irnfortcn, tocl<^c ^ 1838* ol^nc 9iamen tjon ^erm t>, gjion« erl^telt , unb ba 

i^ biSl^er tDeber bie ^^ru^t unter einem anbem 9^anten aufftnben fonnte, no(| au^ 

iintet allen ntetnen belgij^en 59imfortcn bie jientlii^ fenntlid^e ®e9etation ber Obigen 

ftnbe, fo Dämmt fie toleQeid^t teirfTid^ aud t>i 9Ron9 legten j^emfaaten/ r>en benen er 

mir befonberö Steifer ju fd^itfen fc^ricb, unb toerbient iebenfaH«; mSgUd^fl balb bei 

und befannt gu n>erben. 3^ ^^^ ^^ ^^^^ obigem, Don mir il^ betgelegten 92amen 

Won vielfältig toerfanbt. 

fiiteratur unb ©t^non^me; 3ft ^^^ ^ ^^^ meiner „3lnliitung'' ©. 433 
aufgeführt unb ber Sru^t na^ nfil^er befcbrieben. 

.<8efialt: fafl gro|, in gorm ben 9[)>otl^e!erbimen äl^nlicb unb tttoai \>etf 

anberlic^. 9legclm&|ige grüd^te n&bcm fid^ ber bi^aud^igen, ettt)ad obgefhim^ften 

eiform unb pnb 2i/," brdt unb 3" ^oc^, fc^bn geU)ad^fene felbp 28/4" breit unb 31/»" 



112 

^od^. S)et 93aii^ ft^t oft rntr ettoae, meifiend jebod^ nterflti!^ mel^r itä(^ bem itdd^e 
l^in; tegelntfiligere ^rüc^te f^t^en ober ntnben f\^ nad^ bem ^el(!^e fo ^u, ba^ fe, 
rottm nt(^t burd^ ungleiche ^filften bet grud^t bie ^eId}P(!^e fd^ief fielet, eben itod^ 
aufjlel^en I&nnen. 9^a(^ bem ©ttele mo^t .fte meifi auf beiben leiten, oft j[ebo4 
aud^ nur, lote in obiger, nad^ {Jru^t au« meinen ^^ienburger Härten angefertigter 
3ei(!^nung, nur auf einer 6eite merflid^e (Einbiegungen, unb btde, fegelfBrmige, ettoad 
abgefhimpfte, «ft auc§ ettt)ad f^lanfe, l^atb in ben 8tiel übergel^enbe @pi^e. 

^eld^: offen, l^artf (^alig , bur(^ beulen in fet|ter 9iunbung t)erf^oben, ^ 
meift fel^r ffac^ t>ertieft, einzelne jebod^ burd^ fid^ fiSrfer erl^ebenbe gleifc^beufen fi&r!er 
\)ertiefUunb eingefc^nört; bie Äd[(^fenfung jeigt flete galten unb Seulen, bic fw^ 
bei tegelmSfigeren, großen grüd^ten flad^ über bieg^nni^t l^ingiel^en, l^ctufig aucb ftc^ 
balb l^ier, balb bort joorbr&ngen unb bie regelm&^ige J^orm i^erberben. 

©tiel: jiemlid& parf, l^olgig, nur an ber 93afi« ettoa« flcifd|ig, 13/4—2" lang, 
raMeitS menig jur 6ette gebogen, bod^ oft ettoa^ rüdPn>&rtd gefrümmt, {t^t auf ber 
4|pl4e mit einigen $plen umgeben, oft and^ nur nne eingefiedt. 

(5d^ale: glatt, ettoad gl&n3enb, freunbli(!^ grün, in ber Oieife gelblich grün ober 
grüngelblid^. $un!te la^lxti^, tl^eild fein, tl^eild an ber 6onnenfeite {iärfer unb 
l^ier l^&ufig braunrot)^ umringelt. IDie (5otmenfeite ifi bei fiarf befonntcn leicht unb 
br^unlid^ gcrötl^et, tl^eild unb meijleuiS nur toie punf tirt, t^eild au(^ in fur^ abgefeft« 
ten bloffcn (Streifen. Siojianflüge pnbcn fid^ wonig, ^ft gar nid^t 

5Da6 9I^M<^ ^1^ mattn^ei^, oft tVmai gelblich, um bad ^eml^au^ faum fein 
IBrnig, faftreid^, fc^meljenb,- »on fein »einig gejfidfertem, fein alantartigen bdifaten 
@efd^madfe. 

S)ad ^ernl^aud l^at eine fi!^ale ^o^Ie ^c^fe, bie Kammern finb fd^mal unb 
eng unb entl^alten meiflenS taube, t^eild aud^ i^ottfommene, f(|toHir}braune, ISnglid^ev 
ettta^ gezogene ^eme. S)ie feinen itSmc^en umd ^eml^auö bilben eine fc^male, 
langgezogene 9^autenfigur. 

3fleifc unb ^^u^ung: jeitigt im Dct. unb l^SIt ftcb 3 — 4 SGBod^cn. 3n rcti^t 
»armen öftren brat^ id^ fc^on am 14. @ept. red^t, in getoi^l^nlid^en t^om 20. bi@ 26. 
©ept., in falten 8. Cct.; bo(^ ijl bie gnid^t auf ben ^flüdfcpunft nid^t bcfonbcr« 
eigen; 1846 brad^ id^ 12., ?1, unb 26. ©cpt., 1860 18. unb 26. ©cpt. unb 12. Oct 
unb tourbcn alle bicfe grüßte gut. 3fl l^au^tfäd^Iid^ Xofelfrud^t. 

2)er $aum »&d^|l gefunb unb frSftig, gel;t mit ben B^^id^n in jinnltc!^ fpi^en 
aSßinfeln in bie ßuft, fd^eint auf ben S3obcn gar nit^t eigen, unb ip felbfl in meinem 
fanbigcn (Sarten öor ber <2tabt DfJienburg gro^ unb fci^r frud^tbar gctoorben. ©in 
junger S3aum, ben id^ im l^iefigcn Scl^mbobcn b^be, »5d^fi »cniger flarf, bod^ »o^l 
nur, »eil ber unten au^treibenbe $aum im Stamme Iranf ifi. Sommertriebe i^iem- 
Ii(% fiarf, nur »enig jiufig, an ber Sonnenfeite etwa« rötf)Iicb Icberfarbcn, oft aud§ 
mcl^r oliöe, flarfc 2;ricbe mit giemlid; öielcn feinen, nid^t in« SKuge fallniben fünften. 
S3(ott jiemlicb groß, glatt, glSnjenb, giemlid^ flac^ ouÄgebreitct, auc^ unten ni<^t 
»oUig, fpi^sciformig, nur fein geja^nt, mit fci^bner mcifi auSlaufcnbcr Spi^e. 2tftcr- 
blätter flnben ^4 feiten unb ftnb fein, fiärfcre triebe l^abcn aber »icle SlSttcraugcu. 
SBlatt ber gnid^taugen eUiptifd^, mcifi ci?clli^?tifd&, bie größte SBreite mel^r nad^ bem 
Stiele l^in, mand^e au(!^ 'fafi longcttformig, fein ober audft f(^arf gcfSgt. 2lugcn flarf, 
flumpf=f^)ife, et»aö abjic^cnb, fi^eri ouf fd^»a(^ gerippten, nic^t jiarfen Xr&gcrn. 

Dbcrbictf. 



IIS 



No. 307. CNAtteMieMliet» S)iel I»2.9; Site* IV, 1 4 (b); 3a(ttia»9. 




Cl^urMte Mi Utitmir. ^»ort («a^m). **. oft. 9hm. 

^eimatl^ ttnb SSorfommen: ®te lourbe loon 3)2a|or (Sfperen 

etsogen, bet Saum ga( 1835 bie er{le %t\i(l)U 8ltö eine t)ortTeffItd^e 

Safelfrud^t mit teii^tragenbem SBaume l^at fte [\i) fc^neQ ' weiter t)tx^ 

breitet unb i{l aud^ bei un8 311 re^t l^dufiger 9n)>{Ian)uug ^u empf el^len^ 

ba fte im beutjc^n (Slima gebeizt. 

Siteiatur unb ©tjinont^tnt: Qt))ott kfc^rielb fte iuerfl im Wum in, 6.5; 
fit ctfc^etnt auf feinet flbbilbung meiner 3«l<^nnn9 fil^nliqf, b^ mt^x ^loltninb, am 
Jte^fe breiter. Su(^ bie Annales de pom. lU, @. Sd l^aben fie mit 9ef(l^eibuiig[ )9on 
fko^^tx, bie gönn ifl mel^r birnf5miif^ tjemer bei' Siron b'^tirote«, Descript. lob. I, 
€. 33, Planche 10, Fig. 4 flnbet fie pd^ jicmlic^ »on ber gornt; toie fte 8iJö. jett^netc. 
9btA in ben meinen neueren Set^ett^niff en ifi fie entölten. ' SQe loben fie nnb btc 
oroBe gru^tborfeit bed ^aumed. ^ ^d^ bef<!^reibe fie m^ bereite oon mir felb^ Vin 
frei^el^enber ^rantibe erlogenen nnb au0 ^erml^aufm erl^altenen ^i6^ttn. 

©ejlolt: eirunb ober a\xd)6^ttxi freifclfjhrmig, Bi8 weilen birnförmig 
(fo Bejei^net fte and) ^o\)tx), um ben Ji^elc^ oft ftarf abgeplattet, nad^ 
bem ©tiele gu fd^neU abnel^menb furg unb .ftumpffpi^ ober auS) mt^i 



114 

t)et(Sngett unb mit etooS (StttBtegung , dtf o mit ümfAtmiget @))i^e 
enbigcub. 2V4" ^od^ unb cBcnfo Breit ober etwa« l^^er* 

ft e I ^ : BIdttrig, BiSioeilen aud^ l^artfd^alig, ^oIBoff en ober gef(^(o{f en, 
in Heiner feister [(!^üffelf5rmi8er 6in[en!ung, faum mit ettoad 93eul^en 
umgeben, bo^ ift bie Slbruubung am iBau(^e oft etmoS ungleid^. 

@tiel: für), aber ftart^ ober linger unb ettt>a8 f^todd^er, gelbbraun, 
fte^t o^ne ^Sfo^ o6en auf, ober gej^t in ba^ Sleifd^ üBer, inbem ft^ 
biefe« in ^iättn^an i^n anlegt. 

@^ale: peTlenioeife ttcoai fein raul^, gelBgrfln mit grünen (Stellen, 
Bisweilen citronengelB, nlit feinen Br&unlid^en fünften unb Sloftfleden, 
bie fi(i^ auf einer ^dlfte ber S^u^t merflid^ ^Aufen, kooburd^ {le loie rofltg 
marmorirt erf(^eint,unb ft^ eben auc^ bort i(auf) anfül^lt 

Sleif^: gelBlid^toeip , fein, faftrei^, Butter^aft, f&uerlid^ ober 
ta)einig'fü^ mit angenel^mem ®ett)ur}. Sio^er Bemerlt, ba^ {Ic^ in letztem 
lalf^altigem S3oben ba8 gleifd^ rofenrot^ firBe unb fe^r beutli^eS Kofen^ 
^arffim erhalte. 

ftern^au^: nur buri^ fe^r feine ftörn^en angebeutet, f^ioac^ 
l^o^ta^fig, Kammern jiemKc^ gro^, fterne ettoaS gro^, fc^toarjBraun, mit 
einem ßarfen ^idtx, meifl DoOfommen. 

Steife unb 9tu^ung: S)ie 93irne reift gegen Snbe.DftoBer unb 
l^dlt fi^ t^eitoeife burd^ einen großen S:^eil beS Sloioember. ®ie würbe 
aaäf feiBft 1860, tro^ ber ftfl:^te itS ©ommer^, in SReiningen nod^ 
fd^meljenb, aber erft im S)ec. reif. S^ie atii ^errn^aufett erl^altene gru^t 
geitigte (Snbe Oct. . unb {lanb in @fl|tgfeit unb SB&rgiglelt ber meinigen 
i)iel i)orau8. 3P «i* Xafel^ unb $au8^alt«frud^t gleid^ gut ju bertoenben. 

(Sigenfd^aften be8 Säumet: S)erfelBe toiä^ft freubig, feine 
3»eige jte^en flarl aufredet* Sr Baut fl^ mit geiil^tigfeit jur Sß^ramibe, 
fotoo^l auf SGBilbling toie auf Ouitte. J)ie grud^tBarfeit beffelBen iil 
gro^, er trSgt Büfd^ctoeife, »(e SRo^er Bemerft, 3—7 ©tucf jufammen. 
— $Die »latter fmb ot>al mit ^alBaufgefe^ter ©pifte, IV» Bi8 1%" Breit, 
2V4 hlS 2Vz" lang, unter^alB unb am SRanbe oft ettoaä tooOig, reget 
md^tg fein gefdgt, meifl {lad^, nur bie ©pi^e ift ettoaS feitu>drtd ^ 
Iriimmt, giemli^ buntctgrün unb gldnjenb. JBIattjiiele gelBlid^grfin, furj 
ober oon mittlerer ßdnge. — SSlüt^enfnofi^cn nad^ Sit). Idngll^ 
ODal, jugef^yifet, l^ellBraun mit 2)unfelBraun fc^attirt — ©omriterjioeige 
na^ oBen l^in etwa« tooflig, auf ber ©^attenfeite grault^ grfin, gegen^ 
Aber rot^Braun, mit feinen rdt^lid^en fünften. % 



Ifo. 308. Mt StfeenMne. sia i, 2. s.; suc iv, i b.; 3a^n m, s. 




liie 3nttnbitiie. Sicori (sfiitHn). ■. ca., nee., 



©eimat^ unb. Sorlommen: ©ieWMtfce»om»erPOT6nittt3Raior 
(Sft)eien na^ btm ©tantoite beS ^aumeS an bträRauet bei 3ubeni= 
gaffe in 3Re^eIu benannt. JDeifelbe liefeit« bie eijten grfl^te 1843. 
3)it gni^t ttiitb jtoar bei unä nl^t ganj fein unb I. Stange^, boi^ iß 
fie immer noi^ ali eine etteaS fpätere ^abpa.^t\fiaä)t Braue^bar unb 
. eiiq>fte^U fii^ be[onbn8 au^ bui^ bie ^raaborttit be8 Saumeö. 

fiittratur unb S^noneme: fflicort» SOfeum n, 6. 7: L« JnJve. SiB. 
tcf^icibt pt atS miltdfltog, [rrittffZrmig, ttnw» brtittr aW io^, gcrSgriln, 6raun 
inib grfln gtfttdFI, auf btr Sonntnltitt ftarl gn^t^et, SleiFc^ ^iBftiti, fi^mclscnb, faft: 
td^, füg, )innli6 put patfüinirl, I. Wanflrt, im SRoD. tnf. — Sougatb ©. 6t. Mut 
nii^ »io. e6tn[o fiiton in Liste rpi, ©. 79 uiib Dwoript I, 6. 10 tab. VI; Fig. 6. 
Sc^na^I S. 158 Ijat pt 3ubtnbirnt gtnannt. 

®eßalt: eiiunb obei ftgelfKnnig, ßfteiS Wo^I au(^ freifelförmig, 
so<!^ bem ®Hete ju lAngei ober fütjer gugefpittt, jutoeilen beulig 
nnb ungleich in bei KGinnbung, beS^alb nii^t imniet gut auf^e^enb. 



116 

Spie jttm ^Ijfj^nitte Benuj^te SBbübung gef(!§a^ nad^ einet S^^t auS 
Singer^ unb entfprii^t iiemlid^ bet B^^nung Stootte, toeld^er bie 93itne 
inbeffen nad^ bem (Stiele }tt nod^ ^dr{et abne^menb^^ tutjet unb-bfinnet 
\piji, freifelfdrmig^ um btn ftzlä) ^axt ah^tplatttt, SV«'' breit unb etn>a8 
toeniget l^od^ abgebilbet l^ot. 3^ f^^^ ^iH 1^^ ^^^^ Ungiid^ eintnb/ 
nad^ bem Stiele }ü fegelfjnnig^ iinb fal^ {ie auS ^enn^aufen fafl tein 
fegeiförmig, 2V2" Breit unb 3" f)oä). # 

jteld^: {ur)BIältr{g, jiemlid^ l^artfd^alig; offen, feid^t^^ ober nur fd^toad^ 
)>ertieft fte^enb jtoifd^en Saiten ober SBeuIen, n)eld^e fld^ l^ier unb ba auf 
ber 9ß5IBung er^ePen unb über ben SSauc^ forttaufen. 

©tiel: fm), V«'' laug, ftarf unb fteif, obenauf tote eingebrüdK. 

@(^ale: glatt, l^eSgrun, fpdter l^eQgelB mit grfinlid^en ©teilen, 
feinen älojlpttnlten unb Koßfheifc^en, jutoeilen an ber @onnenfeite tttoai 
fheifiger 9tJtl^e unb um Aeld^ unb @tiel aud^ me^r iufommen^&ngenbem 

gleifd^: gelBli(^U)ei^, l^alBfein, faftreid^, an ber S^ud^t ani 9lnger8 
fd^meljenb, bodb nic^t Butterl^aft, Don angenehmem, to^n aud^ nur menig 
getofir^ten, toetnigen, nid^t ju ffi^en ®ef^mäd( — an meinen grud^ten 
^^alBfc^meljenb ober raufd^enb unb t>on geringerem SBo^lgefd^madC, meil 
ti arm an ®eU)fir} unb Qndex toar unb ba^ SBeinige gang fel^lte. SDte 
i^erm^aufer S^ud^t toar 1861 geioad^fen, in toeld^em ©ommer eä nid^t 
an SB&rme fel^lte, ba§ ^leifd^ toar fd^mel}enb, faftreid^, im ©efd^madte 
aber }iemlid^ toie ba^ meiner grfid^te. 

^ernl^aud: l^at ettva^ {iarfe ^orn^en im Umfretfe, bie $((!^fe \^ ctioo^ l^o^l, 
bic ni^t großen Äammcm chtl^altcn ficinc eirunbe, f(!^»SrjUd^fcraunc Äentc, bic einen 
fleineK ^odtx l^ainn. 

^eife unb S^u^ung: 5Dte Sime reift im 92o^cmber, bo<!b l^atte td^ {te ou^ 
fcljpn jeittg im Dctobcr. Um fte bei un« t\m no(% fo tool^Ifd^mcdfeiib alö in granfceiti^ 
nnb ^Belgien ju erjicben, xoixb man ben SBaum an eine SSinb ipflonjen muffen. 

@tgenfd^aften b'e« SBaumed: SDerfelbe toi^fi Mftig unb f4&n ^Yontibal 
unb ein ^robegioetg trug untei allen gleid^ieitig auf bent Sdaüme befinbli<!^en &^ricsi 
am fleigtgften, fe^te aud^ jeitl^er lein^^)^ ou«. — ^k ^I&tter ftnb länglid^ «))aI 
mitjangcr audlaufenber ^pi^e, oft eUiptift^, au<^ ofterd lanzettförmig, mitunter kbie 
hcL9 eine ^Ben mit abgebilbete ®Iatt fel^r f^mal unb nai^ bem 6tiele m ftar! teils 
förmig, bie gr^geren bi« 13/4'' breit unb 4Va" lang, glatt, feingefSgt, f<i^ifffbrmig un^ 
fit^elförmig, am Sianbt einigemal toeüenförmtg ober bo« gange Blatt l^albfpiratfonutg 
gebogen, jiemlid^ bunf clgrün unb gISngenb. ©lattftiel lang unb fleif, gerabeott^fle^tttb, 
Mei(%griln. — ©lütl^enfnof^en furjfcgclförmig , fanftgefpiftt, bunfelbräun. — 
Sommer Jtt) ei ge grünli^ gelbbraun, an ber ©onnenfeite gerbtl^et, mit mnigen, 
feinen, gelblidjen $U|tften. . % 



117 



Ko. 309. S)ie SiCtor Cotttllt Sbitl l, 2. 2.; £uc. m, 1 h.; 3«)^» uz, SL 




{^elmai| unb Sorlommen: eine ftemftu^t t)on i^on ttt^nS; 
fanb fid^ mit 9tt. 2783 Begeii^net in beffen Saumft^ule $u Sflioen unb 
iDiicbe t^on SBiDort^ al8 {ie 1845 jum 2ten Mdt getragen, na^ bem 
frfi^MP^rbenen Si^te Dr* (So^ton au 3oboign^ einm eifrigen ^»mol^es 
benannt« 

£iteratu1^ un^ ^^non^nie: 8i99rt lefd^eb fU imb l^ilftete fic *b im 
tOb. Jf %ai. SO, bann au4 »ncber in ben AhmI. Y, e. 41 mit gttmlU^ gleitet 6^ 
bcnmg. — SiTOtt b'ftkoL Desoript Qb. n, 6. 18 «»b £Miga¥b €. 3« loben fte 

dejtalt^. nad^SBit). eifSrmig ober t&ngtid§ eiffirmig, fi$tt»ad^ Baud^ig, 
mittelgrof ; mif ber üBerein{llnnnenben*9BBiIbung in ben genannten äBerfen 



118 

wift jle 2^/4'' {n \>tx »tcitc unb 3V|'' In bet §6l^e. 5Wc grüd^tc, tpel^e 
mit ein j[unger ipo^ßamm lieferte; bet jum 3:^eil mit ben t>on Sßa))eleu 
empfangenen B^^ifl^^ Be))fto))ft i{t/ erteilten bieS SRaf jnxtt ni^t^ toäf 
\qS) iä) an beten gotm^ baf i^ bie^tic^tige @otte etl^alten l^aBe. 

fteld^: nntegelmä^ig, meift gefd^Ioffen; in \6)\oaäftx (Sinfenfung; 
bie ftel^Blfittet ftnb bid unb l^att, gtünIi(!^Braun« 

©tiel: bidf, 1" lang, ^oljlg, Btaun, oBenauf. 

®ä)aU: glatt, tixoai fettig, ^eUgtßn, fp&tet cittonengelB mit 
t0t]^(i(^Btaunen fünften unb Sledfen, and^ mit \6)\oaxitn %U&ä)tn, bie 
mit grünem ^ofc umgeBen finb» 

S I e i f d^ : gelBUd^meif , f el^t fein, f (!^mel)enb, Buttetig, naS) bem SIBum 
nid^t fe^t faftteid^, nad^ ben ^nnalen aBet f aftt^oQ, fel^r gejud ett unb t>on 
ganj eigent^fimlici^em $atffim, in meld^em bet ®t\ä)m<id wn SRanbeln 
unb SBaniOe t>otl^ettf(!^t* — S)ie l^iet etjogenen gtfid^te tDurben jmat 
nod^. jiemlid^ f^meljenb unb gut, ioä) lonnte iS) in bem ißatfäm bie 
etn)&]^nte Sel^nlid^feit nid^t et{ennen. 

fietn^auS: ifl mit einigen {leinigen ßonctetionen, bie ani) S3i\)ott 
nid^t k)etf^tt)eigt, umgeBen. 

[Reife unb 9^u^un$: ^ie Bcitiguitg tritt gegen @nbe Octoto ein unb ^tf 
lungert ftd^ li» (Snht 9^ot)ember. S)ie ^vüd^t toirb atd aEererflen SRange« begei<!^net, 
bp<!^ an i^r getabelt, bafi fie in falten unb regnerifd^en Sal^rgSngtn toie bie €ra{anne 
i$le(fen belomnte unb auff))tfnge, n^e^l^alb, and^ koegen ber ^teind^en um« ^entl^u«, 
e« nod^ ftaglid^ ijl, ob jie bie an il^r gefc^ilberte 0üte bei nuA erlangt unb ft^ 
überl^au))t für bad beutfd^e (^ima eignet 

6i^enfd^aftcn bed Saume«: S)iefer to^^fi letil^aft, ^^ramibal, bo4 mit 
U)agerc^t abflel^cnben unteren Seflen, gebeil^t auf Duitte, toie auf äBilbling (bod^ fei 
le^tere Unterlage ^orgü^iel^m) unb ifi fruchtbar. (^ i»erlangt aber einen toarmen 
©taub ober bie ^rgiel^ung am <5:paliere (koa« um fo mel^r bei un^ gu bead^ten fein 
loirbl) — .S)ie SBf^ter meiner ©orte ftnb oMctl, bie Ungtr gefUelten aud^ elliptifd^ 
unb felbfl lanaettfBrmig, IV4 bi« ly«" breit, 21/4 bi« 3" lang, mit meift au«Iaufenber, 
mel^c ober n)eniger t>erI5ngetfer 6)}i^e (im Sllbum ftnb fie aU oi>aI ober o))aUan5ett? 
fbrmig« augefpitt bef (^rieben), glatt, et)9ad )>erloren unb nur nad^ »ornel^in beuttid^ 
fein gefügt, am 9ianbc \^\oa6) toeffcnförmig, 8^>ite met^ ettoa« gcftrümmt, ©tiel 
oft fel^r lang, bi« 2V2*. — SIüt]^enfnof^)en flein, fegelfbrmig, giemlid^ fiatf ge? 
f^)ltt, bunWbraun (nad& ölo. Hein, eiförmig, ^ugef^i^t, fd^toargbraun). — (Sommer* 
gtoeige grünlid^ gelbbraun, nad^ Sio. l^afelnu^farben, tt>eiggrau ^unftirt. 

9(nm. 5Die Stbbilbung gefc^al^ nad^ einer f<i^bn ouegebilbetcn, t>on Sucae au» 
©rüffel mitgebradjten frud^t. 8. fd^ricb l^inju: *, gute grwj^t, II. ^^ange«, gefoflet 
ben 4. gio». 1868; t)oueommen eifbrmig, gana glatt, oolbgelb mit fe^r feinen ftaub* 
a^nlid^en ^nhen« — Obcrb. crjog bie ©irne au« ätoeigen, bie er burcft ^m, Pfarrer 
Uxbane! toon^o^eleu em)>png, bereit« ebe^fo geformt, unb mit gldd^er .SSegctation, 
f^ttbert Pe aber ebenfaU« nur al« n. JRangc«. cv 



119 



No. 310. Sie g»ie|to><m^ g)itUr3>2,; 2ut. m, i b.; ga^n n, 2. 




5Die Si|iiieflerliiriie. ©it>ort ((Sfpcrm). ♦*. oct, 9iot>. 



^eitnatl^ unb Sorfontmen: Sf^eren fanb ben aRutterbautn im@arteit ber 
Demoisellefl itncop )u WttÜ^tln unb nannte bie 8ime be^^alb Poire de Denx- 
SoeuTB. 



120 

; Sitit^otitr ttttb e^nottbiite: 9iMtt bef^^rU!^ fle im Wbmtt O, 6. 111 M 
P«ii6 Bcux^rSoeiin unb btlb<te ^e i9on fe^r lanaer %erm tmb fe^r grün i9on ^otbe ab, 
fo bag fte fa^ einet (Surfe ^nlt(^ fie^t ^n ben ännal. V, 27 ifl fte mel^t l&noli^ etniiib 
unb aclber , koeil im ausgereiften ä^l^^^nbe abgebtibet unb ebenfalls t)on %i\)ort be? 
f^rieben. — i)o4nabl (int gül^tet'^. 16) l^at jte ©d^toeflerbirne genannt. S)tefen 
mir ^ffenb erf^cinenben viamen glaubte tcb beibebaltcn ivl bürfen. — Sergl. aud^ 
Siron b'HiroIe« Descript. I, e. 17, Ol^rle« haltet @. 23 unb ^ougarb @. 49. 

® ejlalt : lBit)ort befd^reibt fte aU p\)XQxmjbal, baud^ig; fd^nett unb fura abne^menbr 
ftud^ ri^^tg unb beulig gegen ben Sttl^ l^in,- ein SOhttelbtng ^tDift^en einer ^t. ®ermatn 
unb einer (Ealebaffe« — m(^ meiner ||^ormentafe(' fann man bte SBitne, toie fte ^ier 
nad^ einer belgif(ben grud^t gegeiAnet ifi (unb tvel(|e in ber gorm mit* in ^emt? 
l^oufen erlogenen grüd^ten gani überein^mmt, nur ha% biefe et»a um y^ neincr 
iDaren), eirunb ober no4 bcffer ot)aI, na^ bem @tie(e ju ISngtid^ fegelfdrmig 
nennen. @ie nimmt nSmlid^ nad^ bem Sttldjt in immer ettt>a< al, n)obti auf einer 
eeitc ber ^ud^ mel^r ]^ert)ortntt Sit)ort bat fte im ^um 21/2" breit unb 4ß/^" 

{t^, in ben 9CnnaIen fafl 3'' breit, bei 48/4" ^5be abgebilbet, meieren Umfang ße 
ei und nur Unter fel^r gftnfHgen Ser^&Itniffen erlangen n)irb. 

Aeld^ (ber ^errenJ^&ufer Sru(!^t) : furtblfittrig, graubraun, aufrc(^tfie]^enb, offen 
in feid^ter, mit ettoad ^Beulen Defekter Qinfenfung. 

6tiel; ttaa 1" lang, l^ol^ig, braun, obenauf, )temli<b obne ^fa(^, bo(^ legt 
fid^ oft ein ^bder an il^i^ an, ber il^n fd^ief brüdft 

©d^ale; l^eSgrün, f)>Ster dtronengelb mit grfiiun «^ledf^et, feinen br&unlic^en 
aSunften unb Sliofiftreif^en, um ^eld^ unb ^tiet aud^ gufammenl^fingenb berofiet — 
5bit Hnnalen lieben ]^er))or, bag ftd^ feiten ba(( (Biün gana ))eT(iere, »eim fte nvS^t 
auf Quitte erlogen n)erbe, auf toelcber ite ftc^ oftmal« ganj gelb ffirbe. 

gleif d(: gelblid^n)ei|r fein, faftreid^, butttrl^aft unb angenehm gettürjt fü|. 93ü 
ettoaiS @&ur&eimif(bung toürbe ber ©eft^madf, »it id^ mir barüber anmeme, red^t 
angenehm fein. — 9^a(b Si)>ort ifl er {iar! ^ejudfert unb ^on einem febr beutlid^ au«« 

f|a»rSgten ä^anbeln« unb 9hi^ef(bmadP, looton mir gcrabe ni(^t9 aufgefallen ifl. ^0^ 
ou bad a)i{anbelartige.nad^ haltet in einem falten Soben unb bet ju fp&ter (tttdt 
i(^ nid^t au6bilben. 

J^ernl^aud: nur burd^ feine ^bmd^en angebeutet, ooKa^flg, Komment flein mit 
I&nglid^en fd^toar^en, mit etnem ffeinen Si^Mtx au«ge^atteten A^emen. 

Steife unb IRu^ung: S)te ^erml^Sufer t^rüd^te reiften aeoen ben 20. Oct 
9^a<( Sioort seitigt bie Sime %nf. lRot>. unb i^ eine Stafelfru^t I. %ange«, bie auil^ 
8uca«, )}on toeld^em i(b bie 3ci4nung erl^ielt, fe)^r preidioürbig fanb unb loeldbe ebenfo 
auf bem 8))on. ^ongre| aU gut l^ervorgel^oben kburbe. S)o(^ fd^eint ber SBaum einen 
gftnlHgen toarmen Soben su )}erlangen, n>te audb haltet bemerft, ber baiS S^eifd^ aU 
balbf($mehenb, .jutoetlen l^albbrüi^ig angibt, übrigen« bie (Srsiel^ung in ^oc^^omm^ 
form empiiel^lL • 

^igenfd^aften be« SBaume«: ^erfelbe to&cbfi aiemlid^ lebl^aft uttb toitb 
Don atten 6etten aU fel^r frud^tbar gelobt. — 50ie ^Ifttter ftnb, toie i<^ bie ©orte 
Don awei leiten überein l^abe, eirunb mit oft lang audlaufenber ®))i^e, bie für^er 
gezielten me^r otwl, 2'' breit, bi« 3»/^^ lang, glatt, nur bie unb ba unterl^alb ettt>a« 
iDoIIt^, ganjranbig ober nur an ber @))i^e gefügt, am Staube n>ellenf5rmig, bie ^n^ 
oft fettto&rt« gebre^t, fel^r buirfelgrün unb al&ngenb, bo(^ reid^ geabert iBlattfHel oft 
2V4* lang. — ©ommerjiotige grüiilid^ graubraun ober rbt^tic^grau mit feinen 
»ei^lu^en f^tften. • 

3. 



12l 
Ko. 311. CflOVd 9H4ttL S>teH, 3. S.; fiUc in, 1 a.; 3«^k H, 2. 




(Saint Hieliel Archange.) 

^eimatl^ unb Sottommen: ©oQ^erfi netterlld^ {n ^ranftei^ 
exjogen motben fein unb $ret)o{i in ben Annales de Pomologie de la 
8od6tA de Bouen eine gute SSefd^reibung batoon geben, i^ren Urfprung 

oBer nt^t angeben* 

• 

fiitetatut unb ^S^non^tn«: S)a6 ^orficBenbe bnnerTt Sii90tt tmAIbmn 
4e Porno ]. 9b. II, 6. 149, loo ftuA bie Stu^t &^nlii& tote auf obigem ^oI)f<^nttte, 
be4 mc^ I&ngU^ (codfbrmig abgebtlbet ip. (Unter beh SRouenet Slnnalen tft ba6 
IRouener Bulletin gemeint, in toeld^em fte ft^ ©• ^7 abgebilbet unb bef<(neben flnbet 
9tt(( 9iron b'^trol. l^at fie in f. Desoript. 99b. I, 6. 72 unb in f. Table Bynon. 
6. 11 unb lobt fte , nur fe^c fie im Siragen bftcr« aue unb tm &Itercn 9&nmen 
tofirben bie gfrüd^te ni(^t mel^r fc^Bn. — ^a<b haltet e. 18 toerben le^tere Ji^bner 
in Slonte« mit beffen befferem Älima, aU bei il^m 4n %xoM. 3*^«-) — 3^ ^<^^e 
bie Steifer aud ber S:ra))emünber 9aumfd^u(e erhalten. Uebnaen^ finbe i^ biefe ^nui^t 
im (Katalog ton 9at)a9 1846/47 pag. 36 gau) tuxi, aber mit bem golgenben 



122 

iibereitifKimnenb Befc^rieben; be^Iehl^en in bem €ataIo<) Don $a)>eleu 1862.. %i^ 
im $ ftum an itHd^en Katalog \)<}n 1849/50 unb t)on ^tll^elm in Surembnrg 1854 
S^r, 347. — S^cr fionboner (Satalog öon 1842 fül^tt nur ben dlamtn auf. 

©ejlalt: fc^ön Bimförmig, 2Vi'^ Breit unb 3W l^od^, öfter« ein^ 
jelne grüc^te lu)^ grjf er. — ©imfJrmtg, i)^ramibal Befd^reiBt jte SBibort^ 

Sttld): {leif Dorfle^enb, jiemlid^ lang unb fein gef))i^t^ grfinli^ 
unb Br&unli(!^ gefdrBt, l^alB offen, in einer ^eOBraun rofKgen, gi^mli^ 
flarfen SSertiefung {le^enb. 

@tiel: bunlelBraun mit menig l^eüeren $unften^ ehöai fnofpig, 
fielet in einer laum mei^Iic^en SBertiefung^ t>on einem ^eÜBraunen 2iop 
\Ltd umgeBen. 

@^ale: fein^ g(att; . gef c^meibtg , gränli(!^ BIa|gelB, auf ber 
©onnenfeite röt^Iic^ gelB angelaufen,^ mit feinen, auf ber ©onnenfeite 
ettDa« beutli^eren^ oft röt^Iic!^ umfloffenen Sßunften, auc^ J^eQBrounen 
Siojifletfen unb SRoflfiguren \)crfe^en. 

fternl^auS: fe^r feinföntig unb ^Sft^a^ angebeutet; 9(^fen]^$^Ie 
jiemlid^ flarf; gdc^er gro^ unb mit fii^önen fternen t>erfe^n. • 

gleifd^: gelBIic^ tt)ei§, fe^r fein, f(^meljenb, fajl Butterl^aft, üon 
fel^r feinem^ angenehmen, getDürtigen ®^ä)maä. @e^r gut. 

Steife unb $ftuftung: gegen Snbe DctoBer. — SBirb fid^ in 
))affenbem filima unb guter Sage ali SafeloBft erjlen Siange« hm^xtn. 

S)er Saum fc^eint gut ju u>ac^fen unb bauerl^ft ju fein; »irb 
auc^ »on $re\)ofl unb »ibort aU \ti)t fru(!^tBar gefd^ilbert (Srfierer 
giBt Snbe ®cptmitt ober «uf. OctoBer, fflitjort «nf. Octobet aK 9leif:^ 
3eit an/Beibe loBen fte al« eine i9ortre{fn<^ Srud^t, bie f{^ im reifen 
Buflanbe auc^ no^ lange gut l^altt o. ^lotou^. 

■ 

34 ergog bie gtu^t bereite felbfl einigemal aus 3^^id^# ^i? i^ ^^^ $a^eleu 
em^JIng, ton giemli^ gleitet ®r56e<unb ^ornt toit oben, fa^ fte au^ ebenfo in 
^errn Sero^'ö ©ortimcnt in SBerlin. $)a pc bei mir au^ in bcm 3*^^^ ^^ 
an einem freifiel^enben ^^ramibenbaum gro^/ fd^meljenb unb rec^t angenehm ge)9itr}t 
fü^ tt)urbe, »ie ed in jmem fügten 3o^^e bei anbfren bcfannten Butterbirnen ni^t 
iber gaK n>ar, fo mb^te id^ Ite unter ben neuerqi Birnen tro^ ber oben citirtcti ^t^ 
merfmigen Siron« unb SaltetB s>or3Ug9tt>eife em^fel^leti. Slu^ £eroi) räl^mt fte in 
f. jBerjei^n. ald eine genoür^rei^e, aw^ge^ei^nete ^rud^t. — $)ie QUtter meine« Bau« 
mee ftnb toit oben )>on mir. neben bie gru^t gegeid^net eirunb, mel^r ober toeniger 
lang augeft^i^t, glatt, fein etJoa^ fei^t geffigt. 3 a ^ u. 



123 
Np. 312. «dtitita« Diel I, 3. 2.; 2uc. ni, 1 b (*); gol^n VI, 2, 



• 




j^efmatl^ unb ^Drtommen: S)iefe le^t gute, jiebod^ menigjienS 
ttt meinen nflrblid^eren (Begenben nx^t gu ben ootguglid^flen Xafel^imen 
gel^drenbe tinb l^auptf&d^U^^ttr bur^ frfil^e unb reid^e 3:rag6atfe{t ^^ 
au^jeic^nenbe %inil^t etjog ber um' bte ^omolosie t>txWnlt ^a\ot 
(Sfperen ju WzS)dn. ® ie lommt in mand^en @:ataIogen loot , ). ^. t)on 
$a))eleu; be 3ong$e; Sl^ien^ )u i^aelen^ Seto^ gu ^ngetö, bem SSt{))Otrbet 
Sotaloge unb ntuf nic^t nniianäfbai fein, tDtrb j|ebo(!^ ^on ben meifien 
<m 2tet Oualitdt unb mittelgrol Bejetd^net, Wa^renb $apeleu unb ber 
SBitootber (SataL fie aU groß Bejcid^ncn unb in ben etilen SRang fe^eh* 
SRein ÄeiÄ erl^iclt ic^ \)on ^errri be 3ong^c ju »niffel unb nad^maW 
]9on ^enn JRed^töanu^olt 3(bam gu SUtenButg Don gang gleicher SSege^ 
totien unb l^o&e bie ®oxtt um fo me^r dc^t, atö fte au(!^ mit S3t)»0TtS 
Scf^reiBung ^immt, n>enn bie aSer&nbetungen BeTfl(!ftd^tigt toerben, 
toet^e t^ermel^tte fftein^eit mit fxä^ Bringt. 

Siteratur unb @))non]^nte: ^i^ott im tlUbum IV, €. 89, (aud^ 5Decatdne 
65. 2iefeTiin9,. ®^- ^) fli^t »cfd^teibunß unb «bbilbuttg. — ^ofifl im ^anml @. 175 
rei^net fie ^u ben fe^r {(^ft^eneioertl^en ^afelbirnen. 



124 

®*e{la{t: Stüort ^Oi fie stemlic!^ fege(f$rmig mit %o^i gelfrogener 
aBgeflumpfter ©pi^e bar, 3" Breit unb SVa" f)oä) unb Bcfc^tciBt. fie a(8 
ovale— turbin^e. SDccai^ne gibt jlc mc^r eiförmig, am ©ticlc fl&Jcr 
. aBgefhtm^ft unb Bejet^net i^re gönn ali arrondie ou turbin^e. — Suf 
einem fe^t t)oQtTagenben $roBe}tt)etge, eBenfo aBet anä) auf einer jungen 
$9ramibe ^atte i^ fte 1859« unb 60 üon ®r5f e unb ©eftalt, toie oBett 
bargefleQt, tl^eiid no(!^ ettt)aj {{einer, ))on $orm }iemU(!^ !reifelf5rmig, 
2'' Breit unb 2%" ^p(^. !£)er Saud^ {{^t ettoaS me^r naii^ bem ftel^e, 
um ben {te {tc§ fla^runb Xoilbt 9ta^ bem ©tiele eubigt fie mit fanften, 
oft ^ä)vi>aS)m @tnBiegungen unb fc^lner ftreifelfpi^e* * 

SttlS): l^artf(^altg, tteil offen, fd^eint jebo^ in feiner SSoQIommen- 
l^eit feine, rytxiontt, meift feBIenbe SuSfcBnitte in l^aBen unb fi^t flad^ 
)>ertieft; oft mit ein ^aar flat^en 93eu(en umgeBen* S)er SSaud^ ber 
gruc^t ijl lebod^ fd^ön geformt, toenngleic^ bie eine ©eite -oft ^&rCer iß 
(d& bte anbere. 

@tiel: Boljig, IVi" lang, meijt fan^ gehümmt, mit beroBerften 
©pij^e ber grud^t, bie faß inil^n üBerge^t, meifiend ettoaS }ur ®tüt 
geBogen. 

6<^ale: glatt, sicmlid^ gl&naenb, t)om Raunte ^eQ grasgrün, fpAter l^cOgelb. • 
9t5t)^efel^It; $unfte fein, ja^Ireid^; 9lo{l ftnbet ft(^ in Stnflügen unb einzelnen Figuren, 
■ um bcn ^eld^ aSermei^ aU tttoa^ Uelerjug. (Serud^ fel^It. 

gfleifd^: gdbUc^, fein, f^melgcnb» feKfitn bem falten Sa^re 1860, bot^ fhibet 
m um bad ^cml^u« in meiner ®egenb eine SRei^e fiarfer 5t9met unb ift bae ^d\^ 
überl^aupt ein IBenige« fetnfBrnig. (Sefd^mac! erftit^enb fü$ n>einartig, 4<(tt)a4 
Simmtartig. 3n wSrmercr ©egenb toitb bie ^nul^t beffer fein, bod^ bejct^net fel^t 
OiDort bo« )^eif<^ a($ un pm groise, mit eini^l Steinten um6 ^eml^ouC f>a? 
gegen befi^reibt ed Decaidne aU fein, butterl^f^ebr fafiig^ erleben f&uetlit^ fü|, 
' bidtocilen mit bittennanbelattigem Seigeft^mad.' 

9^9 ^etn^aud ^at deine' l^ol^Ie Sld^fe; bie ^iemlid^ gerAumigen itammem 
entl^alten f<l^toarse, f))it^eif5rmige, eben mit einem JtnB)>f(^en )>ecfc^cne, l^flg ni^t tt(|t 
t)ollfommenc Stttnt. 

9leife unb S^u^ung: Beitigte bei mir 1859' snitte, 1860 fSnht Oct unb 
l^ielt ft(| u>o{;l brei SBoi^en. Qi^ott feft bie 9feife 9Cnf. Oct., mel^rere (Kataloge 
£)ct.— 9^0^. Ob fie für mand^e ^^au^l^altdjtvedPe bei groger ^d^tbarfeit tauge, fc^eint 
no<^ nid^t erforf(^t ^u fein, l^ecai^ne tabelt nur an il^r, ba| fie oft fel^ fd^ned teig toerbe. 

St>fx ^ aum tt>fi<|fl fr&ftig unb f<^int fe^r frü^, »enigfiend ted^t tei<| frut^tbot 
lu loaben. Sommertriebe gerobe, l^etgdb, okn uur'tDenig nwOig, fßdfft ndit^ 
)nuiltirt. 8lfttt giemlit Hein, langelß^tif^, mani^ 4 cSbfi lan&ettlii^, ttMA rimai? 
f brmig unb mit ber ®))i^e abioSrt« gebogen, gl&n^cnb, l^cQgrün, nur ger&nbelt. Iftcc? 
M&tter toerbcn feilten. SBIatt ber gnu^taugen lanaettfbrmig, oft aud^ ei(an^ettrt<(* 
Kugen bidP, baud^ig, tonif(^, ttiMi9 loei^ gef(^u)))^t, abfh^enb, näd| unten am B^S^ 
oft anliegenb. JDBerbietf. 



125 



No. 313* tt|tt|illlu ^itl I, 3. 2.; Sttc. lY. 1 a.; ^al^n I, S. 




m^tfielb. t. gioto». * f. Ort. m ^eg. 

S^^imaX^ tinb Sotfotnmen: SDiefe SBime, n^cl^c id^ öor Dielen 
Sagten and @nglanb (elommen ^ait, finbe ic^ atid^ bloS in bem Kataloge 
ber GartenBaugefeUfc^aft }u Sonbon, unb {mar in bem t)om 3a^re 1842 
unter SRro. 438 aufgcffil^Tt, unb pinimt meine grud^t mit ben bort fieiliti^ 
nur furj angegeBenen (E^atafteten uberein. UebrigenS i\t fte mir nirgenbS 
t^orgelommen unb iä) !ann alfo an^ eine toeitere 

£tteratut unb tttocA^t (S^non^me berf elBen ntd^t angeben. @ie fd^etntntir 
eine na^e Semanbte ber alten (£rafanne gu fein. 

©eftalt: Die fel^r »ariirenbe unb 6fter8 fe^t auffaUcnbe;. mS) bem 
Sttl6)t ju ft^ fe^r ))erj[üngenbe @e{lalt ifl burd) bie Beiben ^ier Beigefügten 
ABBübungen; n)eld)e bie äu^erjten ©egenfd^e barfteüen, jtDifd^en benen 
alle IRittelglteber ^tiAommtn, anf^aulic!^ gemacht. Die grüc^te finb ettna 



126 

21/4'' (teit ttttb 2S/8'' ^Oitf. 8[m auffaOenbflen flnb mir bie fel^r oft i>ot« 
tommenben %t!i(S)tt erf^tenen, ipeld^e tote gig. b nad^ bem ttel^e ^iel 
\pi^tt julaufen, aI8 nad^ bem ©fiele* 

Stti^: gelBIid^ grfitt; giemlid^ lang unb fleif^ offen, mit enger StS^re^ 
in^^einer nur f[ac!^en SSertiefung fle^enb» 

Stiel: lang unb meiftend gebrel^t; gtunltd^ unb Braun gefdrBt, mit 
toenig Braunen fünften t)er[e]^en unb in einer fleinen SSertiefung ftel^enb. 

@d^ale: ftarl, etn>a£ raul^, i^J^rnig, ))on grunlid^er unb Blaf gelBl. 
•garBe, auf ber (Sonnenseite jun^eilen etu^ag BraungelB angelaufen^ mit 
t>ielen feinen, rot^Braunen, gutoeilen grün umfloffenen t^untten unb 
einigen 9io{tfiguren ))erfe^en. > 

itern^auS: nur fein angebeutet. 9l(!^[e ^ol^I. ®erdumige Kammern 
mit fc^fnen, l^eOBraunen fternen. 

%lti^ä): gelBltc^ toei^, fein, Butterl^aft fi^meljenb, angenehm fufi, 
jebod^ o^ne fonberli^e @r^aBen^eit. 

Steife unb 9lu^ ung: ^ie ^ä)t reift Snbe Dct. ncitSf unb na^ 

iii in ben S)eiemBer unb ijt 0I& /£afeloB{l n)o^l nur in ben 2ten 9tang, 

{n einjelnen fe^r gfinftigen ^a^xtn ^ieHeici^t in ben er{ten gu fe^en. ^eben^? 

faQg ip fte aber eine fel^r gute SBirt^fc^aft^Birne, oenn fte nod^ ttioai 

unreif \)ern)enbet wirb. 

5E)iefe ©orte ifl fe^r tragBor. 

k>« Stotott). 

$r. ^ermann ©oetl^e in Cbet^^orbt^ toar fo gfitig, mir )}on btefer iBime pfropf« 
reifer au9 bem ^Snigl. großen ©arten in S)re9ben au fenben» SBon ben ie^t im erfün 
©ommer aufgetriebenen 10 l&tt er n Mlbete i(^ bie be{lau6gebilbeten oben neben ^m. 
i»on {^otomd 9^u4t ah, 5Die ^orm berfelbeji ijl l^temac!^ runbUd^, toai t>tellei((t fp&ter 
in« (Sirunbe jum Xbeil übergel^t. S)ie ^I&tter fmb glatt, regelm&^tg fein, bod^ aiemltd^ 
{(^arf gef&gt. {^rbe ber ©ommeraioeige nod^ nic^t rec^t ju beurt^eilen. — 5Die ^nu^t 
^at in ibrer ©eflalt tiitl Slel^ni^rcit mit Rouse Lenoh, $bb, I,/ 6. 181, bo(^ reift 
btefe f|>&ter unb ber Saum l^at eine anbere Segetation. 

3a]^n. 



{M|U>ltidCEline.Si{[II,8.S.;£uc.IU,2«.;3a^nIV,Z. 




k^riiifdje jlttkjlayot^ektrbinie. s^ici. tt- l. mn. t st. 



Ke « jn a&scixtinnn %T\im tm^fie^It, aiie tinem alttit abdient ®aitni in TAtl). 
9t itoimtt fic ttiü obtn, »eir ti f(t unln fdnnr aus Sranfnit^ Gcjogcnm €oilnt 
tat tiffdUm ^attc, imb EnnnR, baf n ftinni ^omalogni füi fit anfü^rtn IBtmc; 
9Raon« 6(inr)f(ttT VlifUttot (i^of. 84 9ft. 116) nürbt I^t in Sann am nSt^fltn 
(eimnm, bo4 nmne SKapn bitfe aui^ Bonohrftien dor* d'Anob, locli^e fi(^ f(^Dn 
btR4 >^i^ }SctlIi6 ausfc^mbc« fafrangtlS« ^olg aueicf^nt, imiS SRo^t bri btr tbni 
gcboi^ttn nit^t tmü^nt ^abc. Sfu^ bit M^tllrifttC Sine bei Z. 0.@. XTin, Zaf. 
11 pap. SU l^rint mit bfr obigtn ni^t^ gcnttin ju ^bnt. — Xßtindtril n^irfti^ 
Von Cict nnb foni bic €otI( tbra fo von t^m na$ (tmi^anfnt, tvo fit gut trSgt 
vnb gtft^^t Hhb 111^ dne unb({<^nEtlciit ftyiimac in btt^ laltot Sommer 16W 



128 

^rü^te lieferte, bie ba genySl^id^en ^tbfe bet ^ntd^t auf $o<!^^aiitm in m einet 

^egenb gtei^ fommen iverben, unb nad^ benen obige g^i^^nung enüoorfen ift 

Siteratür unb ©^non^me: 5Dtel IV, pag. 133 unter obigem Flamen; 
©ittrid^ I, pag. 780 nadj SDiel. ' 

^efialt: fel^r gto|, felbfi bie @))anifd^e (Suted^rifienbime an ($rB|e über= 
treffenb, eine too^re ^ot)^e!etbirne, in il^tet gotnt ber ^^anifd^en ©utec^rifienbitne 
am Sl^nli^flen unb oft »a^rl^aft bimfbrmig, )^&uftget no(^ fegelfbrmig unb bann 
2iemli(i^ regelm&^ig gebaut, n^fil^renb anbete U)teber biird^ fiatfe beulen fe)^r ent^ 
flellt, ja man^mal gang unförmlitib , lang fattoffekrtig jinb. SBottfommcne grüd^te 
finb nac^ ©iel 33/4" breit iinb 43/4" lang, alfo nod5 tocit größer al« obige gigur. 
5Der flarfe Saud^ ft^t betr&(^tli(!b mel^ nad^ bem ^el(^e l^in, um ben bie grud^t {t(^ 
Ibalb ettoad ^lattrunb, balb f)ar! abne^menb fo prunbet, ba^ fie ni(^t me^r aufflel^cn 
!ann. 9^ad^ bem Stiele nimmt fte legelfbrmig al unb enbigt mit einer abgefiunt|)f: 
ten @^)ite. 

^el(^: fd^malbl&ttrtg, fcl)r lang gefpi^t, l^alb offen, ft^t balb in enger, balb 
in toeiter unb tiefer, oft ted^t tiefer (^nfen!ung, auf beren 9^anbe ft(!b beulenartige 
@rl^abenl^eiten geigen, bie über 'ben )@au(^ l^in in mand^erlei, balb flad^e, balb flarfe 
beulenartige (Srl^abenl^eiten übergel^en unb bie gru^t fe^r l^bdfrig mad^en. 

©tiel: fe^r flarf, fleifd^ig auöfel^cnb, an ber ©afi« oft wirflid^ fteifd^ig, fiftt 
auf ber fiumpfen 6]pi|e xcxt eingefiedtt, mit beulen unb gleifd^falten umgeben, unb 
iji t)on einem Söuljl oft auf ^bic ©cite gebriidft. 

©djale: fein raul^, nid&t fettig, oom 99aume gelblid^ ^ettgrün, iii ber S^itifi^ng 
blat b«Il9«l^- 5)ie @onnenfeite iji mit einem bunflen, bei ber ß^i^Ö^^Ö fteunb= , 
W^tx n)erbenben S'^ot^ rein )9er)oa(d^en. Sefd^attete geigen nur lek^ten rotl^en.^n:: 
fing ober fmb ol^ne SRbtl^e, unb mar l^ier aud^ 1860 fafi an aQen grüd^ten menig 
subtile, fünfte fel^r gal^lreid^, aber fel^r fein, lüd^t in bie ^ugen faKenb. ^nges 
fprengte S^ofifigureu unb br&unlid^e ^iopiedfen finben ftd^ oft. ©erud^ fel^lt. 
• 2)a« glcifcib ijl fdStoad^ gelblid^, f5mig, nad^ 5£>icl l^albfd^meljenb , .fid^ im 
SRunbe gan^ auflbfenb, oon getoürjl^aftem, fein judferattigen SJ^htöIatetlergefd^madt. 
i^ier fanb id^ e« um ba« Äeml^au« ettoa« merHic^ fieinig, fonfl fein, mürbe, faH 
l^albfci^melgenb, oon gepudertem, aber nur fd^ioac!^ muöfateUerartigen, burd^ eine Bei« 
gemengte feine 6Sure getoürjten ©efd^madte. ' 

!S)ad ^ernl^aud lyat flarfe l^oble Sld^fe; bie ger&umigen, red^t langen Kam- 
mern entl^alten ^iemlid^ oiele lange braune ^erne. 

9fieife unb ^lu^ung: jcitigt Slnfang« D^oocmber unb l^Wt pd& nad^ S)iel 
nid^t über 4 SBod^en, fonbem fault gem. 3^ l^ieftger (S$egenb I^Slt fte ftd^ lan(ve 
unb boJtte id^ 1860 nod^ 2 grüilte um Sßki^nad^ten. güc ben ^audi^alt fel^r braud^bac 

£)er Saum tvirb nad^ S)t(l grot, gel^t fd^bn in bie £uft, fc^t frül^ Sru(|t^I| 
Q3X unb liefert fel^t reid^lid^e (Smten. <Sommertriebe {iarf, nad^ oben mit ettoa« 
SEBoUe bebest, oli)>engrün ober ind £eberfarbene f^ielenb, auf ber ©onnenfcite trä^ 
rbtl^ltd^braun überlaufen, mit oieien fiarfen fünften gejei^net. S^^ai^^^^^^^^^ f^^ 
gang rotl^. — Slatt gro6, gl&ngenb, etti)»ti{d^, oft na(^ bem Stiele ^rfer ald na(| 
ber Spi^e abnel^menb, mit {el^ langer fd^bner ©^i^e, am 9ianbe mit^fel^r Qeiuen 
fpij^igen 3&]^n(^en . bef e^t. 3lfterbl&tter fabenfbrmig. Slatt ber grud^taugen eUipttfc!^, 
faf lan^ttfbrmig, foum ge^al^nt ^gen ^unqpf f^i^, braunrot)^, breie(üg, etXDOtf 
abfiebenb, fi^en auf fiarf »orflel^nben Str&gem. OfecTbicd. 



12§ 
No. 315« 9riQe 6t Cetwrix. T^Ul n, 3. 2.; £iica« m, 2 b.; Sai^n m, s. 




^eimat^ unb SBotlommen: @{e fam an Stel <m8 ber Sott» 
^ottfe Bei $artö aI8 ®ute Souife, txtx>icS fi^ aBer f^dter aß falf^ 
itnb cii eine frfi^et reifenbe @t. ®ermain. S)ie (Sute Souife l^ot 
!{>iel erfl f))diet no^ erl^atten itnbattSBal^TeguteSouife Bet'd^rieBen. 

giteratwi unb ©jjnon^^me: $)tel I, €>. 216; berferbc V, e. 130. 2)iel 
I^ielt fe filt Me grül^e @t. ©erntain ÜRetlet«, bo(j geigte 5Ditttid( ben 
1Uitcrf«iieb ber ffüferen Steife ber fDltxUti (hit, toit i4 fie am ßerml^aufen auf bec 
SuSfleOung in I6erlin jaJ^, oxi^ »irfltd^ eine anbere, f^on im Cctober reifenbe unb 
gange fcjmehenbe grumt ifl, »on SDittrtA I, ©. 626 jtenili(5 gut befd^rieben. 30 
imb bff^vieb bie «orltegenbe I, @. 718 aU ^ri^^e ^erntanndbirite, ®ute 
£o»ife. ©itlrid^ l^ielt audj bie ®ute Souifc be« Z. 0.@. V, ®. 108 a:af. 6 für 
bicfelbe gnu^t (bo^ fc^einen bie )>on SiiHer .niitabgebilbeten SISttet auf bie ric^tiae 
<Sute £cuife gn beuten. — Son ber le^tercn unterf^eibet {i(( bie ^l^e <St ^ermam 
ita(^ ben ten S^xtu Oberf9rf!er S^mibt l^ingugegebenen S9l5ttcm oeutli^ bur^ eine 
anbere l3Iattfonn. 3.). 



130 

©epali: ©ittritä^ fcuftä^riei^ fie aK lang, Pöd^taiic^lg, leflclförmfg, 
einer tt)o^IgeBtIbeten @t. ©ermatii af)nü^, nur me^r tegelm&^ig itt 
bcr gorm unb glatter. a3au(!^ jlarf na(i^ bem Äelt^e l^in, um n>£l(^en 
jie jtd^ fiarf aBnel^menb fo jurunbet, baf fie feiten aufjle^en fann» ^ai^ 
bem (Stiele )u mad^t fte feine SinBiegung (toa^ mä) oBiger gigur bod^ 
tttoai ber gaU ifi)- unb enbigt oft jiarf aBgejlunH)ft. 3n il^rer SSoH* 
fommen^cit ijl fie 3V»" lang unb fajl 3" Breit, am ©pAliere ouci^ grölet, 

ftel(%: Mein., oft fe^Ierl^aft, offen, p^t in einer feid^tcn, jiemlid^ 
eBenen (Sinfenfung. !Die SlBntnbung am Sandte n^irb jebo(i^ dfterS 
bur^ Breite Srl^aBenl^eiten entfleQt. 

Stiel: d^aratterijiifd^ V4 — Va" lang (natä^ oBen aud^ langer), in 
feinem anfange fleifd^ig, bo(^ guä) ofterS nur l^oljig, etwa^ {nimm,* 
pel^t l^äufig fc^ief. 

®ä)ali: t)om SBaume fd^Sn l^eSgrun, Bei DoHer 3^^sung l^eQs 
gelBIid^^grün ober toeijlid^ gelB, auf ber ©onnenfeite nie gerottet, mit 
fei^r jal^treid^en feinen Braunen ober bunfeler grünen fünften, aud^ ^dufig 
Keinen %oftan{Iägen unb Stojlftguren unb )un)eilen aud^ mit bunfel« 
grünen, toie fdl^mu^igen gleden. * 

gleifi^: toti^, Krnig, faftreid^, ^aIBfd^met}enb unb t)on einem 
fein ^parfumirten fü^en, ^ttoai rofigen ©efd^madC. 

Aern^auS: gro^ unb lang; jiammern mufd^elf6rmig, geräumig, 
mit nid^t oielenv aBer fd^önen, langfpi^en, l^eQBraunen Semen. 

SReife unb Slu^ung: fie jeitigt im SiooemBer unb !DejemBer, 
l^dlt fic^ oft Bi^ aSci^uai^tcn, »eilt ni^t, tpirb nid^t leicht teig, fault 
aBer fpdter. ©ie Bctoetjl ftd^ üBerl^aupt ber Sefd^reiBung 2)ittrid^8 ent^ 
fprec^enb, ifl glei(^ gut ffir bic Safel »ie für bte SSBirt^fd^aft, be«§aI6 
eine ber oorjfiglid^ fd^fi^en^toert^en mir Belannten 93irnforten. 

©igenfc^aften be8 Saumcg: er toai}^ IcB^aft, toirb flarf unb 
jeigt ftc^ ani) in nünber gunfliger Sage bauer^aft, trägt neBenBei aud^ 
ungett)ö^nlic^ ffei^ig. — 35ie ffildtter ber ©oramerjttjeige flnb Iang=oi)aI, 
fd^iffformig auftodrtä geBogen, na^ üorne mit einer fd^önen au^Iaufenben 
Spijje, fcl^r fein geabcrt, gidnjcnb unb am SRanbe {lurnpf 'gejal^nt. S)er 
bunne 93(att{liel ^at feine SfterBl&tter. (ßom Strag^olje ftnb fte IdngUd^« 
oüal, flcinere aud^ eÖiptift^, IV4— 2''-Breit unb 2^/i-:ZW lang, mit t^eitt ' 
au^Iaufenber, t^eifö aufgefegter ©pi^e, glatt, groB unb f(^arf gefdgt; an be« 
Heineren a3Idttcrn fmb ble'®in[(^nitte feid^ter. 3.) — ^Jlutl^cnfnofpen 
fegclfjrmig, Mnglid^, flum))ffj>i^, wenig BctooBt — ©ommertticbe 
tfit^lidt» grftnBraun, mit fel^r feinen spunf ten. © (^ m i b t. 



k • 



131 
No. 316. 9k 9MUXa\rttt. f)iel I (11), 2. 3.; Suc. Ff, 1 (2) b.; 3a)^n Vi; 5. 




Du 3onit(ltlltrK(. ^t^m^fl (StDott). **l 9lo)).,^e^ 

^timatf) itnb SSortommen: SDer SRutterfiamm tou^S in bem 
(Böften* be8 Vta|ot8 (Sf^ren cmf^ fein @tanb xioox an ber SRauer einer 
Srauetei 9lamen8 Grand Solei! , n^eld^e 'Benennung (Sf)>eren auf bie 
Sime üBerttagen ^at 

£tteratnt nnb @i^noTti)me: S3it>ort (efd^rieB flc aU Grand SoleU im SOB. n, 
& 113; eine 2te )iemli4 gleiche Se^teibung unb ^bilbun^ berfeHben lieferte er in 
bcn ^elaifti^en Snitalcn bcr $om. V, @. 93. Sn lejteren ifl bie grud^t nur tnel^r 
fltlB, tmt eiTtettt Befoitber« Mdfcn ©tiefe abgebilbet tlnfer ßoljfii^nitt oben trifft mit 
bttbcn abbtlbun0en'iientUd& überein, nur i^ auf Unteren oie ©ime am Äo^)fe Der* 
l^Aftnigm&lig ettood toeniger breit unb um ein ©eringered na^ bem stiele 3U I&nger 



132 

— ^oil^na£( l^at bie Sinte in f. %üfixtt 6. 66 6onnen6itne dotamit. *~ Unfet 
itn frangdftfd^m $oinolooen fd^tlberten fte l) mit fel^r bitten SS^ortm Xouoatb 6. 62, 
2) Siron b'Slitoled, Desoript. I, e. 47, Planche 12, Fig. 2, aientUd^ SJ^tdi^ tote 
mort unb 8) SSaltet @. 31. — Slu6 Se^terent loerbe i^ (Hniaed gu ber unten 

folgenben au9 bat Sbmalen entnonnnenen 8efd^reibung anfügen. S&te3ctäbnung ge^ 
d^al^ )»on fiucftS na<!^ einer aii6 bem be Songl^e'fd^en Sortimente in SSiedboben ent« 
nommenen Sfntd^t* 

®e{lalt: gkmli^ ))er&ttb€rU(^, meiß loetfel^Tt oüal (obovale). — 
%ad^ ber im $anbB. I, @. 3 geg^Benen Sotmentafel unb nad^ ben Bei mi 
gültigen Sßegtiffen bon ;,oBen^ Knnte id^ fie tt)o^I al^ Bteitsetrunb, i^ 
werbe fie aBer nod^ Beffer aU freifelff rmig^fegelfj^rmig Bejeid^nen. — SDte 
)$m(i6t/ toetd^e 93it). al& mittelgroß Befd^reiBt; ^at in ben Stnnalen 3^ in ber 
breite nnb eBenf oüiel in ber $f ^e , ifl alf o nod^ um V«^ S^^ß^/ ^I^ o^^* 

ftet^: Kein unb unregelmäßig, fi^t in tiefer, enger, runblid^er (Sin- 
fen!ung« ©eine 93(&tter finb fd^u>ar}/ meifl berg&nglit^. . 

@.tiel: bid, fleifd^ig, Bt;pun, oft fel^r fttr}, oft aa(!^ 1^ lang, fielet 
oBenouf, ober in enger, jiemlii^ tiefer ^i^t, in 9t{)>pd^en ober Seulen. 

@d^ale: roul^, l^ellgrfin, in ber Keife goIbgelB, ro^g gefhetft, 
punitirt unb loenoafc^eti unb BiSkoeiJen an ber @onnenfeite leidet gerit^et* 

gleifd^: xod% l^alBfein, fd^mdjenb, UitboU, füi, burd^ etioad leidste 65ure ge» 
l^oben unb flar! ^arfümirt. » i^a^'SBaltet i^ bad ^leifd^ gelb(ul^to>eii, l^albfein, I^K« 
f^mel^enb, bo<( Befit^t e^ eigentl^ümlid^ed ))ortreffIid^e9 ©eioüra. — 9u<!^ 2uca6 bqetd^nctc 
ben ®ef<!^ma(I aU )9ortreffli((. 

^ernl^aud: tt»te oben geaeid^net^nur burd^ feine itbrnd^en imUmlreife onge» 
beutet, bie Sld^fe ifi ettoci« l^ol^f. 

8*ieife unt S^u^ung: 5Die 93ime reift im iRot)ember unb S^qember, ifl eine 
^d^t I. SRanged unb nad^ ber STbl^itbung aud^ ^u^erlid^ fel^r f<|5n. (S9 mug in? 
beffen nod^ erprobt tt»erben, ob fte in 2)eutfd^Ianb uitter ben getob^nlid^en ^ctffilU 
niffen eben fo gut tt»trb unb ob ber Saum tragbar i^, ivie Selbe« nad^ einigen fd^on 
t»or mel^reren Salären ))on mir ooif einen ^od^^omm aufgefetzten ^obegioeigen, bie 
Jebod^ bU jett nur n>enige unb un))oU!ommene {^rüd^te brad^ten, auf freiem ©tonbe 
loentgfiend, nidl^t ber %aU au fein fd^eint 

«<Sig.enfd^aften be« Saume6: ^ad SBa^dtl^um beffelBen ioirb clU siemltd^ 
lebl^aft beaeidbnet, bo(^ foü mfi in Belgien bie gfrud^tbarfeit nur mitteImS|ig fein. 
@r liefert nad^ SBt)>. auf SBilbling unb Duitte fd^bne ^^ramiben, bd^ lotrb bem erfieren 
filr bie meijien Q$Srten ber Soraug gegeben. 8Bie SBaltet bemerft, iji bie Sorte auf 
Cuitte ni^t leben^fSl^ig, bo(^ beaeid^net er. fte fonfi aU frud^tbar in allen gönnen, 
nur toolle ber Saum nid^t au trodPen flel^en. — £)ie SHtter, toie x^ bie Sorte 
^on $a)}eleu befi^e, ftnb (loje fte Sioort fafi ebenfo befd^reibt) ettoad breit lanjetts 
fbrmig, meift Kein, IV4" breit, 2Vt" lang, gröjtentl^eil« am Slattfaume cttoa« tooUig, 
fein, tixoaa feid^t geffigt, fd&iff förmig unb nad^ tjomc ftc^elfbrmig, nidjt lang gefüelt — 
Slütl^cnfnof^en fegclfbrmig, fofl fte^cnbf^t^, bunfelbraun mit borfügen SDed« 
bWtterm— Sommera»eigc gvünli^ gelbbraun, fel^r fein gelblich Jjunftirt. (©i^r 
befd^eibt fte aU j^afelnu^farben, fein rbtl^UdJ punftirt.) 3, 



ttl^et^BtaacoM^ titl 11,3 8.; £iit.m,Sa(b}.;3a^liTI,X 




•riie ]9')^|bnif«t(l(r. otoKtd. *tt. yitv.u. 



J^ciotat^ unb äSttbititung: !Cfefe fe^t a^tbarc gni^t, bnen 
Saum but^ tei^e ZtagGai^cit fii!^ auäjeti^net, erhielt i^ von bei ®«de« 
tu gu frag, nnb (ann in fomoloqi\ä)tn Seifen ni^tä i^i ®Ief<$c2 
finben, weifi au^ nit^tS fibn i^re J^eiEunft SBiellei^t Ift e£ eine Ui)' 
tnlft^e gni^t ^c Soite Deibient c8 fc^i, er^aUen unb Der&rettet jk 

Sittiatui unb S^non^me: ginbtt fi^ niigcnbe fatf^rietot, luib i^m mtt 

ofl gttM(l)t üt tncincc „Anleitung" €. 38fi. @rüiK QRuScatcQct tf) ©qtiDn^iR bct 

• <äiffoIett(, nad^Eoi^iw^Ie?*'^"'""^ btt ©ommtniRoljiirt, unbSittri^ ^atl, 6.918 

eint 4nbfi'3^ci>tt!Inr, bit aut^ b'u oblgt nii^t fein lann, ba fit \iä) ma 14 Xoge 

^Itni (eil. Stibt finb mttobiatr nit^t ju »trnwi^fttn. 

®e^olt; 2'/i 6i8 's»/*" ^0^, parf 2" 6reU, neigt jur umgefe^tten 
-Gtfonn, ober ßel^t jtvif^en biefei Soim unb oBge^mpft Aonifi^. SDei 
JBimt^ fi^ efuafl me^ oft giemU^ ftaa uaäf betn Acl^c ^in, um ben 



184 

• —————— 

bie %mift {U^ fo gurunbet; baf {te nid^t flehen tarn. 9taify bem @tttf e ma^t 
fle nur \ä)\oaä)t ^nbiegungen unb !uT}e bide, «toaS aBge{lum))ftf ®))i^e. 

ft e ( d^ : offen, fein unb lang gef))i^t, (in xinbetn Sorten f anb idf 
i^n jebod^ aud^ Ifirjer gef^i^t unb {leif^ gerobe in bte ^ö^t flel^enb) fi^t 
ganj flac^ auf, mit einigen gan} feinen %altzn umgeben, boc^ ijl bet* 
SBoud^ ber %tnä)t faß immer fd^dn gerunbet. 

Stiel: l^oljig, Vt—l^' lang, in Heiner ^äl^Iung, §fiuflg tixoai nnttt^ 
l^B ber jtc^ neben il^m noc^ ettoad er^ebenben @pi^e. 

@(!^ale: )iemU(^ -glatt, tt)enig gldn^enb, t)om 93aume matt §efl- 
groSgrfin, in ber Steife grfingelB unb }ule^t l^eOgelB* !&ie @onnenfeite 
l^at nur einen Xnflug ober leidste unbeutUd^e motte ©treifen einer braun- 
lid^en 9t£t^e, bie aOermeifl unbebeutenb ift, ober nur in feinen rotten 
^edfd^en um bie fünfte Bejiel^t. Se^tere ftnb fe^r ga^Ireid^, nad^ ber 
@d^attenf eite fein unb nid^t inS üuge f aQenb. atoftanpge {tnb gering ; 
Oerud^ fe^lt- , * . 

i>ai Sleifd^ iß matt geIBIi(^n)eif, fein, xmi ^txnf)Qui nur wenig 
Umig, in t)o0er Steife im X)ejemBer §aIBf(^meljenb, m&^ig, bod^ ^in:' 
reid^enb faftreid^, Don reinem 3t<dergefd^mad(, ber in meiner (Segenb nur 
in red^t n)armen ^al^ren einen Anflug oon SRudfateQergetofirg Derrät^. 

ftern^aud: faß gefd^Ioffen, mit nur ganj furjer ^o^Ier Std^fe; 
ftammem mdfig ger&umig, fteme jiemlid^ ja^Ireic^, oft unt>on(ommen, 
lang unb fpi^ eifdrmig, oben mit einem Stnip\6)tn. fteld^r(§re forj 
unb gerunbet* 

Steife unb Stu^uug: ^im S)egemBec aud^ für bte Xafel gang 
angenehm, ffit bie ftft^ fd^n frfii^er Braud^Bot unb liefert ein fd^ma(& 
l^afte^ ®erid^t .1860, in einem na^f alten 3a^re, u>o icb @nbe Oct. 
Brad^, weiften bie grfid^te mir felbß auf ber DBßfammer nid^t, (xoa^ 
id^ in meiner Einleitung afö ^el^Ier ffir l^ieftge ®egenb angaB, bod^ ^atte 
id^ in frfi]^ geBrod^en) unb l^ieften ßd^ iii nai) SSetl^nad^ten. 

S)et 89 au m lofid^ßgefunb unb ißfrub unb fe^r reid^id^ tragFor. 
@ommertrieBe mafig ßorf, etwad ßufig, oft etwaS gebogen, (ebergelB, nad^ 
oben mit SffioIIe Befe^t, faß nid^t })unttirt. SBIatt ettt>ad fd^mal^ unb lang: 
tOi^rtifd^, etnMiS rinnettf6rmig, mit ber@))i^e ßarf nad^ unten rfidhoortd ge^ 
bo^en , glfinjenb , nur ger&nbett 8f terBIatter f abenf 5rmig« 93Iatt ber 
Snt^taugen o'on jiemKd^ gleid^ ©eßalt ober nod^ £fter laniettlii^, m^ 
ßftrier rinnenfirmig. Singen bidl unb ßarf, Baud^ig, ßum))ffpi^, iiemli^ 
oBßel^enb, ß^en auf tttoai loorßel^enben nxä)t ßarf geri^^pten Sirdgem. 

JDBerbied. 



No.318. SvRtttl etqnuttt. SDttl 1,3.3.; £u(. VI,]a.;3a^nlV,3. 



Ituffnrts jBtrgamöltr. ffliocrt (siuflari). ••. mv. — smi. 

$etmat^ unb aSoiEommen: !Z)ei ®drtnn S)uffatt gmaim 
fie 1830 ata @iitncn unfc SSouvin teilte fit, intrat er i^r btn 9lamen 
be« gigif^ert 906, ben Sergomotttn an. 3^ itJcan bie Spftopfreifti 
tion ab. ^ayelfu in Settertn. 

£ittratur unb e^iton^mc: !SiCDTfe aib. n, @. 16T, ai^ Snnal. in 
^om. 6. 89: Bergamotte Dusekrt 3m SUb. ij! fit «in b(taamoUfinnig, Üb« 
8" breit utib 23/t" ^o$ übartiftet, ttä^rrab Jie in ^m Ünnol. tlrintt, me^i rrti|tt> 
ffmlg unb ^B^tr alt Srtil rrfArint — airon b'BiwIrt Deieript I, S. 24 üaf. 7, 
gi«. « ^t fie (ogar »on apftifwni (b, b. itlattninb) fltjri^ntt — Stougaib 6. 46 
nur furj, nn^ fßw. aib. — Cocbna^I €. 61 btegl- 

©ejlalf; feetfelförtitig, Dft etoftS ottal (lejitw« We Heineren 
f<^t^ttgeren Ssempfote), um ben Äelt^ Bolb pari, taXb »enifl aB« 
geflaut, in le^teiem goDe nit^t ßut oufpe^enb, noi^ bent ©tiele ju 
Juij: unb tpi&Ieflelfirmig, fo tnu^ i(^ bie ®e|loIt bet »on mit auf 
l^o^pamm erjogencn Sißc^te bejeii^nen unb jtveiße nic^t, ba$ -tro^ 
bitfei ttetft^lebcnen gönn, auf uelil^e aSivort felbfl ^iniDeifl, meine 
gni^t xi^g iß, ba fie fonß in OOem mit Siuortä S9ef$i«ibunfl 



136 

^mt. ftUlnm gtftd^te loaren 2"" Breit, 2Vs'' ^oj^, fitS§ere 2V4'' 
Breit, 2Vt^ l^o^« — SBit>ort Befti^reiBt. bie gru^t in Ben %nnal o& 
tnlttelgrop; Bergomottf&mtig ober etmoS freif eiförmig , to)&^renb er fie 
im SIB. mel^r einer S)ed^ant8Bime ci^ einer S3ergamotte ft^nlic^ Bejeid^nete. 

Sttläf: iimlii) gröf BIdttrig , au|en gelBgrfin, innen BraungelB, 
oufred^tftel^enb, offen, in einer Keinen unb engen, nnregelm&figen, mit 
SBeuIen Befe^ten (Sinfenfung, jnm ^til aiemlu^ flad^ flel^enb. SDiefe 
SSeuIen erl^eBen ftc^ tl^eiltoeife üBer bie SBBIBnng unb ben aSou^ l^in 
unb mail^en bie XBrunbung ungleid^. 

(Stiel: Vt— 1^ lang, am (Snbe Broun, uad^ ber ^mi^t gu grfin^ 
gelB ober grün, jutoeilen mit SBdrg^en Befe^t, me^r l^olgig ol^.fleif^ig, 
{l|^ oBen auf ber ©pi^e ber Sru^t o^ne SlBfo^, tl^eiltoeife bur^ einen 
fl^ anlel^nenben ^ddCer ehoaä jur @eite gebrfidt. 

@(^ale: tttoaS ßarf, grilnlii^ citronengelB mit feinen grunli^en 
unb Br&unli^en fünften, an ber ©onnenfeite ettooS matter erbartiger 
^it^t, in fünften unb ^edd^en Beftel^enb, unb mit ettoaS 3loft{treifi^n ' 
unb bünnem atojte nad^ bem @tiele gu. 

Sleifd^: gelBIid^ mi^, fein, faftreid^, fd^melgenb, toetnig^getoürgi^ 
fftp, fel^r angenel^m unb erl^aBen* -— (SBenfo fd^ilbert ti )93ioort, n&mlid^ 
di fd^melgenb, faftreid^, tt)etnig, f^toa^ fduerlii^ gcguifert, unb mit 
angenel^mem (Setoürg, tt>a8 nid^t Bergamott&i^nflc^ fei. 

fternl^auS: mit tttoai, bod^ ni(j^t gu oielen unb florfen flflm^en 
umgeBen, ^o^Iad^fig, jammern mufd^elfirmig, mit ooIIfi5mmenen ft^marg? 
Braunen, mit einem fleinen ^dder Derfel^enen ftemen* 

IReife unb fftui^nn^: Qüoort (|tbt bie 9%ctfe ffic 9tooem&et bis 3aimftr; in 
^en KtmaL bU ^ebcuot on; meine grüßte reiften t)on !Dlitte bis ^nbe 2>e)embet 
unb loaten glei^ gut, unb itoax )>et^ielten fte fx^ fo. in bem Sa^re 1860, in 
toel^em fo loiele anberen S3irhen ntd^t kool^l gu Ixm^m rxxatn. ^ie Stnppangung 
btefer Sorte i{l alfo au entpf eitlen; au(^ SBit)ort nennt bie gnu^t im ^Xhum 
erceUent. 

üigenfcbaften beS QaumeS: mein ^obegiong xfi fi^UKti^ttyü^fis, bod^ be? 
toeifl er fi^ tragbar. 9{a<^ $i))ort to)5(6{l ber Saum fe^r lebl^af t, i^ in allen gönne» 
fel^r frud^tbor, gebeult aud^ auf Outtte.'— ^te SIStter finb bei fr&fttgem SBBuc^fe 
be8 SBoumed meifi eUiptifd^, an bem iti^t \^xocü^ »egetirenben B^id^ f^nb fte 
meifl Ifinglid^soDoI, 1V2' breit, 28/4" long, glatt, ffcin unb fhnnpf gefügt, oft verloren 
gefSgt, etioas toeUenfBrmig, fon^ flad^, nur bie ^pif^t ettoas nad^ unten gebogen. 
SDlittelnert) fel^r ^eroortretenb, lote bie« au<^ SBioort im $llbum bemerft — ®lib 
tl^ettfnofpen furjfegelformig, fursgef^i^t, bunfelbraun. -~ Sommer^toetge 
nad^'Sioort grünU($ grau, oben fc^toad^ brSunlic^, 't>ielfad^ fd^mu^igtoeig ))unftirt* 

3. 



187 
No. 319.$iettiiitt»nillcette. !DielI,i.(2)3.; SucVl, la(b); Sal^n 111,3. 




3DU iDinttr-Zmlintte. ^Icl (SWctlet). •t «nte IRo»., oft San; u. gebr. 

^timatff unb SSoxfotnmen: ftett)ar fd^on ben älteren $omo« 
logett, IRetlet^ Ouintin^« unb 5Du]§ameI Befannt, bod^ toutbe 
fie ^ottflg mit bet SagbBinte unb bem SSinterbom Denoed^felt 

gitetatur unb ©^non^nte: ©icirv, ©. 3 Scft^rieb jie al« SGÖal^rc SBlntct« 
9lmb rette, Ambrette d'hiyer. (Sr nannte fte M^m bte SEßal^re, »eil e« t^m fd^tvet 
l^tdt, fte (Uftt 2U befommen. ai'^etlet nannte fte Ambrette, Poire d'Ambre ou U 
Beine, Ambre gris, au4 Besi de Quessoy, toel^e il^r gtt)ar fil^nlid^, aber bod^ tbiebet 
M:f<$teben i% Dnintin^e I, p. 233 ^at aU ©Dnon. Trompe Yalet, ^noop tab. Y 
3&^It fie ald Ambrette d'hiver, Ambrette giise, Ambre Rru, Belle Gabriele (?) Trompe 
Y41el auf, fSRat^tx, Pom. frano. 0. 229 tab. 47, gibt nD(!^ Trompe coqnin l^injiL 
Oegen bet Don ^nigen beoba^teten bomenortigen Sru<$tfpie|e be« IBaumed l^et^t 
fte QM^ Ambrette epineuae, SCmbrette mit 2)omen, unb fonfl nocb SImberbime, tn 
X^ünngen anoeblid^ aud^ ^intetmudcateHer (^oc^nal^I II, @. 85). — ^ie grud^t 
be« Z. O.-^. V, 6. 810 etfcjeint fragti«, $)tcl I^Mt fte für bie be« ©interbom, 
Epine d*hiTer. — S8qI. no^ ^nl^amel XII, B. 53 tab. 31 (er l^t fie fafi fugelrunb, 
aber gani mit ber il^r eigentl^ümltcben SBlattform abgebilbet); Sougarb @. 44 ifnb 66 
(fi^ilbert fte fun aU mtttelaroi • gteifd^ grünlid^, fein, fdftmelaenb, er^ben ffi|, H. 
Dual., S^oiö-sgebr., S9aum bomig, »enig frud^tbar, auf Ouitte beffer). 5Decai«ne, 
Üicf. 87 (bilbcte fie baudjiaer, fafl 3'' breit unb ettta« über 21/«" bod{ ab, toie fie 
IDO^I nur am @;^Iiere mrb); S)ittr. I, ®. 870: 6bnfid $bn>b. 6. 149; Oberb. 
©. 263; 8uc. ©. 213; 8iegel in aRonatifdJr. H, 177. — 3iil Cat. Lond. »ou 1842 
19 fte 016 be6 ferneren a[nbau6 im @ociet&t6garten nid^t toürbig begeic^net. . 

(St^ait: runblic^^ mel^rent^eiU nad^ bem @HeIe }u mel^r aBnel^« 
menb^ M naäi benfftel^e ^in, bod^ immer mittelbaud^tg, meifl flein^ 



138 

nai) 5D{cl 2%^^ Btelt unb 2V4'' J^od^, na^ feinem fi^|l, »erjeiii^n. ®. 71 
t)on 1818 jleboc^ nur etoa^ größer afö eine 9BeIf4^ 9tu^, oft fo (reit 
toit ^o&, feiten ettt>ad ^il^er ali Breit. 

Se((!^: Hein unb ^artf^altg^ ober Blättrig unb ^ernfSrmig^ fiaci^ 
ober fei^t flel)enb o^ue Seulen, boc^ mei^ mit ehoa^ Sr^oBenl^eiten üBer 
ben 93aud^ l^in, bie bie SRunbung ungleich mad^en. 

©ttel: ftarf, Bi8 IV4" lang, etwa« vertieft in SBeuIen, ober m<fy, 
\xS) ol^ne SfBfa^ in- bie grud^t toerlierenb. 

@ (^ a I e : fein rau^, l^cügrün, f^)dteT grünlici^gelB, oft gdnjlid^ grau? 
Braunlid^ Berojlet unb punftirt- 

gl elf ^: angeHic^ gcruc^t^oH (mit bem $arfüm htx CentaHiea mosohata, ml^t 
in granftrcid^ Ambrette ^cif t — nad^ Ruberen toirb bie gifud^t il^tcr ambro^grouen 
gatbc wegen Ambrette genannt,) grünlicl^»>et6, nad^ S)iel überpicgcnb buttcrl^aft, \)on 
Sufterll angenel^ntem erhabenen jnderartigen ©ef^marf — na(| 5Decai«ne feft ober 
l&albfd^meljenb, öon einem ber ©t. ©crmain &]^nli(]^en, fe^r angenehmen \ü^ fSuerliri^cn 
Oefc^mad. — «n grüd^ten, bie id^ 1860 unb 1861 au« ^crml^aufen, unb 1860 felBH 
au6 $(ngexd in granfreid^ l^atte, toar e« l^albfti^meljenb unS fd^n)ad^ getDÜrgt fi1|. 
5&od^ mag bie geringe ®üte an bem 3<^l^rgange ober an gu frül^er ^naj^me gelegen 
l^aben. ©cjon 5Dul^amel fagt, ba| bie grui^t il^re SBortrefflid^feit nur in guten 3ft^ten 
unb in anji&nbigem SBoben ei;lange. 9lud^ mxtht fte, toie ic^ aud einer 3ci4ming mit 
Söcmerfungen t)on $m. »on gtotow.fel^e, iit beffcn ©arten größer al6 oben gejeic^net, 
aud^ erl^aben unb Butterl^aft. 

jternl^aud: nur mit feinen ^bmd^en umgeben, t^oKad^fig ober l^o^lad^ftg,* 
Äammem groß, mit oft tauben, ober toenigen, aber großen, am ^opfe aiemlid^ ab« 
gcrunbeten Renten. • 

D^^eife unb 9{u^ung: ^ie grudbt reift ^be 9ttt)„ oft er^ im San. unb 
gebr., tt»ill aber lange l^ängen, fonfl toelft fte flarf. 31^ h'^^^ unter Um^5nbett eine 
gute Safelfrud^t, bod^ för fftltere Sagen tool^l ol^ne SBert^ unb um fo weniger )« 
empfehlen, ba fie nad& ®lelv ber il^rSlnfong« gu »iel 8ob gefpenbet B^t an einer 
füblid^en Sanb gerne auffpringt, auf ©otl^jlamm, worauf fie am beflen werben foll, 
in ber Siegel aber nur '/s ^^ ^^^ gegeid^neten ©rbße erlangt 

@igenfd^aften be« ^aumed: £)tefer w&(^fl fe^r leb^ft, wiQ warmen tief^ 
geBenben Soben, ifl nad^ 5Decaidne au(B fnu^tbar. 5Die i^m urfprÜnglt^ eigenen unb 
y>on S)u^ainel erw&Bnten 5Domen Vt et nac^ ^ecaidne wie )>iele anberen Hrten bur$ 
hai pfropfen abgelegt S)ie @l&tter ftnb ooal mit auslaufenber <Bpi^e, 1^4" breit 
2Vt bid 3" lang, nad^ bem ©tiele gu oft ftar! t>erf(Bm&lert, oft auc^ eIIiptif(B vsa^ 
einzeln felbfi langettfbrmig, unterhalb unb oft au(B oberhalb etwad tboQig) mei^ gon^» 
ranbig, etwad {leif unb leberartig, fd^wad^ fc^ifffbrmtg unb ftd^elfbrmig, ßar! geabert 
S)ie ^IStter bed <5ommergweig9 ftnb nad^ ^iel l^ergfbrmig, wad i^ nid^t finbe, fonbem 
^runb, me^r ober weniger lang augefpi^t ^ie ftc ftu<B ^ecaUne fd^ilbert — 8IütBeiu 
fnofpen furjfegelfbrmig, Warf gefpi^t, bunfelbraun. — ©ommerjweige grftns 
lid^grau, auf ber ©onnenfeite me^r graubraun (gria de lin, 5)uBameO, nad^ oben Bni 
TOt^braun, grauweif ober gelblid^ pnnftirt. 2f- 



139 



No. 320. »ie SUlomill. 3>iel m (feiten I), 3. 3,; Suc. XI (V), l (2) a; 3. ni,fi. 




3Die ßülaxmni* 5)iel (\)on ^arttotS). K, (feiten •. ) ®ej.l 

S^timallf unb .SSotfommcn: SBfc il^r SRatnc, ti anjeigt, ifl pc 
iDol^tfc^einlii^ turl{f(^er JSBfiammung unb tarn t)on ^nt. t). $arttt){f 
<utd 9lif ita an SDiel. !Cie 'gtuc^t verlangt jebenfadS ju i^m %u8^ 
Bilbung ein n)&tmere8 SK\ma, aU toxx if)t Bieten Unnen^ unb to)irb Mi^ 
mgflenS m\ freiem @tanbe in l^ieftget ®egenb nid^t gnt; n)e8]^aIB beten 
Sn^fbinjung nur unter Befferen unb gfinfliger^n SSerl^Ätniffen ju em^ 
)>fei(en tfl. 

Literatur wnb ©^nonjjme: 2)iel f^ilberte ftc furj im f^em. ©crjcid^n. 

?fOTtfe^iing n, €. 97 %c. 372 oT« eine anfel^nlid^ gtoge iitfBaud^ig-treifcIs 
otmtg« aBiiitertafeIBirn<. — £)tttr. I, 6. 736 nal^m ©iel« ©ef^reibung im* 
»crSnbert auf.— Oberbiect ®. 281 &u^ert fi4 fe^r ipenig mit i^r aufrieben unb er^og 
nur ungeniegl&ate 0rüc$te. — $)agegen lobt fie Siegel in SRonat^fd^rift U, &, 11 
toie unten- folgt 

XSeftalt: freifelfSrmig; amfte(c^e {tart aBgeflad^t; nad^ bem Stiele 
SU Bimf{rmigslege(förmig, mit meiß tt)enig aBgejfatm^fter @))i^e enbigenb. 



140 

£)ie Don S)iel angegeBene ®rife, 2V9'' Bteit, 3" l^od^,* mag fie tt^o^I 
feiten erlangen; auf freiem ©tanbBaume tourbe {te Bei mit nid^t gr(fer 
eis oBen ge)eid^net. 

fteld^: grof unb langBI&ttrig, boc^ oft untegelmfifig unb unüoS^ 
fldnbig; in meiß jiemlit^ tiefer @infen!ung; mit Warfen auf ber %md)t 
J!^ nod^ fortfe^enben Sii^^en umgeBen. 

©tiel: flarf, oft turj; oBenauf^ ^Aufig neBen einem $ider, ober ' 
fid^ aud^ ol^ne 9(Bfa^ in baS S^eifc^ t)ertierenb. 

®d^ale: glott^ böd^ t)ie(fad^ burd^ SBeuIen undBen, Bla^^citronen^ 
gelB; l^ie unb ba nod^ mit ®rfln^ Befonberd in SSertiefungen, an tt)eld^en 
©teilen unter ber ©d^ale {leinige Sonaetionen aBgelagert fmb; o^ne 
beutlid^e $ttnfte, an ber .Sonnenfeite aBer ^ie unb ba fd^toac^^ ettoaS 
ffammig gerJtl^et 

$ln\^: tßtxi (nad^ $)tel faftretd^, oft überffiegenb, buttetl^aft, ))on ^immt» 
artigem Sudergef^matf, in f^led^ten ^af^ttn nur l^aIBf(|mel3enb), blieb in ä^eitiingen 
gekoSl^nlid^ nux rübenattig, aud^ in ben iDarmen ©otn'mem 1857 unb l858.tourbe e4 
nid^t fd^melaenb, fonbern mar fefl, f^edattigsmarftd^t, brüd^ig, gtoat ))on einem 
fügen, [au(^ angenel^men, getoürjten @ef(bntad, bo^ nur gu einem fletnen ^ile 
btau^bar, locil eiS umd ^ernl^au^ b^ntm 3U faftlod, felsig unb überbted mit {leim? 
gen 3nfammenbaIIungen burc^toad^fen UKtr. — > Slud^ bei DberbiedF blieben bie grüt^te 
)u Hein, {ieinig unb l^olgig unb b&It berfelbe bie Sorte ebenfaHd nid^t für bod beut« 
fd^e ^lima geeignet — 9htr Siegel fagt, bag bie %xvi^i bei il^m, felbfi auf ^o^« 
{lamm in gebedPter Sage bbHig fc^mel^enb unb fel^r gut n>erbe, aud^ ber HBoum fleilig* 
trage unb em^ftel^U be^balb ben Einbau, ba bie gru(^t auf ^^^^dBfiumm n>ol^I no^ 
grbger unb fbfiUd^er tverbe. 

SReife unb 9^u|ung: bie IBime reift im 2)e3^ber, )^&It ftd^ aber nicbt burd^ 
3anuar, fonbern loirb nat^ unb nad^ innen braun, trodPen unb ^ule^t longfom faul, 
»enigften« toie id^ ft^ l^ier erjogen. ©ie ifl. ^iernadj nur für ben ©ortenfammler 
geeignet ober nur in günfliger Sage unb leidstem tt»armen iBoben mag fte gebaut 
toerbeu; ioenn man bei ber groB^ ÜRenge ftd^ ungleid^ beffer lol^nenber %xa^tt w>^ 
3U il^r Suß l^at. 

(Sigenfd^aften bed 9aumed: fein aßad^dtl^um ifl fel^r Mftig, unb er l^ot 
in ber Segetation SCe^nlid^feit mit bem bed kleinen jtat^enfo^f«, aud^ btad^ten bie 
$robegmeige oft §rü(!^te. — S)ie i^Utter fmb grog, oi»aI, nebenbei aud^ oft 
eHi^tifd^, mit l^atbauf gefegter, oft ganj furjer, aber f^arfer ©pi^t, 2" breit, 
23/4" lang, glatt, meifl nur an ber borberen $&Ifte beuflic!^ unb ^iemlid^ fd^arf ge» 
f5gt, ettoo« f^ifffbrmig unb ftc^elfbrmig, bunfelgrün, glfinjenb unb reidj geabert. — 
Slütl^enfnofpen runbltd^, Yur^gcfpi^ bunfelbraun. — ©i^mmer^ioeigt bid 
unb für), na^ oben loerbtdPt unb fhiflg, graubraim, auf ber Sonnenfeite rbtl^Üd^ braun, 
ff^mu^igmeig )>unfttrt — 2)ad t^ru^tl^ol) l^at l^ier unb ba S)ornen. * 3* 



No. 321. Sie Sm» 9(tt« S)iel I, 3. 3.; fiuc vi, l a; 3a^n TV, 3. 




iHe itru^in |llirk. «altct (X^ompfon, Änlgl^t). ** $)cj-, Hftocilm früher. 



^elmatl^.uttb Sotlommen: ^tefe neue S9itne ift ein ©fimling 
Änigl^t«. @ie l^at jld^ aBerftarl in ametifa öctBreitct unbWtb bort 
$0^ fiefd^&^^r ivedl^alB au(j^ mand^e^ JOb{lt)etiei(^niffe fte ffit eine ante^ 
nfanifd^e @orte ouJgeBen. !Den tarnen toti^ iäf nic^t )u beuten. 

JBiteratitr unb ^i^non^nte: S)otDnin9, ber mel^rfac^ citirt toirb, ^at ft^ 
6. 428 nur fuxi na^ Sl^ontpfon befc&rieben ald ntittelgro^^ ruitbli^, braun, metf4 
)DCt|, faftig, fd^ntelaenb, aetoürjbaft/ belicat, »on iD^elotiens ober ^nanadgefdpniad, 
• . 5Dc3-— 3ftn. — Bicmlici^ ebcnfo Cat. Londin. ö. 1842; cmdj Xouaarb ©. 68 unb 
2üon, Table synon. ©. 32. Stud^ bic SBerg. »on'Samin., ffiilDorbc, ?apclcu unb 
Sero)) »iffoi ni^t ntcl^r, Men fie in ben I. [Rang. Siron fd^reibt Brum-Park, Sero)^ 
flibt aU e^non. Shobdencoort l^tngu. ^m audffibrlid^ftcn bef^reibt fle haltet 6. 35, 
nSmlul^ al0 ntittel^rol ober flein, ^kotebelf&rmia, am ©tiele e(tig abaefd^nitten, ®(3^ale 
bitf, rufeigsbraun punftirt §Icif<% l^albfein, l^albbrücjiq, balb fleSig toetbcnb, »on. 
rigenl^iunlidjcin, boc^ feinem 9lnana«s, ^ftrfd^ens ober SÖlcIonengefd^matf. — 3<^ er» 
30g {le mel^rjfad^ and BtD^ßtn t)on ^o^elen, fa)^ att^ bie Sime au« Singer«, tDeI$e> 
9bcn gejet^net x% unb gebe folgenbe ^efc^reibung na^ btefer unb meinen grüd^ten. 

(Behalt: runblici^ ober tt^mcA freifelfirmig, um ben &ü(S) {lott aB« 
gestattet, na^ bem ©Kele )u futg« unb ^arf {lum^^ff^^i^, AfterS i{l fie 
au^ 4)Iattrnnb; ol^ne aQe @tielfpi^e (fo toaren meine Si^fi^te) ; in beiben 



142 

SdUen :fl^t ber >Bau^ jtemlid^ in bet Witt. SDiegru^t an» %. l^otte stemlid^ 
23/4" in bct ©reite unb 2V4" in bet $J^e, meine waten etwa um Ve Heinet. 
Rtläf: Kein unb futjBIdtttig^ grauBtaun^ offen, in totxttx, etn>a8 
fei(!^ter, fd^fiffelfAtmiget @infenfung. 93on bet äBilBung an» laufen 
jiemlic^ tegelmd§ig fünf tippenattige flad^e SBeuIen fibet ben ^auäf biS 
jum Stiele J^in fott. 

@tiel: grünBraun, f)>&tcr fc^tDSrjItd^, ^oljig; 1" lang, giernftt {larf unb {ieif, 
in einer flauen mit fleincn ^Bdmt bcfc^ten ©crticfung/ »te eingebrücft, flel^nb. 

©(Jäte: flar!, l^cUgrün, f^j&tct cttronengcllb, flarf gelbbraun roflig ^unftirt, 
gefledft unb gefhetft ol^ne bag bet 8tojl iebod^, toeld^er ftd^ nur toentg raul^ anfül^U, 
auf gtoge StrecTen l^in gufammen^&ngt. 

§Iei[(^: giemlic^ llarf gelbli($meig, l^albfein, an betgrud^t aud^. fc^meljenb, 
fd^toa^ meinig füg mit ztxoci^ rcfen= ober l^tmbeerartigem $arfüm, tcai ^nbere erb« 
Beetarttg (ananadartig) u. f! ko. gefunben l^aben niBgen. ^n meinen eignen grüc^ten 
war ba« gleifd^ rauf(!^enb, fc^toaÄ getoütat füg, ol^nc nlir auff5üige« befonbere« ^arfüm. 

JternBaud: mit ettoad, bo(^ nid^t gu i?ielen itbrnc^en umgeben, l^o^Iad^fig (über 
ber l^ol^len ^l^fe fanb ftd^ ein mit ber kdäffßfjit jufammcnPngenbet fletner leerer 
9{aum.) Kammern gtog, breit mufc^elfbrmig, ^eme fc^toargbraun mit nod^ ttmoA 
tteiglic^er ©pi^e unb einem Heinen $bder, ^um ji:^eil audb taub. 

9ieif e unb ^^u^ung: S)ie Sime aud Sngerd reifte' im ^De^. unb e« geben 
aud^ aüe 93er3ei(!^niffe bie Steife t)om 2)e3. bid San. aü. ^ie l^ter in ben toarmcn 
©ommcrn l'857— 59 erlogenen grücbte jeitigtcn Jeboc^ fci^on früber, @nbe Oct. unb 
im lRo))v aber ed !ann burc!^ bie S:ro<fen^eit be« lobend eine Slrt 92otl^reife ^erbei« 
gefül^rt »orben fein. UeBrigend ioar eine t^nici^t au9 {^erm^aufen 1860 au^ fd^on 
(^e Dct. reif, iebo(!b bin ic^ ^infu^tlic^ biefer, it>eil fte nur tuenig beroflet unb na^ 
bcm ©tiele }U fpi^Iegelfbrmig gebaut n>ar, nod^ ettoad in 3^^f(^/ unb t€ mug bed^alB 
bie, unter günfHgen 93er]^5Umf{en oudb Bei und gen>i| red^t gut tperbenbe SBime l^im 
fic^tlic^ il^rer S^eifjeit no(^ xoditc BeoBad^tet merben. ©ie l^at Se^nlid^feit in iBres 
rippigen gorm unb in ber gärbung mit Fortun^e, bo(^ ip biefe ftarler Betojiet unb 
na^ bem Stiele ju ISnger jugefpi^t. •— 9{el^nli(^, boc^ f (einer i|l aud^ ^ig^t*« 
!D2onanB, bod^ nod^ genauer ju üergIei<Ben. 

<Sigenf(^aften be« 16aumed: ^erfelbe' t9&d§{i bei mir mittelftar!, mit ab- 
fle^enben unb unregelmäßigen 3^^i9^/ ^<^t an feinem jungen ^ol)e ^Dornen. 3)ic 
grud^tbarfeit fd^eint mittelmSgio l^ fein. %uf Ouitte treibt er nad^ haltet fiarf unb 
Blül^t \)oQ, fe^t aBer feiten an unb er empficl^It be^Sl^alb ben ^od^flamm für fanbigen 
Iei(^ten SBoben. ^ ®ie UBI&tter fmb eQiptifd^, jum Z^tü au(B lanzettförmig unb 
ot)aI, an ben 6ommerjn>eigen aud^ eirunb, bie aßel^rjal^I Bat aber ben f eUfbtmigen Slnfa^ 
am Stiele, ©ie ftnb ISnger ober fürjer jugefpi^t, ly»-— l^** Breit, tjerfd^iebcn lang, 
bid }u 3'', nur in ber ^ugenb unterl^alB ettoad t>er(oren tooUig, fonfl glatt, meifl ocr< 
loren unb fein (fd^te&d^er aU auf bem ^oljft^nitte oben), unb mit na(§ ber ^i^e 
l^in tttocL^ flärfer gefügt, ctxoa^ toeHenfbrmig unb fc^ttodb fcBifff <^i^nitg , bunfdgrfln 
unb gl&naenb. ©tiel )oerf(^ieben lang. — i^lütl^enlnofpen furjfegelförmig, 
fhtmpffpt^, bunfelBraun. — Sommerjiveige grünlich gelBBraun, an ber Sonnen- 
feite öiotettBraun, fein gclBUd^ punftirt. 3, 



1 



143 



No. 322. Solmor Slotoio. ^iel l, ^. 3.; 2uc. v, i a; Sai^nUl, 3. 




i^eimatl^ unb SBotfommen: SDiefc SBirtic erhielt ^crr @upcrv 
ititcnbent,OBerb{e(f, bamafö ju SSicntutg an bjr SBefcr, Don \)an 
9ton8 D^ne Flamen unb l^atte bie ©fite, i^r 1852 ben Atomen t>. $Id^ 
tott> SButtetBitne jn geBen. (SSrgl. OBetbieÄ Änleit j. Äenntn. beS Bejlen 
OBpe« fflt ba8 nfitblii^e 5Detttf(!^Ianb @. 590.) @ic bfitfte aBer, »c^ 
nigißenS naiS) ben t)on mir erbauten %xni)tm toefjfl mtS^t ju ben ^oU 
moxi ge^Sren, tpte ic|[ fd^on früher Bemetft unb fxe unter Wefem SRameu 
empfohlen unb terfenbet J^aBe» 

fiitctatnr unb ©bnontjmc: 3<5 ^»^e f« no«!^ in feinem anbcnt Sßcrfe gc» 
fnnbcn. 2)iegntt^t l^at bic gröStc Slel^nli^feit mit bcr öon S)iel 91. Ä.O. V, ©. 161 
Btf(6rteBencn^cuen f^fiten SBintersSDec^antöbirn, Nouvelle Penteoöte, toelc^c 
k^ aber tetber.nic^t lange genug ^abc Beoba^tcn üJnncn, um bic »Bttige 3^«ntitSt 
jU con{iatiren,' ba mir ba« $fro))fteid, na^bem e« einige 2)2ale getragen, einging. 
wgL £)berbie({ a. a. JD. ®» 328. äBenigften« gel^ören beibe su einet gamihe. 

Oefiait: SDie gruc^t tritt fe^r oft in jweterlei üerfc^iebenen ®e* 
polten auf, U)ie {!e t)or{te]^enb aBgeBtIbet ftnb. S)er mit a Bejjeiii^nete 
8(Bri| flammt t)on ber ^nt(3^t einer StanbBIfltl^e unb bie Wlif)if)tit ber 



144 

^ifi^te ^at in ber 9IegeI biefe %ovm, wi^renb ber mit b Bejei^nete b{e 
®eflalt bet t)on ber mittleren SBtfit^e beS ©troufeS ^ammenben gtü^te 
barßeOt. 3^if^^it ^^^f ^ formen f eitlen oüetbingS au^ bie ttefeetg&nge 
nid^t. Seibe B^c^nungen finb ani ber Srnte be8 fe^r reiben 3<4reS 
1860 entnommen. 3m ,^af)x 1861 fam bie Sorm b fe^r o^ nnb no^ 
(ebentenb (anger unb fpi^iger t)or. 

Sttläfi ift fein gef galten, gelBIi^ ober (r&unlid^, §art unb fein 
.)ugejpi^, offen ^ gutoetfen au(!^ t>ertro^et unb ettoaS f^w&rjli^ unb 
aBgefaÖen« (Sr fie^t bei a in einer {tarfen SBertiefung, Bei b aBer 
i|l biefelBe- fe^r ffa^. 

@tiel: Braun, mit l^eDeren fünften, anäf fnofpig, in einer meidend 
BraunrofHgen 93ertiefung ol^ne galten. 

@^ale: fein^ glott^ toenig gef(!^meibig , t)on ^orBe BIa|« ober 
mattgelB; jun^eilen felBfl ettoaS gränlid^«to>ei^, auf ber ©onnenfeite nur 
u>enig bunfler, * mit Dielen giemliö^ feinen l^eQBraunen fünften unb eini^ 
gen bergleiii^en Moftfiguren unt> gteden^ le^tere namentli^ am @tie( 
unb am ftel^, bie au^ jutoeilen ettoaS golbartig f!^ f&rBen. 

ftern^auS: mit siemtic^ ftarlen ©tein^en umgeBen, fafl ot>at 
runb; Sl^fe l^ol^I; $&^er ))er]^a(tni^dfig grof , f^^^TS, <tBer mei{l 
' nur gum St^eil au^geBUbet. 

gleif^: gelBIi^ toeif^ gang fein, f^melgenb; nur um haS ftem» 
^au8 l^erum, unb too 99^ef^ftbigungen flattgefunbeh , ^\i»aS {teinig, i>on 
fel^r angenehmem, ffif en, gett)fir)igen, gang colmardl^nlid^en ©ef^mad. 

ateif e unb Stu^ung: ^ie gni^t mn^ fo lange ali mj^gli^ am 
SBaume BleiBen unb reift bann auf bem Sager. IDie to^a^re Steife ber 
%m(S)t tritt erß gegett(Snbe S)e}emBer ein unb i^ biefdBe in guten 3a^ren 
tool^l di SCafeloBft in ben erften Stang }u fe^en. @ie ifl oBer aud^ in 
ettoaS unreifem 3u{t<inbe fel^r gut in ber SSirtl^fd^aft gu Brausen. 

(Sigenfd^aften be4 iBaume« unb ber @orte: ^ie Sorte tol'^9 f^r gut; 
ber 8aum breitet fl^ {larf au^, l^at bei mir burd^ ben SBinter nie bebeutenb gelitten, 
nnb iji au^ercrbentU<^ tragbar. 9htr im 3* ^^^7 {(feinen bie grüti^te ni<^t bie gel^Srige 
baumreife erlangt 2U l^aben. t). §IotOU). 

SDie 93I2tttcr einiger jugenblid^en S&um^eU; bie iä^ au« t)on Dberbie^ enq;>fanges 
nen 3^<idcn erlogen l^abe, ftnb i^on mir il^rer @r5^e unb @efiatt na^ oben neben 
bie gruc^t gegetd^net, fe {tnb otal, regelmll^ig mnfi f eingefügt, glatt,' am ©ornmer^ 
' jtoeige ftnb fic fd^mÄIer. — ©ommcrgweigc grünUd^cgcIbbrautt, a. b. ©. @. gerottet, 
mit feinen getblid^en ober grbferen f^mu^ig^ioeilen fünften, ^ie SlStter ber IReuen 
SGBinterbe(^anti0birne. l^aben mit benen ber oorliegenben 9(e]^nU(!|feit, finb aber am 
etiele meift f<^»a^ l^erjfbrmig att«g€f<^hitten. 3a^ n. 



145 



,No. 323. «et|»ttLDieri,d.a.; 2uc.V, Ib,; 3«]^nIH(IV),3. 




f tuyiltt« L ' »iDort (Dan mm). *. ^t^., 3<m. 

^eimnt^ unb SBorlothmen: @tammi ani betn t)on ^erm 
Sü>OTt angelauften 9ta^Iafff beS i^enn t)att 3Ron8 ünb trug ju ®ee{is 
@t«9lem9 guerfl 1848. 3{l Benannt na^ bem ftinigie bet SBetgier. 
9Rein 9ietö etl^UIt i^ Don 4>mn be Song^e }u Sr&ffd, mib botf no^ 
SibortS Sef^reiBung glauBen, bie @otte &^t su Befl^en, bie )ebo(| in 
meinet ®egenb. bem ioU, todä^ti SSiDott il^r Beilegt , nic^t entf))ta<!^. 
®ie tmg mit an gefunbet fp^tamibe in bem toatmen ^<ä)xt 1859, loo 
bie ^^te im SSinbe f^on in bet $&Ifte Oct. oBfielen nnb gan} mVt^ 
ten rnib in bem falten nnb fen^ten Salute 1860; too id^ 4. i)tot>. Bta^ 



146 



unb ble f^tü^te jtoar faß f(^me{)enb to>ürben, aBet fabe Ute&en unb 

fel^r Mrnig Ovaren. SOtx Umtig t)Ott 93it)ort8 XbBilbung einer %tu(!^t 

i)on Sß^tamibe ijl oBcn sub b..Beiflepiflt 

Siteratitr unb ©^non^me: Axuuiles VI, @. 1 unter obigem Spornen; ^U 
))ottd äObum m, @. 89. 

® e jl du : Sbort be^eid^net fte aU «ssez gros, turbin6 pyriforme, legereme&t 
>08Bel6. 5Da| 3^(^te bei grB^eret jtleinbeit am @tiel bie SCbfhim^fung verlieren, 
ifi mir fd^on bfter oorgefomm'ett; unb !ann auä^ bt» t^orm meiner bier erlogenen 
^(bte ))on 2" breite unb s^/s". ^bbe no<b M gtoifc^en jhreifetform unb ^imform 
flel^enb begei(!^net iberben, ts&l^renb )6it>ortd $[bbilbung mel^r ber abgefhtm^ften ^egel« 
form fid^ n&l^ert ^er. SBau(^ ft^t ettoad nad^ bem ^eld^e ^in, um ben meine ^(^te 
m fafi cifbrmig ^urunbcten unb nad^ bem Stiele faft ol^ne Einbiegung eine l^alb in 
ben @tiel audloufenbe 6))i^e mad^ten« 

^eld^: ]^artf(!^alig, mit etU)ad flarfen Stu^fd^nitten in bie ^hf)t fiebenb^ fa^ 
bei mir fa^.ganj oben auf, tofil^renb ^itort il^n ttxcai vertieft angibt 

@tte(: 1V4' lang, nur toentg gelrümmt, n>ielBi))ort il^n begei(!bnet, {iarf,.^iMe 
- fleif(!big SU fein. 3n ber SCbbilbung Sioort« ft^t er in fleiner, burcb einige Qeulen 
gebilbeter {)5ble, bpi^ fagt ®it>ort, bag er oft aud^ oben aufft^e. 

.@4<tle: Biemli(!b fein, glatt, fafl roflfrei, oom Saume beHgrün, in ffttijt 
gtünlid^ gelb, ol^ne alle 9%btbe. ä^lofi fanb ftc^ in iJiguren ober fleinen gXedfen 
bau))tf5d^Iid^ nur um ben ^tlä^. $unfte bei mir jal^Ireit^ aber fein,, nid^t fel^t in 
bie 3lugen faQenb, toSl^renb SBibort fte gicmlid^ flarf unb aU fleine Stoftflecfcben ob« 
bittet ©erudj feblte. 

SDa« SUifd^ i^ nad^ Sit^ort gelblicb loeig« fein, ga'ng fc^melgenb, gejudfert itnb 
fortemeat parftim^e. Set mir u^ar ed fein, faftreicb/ um« ^embaud toetg, mit 
jiemluj^ flarfem jhange oon ©teind^en umd ^eml^aud, nad^ ber @(bale ^in grfin- * 
lid^ gelb, fc^matjartig, faß fd^mierig, ton gcgudfertem, f^UKid^ lodnartigen unb etioa« 
gimmtartigen ^efd^madPe. * 

iternl^au«: gcf(^loffen, mit feiner \)of)iv[ 9ld^fe. Kammern tbeild un))oS< 
fommen audgebilbet, bie gut audgebilbeten )iemli<| gerSumig. iteme lang, mit ber 
@pite ettoad gefrümmt, fafl fftmmtlid^ uitüoSfornmen. 

9leife unb 92u4ung: reift na(^ Sioort ÜJlitte !^ejember unb b&lt ftd^ bi€ 
a^itteSararar. Jöe{ mir mürbeten 1860 bie ^rfid^te erft 9Kitte Sanuar. ©ebbrtför 
»ärmere ©egenben, ober »erlangt ba« ©palier. 

S)er Saum xo^^\t, tote au(b Sitort bemerft, ^^ramiba(, aber e'tload f<^ioa(( 
unb fett bie ^roü^t in fpi^en äBinleln an. ©ommertriebe furg, etma« flar!, leber^ 
gdb^ ^mti(^ gol^Ireid^ ^unfttrt Slatt mittelgroß, ttxoai rinnenfbrmig , langellf)>s 
ttfd^, oft fafi laugettlid^, fel^r fein geffigt gegal^nt Slatt ber ^rud^taugen fafl lang^ 
o»al, oft mel^r titoa^ eQiptifd^ mit hirger aufgefegter ^pi^t, fein, ettoad fium^^f ge* 
fSgt $(fterbl&tter fabenfbrmig. ^ugen fiarf, abflel^enb, fpi^, ft^en auf mfigig 
flarten sir&gem. D B e r b i e df . 

* dtae Snu^t, Mc htf ani Ranits iiiftaaiM# toat Onbe K«». vcif, (nttctl^ft, M govfci« 
tei^em SodeTgefd^vatfe. da^n. 



yp. 324. Ste gBi«ta:.iHi>Hc!tiMiit. »itl ni,a.8.; Sut. xi, i b.; go^nlil,». 




iKe l0illtfr-3lp«I^Ck Crkin». XHtl OHnl., Ouint, Smi^.)- 1- K. lOti., San. u. ISngn. 



fidmat^ unb SoiTomnicn: Sit »« [4en ben »Btnmi aHCroitiiniliiin. 
unb Yolamnm icrantit unb brt fTan)iflfAe Kamt Bbnohretien lafjt fl^ aU 
tin nrfllhninelte« Bonum Crattuminm bttta^tcn. 9iai^ einigen Tarn fit bin4 
ben Btitigni IRiirtin aui Ungam na(^ Xcme; na$ Sbibcnt ^31tt |1t Qtam Von 
^ßauM, gnuimt 1« bon Ckcetien, out @ala£ri(n in gronfnii^ (inntfü^rt. — uuhf 
tiTOt (idt f)( ^i( unb fit nurbc fibn^out^t frü^n in SranlTrii^ au^ }um ro^ 
®nTufTc ne^ tsnl^gcf^B^L 3c^t i|i fl< buK^ nninc ft^mcljcnbc Simtn Mtbtingt 
vnb 3u btn JteAbitnnt »cTtcicfen. — 3n Xltutf^Ionb ^nt man fit no^ "uf ^ 
Snfatnmlungtn in ^tamnbutg nnb @Dt^a all [p3lt SBinttrlcti^init cm^ifa^tnt, ie^ 
«nlBUgt fit »itl Sdnnc unb guten Stanb unb niib fclbß in ^nfcti^ unb Btlgi«! 



148 

• , - - 

Literatur unb ©ijnonijine: a>tel II, ®. IW. t)ie fßintcr=apot^ctctbnntf. 
SBintcr(!^rl9enbime. ®ute ©interiä&rijlenBirne. Lo bon Chretien d'hiver. (gr »cijl 
na(^^ ba^ Ouintin^e im Sobe ju tvelt ging, unbbemerft, «»iveiter nörblic^ bleibt 
fic leintet mand^cn ^funbbitnen JUtüdC, ba fic oft fcl^r toelft" — 
^itl^amel m, @. 71 £ab. 46 (bte Slbbilbun^ ift Sl^nlic^ obigem f)oIafd^mtte, bie 
^4^ nur gratet), r/3leif(^ feht unb gart, bo$ brüd^i^, gegucfert, ettoa« parfümirt, 
loeinartig; toenn ber ^aurn fd^ma(!^tet |(^Ie4t unb toentg b<^Itbar." S)ie 9iad^foIger 
begeid^nen fte al« n. ober m. SRanged, aU Ihx^bime I. Scanged. haltet @. 41 toitt 
pe nur /an« ©^)alier an^latt ber ^P'^W« i" fiw6< ©arten. (35ic Bonchret. d'Anch i^ 
nad^ if)tn glei«^ mit B. de Yemoia unb Turo, grß|er, qutttenformig, auf freiem Staube 
e^er gut loerbenb. 9u(!^ na^ 5Decaidne tfi bie d'Auch eine felbfifl&nbige gro^c gnu^t) 
— «bbilbungen geben nodj 3inf Xaf . X, dh. 92 ; Pom. francon. ©. 286 giir. 117 a. ; 
X* £)•©. ni, ©. 263 JTaf. 13; Annal. de Pom. I, ©. 4: 2iron b'tKirol. Dewsript 
n, 60; unb am fd^önfien 3)ecai«ne 2ief. 26. — öergi. ferner ®^riji« ^anbtob. 
@. 167; Siegel« Sütlnt* 6. 131; fiuca« ©. 250; JDerfelbe.in aRonat«f(6r. I, ©. 368; 
^ittr. m, e. 202; SDo^na^l n, 6. 176; Stougarb ©. 61; Siron b'airol. Liste 
syn. ©. 44. — ©eitere ©^non^me: Slübenbinie, ®intcr=3wrfwbirne (?uc unb 
SWa^er), lRegcI«birhe, ©pfitregeWbirne, SEBinters3j»<3f«Tabenbime (Sbrifl), iBinter:: ober 
Öfter- wia«burger , SEßinter^Sunfrebie, ®raue%ergamotte, SRobbime, ^an)5ftfc^e 
©irne, aöintersJtBnig«bime, ©djmclgbimc, ^anfratiu«bime (2Retger), Poire du 
Chretien, Gros Gbretien en Anjoo, Poire de Limousin, . Gracioli , baffran d-hiver, 
Poire d^Apothicaire, Sucrö d'Mver, Angoisse (iS^a^er. Angoiase au^ bei Xougarb, 
£fero^ unb im Sonb. (Sat.), Bonchr. da Constantinople (^ecai«ne), Bonohr. de Tours, 
Poire de St. Martin (Siron b'Stir.). — SGßo^er fie in S^eutf^lanb. 9()>ot^e!er« 
birne beifet, finbet pd^ nirgenb«. — Oft toirb fic mit bem CatUlac ©b. I, 
©. 625 oenoed^feK. 

©efialt: meift bimfSrmig, toie oben gegeicbnet, bot^ oft baud^iger *unb beulig 
unb oft aud^ ft^m&d^tiger unb fürger na^ bem @tie(e gu. 

^eld^: lang« ober furii^: bo^ fpi^bl&ttrig, meift gefc^Ioffen, in tiefer, bur(!^Seu< 
len oft unregelmfigiger ^infenfung. 

©tiel: bohig; bünn, f (^margbrann , in giemli«!^ tiefer unb miter $öbU, oft 
neben einem ^öaer ftbief. 

€d^ale: grfln, f))&ter grüngelb ober gelb mit fel^r feinen fünften, an ber 
Sonnenfeite au$ 5fter6 fanfter carm infarbiger dthti)t unb me^r ober toeniger feinem, 
bisioeilen aud^ ftifl fübibaren br&unli(^eu 9iofte. 

SIeifcb: \äitoa^ geIbIi(^metB/ l^albfcin, jetfbo« förnig, abfnadenb, giemltc!^ fafügf 
rein unb fiarf füg, ol^ne ^erbigfeit, aud^ o^ne Sdure, bo$ aud^ o^ne oiel ®en)ürg. 

^ern^au«: ettea« l^oblat^Pd^ gfSci^er mufd^elfdrmig, I&nglid^, f(bmal, mit 
fleinen, fdbtoarjen, braunen, bidfen, turggugef^i^ten^ ))on!ommnen ober unooQfomnu 
ncn i^emen mtt fii^toat^em {)5dteranfa(. 

Steife unb 9^utung: S)ie ^rud^t reift oom 5^eg. bie ^an. an unb l^&U ft6 
/}ft bi6 3pni, koenn fte gut au«gegeitigt ift; aufierbem bleibt fte grfln unb tt»dft ftatT, 
»eei^alb f(^on ©bnfl oorfc^tug, fte gioifc^en bie. Äartoffclh gu ft^ic^ten. . 

(S4genfd^aften be6 8aume«: S)erfelbe )o&d^{l aut unb i|i fe^r frudbtbar, 
»in aber nal^r^aften, (eicbten Qoben unb tt>armen Stano. 9{uf Duitte »erben bie 

trü(bte grBJer, farbiger, feiner (©ul^amcl). — ©lätter, toie id^ biefelbe »on Dr. 
iaCling unb t)on SBaumann in ^oluoeiler unb mit biefcn feit 1860 au(^ ))on £uca6 
überein }^aU (be6 Se^teren früi^e 6orte b^t anbere lÖSegetation), otal, oft etioa« 
«runb unb ^ergfSrmijg, liemlic^ grofc IV4— 2" breit, 2V2— 3" lang, mit aufgefegter 
furger Qipi^t, am Slattfaume unb unterl^alb meijl etioa« »oQia, ganuanbig ober 
nur an ber @pi^e unbeutlid^ geferbt, am 6ommet;gb>eige auq beutlt(!^r gefügt, 
f^n>a<b f(!bifff5nnig unb mebt oba weniger toeOenfBrmig, giemlid^ bunfelgrün, itid^t 
{iarfgUn^cnb, reid^ aeobert. — @ommergn>eige grünudb d^tbbraun, na^ obenl^in 
gcr^t^t, mit giemli^ )>ie(en flarlen gelbU^en fünften. * % 



149 
No. S25c Sie Tnmo BteL S)tel in, 2 (3). 3.; Sua XU, 1 b.; ^al^tt H, 3. 




iHe ^anCt. RiaL S)ier (ÜRetIct, Ouintin. u. S^ul^omel). ft- 5)ei. - Win. L. 

^eimatl^ vnb Ü^orfornnteii: 6ine altt, b>cnta Befaimte, bc^ te^ f^4ten4« 
tvcrf^e itoe^binte füt ben Sinter, gelocht xttf^, fftf imb fel^r f^adlbaft (Sbm 
fo mrtl^eUt ßogct über fie. S)a Me er^en 3frfi<|te oon meinem )>on £iei bejeaenen 
dtnSt mit S)iel« iOeft^reibuna im 3. ^efte »enig IHmmten, nnb bit fitere 8ef<^reibuna, 
$cft 81, mir no<l^ nti^t befannt n>ar, bej^g i^ bte @orte no^mM Don äitrc^orot 
unb erl^ielt biefelbe ^d^t, au(3^ ))on IDecaidne 1860 biefelbe leiAt femttUd^e Sege« 
tation. S)er 9^ame )»tx&t auf {)pamf(^en Urfprung l^in, unb »um am be^en burd^ 
^le Mmgdbime fiberfc^t 

Literatur unb ©^jt^n^me: «2)iel m, 6. 244. 6^te SBinW^oIbbime, 
Fnne UaX, Tin Or d^hirer; bann l^al er normal« XXI, ^. SS9 al« Franc B^l 
jtDor merflid^ abn)ei4enb, aber bo<!^ nad^ SHem, namentlic!^ nad^ ^taten unb ©^no« 
nl)men, icbenfaU« nur biefelbe grud^t befc^rieben. 5Die letztere Qefd^reibung ifl, nad^ 
bcn Stützten, bie \^ bi^l^er batte, bie rid^tigjte. — 5Decaiftie lY, Ztft 9tt. 148 
Fiane KM, mit febr fenntii(!ber ^bübun^^/ nixl^ etn>af arbger unb eiif toenig 
b9|cr gebaut, al« obiae ^igur; @^non^me Franc BM d^Urcr; FIn Or dldTtt, 
Fordt dJhiTer, Gros Mioet unb Castelline mit?. — Etienne ]^t 2 Porten Franc 
KM, due giis unb' eine d'or^, ^bte ni^t »erf^ieben fein loerbcn (ftc|c ji. SB. Heo- 
■ire Jean gris unb d'or^); Merlet, @. 110 ®^n. Groa Micet imb Fin Or d'hiTW; 
(^lintinye, €. 276 (1756) Franc R^l, Fin Or d'hiver. — ^ubamel m, 6. 49 
o^e Stbbilbung, feit dtdjt in ben ^ot>. Pomon« Franoonica m, £af 111 fftv. 
146, tt)o fie autb OteaeUbime in un^af[enber Heberfe^ung be6 Beal (regalis) genannt 
ifl. S)er 9aeberlauftt^er @. 37 nennt fte irrSuterbime. (Sl^rifi ffibrterb. @. 179; 



^ 



150 

^ogg im !D2aimaI ©. 221 unb £onb. <Sat @. 138 9h:. 242 Franc RM dliiTer 
Uttb Qro8 Micet, loobei Franc R4al gros ald ^l^non^m bet Angelique de Bordeaux 
a^Am, unb al« toeitertS €^n. noc^ Cristalline hinzugefügt toirb. ^Dotonin^ 
&• 486. — ^ie €orte niu| nic^t omoe^felt ti>«ben mit ber f^on geba(!^tm Fr«no 
BM gros unb meisteren ©ommerbimen, bte .al4 Fln Or mit ^Beif&ten t>otfommen, 
oud^ ni(^t mit Franc R6al d'^^, n)e(4e unfcre Siunbe IDbmbne^birne xft, bie au<!^ 
Gros Micet unb Itfilan blanc d'^t^ ]^ei|t, unb )9el<i$e aut^ id^ l^on Urbanef al« Franc 
B^ d:M erl^ielt. 

@eftatt: t>er5nberlid^ , meiß runb«fi:eif6Tf5rmtg (ba^S SRittel ^altenb an>if(ien 
(Siform unb ITreiferfonnJ , 21/, 6t« au 3". unb felbft 31/2" breit unb f^o^, oft aud^ 

Sbber aU breit. $au(^ ai^^^i^ !" ^^^ ^^^^/ um ben ^el(( balb jlac^runb gen>5tbt, 
alb abnel^enb ' unb no(3^ fiarf' abgefhtmtjft. ^a^ htm stiele nimmt fte f^neU 
ab unb enbtgt mit fhimpfer Bpü^t, @ie ift in tl^rer gorm einer ^iel« Suttcrbtme 
oft fafl ai^nf«^. 

j^elt^: furagefpi^t, Bartft^alig, in bte $bl^e jiel^enb, offen, ft^'t balb in fet<l^ta, 
balb au^ ziemlid^ tiefer 6enfung, auf beten Staube ftt^ meifleniS etliche beulen er^ 
lieben, bte bi« gum Sau^e l^inlaufen unb bie dtunbung oft entfleUen. 

©tiel: ftarf, bi« ju l" lang, meijl Vt— ^A". Ptt in enger ©rube, mitgUifd^- 
l^bcfem umgeben. 8ei Heineren (Srem^tar.en fanb i(^ il^n auq ivol^l oben aufft^enb, 
tofi^renb 5DteI $eft 3 fagt, bag er in einer ^arafteriflifd^ tiefen ^bl^le fiedfe, toic bei 
mand^en Steffeln, n^aiB nur bei ^üd^ten üon S^elform fein !ann, bie i^ no($ niii^t fal^. ' 

@(!^ale: fein raul^ — na«^ ^. 3 gefd^meibigv toie i^ fte nod^ nic^t fanb — 
Dom ^aurne matt l^eSgrün, in 9i'eife gelb, oft giemltc^ golbgelb, nac^ $. 21, unb 
)oie x6i fte fanb, obne 8^5t^e, nad^ ^eft 3 mit Slnflug Don erbarttger, in ber Steife 
Beller loerbenber dtü^t, 9iofipunfte unb Anflüge ober Figuren Don gimmtfarbtgem 
vtoftt finb l^&uftg, befonberiS um ben ^elc^. @erud^ -fe^lt 

^leifd^: gelblid^, faftreic^, abfnacfenb, ettpa« fbmtg, bei mir umba9^em^au9 
nur fein !bmig, Don gewürgl^aftem judCerartigen ®t\(S^madt, 

^ernl^aud: gefd^loffen, nur mit f leiner ober feiner l^o^len 9U(fe; Kammern 
nad^ 2)iel eng, toie id^ fte fa^ unb ^ecaidne fteigibt, 3iemli4 geräumig; Stttnt tf^U 
unDoSfemmen, t^eild DoQfommen, fd^n^argbraun, gi^mlic^ eifbrmig. 

JRcife unb Df^ujung: ©eft 3 fe^t ^iel bie. aieifjcit in ben 3anuar bi« 0oms 
mer unb loill fp5te« Srec^en; $eft 21 fe^t er fte mit S)u]^amel in ben 9^oD. unb 
bie grud^t nur 6 9Bo(^en l^altbar. ^ecai^ne unb ßogg bejeid^nen fte aH SGBinter« 
fru(!^t. Diefe Derfc^iebenen Eingaben totxbtn burcB bte ^flüdtegeit l^erbeigefül^rt fein; 
fp5t gebrod^ene f^dl^te toaren (Snbe 9^0D. plb^ltd^ tnnen moH, toit i^ au4 f4ott red^t 
\plkt gebro6ene 9Btnterbe<!^ant«bimen 14 3:age nad^ bem ^flüdPen fd^meljenb l^atte, 
aWitte Qctober geemtet tooren fie Don 5Dejember bi« gebruar unb SDi&rj o^nc gu* 
toelfen bfaud^bar. 

©er »aum ifl.bur(!^ fein biiflere«, toie beflaubte« «nfel^en fenntlid^, »fid^fl raf^, 
mac^t in ber ©aumf(!^ule fergengetabe ferrlic^e 8tfimme mit langen, jiemlid^ gc= 
fnieten Stieben, u>irb aber nad^5Diel nur mittelgroß; er fe^t fruB Dielhtr^e^gtud^t« 
l^ola an unb »irb fel^r fru((tBar. 3n Sße^etation l^at er ^lel^nlic^teit mit ber (brauen 
runbcnSBinterbergomotte« <5ommertriebe oltDengrün, oft 3U Sebergelb übergel^enb, sal^l? 
ret(^ unb fel^t in bie klugen faHenb ))unf tirt, mit feiner 9BoIIe, befonber« nac^ Oben 
Bcfe^t. Slatt mittelgroß, rinnenfarmig, mit ber (5p|^e abtofirt« gebogen, auf beibcn 
leiten fein looHig, baburd^ büflet, eioDat, meifl lang unb fpi^eifbrmig, mit f(!^atfet, 
outiaufenba 6pi^e (oben am Btoeige eilanaettli(^), nur geranbelt. Slatt ber gruc^t« 
augett fiarf lut @iform neigenb, am Stiele oft etn>a« einaeiogen. Hfterblätter faben« 
fbrmtg. 9lugen ^arf, f))it l^etafbtmig, ab^el^b, ft^en auf $arf Dorßel^enben $:r5getn. 

OBcrbicdE. 



i 



StxIttHrat. S)icini, 1.3.; £UC.XII,1<I 




SUßnfU ttillttrbinie. aJla^tt (annlct, ^Cul^anttl)' t- K- ^ti^^- tn>T4 bm ISimn. 

$(imal^ unb'SotfomTnnc.atlte franjörif^» grui^t, He i^ttn OTomm Bai- 
htiäme dlÜTer »trbitnt. f^äf tr^ittt bie gni^t jjon ^ni. Hieut iD*nouti in täo- 
bntg, btr Rt iinttr btm Flamen Äaifet6(vaiiinDtle au4 ffitütrtfl^cfen tri 
Ktt^m iim»eit ffllttnt^Hi msfing iinb [pütrt au« b(r(eft(n Otußt au{^ 9pfiopfrriftt 
nai) bnnt Stgdatinn i(% bic Selniibiing f^lberii (ann. ^m eedgm 3ii^rt Betam 
iA bicfclbt Simt au<^ nomtnloe von ^m. £unltg3Ttit(T Arlmcr aue Xritr. @ie 
trifft goni mit btrabbilbung bet SGJiinbet(<^antn JöintetBitnt, »ic fltTOa^ti 
nennt, in Fom. fruiconioa unb mit ÜTlcTlttB unb Sn^oindt Vngalxn fibn bttfcKc, 
fo bafr i4 bic Qottt uo^I rit^tiA vot mir ttafit. 

fiitttatnr nnb ß^nonsrnt: OTa^cr in Pom. fauio. S.3I9 tof. 10». I£r 
bqit^t ft^ (Ulf 3ßctl(t, bn fit I, @. 169 Beliasime .a'hlyer de Bur ober 



152 

■■I -I H M ■ ■ 

Vermillon des Dames nennt imb aU ^tXb unb totl^, fel^r axüi, nrni WUtn 
fd^9n, ti^aUntt, hidtt unb t)iel Beffer ald Qatillac, getötet eine oer beißen !Q9tmen 
bcfii^reibt, unb auf ^u^amel, bet fte m, @. 85 5l^uU(^ unb ald gro^, fall runb, 
gegen ben ®ttel eftoad abnel^thenb f(i^ttbert, aber ni(^t abbtlbete, auqubn bteSSege* 
tation nii^W fagt. — 5)ter II, ©. 205 beftl^rieb toalrfd^einüi^ al« @(^Bnfle »intern 
Birne ben @toBcn Äa^enfo^f, ber unter erfleretn ölamen t)ie(fad6 verbreitet ift. 
©agejen l^at ©iel ble ©djbnfle SBinterMrne iebenfoH« vm, (5.167 al« Gracienac 
befineben. — ^bilbung gibt noA ^ecatdne Sief. 1, unb ba« ^rnolb. Ob^ 
c abinet; legiere« ret^t f$bn na4<ber ton mir gelieferten JDonauer'fcben gnu^t, 
U)eI6e au(B5Dittr. I| 6. 734 aU ®etireifte f(Bbn{ie iBinterbirne Bulben loirb. 
— 4)^riP$btob. ©. 220, gibt al« ©^n: VermiUon d'Espagne l^lftgu, toorunter ieboc^ 
na(B bent Stouen. Mllet. Frederio de Würtemberg (ßerbflf^Itefier) gu ))erfieBen ifl. — 
Oefter« gel^t fte ald Belle de No81 unb M Orariß Mogal (bo<b t^t Gros Mogul au« 
Snger« anber«}; femer Bat Oat. Lond. al« ©i^n. Teton de Venus (gebbrt ber (So« 
tiHac) unb Belle Koisette (tt>ar ava ^n%tK9 eine ber (SatiQac ^nli^t anbere^nuBt). 
tKu(B bad Von S)o$naBt <5. 5 angegebene C^^n. Angleterre d^biTer ifl nvBt B^crBer 
gehörig. 

Q^efialt: freifelfbrmig, um ben ^eI(B fc^bn abgerunbet, nacB bem Stiele au fiärl 
abge|htnq)ft fegelfbrmig, 4" breit unb ebenfo Bo<B/ ^i^ oben ge^eii^net. ©oUviit«^ 
unter no(B grbger fein, au(B bfter« etn>a« f<BTn&(Btiger. 

Jteld^: lura^ fajl B<^ttbl&ttrig, broungrun, offen, aufreti^t, in regelmSg^gerr 
f<Bbtter, ettooi tociter "unb siemli* tiefer f(Büffetfbrmiger (Sinfenfung, Don flacBen Sal* 
ten umgeben, »el^e gum SDBeil fortlaufenb t>erurfa4en, ba^ bie ^nuBt auf ber einen 
®eite gutt^eilen l^o^?, auf ber anbereu bägegen mitteIbau(Big erf(Beint. 

Stiel: flarf, Bo^iid' braun*, bi« 2" lang, ettoad frumm, in f<BBner, meiß 
regelm&giger, ni(Bt ^n enger, tricBterfbfmiger $öl^le. 

6(BaIe: gtatt, faum ettoa« burcB Sßertiefungen, koie'bie be< ^a(en!o))f0 uof^ 
eben, feBr fcBbn bla^ citronengdb mit feBr feinen br&unli^en» oft unbeutUd^en $un!s 
ten, ol^ne dto^ ober bo(B nur mit feBr geringem Slnfluge um ^eld^unb @tieln>5tbung, 
bo(B uuiß an ber 6. @. feurig carminrotB unb B^^tburcB aum äir^alen f(Bbn. 

S'leifd^: geru(B)>oa, gelblii^ioei^, gr5bli(B xoit ba« be« ^a^enfo^«, fafttg, 
brü(Big ober abfnadenb, .))on fü^em, ni(Bt B^^Ben f(B)oa(Bgetoüriten (§$ef(Bma(L 

Jtern^audt nur mit feinen ^bmcBen umgeben, ettt)ad J^tf^Ui^tx^, mit morfi- 
ger SßanbauiSfleibung, oft ol^ne audgebilbete JternfS^er, au(^ ftnb bie dxoa Dor» 
Banbenen Sttxnt ilteifl unt^oUfommen unb taub. 

9leife unb t^u^ung: St^it diti\t erfolgt im SDejember, bo(!^ f^Sli ft(B bie 
gnuBt au(B nocB langer, oft bi« gum Tl^xi unb ^ril, unb bient »ortrefflid^ )ixm 
Ao<^en, ebenfo aber au<B aU 64<^ufiüdt bei ^afelauff&^en, toie fi^nlicBe groge ^ir« 
nen, bie fie an @<BbnBeit ber gfirbung fa^ fSmtntlicB übertrifft. 

@igenf d^aften bed 99aumed: Steine IBSumcBen ftnb Don mitte(m&|igec 
Sü<^ftgfeil unb )>)^ramibalem Saue. — ©ie $l&tter ftnb eirunb, oft siemUd^ 
breit, i Vi bi« fap 2" breit, 21/1—31/4" lang, mit au«laufenber ober aufgefegter ^iiit, 
oft B^ifbtmig, oberBalb glatt unb bunfelgrün, unterhalb ettoad Braunlid^ grün, loie 
leidet berofiet unb oerloren ttoUig,. meifl gan^ranbig ober nur nacB Dorne etkoae gc» 
fSgt, ettt>a« ttettenförmig unb fuBelfbrmig, mit fetttofirts gerid^teter Slattfpite. — 
$lütBenInof))en' furafegelfbrmig, {lum^ff)>it, bunfelbraun, am (SIrunbe etUKi« 
fein grauli(B toollig. — @ommeritt)eige grünlidB-graubraun, t>ielfa(i^ unb ^rf 
gelbbr&unlicB ^unftirt, nacB oben Bin feintooUtg. 3. 



153 



No. 327. t$ttm Ml flbKd. ^iel III, 3 (8). 3«; 8ttc. XI (XII) 1 ».;.3al^ii VI, 3. 




lHt€$lm$t UM JlM0. $)tel(»ivort,S)uquedne).t.3(m.,bur(^benffiintet.K.I 



i^eitnatl^ unb SBotfommen: ®ie tourbe 1808 t>on S)ttqueJne 

in (Sngibitn otsfgefunben unb Don Vftn na^ t>an 9RonS Benannt, i^at 

bcfonbetS nur atö gro^e, lange bauembe fto^Birne SBert^ unb tt^ltb ^u 

biefem (Snbe BefonbetS in aSelgien ^dufig gdBaut. 

giteratttt unb ©t^non^me: JDiel (ftfew. SJerj. n, Jortf. 99 9tt. 377) 
M^ricb fie nur für} a(« mittelgroße, Ireifelfiynnide, f^Ate SBiutcrtafelBirne mit 
faftboSem abfnadPenben gleif^e oon feinem gimmtartigen 3u<{crgef(^madf. äCudffi^r« 
n^er fAtIbert fte 93t)>ort im W>, I, 3:af. 20 al« Ghros GoIm«T TanHona. 9u4 
BaBen fte atte neueren franjSfifc^en homologen, ). S. $ret>o^ im 9louener Bulletin 
e. 900, £iron b'StiroI. in feiner litte synon. 6. 60 unb iOaltet ®. 46. Se^teret 
%e3ci<Bnet fte in bet ^orm ber SSHnterbcfB^^ntdbime &Bnn<B unb na^ ^etoß tvütbc 
ber 9ldme <S«lmar m^t für fte paf\tn, tveil man barunter f(|mel}enbe SBttnen Der» 
flcBe. — 9la4 3amin unb ^uranb, na(B Sero^ unb nad^ !{)ecai$ne, 46. fiief., i^ ble 
iSelmar Dan 2Dlon^ ibenttfd^ mit Colm«r des InTAlides unb l^at fte fietterer 
unter bem 9{amen Poire des InTalidet, nebenbei mit ben Q^n, Benzr^ de printempe 



154 

unb CrMaime d^hiver mit Qcguanal^ine auf 1ßtet)oft4 o^cnemA^nte Qef^retbung aB« 
oebUbet unb bef(!^nebett. 9^a(t Sl^ron. b'S(troI. Table eynon. 6. 19, au(j^ nad^ bcm- 
sBcT). t)on $a)>eleu ^on 1866/57 toürbe bie. Colmar des Invalides ))an Wtcn^ er» 
sogen l^aben, bo4 fnbet fid^ il^t 9^aine nic^t in feinem ^ataloae. ^u^ gibt ^a^ 

f)eleu allein bie S^eifseit im @ept. unb Oct, bie übrigen ^(^riftjteUeT, tt>eld^e jte eben^ 
aUiB nur für) ertpSl^nen, geben biefe fp&ter an. Sougarb @. 99 bemerft, ba^ er nir- 
genbd eine SBefd^reibung ber {^rud^t, bie er nur bem 9^amen nac^, aber getrennt Don ber 
Solmar oan uRond aufg&blt; ftnbe. (Sbenfo furj iü bi^ Colmar des Inralides im 
£onb. Katalog nur genannt. Utbrigend l^atte meine t)on $a^eleu belogene Colm. 
des Inv. mit ber nebenbei auc^ )>ou i^m erbaltenen unb au^ anbenofirt^ l^er mir 
)Hd^d<tnd^n^^ Colmar )»an 3Ron8 bie gleid^e Vegetation. — Vergl. über ^olmor )»an 
ayion« nod^ $)tttr. I, @. 767 (l^at fie nur nad^ ^iel) unb Oberbied @. 322. 

®eflalt: etrunb, mit Steigung. }iit jfegelform, oft flarl Bau^tQ; 
üBeil^aupt t>etdnbetl{^ ; wie f!e aitc^ JDecaiSne in 2 ganj t>er)d^iebenen 
gotmen, einmal fegelfötmig Idngli^, 3" Breit, 3Vi" lang, in bem an^ 
bem Ssetn^Iare faft runb unb ftart mtttelBau^ig , SVi^ Bteit unb 3^ 
^oc^ aBgeBilbet ^at. ^m SIBum von 93iDort erfi^etnt fie fafl einer 
S©interbe(^ant«Birne d^nlid^ unb iji 4" ^0(i^.unb Sy^** Breit, »eli^e, 
®ri^e fie nur am @paliere Bei und erlangen toirb. * 

ftelc^: meifl regelmäßig, furj^, florf- unb BraunBIdttrlg, fte^t in 
einer mel^r ober toeniger tiefen, oft mit einigen 93ru(en Bef e^ten, meifl 
toeitgefd^toeiften. ©enfung. * 

@tiel: ))erf(!^ieben lang, oft fel^r fur^, htd u. fleifc^ig, ^rün ober Uaun, in ^iem« 
Ii(^ tiefer, mit flarfen beulen befe^ter $9ble, oft bun!^ eine berfelben feitto&rt« gebrüdtt. 

Schale: grün, f^&ter etioad gelbtt(!^, anlegt bidioeilen citroneugelb, feiten fd^tctad^ 
gerbtbet, mit feinen braunen fünften, Bfterfl mit flarfen br&unli(^en 9{ofifIedfen unb 
um ^tl6) unb @tiel aucb gufammenbfingenb gelbbraun beroflet 

{^leifc^ totri, sientlid^ fein, boc^ trodten, nit^t faftreicb, abfnadCenb unb ni^t 
aufl50l.i(^, bo(^ gejudfert, aber n^enig getoürat &§nlid^ na6^ Qi)». im ®t\^mad einer 
unreifen 9{egeutin (Passe Colmar), nat§ ^ecai6ne an ben ber SÜ^Spfel e^nnemb. 

i^ernj^aud: mit nid^t }U flarfen Jt5m(§en umgeben, l^ol^Iad^ftg, i^ammem 
muf(!^eIfBrmtg mit braunen, ))oIIfommenen, giemlic^ breiten, mit einem fleineu $5dter 
au^eftatteten fernen. 

{Reife unb 9lu^ung: bie ^ruc^t reift im SBinter tom Januar an, fie I^SU 
ftd^ aber lange, fogar bid jum anberen ^af)xt, tx>ii^alh fie audB in Belgien »Ya 
deax anQ« genannt toirb. — 8lutb nat^ $)ccai«ne ip fie nur i^od^frud^t, jebod^ be= 
geid^net fie ^it. aU eine ber befferen unter ben il^m befonnten i^od^bimen. 

(Sigenfd^aften bed Saumed: 2)iefer ifi fel^r fr&ftig unb florfioüc^fig , t>er2 
langt )»iel 9iaum unb barf nur jlüd^tig befd^nitten .merben, tomn er nic^t fp&t erfl 
tragbar »erben foll. — $)lc ©Ifitter finb lanjettförmig, ijielc aud& eSi^tifd^* 
unb WngUc^ o»al, IV4* breit, 2 Vi" bi« fajl 3" lang, glatt, ganjranbig, nur ein= 
)elne terloren gefügt, ^ad^, nur et»a0 fid^elförmig ober an bet ©pi^e fpiralf9rmig 
gefrümmt, l^eUgrün. — ©lüt^enfnof ^en bauchig fegelfdrmig, ftum^)ff^)it, ^eff* 
braun mit ^unfelbraun. — Sommergioeige grünlii^ braun, mit r5fi^Iid^en ober 
toeifilic^en gJunften. 3. 



155 

No. 328. SifcMite hihi «e^eln. 5)iei i, i. 3.; 8uc. vi, i ».; gai^n m (yi) 3. 




iC^eimatl^ unb SBotlommen: S)er in SRe^eln 1847 Detflor^ 
bene äRajot (S^p'eren f)at fte um 1830 etjogen unb na<ä^ feiner ®attin 
3ofe})^ine Benannt. — Sic »irb in ben frmigfljtfd^en ©(j^riften ge^ 
loBt unb f(|eint nai^ grfii^ten , bic da) fLUi bem .^crrnl^qufer ©orH« 
mente in SSexlin mitnahm, ani) Bei nnjS gut )u tDerben^ n)enn fte auc^ 
in jenem füllen ©ommer 1860.ni(3^t bie an ij^r gerühmte (Söte t)oQ:? 
fommett erlangte. 

Siteratut unb ©tjnon^mc: Siöort« SUButn H, 6. 81: Josephine de 
Mftlines. — Asnal. de Pom. II, @. 8. 3n leiteten ifi fie t>on 9lo^(t ber$au))t« 
fac^e na4 ebenfo befd^ricben. @ie fei in tnelen ©tücfcn, au^ im ^aume unb feiner 
S^tborfeit bet 9hgentin S^nlt^, nttttetgto^, auf ^od^flamtn flein, birnförmig 
freifcIf5rTnt9 , nieijl ettoa« breiter tote "f^o^, gleif(§ rofenrotl^, fein, butterl^aft, ge* 
|Uifrrt unb ^arfümirt, »on einem an SÄofen unb ^^acint^en erinnemben ®eru(^, 
^omiar bi« SWatj reif. 3n beiben ffierf en ifl fte aiemUc^ alei<^ , f «elf ömig , nm 
bcn Sttläf ftaxl abgeplattet unb breit, 2ß/^" breit unb 8" ]^o(^ abgebtlbet — Wlan 
fiitbet HO« aibbilbung bn £iron, Deeoript 6. 10 Staf. ^ %\a, b, j^t erf(^eint l^i^r 
nte^r eitimb, nad^ bem ©tiele gu fcgelförmig, 21/2" breit, 8" f^o^, unb »irb be= 
f (^rieben M finn, gr^^er am @))aliere« auf SBilbling toit auf Duitte gebeil^enb. 



156 

(9^o4 Betoi^ iß ^tr Saum auf letzterer a^er f^toaditoiUtfla, aibt iebo(( fe^ fc^Sne 
8n4t.) — ^Cougarb ©. 69 »ic in ©t»>. — ©altet S. 36: gtttfdj Ia(!^«farbig, fdlmct 
}enb, faftreid^, au^gesetd^net ^arfümirt 

®e{lalt: fretfelfSrmtg, fafl runbltc^, bo(3^ l^o^ oBen unter beut 
StzlSft am Breiteten , ^icr a\i6) jlorf aBgcpIattet, naä^ benv ©ticie }u 
mel^T ober weniger fegelfirmig unb tt)ie auf bem i^oljfö^nitte oBen oft 
fe^r furj nnb flumpf jugefpifet, 2V«" Breit, 2—2*/«'' f)oäi (»ergl. oBen). 

Äel4- grauBraun, für jBldttrig , offen, in «emlid^ tiefer, j|ebo^ 
enger f^fiffelförmiger Sinfenfung, ol^ne SBeuIen, hoi) tritt eine unb-bie 
anbere @teDt beS iBauc^ed jtdrf er J)ttt>ox unb loerbirBt ^ie unb ba bie 
Äunbung, ' . 

(Stiel: ftarf, V lang, gelBBraun, ft^^t auf ber jhtmpfen @)>i^e 
»ie cingebrflrft, oft legt fi(ä^ einJ&dder an i^n an unb brftdt i^n fd^ief. 

@^ale: ^eQcitronen^elB mit grfinli^em @^immer, guioetfen an 
ber @onnenfeite f(!^tt)a(^ gerdtl^et, mit «fielen jiemlic^ flarten, fteOen^ 
tt)eife aBer feinen^ unbeut({(!^en fünften, ettoaS 9lo{tfh:eif^^en unb gu? 
fammen^dngenbem gelBBraunen %ofl um ftelcB unb ©tiel. 

$ I e i f d^ : gelBlid^ wei^^ um ba^ fterni^auS ^erum meift ettoad laifi^ 
forBig gerottet, fein, faftreicb, mx an ben .^erm^aufer griii^ten f^meU 
}enb, t)on toeinig^fufem, }m(P angenehmen, aBer nur f^toat^ gewürgten 
©efd^matf. 3n anberen Salären tritt »al^rf^irilic^ ba« ®ett>firj fi&rlex 
l^ecoor unb baS SIeifd) mag bann xoi>f^l aud^ billig Butterl^aft »erben. 

ftern^auS: nur mit feinen ftörnc^ea umgeBen, t)oQ^ ober l^o^U 
ad^fig, ftammem pgelf&rmig, .mit t>on(ommciitn f^toaTjBratmctt , mit 
einem fteinen ^bdtt oerfeBeneu Semen. 

SReife unb 9^u^ung: 2)ie Steife* erfolgt n»e angcgekn im 3an. unb %thx., 
oft fett ftd^ bie bcttit« reife gm^t <^Bet auc^ gan^ gut ibtd in hin Wpvl ^Uen unb 
feine Serberbni^ in befcrgen fein. — S)ie.{>emt^&ufer grämte tt>aren übrtgai« f<|oH 
im Sanuar ettoa.« geioeUt, toad in ber frühen ^nal^me, toie fie bie 3eit bet 9u6^ 
fleKung erforberte, feinett ©runb l^atte, b'o(!^ beutet bied toc^t immer barauf l^in, baf 
U gut ifi, fie mbgli((fl lange l^&ngen ^u laffen unb gcl^^ri^ ausgereift u>irb fie bann 
l^offentlid^ aüd^ Bei un« bie an il^r gerül^mte $ottrcffIi<|!eit erlangen. 

iSigenfd^aften bee Qaumed: ^erfelbe ifl nad^ Sioort f<l^)ta4li>ü<^ unb 
ni^t re^t in ^oc^fiamm geeignet, ^|t aber gut gu ^t^ramiben unb ©paliereiL — 
SHe SBlätter, )oeI<^e ic^ nur an einigen fcl^r jugenblid^n 9&um(^en, bie i^ 9M 
Btoeigen von $m. @artcnmei^r 8or<^er4> erlogen unb no^ einem 3^ergb&ttmd|cn 
ma 9(nger«, in biefem 3<i^re erfl empfangen, beoba^tcn fann, ftnb otal, oft etti^^ttf^ 
unb langettf6rmig, glatt, regelm&|tg feingeffigt. — SBioort bef(!^eibt fie ^nlic^ ^ 
flfin, qmI ober laniettfärmig, )ugefpi|t, feingefdgt, bie®Iüt]^enlnof|>ena[«oiMd, 
pumpffpi^, bunfelbraun mit®rau unb (S^toars f(^attirt, bie ©ommersiveige al« 
gYünbraun, an ber ©onnenfeite oiolettbraun, beren @nbf)?i4e fei oft eine 9[ütl^cn= 
fnof<>e. 3^ 



157 

Uo. 329. SBlom ht »ttte. t>u\ i (n) 2. 3.; guc«« vi, 1 (2) b.; gai^n m, 3. 




3lll|att» ke mittt ^tel (^an iDlpn«, Si^tJ^untb). *. San. u. gebt, 

i^eimat^ urib ^otfommen: ®ie tDurbC; tt)te Dan äRon^, l[>on 
veld^m fte SDiel erhielt, in feinem Kataloge 6. 89, unter 9h:. 679 
na^toetfl, oon einem ^rn. äSi^^umb (ober SBit^^umb) et}ogen. 5Diel 
\ifyciti n>te k>an äRpniS felbfl Jean Dewitte, er glaubt itioä), ber 3tame 
tnfiffe Se SSitte gefd^ridben toerben, unb Dan 3Ron£ ^abe fte ber 
Horticult Sod^t. aui) al* De Witte gefenbet; unb man finbct i^n 
je^t ou^ allgemein fo gefd^rieben. S)ie iffiibmung ifl fonad^ bem Be^ 
rui^Qtten; aBer unglüdlid^n ©ro^enfionär ton ^odanb tt)ib€rfa]^ren. 

Literatur unb ©^nont^ihe: 2)ieIJt St.O. VI, ^. 190: S^^ann t>tP 
iDitte. Jean I>ewitte; — 5Ditttt(^ I, 6. flft. — Siegel Stn». ©. 86. — Ober* 
bied @. 358, eni>3 fte felbfi auf ^o(!^Pantm tn guter £oge tBQia fc^utehenb unb 
xot^l]^mtd^, bejeid^net fie aU ft^ntiilb ber 9&inta''9^elii3 , bo(!^ f(^medfe fte ttJetn« 
ftrttoer unb reife f^&ter. (Sine Don D. $avttt>ifi erlittene Beurr^ de Malines (Der» 
{f^ben Don ber ftd^ten S$tntcmeU4) fei toal^d^cinUd^ mit ber S)e SBitte ibentife^. — 
34 (clbfi fa^ fie frfil^ Don Cbecbic(t dl^nlid^ ber benannten, M^ überieu^te 14 
mi^ burd^ bte gut audaebilbete« Don ^erm Br. fib)>er in SReubronbenburg erhaltene 
gfm^t, bie oben abgebilbet ifi , Don beren Serfd^iebenbeit. Sergl. 2)o(^nal^I 6. dt. 
— 9ia4 bem (Sataioge Don Sero^ fübrt fie l^ie unb ba bad ^^non. Beurr^ de 
Hemptienne. 



158 

t 

/ 

• ®eflalt: na^ SDlel etoaS \>ct6n\>ttliSf, a^e|fatnit>ft fielfelfjrmig, 
hoäf )Det(dngere {!(^ bie ftreifelf))t^e ju einet etmod I&ngl{(^en ^otm 
(unb Don einer fold^en Idngtid^en ^^t liegt aud^ eine S^i^^^ung t>on 
8uca« ou8 1858 i)or mir)/ Um benÄeld^ fei jle fd^Jn aBgerunbet unb 
StDor fo, ba| fte nod^ gut aufjte^en fjinne, nad^ bem Stiele gu ol^ne 
wa^re SinBiegung mit Ifir jerer ober längerer ®})i^e enbigenb ; 2 — 2V4^ 
Breit unb eBenfo ^o§^ feiten Bebeutenb Idnger. 

fte((^: fd^mat unb langgefpi^t ober auä) lurjBIdttrig, l^artfd^olig, 
gefd^loffen ober l^alBoffen, in enger unb }iemli(^ tiefer^ ober anä) kveiter 
unb fei(!^ter @enfung mit flad^en noc^ üBer bie ^ruc^t [li) ^ingie^enben 
Sr^aBen^eiten umgeBen* 

@tiel: jtarl unb ^oljig, naä) ber Sirne }u Peifij^ig, V lang, fte^t 
oBenauf; mie eingejledt, ober jiemlid^ k)ertteft }tt)if(^en iBeuIt^en. 

Schale: gtatt, l^eQgrfiu, fpdter ^eQgelB mit feinen Brdunli^en 
$unften^ bie ftd^ ju feinem gimmtfarBigen 9iojle ^dufen, ber Befonber^ 
um ftelc^ unb @Hel ft&rfer tjl, oft aBer aixS) bie Schale gang ober 
jteHentoeife iiBerjic^t; ol^ne alle SRCt^e. 

^leifij^: fe^r'fein'; geIBIt(i^n>ei^ ^ faftDoQ, na^ !Diel in n>armen 
Sauren 'fci^mergenb^ f onft öftere nur l^alBfc^metgenb , Don fe^r angeneh- 
mem^ frdftigen, getoürg^aften, gimmtartigen er^aBenen ®ef(!^ma(f. !Daä 
gteifc^ an meiner gnii^t auS bem 3a^rc 1859 war Butter^aft unb ic^ 
Bemerfte mir ben ©efc^mad al^ rec^t gut; gegutf ert unb gut gewürgt. ^ 

Jternl^au^: ifl nur burc^ fe^r feine jtörn^en angebeutet^ fcl^wat^ 
l^o^lac^fig, Kammern gtof, muf (i^elf örmig , mit pi^t gu oielen, großen, 
BreitgebritdCten, langgefpi^ten^ fi^wargBrounen, aniS) oBen ehoad gugefpi^« 
ten Sernen, beren $orm unb ®x6^t S)iel aU d^aratteriftifd^ ^etDor^eBt. 

SÄeifc unb Ulu^ung: bie gru^t reift im Sömiar unb gebruor unb WIt fi4 
gegen 3 SBo^en, au6 1859 »ar fte ben 9. 3an. iebo<!^ fd^on fäfl überreif. @te mu% 
iebod^ f^5t abgenommen unb lül^l «ertoal^rt toetben, fonfl votVtt fte, tt>ie ^id Be« 
merft, ber fie jn ben I. 9iang flellt unb rotl6^tn fte, gut audgegtitigt, aud^ Derbtentf 
obglei<l& fte bfter« ettoa« Hein bleibt. 

($tgenf(^afte)t bed IBaume«: S)erfelbe to^^ft ber 93ef(!^tetbung nat^ leB- 
l^ft;. mac^t ))iel ^cli, t|l fel^r frud^tte unb gebetl^t na<!^ Siegel ou^ auf Ouitte. — 
S)ie Stattet ftnb an einigen nod^ jugenbli(^en, au« Oberbie<Id 3^id^ ergogencn 
©Äumcjen mittelgroß, fafl Hein, iVa" Breit, 27*" lang, tr>al, cai^ öfter« elliptiW, 
mit aufgefegter, oft fel^r furger 6pt(e, glatt, fei^t, fein unb'fhtnU)f gefSgt, ((i^mad^ 
fd^tfffbrmig unb ettoa« loellenfbrmig, bunlelgrün unb gldngenb, reu^ geabert. Sbvd 
^at fte itemlid^ ebenfo bef(!§rieben. — 8ommerg)oeige bunfeloltDcngrün, an ber 
©onnenfeite \^toa^ gerottet, fel^r fein gelblidj punftirt. 2f. 




V 



llsctoc fitelonitan.- etooct (ef^ntn). *. min — 3unL 

$ciniat^ unb SBoitommeu: Sie tft ftn @4mlfng @f))eren8, 
bn Säaum trug jum erfiinmale 1646 unb uuibe bte %zai)t von ciium 
gittinbe be« bereit« «erftotBenen Sijie^et« na* bem Dr. ©tetonneau 
in XourS benannt. 3* eijog fie Beieftg fel&ß auä ben Don^atJeltu 
ei^dUenen 3iDci9tn/ no^m abei'jur abbilbung unb iBef(^tet&ung bie von 
^. Ober^tflei S^mibt mii geftnbete beffti aufisfäilbetc ^c^t. 

8ittiatur unb Sönon^iner Sioett M<^rirt P' »m 3IT6. n, ©. 15 at< 
Bemird Bretonnesn, in btn Annale« de Pom. Vn, @. 97 bagMCn aUDootenr 
Btetonnsan {mit Angabe, bog %(ibt ^it« fcitn), toril <t injtDtf<$at scfunbeti ju 
l^bm IjSrint, t«! fit ni^t «dit Cuttfrbivne i|i. — lougarb S. 81 ntnnt unltt 
ben iSnit^ttn, btt bit aBlnttTQpot^eltrbtrnt DttbtSnat bSttn, ntb«i Bw^aniotte do 
Pentecöte unb Beurrd de Kaue« ou^ Beurrd Brelonneau in^ @. 77 btjnAntt tl 
fit als rine «ctKmft grut^t — «oUtt ©. 4t 6((*rriW baS gJri(« al8 faft fein, 
bolbfi^niflintb, bUDriUn ^albbiüil^tft. DU gnu^t Dnlangt, um gut ju U)ttbtn,.ISnt' 
olUtcrun^unb [pile 6tntc nit^t gut aufgtrcift F'i bot Rln|(^ lorfartifl, «(ne SESv^ü 
a(|<^aJ. — Siton bllirol. Lyrte gyn, 6. 89 ,^aftT4mt!jmb"; in f. Detotlpt 
i 6. » laf. 6 gifl. 9 ^t fit bie gönn mit in Sic. atb. unb an<^ MtOeftf " 



160 

tft fo. 911 Bi^non, nennt et ipte DecoUne Galebaase dlüTcr» begei^net t$ ober M 
unaeeignet. — S)o4 gctb man % biefe^ au(^ auf bem S^oner (Songre^, too fte ent< 
^foolen tourbe, unb ed iDurbe bemerft, bie ^ru^t muffe, um lange b<tltbar pi fein, 
Knf. Oct. ge^flüdC t toerben, fpfiter geemtet, baute fte nut bU San. — ^ecaUne bitbete 
fte int III. ^anbe (fiief. 41) auf bet S^utc^fcbnitteaei^nung meinet t^igut oben ent- 
fpted^enb ab, etflStt fte abet na^ 6j5]^tiget Prüfung nut füt eine ^o$bttne. 

(Sefiall: iBi)>ott befd^teibt fte in beh SlnnoTen al6 Ifinglid^ eitunb, biftveiren 
freifelfbtmig. 3m W). l^at et fte fel^t Ifingüd^ na^ bem ©tiele ju, Z" bteit, 41/4" 
bo4, abgebilbet, in ben 9nnal. etf^eint fte meinet 3ei(3^nung oben &bnlid^, nut gtbfiet 
unb mit ettoa« ^nbiegung nad^ bem (Stiele gu, SVi'^ ^^cit, 41/4" bo(^ 

^eldb: an meinet ^tuc^t futg- unb fpi^bl&tttig , gtaubtaun, ^a(b offen, in 
giemlid^ tiefet unb enget, ettptt6 untegelmSfiget (Sinfenfung. 

Stiel: befonbetS bidP unb fiatf, na(b bet $itne lu f{eif(big unb gelb, fonfi 
btaun, fielet obenauf ettoad fti^ief neben $b<fetn. 

©d^ale: tixoM taub/ l^eQgtün, fp&tet golbgelb, an bet Sonnenfeite f^ioa<j^ ge^ 
tbtl^, mit fielen feinen btaungelben fünften unb ^etfptengtem ne^atttgen SRofie, be« 
fonbet6 gufammenbSngenb nut um ben iteld^. 

9teif(^: bef(btieben im Sllb. al6 fein, gelblic^ »eig, gatt, buttetl^aft, l^olb^ 
f(!^mel^enb, tt)einig füg, in ben ^nnal. blod aU l^albfd^melgenb, l^inteic^enb faftig, 
gegudPett, mit angeitel^mem, bo^ nic^t' fiatfen $atfüm; e6 fe^Ie ni^td ftU ettoo« 
mel^t Saft, um fie in ben I. SRang ju fieöcn. — 3^ bemetfte mit ba« 3leif<!| an 
bet gegen @nbe Slptil loetfuc^ten SBitne M fein, nid^t faftteic^, l^albf^melgenb, bo(b 
tttüoi 3&]^e (tote no(!^ nid^t gang teif), oon gutem, fc^toa(^ f&uetti(b fügen, autl^ 
giemlif!^ geioütjten ®ef(^ma<f. ^gogen n>at biefelbe in bem mannen Sommet 1859, 
abet fle xoax. bi9 ballet giemlid^ getoelft. 

^etnl^aud: mit feinen jtbtnd^en umgeben, ettoad ^oblail^ftg, Kammern flein, 
mit fc^toStjItcll gelben, meifl ooQfommenen 'Renten. 

Sf^eifeunbS^u^ung: bie ^tud^t aeitigt im äR&tg unb ^til, I5ft fi4 ftbet 
oielfacb bid Wtai unb '3un'i aufgeben. Setlangt nad^ $6io. fpSted $flü(fen. 3n ben 
Snnalen bemetft et, bag ftd^ SRel^tete unguftieben übet fte. geäugett I^Stten, bodl^ 
fomme %Vit€ auf ben Sobcn an. 3^^ laltem .tl^onigen )6obat toetbe fte nut eine 
gute, ein gan^e^ ^o:fyx bauetnbe ^oc^ftud^t, in matmetkt leidsten Soben bagegen 
eine gute \plkit ^felftud^t. X)ecai«ne etfifitt jebod^, bag bet S3oben bc« SDlhtfeumd 
ttotfen unb faübaltig fei — ioabtf<^einIi(b ift et abp: aOgu ttoden in ben testen 
Salden geioefen. ^ 3cbenfattd loitb bie iOitne bei und fein gtogee @lüd machen, 
unb nad^ bat bi« jet^t oon mit felbfl gebauten gtüd^ten batte ^ feine Hoffnung 
bo^u. £10^ »at bie Stu(!^t Sd^mibtd beffet imb to>ie oben gef^ilbett. 

@igenf(!^aften bed 93aatmed: )6ioott fcbilbett i^n att oonlRatutaud TfH^ta^ 
mibal, |iemli(b lebhaft unb fel^t ftud^tbat. 9ia^ 93aUet nimmt et jebe gotm an unb 
ifl mittelfttt<!^tbat, gebeil^t abet niibt gut auf Duitte. — a^ein ^obe^koeig toS^b^ äuget« 
otbentlid^ flatf, ^at abet bidl^et nut tt)enig gettagen. — S)ie SBI&ttet ftnb I&ngli^ et« 
tunb, oft fel^tlang au«gejogen, mit meifl au«laufenbet Spije, iVa— 1^4" ^^^^ ^t* ^V*' 
{ong, bidtoeilen otal nnb langettfbtmig, glatt, fein ober au^ gtbbet gef&gt, am 9tanbe 
mllenfBtmig, buitMgrün unb gl&njenb, teid^ geobett SBIatt^el oft fel^t long, bid 8 Vi"« 
bflnn, übet ftelf. — »füt]^cnfnof^)en futgfegelfbtmig, etioo« eitunb, fhmt^ f^>i^, 
fl^tt>at)btaun. -r- Sommetgtoeige gtünlli^ gelbgtan mit flatfen »at^igen o^- 



161 
No. 831. Stdvc 9m»\tt, Cid I, 3. 8.; Suc. Y, ] b.; Sftl^n n, 3. 




» • 



^eimatl^ unb 33^tfontmen: t>an 3)ton8 ersog fie au8 (Sa- 
men unb l^atte ben Sämling unter 3txo. 2664. IDex Säaum trug gum 
etßen SRale 1844. 91« Stuort bie üan aRon^'fc^e Saumf(i^ule 1845 
üBemommen ^atte^ benannte er bie @orte naä) bem S)octor ber äSebigin 
iBout)ier in 3oboigne, bem Steffen Don ©tmon SBouDier bafe(b^. 

fiiteratnr unb ©^non^tne: ^i)>ctt befd^rieb bie Sirne im 9(Ib. n, 6. 53 
ale Docteur Bouvier.— 55o^iia]^l im gü^rcr II, ©. 65 nannte pe 35out)ier« 
€<!^inal3birne. 9(u(^ tfi jte )9on $Bt\>ort eigcntU^ nur clU balbbutterig , l^alb:' 
Wweljenb beft^riebcn (ben ritbtigen ©inn beiber SBorte, wie fie oft in ben belgi^en 
XBerfen neben einanber gefleHt ober auf einanber fol^enb )>otfotnnten, n>ei^ id^ ni((t 
red^t )u beuten), aQetn na<^ ben bereit« oon mit ersogenen grrü((ten fle^t fie bo(^ 
ben Sutterbirmn nfiber aU ben ©d^malgbimen unb ic^ glaubte am beflen gu tl^un, 
fte unter ibtem urfpnlngli^cn Dfiamen aufäugfil^ten. — -•lougaif unb fiiron b'2litoIc« 
in Liste synon. l^aben fte -nur na(% ©iiport. fiiron b'2(iroIe« in f. Not. pom. I, 
B. 45 PlADohe 12 gig. 6 bilbete fte m^ bem Stiele lu etwa« me^r (ang unb fpi^, 
üU auf meiner 3<td^nung, nad^ ber i^m- t9on $i)>. gefenbetm gruc^t ab, 

(Seftalt: f6it>i>xt Bef treibt fie aU BiSweiten I&ngU^* Bi^ioetlen 
Bau^tg BtrnfSrmig, ftart aBne^menb nac^ bem @tiele-}u. (Sr Bilbete 
fie Don berfelBen ^orm, tote ic^ oBen, aB; tmr U)ie aQe feine ^rfi^te 

38ii{ltittef ^anbbiM^ bei OMUnnbc T. . II 



162^ 

»Ott wmt^xtex 9x6^t, 2W Breit, 3 Vi* lang, toic fu M mir an etecm 
freijlcl^cnben ißijraintbcnBaume nid^t »urbc. — 3^rc gorm faiin id^ aud^ 
nad^ meiner ^crmtafel ald bauchig Birnfjirmig Bejetd^nen; bie Bid {e^t wn 
mir geBaiften grud^te Ratten aQe biefe ®e{latt. 

fteld^: ^artfi^alig, • kornartig, furjBldttrig, oft Blattio«, offen, In 
fd^toad^er fd^üffelfdrmiger Sinfenlung, Btötoeilen mit ettoaS SBeuIen um^ 
geben. ^ 

Stiel: ^oljig, Btaun, Bi^ IV4" lang, o.Benauf toie etngebrüdtt, 
oft gefrilmmt unb fdBief jtel^enb. • 

@c^ale: ettoad {tarf, bod^ aBjlel^Bar, glatt; hellgrün, fpdter l^od^« 
citronengelB, ^ie unb ba mit grunlid^em Sd^immer, Bi^toei(en loie 1859* 
an ber ©onnenfette fd^ön, üxoa§ flammig, bod^ fanft gerCt^et, mit feinen 
Brdunlid^en fünften unb 3erf)>rengtem 9lofte, BefonberS um ben ßel(^. 

S letf d^: 9elBlid^u>ei^, fein, faftig, jiemlii^ Butter^aft, Don red^t ans 
genehmem getofirj^aften , burd^ fd^toad^e ©dure ge^oBenen BucEerge^ 
fd^madt, audb nit^t ol^ne ®ett)fir}, voit bte^ (mit 9[u§na^e bed oon il^m 
al8 ^alBfc^meljenb, u. f. no. Bcjeid^nctcn ^leifc^cS) ®lt)ort eBenfo angiBt 

ftern^aud: mit iiemlic^ melen, bod^ nid^t ju großen iförnd^en 
umgeBen, ettt>a8 ^ol^lac^ftg, ^dd^er gro^, eirunb, jugefpi^t, mit fd^mdd^^ 
tigen, fe^r langgefpijjten, oft tauBen, fc^u>ar)Braunen Sternen. 

SReife unb Siu^ung: Xie 8lcife erfolgt im geBruar imb^drj 
unb meine ^rud^te au^ bem toarmeu Sommer ,1859 hielten fld^ rec^t 
gut Ui haffiix, o^ne ju toelfeu. 9lu^ bem naffalten ^a^re 1860 toelt^ 
ten fte iebod^ jiemltd^ ftart, würben erft Bi^ a^nril geniepBar unb toaren 
nur ^alBfdBmel jenb , bod^ war ber ®ef^madF beffenungeac^tet nod^ on^ 
genel^m. 3d^ fKmntc beÄl^alB a3ii)ort Bei, weither fte M eine rei^t 
Brauc^Bixre, gute ®intertafelfrud^t fafl I. SJauije^ BejcidBnit, nur,»irb 
man too^lt^un, bem 93aume einen möglic^ft guten ®tanb ju geBen. 

@igenf(^aften bed SBaumejS: ^erfelbe toliä^ft leblftaft, trctM feine %cfle in 
"fel^ fpijjcn SBinfeln, unb gibt auf feilbUng ft^bne ?ß^ramibcn, bie aber ein etoa« 
tt)ilbed äbtdfei^eh baben, inbem fie mit langen unb f(b<ttfen j^omen am Jungen $o()e 
befe^t fmb. — S)ie ^Uttet fxnb langlicb eirunb mit auSlaufenber e)}i^e, bi«« 
»eilen aucb-otjol unb eni^)tlf<]^, iVt— 1%" ^rett, at/,— 3" lang, bie am @runbe bcr 
€emmerg»eige fieberen SBIStter. aucb Wnger, glatt, regclmfitig jtemli(b fcb<u^f 9^dgt 
(nad) bem stiele ju feiner unb fei<bter aU auf obigem ^olgf(bnitte), fladb ober ettoo« 
f^ifffBrmig, bunfelgrün uttb gidnaenb, )iemlt(b flarf unb ^etf. ^lattfiiel bi<f, {lorf, 
bU iVs'' laug, gerabeau«fiebenb, bie grb^ten Slfitter iebo(b am Stiele bdngenb nnb mit 
ibuir tote e« lu(b Sioort f<^ilbert, einen recbten S&inTelbilbenb. --16 lütbenfnof pen 
eirunb, ßum^ffpi^, bunlelbraun. — 6ommeriU}eige rStblifb olii»engtiin, auf bei 
©onnenfeitc ftarf braunrotb, b»^ nnb ba f^mu^igWeil punf tirt 3. 



168 



No. 332. BiM^ixm. «>iel lU, S. 3.; Sato« XI, 1 a,; ^al^tl U, 3. 




^eimatB unb SSoxtommen: (Sine alte fTan}5flf(^e 99irne, tDe^e 
Mn ^an(te{(9 au^ fd^on feit {attger 3^U au^ md) 2)eittf(^Ianb Det« 
Breitet jfDorben ifl. 



164 

fittcratur uitb 6l>non^inc ©»Isomer Bt^reifit fi« T. II, 0. 236 O. «. 
unter htm Slamen Treaor ober Amour, gibt aber feine Äbbilbunfl. — - SWa^er in 
ber PiRD. frano. bilbet fte Tab. GYIII, rec^t gut ab unb bef(^reibt fte S^eit lU, 
©. 318. 5DieI l^ot pe unter ben S'^amcn Xrefors, ©c^a^s ober 8iebe«birne V, 
e. 187 unb l^iemaeb finbet pe ftt^ bei ^Dtttrid^ I, 9h. ti82 unb mehreren Zubern. 
Sleifettc Im manuel p. 428 Jlt, 121 unter bem Dramen Tresor, d'Amoor, unb im 
Bon jardinier 1856 I, p. 352 unter gTeid^ IRamen. — S)er Sonboner <Sata(oa'l842 
^at Pe IRr. 415 unter bemfelben Dramen unb begeic^net pe ald brüd^igt j^o^btme. 
— @onp Pnbc i^ lle nid^t. 

O^ePalt: tlnfere 9[bbitbung aeigt bie audgeset<l^nete (Btl^t (4'' Qreite unb 51/4" 
^bl^e) unb $orm ber Snu^t. # 

Sttl^^: nein unb hirg, Peif in bie ^5l^e Pel^enb, grünli^ unb offen, fielet in 
einer ^iemlid^ tiefen fc^üpelfbrmigen Vertiefung, ))on ber einigt ^labenl^dten auslaufen. 

©tiel: furg unb Par!, siemltd^ l^eQbraun, an ber Sru(bt «tn^ae Derbt<ft. 5Dic 
Stieluertiefung ip giemlit^ eng, aber ni(^t tief. 

©d^ale: Parf, tro<fen, n>enig raul^, bei t)oIIfommen erlangter Steife f<l^on gelb, 
mit )>ielen braunen fünften unb befonberö am @tiel unb ^eld^ mit einigen ber^ 
gleid^en 9toPpcdtcn unb Slioppguren )>erfel^en, oudb bemerft man l^ie unb ba auf ber 
gruc^t pa(^e beuTenartige ^b<^^enbeiten. 

^ernl^aud: ip bur^ ^brn(!ben fe^r beutti^ begeid^net. ^ie Kammern pnb 
fel^r lange, bie -^eme aber meip pa^. 5Die Slcbfe ip DoQ. 

$$Ieif(!^: giemlic^ feP, brüchig, ))ieQei(^t in re^t günPigen 3<^]^^en unb Sagen 
p(!^ im J^auen aufibfenb, tote S)iel angibt, \>on etloa^ (naä) S)iel rofenartig) fu|= 
Ii(bem ®ef(!bma<f, aber nid^t getoürgt. — ^loifette fagt a. a. O. mit jartem, füfien, 
idoc^t tt)o^lftbmedfenben S^^ifc^ unb ber Bon jardinier a. a. O. : SUifd^ brüchig, fü|. 

9ieifc unb ^^u^ung: bie griicibt geitigt im S^egember unb l^ält p<!b, gut auf= 
• betoal^rt, biö in« grübjabr. * S)ürfte loo^l nur aU SBirt^d^aft^frudbi *II- IRanged 
geUen fbnnen. ^a^ meinem ÜDafürl^alten iP pe eigentlich nur aU groge ©^au= 
fruc^t 2U empfel^Ien. 

93a um: 9la^ $)i.e( loficibP ber SBaum.parf unb tt)irb erP fp5t frud^tbar. 3n 
l^iepgen ®5rten, loo ic^ pe gefeiten, trug pe felbp auf ^ocbpamm balb, bürfte aber, 
f^on ber SEßinbe toegcn, ^od)Pfimmig nic^t ju em^f eitlen fein. ü. S?lot Ott). 

^err ^npgSrtner ÜJlaibier in S)rc«bcn toar fo geffittig, mir 3*"9« ^ i^at= 
bimc, iDie er pe mit $m. )f. ^fotoiD übercin b<tben n>erbe, gu fenben. SBon ben im 
erPen Sommer au«g|^iebenen SHttern bilbete i(!b bie fcbonpen oben neben ber 
gfrud^t ab, n^onat^ i^ bereu ^J-orm at« eirunb mit Slnfa^ gum (SOiptifc^en merbe 
begeid^nen fbnnen. ©onP pnb pe glatt, gle^tUcb f(b<ttf unb grobgefä'gt, ettt>ad fti^iff- 
fbrmig unb am Staube n>e(leuförmig , Parf geabert. ®egen S)iel9 Sefd^reibung 
meid^en pe nur in fo ferne l^^u^tffid^Ud) ab, aU tiefer bad S9tatt ald gangranbig 
f(^i(bert, toie e« p(^ t)ie0ei(!^t am jtragl^olge gePatten fann. — S^benfaUiS ^at ^ecaienc 
obige ^Tüö^t aU Poire d*Aach (Bonchretien d'Aach, mit ben ©l^non, Bonchretien 
Türe unb Belle Bessa) in 54. ßieferung (V. ©anb) abgcbilbet unb befd^ieben. (5r 
f<!bitbert biefelbe gang übercinpimmenb mit $m. ton ^lototo unb toeip nad^, bai 
Sloifette unb $oitean bie d'Auch unter bem Dramen Poire d'Amour abgebilbet l^aben. 
$e(onberd geigen au(^ bie oon S)e€aidne abgebilbeten SBIStter mit beneu ber Obigen 
UebereinPimmung. * •' Sä&H. 



Nn. 333. Sic ClIVUlUcK. X)itl u, a. ».; Ehc. V, 2 b.; Sa^n 111,3. 




Sit CiiloiUbirn. ^iti ican monS). • 



gttr. u. 9R5rj, 6iattt«m frfl^fr. 



^eimatl) iinb ^orloiniiien: iCiel ei^ielt fie M Panfum 
Calville von Dan 3)ionä, bei fie mal^il^einttd) eijogen iat, itnb ud^Ite 
fcafüT ttn D^gtn, i^m |el&jt »o^ jutibeutig ft^einenben dtomen, ba 
w^t baS S^eif^ ben ^itn&teTaittgtii ®ef(^maA unb @nui) bei ßalviQ: 
5)>f et f)at, iioc^ aui^ bie $orm bfi «^tui^t eine £e[|uli<^Fett mit ben IeJ|: 
-tcin bittet, ^oi^ \)at »an Wong eieUet^t bie giofen gd^er be8 
'flern^dufeä Doi SluQcit gehabt unb feine i^^antafie ^at i^m bann 
nc^f an^ eine» befonbein ©erud} obet ®e[i^mad,' btn ei ben SalbiUen 
berglid^, an bei iBicne »abrnt^men laffen. 

fiiltrotitt unb e^nongmc: IDitl DI. Ä,D. IIJ, ®. 136. — »ittr. I, «. 
"M, — Cbtrb. ©. 316. ec^tcKi ifl totuig mil bti gnidit jiifrifbm. au<^ lonnlt 
ii^ jdll^ mii% ttlbp amifl lobnib üb« bie aud SiMtlB Ktifmi ttiogtnen grüi^te 
iu^etn, ba iil) fii an (intm fTcirn Slanbboumt nur finn unb mtt Obtib. au^ ab' 
tnaJtnb unb obnt SGoblgtft^matt ei6iett, allein ^crt a)!£b,=JRotb Dr. Eostr in 91tiit 
tronbeftbutg lanbte mir im Berigen ^"bjle bi( Sufiettii^ ganj fifinlit^e unb bemnac^ 
Titbtigc t^4t ^cn btflner OualllSI, jtbcnfaQE Von tintm @patinbaum ouS guter 
£afl(, Joie fle oben obgebilbct ip, übet »ttttt »4 ju I>i(U ©ef^reibuiig einigt St» 
mttfiingtn nnflie{tnt lafTnt tann. , 



166 _ 

<S(e^alt: $)iel Bef^^dM fte M hiitbau^x^, l^od^ au^el^ettb, um ben ßcl4 
^IBhigelfBnnig; na^ metner gfotmentafel toerbe id^ fte at6 eirunb, um ben itdd^ 
ehoad freifelförmig gu Begeid^nen l^aBen. 9^ad^ bem @tiele gu ma(!^t fie meifi nur 
auf einer ©eite eine (Sinbiegung unb cnbigt mit einer 'fegelfBrmtgen S^t^e. @te ifi- 
mittelgrog, 21/4—21/2" breit unb bi« 23/4" ]^o*. 

Äel(5: furjMfittrig, l^ortf^^iUg, offen, oft jiemTie^ flad^ flel^enb, juioetlcn mit 
einigen, au^ ettoad über bie 3ru(!^t l^inlaufenben iBeuI(^en umgeben. 

©ticl: l^oljig, flarf, braun, 11/4'' lang, obenauf »ie eingeflecft, mcift ober fett:: 
to&rt« neben einem ^bdPer ft^ief Qe^enb* 

@^ale: toie ettoa« rau^, oud^ bi(f, gut abgie^bar, beHgrün, \pkttt fd^bncitro« 
nengeft. mit fe^r feinen, bo^ fieQeuiDeife aucb flMeren bräunlid^en ^nf ten unb 
neuartigem ober aucb ttur t>erIorm ängefprengtem 9tofie, ber um Me Stiel« unb ^t\^ 
loblbung gufammenb&ngenb tvirb, l^te unb ba au^ an ber Sonnenfeite etioa« etb^ 
artiger mi^t. 

3Ieif(b: gelbli(^n>eig, fein, faft)>oU, mar!t(!^t, fd^melgenb, ton einem erquidfen« 
ben, angenel^men, fein koetnf&uerlic^en, mudfatellerartigen BudCergefd^mad, 5Diel. 9n 
hm )>on. mir gefofieten ^rild^ten mt ed l^albfcbmelgeitb, raufd^enb unb ben @ef(bma(f 
bemerfte iä^ mir aU füg, f^toacj^ gtmmtartig getvürgt, giemlid^ gut, bo^ feine0= 
»eg« ergaben. 

^ernl^au^: an ftd^ nid^t gu gro^, fonbem t)er^&Itnigih5^ig, Me ^fic^er ftnb 
aber febr gro6, eirunb sugef^i^t, je nac^bem ber Sd^nitt gefül^rt loirb, bal^ fa^ 
beutet, balb flügel«, balb Ifingticb-mufcbelförmtg. i)ie ^eme ftnb )iem(i<b a<il^lrei(b 
t>orl^anben, braunfd^koarg, gro^, l&ngUcb, mit f(btva<bem ^bcferanfa^e, oft aber um^oll: 
!ommen unb taub, ^it ^(bfe ifi )>o0. ^u^ 5DieI beftbreibt ba6 ^entl^au« (toorun^ 
ter er nicbt ben fingeren Umfreid, fonbem bie S&(ber unb ^(bfe oerfiebt), aH grog 
unb gefcbloffeij. 

Sfieife unb S^u^ung: ^te ^Jru^t gettigt nacb ^tel im i^ebr. unb aR&rg, b^It 
4 SSod^en, bann fault Tte unb fo i?erbietten ftd^ au(b bie t)on ^erm Dr. Sbper 
erl^alttnen gÄlcbte. S5Uc id^ fte friH^er felbp ergog unb öon ^tn. Oberbtedf unb 
$)onauer fal^, geitigte jte im iWoipembcr unb pafprtc getoBl^uTi^ balb unb ber ®e= 
f(bma<t bot nt(bt4 Sngenebmed. (SbenfoI(ben fabe::füfien ©efd^madt geigten auö ^ertn= 
baufen I86I erl^altene grüd^te, toeld^e erfl Anfang gebr. gentegbar tourbien; fttu| 
Oberb. bemerft, bag fte be^ ibm aucb in guten S^b^^^ ni^^ einmal b^^bfcbmelgeiü^ 
unb fel^r fd^Ied&t geioefen fei unb, ba fte au(b M ^öd^birne tt^enig tauge, für und 
nidjt paffe. 5Die ©orte »iH beöbölb, um braud^bar gu loerbeit, einen befonbcr« gfin^^ 
fügen Staub. Scbtoerli^ t)erbient fte bei und ben ibr tt)egen f)>$terer 9teife guge- 
tbetlten I. Äang. 

@igenfd^a.ften be6 ^aumed: S)tefer toSdftfl lebbaft, gebt fafl {»^Tamibal in 
bie 2uft, l^at nad^ 2)iel in ber Selaubung etioad ^ebnlid^cd mit bem ber B. blaAc 
(bo^ ifi bie Plattform anberd) unb »irb früb unb balb frucbtbar. — $)ie SBUtter, 
aud^ xoit id^ bie Sorte Don Dr. Sbper bereite beft^e, ftnb ooal, turggugefpi^t, IV«^ 
breit, biö 1*1/2" lang , eingelnc Wnger gefeiten a^dj cfliptifd^, glatt, feingeffigt — 
S.lütl^enfnofpcn g. g, flcin, furgfcgelfbrmig, ettoaS flumpf gcfpitjt, bunfelbraun. 
— Soijtmergtoeige gjünlid^ gelbbraun, mit feinen* gelbtocigcn fünften. 

3- 



®tel II, a. 3.; £uc. VI, »*,; 3«^n VI, 8. 




Äif tttlMmaH». Ei(t (»an SKon«). * f ot« 1 1- S^r- a«B«:i- 

J^etmat^ unb SSoiIomtnen: Üffiurbt «jodtn »on Qtrm wm 
SRon«, in teJTfn 6atal. @er. 2, 9^. 542 (ie fi* ftnbet uub fom »on 
BOH 5ffion« an 5DieI, »on b«m i^ fl* er^UIt. 3fl ^S^ft ttenig Belannt, 
im ©fltistn au(^ »o^l entSt^rli^ »ieftjo^I iicc^ weitet imitr[u^t roeiben 
mng, o( fl' nii^t «i"* f'^^ braiK^baie fto(^6inie füi ben Sinter ift, 
ba bet Saum bur(^ gru^tbarteit ft(^ aiiSjeit^iiet. 

fiiKtatur unb Sfinon^mc Hid: 'Jltue ÄttnofcW- Ill> ®. 275. ©on(l 
flnbe ii^.Pf nirgtiiba uitb tommt (i( au4 in tdgifi^tn Cotalcgtn nidit cor. 

®e(lalt: 23i(I rechnet fic pajiciib ju bei Si^iÜ' t" spometanjenj 
itrnen unb ip fie jiemUi^ heifelf^rmig. 'Ber fflaui^ fijt jiatf naö) bera 
Rel^e ^in, um ben fte p^ fla^runb wölbt unb gut auffielt. SRat^ bem 
©title ma^t fit mit ei^aienen Linien eine bide, ttaai abgeflumtjfte 
Sylte. T>it ©tftfee gibt Diel ju 2" ©teltf unb jgiö^e an, anb ttor 
IM in bet S^at in bem bütten unb aarmen ©ommet 1859 an unbe* 



168 

« 

fd^nittener junget $9iam{be in ^erm^aufen faum gtöf et. 3<^ f^attt 
f!e oBet felbjl am fßtobeimeige auf $0(!^{lamm in SSienButg mel^tmalS 
t>on oBigei ®r(pe unb in bem umarmen ^df^xt 1846 untet me^teten 
^ä^inm grofcn Ss^^Plö^«« «ine gtuc^t öon 3'' Stcfte unb ^if)\ 

Sttlä): f (^malbldtttig ; meit offen, liegt fletnfötmig auf unb fi^t 
in get&umtget, nic^t tiefet^ eBenct ®enfung. Suc^ üBet bie %xviä)t 
laufen feine Stl^aBen^eiten l^in. 

©tiel: naii^ SDicl bönn, l^uTjig, IV2" lang; »ie ic^ bie ^x&äftt 
f)at^^, toat et Jebo^ 1" lang, jlatf, an bet Safi« meinen« etwa« flei« 
fd^ig unb ft^t in Heinet ®tuBe obet n>ie eingefledft, 

©d^ale: giemlit^ fein, glatt, mit nut leichten ätoftanflugen, ))om 
S&arnit \Siin ^eDgtfin, im SBintet in bet Steife gelB. SSon Stetige tfl 
nad^ jDiel feine ©put, t)on bet id^ jeboci^ ^meimal einen }iemltd^ ftatlen, 
in bet Strife fafl tofentot^en Anflug fanb, lod^tenb in anbetn Saluten 
ÄJti^e fel^lte. fünfte meip fein, ttjenig bemetfBat. ®ctu(^ fe^lt 

S)ad Sleifc^ ifl n>eig, nad^ £)iel nm» Sent^auS etu>aS fteinigt, 
noaS xä) Bei ben gtiS^eten gtüd^ten in SlienButg nic^t fanb, beten gleifd^ 
fel^t fein tt>at. 2)iel Bejei(!^net ba^ S^^if^^ ^^^ ^alBf(^mel}enb (iä^ fanb eS 
nut mfitBe), fafttooH, t)ou angenel^mem ftatf alantattigen 3u(Jergcjc^marf* 

5Da8 Äetni^auä l^at nut fleine ^ol^le Äc^fe, bie mufc^elfßtmigeu 
ftammetn enthalten nut »enige fcf^todtjlid^e Äctiie. 

9leife unb Slu^uug: jeitigt nad^ !X>iel im ^ebt. unb 3)^ätj unb 
^dlt [xS) Bi^ in ben SSptil. 3n bem »atmen ^al^te 1846 wutben meine 
am 20. Oct. geBto^cnen gtftc^tc fd^on (Snbc SDejemBet gelb. 

35et ©aum »dd^ji nid^t flatf, tt)ie !DicI »etmut^ct unb [x^ in 
$ettnT^aufeu Beftdtigt, BelauBt fid^ gut, fefet Balb grui^t^olj an unb 
toltb ftül^ ftuc^tbat. ©ommctttieBe mittelflatf, ol^ne SQBoHe unb ©ilBet^ 
^dutd^en, Btaunröt^lid) , an bet Sd^attenfeitc mel;t fc^mu^ig lebetgclB, 
nad^ jDielja^lteic^ unb flatf punftitt, todl^tcnb id^ bie Sßunftc uid^t in 
bie Äugen fallenb fanb. ©latt Hein, tinnenfotnjig , mit bet ©pi^e 
ifidtodtt^ gebogen, gldujenb, dliptifc^, mit langet au^Iaufenbet ©pi^c^ 
am Sfanbe mit fielen feineu fpi^en ©dgejd^nen Befefet. SfftctBldttcr 
Hein, o^et fel^lenb. Slatt bet gtuc^taugen lanjettfötmig. Äugen jiatf 
Jegelfötmig, f»ift, ehoa^ aBflel^enb, ft^en auf flatf »otfie^cnben, ge- 
tipi)ten 3;tdgetn. OBetbiect. 



169 



No. 335. aie nvu Hextrier. ©iel ii, 2. 3.; £uc. v, 2 b.; Sai^n U, a. 




•« Kme ißOltllter. »ou^jicr? (».HÄoh«) faum*, meipK. fürgan.— gebr., fetten 1^). 



^etmrttl^ unb JBoxfommcn: ®ie toixb Bi8 jcfit nur in ßata^ 
Ii>flcn aufgejdl^It uub '}tt)aT aK Nouveau Simon Bouvier ntitbcm 
Swfa^e.Dan -aSonS, toona(^ fic aI[o toou Scj^tcrcm etjogcn ttjurbc. !3(i^ 
erhielt bic 3tt>ei8^ ^^» ^b. S^apelcu in SlBettercn unb erjog an einem 
frei^e^enben Sß^^romibBaume Jfterä fc^on grücfete, welche bic obige goxm 
unb ®Tö^e Ratten wnb fiA tt)ie unten folgt oer^ielteu. 

giteratur unb ©^noni)me: 3n ^ap^Ieu« 95erjei^m6 ijl bie §ru(^t aU 
»trfaiberlic^, f^melgenb, grog, im gebr. unb m&xi reifcnb, bcr SBaum M fel^r frud^ts 
bar Bejei^net. — 3amin unb ©uranb in ^ari« geben fie aU fc^meljenb, II. Dual., 
mitttlgrpj, im aßärj unb Sr^ril reifenb, auf uuterfler »iangfhife ftcl^enb, an. — 3« 
-x>on SBicbenfelb $bb. I, ©. 116 i|l fte al« groi Deränberli<%, Wmelgenb, bo(6ienati& 
«oben' unb Sage balb L, balb n., balb III. »lange« erto&^nt. — Sougarb &. 76 
f «Gilbert lie nad^ bem ^atal. \)on de Bavay al« fcSmelienb , . bod^ f el^r »ec^felnb 
(changMiii) oon II. ober m. Qual. Bit l^abe »icl ))erf)}rod^en, bod^ »enig 



170 
• 

betoic-fen, ft< f ei aber »on langer Stauer. — afii^er betCMgen unb bem bereit« im 
<>.ttnbbu<l^ II. bef(i§ricbenen SBürgermeiftcr ©ouöier unb bem Slnbenfen an ©oii»tcr gibt 
cö immer no(5 eine Simon Boavier, eine Bouvier d'autonme, eine Bouvier de Prin- 
temps (i{l ))ieUei4t bie t)orIiegenbe) unb eine Docteur BouTicr, n^elc^e leitete im 
^anbbud^ V, @« 161 boraudge^enb betrieben »urbe. 

(Sejlalt: Bitnförmigsfcgelfönnig, in einzelnen grftc^ten au(j^ rein 
fegelfÄrniig, in bcr 9Äc]^Tja^l jeboc^ um fccn Äcicfe fanft abgcrunbct, fo 
bap fic nli)t gut aufjlc^t. 9ia(% bem ©ticle ju'ma^t fic mctjl eine Heine 
©inbiegung unb enbigt me^t ober weniger abgejlumpft ]>i^. 2—274" 
breit unb Bi6 SV«" ^oc^, ifter« aber auc^ niebriger. 

Äeld^: l^artfd^alig, offen, aufrecht, oft ettoaä t)orgef(!^oBen, obenauf, 
ni(i^t eingefcnft Pe^enb. 

Stiel: fe^r jlarf, meijl furj, l^oljig, nä(!^ ber SBirne ju bigtocilen 
ßeifd^ig in Keiner ißertiefung. 

®(^ale: ftatt, naä) im ©trete }u glatt unb gelbli(i^grän ; fm 
bräunltci^ ))unftiTt unb ))orfiberge^eub beroflet, waä) ber field^iDölbung 
l^in ieboc^ fel^r ffl^Ibar rau^ unb bitf berojiet, iod) fo, bap fidb ber 
Äojl fajl jlet« unterhalb bcr aSBöIbung regelmäßig .abgrcnjt unb nur 
bie Äel^fiadjc betft. . 

Sleifc!^: gelblic^toeiB/ et)oa6 !ömig (l^albfein), rauf^enb, famn )^aIbf(J^melgenb, 
faftig, {fi^r unb eigentl^ümHd^ getDÜrst, ol^ne )t)ob(f(^mc(Ienb gu fein. 

^ ernb au^: fielet ^o^ oben unter bem ^eld^e, ed neigtet fid^ jebocb in feiner 
gorm nac^ ber ©reite ber 93ime, fo ba| e« X)qm Ärcifclförmigen in« 99reitrunbe über^ 
gel^t (Sd ip nic^t mit 3U X|ieten unb ju großen ^om(^en umgeben, l^at nur gmoet^ 
len eine l^ol^le ^<i^fe, bie Kammern ftnb mufc^elfbrmtg, je na(^ ber Sänge ber Sime 
Ifinglid^ ober fürger gebaut, ^erne einmb, ^ugefipi^t, l^ellbraun; meifl t>o!Ifommcn. 

D^eifennb^iu^ung: bie JReifc toiÄ na^ Obigem für gebr. bi« a^jril ans 
gegeben, boc!^ n)urben ))iele ber ))on mir erlogenen $rü(^te felbfi au4 ben tt>armen 
Sommctn 1857—59 btd gebruar f(^on fauipecfig, aber auc^ bie ft^ I&ngec %CiU 
tenben tourben nici^t fd^mel^enber, fonbem toertrodneteir nat^ unb nac^, inbem fte 
unter ber <S^aIe fu^ br&unU(b f&rbtm. <5ie n>urben nic^t teig obertoeid^, n>et( 
bie j)ar{e ©^ale ba« gleifcb aufammcnl^dlt. SßieHeicbt »irb bie grud^t an einer SSanb 
no(b brau^barer unb beffer; )oie ici^ fte jeitl^er ergog , möchte fte au^ Pl9 ^oc^birne 
nid^t »ol^I gu brauchen fein. @benfo urtbeilt Dberbiedf über fte. 

©igenfd^aften be« SBaume«: berfetbe betoetfl fic^ bier flar!n?fi<!b|tg unb 
ftü^tbar. ©ein SS>u(bd ifi f^bn ))^ramibaT. — 2)ie 931&tter ftnb eirunbi mit 
%nfa^ gum SBreiteQi^tifd^en, l&nger ober fürser aiüSlaufenb augefpi^t, t)iele finb oi»aI, 
bie längfJgeflielten breitetti^jtifc^, 13/^" breit, 2 bi« 23/^" lang, oberl^atb unbeutli^f 
unterl^alb beutlii!^ tooUig, gangranbig ober nur in ber oorberen ^Slfte fein gef&gt, 
nul^rentl^eil« fia^f, bodl ettoa« meUenf bvmig , bie ©pi^e feitmärtd ober nati^ obeit ge« 
brel^t, ni(^t fel^r bunCelgrün unb glfinjenb, bi<f unb peif, auf ber Oberfl&(!be etn>a9 
unÄen. ©lattfliel bi«n?«ilen 272" lang. — ©Ifit^enfnofpen bid unb furjfeget 
fbnni^, ^tg3ugef))it^t, bunMbraun. — ©ommeratoeige bunfelotitoengrün, an ber 
e»nnenfeite lebl^aft braungerbtl^et, f^mu^iggelb punftirt. 3. 



171 



No. 836. mt CNtrttL t>xtl in, ä 3.; 8u€. XI, i a.; Sa^n n, 3. 




3We Clie^Ptul. 5)lel. tt. K. ©intet M« »rül^jal^T. 






^eimatl^ unb äSorfornmen: ®on im Jardin des Flantes 
in $art^ aud tarnen entflanben fein; würbe bem Benil^mteu ®rafen 
C^avtol gekDibmet. 

Sltctatur unb ©^non^ine: 3)iel 9t, St.O. HI, 6. 322. k)ittr.I.eb. Sühr. 
286. — 5Do<^nal^l ^at fie e]i<n>tal« 2ft)ot^efcr]&irne flenaimt. SDeffen gurret U, ©. 176. 

@eftalt: fie d^nelt in ifirer ^orm balb einer ßolmar, 6alb einer 
g^anmontel, ijl 2*/«" Breit nnb gewö^nlid^ einen ä^ü langer, alfo 
oft langer, afö auf oBigem Umriffe. 2)er Sau^ p^t Vs ber Snic^tldnje 
nad^ bem ftelc^e in, wo^in fte ftc^ fo aBrnnbet, ba^ fie gut* auf jlel^en fann. 

ftelc^: langgefpi^t, ^alB offen, in einer etwa6 tiefen, mit Bretten 
(Sr^aBen^eiten umgeBenen Siufenhthg. 

©ticl: ftatf, V^—V lang,* tritt an« ber ftegelfpifie mit gleifd^' 
umgeben ]^er))or. 



172 
\ — 

<S(i^ale: l^eDgtün, tau^ anjuful^Ien, florf Betoflet; nnr fe^t feiten 
etoa^ erbattig gerottet; manchmal fein )>nn{tirt. 

SUifd^: matttDeil, nic^t jleinig^ feft, ablnatfenb, ettoaS pIfiSr 
k)on einem {immtartigen ©efci^made. « 

ftern^au^: grof, mit langen Kammern unb tUn beigletc^ev 
fd^tt)ar}6raunen Kernen, rodä^t leitete auc^ am Kopfe eine ©pt^e l^aBen. 

Steife unb 92u^ung: !£)ie $$ru(!^t jeiti^t im SBintet unb ^alt 
{uf| bid in^ gru^ja^r. 2;ft nur aB ftoc^birne ju Benu^en. 

ßigcnfd^aften be« Saumeä: berfelBe »dc^^ fel^r lefc^aft, feftt 
k)iel S^uc^t^ol} an unb tt)irb balb x^ä)t tragbar. S)ie 93Iätter finb ber 
93ef^reibung 5DielS entfpredienb, ettoaS flein, länglid^ eirunb, oft ^erj^ 
förmig unb enbigen mit furjer fd^arfer ©pi^e; fie fmb 2Va" lang, iVi^ 
Breit, glatt, fajl flac^ gebreitet unb oft gar nic^t ober bod^ nur unbeut? 
li^ gejal^nt. »lattfliel meijl furj, Vi— IV2" lang. JBlüt^enfnofpen 
fc^ßn bunfelbraun , jie<]^enb fpi^ , tocnig betoottt. ©ommertriebe trüb 
bunfel leberfarben, mit Dielen brduntic^eh, nid^t fel^r in^ Sluge faOenben 

fünften befc^t. ©(^rnibt 

• 

^an flnbet bic (Sl^aptal l^te unb ba au<^ no(^ in neueren frangoftfcl^en ^(^rtf» 
teu unb ObUDerjeicSniflen alö 'gute aBinterfo(5bime aufgcjS^It unb 3:ougarb bemerft, 
ba| |tc mit Unredjt a\\^ Beurr^ Chaptal genannt toerbe. $)icl fagt fti^on übet ftc: 
„9Ran mu6 ftd^ an bie gro^e ©orlicbe ber grangofen für il^re »errufene Bonchretien 
d'hiver crinncm, »enn man baö 2ob ber Obigen ttjflrbigen toiU, benn mit biefer ^at 
fie in 2lflem bic größte Slel^nlic^feit, flc ift xoit biefe »eltberfil^mte ©inte bei unö 
nur eine gute ^od^btme. 5{)agegen bcmerft ^a fielen gu ber Don il^m ebenfalls nur 
al6 ^o^fru(!bt aufgeg&^lten ©irnc: SDie (Sl^aptal, n?el<l^e idb in ^arid gu foften (St* 
Icgenl^cit J|atte, »ar eine fel^r fc^meljenbe unb fel^r gute gruc^t, »on xoti^tx $)u^3U^ 
bic «Pfro^eifer t>on ^apial felbfl erl^ielt 3m $)anbcl gc^t eine falfd^c ©orte. (? ©ic 
JRcb.) — ^a6) £iron b'airot., table syn. ©. 35 l^at bie Poi»e Chaptal ein $en 
b'aibrct gu $ari« crjogen, S. begeidbnet fle aber au^ nur al« itoilJbirnc.y©o 
aud^ 3)ccai«ne^ ber fic II, fiief. 17 febr groß unb fc^bn, giemtic^ birnförmig ab* 
gebilbet l^at, obgleich er fte aU freifelfdrmig ober bauti^ig beft^reibt; nat^ i^m ^t fle 
^ertot), SDireftor ber ©aumf<i^ttlc in fiujremburg gu (5nbe be« Vorigen gal^r^unbert« 
ergogen. — 9luf ber 9lu6fle0ung in 92amur fa^ i(^ fie mebrfad^ ^ecatönee STbbtlbung 
ent{)}re<i^enb. ^ie )>on bort mitgenommene gru^t l^atte )^albfeine6 abfnadeubed SIeif4 . 
oon m&ßig fügem, mel^r fein l^erben, al9 gimmtartigen @ef(^madf. c\ 



173 



No. 337. »!e fMftimtnu ©iel in, 2. 3.; 8uc. xn, 1 b.; 3o!>n V, 3. 




5Die ißi^ilsbtrnr. awctgcr. f. k. gan. - ^xn 



Birne, bic im Sl[enj5 xmb Sietfartl^ale ü6cr ben Obcnttjalb big mä) 
aWainj unb !J)ann|labt, auS) in bcr 5PfaIj, in Speiet, \m guca« mtt^ 
tl^eUte, Y^exBreitet unb tin SIbfommling be^ ßa^enfcpf^ i% Don .meti^em 
nac^. Steiger in borttger ©egenb unjä^Iige (Spielarten befannt ftnb. 
^tt &xo^t franjöfifc^e fta^enfopf tt)ttb in S)aTm{labt }um Uuterf(!^ieb 
@ro^e franjÄpf^c SBe^eKBitne genannt, tod^rcnb na^ Suc. SBb. 11, @. 524 
bee 3Qufh. i^aubb. ber Aletue fta^enfopf im SBürttemBergif^en unter 
bem einfachen Ütamen @ro|e Se^eldBirne Betannt i{t. 

Stteratut unb S^non^me: äRe^gei; ^ernoBflf ortm . 6. 207. @^non.: 
48J«meitte ober SWittlerc ©e^clÄMmc (bei 5Dannjlabt), Sc^IlcJ^birnc, 
53Icble0birtic (©aben), ©oflelebirnc (am Dfiecfar), SBcrgeUbirne, Äun* 
bclebirnc, ÄtffeUbirne, SRot^birne, SöutelBirne, fietenbirnc, itap* 
ptl^hixnt a. a. D. 



m 

®eflalt: fugelig, (töweilen fctfl plattntnb, mtttelgtof, 2^^ Breit 
unb eBcnfo l^od^. ®egen ben @tiel läuft bte Sru(!^t In dne furje^ 
ftumpfe @)>{^e au9, bte bet %tndft \f)x fugeltgeS 8nfe^en Benimmt. 

fteld^: gto^, offen, fei(!^t fle^enb, in galten ober aSeuIen, bie je? 
bo(J^ bte Slunbnng niäft anbern. 

©tiel: Balb bid, Balb bfinner, l'' lang, in einet Heineit ®ruBe 
mit einem gleifd^toulft umgeBen ober aui^ bur^ il^n t)erbrangt. ' 

®(!^ale: grfinli^::grau^ fp&ter gelBlid^, mit Dielen bunfelgraiten 
fünften unb an ber @onnenfeite etn>a^ erbartiger SRöt^e. !Die gru^t 
ifl fe^r raul^ unb ^at feinen ®eru(^* 

gleifc^: koei^, fe^r rau^Urnig, Dor ber Keife jufammenjie^enb, 
fo ba§ fte Dor ber t>t>Ue\\ SdÜ^xm^ ni(^t genoffen toerben tann. 

Aernl^ au ^: ift nac^ äWe^ger fiein, tote bieSBBUbung geigt ifl e8 
teboc^ jiemtid) gro^, mit großen ffammern, jebo(^ nur wenigen oft un« 
t)oUfommenen @amen. 

SReife unb Sint^ung: bie 33irne reift im Januar unb bauert 
Bei -guter 9(ufBekoa^ntng Bi^ in ben Stprii. ^iefelBe gehört ju ben 
raupen ^oflBirnen, bie einen fe^r guten, bauer^aften SRofl liefern, ber 
bemjenigen oon ber 9tummelter 93irne na(!^{lel^t; aOfein benno(i^ oon fe^r 
guter Qualität ift. @ie bient jebpt^ aud^ gum @^ni^en uub bem 
armen SRanne jum äio^genuf , ber biefelBe n)egen tbrer langen S>auer 
fel^r toert^ ^dtt. 

(^t()cnf(|)aftftn bc0 ^aumed: ^Derjelbe f omntt in tauigem 93oben unb roit^em 
QXima gut fort, t>erfc^mS^t jcbot^ au(^ einen guten feineu 99oben ntd^t; voo er rafd^ 
l^erantofic^ft, balb trSgt uub ein ^ol^ed ^tter bid gu 100 3<t^rcn erret(!^t. (Sieine 
gruc^tbarfeit ifl groß/ ein löjS^riöcr @tomnx lieferte bi«tt)etlen fd^on 30 ©ejler 
8imen. @r t|l befouberd au4 M gelb^ unb ©tragenbuum in empfel^len, n»eU bie 
iJru(^t Dom 9aume ni<6t gencffen werben fann. ^ie Blätter ftnb, toie i<l^ bie 
@ortc t)on 2Retßer l^atte, breitettiptif*, iVf— W breit, 21/^'' lang, öfter« ot)al 
unb eiruub, mit ettoa« aufgefegter, nic^t langer <5pi^e, befonberd am Slattfaume 
tooKtg, gangranbig ober meifl nur nac^ Domen {ttxoa9 fhimpf-) gefägt, metfl ffai!^. 
— $BIütl^enfnof)>en mittelgroß, furjfegelfBrmig, fhimpffpi^, It(!^tbraun, ^ie unb 
ba etwa« toolltg. — ^ommergweige meifi etwa« n>oQig, noc^ oben fhtfig, geUb« 
braun, fonnenwfirt« bunfetrotl^braun, mit Dielen feinen weißlichen ^nften. 

NB. ^err @arteitinf^ftor £uca« fanbte mir bte obige 3ci<^nung ber IBtrne unb 
i(^ fügte au« meinem ^etbarium ba« 8Iatt ^tngu. 8on bem wtebcteingegtngenen 
gweige fa^ i($ felbfi feine ^rud^t. — ^urd^ bie l&ngere ^auer ber gnui^t lutb burd^ 
bie Derfd^iebene Plattform be« Saume« unterfc^etbct fid^ bie SBe^eUbirne ^inlAnglid^ 
Dom kleinen ^aftenfo^f. ^, 



175 
No. 388. SaUiii »on »Mt ^iel I, 2 (3) 3.; 8uc. VI (V), i «.; 3a^K IV, 5. 




iViUltlg 001 ÜMh $iel (m ^on«). **I gebr. u. aRfit). 



(»eimat^ unb iSorfoinineti: 6ie ftammt nac^ 9)ic(, ber fte 9on i». aRon« 
em^fins, von ^armentKr in (Sn^l^ien uiib gnxtr toutbe fte utfpTÜngti^/ na<^ )>an aRen« 
Sefi^teibung berfelben in ber Rerne des ReTues 1830, weld^e lBi)>ort abo^ttrt ^at, 
in einer ehemaligen %ltd, 9^amen4 St. V aast tn^^ranfrei^ aitfgefunben; fe mürbe 
aber bereite in Belgien, in (Sngl^ten 3C. ntel^rfac^ cuItiDirt 

Literatur unb ©ttnoni^me: ,^ttl 9t. StX). TL, ®. 218: SBilbling Don 9aat. 
2)ie Saat. Bezi Vaat» ®ittr. I, @. 636; Oberb. &. 427 ma(^t barauf aufmerffant, 
hQ% ^iel6 !Bef(^reibuna auf bie au« feinen B^^^d^^^ erlogene ^ruc^t menig ^ffe. 
^od^mJ)l @. 107. SiDott n, e. 55 : Besl de St. Yaast, Besi Vath, Best Va8t, 
Besi Ya, B. Wagt, B. de St. Waast. Annal. de Pom. VII, (g. 21. 3m Sl^on. ®er. 
nirb ü^ al6 @^non. Benm Belmont ober Beymont, oud^ Beanmont beigegeben, 
loetd^ed Se^tere au(^ Siron unb Sero^ (beffen (Sat) ^aben, )oa« aber Sil». ni((t enoA^nt, 
uber^au^t fraglich ifi, toeil ed nad^ beut Ser^. oon Samin unb IDfiranb; au<( na4 
bem SRouener Sfilletin &. 127 3nglei($ no(^ eine ©omnterbirne biefe6 9lainen6 
^ibt 3)ie 99interbime Beurr^ de Beanmont ifl übrigen« im genannten Süttet. gan^ 
A^nfi^ ber t)orUegenben befii^rieben, jebo(b giemli^ nein, freifeffBrmig, oben flarf ab:: 

fc^lattet, na<l^ bem Stiele ^n furj« unb fpit^fegelf^rmig abaebilbet. 3Sltxnt BenrvS 
(eymont »on 9a)>eleu l^at gtooft &^nlid^, bod^ bun!^att6 gefagte Slfitter unb fd^eint 
and^ nad^ ber bereit« gelieferten %ta^tf obgletd^ fie im San. reifte, anber6 unb bie 



176 

»on Sil», m, e. 43 (ef^riebtne Poire ßaymont gu fein, fßxf^t no^ Siron h'9i\x., 
Liste syn. @. 36, audi beffen Descript II, 6. 46, Xaf. 29, gig. 1. SDie 9(bbtlbung 
ijl l^ier atemlid^ tote bei 83iDott; ferner haltet e. 34. 

©^fialt: 5DieI teraleic^t fte na4 etnanbcr einer länglicben B. blanc, no^ mebt 
ber trogen britanifcben Sontmerbinie unb n>te t>an äRond au(^ ber iSolmar, au6 beren 
tarnen fte tool^l entflanben fei. S^xt tvabre gorm fei jeboc^ )>^ramiba(, um ben 
^el(b plattntnb, be^^alb breitaufft^enb, na(^ bem Stiele gu ol^ne (Einbiegung ilarf 
abgefhiOTpft fe^elfönnig, fclbfl auf ^^od^lkmm 23/^« breit unb fajl 3V4" ^o4 3n 
8i)»ortd %Ib. ifi pe 3" breit unb nur tt)entg bbl^cr unb et^a« mebr baud^iO/ fonfi tine 
meine S^ud^t oben, bie au9 9[nger4 n>ar, abgebilbet. %u« ^errn^aufen log fie in 
Berlin ^temlic^ breit eirunb mit ettoa6 Einbiegung na^ bem Stiele }U t>or, tt)&brenb 
Sucad eine Bergamotte de St. Vaat aud bem be(gi((!^fn Sortimente in Sicdooben 
(na(^ feinen Stetigen fi((cr biefelbe ^rud^t) mel^r bergamottfbrmig ge^eic^net ^at, fo 
ba^ alfo i^re gorm k>er&nbcrli(b ijl. 

ßeltb: bartf^atig, furgblSttrig, offen, oft sinnlit^ vertieft in beulen, bie bid» 
u>eilen fortfaufen unb bie 9{unbung oerberben. 

Stiel: oft lang, na(^ ^iel bid 21/2'' lang, oft furg unb bitf, n>ie f[eif(!^ig, fielet 
obenauf toie eingefledft, oft au(!^ oertieft in flarfe beulen. 

Scbale: glatt, gelbgrün, f)>äter dtronengelb, bi0tt>eilen an ber Sonnenfeite red^t 
Tcbbaft, j[ebo(^ aucb bfterd nur erbartig gerbt^et, mit )oUUxa gerfprengten gimpitfarbigen 
diofit unb 2<il^Ifci<ben l^edbraunen oft iotbIi(ben fünften. %u^ nac^ Dan SRon« 
nüfcletarti^ ui ber gärbung. 

, i$Ietf(b: na(^S)ieI n)ei|, grobförnig, überflie^enb, butter^aft, t>on angenebmem, 
ettcas rofenartigcn 3udPerg&f(^ma(f, nacb t>on ^ond gans cigeiitbümlit^ ^rfumirt 
9ud^ Slnberc loben bad f^meljenbe unb gemür^b^fte ^^eifd^, tt)ad in Quten S^bten 
fowobl bi£ bereits oon mir erlogenen grücbte, n^tc aud^ bie aud Engere getgte, obgleid^ 
iefetere 1860 getoacbfca, unb oon mir ju frül^, ftbon im 3to\>. gefcflet, bcöbalb no4 
fcftfleifcbig ioar. 5öie ^ei-rn^aufer grut^t au« 1860 toax SJiitte 5Deg. fdjmcljenb, »on 
toeinigfüBem, bod^ etmad f(^n>a(l^ gen)ür3tcn unb l^erbem ©efcbmatf. <$« lag bie6 fi(^er 
an bem ija^rgang unb in anberen 3^bi^<^n ^^i^b fit bdrt gen^ig ebenfo Dortrcfflicb. 

^ernbaud: ettoae b^b^^^cbfig, Kammern ni(^t gvo6/ mit braunen, mit einem 
fleinen $o(fer au«geflattctcn, oft tauben Äcruen. ' 

Sf^eife unb D^u^ung: feiten reift toobl bie {^rud^t, n>te S)iel angibt, fdbon 9lnf. 
Cct, Slnbere geben für grottfreitb $)eg. unb 3an. an. ^icr fam fte mcifl erft im 
gebr. unb'bci'Cberb. fogar im SWärg jur 9fieife. -— 9^ad) ber geringen (Srb^e unb 
bem meifl giemli(b flarfen Sßelfen ber meinigen \>erlangt übrigen« bie Sorte mo^I 
befonber« guten S3oben unb toarmen Stanb, oud^ fp&te*9(bnabme ber Sru(bt. 

@tgenf(^aften bed IBaume«: S)erfelbe u^fid^fi bei mir ni<lbt fiarf ; fo fd^ilbert 
iljfn aud^ Spaltet, ber i|n fouß ald febr fruchtbar unter allen [formen unb auf 
icbem Staube bei^cid^nct. — SBUttcr ber 9Jie]^vjat;l nad) cHiptifcib (*"* Sommergtt>eige 
aud^ breiteUiptifd^) oielc lanzettförmig unb anbere lÄnglicb ot>al, 172—1^/4" breit, 
bieioeilen über 3" lang, glatt, nur na(b*ber oft langen meift au6lauf. Spifre bin 
d^toad^ geferbt ober ))erloren gegähnt, fcbn?a(b fcbiff= unb ftd^e^drmig, etn>ad mVitn* 
(rmig ober balbfpiralfbrmig, (.Slattfeiten oft nngleid)) licbtgrün, ^arf glfingenb, reicb^, 
I0(^ feincjeabett (San Wlon^ bef(brieb baC SBIatt alC profondement incisee, S>iel 
VDXt id^b^er). — ^lütl^enfnofpeu furgfegelfbrmig, fafl f)ed^enbfpit, faflanienbraun. 
— Sommer^meige grüngelb mit fafi lacfrotl^em llnbaud^ unb feinen gelblid^en 
fünften* cv 

92a(bf c^rift. Sucb SDecai6ne l^at fxt äl^nlic^ meiner ßei^nung oben, nur etma« 
grbf er in 64. fiiefcrung abgebilbet unb befcbrieben. Wa^ i^m ifl pe jcftt am mcifien 
al6 Poire St Waast befannt. (^ fcbilbert ba^ S^leif(b aU l^albf^bmelgenb, gierig, 
»emlidb erbaben, bidn^eileu berbe f&uerli(b, ober etmo« ruffeletartig, bie gruc^t oom 
Ott. bi6 aRitte 5Dea. rcifenb unb »egen biefer längeren ®auet fei fte bcfonber« 
fd^&^endioert]^. 



177 



No. 339- Bu»üt\fBUBaH^ J)iel H, l. (2) 3.; Suc. VI, 1 b.; 3ft^» «V, 8, 




Shiftttt Vm Haoail. ©H>ott ((Sfpmn). *. gelbr.— Stpnl, bUtoeilcn frül^cr. 

S^txmat^ itnb äJotfommen: tourbe ^om 9Raj|oT 6f)>eren e& 
iogen, ber fte 1843 mi) ber Madame de Bayay : Öuzette de Bavay 
nannte. Sic finbet p(i^ BettftS in ben mcijlen BelgifiS^cnunb franjöjlf(S^crt 
©Stiften nnb SSexiei^niffen nnb DeisMent aB SSintetfrud^t S3ea(!^tung^ 
be^ f^eint fie n^t für jeben SBoben paffenb }u feilt. 

Siteratur wnb ©ijnon^mc: ©ii^ott SOb. n, 6. 141. ^oigarb ©. 79. 
«altet 6. 38. — fiton b'airol. Beecript. I, ©. 80. «uf bcr Slbbilbung, Planche 8, 
Fig. 5, iß aber irrtbumlic^ )}on £iron an ii^Ter 6tett au« SBi». Stib. bie auf bent:: 
felben blatte abgebilbete Besi d'Esperen, eine Ifingnc^ ett)tnbe, nac^ bent Sttl^t lU 
faxt abncl^menbe Sru^t, .qqetc^itet, bo(^ fann fic^ au(!^ bie torlteaenbe nac^ grüd^ten^ 
bic mir ^err Dr. ^aQing faitbte, ttiie bie eine oben mitabgebilbete grud^t jeigt, gicntli^ 
äninb f^ellalten. 3lu(^ 5Decaidne J8b. IV, Sief. 48 -^ibt ^bbilbung, fetne gnn^t er« 
|4g||t giemlic^ betgamottförmig/ ^yt" breit nnb ebenfo l^o($, unb ber ^eld^ {t^t, lote 
oimeiner einen ^nid^t linfd ohGü, ^n^ifd^en einigen i^n überragenben SBeuId^en, iv&l^ren^ 
er bei ^ioortö einer, grud^t onf einer koirflic!^ )aorgef(^obenen Bpü^t ji^t 

®e^a(t: toe^felt in ben bexettö ertod^nten 2 formen, nnb Qt1)t 
t>om ^lattninb^eif elf innigen in hai (Simnbe über; naä) bem Stiele ju 
cnbigt bie grni^t ftart oBgeflumpft f»>ilj- @ie ijl mittelgroß, fajl Hein, 
kie ©röpe »on etwa« niel^r al« 3" ©reite nnb 2V»" ^i% in »etiler 
fie S^it)OTt jetc^nete, nt«g fte too^l feiten erlangen. 

dOilltirte« $anbb«(^ bei Cißfunbe. V. 12 



Sttli); aufred^tfle^enb , offen, naif IBiio. im SKütelpunfte tinti 
ji^cnattigcn iBorfprungö fi^cnb, bcr aUx n\ä)t imnicx öotl^anbett, be^^oIB 
md^t (^arafterifli[c^ ifl, {cboc^ an ben t)on SaDing erhaltenen grüc^ten 
bur^ flarfe Bculenartige ©r^aBenl^eiten angebeutet toax. SBi8tt)eiIen fielet 
er etngefenft, BiötDeltcn flad^; er tfl l^ornarttg, graurojtig. 

@tlel: big 1" lang, bunn, l^oljlg, grfinBraun, in tiefer enger, oft 
Beuliger §o]^Ie, boc^ au(^ Bigweilen oBenauf jte^enb. 

® d^ale: glatt, ^ellgrün, fpdter citronengelB, fein gelBBraun punftirt, 
um ftel(^ unb (Stiel aud^ eBenfo Berofiet unb }utoeiIen i{l bieg ber %aU 
auf ber ganjen $dlfte bcr grud^t 

glcifd^: grflnlic^tociß, mä) SBiiM>rt fd^meljenb, jlemlid^ .faftreid^,. 
gegudert unb giemli^ flarf gett>firit, toar an meinen S^fid^ten 2i<^ti<^ 
groBWrnig unb tourbe aud^ in ben toarmen Sauren 1857 — 1858 faum 
l^alBfd^meljenb (tt)ie eg aud^ SBaltet, 5Decaigne unb Sero^ nur alg raufd^enb 
Bejeid^nen), bod^ toar eg oft felBfl im SÄdrj nod^ fe:^r faftreid^, ffi^ unb 
angenel^m gewfirjt 3n futteren Sauren BleiBt eg nur l^drtlic^ unb ge^ 
fd^madE(og unb bie $rud^t ift bann toenig }u Braud^em 

Sern^aug: mit giemlid^ toiel fförnd^en umgeBen, ^dd^er !(ein, ßeme 
Brdunlid^fc^warj, fd^mal unb fpi^, oBen mit einem Keinen §ßctcr. 

{Reife unb SRu^ung: 5Cie SÄeifc tritt im ^Bruar Big Slpril ein, 
Bigtoeilen ani) frül^er, einmal l^atte i^ fc^on Big 20. 5Dea. bie gruc^te 
Ifim a^eil uBerreif. SEBiß lange Bdngen, foujl toelft bie gruc^t, unb 
Verlangt, um Bei ung' gut ju »erben, günjüge SBitterung unb gefdfju^ten 
©tanb, unb jebenfaüg leisten unb frud^tBaren Soben. SWa* Decaignc 
empfiehlt ftc fld^ Befonberg njegen ber tdngcrcu 25auer, in tt)cld;er fie 
felBfl bie ®(üdfgBirne oft ft6ertrcffc. 

©igenfd^aftenbegSBaumeg: ©erf elBc tt)d(^ jl Bei mir gemd^igt, 
xxaä) Sero^ treiBt et aBer fiart u^ nad^ 93altet ^a^t er für aQe formen. 
6r tjl aud^ in meinem ©arten fe^r frut^tBar unb trdgt Büf(^eltoeifc. 
S)od^ leiben feine Qtod^t augna^mgti^eife gegen aQe librigen auf bem« 
felBen Spia^e ftel^enben 33irnBdume Parf am ©rinbe unb am aScrtrocb^n 
beg gruc^t^oljeg, »oran mein fd^toerer SBoben too^I Urfad^e ijt» — Wie 
S3Idtter finb elliptifc^, jum Z\)dl auc^ ot)aI, mit me^r ober weniger 
langer etwag aufgefegter ®i)i^e, IV2— IV4" Breit, 2V2— S** lang, glatt, 
^ler unb ba am ©aume ttroa^ tooHig^ mcifl ganjranbig unb fla«^. — 
SBIfitl^enluof pen jiemlid^ gro^, legelförmig, jiemlic^ fpi^, bunfelBraun, 
amSanbe bcr ©ctfBlfitter l^ellBraun. — ©ommerjtoeigc griinBraun, 
feinröt^lic^ punftirt. % 



17 9 
No, 340. ®et«)rttMWB=ffiliMfii8. i}.n, (m)3. i.; a. v(xi)2(i) b.; 3.ni, 8, 




Iltr Urtttantn-ttltUUnfi. $ott(flu(canaRDiie). *t.(iutu«i{nK.)an5tiu.«i)rit 



{icimat^ unb aioifommcn: fie flammt Uon Van Sliona, bn fic in ftimm 
Sci]d4ni|, ©triell, unter 9li'. 5-24«!« Des Veterans mit bem Bufa^ pu nous 
aufji^tt. $oikau bat juerft 9}R(^ri$t von i^v in bcn Annal, de la Soo. d'bottl«, 
de Paris, $!ej. 1834 gtgfben. 

fiittraliiT unb SBitoii^me: ©ittri* iii, ©. 152: ©ilbling bct Cttt! 
Tinen, Beai des VStfiran». ©r brft^nibt ^K nac^ ben atnannlen annot. fut| 
oU Ifinglii^ninb, 2Vi" lano, (i^Bn gelt mit SKot^, ^aIb((^mH)tnb, (ü&, mit (iftnet 
€&UTC gnnifc^t, nii^t tcalffnmcjtnb, ju fautr, toit unrtif -~ nn( cfl 6ti bn auf Sßittt 
Ott. ttttgtgeboKn iRtife im^f ni^t onbet« ftiit tann. — Wo* btn Gatoluatn oon 
3amin, son Scroq. Don $ap(ltu unb nai| btm SüIODTbcr tfl |ic !Bintnfni$t, vom 
SMj. bi« aptil rrifenb, U. IR., ^olbftbmttjenb obtt brüt^ig. ffift SBitOMÖer gib' 
I. 9tana unb bejetifinet, mit eigentli(^ au(b $oit;au, ibic 0onn ale riiunb (ovale- 
arron4b>. Siron b'aiia). Table «yn. @. 5: ^albfi^mdjcub, U. ER., aU Ac^fni^t 



99«ii^t W SociM. Tftn Mona, Srilffd IBC . , . ... ^ 

©otftn unb bcäcitfinet fie ala tirunb (oToide), ft^r ananie^m gentürjl (Qf, aia butKf 



180 

l^aftsWmctjenb, I. 91., ^nbc Oct. reifcnb, woju i^ ein ? fe^e. ÄuSfül^rlid^«: imb 
al0 SBintcrfnic^t, l^ckjbfd^mclgenb, »cnig ft^modf^oft, bcfc^reibt fic 5Decaiönc lU, 27'. 
fiicf., aW Poire de« Veterans, bitbctc fie au^ iiQ<6 gorm unb gSrhing fenntlidj ab. 
(5r cjibt at« ©^n. Baneau, Hericart de Thury unb irrtBümli^ au(^ Bon vier Boiirg- 
meatre, benn le^tcrc ifl ft^cn im glcift^e unb in bcr Sftcifgeit tocfentti^ »crfd^iebcn, 
8tu(5 mit Rameau ({^ürji« SBintcrblrnc, Ob€tb.) l^filt er fie, toic SGÖiaermog, für 
ibentifc!^ unb maa barin \^on el^er ditö^i l^abcn, isenigfiend koar Rameau aud ßerrn- 
l^aufen fel^r ^nUti^ unb aud& Oberb. ©cfc^rcibunfl, Stnleit 6. 396, jciat »>ielc ueber- 
eiapimmung. ^o^ iji Rameau in S3it). 2rib. III, ©. 71, (toeiftc im yloJ). reift, »ie 
öiö. bcmevft, aber nacb »an 2Ron« im ^Oiärj reifen follte,) (^anj ftnber« unb ixoax 
mel^r bimförmiö (jicmlic^ »ic ßouvier Bourgmestre in ben Annales de Pom. IV, 
€>. 83, l^ier nur me^r ausgereift") abgcbilbct 2)iefcr gorm nSl^crte fid^ m(Si Rameau 
au6 2ln0er6 in ©erlin, »ar au^ SJlitte Oct. fc^on überreif unb fafl butterbaft, »fi^renb 
bie J^crrn^Sufer @nbc Sön- wcd^ fcfi n?ar. ©ie ifl be«b<ii& jcbenfatt« boi) eine anbere 
5Jrudjt, toed^alb icb aud^ bier, wie ju ber im 5Roö. fd&meljenben Rameau in ©iio. Älb. 
ein ? fe^e. Uebrigen« fommt bie uorTiegenbe nac!^ SDod^na^l 6. 61 in granfrei(5 al« 
Beai Rameau unb in €a tätigen aU ©cteranenbrufl Dor, 

©ejlalt: eirunb, biöiveilcn fofi runbli(b, um ben Äet(i^ fo abgeflac^^t, ^g fic 
juT iÄot^ noc^ auflieft; nac^ bem ©ticic ju fd^neUer abnc^menb unb mit fürjercr 
ober längerer, fegelfprmiger, oft eigenartiger, toenig abgeftum^fter ©pi^c enbigenb. — 
@ro6, 21/8" breit unb je nac^ il^rer äufpi^ung 23/4—31/4" ^o(b. 

Äel^: gelbbraun, blättrig ober l^artfci^alig, offen, fei^t* ober mel^r \>ertieft jlel^enb 
in meiji enger, oft unrcgelmä|iaer, mit flacben Seulen befe^ter (Sinfenfung. Sbux^ 
bie fi(b l^ie unb ba über ben' %au(^ l^in erl^ebenben ^Beulen toirb bie 3ibrunbung 
oft ungleid^. 

@tiel: ftarf unb lang, gelbbraun, oft fleif(big unb geh'ümmt, t>erliert ftti^ meifi 
in bie Strne ol^ne Slbfa^, bod^ legt ftc^ l^äu^g ein ^«rfer ^öcfer an i^n an, ber i^n 
f^ief brüdft. 

©(^ale: glatt, grüngelb, toie etloa« »cifelic!^ bebuftet> fpSter fc^8n gelb, mit 
feinen bräunli(!^cn fünften, an ber @onnenfeite bfterS au(^ fanfter [Ebtl^e unb mit 
etttjaß gelbbraunem dio9 wm Äeld) unb ©tiel. 

gleifd^: matttoei^, fein, giemlic!^ f^^ftteic^, abfnarfenb, fafi l^albfd^niclgenb ober 
im SD^nbe boc^ giemlic^ gergebenb, \)on gutem, bo(^ fc^mad^ gen}ür3ten fftuerli4fü|en 
©ef^mad. 3" weniger guten jünb trocrenen 3ö^wn bleibt e« abrnacfenb unb fabc= 
füg, obne 6äure unb ol^ne ^et^igfcit. 

Äernl^ au«: mit mc^t gu ftarren Äörnd^en umgeben, )^ol^lad&fig, Kammern siemlic^ 
groß, mit großen bunfelbraunen, mit fd^toacbem ^ötferanfa^e t)erfebenen Äernen. 

a^ieif e unb Deutung: ®ie 9leife erfolgt l^ier im SRärj unb Wßxil unb bie gru(!^t 
l^ält fic^ gut, o^nc gu ttjellcn ober gu trodPen gu tocrben. (Sine gruci^t ber Besi des 
Veterans auö Singer« n^ar @nbe 3ö"«ör fd^on ausgereift unb gum 9lo]^genuß red^t 
angenehm; fte »erhielt fid^ gang loie oben unb in guten S^^l^ren meim eignen grüd^te. 
5Die Sirne bicnt übrigen« aud) gut gum ^od^en unb ijt auf bem 2Rarne, bei il^rer 
langen ©auer, ©t^bnbcit unb (große fe^r angeifl^m. 

(äigenfd^aften t>e« ©aurne«: SDerfcibc toäd^fi bei mir giemlid^ fiarl, trug 
fc^oubfter« t)oll, »ie aud) Slnbere feine große gruc^tbarfeit loben. — ©lättcr oöal, 
13/4—21/4" breit, 23/4—33/4'' lang (am <Sommcrgtoeige oft größer unb breiter, gutocilcn 
cimnb unb breiteßiptif*), bie längftgcflielten S3lätter fc^mäler unb lanzettförmig, unter« 
l^alb oft ettoa« feintooUig, fein« oft ftum^f* unb nur nad^ x>oxm l>in gefägt, ettoa« 
fid^elförmia unb l^e unb ba »cllenfonnig, fonp flacb, l^eögtUn, nid^t fiarf glängenb, 
reid^s bod^ feingeabcrt. — ©lütl^enf nof ^en furgfegelfbrmig, flumvff^)it/ ^eHbroun. — 
©ommcrgtoeigt gelblicbgrün, nad^ oben rbtblid^braun, f ebr ftarf gelblid^toeiß ^junf tirt. 
2lm 2jä^rigen ^olgc iji bie ?^unftirung auffällig ftarf unb mel&r wcißlic^. (Uebriaen« 
bcfd^rieb Söiö. bie ©ommergtpeige ber Rameau ebenfaH« al« djaracteriflifd) fe^r ftarf 
fap filbertoeiß ^unftirt, toeö^alb ©od^na^l p« ©• l& 0I« ©ilberäfiigc ©eiofirgbime 
aufgcgäblt bat. ^a^ Oberb. »ürbc man fte ^almarienbirne nennen fbnnen, ba ©it>ort 
ben Dramen t)on bcr Fßte des Rameatix ableitet.) cv 



181 



Na. 341. «Oerm« »ergamoüe. !ßici i, i- (2) 3.; 2uc. vi, i b,; 3a^n in, 3. 




Cf|ierni0 ^ngaWOtt^ «i^ort (eueren), ** (?) üWarj u. 5C^tiI, VimtiUti frfll^cr. 

^timatJ) iiub SBoxfornmcn: ÜDct SRajor 6fj)CTett in SBe^cIn 
etjog fic a\xi ©amen 1830 unb ^Iclt bicfcn ©ämling unter allen feinen 
©äntlingen für ben toert^öollflcn, 

fiitcratnr unb ©^non^mc: 93it)ort bcfd^rieb flc al« Bergamotte d'Es- 
peren im Sllb. I, neben Xaf. 47, unb mit wenig JTbSnbcrung auc^ toicber in bm 
Annal. de. Pom. V, ©. 75. Sbo^ i|l fic in le^tcrin mel^r Bergamottfönnifl, nlc^t fo 
abne^menb nad^ bem @ticle ju abgebilbet, ald im Sllbum. 9la(lb bem (Sataloge )>on 
Hb. ^o^cleu in Sßctteren t)on 1856/57 unb auä) in einem frXtcren feerjeic^niffc bcffclben 
toürbe fte mit Beßi d'Esperen, ebenfaUö loon bem genannten ÜKajor erjogen, ibcntifci^ 
fein. 2)oc^ l^at biefe testete SBi))0Tt im Sb. II, ©. 143 beö ^IbumiS t)cn anberer mel^r 
oioaler, I&ngli<l(er @e^alt unb aU 9Ro)oemberfTU(!^t bargejiellt unb ebenfo ijl fle tt)teber 
in bie Slnnalen Sb. V, @. 63 aufgenommen, o^ne ba6 in einem biefer SGBerle auf 
bte SbentttSt l^ingeioiefen \% ^uä^ galten Sougarb unb fiiron b'^irol. bie genannten 
gTÜ<6te getrennt; erjierer ^at bie Berg, d'Esperen ©. 31 aU im IDiSrj unb Sftjtil 
teifenb unb Besi d'Esperen ©.31 unb 47 (einmal birnfönnig freif eiförmig im Oct. 
itnb 9^0)9. reifenb, ba« anbennal l&nglic^ im ^o'o. unb ^eg. geittgenb, nac^ bem (SataL 



_ ^^2 _ 

ton de Bftvay unb na(§ 531». aiBum) aufgcjä^It. ßiron b'SliroIc« l^at blc Berg^ 
d'Eaporen Descript. I, pag. 13. Planche HI, Fig. 6 gicmlicft tt)ie 531». in ben HnncS. 
«nb bic Be«i d'Bsperexi in Descript. II, pag. 15, Planche 21, Fig. 3, gang »ie S9i». 
abgeBilbet unb na$ bi^fent befc^tieben. 53a(tet gebenft nur btr Berg:amotte d'Esperen 
(5. 39. SDod^ual^l l^at bicfc 6. 80. ^uc^ ©ccat«nc 53b. I, fiicf. 48 bilbctc Bergamotte 
d'Esperen alö Poire d'Eaperen ah unb lobt pc aU eine fcl^r gute gni<IJt. 3^ bept« 
bcibe ©orten, W lettgenanntc »on ^Japcleu, unb ©fperen« SÖitbling »on §m. ^of? 
ratl^ Dr. 93aIIing auö ;^aniin unb 5Düranb6 53aunifc^ulc abpamntenb, betbe l^aBen jtoar 
eine einigermaßen äl^nlic^e, boc!^ »iebcr »erfd)iebcnc 93cgctation. ^rücftte fal^ ic^ jäod^ 
»on bciben nod| ni^t. 3)te Slbbilbunj gefi^ab »on 8uca« natib einer bclgifd^cn gruc^t 
unb gebe id^ bie 53ef^reibung »on 53i»ort au^ ben ^nnalen $in^u. 

©cflalt: imtcgclmd^ig ruublid^, beulig, Biöwetten ztti^aS treifcis 
förmig, mittelgroß, i»d^ tfl fie auä) in ben annaleu 3" breit unb 2V4" 
^oc^ gejeid^net ; 

ftel(!^: Hein, unregelmäßig, braunfc^warj, in enget, etwaä Beultgcr 
(Sinfenfttttg jl^enb. 

© 1 1 e I : Vi" lang, jiemlid^ jlarf , l^olgig, gefrümmt, braun, fle^t in 
einer ninbUi^en ^tiä)it\\ ig)öl^(e. 

©d^alc: rau^, grün mit grauen SPunften, rojllg geflrcift unb ge* 
fleift ringsum; mit Eintritt bor SReife fdrbt jtd^ biefelbe cttt)a^ gelblic^. 
„3Son ^arbe ber Besi de la Motte" Bemerftc 8uca8 baju. 

gtei[d^: fc&toai^röt^lid^ (blanc-ros6), fein, fd^metjenb, faflreic^, 
fuß unb angenel^m ))arfiimirt 9Ja(J^ Saltet befi^t baS gleifd^ bic garbe 
ber frifd^en Sj3utter, ifl fein, ft^mcljenb, au^gejeic^net burd) jlarfe^ ®c* 
toürj. (Suc. f^rieb „fein faucrlid^, tt)ie BeuirÄ gris, fel^r gut.") 

^crnl^auö: toic oUn geäcic^nct, an einem anbern mel}r plattrunben (Sremplatc, 
tooüon nod^ 5lbbilbung Qt\^<if), fmb bie gSd^er breiter unb eirunb bargeftellt. 

$Reife unb Df^u^ung: Die 93irnc reif t biöttjeilen fc^on im S)ecember, boc^ in 
ber SRcgel i!n M&xi unb 5lpril unb ttjirb al« eine (el^r gute gruci^t empf eitlen, fo 
audi »on fiero^ in 5lnger«, ber fte für ^inc ber befferen Sinterfrüc^tc erHdrt, bocfi 
ijt e« immer noc^ fraglich, ob fte im beutfc^en ßlima überall biefe ®ütc erlangt, ma« 
na(^ einer Steufienrng Oberbierfe über biefelbe (©. 388 feiner Stnleitung) nad^ ben 
bamal« gelieferten erjilingöfrü^ten ni^t ber gall gu fein f(!^ien. 

@igenf(^aftcn be« 53aumeö: ©erfelbc toäd^fl lebl^aft, ^ijramibal imb i|l 
frud^tbar. dlaä) Sßaltet trfigt er büft^eltoeifc 10—12 ©tiicf gufammen, bringt auf 
Duttte größere unb biötoeilen gerottete grüd^tc. — 5Dic53lätter befd^reibt 53i», aU 
lanjettfonnigi ober oöananjcttförmig (oyales ianceol^es). gugefpitft, ganjranbig ober 
nur an ber @^i^e gefügt, l^eDgrün, mad »on benen ber ©ommergmeige ]^auptf5d|Iu^ 
gilt. 2(n meinem 53aume pnb fie o»aI (am (Stiele breiter abgcrunbct, al« auf bem 
^olgfd^nitte oben) mit auSlaufenber, oft furi^er, am @ommerjtoeige aber aud^ oft red^t 
langer ©pi^e, IVV breit, bi« 28/4« lang, glatt, fein gefägt, jum il^eil aud^ nin: fciÄ* 
geferbt, am 8Ranbe koeHenförmtg, unb ettoad ftd^elfbrmig befonberd nad^ ber Bpit^ 
l^in gefrümmt. — ©ommeratoeige nad^ 53i». rötl^li^braun, gegenüber grauUd^, 
l^eürBtl^Ud) punftirt. 3. 



183 



No. 342> IStcft tifett. nt. hJRi^vüU 5t) i c i n (iii), 3. a, ; fi. vi (xi), ß b. ; 3. iv, a. 




Aniferifime wtt >em (Eii^enblatt. sriei (5c«^.)- *t. mcifi k. apr. u. sKau 

^etmatl^ unb SSortommen: @(^on ^u^atnel fannte fte ol^ 
Imperiale ^ feuille de Gh^ne, eBenfo ^a^er, weld^er meinte, 
bo| SRexIet« Sleapolitanerin, Poire de Naples, biefelbe gnid^t 
fei. $)iel jicl^t bteö aBet in 3^«'t^^/ ^^^^ ^^^ leitete ^aBc gcfräufelte« 
8auB. — Sn bcutf(!^en ©arten ifl fte, tote e8 fc^ctnt, tpcnig cin|eimifd^ 
getooxben, fonbeÄi töirb nur l^ie unb ba ber SRerftDÜtblgfeit wegen üon 
SortenlieBl^aBern ge))flanjt. 

Citcratur unb ©t)non^mc: $)tel beWrieB fle im V. ^eftc, @. 76, bantailS 
3>ittT. I, ©. 773. «u* imcfeger ©. 276, (Jl^rifl ^bttjb. ©. 187, fiuc. ©. 216 ^abcn 
pe. — $)u^amel m, ©. 82, tab. LIV, unb SWapcr in Pom. frano. HI, ©. 27«, 
tab. LXXVI, gaben \)on i^r unb i^rem fiaubc Slbbilbung. — 3[ou<jarb ©. 76. 

® e fl a 1 1 : Bei Dielen grü(3^ten jwar f egelf öxmig, bo(J^ neigt fie pcB 
aviä) jfterS 3um Sirnfdtniigen, ti)ie unfete SlBBilbung )eigt. Um bcn 
Äel^ ijl fte oft Breitet unb fo oBgeflot^t, ba^ fte gut auffielt, mdf bem 



184 

©ticic ju enbigt jlc Balb langer (wie oBcn), BalD ganj futj leget 
förmig unb jlarl aBflcjlumj)ft; oft etwa« Beulig unb ungleich in ber 
SRunbung. Sn gett)ö^nli(ä^e!? ©röge ifl fte 2Vj" Breit unb Bt8 SV*" 
lang, am @j)aUeTc toirb fte merRid^ größer, 

ftel^: Hein, ^artBIdttrig, offen, flac^pe^enb, o^ne (Sil^aBenl^eiten. 

©tiel: ^oIj{g,.n^t ganj 1" lang, oBenauf in einer fteinen SBer^: 
tiefung, oft neBen einem ftarfcn ^Jdet» 

@(^ale: ettoa« flarl, glatt, ^eDgrfin, ftjdtet gclBlic^ obet ^ettgelB, 
ol^ne aWt^e, mit jal^lt^l^en Btäunli(^en $ßunften, um Jlelc^ rnib Stiel 
auä) etioa^ 9to{i. 

glcifd^: nac^ 5)icl fefl, fcinfSmig, faftig, am €^)afierc l^alBJd^mcIjcnb, tau» 
fc^cnb, bod^ auflödfi(^, im grcien crjogcn ablnacfenb, toon getoürgl^aftcm, fel^r fü^cn, 
gaiij eigenen, bem ber SBirgouIeufe cttoaö äl^nlic^en ©efc^marf, toar an ben fe^r groBm 
grü(i^ten, toit i6^ pc toon $cvrn Dr. fiöpet erl^ielt, nur in ber Ueberrcifc ^albWmcl* 
jenb, an einer ficinercn gruc^t au« 3(nger« giemlici^ grobfBrnig, trocfen, abfnadfcnb, 
fabefül, toie fd^Ieimig, unb .im gleifd^c ber erflercn jeigten fic^ au^ jiemli^ ©tetac 

Äernl^au«: looüad^fig, mit jiemlid^ met jlarfen Äörndjen umgeben, Hein unb 
unregclmSfeiö ' ^^t oft nur 4, bi«n)eilen fctbfl nur 3 Kammern, bie oft 
nac% ber Sld^fc ju offen finb. Äemc faffeebraun wib langgef^iftt, mit einem ftarfen 
J^Wer, öfter« taub. 

JÄcifeunb Df^utHug: geitigt im Slprit unb ÜJlai unb ^&U fi* au(S no(^ 
ISngcr, toellt aber, gu frül^ abgenommen, gern, barf begljalb öor ©nbe Oct. bi« 3lnf. 
iRoobr. nic^t abgenommen toerben. 3P gnm dlol^genu^ laum braud^bar, boc^ toegen 
il^rer langen S)auer fd^fiten«»ertl^. 5Dict gab il^r I. SRang ; Sougarb lobt pe nur 
al« Sto^hixnt. 

(5igenf(!^aften be« ©{lumc«: bicfcr to&d^jl fel^r jlarf. betäubt ri<5 f<^ön/ flc^t 
fafi ^}^ramibal in bie fiuft, fe^t öiele furgen grud^tf^jicge an, wirb aber erfl in ben 
mittleren Salären \ct]^t tragbar. SDte 93t&tter fmb etti^tifd^, meifl gro6, l'Ä" breit, 
mit ber ettoa« langgegogcnen ©pifee 3 Vi" lang (nad^ 5)ict öom ©ommergtoeige 2Vi 
M« 23/8^' breit, 31/2, oft 4" lang, bie unteren ©lätter no4 größer), fic fmb in ber SJUttc 
flat^, ieboc!^ gerne cttoa« getounben, glatt, l^cH gra«grün, glängenb, am 9lanbe jlarf 
niellenfbrmig gefr&ufclt unb babei mit fhinq}ff^itigen unb bogenförmigen 
3&^nen befe^t, bie al« folcbc meijl' nur an ber ©pifec beutlic^cr »erben, ©clten geigt 
ba« SBIatt ^ie unb ba »irfUc!^ ©infd^nittc ober 2lu«bu(^tungen, »ic bie (Sid^enblfitter, 
an bie e« nur burd^ feine jtarfe, nac^ 2)u]^amel mel^r bem f raufen Äol^lblatt &^n= 
lid^c ÄrSufelung erinnert, bie inbeffcn Bei mel^reren ©ISttem auc^ toiebcr fcl^tt. — 
Slütl^cnlnofpen g. 3. furgfegetförmig, fajl fled^enbf^)it , bunfelbraun. — ©om^ 
mergtoeige trüb oli)}engrün, nac!^ oben btdtoeilen rbt^Ud^, mit )oieIen flar!en, n)ei|< 
grauen ^unlten. 

NB. 5)ie obige 3ei<6nung ifl nac^ ©ul^amel unb »urbe ber bereit« im vorigen 
Saläre fertige ^olgfd^nitt bcnutt. Sc^ I^Attc bie ©orte frül^er toon ÜJle^ger, boi^ gaben 
bie 3*o«iflc feine grud^t unb gingen bereit« »ieber ein. (5rjl 1860 erbielt {6^ fte 
»ieber \>on mehreren ©citcn. ©ie ma(%t fx^ burd^ i^re eigcnt^ümlit^en ©Ifittcr be= 
fonber« intereffant 3. 



185 
No. S43. Settmotte t$u »«gL $)iel ii, 2. 3.; 2uc. vi (V), 1 (2) b.; Sa^n ni,3. 




iKe Ütt^amMt WÄ Äugt, ©icr »f (meipmirK.) 3H)rit-@ommer, 

J^cimat^ unb aSötfommcn: ®iel erhielt jtc t)OU gilafftcr in 
^ati«. (5r l^atte 3lotJ^, bie richtige ©orte ju crl^altcn, benn fd^on 
fräßet, ti)ie Jcjt no(^, tourbcn anbete SGBintetbirnen bamit t)eTtt)e(!^fett 
unb nur Cuintin^e unb Perlet toaren batüBer mel^r im Rlann, aBet 
unter {t(^ nic^t ganj einig. @ie foQ au8 ber $rot)tnj 33ugt an ber 
©at)09er ©renje aB^ammen. 

Literatur unb 6^non^nie: 5)iel befd^tieb fic im ^eft V, ©. 3 aUSBerga? 
motte »011 ©ußi, la Berg. -de Bugi. SBergl. auc^ ®^njl«^ ^btob. @. 161; 
5DittT. I, 6. 774; Obcrb. ©. 275; 2uc. ©. 215. ®ic filtere fiiteratur Ifi toeniö 
erfpriefilic!^. SJul^amel ^citk pe ni^t, fonbem imr bie SGöiiitetbergamotte, Berg, de 
Paques, bie aber ))telfa4 bamit loenoecbfelt loirb, tvie benn auc!^ jei^t no^ Gat. Lond. 
bie Berg, de Bugi bto6 (lU (5^nont)m ber genannten angibt unb id^ felbfl aU Berga- 
motte de Paques au« $ran!rei(^ unb Belgien au(b nur bie Sugi erhielt ^o(^ |at 
pc S)ecai«ne unter bem S^iamen Poire Bugi richtig unb bilbete fte Sicf. 19 giemli^ 
i»on gletd^er gorm unb @r5^e toie oben ab. $[U ^^non^me l^at er MiniBtre, Nicole, 



184 

• • 

©ttclc ju cnbigt jlc Balb Wnger (xok obcu), BalD ganj futj legcl« 
förmig unb jlarl aBgc jlunH)f t ; oft etwa« bculig unb ungleich in bcr 
SRunbung. 3n gett)ö^nl{(ä^eir ®x5^t ijt fic 2V2" breit unb bi« 3V4" 
lang, am @^)alicre »irb fte merHid^ größer. 

fteld^: Hein, ^artbldttrig, offen, flac^jle^cnb, o^nc Sil^abenl^elten. 

©tiet: ^oIjig/,n^t ganj 1" lang, obenauf in einer Keinen SSer^ 
tiefung, oft neben einem jlarlcn ^Jtfen 

@(^ale: etti>a6 flarf, glatt, ^eDgrfin, fpÄter gelblich ober ^eDgelb, 
ol^ne 9t0t^e, mit jal^lriif^en brauulid^en Sßunften, um Stelc^ unb @tiel 
auä) ettt)a8 9to^. 

glcifd^: na(§ $)ier feft, feinförntg, faftig, am ©^allere l^alBfc^mcIaenb, raus 
fd^cnb, bod^ auflböltcft, im grcicn crgogen abfnarfcnb, t)on flctoürjl^aftcm, fel^r fü^cm 
ganj eigenen, bem ber SBirgouIeufc eltoaö fil^nlid^en (Scfc^mad, toar an ben fel^r großen 
grü(i^ten, tt)ie ic% fte öon ^erm Dr. 2bpcr erl^ielt, nur in ber Ueberreife Ht^W^icl^ 
jenb, an einer Heineren grud^t au« 5(nger« jiemtic^ grobfBrnig, trocfen, abfncufeitb, 
fabefül, »ie fd^teimig, unb jm S^eifd^e bcr erjleren geigten fic^ auc^ giemli(5 ©teiae. 

Äernl^au«: t>ol][ad^fig, mit jiemlit^ tiel Warfen Äörndjen umgeben, Hein unb 
unregclmSBig, ^at oft nur 4, bi«tt)eilen felbfl nur 3 jtammern, bic oft 
nac!^ ber STc^fc ju offen jinb, Äeme faffeebraun unb langgefpifet, mit einem flarlen 
§Wfcr, Bfter« taub. 

JÄeife unb Df^u^Hng: jeitigt im 3(^)rit unb SKai unb l^&It ficft au* no(^ 
ISngcr, toelft aber, gu frfil^ abgenommen, gern, barf bejljalb üor ©nbe Dct bt« Änf. 
SRoobr. nlÄt abgenommen »erben. 3f^ jum SRol^genu^ laum brauchbar, bod^ »egen 
il^rer langen $)auer fd^5fecn«»ertl^. 5DieI gab il^r I. SRang; 2:ougarb lobt fte nur 
aU l^od^birne. 

eigenfc^aftcn be« öliumc«: biefer to&c^fl fel^r flarf . betäubt ftci fd^'6n, ge^t 
fafi ^^ramibal in bie fiuft, fe^t ticle furjen grud^tf^icfc an, ioirb aber erfl in ben 
mittleren Salären >cd^t tragbar, ^le ©Ifitter fmb cUi^jtifd^, meifl groß, IV4" ^rcit, 
mit ber etwa« langgcjogcnen Bpiiit 31/4" lang (nac^ S)icl uom ©ommerjtoeige 2V4 
bi« 28/8'' breit, 31/2/ oft 4" lang, bie unteren SBlStter noc^ gtogcr), fte ftnb in bcr üKitte 
flad^, iebo(§ gerne ettt>a6 gctounben, glatt, l^cU grasgrün, gISnjcnb, am 9(1 a übe flarf 
toellenfbrmig gefrSufelt unb babei mit jhim^ff^tfrigen unb bogenförmigen 
ä&'&ncn befc^t, bic als folcbc meifi nur an ber ©pifte beutlid^er »erben, ©elten jeigt 
bad SBlatt l^ie unb ba totr!lt(( ^infd^nitte ober ^udbud^tungen, n)ie bie @id^enbl5tter, 
an bic e« nur burd^ feine flarfe, nod^ 35u^amcl mc^r bem f raufen ^ol^Iblatt fi^n- 
lid^c ÄrSufelung erinnert, bie inbcf[en bei mel^reren ©ISttcrn aud^ totcber fe^lt. — 
Slütl^cnfnofpen g. 3. furjfegelförmig, fafi ficc§enbf^>it , bunfelbraun. — @om* 
mergioeige trüb olioengrün, nac^ oben bidmeilcn rbt^Ud^, mit melen Warfen, u>ei|s 
grauen fünften. 

NB. SDic obige 3ci<6ttung ifl nad^ ©ul^amel unb »urbe bcr bereit« im tjorigcn 
gal^re fertige ^oljfd^nltt bcnufet. 3d^ l^atte bie ©orte frül^er t)on QJ^etger, bod^ gaben 
bie ^toti^t feine grud^t unb gingen bereit« lieber ein. @rfi 1860 erbiclt id^ fic 
ttieber »jon mel^rercn Seiten, ©ie ma(%t fic^ burt^ il^rc eigent^ümlic^en ©Ifitter bc* 
fonbcr« intereffant 3, 



/ 



185 



No. 343. 8ev|iiit0tte um »ngi. 5Diel ii, 2. 3.; Suc. vi (V), 1 (2) b.; Sa^n in, 3. 




^cimatl^ itnb SBötfommen: ®icl erlieft pc üon gilafftcr in 
^ati«. (5r l^atte 9iot]^, bie richtige ©orte ju erhalten, bcnn fd^on 
frfil^er, tt){e je^t nei^^^ \t)UYben anbete SGBiutetbirnen bamit t>ertt)e(^feU 
unb nur Cuintintjc unb SKcrlet tt>aren batüBex mc^r im ßlaren, aitt 
unter ftd^ nii^t gau} einig» @ie foQ au8 ber $rot>tnj 33ugt an ber 
®a\>o\)tt ©renje afi^ammen. 

Literatur unb ©^non^tne: SDiel fcefd^rteb fie im $)eft V, ©. 3 aU ©ergas 
motte J)on ©ugi, la Berg, «de Bugi. SSctgt. au<!^ ©^rip«^ ^btob. @. 161; 
5Dittr. J, ©. 774; Obcrb. ©. 275; 2uc. ©. 215. ®ie ältere fiiteratur ift tocnig 
erfprieSIid^. SJul^amel l^atte fie nid^t, fonbern nur bie SGBintcrber.qamottc, Berg, de 
Paquea, bie alber )9ielfa4 bamit t)enoedkfelt toirb, tvie benn ctu^ jje^t noc^ Gat. Lond. 
bie Berg« de Bugi blod aU 6^non)^m ber genannten angibt unb i^ felb|i al6 Berga- 
motte de Paques aud ^ranfreid^ unb Belgien autb nur bie ©ugi erl^telt ^oc^ |at 
f e 3)ecai«ne unter bem !Ramen Poire Bugi richtig unb bilbctc jie Sief. 19 giemlid^ 
))on gleicher gorm unb (Bxhit roxt oben ah. ^Id ©^non^me l^at er MiniBtre, Nioole, 



186 

Violette, Gcosse ronde d*faiver, l^era Spina. IN betrautet fkt a\$ eine „©oite-SovieMt* 
ber ©oulerö, tmt iveld^er fle öieleö gemein l^abc. 3" P<>™- ^''*°®- ^ ®- ^^ 
tab. 37, ifl ftc, »enn au(| \)ont ®|»liere, t)on fold^er ©roge unb ©tiöBnäffcit ab^es 
bilbet, »ic Jic fetten Dorfommen mirb. 9(1« 6^non. gibt aj^a^er an: Di^icotauöbirne, 
Poire de Nioole. ^rleflerbirnc/ du Mmistre, SSiotette grofte runbe SBintcrbornbtme, 
P«o-Spina in StaJien. 

®ejlalt: rituub ober frcifclfßrmig, naä) bcm ©ticic ju auf einer 
Seite faum merflic^ eingebogen unb jlarf abge^umpft fpi^, 2i// Breit 
unb 2Vt— 2V4" ^od^. 2lm ©paliere foH bie grud^t bi« 3'' breit toerben 
lönnen. , 

Äelc^ : furjs unb jleifbidttng; halboffen, fla(ä^? ober feiert«, jmoeilen 
auA tiefer etngefenft. 

©tiel: iVi" lang, mei^ jlarf, oft fiiofpig unb ettoag warjig, 
l^oljig, bunfelbraun, oben auf ober ]ä)toaä) oertieft ^el^enb, meifl neben 
einem ^iitx* 

®ä)ait: ^eOgrün, fpäter btaßgelb mit feinen Brdunti(^en fünften 
unb tftoa^ 9toflanf(ugen befonber^ um ben 9dä). 

gleifd^: mattweiß, ettoa« Wrnig, jicmlid^ faftrei(!^, ^albfcfimcljenb 
ober raufd^enb, am Spaliere n^o^I aud^ ganj fiS^meljenb, t)on angenel^mem 
ettoag fc^mäc^ fducrli^en gctofirjrei(^cn 3w(Iergef(^ma(f. 

Sernl)au^: mit etma^, boci^ niä)t ju ßarfen J{5rnc^en umgcBen, 
flarl ]^o]^Iad)ftg mit großen ffiammern unb meljl ooDfommenen fc^warj» 
braunen langfpi^en Sfernen, bie einen Keinen ^odter l^aben. 

9'leifeunb9'?utung: $)ic grui^t reift ©nbe ^Iprit ober 3lnf. Wai, niuf aber 
lange l^Sngen, fonfi toelft fte, nimmt im bun^ft itctter an^ iD'^oDergenid^ an. 3nv 
greien »irb bie 53irne in aRciningen nirgeniPgut, pe bleibt rübenartig unb bie 
©<^alc ifl meifl öoKer fd^njarjer giccfcn, bie tief \n$ gicifcb einbringen, äud^ Ober= 
biecf unb Siegel fonnten fie nur fetten fcbmctgenb crjieljen. ^d) l^attc fie iebo(b*1861 
öon einem Xopfbaum tjollfommett auögebilbet unb flecfenlc«, fic war @nbe ^ntar 
bereits t)atbfd)mct3enb unb bürfte fpSter aud^ no^ ganj f^metgenb gen>orben fein. 
®en (5Jef(^ma(f fanb id^ toie oben gefc^itbert. 5)ic Sorte »erlangt alfoSd^u^ unb 
am beflen tool^l bie ^rjiebung auf Duitte. Unter fotc^en SSebingungen mag man 
fte pflanjen. 

@igenf(^aften bed Saume«: biefer ujäd^fl flarf unb ifl nad^ 2)iel fru^tbar, 
l^ier trSgt er aber fcl^r »cnig. — - SBlätter eiförmig, oft ilcmticB Ifingtii^, mit auö« 
laufcnber ©pi^e, 1— 1V2" breit, iVi— 2V2" lang, öfter« om JHanbe ctn?a« »oßig, 
gan^ranbig ober nur an ber Spi^e geffigt, giemtid^ bunfelgrün, boc^ nic^t fel^r gl&n^ 
jenb, S9lattfl5d^e fafl (^agrinartig unb burd^ ©iegungen unb galten uneben. — 55lfis 
tbenfnofpen groß, fegelförmig, fanftgefj)itt, bunfefbroun. — ©emmcrjtecige 
gelblid^ grünbraun, mit fe^r feinen gelblid^en fünften. cv 



187 



No. 344/ iaiittOb. $)icl III, 2. 3.; Site. XI, 1-b.; Sal&n V, 3. 




iQiliegar]). Ol^erbicrf (loan SWonö). ff. K. Söinter M« Ofiern. 

^timat^ unb 3SorIommcn: ^anb ftc^ unter bcn t>on toanSRonS 
namenlos an OBcrbicd gelangten ©orten unb i|t eine ber fd^d^Barjlen 
ßod^Birnen für ben Sffiintcr. I)a OBerbkcf eine gleite SScgetation unter 
aQen^feinen Belgifd^en Sirnen ni(^t pn^et, glauBt er, ba§ bie %xx\ä)t 
»0^1 ben legten ffernfaaten bc8 ^ertn ^an ?Kon8 angel^ören möge (t>on 
bcnen er Befonber^ SReifer fcnben tooHte) unb no(^ ganj unBefannt fei. 

fiitctatur: OBerbiecf« Stnicitung 6. 352. 

©eflalt: jwift^en ffegeU unb Ärcifelform, meijl bitfBaud^ig freifet 
fitmig, um bcn Äeld^ plattrunb unb jJarf aBgeflumpft. 5Ra(^ bcm .©tielc 
ju mac^t bte ^xu<i)t meijl eine fanfte SinBlegung unb cnbigt mit furjcr, 
biäcT aBgejiumpfter ober auc^ etn>a3 freifelförmifler &pii^. @ie ifl 2V«" 
Brett unb 3" f)oä), oft eBen fo Bo(^ a(^ Breit. 

Äel(^: l^artf c^alig , Hein, offen, aufre(]^t, in meiter jiemli(!^ tiefer 
Senfung, mit eitoa^ flachen 93eulen an beren 9tanbe, fo ba^ bte ^rud^t 
auf einer @eite meifl ettoa^ fldrfer unb ^ö()er aB auf ber anberen n)irb. 



188 

©tiel: ilar!, ^jig, oft gcfrfimmt, Biä 2V4" totig, in flauer (SruBe, 
ober axiä) oBen auf tote eiuge|le(ft. 

©(i^alc: ^ellgrun, auf bcm Sajcr, wenn fpdt gcBro^en, jtile^t 
l^ellgelB; BtdtoeÜen mit ettoa^ matter Braunlt<!^er Siötl^e^ mit ja^lreic^en 
jlarfen unb feinen Sloftpunften, unb l^ie unb. ba cttoaä SRojl. 

gleif(^: jiemli(^ toei^, fein, ganj ^einfrei^ ablnatJenb, oon reinem 
fel^r angenehmem Qnä^XQc^ifmad mit fc^loflpd^er ©dure. 

fiern^aud: ftarf l^ol^taii^ftg, 2erne meift unooSfommen. 

8leifeunb9iufeung: ©ie %xviä)t reift in bcn SGBintcrmonaten 
unb l^SIt fx6) iii Dftern, jte fann in Beffercn ^al^ren fti^on um 3Ri(^aeU8 
gcBrod^en tocrben, in füllen ©ommern ettoa ben 10. Biä 15. DctoBer. 
3[]^re mei^ jiemlic^e ®rö^e unb i^r angenel^m fduerlid^ fü^eä ^ti\ä) 
machen fte jum £o(^en unb ©d^ni^n feBr geeignet.. 

ßigenfd^aften beg 93aume^: Dicfer ijl gefunb, ioad^fl frdftig 
unb trdgt reiii^Iid^, f^eint jebod^, nac^ bem äSerl^alten \>ti $roBe|n)eigd 
in 9R,, gegen falte Sffiinter em^jtnbli(^ ju fein, litt in foI(!^en immer 
mel^r ali anbere ©orten auf bem ^ume, toa& bagegen na(fy OBerbiecf 
in ^flienBurg niti^t ber %aVi tooXf too ber grofe ißroBegioeig feit 1840 
gefunb mdc^ft unb mehrere l^arte SSiuter unBefc^dbigt uBerftanb. !Die 
ffildtter be8 mit DBerb. Steifem gefertigten 3tt>eig^, ber mir leiber im 
oorigen Sa^re gdnjlit!^ aBparB, ^aBe iä) mir angemerft aW BreiteCiptifd^ 
mit ettt>a^ oorfte^enber (b. ^. l^alBaufgefe^ter) ©pi^e, Bi^tocUen im oor^ 
beren X^eile am Breiteten, oft jiemli^ gro$, IV4 Bl« fafl 2" Breit, 
mit ber V»" langen ©pifee Big 3V?" lang, amSlattfaume mel^rent^eilS 
wollig, meijl fein- unb oerlorcn unb nur an ber ©pi^e gcfdgt, am 
SRanbe oielfac^ tt)etlenförmig , meijl ettoaä fn^clförmtg, fe^r bunfelgrün 
unb gldnjenb; bie aSlüt^enlnofpcn al8 turjlegelförmig, fafl jled^enbfpife, 
gelBlid^ Braun; bie ©ommerjtt)?ige aU an ber ©pi^e oerbidt, grifnlii^^ 
Braun mit feineren unb gröBcren oiä^ergelBen Sßunften. — $err ©uperint. 
DBerbied l^atte bie @üte, mir auf meinen äBunfd^ noti^malä cin^^e 33tdtter 
be* a^rag^oljeg ju fenben, bie bie. oBen angejcigte ©ef (^^affenl^eit eBcnfo Be- 
fi^en, nur n\ä)t ganj fo gro|, unb nid^t fo Breit fmb unb IV»" tn ber 
S3reite nii^t öBerf (freiten , fo baf fie alfo tt)o]^l nur aU eUiptifc^, ini 
Sanjettfirmige üBerge^enb, ju Begelc^nen finb. Sd^ l^aBe fie oBen neBen 
bie gruc^t gejeic^net. 3. 



189 



No. 345. no^er {^afeiil0|f. 3)i6{ m, 3. 3. ; i^uc. xi, i a. ; 3 ai^n ni, 2. 




Kollier |tifeiifto|if;: mt tf. mnttt m ^tüi^ia^t. 

^^imatf) ujvb SBoxfornmcn: Sie fam Don ;3nfpcctor Ruffel 
in ®(abenBa^ im ^erjogtl^um "Sta^an an JDiel, tt)el(^er Bemerft^ ba^ 
eine »irne b, 91. 6alb aI8 Sffitnter« Balb olä ^erbflBirne in dttcten OBjl= 
»erjetc^niffen ficj^ pnbe* — ^if Bcfambie gru^t ou« bcm $ennl§&ufet 
©oTtlmente in SSerlin unb aud^ fp&tet t)on i^nt. ^ofgoTtenmeiflet Oord^et^ 
in i^erml^anfen Qtoti^t, fo baf i^ bie Sefd^reiBung Itefctn fann. 

ßiteratut unb ©»jnon^njc: 3)iel V, ©. 204: JÄotl^eT ©intcrs^afejns 
f ot)f. (&t mad^t barauf aufmerffant, ba^ ÜJ^a^er« (bi« ^^br. bauembe«) (SfeUmauI, 
Beqn&ie inPom. fr. tab. CII, ,nur ni(^t um ben ©tiet" ^el^nlid^feit ^abe. f)ecaidne 



190 

Bat 33b. III, ßief. 31 ; ot« Bequßsne jcbo(6 eine anbere, im Dctober rctfcnbe öirnc 
öef(6rtcbcn. — SDSic mir ^crr S3otd^erö fagte, l^ält Obcrblcdf bic @rünc (5onfcf[etes 
bimc, X. O.^®. vni, ©. 19, tab. 2 für tbentifc^ mit bcr Dorlicgcnben. ®icfc ift 
alletbing« ganj Äl^ntid^ bef(5riebcn unb dBgcbilbct, unb fagt ^idflcr, ba6 fie, bic ÜJlanger 
für eine SSarlctät Dom ®änfcfopf l^alte, um (Botf^a al« lange bauernbc ^od^birnc fc^r 
gef(^ätt toerbe unb fold^e ©irnen mit iDicl^lflBfen Jür bcn bovtigen ÖHibmann ein 
öefleffen feien. — $)o(^na^I l^at fie ©. 147 no^ 5kel. ' , 

©ejialt unb ©rofic: ^a^ SDiel iil bie gruc^t anfel^nlic^ groj, t)om ^o^^ 
fiamm 21/2—23/4" breit unb 31/2" lang, in i^rer gorm etn.>a« unrcgfeWiägig, lang, 
oft ettoaö eiförmig, biöttjcilen au(i^ mcl^r fegclförmig, ©ou(]& balb in ber ÜJHttc, balb 
mel^r nad^ bem Äclc^e l^in, um biefcn bau) flum):ff^it, balb lieber fo abgcrunbct, 
ba| fie aufiicl^en fann, nad^ bem ©tiele ju eine abgejhimpftc fegelfßrmigc ©v^^c 
bilbenb. 5Dur(^ ilarfe unb breite ©rl^ebung beß 93au(^« t>ieler Jrüdf^te ujerben biefc 
gleiti^fam frumm gebogen unb erlangen baburci^ bei il^rer djarafterijlifc^en ©ilbung 
um ben (Stiel mit einem »t>afenfö|>fe Slel^nlic^fcit. 

Äeld^: fi^mqrgtrtaun, ^art= aber fpi^blÄttrig, in eimsr fleinen tieferen ober fla^^e? 
ren ©enfung, bift..«ft mit eiwjeln fortlauftnben ©cul^n bcfefet ift. 

©tiel: flart meifllaug, ^oljig, fie^t obenauf mie eingeöiiiat, jetoi^ mtift mit 
flar!en beulen umgeben, n)ooon fic^ oft eine fc^nabelartig crfeclt unb »orin man 
STel^nlid^fcit mit einem ^afenfopfe gefunben l^at. 

©(^ale: ftarf, fein raul^, l^ellgrän, f^jStcr m'e^r gclbli(^ Hnb gule^t ganj gelb, 
an ber (Eonnenfeite mit büperem eibartigen dict\) oertvafc^cn, äu^ mit Dielen fel^r 
jlatJen braunen fünften unb flelleniocife mit balb feinem unb jerfpfcngtcn, balb mit 
iufommenl^&ngeiibem raul^en dto% 

glei|(^: fd^ac^ grünli(]^ »H6/ ettoaö fornig^ nt^t föft«i(^, abfnadCjenb, l^ülftg, 
riibenartig fefl, Don fü^toeinfSueftic^cm ©ejc^macf. 

^crnl^au^: mit jiem(i(^ Dielen jlSrfcren ^brnc^cn nmgcbctt, l^oi^Tacbfig, Kammern 
nod^ 2)teT enge, \i^hi mufc^elfbrmig , mit ^jlattcn DoUfomme«^ l^ttjimmtfarbcncn 
Äcrncn, bic an b« Don mir oben geseid^neten grudbt ganj festen, tok übcrl^omjt 
bic jammern eigov^mlid^ !lein unb f(^mal toarcn. 

iÄeijc unb S^hi^uug: .$)ic 53irnc reift im S^nuar unb l^Slt pd^ bi« ^Dlfirj, 
»0 fic na* S;iel ju fe^r ttjclft, loie aud^ bic Don ^.etrn ©ord^er« etioa« frü^ abge= 
nemmcncn grüd^te bei mir im San. bereit« jicmti* getoclft n?aren. 3^ f^^^^ «ine 
rcc^t gute Äod^fi'U(^t, iocju fte au(5 3)iel allein empfiel^lt. 

@ige«f(!taften bce ©aumes: S)erfclbe njirb nadf) 5Diel grof, mad^t eine 
breite Ätone mit f|)errl^aftcn Seitjtoeigcn, fcfet Diele furjc grudjtfpieje an unb belaubt 
ft(5 etiDa6 büfler, trägt fel^r reic^li(^. — $)ic SBlättcr Don $m. ©ord^er« B^^'C^Ö«! 
finb oDal, au* öfter« cüi^tifd^, njie fic SDiel f^ilbert, mit furger fe^r fd^arfcr, l^olbauf* 
gefegter ©^ji^e, IV4— IV» ^reit, bi« 21/2" lang, glatt, unbeutlid^ unb fein, nur na(§ ber 
©pt^e l^in gcfSgt, oft ganjranbig, bunfelgrün (nad; S)iel ganjranbig, trüb grasgrün.) 
S3lütl&enfnofpcn ettoa« eirunb, fonftgefpi^t, bunfelbraun, mit ©eibbraun gcfdumt, 
an bcr ©pi^e oft ettoa« brouniDollig, am ©runbc grauwei^lid^. — ©ommcrgiDcigc 
grünlid^ braun mit toenigcn feinen tDcifiUd^en fünften. cv 






191 

No.346. ffarti »itl in, 2. 3.; Sac. 3UI, 1 >.; S"^» "I. 



Carl "X lau« J&trm^auffn.) «t- 50Mri «imt, K. 

J^cCmAt^ vnÜ Soitommen: ^ie giut^t bitfeS 9Iamen$> t#. 
von Cäiarles X, nmai^ ^e fraitjSfifi^et 9Iiflamtmiiig w&xt, fiiibet ft^ 
angepfCnnit in bet fflönigl. CSjiplQntafle ju ^errntiaufeti 6et ^annooer- 
§err ^j^tttmufiftei SBord^erS ^atte p« Sei ben 3IugileDungen in SSerlin 
tfnb IS^l in ^tfutt unb war fo gütig, fte mir gu äterlaffeii, au^ 
mit [pätet ©olj unb SauB ju fenben. ffio^er fie na* ^gtertn^aufen ge» 
tommen Ip, ^at mit ^t. ©. nii^t mitgetfjeilt. jjet SHamen ift aiilodenb, 
btw^ i|l bie gtuctjt ^aul3tfd(^Iicl) nur jutn flogen geeignet iinfc tjat un= 
fltfa^r mit bfm Hleinen ßafenfopf (58b. II, @. 523) gleit^en ^txt^. 
C(W;l X foinite fiÄ) barin mit Louis Philippe ti5|ten, unter ttiefAem 
Sanen au^ nur eine gtofe int @e))tem&ei unb Octobet leifenbe flo^l' 
biinty lefannter iio(^ unter bem ^amtn Grand Salomon, ge^t. iSi 
ifl tVD^l $flid)t ber $eiauägeber, aui^ ^lü^te bie[er @attung befannter 



192 

au maä^tn itnb ^aU ^ j. SB. k>om $rn. ©uperint Oberbied im SBinter 
1862—63 auc^ no^ eine 2Bmter^ftönigdBirne unb eine ^itbee^eimex 
SB.'ftod^Birne gefe^ett, tt)e(c^e in biefelBe Sategorie ge^lhren unb Beibe 
tt)ol^I au8 bem fte^cne be^ ©ro^en ober A(einen Sa^tntop^S entflani^en 
ftnb; t>on loeld^en bie Ie||i|genannte bem ftL fi, am nd^flen' fle^ tmb 
koenn bie SBegetation trifft, #o^I aud^ biefelB^ Srud^t i% — Unter bem 
»amen (Sari VI. ^at ®iel jud. im f^ji. SBerj. litöer 5»r. 36T eine t)on Dan 
SRon^ erjogene, im Ott [(^meljenbc SButterBirn« Bef^rieBen. 

Stteratur unb 6))nonl>me: ^te mir |u Gebote {lel^enben ©(Briften unb 
Qeqetc&niffe enthalten feine iBirne bed 9}amen9 Gbarles X. ^age^en ifi bemerfUt^ 
|u ma^m, bog D'iapoleojie SQiitterbime, toic in 33b. II, ©. 139 unter biefer angegeben 
i|i, l^ier unb ha Charles X.- genannt totrb. 3m ©etliner ©er. l^abe it^ anillefii|rt, 
bofi 00^ Belle Noisettei Cafisante des bois, Ofttillac rosat, Fonterable, Qros Luoas 
unb EVanchipanne (ni<lbt m perivedjfeln mit SDiel« 6crtc biefc« "ifiamen« , ©b. II, 
©. 316 be« SDufh. .&anbb.) au« £crov« ©ortiment jn ©erlin, unb Delvigne be0 
^rn. ©prd^er« mcbr ober toeniger, befonbcr« in mau^tn Jrüc^tcn, gum Oro^m ober 
l^leinen Jta^enfovf l^inneigen. ^ie ©egetfttu>n ipürbe manchen 9(uff(^Iug geben. 

©eflalt unb <Sr5$e gibt obige geid^nung. 9Ran toirb bie ^ofit l^iemacft 
freijelfßrmig, nac^ bem ©tietc gu (tttoa« birnförmig) fcgclförmig nennen fonnen. 

Äeld): Hein unb graublättrig, gcfd^Ioffen^ tt)ie gufammengebrürft burd^ ©eulen, 
bie ü^n umgeben unb bie (Sinfenhtng beengen. ^o(^ gel^t bie Jtelc^öl^Ie Jtief ^etab. 

©tiel: ftarf unb l^oljig, giemüt^ lang, fle^t auf ber abgeftum^)ften ÄegeTfpi^c 
mit gleifd^ringeln umgeben. 

©d^ale: glatt, bod^ bur(^ T5mige Unterlagerung roxt bie be« ©ro^en ^a^en^ 
!o|>f« ettoa« uneben, »on gdtbe lebl^aft dtroncngelb, mit angenehmer ftarfcr ff(hff}t 
ati ber ©ounenfeite, mit feinen bräunflic^en fünften unb ettpad n)enigem 9iofl. 

Sleifd^: auff&üig unb fiarf gelb, tt)ie e« bad M trogen ^a^enlopf« nid^t ifi, 
fein, faftreic^, abfnadfenb, t^on f(l^n7a(^geu)ürgtem etma« fäuerlicb fügen (Sef^madCr n0^ 
angenel^m gum Slol^ginug, boc^ tebenfaH« ge!o(!^t am beflen. 

Äernl^au«: mit nur fleinen unb »enigtn Äörnd^cn umgeben, ^ol^IaÄflg mit 
mel^ligraarfiger lHu«fUtbung, Kammern grog, mit grogeit DoHfommenot, am ^o^fe 
^ttoad breiten, mit einem fel^r geringen ^bdPeranfa^e 9erfel^eH Kernen, bie immer 
no§ ein »ciglk^e« ©pitt^cu l^atten. 

SReifeoinb lÄutung: $)ie Jrud^t l^ält fid^ gang gut W« in ben St^til, fc^eint 
aber ein langed Rängen am ©aume gu Derlangen^ inbem bie 3rü(!^tc be« 3a^re« 1861 
xio^ unb'na(b eth)a« weiften. 31^ befonber« nur aU eine f)>&te SSSinterfo^bime gie 
em))fe^Ien. 

(Sigenf(^aften bed ©aume«: natg $m.'©ord^er« n)5d^fl er !r&ftig unb auf« 
re(^t mit loenig ab^enben gtoeigen, über feine ^ragbarfeiit fagt er ni(^td. — 
©IStter einiger jungen au« ^erm^ufer 3^(td^ angfig^gener ©äume ISn^tid^ ei« 
fbrmig, glatt, ettt>a« grob^, fc^arf« ober fiumpfgcfSgt, fel^r bunfcigrün unb gWngenb. 
— ©lütl^enfnofpen grog, legelförmig, fanftgefpi^t, bunfelbraun, ^elbrau« %t* 
r&nbelt, glatt. — Sommergtoeig^ griinli^ gelbbraun, an ber ®.6. rbt^lid^ teber» 
färben, fein loeif grau punftirt. 

3. 



193 
No. 347. «fette 9riViinte. 2)ie( n, 3 (2) a.; 2uc. I, 2 b.; ^a^n n, i 




(SeUie irä^Wrne* 3)iel. »tt. @nbe ShIu U tage. 



^eimat^ unb Sorlomtnen: ^an tnu^ {Ic^ iounbern, ba^ biefe in S)etiifd^' 
(anb t>erbreitete, fel^r gute, frül^e IBirne, bie ic^ in meiner ndtbUc^eren ©egenb lieber 
effe, a(d bie atoar fcffmetjenbere, ober )u getoür^lofe ©rüne SRagbalene, bon ben 
9<mu>(Dgen nic^t nte^r bead^tet iDorben ift, iDdl^renb fte bei reic^fter, faft unauiSge^ 
fetter 2;ragbarfeit unb il^rer iBrauc^bar!eit für aXarft unb ^üc^e ^äuflgfte ^npfiart" 
aung berbient, unb bie aXüdfirte i^rül^birne unb Sol^annidbirne an ©Ute mntli^ 
fibertrifft. 2)iel l^at fte o^ne Stoeifelbef daneben aU kleine ge^Ibe ^rül^birne, ffat 
aber tool^t nur ^vüäfU aud un^affenbem 9oben gel^abt unb i^ren äBertB ni^t ge^* 
^^0 defc^ä^t. 9((d9lbbondbirne lobt fie ber jüngere S)iel in ber 2ten ^ortfefung 
bed (Satalogd fd^on tveit mebr, gibt aud^ bie ®rö(e auf r* »reite unb 21/4" $öbe 
an, toelc^e ®rd$e fte fübUd^er in )>affenbem S9oben erlangen lann. — S)a id^ fte 
^on 2)iel unter falfc^em 9{amen erhalten l^atte unb ben redeten 92amen lange nid^t 
erfo^en fonnte, befc^rieb id^ fte in meiner Einleitung ioegen i^red häufigen Sor« 
fommend im $anni>berf(^en ald ^annoberfc^e SXargaretl^enbirne, ioeldjfer 
fHame toieber untergel^en muff. S)iefe geigte nc^ \P&ifv in gruc^t unb Sßegetation 
mit ber bon 2)iel er^ltenen Slbbondbime, unb ber bon Siegel belogenen ©elben 
Bfrfil^birne ibentif4 ti>«l(^er lette 9tam ber ))affenbfte ift.*) .^, 

*) 00 )ivti{le i^ anA vi^tmel^r, ba§ bie ]»oit mir bdannt gema((te ^amtotocif^e daloHBinu 
(90. £be. II, e. 189) bei eutem ülteren Sonutogen (leibet tanit id^ fftt ben «luaenblitf niAt toicbcr 
asfffaAcii bei ivelAem?) al« 8lot(e grcü^bitne ^oxtcmmt, toelt^et Kante» ba ^c mit obiges tclft, toie« 
bCK fe^t ^affenb \% 

{mnfhiTtee ^imbbtt^ ber ObIKimbe. V. IS 



194 

Literatur unb @i;noni^me: ^ie( @atal. 2ie ^ortf. @. 108 Stbbtfndbime, 
b^annt nad^ bem italenbertage 30. ^uH. Siegel, 9leue jtemobftforten $eft n, 
@. 81 ®elBe Srül^bitne, gibt bie ©rd^e nu( bon 16'" $öl^e unb »reite an, lobt 
aber ®üte für htn maxfi unb guten ©ef^macT. SSergt. ferner 2)iel m, 6. 203, 
steine gelbe grü^bime. Rtoeifel an ber gbentitdt Wnnte erregen ber iVa" lÄ»öe 
6tiet, ber fiemfdrmig aufuegenbe Jtel(^ unb bad afö c^arafteriftifd^ runb befc^rie- 
bene »(att. ^oc^ l^atte Siegel nad^ briefliche» 9Rittl^eiIung feine (Selbe ^übaime 
ebenfalls t)on 2)iel, beffen j^leine gelbe grül^bime mit £iegeld eingaben rec^t gut 
fttmmt. 3n Uebereinfüntmung mit S)iel l^alte ic^ 2)ul^ameld Sapin fflr btefelbe 
^ruc^t, bie ^l^rift im ^onbtoörterbt @. 216 ald Xannenbime befd^rieb. 9lu(^ JtraftiS 
Xannenbime, Xaf. 78 f^ig. 2, lann tro^ ber tttoa^ abiD^id^enben ©eftalt unb 
mer!li(^en di'öiU, bie Obige fein. (Sl^rifid 5tleine 9^argaretl^enbime, jtleine gelbe 
^^bime, Jtirfc^enbime (SoUft. $om. @. 510) ift tool^l eine anbere. SCuc^ ^^ecai«" 
ned Hativeaa I, Xaf. 13, fär bie er aXerlet unb 2)u^amel citirt, ift ^ioar bon ä^n« 
lieber eiförmiger @eftalt, ioie bie re^td gejeid^nete ^rud^t oben, ioirb aber nac^ 
bem ftarl borgef c^obenen , mit beulen umgebenen Helcffe fc^toerlic^ bie Unferige 
fein. Ob unb unter toeld^em Flamen fie ettoa in @nglanb befannt ift, fielet ba- 
l^in. — ©Ute Slbbilbung gibt ba« gen. Obfteab. 91. «ufl., ©ect. II, Äief. 10. 

©eftalt: ift eth)aä ber&nberlid^, balb !onifd^, mit mel^r ober toeniger abge^^ 
ftum))fter, oft aud^ faft in ben ©tiel auiSlaufenber Sj^i^e, balb me^r eiförmig, 
iVr-I'A" weit unb 1/4"! ^öl^er, bei ftärlerer SCbftum^ung ober freifelförmiger 
®eftalt aud^ fo ^odf ald breit, ^er 93aud^ ft^t me^r nac^ bem ^eld^e ^in, um 
ben fte ftc^ balb ^iemlid^ flac^, balb mel^r gerunbet toölbt. ^a^ bem stiele mac^t 
fle feiten eine menlic^e Einbiegung unb enbigt mit mel^r ober toeniger abgeftum^fter 
6);)t|e, bie oft mit einigen klingeln in ben @tiel ilbergel^t. 

^eld^: offen, ift, ioenn h)ie gemdl^nlid^ bie toeid^eren @))iten ber Sludfc^nitte 

i eitlen, aiemlid^ l^omartig, fielet in bie $öl^e unb ft^t in feid^ter S^ertiefung ober 
tel^t ber ^eld^toölbung gleic^. 

etiel: ftarl, an ber93afi« oft fleifdjig, V»— 1" lang, fi^t, meift bon einigen 
f^alten umgeben, voit eingeftedft, ift aud^ mitunter etioad auf bie Seite gebogen. 

©c^ale: glatt, fein, am 93aume fc^ön J^eSarün, anlegt ^ettgelb. @tarl be^ 
fonnte l^aben mitunter einen Lingua i9on ^ötl^e, bte getoöl^nlid^ fe^lt. fünfte fein, 
meift fein grünlid^ umringelt. 9loftanflüge nid^t l^&ufig unb nur fein. 

^leifd^: gelblich loei^, fein, in )pa^enbem ^oben unb ioenn bie^ud^t gelb' 
grün gebrod^en ioirb, ^albf^meljenb, üemlid^ faftreid^, in boOer Saumreife anlegt 
mel^lig, oon fd^toad^ jimmtartigem, fü^en 3u((ergef(^ma(fe, ber ftc^ aud^ bann no<$ 
finbet, lienn bie jiemlic^ gelb abgefd&üttelte grud^t balb berfj)etfet h)irb. 

Äern^tau«: gefc^loffen, mit feiner, l^ol^tcr Äc^fe; Äammern Hein unb eng,* 
Äeme eiförmig, bei ooHer Seife jiemlid^ f^btoarg, oft nod) weit. 

Steife unb 9lu|ung: 3eitigt in ^tefiger ®egenb @nbe 3uli ober Anfang 
«uguft, füblidj oft fd^on im falben 3uli. «l« frübefte Xafelfru(^t jum rollen 
©enuffe oft rec^t angenej^m unb für SJlarft unb Hüqe red^t braud^bar. Sa bie 
^rüc^te naA unb na($ s^itigen, ^at man ben @enu^ 14 Xage. 

Xtv 93a um ioäc^ft rafd^ unb gefunb, gebeizt fiberall, gel^t mit ettoad jer" 
ftreuten, nic^t ju fe^r Deräftelten Btoeigen, bie ftdj fjjäter burc^ bie grüc^te tUoa^ 
9&ngen, rafd^ in bte Suft unb fe^t an bem jal^lreic^en lurjen gruc^t^ol^e balb unb 
reic^lid^ gruc^t an. i)ie ©ommertriebe finb lang, glatt, nur toenig gelniet, 
grünlid^ lebergelb, nad^ oben oft röt^lid^ überlaufen, mit aai^lreic^en, matten, grau« 
gelblid^en fünften gejeid^net. 8latt m&^ig gro^, glänjenb, rinnenförmig, meiftend 
giemlidjf lan^^ unb f^i^eiförmig, oft auc^ naäf bem Stiele ettoag abnel^menb, 
amStanbe fetd^t unb unregelmä|ig ge^a^nt. ^Ifterblätter lurj, fabenförmig, fel^len 
meift. 31 n ben grud^ taugen finb bie furjftieligen ©lätter bäupg oüal mit furjer 
@t)ite ober breit eiförmig, bie langftieligeren eiförmig, oft felbft red^t lang» 
unb f^Ji^-eiförmig, liegen flac^ unb fmb faft nur gerönbelt, ober nur naci^ ber 
©^)i|e l^in beutlidj fein gejal^nt. Äugen hirj, breiecfig, fc^loÄrglic^gefc^u^H ftel^en 
unten am ^toeige etloa« ab, liegen nac^ oben an unb ft^en auf flad^en, toenig 
geri^»»ten Xrägem. Dberbierf. 



195 



No. 348. Sttd\dfkwu «imdttiJU IDiel II, i a.; 2uc. II, 2 b.; Sal^n III, i 




Irtifelfiinttige filonkette* a)ici. *tt. stnfanö «ug., oft 3Ritte siug., faft u 3:. 

• 

^eimatl^ nnb äSorfommen: ©d^eint fel^t tüentg t>erbteitet, i^etbient ober 
fe^j befaimter )u tocrben. ^iet erhielt fie unter bcm 9{amen Gros Blanqnet aud 
fand tinb nod^mald aud STletf. ©ie fam bon XUl no6} mit nac^ ^ertni^äufen, 
tOQ^er aud^ tc^ fte er^iiett, unb ftimmt mit ^ie(d SBefd^reibung. XoA tourbe fie bei 
mir felbft auf £iod^ftamm ettoaiS gr^^er, toar aber btSl^er in ^errn^aufen nid^t fo 
fru^tbar, a($ ä)iel angibt. 

Literatur unb (S^nonis^me: 35tel TI, 6. 77 ©ro^e fretfelförmtge 
Slanfette, Gros Blanqaet. ^ad ^eitoort (9ro^e blieb toeg, ba SDiet fagt, 
ba^ ed i^ nur im ©egenfa^e gegen bie $|erlfdrmige S3lanlet ^ulömmt, unb au^er^ 
bem ber ^am^ Gros Blanquet tüoffl richtiger einer anbern 93ime ge^drt. 6^on 
2)tel bemerft, ba^ feine gfrud^t ioeber mtt ber Gros Blanquet Quintin^ei^ (beffen I, 
e. 261) nix^ mit ber bed 3)ul^amet (UI, 6. 14) ftimme unb tou^te berfelbe fie 
auc^ nid^t unter ben 4 Blanquets dtienned ober in ber bon 3Rerlet neben feiner 
Petit Blanquet ober Poire de Perle noäf aufgej&l^ften Gros Blanquet, aud^ Musette 
d'Anjoa genannt» auf^ufinben. ^alh unb l^alb fd^eint S)ie(, trol feiner 3^^f^^ 
toegen ber t^on XvJfcaaü mit ber ber Cuisse Madame berglit^enen S^egetation, feine 
gruc^t für XuffcanM ald freifclförmig befd^riebene Gros Blanquet rond (beffen 
Sb. in, @. 15) gel^alten unb bedl^a(b aU @r. Ireifelförmige S3(anfette befcffrieben 



196 

)U ^oben. — 9>e€atdne 1^ JoiiH)^( eine Gros BUmqnet mit ben ®bnon. Oroiee Blau« 
qnette, Musette d*Anjou, Gros Boi Louis (Jard. fr. Bb. I, Xaf. 47) unter (Eliot 
)N>n SRetlet, Duint. unb 7>vi!^am., toie an4 (9b. Y, ^af. 15) eine Gros BUnqnet 
rond (ebenfaEd mit bem ©bnon. Gros Boi Louis unb inbem er ^ul^omel cttirt). 
etfUte ifl mej^r I&ngU^ unb {tOder MrnfBrmig, ald 2)te(d grud^t, unb bie »t&tter 
ber bon 2)ecatdne erhaltenen Stoeige ^aben nid^td bon 9Boue. 6eine Gros Bisa- 
quet rond gleidjft unferer grud^t me^r, auc^ in ber gef (Gilberten Segetation, aSein 
bie toenig unb nur M fel^r tragbar gelobte ^rud^t retft (Snbe &tptbx, (to&l^rmb 
bie M Xu^amel (Snbe ^u(i )ettigt), toed^alb ^ier toieberum 3toeife( obtiKttten, 
benn auc^ (Stienne ^atte eine im @e))t. aeitigenbe, runbfid^e, aelblid^lvet^, angeblidjf 
ober fe^r gute Gros Blanquet. — Unferer ^d^t fel^r ä^nUc^ ifl bie Gros Blanquet 
rond ber .Pool franoon. @. 238, %a^. 65, bagegen toenig fotool^I in ^arbe tote 
(S^eftolt bie Gros Blaaquet rond Xaf. 76 ber Pom. austriao. — (Sl^rifi tat $blob. 
gibt nur aud franjöf. unb anberen SBerfen. — %, O."®. ^at unfere ^rud^t ni^t. — 
ä)ittri(^ m, @. 116 ^at 2)ietö gfruc^t, fögt @i(berbime unb aud 9loifetted $bb. 
6. 288 Boi tiouis a(d @i;n. l^in^u. — @(^n)erU(^ ioirb man in engl, unb anterü. 
9Ber!en über fle 9Cu6!unft finben. 

®e{ia(tunb®rdBe: fel^r äJ^nlid^ ber Sdfftragenben Sergamotte, bodjf frfi^ 
reif unb mit fel^r abh)ei(^enb'er Vegetation. 2)ie( gibt bie ®rdBe einer gfntdjft t>em 
^oc^ftamme an auf IVs" Breite unb geta>5^n(id^ titüai äßeniged niebriger ober fe 
90(^ a(6 breit, gform tvai^r^aft heifelfdrmig, oft am ^eld^e nod^ etn>a6 fladjfer 
gerunbet, al& in obiger ^ifur, fo b&|, toenn ber Itelc^ ni(^t baran l^inbert, fte 
gut auffielet. SlaA bem Stiele mad^t {le !eine (Einbiegung unb enbigt mit fur^er, 
ftum))fer, ober auq l^alb in ben @tiel auiSlaufenber @))ite. 

Iteld^: l^artf c^alig , offen, fi]|t ber ^ru^t gleiA ober in einer feid^ten, fCaAen, 
ebenen (Sinfentung. 9ud^ über bie gfru^t ai^^^n f^c^ ^^n^ bemeriboren (Sr^aben*- 
l^eiten bin, unb ijl ber S&au^ fc^ön gerunbet. 

etiel: ftar!; oft fleifd^tg, Vs bis s/«" lang, ft^t auf ber @))ite toie einge^ 
ftedt, ober mit einigen flad^en Beulen umgeben unb l^ieburd^.feitto&rtd gebrüdt. 

@diale: glatt, ^i^mlic^ ftar!, nic^t fettig, ©runbfarbe am Baume ein fc^d' 
ne6, blaffe6 (S^elb, übergeitig faffc citronengelb. 2)ie ©onnenfeite ^eigt eine ange« 
ne^me, faft ettoaiS rofenartige Siötl^e, bie meiftend nur h)ie gefletft ober unbeutli^ 
ftreifig aufgetragen ifi, unb bei Befd^atteten fel^lt. fünfte aa^lreid^, im Siotl^ 
gelbtid^, in ber @runbfarbe mei|teni$ grünlich umringelt. ®erud^ fiar!, getvünt. 

Sfleifc^: matth)ei(, ettüad grobfdrnig, faftrei^; imitauen ettoad raufdoenb, 
ftd^ aber bod^ ganj aufl5fenb, bon fü^em, merflic^ aimmtartigen, fe^r angenehmen 
^d^madte. 

Jternl^aud: flein, mit l^o^ler 9(^fe; bie engen Itammem entl^alten. )>oIP 
fommene, \^toat^, langeifdrmtge ^eme. 

Steife unb 92utung: 3ettigt nad^ ^iel im legten S)rittel beS 3uliu6 unb 
B&lt fid^ ntd^t lange. Bei mir reifte fie felbfi in toarmen Sauren erjt anfangs 
3(uguft, in ftil^len erft nac^ SRitte Sluguft. Sf^ S^m frifd^en ©enuffe fe$r angenej^m 
unb mvi% für mand^erlei $aud^altdaioed(e fel^r braud^bar fein. 

^er Baum YohAft lebl^aft, ge^it mit ftarlen Sleften f^ön in bie Suft unb 
aebeil^t nac^ ^iel auf Quitte, ^ie ©ommertriebe finb ni^t lang, aber ftar! unb 
bidf, nac^ oben ioenig abnel^menb, o^ne ^oUe, nac^ oben mit gan) bünnem @Uber> 
l^äutd^en überlegt unb d^araüeriftij^ aal^lreid^ mit ftarlen, gelbliagrauen ^uititot 

Se^t. Blatt nad^ ^iel Hein, an xr&ftigen trieben jeboc^ gro(, faft ftadjf, eifdrmig, 
aud^ et'Obal, mit fc^dner, jtorler ®))ite, auf ber Dberfl&d^e mit ganj feiner, 
ioeiger äDoUe belegt, n>enn biefe abgefj^ü^U ifi ober abgeioifc^ ioirb, bunlelgrön, 
nur matt gläii)enb, febr feiert gejal^nt. ^fterblätter fel^len. Blatt ber fegelfdrutio 
gen, bidEen, braun^ unb ioei( gefd9uj)))ten grud^taugen h)enigfiend unterfeitd immer 
no(9 eth)a9 feiniooEig, eiförmig, etnaeln langeifdrmig, »um^ll^eil mitSCnfa^ aum 
Breitelli|)tifd9en, flac^, meift laum ger&nbelt. Xugen ftarf, bi<f, legeiförmig, fiel^ 
ftar! ah unb fi|en auf fiarf borftel^enben, abgerunbeten, loenig ^ttippUn xr&genL 

Dberbiedt. 



yo.349. gMrf. itltc 6waicr6. Z)ie[i (n) a».; fiat. i. sb.; 3o]Snn(i 




CftTkifi^t 3cU)t ^«nntctiint. Sary Armad. 

£ieBct (b. ^orthiift). *tt- Witte 9ua. 14 Xage. 
^eimat^ tinb SSoiIommen: 9M mad^te uitö fc^n mit bet Uisk 
Annud itx Orientalen (ZiMi^^e tnlUfirte ©ummerbime 6. 45 biefftS 
8anbe« b. 3II. §bb.), au^ ber Hussein Armud (§uffein« gommerblme 
©. 47 biefe« Sanbe«) begannt. ®a8 SReiä ber D6igen <r^ielt hj& »oh 
' fterrn »on ^rttuift Sitector ber flaiferlic^en ®firten in Sfliifita, mit 
einer Snjoi^I anberer 3lmtubi£, tcoiunter Bein Armud ben SBilbÜlg 
von Motte unb Bosdorghan Armud bie ©ommer'älpot^eterHme lieferten, 
einige anbere ober not$ ntt^t trugen. !Die obige trug frü^ unb Sfter 
unb ifl eine rec^t gute Sommerbime, bie v^rerfl aSe Sea^ng ber $0= 
ntologen Oerbient. 9lai$ ber kiefltij^ gegebenen SRac^ri^t ift fie in ber 
Arim, d^nlt^ Une ber S&ry SiDop (®e(ber Spfet Von ©^nope, unter 
ivel^m ^tarnen jebo^ X>ie[ nid^t ben regten gelobt. ^at) toeit Verbreitet 
uitb fe^ gefegt. . 



198 

Literatur unb S^noni^me: (Svx^ Sefd^ciHl^ung bet "^iS^ii l^at berettö 
Siegel, ber ebenfalls Stoeige bon $m. t). $atttot( erhielt, in f. 91. C. n, @. 83 
gegeben. Snbem ic^ bied betgeffen ^atte, fertigte tc^ nac^ ben bon mir erlogenen 
S^üd^ten fetbftftanbige »ef^reibung. — ^oc^na^l ^t fte @. 56 aU ear^^SBime 
aufgea&l^lt. — 3uglei(^ mit il^r erl^ieCt i^ bon ^nu b. $. nod^ eine Saltanoh 
Armad, bie id^ bon ber Sary Armad nic^t unterfi^e&en fonnte. Co beibe ibentifd^ 
{inb, ober ob id^ bie le|te, in ber id^ nad^ bem Siamen bietteic^t bie Boür^ bljuio 
gefud^t l^atte, folfd^ erl^alten l^abe, toage td^ nid^t ^u beftimmen. 

©efialt: neigt tl^eiö jur Äreifelform, meifien^ ifi fie a6er xaiäfx 
bimfönnig, 2" breit unb 2V»— 2»/4" l^od^. (Siegel bejeic^net fie biefem 
Siyxlxi) ate grofi, baud^ig fegeiförmig, 2" breit, 2V8" i^od^). 2)er ©oud^ 
fi|t mel^r tiad^ bem Stiele l^in, um ben fte ftd^ jurunbet unb nod^ jiemlid^ 
flarf abfhimpft, oft jebod^ aud^ nid^t aufftel^en fann. 9lad^ bem Stiele 
mad^t fie oft nur auf einer Seite eine (Einbiegung unb fegeiförmige, 
nad^ Siegel ettoo«, an meinen grüd^ten aber toenig ober nid^t abge^ 
fhim^fte, oft in ben Stiel auiSlaufenbe, l^äufig tV(o<ü^ ilbergebogene Spi|e. 

Äeld^: offen, l^omartig, feingefpi|t, fi|t oben auf ober nur toenig 
vertieft, umgeben üon einigen IJalten ober flad^en Seulen, öon benen 
mand^mal bie eine ober bie anbere fid^ toorbrfingenb Tiber bie fjrud^t 
l^inläuft, tp&l^renb jebod^ getoöl^nlid^ bie ^orm gefällig gerunbet ifL 

@tiet: 3iem(i(^ ftar! unb lang, balb ^iemtic^ gerobe, balb gefrümmt, unb 
gern ettoad rüdimärtd gebogen/ guioeiien aud^ burd^ einen ftd^ an il^n anlegenben 
^Uif^touXft 3ur Seite gefc^oben, gel^t auiS ber @t)i4e ber gfrud^t fafi l^eraud; ®r 
ift mit ftarfem Drleand^&ut^en beüeibet unb l^äuftg auc^ mit äß&r^d^en befe^t. 

Schale: fein, glatt, ^eUgrün, in ber Sieife J^eKgelB, htx friil^erem ^ßpdCen 
grüngelb, feiten mit eth)ad bräunlicher, ft)ater orangefarbener Sldtl^e. ^e feinen 
$unlte jinb jal^lreic^, Stoft ift nic^t l^&ufig unb fel^lt oft ganj; (S^eruc^ einzelner 
f^d^te nic^t auffdKig ftar!. 

^aiS ^leifd^ ift gelblid^, bonSlnfel^en etmad fein fömig, bod^ beim ©enuffe 
fid^ auflöfenb, in n)armen Sauren jiemlid^ fd^mel^enb, in f übleren meift noc^ l^alb- 
fd^mel^enb, bon filtern, faft fü^toeinigen, in noarmen 3al^ren etiba^ mfi^firten 
(Siefc^made. 

2)a3 Jternl^aud l^at eth)ad l^ol^le Sd^fe, bie Kammern finb mä^ig toeit, bie 
5leme fc^ioar^', f^ij^ unb boKfommen, bie 5(eld^l^dl^le lur^. 

Steife unb ^^u^ung: 2)ie rechte ^flüdfe^eit toar in toarmen Salären SüHüe 
«ttguft, in fül^leren 8—12 ^ge f|)dter. SGÖirb befonber» eine gute SRarft* unb 
Smidl^altgfrud^t fein, unb mu^ h^ il^rer 6ä(ig!eit aud^ guten ^onig geben. 

S)er Saum toäd^ft rafc^ unb gefunb, mad^teine fd^dne, bielberjloeigte fugel^ 
artige 5(rone unb trägt frül^ unb gem. ®r fe|ft bie triebe in mittelftar!en ^infeln 
an, %xt Sommertriebe ftnb toenig gelniet, jiemlic^ fteif, lebevgelb ^u Olibe, fel^r 
toenig ^un!tirt. Slatt ^iemlid^ gro^, fafk ftad^ ausgebreitet, giemlid^ glänjenb, et* 
förmig, ungejal^nt. S9tatt ber ^rud^taugen eiförmig, oft obal, nur an ber @tn|e 
geferbt gejal^nt. Kfterblätter !lein, meift fel^tenb.. Slugen ftar!, baud^ig, !onif<!l^, 
abftcl^cnb; Präger jiemlic^ flac^. 

Dberbierf. 



Ko. SSO. 2a|t gtOc «Mal Wm- iCitI iT.si.; £uc. 1,2b.; 3a]^n IT, ] 




Üonge !tUi( fiifdftfslncu. axti. tt. xue. 14 %. 



^timat^ unb Sotlontmcn: 2)u[c »o^Cnot^ IftSc^fl Wnig bthtnxtt, rc^t 
gute ^aia^ia- unb 9taiItFni<^t, bU 3)Ul auä) )um Sn^ fflr bcn Sattbrnomi 
rmtifUl^l, «^it(t tt){fl bcn $enn Sutecli« $iignt im $aag unter bem Sfaunnt D« 
Bidiop P»er. @<^on 3Mc[ bnnnft, bn^ ^ä) Bri ben ^omoloem ntt^t* i^r 9e|n[i4«* 
finbe unb aut^ Snoop ^t nic^t ^oie. S)m ^ni^t iota in mein« ®egmb ntc^rmatt 
ritaai flart IBtnig, fon|i gut unb biaut^bat, unb ifl btt gtfunbe, flari fwu^fnibt 
Saum fe^r tragboi;. iCit Sdifftln grüne Sabomc, bic i^t iU^lt, ft^im mtc i» 
eäte nM^ uottüglii^n. 

SiteratuT unb e^nonqmt: Xlietm, S. SiS untn obignt Stnennungnt. 
Sinb«t jtd|| fonft nic^t, unb au(^ Slittriib ^t jie niat. SHel bonerft, bag »av in 
feinem vitnent)tTjti4*ii|Te eine Biibopi Fear ^abe, \\t abn unter ben flo^^tmen 
auffflbte, fo bat »u^ biefe too^I ni^t Riebet ge^Sien toerbe. $etc @ebetme 3lat$ 



260 

^' ■■■■ ■ * 

li). Moioto &aittU frül^ geaen mid^ Ihrifflic^ bie Xnfld^i, ba( obi^e ibenttfd^ fein 
»etbe mit 6icfler8 ^örjlentafeatnic (XVn, 6. 34 Xaf . 2) ; biefe eenne idj nidjt ; 
bie SBefd^reibung ifi o^nltc^, toeic^t jebod^ in mel^reten fünften/ namentlich in me^t 
®üte für bie Xafel unb 2)auer t>on 6 SBod^en, ob. — @tne (Skibe @ommer-$rin' 
aefftnbime, bie iq t^on Sut^arbt erl^ielt, tvat obiget fe^r &^nlid^, botj^ too^l nid^t 
totrftic^ ibentifc^ unb geringer t>on @üte. 

@efia(t: Simfdrmig, oft mit merflic^er 92eigung aur ftegelform. 2)er 9and^ 
fitt fior! nad^ bem Jteld^e l^in, nm ben fte fic^ fCad^runb Mibi. 3la^ bem Stiele 
nimmt fie ol^ne (Einbiegung Kegelförmig ah, unb enbigt nad^ 2>xti mit einer ftar! 
abgeiium))ften ppti^e, S9ei größeren gfrüd^ten, ald ic^ fie bidl^er l^atte, foirb Med 
fo ber %aU fein, unb gibt 2Hel bie ®rd^e einer guten grud^t )u 27« bis 2i/t'' »rette 
unb 38/4* Sänge an. 3Reine grüc^te ma^en biSl^er 2 bi8 fajt 2^/4" «reite uub ftar! 3" 
$dl^e unb maren nur menig abgestumpft, ia bie Bpil^e lief oft faft in ben @tiel aud. 

Itelc^: flarf, l^omartig, nac^ S)iel gefc^loffen, toaS Derfd^rieben fein mu^, 
ba id^ il^n in 6 &niien t>Ulmt^ toeit offen fanb. &c ft^ft nad^ 2)iel (an beffen 
größeren gfrüd^ten) in einer jiemlid^ tiefen ^nfenfung, bei mirflad^ t>ertiefit unb 
fie^t über bie 5teld^todlbung l^inauS, toeld^e l^&ufig fd^ief ftel^t, inbem eine @eite 
ber ^i^c^t ftc^ gern ftSr!er ergebt, ald bie ahbere. 9lu(^ über bie grud^t l^in laufen 
oft unregelmäßige @rl^abenl^eiten, toeld^e bie 9lunbung t>erfd^ieben, unb fo ift auc^ 
bie Stielft^ite ber ^rud^t gern ettoad fd^ief gebogen. 

. Stiel: fiarl, l^o()ig, an ber »aftd oft ettoad fleifc^ig, iVt f>i^ ^" long, 
^l^t auf ber Steile toie eingefletft, mit gfleifc^falten unb oft ileinen Seulen umgeben. 

Schale: jiemlic^ ftar!, glatt, fc^i^n gelblic^grün, bei ber Uebergeitigung aum 
Sl^eil l^edgelb. 9tur ftar! befonnte l^rüd^te ^ahm einen Sltiflug bon blaffem 9lotl^, 
ha^ oft ettoaS fheifen^rtig ift; aKermeiflend fel^lt ade Statine. $un!te fein, »ol^l" 
reic^, auf ber Sonnenfeite ioeißgrau, an ber Sc^attenfeite grfinlid^. Qkrud^ fd^toad^. 

^a& ^leif d^ ifi matt gelblid^ ioeig, locfer, nid^t fel^r faftboU, beim ®enu{je 
ettoaiS fc^mierig, t)on angenehmem, fügen, rof^nartigen ©efd^matfe. 

S)a8 ^ernl^aud f!tt mer!li(^ nad^ bem Md^e l^in unb ifi gefd^loffen, mit 
nur feiner l^ol^ler Steife. 2)ie engen, oft felbft fe^lenben Kammern entl^atten nur 
feiten einige t)oll!ommene ^eme, bie auc^ am ^o4)fe ein Spiii^tn l^aben. 

Sieife unb Slu^ung: geitigt nad^ 3)iel @nbeäluguft unb ^&lt ftd^, etioad 
Dor ber 3^tigung gebrod^en, faft 14 Xage; au \p&t gebrocffen mirb fie rafc^' taig. 
3n rec^t ioarmen ^a^xen aeitigte fie bei mir fd^on I2ten bid I6ten Sluguft, meiftend 
Sourbe fte 20.— 22. älugufi red^t gebrod^en. SRug berbraud^t toerben, toenn fte 
grünlid^ gelb ift. 

2)er Saum toäd^jt rafd^i, ift gefunb unb toirb nac^ ^iel aiemlid^ groß, bilbet 
eine Kugelförmige ürone unb ift j&i^rlid^ unb audne^menb frudjftbar. Sommertriebe 
lang unb ftar!, nad^ oben iooKig, nac^ unten ettoad ftlber^äutig, olil>enfarbig, auf 
ber Sonnenfeite trüb braunrot)^, iaJ^lxti^ unb in bie Slugen fallenb t)un!tirt. Sbai 
Blatt ift mittelgroß, fel^r glänaenb, regelmäßig unb fd^dn geaal^nt, unb l&uft nad^ 
S)iel d^ara!teriftifdjf f))i|er nad^ bem 'Stiele au^, ald nad^ Dorn, koo ed meiftend 
breit abgerunbet ift, mit einer oft !attm angebeuteten Bpil^i. gc^ notirte eS ald 
ftar! neigenb aum umge!e^rt Bretteiförmigen. Slfterbl&tter fel^len meift. 9latt ber 
Srud^taugen toeit größer, flatj^, fc^i^n eait)tifd^, feid^t unb fel^r fein ober fd^arf 
geaal^nt. SCugen ^aft^^nig, faft anliegenb, ft^en auf toulftigen, fein geri))^ten, 
par! borile^etiben Xr&gem. Dberbierf. 



201 
— . ^ 

No. 351. IM«I.6o«t«eHBttteQttteiiB. 2). m, 2. i.; 2uc, vn, i a.; 3. m, 1. 




Jtiisbirte Jmnntnr-Cnte Cl|ri^ntbinir* Xuffamti (^otteau). *t. ^^ue* 



^eimatl^ unb Sorfommen: 2)ie^(^t i{i toa^v^dftinli^ ttne a(te fcan^ 
90{tf(i^e Sime, toelc^e A5er (toad fte mit allen il^ren ^lamendgenofTen gemein )u 
falben f(i^eint) auf 5t(ima, etanbori unb »oben eigenfmnig unb beö^olb in neuem 
grit feiten -getootben ijl. 

Literatur unb e^non^me: SRan finbet fle bereits in S^ul^mel n, p. 218, 
pL 4S atö Bon Cbretien d'öt^ masque befc^tieben unb obgebilbet (nur ettoaS au 
^rot), unb ebenfo in ^oiUau unb Xurt)in 1808, Vol. II, tub. 269. 2)ama(i^ aud^ 
tn 9U>ifette jard* p]. 40 @. 110 (^ud^t bom ^od^ftomm, aber }U grün) unb in 
Couk^etd^el e. 479. 3m Bon jard. 1866 fel^U ^e. 3n ^at)tt, Pom. franc. finbet 



fte ft(^ aU SRädfirte ©.^^uderbirne 9tx. 1 14 (nur biel a^ flro^) abgebilbet. ftrafft 

" Kt fte 2:af . 88 mit aiemTi(b treuer Slbbilbung unb nennt ne aRudlateSer eontmer" 

Brtftenbime. (Sl^rift im äBdrterb. e. 166 M ^mtixU fru^a^tige (Sl^riftenbime. 



Xtttrid^ ni, 92r. 19 nad^ ^oiteau. £it)t>oIb im ^lafAenbud^ bäu))tf&(^a(^ nad^ bem 
frühen Bon jardinior unter bem 9tomen toie Itrafft. ^er fionboner O^atalog bon 
1842 fflfirt fle atvor no(^ auf, be)eic6net fie aber ald eine \olä}t grud^t, to>e(d^e 
man ni^t toeiter cultiAen toiU. £tnblel^ e. 346 9ltr. 27 atö MOsk S.-Bon Ghrotien. 
£oubon ^at fte nic^t. @o aud^ S)otonin0. 



202 

* ®efta(t: ^ie gform unb ®¥d$e einer txoVHommtwn fftn^i ^cm S^o^amm 
' 3ei0t bie «bbilbung; 2Vs' Streit unb 33/4" j^oc^. 

Sttldf: fielet in einer jiemlic^ ftarfen, meift ebenen Sertief ung; ifi trodten, 
!ur3B(&ttrt0, grünlid^ unb rötl^lid^ bon ^axbt unb offen. 

@tiel: ffdib^vün, ffüfb braun, nadf oben ettoai^ berbidCt, mit 5tnoft)en unb 
l^eUbraunen fünften berfel^en, ftel^t in einer deinen, manchmal ettoa^ beußgen 
Vertiefung. 

&^alt: Xit gfarbe ber )tem(id^ ftarfen, Hatttn, abgerieben fc^dn gt&n^enben 
@d^ale ift gelb/ unb auf ber @onnenfeite (ebl^aft rotl^ angelaufen; nac^ ^oiteou, 
9^oifette ic. )utoei(en rotl^ geftr^ft. 3*^ Selben bemerfi man biele feine, gräne, 
im Siotl^en gelbe ^un!te; am Sttldf unb am @tiel auc^ SRoftfledten. 

5ternl^aud: ftarl burc^ Keine Sibtndftn be^eid^net, o^i.(ohtn unb unten 
gleich abgerunbet), mit flarter Sld^fenl^öl^le, etu>a9 engen ^(i^em, in benen ftc^ 
getoöl^nlidjf nur ein fc^toar^brauner Jlern befinbet. 

f^Uifc^: toei^ um ba$ Iternl^aud l^erum etioaiS fleinig, brüd^ig, bod^ fd^mel* 
)enb unb i[>on fel^r filtern, ftarl müdürten, mudMteSer artigen ^efc^madt; nod^ 
beffer ald bie geiodl^ntid^e 6ommer'9[t)otl^e!erbime, ober ®ute ^l^riften^ ober Sutfer" 
rabenbirne, mit toel^tm Unteren 92amen bie berfd^iebenen Porten biefer ^xtn* 
familie l^ier unb in l^ranlen ^tto^nlxäf be^eic^net loerben. 

9ieifeunb92ut^ung: 3)ie 9leife tritt geto(>l^n(i(^ (Snbe Slujguft ein, unb eft 
ifl eine boOlommene l^ruc^t getoi^ unter bad Xafelobft erften ätonged ^u fe|en. 

93aum: toirb nic^t gro^ unb &^nelt übrigens fel^r bem ber getodl^nKd^ 
6.''9t)otl^^erbime. @r ift fel^r tragbar. 9lad^ ^oiteau unb 9loifette barf aber 
biefe ©orte nic^ft auf üiiitte üerebelt toerben. — Uebrigen§ ift biefe Birne, toie 
il^re Sertoanbten (t>g(. u. a. 9b. I. bed bortiegenben $anbb. @. 67 unb 279) fe^r 
em))ftnbltd^ auf ^(ima, Sdoben, Stanbort unb äBitterung. @ie verlangt burd^auS 
fül^Ien, J^int&nglid^ feuchten unb !r&ftigen SSoben unb einen gefc^üt^ten, fonnigen 
6tanbort. ^ie 3U geringe Sead^tung biefer ©rforbemiffe ift tool^l bie Urfac^e, 
toatum man biefe bon ©efc^mad bortrefflid^e Sorte unb il^re äSertoanbten iett fo 
fetten mel^r auf bem SRarlte unb in ©arten antrifft, to&l^renb ic^ mir aud meiner 
Sugenb fel^r großer unb bolltragenber Säume (in granlen) erinnern lann. — <E8 
ft>äre ober Schabe, toenn biefe SimfamÜie, unb indbefonbere bie l^ier in Siebe 
ftel^enbe ©orte ganj berloren gelten follte. '0, ^lotOtD. 

IDie oben befc^riebene Srrud^t finbet fid^ in 2)ecaidne I, fiief. 7 unter be« 
Flamen Pioulier mit bem 6^non. Boncbretien d'^t^ musqu^; ^om. di, @t. dtiemtc 
l^abe fie Pioulier genannt unb 2)ecaidne jiel^e btefen 92amen bor, um Serta)irrun9 
gtt bermeiben, inbem f<^on ©t. Cptienne au^ ber genannten nodff 8 Unterarten 
ber Boncbretien d^^t^ unterftbieben l^abe, unb alCe homologen fte ald ganj t>er« 
fAieben t>on ben eigentlid^en Bonchretiens betrad^teten. — &ie eine ber bon x^m 
obgebilbeten grrüd^te erfd^fetnt mel^r I&ngltc^, obat'^birnfi^rmig, toeil nad^ bem Pe((^ 
}u ftttr!er abnel^menb, bie anbere gteid^t giemlic^ ber ^rud^t auf obigem $o(}fd^ndte, 
tft jebod^ fc^mac^tiaer unb fletner. ^ecaidne l^at bie Birne fonft &ffnlidf bef (^rieben, 
ben ©efd^adE bejetc^net er jtoar aud^ atö ftarl müdfirt, aber bo^ atö fel^r mittel- 
mA^ig. — S)ie Bl&tter am grud^tl^ofae ftnb nac^ feiner Bef(^reibung ok>a( ober 
ot>a^eIIi|)tifd^, 3Ugef))it^t, faft ganjranbig, ftac^. 3)iejenigen ber ©ommerittxigc 
oba[, me^r ober meniger gebogen unb jurütfgefrümmt, ge^al^nt, g(att. ©ornmer« 
gtoeige braungelb ober maronenbroun. — 3dSf ffo^^ mir erlaubt, jtoei ber Don xffm 
obgebilbeten Blatter \»om ®runbe'be8 Sommerjmeigd oben neben bie gfrud^t 9U 



203 
No. 352. 9ufitvMt^kbttbinu 2)ieIJi, 2 a.; £uc 11^.2 b.; Sal^n ni,i. 




. •« Je wMtrtr Iv^itbtlbitnt. nti (^ui^ameo. »tt. aR<tte «u«. u %. 

^etntafl^ unb Jßorfommcn: J)tefe fc^on attc, fcl^r reic§ trogenbe, für bie 
2afe( butc^ il^ren fügen ®ef(^ma(f rec^t angenel^me, für SRarYt unb Jtüc^e ted^t 
braud^bate @imtmevbtme erl^ielt 3)iel oud ber $atifer Gartl^aufe unter bem Atomen 
QroB Olgnonnet musqn^. SRein 9ieid erl^ielt id^ t>i)n Xitl unb ftinimten ^rud^t 
wnh Segetatbn mit ibield ^efd^rdbung ganj überein. tlu9 9leifem, bie ic^ bor 
Salären einem ^rebiger in ©c^ulenburg (V» ©tunbe bon 3««f^" entfernt) mit*- 
t^eitte, ftnb bort Bereite ^toei groge, faft jct^rlic^ reid^tragenbe fßanmi ertoad^fen» 
fo bag bie @orte )um SInbau fel^r tmp^offltn toerben !ann. 

2 iteratur unb (Sl^nonl^me: ^e( lY, @. «0 @roge müdürte 3toiebetbime, 
Qtos Oignonnet musqu^. 3)iel bemerft, bag er unter (e|terem Stamen aud anbern 
9aumfd^uten atö ber (Sartl^aufe anbere f^rü^te erl^alten |abe, unb (ommen fid^tbor 
aud^ mehrere ^üd^te bei ben Tutoren unter biefem 9lamen bor, to>obei eine $au^t^ 
berfd^ieben^eit ber lange unb furie @tie( ift. 9Rerlet )&blte fd^on 9 Sorten bon 

ghnebelbimen unb bleibt ungen^il, ob bie Obige ftd^ bei il^m beftimmt finbet. 
.uintinl^e ^at 4 ^toithtibitnitt, toobon bie Ulf @. 277 ald Gros Oignonnet auf^ 
geführte, mit ben ^utiamen Amirö roux unb Koi d*^t^ unfere grud^t fein !ann. 
iivC^amtl ni, %af. 8 Ognonet, Btfn. Archiduc d'^t^, Amir^ roux, ))agt in Hbbilbung 
unb Aennieic^nung ber gruc^t unb bfö a3(atted unb h)irb audb biefelbe iool^t fein, 
obgleid^ bte gorm bed Blattei ald grog, runb, mit fc^moler Bpiiie, 3" 4'" lang 
unb 2" 4'" breit angegeben n^irb: ^an barf too^l annehmen, ba| bie (Sart^aufe 
bie redete IDul^omerfd^e ^vuäfi gel^obt l^aben n^erbe. jtnoo^ I, ^af. 1 Gros Oig- 
nonnet, Oignonnet musqu^, Amir^ roux, Roi d'dt4, Boi roux töirb audff unfere 
^rut^t fein: falfc^ ift aber ba« angegebene ©^non^m Pjolre de Chypre. 3in! 
(Änoo}) n, iof. 1) bat nodjimatÄ eine Oignonnet, gtoiebel-, SuÄer- ober SKanitJan- 
bime, bie aber me$r eiförmig ift unb burc^ langen ©tiel abhjeic^t. — SKiEer, 
Tonu 3 Oignonnet, Arnir^ roux, Roi d*^t^ ift unferer ^jxuäfi fel^r &l^n(i(^. Pomon« 



204 

# 

ixAnc m, Ko. 77 Ognoimet mit beit gehackten Ql^nonl^men. betten noii^ Ognon 
rosat (ioo6( butcb Sertoed^iSlung mit Caillot rosat, bie auq Oignon l^et^t) unb 
Timpling ^inaugefügt toirb. Ittafft I, ^f. 78 gibt 2>u^amM ^uti^t. %, O.^®. 
IX, 6. 279 Xal 13 l^at afö &xo%t ^toiebelbirne, Qros Oignonnet, eine 0&n)(i(^ 
anbete unb folfc^e ^ud^t, bie gar feine 3ti>i^belbime ift unb jiemlid^ langen Sttet 
hat, to^^lb au^ bie anaegebene Literatur nic^t ba^in gel^öti 3)ecaidne i8ief . 54 
9at eine gleid^fattd fel^r langftießge Amir^ roux mit ben e^non. Archldae d'M 
unb Oi^onet, bie in ber 2)atfteaun0 bet ^xudft tvenig mit ^u^omel flimmt 3>ad 
9iatt gtbt er an ald oyale on oTaleoblongae, fortement dent^e, unb bte blattet bev 
^ruc^taugen ald OYalee-arrondles. 3)er £i>nb. €at. bat unfete ($rru(^t ni^t unb 
fül^tt Arohidao d'^td irrig ald 6^non. an bei Amir^ Joannet. fiogg im 9Ranua(e 
pat bagegen unfere $ru$t a(8 Sammer Arohduke, mit ben @l;nonl^men Arnlr^ 
rouxy Ardidake d^^t^, Brown Admiral, Grosse Ognonet, Ognonet mosqn^. 

(Beftalt: mittelgroß ober faft !(ein, freifeCf örmig , oft ju gerunbet neigenb, 
2" breit unb ^oc^, oft ein toenig breiter al(i l^od^. IDer 8au(9 fl|t jiemlic^ in ber 
SRitte unb ioö(5t bie grruc^t ftc^ um ben fte(<^ ftad^runb. 92a(^ bem @tiele nimmt 
fle o^ne Einbiegungen, ^fiuflg mit flad^ erl^abenen Linien ab unb bitbet eine furje 
itreifelft>itK. SRancJ^e ftnb auc^ ft&r!er am stiele abgefhim)}ft unb ettoad flad^ gebrfiat. 

kel^: toeit offen, l^omartig, liegt mit ben 9(udf (finitt^n , fo tveit fte nic^t 
t^erftümmelt ftnb, rfloRodrtd gebogen ettoad jlemförmig auf unb {t^t in gan^ feid^ter 
Sinfenlung ober faft oben auf, ofterd mit einigen galten ober gan^ flachen S3eulen 
umgeben. 

Stiel: aiemlid^ ftarV, nac^ 2)iel l^eilgrün, no&^renb. id^ il^n ioie bei ben mei^ 
BirnfHelen mit Orleandl^äut(^en überwogen fanb, fi^t toie eingeftedt ober in einer 
Keinen ®rube, dfterd mit f leinen flad^en beulen umgeben, bie i^n aber nxt bebeutenb 
jur Seite biegen, ©eine Sänge toed^felt jioifd^en Va— 1*. 

Schale: ettoaiS ftar!, abgerieben febr gl&n^enb; ®runbfarbe matt beSgrün, 
in ber 9ieife grünlidb l^eSgelb, gule^t toirili(^ gelb, ^ei rec^t befonnten fjfräd^ten 
i^ mej^r ald bie ^&lfte ber ganzen Oberjläd^e, befonberd um bie Jtel(^toblbung l^erum 
mit einem erbarttgen Slutrotl^ bertoafd^en, toeld^ed aber hH bef chatteten ^röd^ten 
nur in einem leichten Slnflug beftebt. fünfte gal^lreic^, fein, im 9iot^ am metften 
li^tbar. Slnflfige oon 9ijoft ober 9lofiftguren unb nic^t ga^lreic^ unb faSen nic^t 
tnd 9(uge. ®erud^ fein müdfirt. 

S)a8 S^^ifd^ iftmatttoeiß, ettoad grobfdmig, boHSaft, nac^ $iel in ^ffen» 
bem S3oben (ber toarm unb trotfen fein muffe) faft fd^melgenb, bei mir l^albfd^melienb, 
bon angenehmem, fußen, gebür^l^aften, fein rofenartigen ®ef(^mad(e, ber burdjf eine 
feine Säure gel^oben toirb. 

5tern]^aud: Hein, gefc^loffen, mit nurS))uren bon l^o^ler Hd^fe. ^ie engen 
jtammem entl^alten !leine, toeiße ober fd^toäralid^meiße ^erne. 2)er Stem)>el ge^t 
^ad 3)iel ald c^arafteriftifd^ l^erborl^ebt) ald ein fc^toärjlic^er Streif M auf boS 
Keml^aud ^erab. 

9leife unb 9lutfung: ^eitigt na<^ ben Salären Slnfangd ober SRitte 9(ugu^ 
SRuß etioad t>ot ber Saumretfe gebro(i^en toerben unb ^ält fic^ bann 14 Xage. 
^dodfi ioirb fie ^iemlid^ roti^ unb f^medK fel^r gut. 

2)er 93aum ift gefunb, gel^t mit ben $aut)täften rafc^ l^od^ in bie £uft, mac^t 
aber t>xtU feinere 9lebenäftej bie burc^ bie S(^b>ere ber ^xü^te ftc^ l^ängen, toirb 
nur mittelmäßig groß unb tft auc^ nac^ S)iel fel^r fruchtbar. Sommertriebe nic^t 

Etar!, ettoad gelniet, furjgliebrig, bräunlich leberfarben, ftarf befonnt unanfebnlidfr 
raunrotb, aa^lreic^, boc^ fein ))unftirt. 93latt ftarf, gtängenb, eiförmig, am Stiele 
oft mit 9letgung 3um ®ait)tif d^en , meift mit aui^laufenber S))it^e^ ttmai rinnen' 
förmig, feid^t unb ettoad unregelmäßig ge^al^nt. älfterblätter flein, fabenförmig. 
IBlätter ber Fruchtaugen eiförmig, 3u eai))tifd^ neigenb. Slugen ettoaS- breit, f|;>i%, 
ftel^enb ober etnoai» abfte^enb, jtten auf merfti^ borftel^enben, aiemlic^ ftarf ge* 
tippten Xrägern. • JDfterbiecf. 



205 



No. 353. ätttf^alige e^mmeMmu Xui i, 2 (3) 1.; Suc. n(i) 2 br, 3. iy, t 




3artf(l|llli9r M^mmtthixnt* Xxtl (S)ul^ameO. *tt- Vi ^ ^nbe «ug. 14 %. 

(eintail^ unb 93orfomnten: SilihüannU, toeii ^verbreitete gruc^t, bie au^ 
jett nod^ )u ben fel^r guten Sommerbimen gerechnet toerben mu^, unb toegen 
fü^en, getoür^reit^en ®ef t^madd, 93jrau(^bar!eit al9 9lar!tfrud^t unb für ^auSl^altung 
bei fe^r reicher ^ragbarfeit red^t l^ftufige atnt^^anjung t)erbient. SRein 9leid l^abe 
ic^ ^on 3)ie(, ber fie ald MoBcat longue ober Sans peau aui $arid emt)ftn0. 

Literatur unb @^ni>nVme: ^ielYm, @. 10 ^artfc^alige 6innmerbime, 
Smmnerbime ol^ne BdfaU, Poire saas peau, Fleur de Gnignes; 3)ittri(^ I, @. 548. 
etienne l^at fte ))ieUei(^t ald Petit Bonsselet hatlf ; SRerlet ^ai eine Ronaeelet hatif, 
bie er aud^ Perdreaa mnaqu^ nennt unb bann eine im Xuguft reifenbe Sans peau, 
bie er aber atd &^non\)m t>on Bonohretiea d'^t^ muaqnö auffübrt unb obige nid^t 
|ein !ann. Duinttnl^e l^ielt Obige unb Bonsselet hatif für einerlei, feine Sans peau 
ift aber bie Ronsselet hatif. Rnoop I, Xaf. 4 Qime ol^ne B^aU, Sans peau ift 
too^i flc^er bie Obige, ohtoo^l aUt mbi^t feblt unb er fogt, ba]s bie jungen triebe 
{rusmn unb etioad untertoftrt9 gebogen n^üc^fen, toie bei ber (feiner) SSrüffelerbirn, 
loa« id^ bei ben ^Sunrni ber Obigen to>enigfien9 in ber 8aumf^uU nie bemerüe. 
3inl M tin ^^ Xl^eile t>on i^noo)) 2)af. 1 SQt. 3 a(d Sans peau eine gftnaU^ 
fatJAe gfrud^t. 3)ul^amel jn, ^af. 13, naturgetreu. bargefteSt unb unterfc^eibet er fie 
riqttg t>on ber Bousselet hatif; M @bnon^m l^at er Flenr de Gnignes. Itroft n, 
%. 81 Qime o^ne $aut, l^at fie aientUc^ gut bargefteUt, fein Xest ift jebod^ uti' 
Iritifd^ed $tagiat. Pomon« franoon« Xaf. 66 ^at oie Ronsselet hatif reifenb int 
Suli unb 5taf . 68 eine Sans peau d'M, bie bie obige fein !dnnte, jeboc^ int ftu|)fer 
i^ toeniger ä^nlid^ fiebt afö feine Fin or d'ötö %al 26. Serglic^en aa6f Pom. 
franc. m, e. 257. Greift, $anbbu(^ 6. 582, bringt gfrü^e 9fluffeUt unb »ime 



206^ . 

o^nt @(^ale taneber gufommen unb l^at nad^ becSieifgett bie DM^e; Sottft. ^omoL 
9{r. 180 trennt et fie toieber unb befc^retbt im $anbtodrierbu(^ nur bie ^xü'^e 
Shiffelet. X. D.*®. XX, @. 272 ^af. 25 befd^reibt bie ^1^ 9htffe(et unb ntnnt 
fte f&(f(^U<^ Sans peftu. aRtHer, XBercrombie, SRatoe unb ^anburi^ ^oben, tote 2>itl 
bemerft, nadf ber Steifheit tooffl nur bie Roosselet h&tif. 9[rd Sans peau, Skinless, 
Flenr de Quignes toerben au^ ber £onb. ßat. @. 150 9lr. 385 unb 3)oh}ning 
6. 345 (ol^ne. t^igur) fte l^aben. IDecaidne '£tef. 16 l^at eine Fleur de Quigne mit 
bem @^n. Sans pean, toelc^e bie Obige toal^rfd^einlic^ ift, unb bemerft er aud^ bie 
obgebai^ten S^ertoec^iSIungen mit Rousselet hatif unb toiU ben 9lamen Flenr de 
Quignes afö ben anfänglichen t)inbiciren; nacb ber Steifheit @nbe Slu^., bem geringen 
£obe, toeld^ed er i^r beilegt unb ben h)enigftend ettoad abnoetd^enbeu' Sleifern, bie 
i<^ erhalten l^abe, fann feine ^rud^t jebo$ bon obiger audf t>erf(^ieben fein. — 
Sd^ bemer!e no^, ha^ bie ®e(be frübe Sommer-äRudcatelter, koelc^e iäf 
öon a^ittric^f l^obe (2)ittr. HI, ©. 124, bte au^ bei ®^rift, «ottfit. jBomoI. «r. 56 
eben J o borfommen toirb), unfere obige ^tuc^t lieferte, bte t(^ aui ^rog au6i noc^ 
ald @rntebirne erl^iett. X. 0.»^. 33. £ief. gibt fc^ted^te 9[bbi(bung. 

©eftalt: ©el^ärt 9U ben Siuffeletten unb ift in ^orm meiftend )iem(td^ oh^, 
geflum))ft fegelförmig, oft jeboc^ auc^ am ^e((^e fo gerunbet,. baB fie nid^t mel^r 
fte^en !ann. ^ie ^^rö^e gibt ^iel gu IVa' ^^eite unb 18/4 £änge an. 34 ^otte 
fte dfter t>on 2" »reite unb ftarl 2Vt" ^öl^e. Sauc^ ft^t mer!(id^ nad^ ^e(d^ ^in, 
um ben fte ftd^ balb flad^runb, ba(b mel^r gerunbet toöCbt. fila^ bem @tie(e mac^t 
fte fanfte Siegungen unb enbtgt mit me^r ober ipeniger abgeftumfyfter 6)>ite. Sauc^ 
fc^ön runb unb tbtn. 

Rtidf: in feiner 93oIK!ommenl^eit lang unb fd^arf geft)it^t, meiftend t)er{lümme(t 
unb bann toie l^omartig, offen, ft^t ber $ru(^t gleich ober faum merlHc^ bertieft. 

@tie(: bünn, ^o^jigf ^" lang (boc^ l^atte tc^ i^n bei Heineren e^c^ten 
mel^rmaU iVt" lang), ft^t in !leiner @rube mit etlichen beulen umgeben ober toie 
eingeftedt. 

@<^ale: fel^r jart, ettoad gefd^meibig, l^eEgrünltc^gelb , in ber Steife fc^dn 
gelb, ^reil^ängenbe ^c^te l^aben leichten, awä) too^l toic etnoad geflammten ^in" 
fUtg bon in ber Steife rofenartiger 9iöt^e, bie bei ben meiften grüd^ten nur in 
roti^en ^reidd^en um bie fünfte befielt unb befc^atteten fel^lt. $unlte in ben 
rotl^en Slnflügen jal^lreic^ l^ellgrün, in ber ©runbfarbe nac^ ^iel faum )u bemer!en, 
too i(^ fte jebod^ aud^ unb oft grün umringelt loo^ma^m. @erud^ ftart müdKrt. 
Sloflanflüge nid^t l^äufig, oft fel^lenb. * 

f^leif (^: toet^, bei nic^t 3U \p&ttm »redten faftboH, nad^ !Diel in ber b>al^ren 

3eitigung fd^meljenb, too ed bei mir nur l^albf^melgenb, öfter faffc ettoaiS abfnadenb 

tiHir; ^efd^mad fe^r angenel^m füß, ftar! jtmmtartig, fo hafi fte felbft in metner 

©egenb gern atö Xafelfrud^t benu^t toirb. 

^ernl^aud: gefd^loffen; bie geräumigen, mufc^elförmigen Kammern entl^alten 
üeine, eiförmige, f(§h)arjc Äeme. 

Steife unb Stu^ung: S^ÜQt Vs ^ug., oft f))&ter, M mir mel^rmald erjt 
9(nf. @e))t., in toarmen Salären gegen @nbe Sluguft. 

^er S3aum tottd^ft fel^r lebhaft unb gefunb, gel^t fc^Ön in bie £uft, belaubt 
ild^ ftarf, fe^t biel {ur^ed ^rud^tl^ol) an unb ifl reid^ tragbar. @ommertriebe lang, 
nid^t ftarf, ol^ne äßoHe unb Silberl^äitt^en, lebergelb, an ber @onne meift röt^lic^ 
überlaufen, ^al^lreid^, bo^ nxäft ind 9luge faSenb ))un!tirt. Sftlatt mittelgroß, 
rinnenförmig, gtänjenb, eUi^tifd^, fein unb ft)tt^ (feiner afö auf obigem ^oljfd^nitte) 
ge^o^nt. Slfterblätter feblen meift. ^latt ber grud^taugen groß mit red^t langem 
stiele, aud^ ellif)tif(l^,.oftme]^r langoobal. 9(ugen groß, f^i(, !onifd^, anliegenb, 
fi»en auf jiemlidj ftarf »orfte^enben Xritgern. Dberbied 



207 



No. 354. StL lmf%te9mmtx*Wtü&tMtt. XUl U, 3 1.; £uc. I, 2 a.; 3a^n III, u 




lUente lange Mcmvm-Mxi^tütlUu eitfiet. *tt mttte Hd @nbejutd. 

^eintaü^ unb Sorlommen: 3fi in X^üringen ald 3Ru$fateIKer6ime, Jlleine 
&ommtv*^uilaUün , kleine ober au^ ^ro^e lange BommcX''3Ru^iaUUex unb fo 
audf in 9Reiningen fel^r beliebt unb toixvhe frül^er im ^E. $anbb. bef (^rieben tooxhtn 
fein,' n^enn ni(^t Qtüex^ü über il^re S^^ntität mit ber t^orauSgel^enben obgetoaltet 
9ätten; öünnuelc^er fie inbeffen büc^ tool^l t)erf(i^ieben fein toirb. 

Literatur unb ©{^non^me: %, D.^®. IX, ©. 405, %al 17. 3toifd^en 
6tä(erd ^ro^er unb kleiner langer ©ornmermudlateHer befielet jjebenfaU^ fein 
Unterfc^ieb. @(^on bie ätngoben über bie Vegetation beuten l^ierauf l^in unb bie 
Serfc^tebenl^eit rül^rt nur ))on ber t)erf d^iebenen ^räftigfeit unb t)on bem 6tanborte 
bed Saumed l^er. %u($ fagt @. felbft, baß bie @ro|e an älteren Räumen !Iein, 
hit} unb lul^igt audfaUe. (Er nennt bte SSime nebenbei mit 93erufung auf 
äXatt^er unb gi"'^ .^^^cAt a longue queue d'M, hodf ift öon 3^«^^^ ^ ^rüc^itcn 
biefed 9{amend %af, 1, ^r. 9 unb ll nur ettoa bie erftere aud^ h}egen il^red äRud" 
latellergefd^matfd mit i^r ^u t>erg(ei($en, h}eit n)eniger bie t>on @. angef)>rocl^ene 
mx. 11, beren langen ©tiel ©. felbft in §teeifel jie^t unb bejfen grüßte im %, 
£).'©. aud^ Ieinedh}egd fe^r lang geftielt ftnb. @. möd^te feine ©ro^e l. ©.«'SR. 

iüx 3)u^ameld Parfüm d'Aout l^alten, boc^ l^at le^tere ^ul^am. nic^t, bagegen l^at 
te ^raft in Pom. anetr. tab. 81, &g. 2 ald 9Bo|lried^enbe äCuguftbime ber bor" 
Itegenben in i^rer fleinen fjorm ganj entf})rec^enb abgebtlbet. 6e^r glei(i^t fte aud^ 
iRraftd Miucat Terd, tab. 91, fig. 2, bie aber bie Seinamen Cassolette, Friolette, 



208 

Leohefrion ^at, unh ioeI<^e tvenigllend aU Gaffolet nacj^ Obctb. 6(^lbmttt0 biefet 
im 3K. $bb. II, 6. 217 bliebet eine gatt) anbere Birne ift. 9u(^ bie t)on mit 
im 3a. $anbb. n, @. 211 tierglic^ne $o))fenbirne 3tn!9 !ann nad^ iBrem ©e^ 
f<^mad(e bie borliegenbe nic^t fein. — Sitten 92amen in Xl^firingen bel^ielt x^ M, 
auA, um Jte t^on ben bereite tm danbb. befd^riebenen aRudfateSerbimen )u untec" 
fd^etben. ^ie im 3en. Obftcob. JL @ect., 2. iSief. obgebiCbete leieine I. ©.•'9lttd!atellec 
bürfte bie jtleine 8Ian!ette fein. Seral. nod^ ^Ditir. I, 635 unb 639, ^tifti $bta»b. 
@. 198, 3)üe^n. U, @. 39 nnb 46, Suc. e. 155. Befterer ^at fie t)ie((ei(^t aU 
Sftfi^e braunrotl^e äRu9!atellerbtme. 

®efialt unb ®td|e bet ^(^t gibt obige 3^<^^un0r toonad^ man btefelbe 
ald !(ein ober mittelgrol, bimfdrmig ober !reif e(f örmia^Iegelf örmtg , naA bem 
Stiele }u balb ISnger, balb iürger ^ugef^it^t beieic^nen tann. Xxt gro^e ^d^t 
tou(^d an einem in fe^r l^umojen unb feuchten SBoben fte^enben, i&l^rlid^ ftar! be« 
fd^ntttenen 3^^0bauine, bie ueine lieferte ein $o(^ftamm in trotfnem Bergboben; 
auf beiben S&umen finben ftd^ 3^ifc^^f^^^^- 3^ (S^efc^made unb in ber Sege^ 
tation befielet nur in fo ferne Unterft^ieb, ald größere ^tüAU ettoad meniger ffl( 
unb toür^ig unb bie Sl&tter M SoumeiS üp^pi^tv unb grö|er ftnb unb toeniger 
aur £anaettform l^inneigen. 

Stti^: Hein, braun, l^ari* unb ft>it^b(ätirig , aufrecht, offen, fLa^ ober aud^ 
tttoai eingefenit ftel^enb, gutoeilen mit einigen Beutd^en umgehen. 

@tie(: flar!, feiten über 1" lang, toenigflend an ben Heineren j^ücfiten, 
braungelb, ^ol)ig, nad^ ber SBime au ttiß^aii fl^f(9tg, ft<^t obenauf ober neben einem 
^dtfer fc^ief. 

@(^ale: glatt, gelbgrün, ft>&ter mel^r gelb, mit tiielen feinen, grünen, in 
ber 9ieife bräunlichen, anlegt unbeutliAen Sunften, an ber Sonnenfeite befonber« 
auf ^od^ftamm oft mit tt^a^ bräunlicher, ft)&ter mel^r orangefarbiger, aum %^l 
fel^r lebhafter ffibt^t, a^toeilen nur in rotbumlreidten fünften befte^enb unb um 
ben leeld^ aud^ titoa^ beroftet. ^n {^on^gorteit fe^tt bie mUfft oft göttaH«. ' 

^leifc^: mattto>ei$, fein, faftt)oll, raufd^enb, aule^t faft l^albf^meljenb, bon 
angenel^mem, ftarl müdiirten 3u(!ergefd^mad(e, auc^ riecht bie gfruc^ tn SDHenge 
ftar! müÄKrt. • 

Jternl^auiS: nur mit feinen 5ldmd^en umgeben, boSad^fig, !lein!ammerig, 
mit getoöl^nlid^ erft in ber Ueberreife gana fc^toaraen, !leinen, mit einem fleinen 
^Met tierfel^enen ^lernen. 

Süeife unb 9lu(ung: IDie Steife tritt um bie 9Ritte bid gegen @nbe bed 
Stug. ein, je nad^ ben Sommern, unb bie SSirne ^&lt fic^ ettoad frül^er abgenommen 
14 Xage, ift eine guteSRarVt^ unb Xafelfru^t. boc^ bebagt ber müdürte ©efd^matf 
nid^t Sebermann, unb ed bürfte ber Sü^iglett t^red Safted ettoad Sdure beigemif^t 
fein, bie il^m aiemlic^ abgel^t. 

(Sigenfd^aften be$ BaumeiS: i^erfelbe h}ä(J^ft in ber Suget^b ftari unb 
fAön bt^ramibal, toirb j|ebo(^ nur mittelgroß, trägt feine ^efte aerftreut, bod^ ftnb 
' ge bid^t mit Quirll^ola beje^^t unb bed^alb ftar! belaubt. <Sr i^ält aud^ ^rtere 
Sinter gut ab unb ift fe^t frud^tbar, be^Balb aud^ a^ allgemetner 9[n))flanaung 
fel^r au em))feblen. — SBlätter an jugenblic^en Säumen ok)al (bod^ abne^menber 
nad& bem Stteie, ald an bem großen blatte oben), einaelne an ben Sommeratoeigen 
auA eirunb, länger ober ifüraer iUQß]p%iiX, IV»" breit, 2V4 bi« 2Vt" lang, dfter» 
aud9 ftnb fte elliptifd^, unb an älteren ni($t triebigen S3äumen neigen fie ftar! 
tn lanzettförmig, finb meift nod^ formaler unb länger, ald .bad übergeaeic^nete 
i3latt; {te flnb glatt, fein^ etioad fei^tgefägt (regelmäßiger ald auf bem ^olaf^nitte 
oben), fd^ifffdrmig unb mitunter toeüenfö^ig, tn gleicher 9li(^tung mit ben Stielen 
gerabeaud ober aufrec^tfte^enb , nur gegen bie Bpxi^e ^in l^ie unb ba etn>ad ge^ 
rrümmt. — SSlütl^enfnoft^en längli(^ Yegelförmig, l^eller ober bunSler braun, ettoaS 
filberl^äuti^. — Sommeratoeige grünlid^ braun, gegenüber rdtl^lid^ braun, fein weiß- 
gelb |)un!tirt, mit oft ftar! obftel^enben Änoft)en. cy 



209 



No. a55, groipp»» e^fOUtuu 3)iel IV, 8 ».; Suc. I, 2 b.; 3a|>tt IV, i. 




ßtmxttiatt SiptAhint* DeetMecl. tt öegm (Snbe SUifl. 14 2. L. 

^eitnatl^ unb Sotfcmmen: 3m ^dnnoberfd^en ^obc i^ bie l^ier Ik»" 

(iegenbe, ^dd^^ ad^tungdtDertl^e j^audl^altöfruc^t, bereit red^t großer Saunt fe^t ret^e 

(Imteit He^, uttb bie für bett £attbittaitn felbfi jum rol^eit ©ettuffe attgettel^m 

^% f^^ <^ ongetroffett, ba(b utttet bem 9lameit ^ptdhitn^, bett ber £aiibtiiatitt 

inaiK^Iec gfrüd^tett ^tbt, balb ald ^attgelbirhe, bolb atö^titrtburger Stot>f' 

(irtte. Sd^ töürbe ^e für 9)te(d ^atttbtfrQer »inte l^olten (VIII, e. 190), bie 3>ie( 

t>im ^m. b. £affert )u (Seile erl^ielt mtt ber 9lad^ndbt, ba^ ed bobon au(^ eilte 

toütgettbe SCbdrt gebe, toetttt 2)tel bei biefer %tu^t tttd^t ba$ Statt afö eiförtnig, 

0(An)enb uttb ttur utttett ettoad tooUig, auc^ attt 9iattbe feid^t tttit Hetttett, \pi1im 

3ä^ttett befe(^t be^eic^itet, ttttb bie 9leifpt a($ erft int l^atbett October eitttretettb, 

attgegebm ^ätte. fieiber erl^ielt id^ bte ^atttburaer Sinte bott ibut ttid^t titebr, 

lottnte fte auc^. bid^er ttirgeitbi^ auftreibett. Sielieic^t liegt iit uitferer f^rud^t bie 

t»on ^rtt. b. fiaffert gebadbte toürgenbe Varietät t>ox, ipobei jebod^ bemerft toerbeit 

mü% ba^ idb fte ttur iit feu<^ieiit Soben t9ürgeitb gefuttbett l^be (itt meittem fel^ 

f fugten @u(tnger (Skictett ftarf toürgenb), iDäJ^rettb Jie itt trotfetteift Bobeit, tto^ 

mentlid^ fiel^mboben, ioie fd^ott ift ber ^egettb Dptt Boffunt bei @uliitgeit unb ioieber 

^er in ^einfen gar nid^td äSürgenbed $at unb pim Ro^tn unb IBellen trefflich 

rp. (Sd ift auffaSenb, ti>ie reid^ unfer 9ti>rben an trefflichen ^audl^olt^bimen ift, 

bcren nodjf nutnd^e, bei 9)iel nid^t borfommenb, mir bdannt flnb. Obige berbient 

f ebr, erl^alten unb töeiter befannt gu to>erben, unb ^obe ic^ il^r, um Serlped^dlungett 

mtt dnbem.^angelbimen unb &ptdbixnen au t)ermeiben, )u n&l^erer Seaeic^nung. 

pfnont Flamen gegeben. * 

OVvllsivtc« ^Mb^it^ bet OBIIfinibe. V. ^^4 



210 

2xttxai\xt unb Btfttontmt: StOmmk fidftt bei ftintm $omD(o(|en bot. 3)ie 
%i^iu>nl;me im SRunbe bed 93o(ted flnb fc^on oben> angegeben. 




bem stiele nimmt fte mit fc^önen Einbiegungen ft&rfer ah unb bitbet eine htr|e, 
abgeftumt)fte 5lege(f]9ite, beten eine <@eite fi^ pft l^öl^et etl^ebt. 

.ftelc^: meift offen, l^attf(^aUg, ftel^t mit fetnen, ettoad tooSigen 6t>iten in 
bie ^d^e unb {tft in flad^et, butc^ einige {galten unb flad^e 8eulen unebenen ^- 
tirfung. Hud^ übet bie ^cuäft lann man flad^e tStl^obenl^eiten betfolgen, bie einteilt 
{t4 botbt&n^en unb bie Stunbung betbetben. 

6tie(: l^oljig, getabe, obet fanft gebogen, 1—1*/»" lang, pjt fel^t toenifl 
bettieft unb l^äujtg ettod^ untetl^alb bet l^dilffften ®t>ite bet %xnqt 

@^ ale : »emlid^ bid, na4 SSetfdSfiebenl^eit M 8obend glättet obet fein taul^, 
bom SBaume gelMid^ gtün, in bet lioEen ^ettigung matt j^eSgetb. S3ei befonnten 
^^ten ift bie gan^e 6onnenfeite unb ojft no(^ ein %^eil bet Sd^attenfeite mit 
einet faft bunlelbluttotben,- btäunlid^n, im Steifen ettoad fteunblicbet toetbenben 
Sldt^e i[>ettoaf6en, ^&uflg mit beutlic^en &^uten t)on @tteifen; butq SufUe^enbed 
toitb bie 9iöt$e jiemlic^ abgef(^nitten. ^nnfit fel^t ^a^lteid^, etfdjfeinen tn bet 
®tunbfatbe gtün umtingelt, in bet Siötl^e afö toeißlic^gtaue Büppäftn. SlofianfUioe 
finben ftc^ nad^ SBittetung unb Soben balb n>entg, balb mel^t. @etud^ met!li<il^. 

^ad f^leijc^ ift ettoad gelblid^ toei^, bei testet 9ieife J^albfc^meljenb obet 

1t>e(Vattig, fafttetd^, in (»affenbem Soben k)on gejudettem, butd^ feine @&ute ge^o«« 
»enen ©efd^made. 

Jtetn^aud: .gef (bloffen , unb finben ft(^ in S3obenatten, too fte nid^t abfkingt' 
tenb fd^medt, um baiS xetnl^aud nut fe)^t feine Jldtnc^en. ^ie engen, na^e an ber 
Slc^fe Ite^enben Stammten l^aben gtö^tent^eild taube, f(^h)at)e jletne. 

9ieife unb 92u^ung: S^^^%^ %^^'^W^^ d^0^<^ ^nbeSKug. obet Snf. Btpt. 
SBitb gelocht fd^ön tot^, unb gibt geböttt ein ttefflid^ed ®eti(^t. SRu^ nod^ gan) 
^att gebto^en toetben, fonft toitb fte fd^nell taig. 

^et SBaum h)ftd^ft ftatf, toitb fel^t gto^ unb alt, ge^t mit jtätfen 9[eften 
^odf in bie £uft, belaubt ftc^ gut, mat^t fe^t bieled tut^t^ ^tuc^t^ol) unb liefett, 
ettoad ju Saluten gelommen, tec^t tei(i^e ©tnten. @ommettnebe ftat!, fteif, toenia 
ge!niet, tafelet getoac^fene nad^ oben, ja oft fetbft unten no(^ im ®e|)t. )temli($ 
tooUig, untet bet SBoSemit großen, matten fünften ge^eic^net, too bie SBoSe fel^lt, 
fi&tfet unb in bie Slugen faUenb i)un!titt, olioenfatbtg , unanfe^nlid^ unb matt 
btäunlic^ übetlaufen, fteUentoeife butd^ leid^ted Silbetl^&ufd^en etioad gtau. Qlatt 
nit^t gto^, ftdtf t)on ©etoebe, ^ad), bxiäft ^iemlic^ tooKig aud, geigt audjf im ^etbfte 
nod^ bie @^uten Don SBoEe felbft auf feinet Obetflad^e, ift bat)on mattgl&njenb, 
faft obet ioit!lid^ gangtanbig. Sl^on ©eftalt ift, e^ bteit unb !ut) elli^tifc^, einzeln 

Iu tunblid^ neigenb unb läufig bteit unb tunblic^ umgefel^tt eifötmig, mit aufge* 
e^tet, gang !leinet @f)ite. 93latt bet gtud^taugeit gtö^et, gt&hgenbet, langfttelia, 
d^5n breit eUi^tifd^, gleichfalls faft flad^, ungejal^nt. S(ftetbl&ttet f eitlen meifL 
(ugen ftat! btaun ^t\6)XLppt, an längeren %mf>tn nemlid^ obet tt)itflid^ anliegenb, 
<kn fütteren, fteiferen bidbaucbig, !onifc^, metflid^ obftel^enb, ftt^en auf flocken, 
toenig getijjj)ten a:tägetn. Ober bie (f. 

Slld i^angelBitne mit bem Qu]a1it = Belle Madame etl^ielt ic^ imStuguft 
1862 \)on ^tn. Dbetfötftet Sd^mibt, toie fc^ion ^üf<^en in f. JBerj. biefe 3bentitÄ 
betmutl^et, gftüc^te ber SSinbforbime. äRetftoürbiget äBeife. I^at bie IBtnbfotbirne 
eine bet ^iet befd^ebenen @f)edbitne, bie ft(^ butd^ bie f^orm ibtet S'tud^t fel^t 
untetfd^eibet, gan) äbnlic^e Slattfotm. — Qu äBinbfotbtrne l^ter gugleid^ nod^ 
bie Semerlung, ba^ fie fidber ^ecaidne'd (I, Xaf . 8) Foire Madame ift. Qx nennt 
fte einfach Madame unb gibt aU @^n. Madame de France, ^indeor, Belle d'^ 
BeIHssime d'M, SSon $rn. ^rabttlant Dc^me in ©tfutt em^jfing idf bie SBinbfor 
üud) als @ommet-®tumfoh)et. ^abn 



No. 3S6. «igtltM. 3>it( I, S a.; Suca« I, 1 b.; ^a^n Tt, 1. 




JUlJtliUf, **i. Cbttiita (van fflonfl). ffinbe «119. 14 X. 

^timat^ unb Sottommtn: 2)tcft fc^r f^Othin, bnt ^fiufigftnt Sn6au 
kWTbienenbt loftttinw, breen Vaum' bvx^ frü^t unb faft jä^tlii^e (eljr wi<^ 
Xtagbarleit ^d^ auiS)tt<^net, btfanb fii^ unttr bcn faf) SOO Sitnieifnm, bic id^ 
1838 o^nt Samen öon ^m. B. 3Son8 «^ielt. ©te tt« mit Kt. 108 btjrid^nrt; 
bo4 ^o&c it^ Mon in ber SRcnatäff^ntt aufgtfü^tt, bafi bie an bit 31eif« gebuit' 
b«ntn Stummem, bie gum Z^n( bei gant beift^iebenen g^t^ten felbft 110 bcpfKlt 
fanben, ober umeelei^tt bitfetfie g^c^t unter mehreren Kümmern brachten, Wie 
benn auHi bie Obige unter brei Stummem fi^ fanb, in (einec Stgie^ung auf ben 
Sdtalos bei &m. u. SRonS ftanbm. 34 bcjcii^nete f'^ fti&ter mit obigem 9)amen, 
unb ba ii^ In^a unter meinm belgtfc^en eimioiteR in j^uc^t unb Segetotion 
ni<^ iigenb Slei^ei fanb, aut^ in ben Belgifii^en ünnalen bii^tx nii^tS i^ 
9^4*2 t)i>rimnmt, ft> ntag fi'e biellei^t au9 ben aQerletten Aetnju^ten befl $nt. 
V. 3Rond ^eiftammen, unb UiK i(^ i^re Se((^reibung ^temit geben. @ie »irb füt 
2)icienigen, bie bod fein tinf^ntibenb SSeinige lieben, eine belilate XafelMtne fein. 



212 

^itCTatut unb ^tfttontfmt: 3ft nur erft inmctticr «yKnteitonQ" €$, 864 
her gfnid^t hadj befd^rieben. 

' ®efta(t: bimförmid, mand^e n&l^em fx^ ber (^form; l'/i bid 2" breit (auf 

^od^fiamm) unb ftar! 2Vt-~3" ^odS». S)er oft flar! erl^obene 8au(^ fl^t mel^r na(^ 

htm Stellte l^tn, um ben fte fic^ giemtid^ fugelförmig ^urunbet, unb nur in einzelnen 

(Ssem))Iaren fo ^a^ runbet, ha^ fte aud^ auffiel^ fann. ^aäf bem @tieU madfi 

fie eine fanfte Einbiegung unb fc^öne, n>enig ober gar nic^t abgeftumt>fte @fnte. 

lte((^: offen, fel^r ioenig unb meiftenS gar nid^t vertieft, (iegt mit benSlud^ 
f (Quitten fternförmig auf, bie aber l^&ufig berffcümmelt finb ober ganj feilten, fo 
bag ber' Stü^ bann l^omartig erf c^eint unb nur einen über bie ^ud^t J^inauS" 
ftel^enben. garten. Itran^ bilbet. 

©tiel: 2 bis 274* lang, l^oljig, ftar! gelrümmt, feiten bon einem Jleifc^f' 

toutfte ber ©^i^e auf bie @eite gebogen, l^&uftg !nof))ig, ft(t einzeln mie eingeftedt, 

affermeiftend gel^t bie Bpil^t ber grrud^t in i^n über. 

@(^a(e: fein, t)om SBaum'e matt I^Sgrün, in bofffter Steife l^eUgelb. @tar! 
befonnte jeigen ^ne br&unlic^e, unahfebnli^e, oft ettoad ftreifige, im Siegen freunb" 
üdftt toerbenbe rotl^e »ade. ^ie meiffen gfrüd;te fmb ol^ne di'öt^t.' $un!te fein, 
jerftreut,, faSen nic^t ind 9(uge. S^f^^^d^e 9loftanf[uge l^&ufen \iä) fetten fiärfer an.. 

greif c^f: matttoei^, fel^r fein, ferbft in naffen Sauren böttig fteinfrei, um 
ba9 JtemJ^auiS.nur noenig unb fein fdrnig, überflie^enb bon 6aft, fc^mel)enb, t>on 
angenehmem, toeinartigen ©efd^made. 

Jle4:nl^aud: gefc^Ioffen, mit nur flacher, unbebeutenber l^o^Cer SCd^fe. ^te 
>nftM0,dtoJen, tingeln feplenben Jlammern enti^alten nic^t biele, f^toarjbraune, 
eifi^rmtge Sterne, bie ouc^ am Stoppt ein Bpxii^m l^aben. ^ie Stciäf^^lt tft flad^. 

9leifeunb 9lut^ung: 3^^idt gegen ®nbe Sluguft, mug eiXoai bor ber Steife 
ab unb toar in meiner @egenb bie ^flüdejeit nad^ ben S^^i^^n jtoifd^en bem I6ten 
bid 28ften Suguft. 3ft inbeß auf bie ^fiüdeaeit fo eigen nid^t, ald mand^e altere 
Sorten^ unb toirb bie gfruc^t gar nic^t leidet moH. 3ft ^au^tf&c^Ud^ Xafelfruc^t, 
möchte abei nuc^ guten 3Bein geben. 

^er Saum to&c^ft rafc^, ^eid^net jic^ burc^ i^&uftge 8(&tteraugen an ben 
flarfen trieben, aud, aud benen balb biet fur^ed ^ruc^tl^oC) ft(^ bitbet unb toirb 
fel^r rrid^ tragbar, yiadf ben ^robejtoeigen ^u fc^tte^en, toirb er eine ettoaS (i^t 
oerjtoeigte 5lrpne bilben. ®r dürfte bei früher unb reicher ^ragbarfeit nic^t gro( 
toerben .unb !ömmt im l^iefigen fd^töeren 93oben eben fo gut fort tote im 9Zienburger 
leid^teii. ^ie Sommertriebe ftnb ftarf, nac^ qbm ettoad abnel^nb, oliben^rün, 
3tem(i^ )al^lreid^, bod^ ettoa$ matt ^un!tirt. S3Iatt fd^mal, rinnenförmig, mtt ber 
@))i|e nao^'abtoärtd gefrümmt, glto^enb, (an)ett(i(^, red^t fc^mal, fein unb feiert 
ge^abnt. »fterbtötter fein, fel^Ien meifl. ä3(att ber Fruchtaugen gUic^faSd (an» 
nitUäff ftar! rinnenfdrmig, fein gef&gt ge^aj^nt. klugen, fo toett fle Statteraugen 
fbtb, ftar! abftel^b, bie übrigen faft antiegenb auf m&^tg t^orftel^enben ^r&gem. 

^nm.^ 3<9 ^^^^ ^^ meiner Anleitung bie 9^ermut$ung auSgef)>ro6en , ob 
obige eftoq bie in 35iel8 Kataloge, 2te gortfetjung 9tr.' 357 flc^ finbenbc SSröffeler 
Somnter''ll)e(9'antdbime fein miJ^te, bie a>ie( oon b. SRon« aW Doyenn^ d'^t^ tt* 

Sielt unb^ id^ bidl^er nod^ nitgenbd etl^alten {onttte. 3)ie toenigen Angaben SHeU 
ber biefe ^rud^t «ntl^alten SRand^ed, toad auf bie Obige pa^i^ xtiht% n)ürbe boc^ 
^iet eine Strn bon obiger $orm f(^toer(i(^ gu ben ^e(i^antdbirnen gered^net ^abtn, 
au6} gibt er me^r Stötl^e unb fein 3intnttartiged im ^efd^made an, n>ad Obige 
nid^t ^at Stu^erbem ift a(d Doyennö d'6i6 t)on b. 9Roni$ an 8urd^arbt eine Sfruc^t 
mit böSig anberer Segetation gdtommen, bie mir nod^ nid^t trug. ^eUid^ ^at 
auf ber anbern Seite $err 0. 9lond unenbli^ ioenig Sorgfalt in richtiger Serfen^ 
bung feiner Sirnforten gezeigt, unb !ommt aud^ bie Doyenn6 de Jaulet ald Doy- 

•^* ^'*** *«"• ^ D6erbi«d£. . 



213 



Mo. 357. Sid« fbgsfIHnit ^te( I, d «.; £uca« I, i a (b); ^a^n n, l. 




3Wtl0 ^Xn^n^binte. a)iei. faji **. mau, oft ®nbe «ug. 

^txmatf) unb SBorfornmen: S)iel erl^lelt biefc ©orte, für'toeld^e 
er einen ^ßornologen anjufül^ren fid^ nid^t getraut, t)om 5J5Tofefför ©rebe 
in SZarburg , unb i^ mein 9lei$ ))on S>iel. 9)a e^ aud^ no^ eine $ar« 
fftmirte äuguiibime, bann tint 6d^ßne SlUgttfibime (©d^öne »on S3rüffel) 
flifit, tttib Soi^n un^ mit einer S)eutfd^en Slugufibime hdannt mad^te, 
bie id^ meinerfeiti^ öon ©idtler« beutfd^er ^uguftbime bod^ üielleid^ nod^ 
»erfd^ieben l^alten möd^te, fo tDirb t^j um SSertoed^^Iungen ju öermeiben, 
}&>edEmäBig fein, bie l^ier toorliegenbe als S)ielS äluguftbime ju begeid^nen* 
— SDer ^um biefer red^t guten, frül^en grud^ jeid^net burd^ fd^önen 
SBud^ unb frül^e, fel^r reid^ 2;rag6arfeit ft(^ au». 9ln ©ttte bl^ @e« 
fd^madf« toirb fie jebod^ üon einigen anbem früJ^en ©ommerbimen too^l 
fibertroffen. 

Literatur unb @^non^me: 2)te( n, @. il bie SCuguflBirnV. ^^tift ^qi 
im ^anbtodrterbud^e @. 151 eine 9(u0uftbtme Poire d'Aout, füt toeld^e er ^in! nni 
SRanger anfül^rt, bie im äBttrttembergifc^en, um ©idleben ic. berbtettet fet, toelc^e 



214 

äbn na^ mel^rerett llenniei^en bie Obige ni<l^t ift, unb t ^ gol^nft beuif (^e Siitgu^ 
binie tft. ^ie SCugufIbime, toelAe et SoUft $omo(. @. 892 aufführt, !ann el^ 
bie Obtge fein; bei (Sl^rift9 grolier UnboEftanbigfeit, unb ba et in ber SoS^. 
'^omol. fic^ niot auf anbete ^Atiftfiellet beaielt. auc^ nie fagt, toobet et eine 

ftuAt ^atte, lagt fi<^ bied inbe| nii^t Betoiffet beftimmen. 2)itttii^ J^i unfete 

ftuc^t nid^t. 

®eflalt: Steigt fax Sifotm nnb ifl nad^ S)tel oft ettDOiS I&nglid^ 
eifSmtig, tüAl^renb fte bei mit in @ulingen |unb SlienBurg, aud^ in ^emt^ 
laufen allermeifl ^otm unb ®t0^e ber obigen ^gut l^atte. S)iel gibt 
bie 3)imenfionen gleiii^falö §u 2" Sheite unb 2V2" i&öl^e an, S)er 
9aud^ ft|t tttoa» ntel^r nad^ bent AeU^e l^in^ um ben bie (^d^t.ftd^ 
fonft obrunbet; nad^ b^m @tiele nimmt fte ol^e Einbiegung cib unb 
enbigt mit ettooiS ffaimpfer @t>iie. 

Äeld^: Hein, meiflemS l^olboffen, meijt toetfWmmelt, fielet in feid^ter, 
oft ettooiS unebener Senlung. 9legelmä§ige gfrüd^te finb fd^ttn geformt 
unb gut gerunbet. 

stiel: nac^ ^iel iVt bis felbfl 2" ian^f bei mit ^ftuftg etto>a9 ült^et, an 
feinet Safli» ettoad fletfc^ig, ift nut Tanft gebogen unb butc^ einen 9Bu(fi bet ^pit^t 
mituniet ettoad )ut Seite gebogen. 

Sd^ale: fein, glatt, am S3aunte mattgtün, in bet S^^d^ng matt b(a$ge(b 
unb h^ ftfil^em Sted^en nut gtfingelb. 9lötl^e fel^U meift gang, unb nut jutoeilen 
zeigten ^d^te fotool^I bei ^iel ali bei mit etioad matte, ftteifenattige 9i3t^e. 
^uititte fein, fe^t jal^Itei^, fein gtün umfloffen. 9ioffcanPge unb 9ioftfiguten ftnben 
ft(^ feiten, unb befonbetd nut um bie Stielft>ite. (S(etu4 fein unb angenel^m. 

3)ad Sfleif d^ ift ^iemlid^ toei^, ettoai^ fein fötnig, faftteic^, in toatmen Sagten 
aud^ in meinet ®egenb gang fc^mel^enb, in f&lteten mel^t aU ^albfd^mel^enb, bon 
angenel^mem, judfetattigen , etioad tofenattigen ^efc^made, bet in fül^len Saluten 
in meinet ©egenb ettoaiS fabe blieb, in toptmeten fe^t angenel^m toat. 

^ai ftetn^aud ift gef^loffen; bie toeiten jtammetn enthalten fc^dne, eiföt^ 
mige, faffeebtaune 5tetne. 2)ie 5(el4$d]^le ift fel^t fla^. 

9feife unb 9lui^ung: Beitigt nac^ ^iel gegen Glitte Hugufl unb l^&lt ftd^ 
14 Xage. 9u(^ in meinet ©egenb mu^te fte in tec^t toatmen. Saluten fc^on 9Ritte 
Suguft gebto<^en toetben,. in !ü^leten jebod^ etft gegen @nbe Huguft unb aettigte 
bann ®nbe Slug. unb in bet etften Se|}tembett9od^e. Sffc l^aut>tfä(^li(^ eine ^afeP 
unb SRarftftuc^t. 

2)et Saum to&c^ft tafc^, Jefunb unb f(^5n ^V^amibal, unb ift ftül^ unb 
&u(etft ftuc^tbat. 2)ie Sommetttiebe fhtb mä^ig gefniet, nut nad^ oben iiXoai 
tooSig, olibengtün, an bet Sonnenfeite tötl^lic^ übetloufen, nut toenig unb fein 
t>unftitt. S)ad Slatt ift mittetgt;)^, glftnjenb, unten am XvitU (angeifötmig , in 
bet aiHtte bed 2:tiebed mel^t tUxpü^^, naäf oben tunb eifdtmig, feid^t unb fein 
geja^nt, oft faft ungeja^nt. «ftetbl&ttet fein, fcl^len meift. »l&ttet bet ^icn^U 
äugen ^nb lang unb fj^i^ eifdtmig, )um Cbal neigenb, tegelm&gig fein gejal^nt. 
9[ugen j^etjfdtmig, anlicgenb, oben amS^^Q^ ettoad abftel^enb, ft^^en auf fleinen, 
tlHt^n ^tagetn. 

Dberbiedf. 



215 
No. 358. ftftftf e^mKficigiWttte. 2)ie( m, i ».; Suc. n, a b.; 3a|^n m, 1. 




Mxnfiü 3$Mmnbnimsi$\k. ittaft. *tt- ^^^ ^m-, scnf. eet>t. s ». 

^eimatl^ unb SSorfommen: 3tn $annot>erf(^en ifl fle unter bem 9{anten 

Sontmerbfrgamotte ald eine rec^t toert^t^oSe dauBl^altd" unb ^Rarftfruc^t fafl überaS 

einzeln t>erbreitet, bie am {^üglic^ften ju ben ^omeranaenbimen ^^Sü^it toitb, abes 

unter allen meinen t)on ^te( belogenen ^omeranjenbimen ftd^ ni<^t finbet, aud^ 

mit beffen gwil^er golbgelber ^omeranaenbime (Vm, 6. 187) unb glatter $ome- 

ranaenbime (IV, ©. 141), bie iäf nic^t beaog , nic^ft ftimmt, thtn fo toenig toie mit 

bcr 9))fe(bime unb ber GAülot rosat d*6t^ bagegen mit ber k»on Rraft I, Xaf. 97 

obgebUbeten S^ommerbergatnotte nad^ gruc^t unb Angabe über bie Segetation fo 

gut ftimmt, ba( id^ nid^t ata>eif{e, in ber l^efigen f^ud^t bie jlraftfd^e Stmtmer" 

bergamotte n)ieber gefunben au ^aben. !Die @orte t)erbient alle 9ln)3f[anaung, unb 

ifl ber ^aura, t>on bem ic^ fotool^l in 8arbütDid(, M 9Henburg unb l^ier einen 

fd^dnen ^oc^ftamm l^atte, gefunb unb fel^r frud^tbar. 

Literatur unb @bnoni^me: Jtraft I, Xaf. 97 unb @eite44. @on{l finbe 
id^ bie ^hntd^t nirgenbd beftprieben. 9lm ä^nlic^jlen tft il^r X\M platte ^omeranaen« 
bime, fte foU jebod^ nur 8 Xage bauem, bie @ommertriebe atvar nad^ oben ettoaS 
moOig, bad 8latt aber bunfelgradgrün unb gUinaenb fein. 3^0 ift bad t>on ^raft 
feiner ^ruc^t abgegebene @bn. Milan de U Beawi^re, benn S)u^am. Berg, d'^t^ 
(m, 6. 36>mtt biefem et^no.n. ift bie Siunbe aXunbnetbirne^ bie auc^ Milan 
blanc l^ei^t unb ebenfalls tooUtged %(att $at. — Unftattl^aft citirt ferner Biditc 
im X. O.-®. I, @. 283, Xaf. 14 bei feiner 9lun)^en @ommer-93ergamotte (bie mir 
aud ®ot^ jebenfaSd unter bem irrigen 3lamtn ®e(bgraue 9lofenbime a^d^^d) 
l{)tt^metö Berg. iVii6 unb Uraftd 6ommerb^gamotte unb gibt feiner ^!tuäft Müan 
de la BeuTri^e ald Sigin.- |inju, benn ^id^lerd f^rud^t l^at eine anbere |^orm unb 
nic^t toolliged, unge^a^nfeS ^(att. 9Rit Unrecht beruft ftc^ auc^ @i(!(er bei ber^ 
felben auf Rmop, für beffen $erbft'93ergamotte Xaf. II. er fle ^&lt, benn beren 



1 



210 

8ef^teiBttn0 toetd^t me^tfad^ oB', bie ^^t rHfl itn B^. ttnb Dct., ta)%enb 
6. ^tud^t im Slug. reift, unb ifl n)bl^( ftd^er 3)ie(d 9loil^e Sergämptte. 

®eflalt: 3n gorm unb ©rdfie !ommt fte foft gana mit ^\M Sioti^er Setga- 
motte überein; gute grüt^te finb ^att 2" bi^ 2V4'' breit unb %" »eniger IJodJ, 
oft aud^ fajt fo l^od^ atö breit, in toeld^em gaffe bie grud^t ettoad jur KugetgeflaCt 
neigt. S)er SSaud^ fiti aiemCid^ in ber SRitte, unb toötbt ftd^ bie grud^t um Üeld^ 
unb @tie( ))(attrunb, nimmt aber meiftend nad^ bem Stiele ein SBeniged mel^r ob, 
M nac!^ bem j^eld^e. 

jteld^: offen, mit lurgen, l^arten Sludfd^nitten, bie inioeid^ere, meiftfel^letibe 
6f)iten übergel^en, ft^t in siemlid^ tiefer, foft f d^üffelartiger , ebener (5infen!ung. 
2)er 8au(^ ber grud^t ifl ^iemlid^ fc^ön runb, unb jeigt nur flaci^e (Srl^obenl^eiten, 
bie ftd^ inbe( aud^ tool^I einzeln ftär!er auftoe];fen, fo hafi bie grud^t ungleiche 
ftttlften jeigt. 

©tiel: bidf, getoö^nlidj nur Itar! V»" lang,' oft s/^ bid 1" lang, fitt in 
aiemlid^ tiefer, mit einigen ^uim umgebener $dl^(e. 

^äfdU: bom ^umt mattgrün, in ber Steife fd^Bn l^effgelb. ffieäft befonnte 
grüd^te aeigen tin^ matte, gern e tioad ftreifige, oft nur burtü^ rotl^e Kreidd^en um 
bie $un!te l^erborgebrad^te Statine, bie im Siegen freunblid^er toirb, bei nid^t ^arf 
befonnten grüc^ten aber fe^U. 2)ie feinen, l^äufig grün umringetten, ober in ber 
9löt^e fein rot^ umffoffenen $un!te ftnb felffr aal^lreid^. (3nuä) angenel^m. Süoft 
finbet fxäf oft in Keinen Ueberaügen um ben ©tiet, toenigcr um ben Ae((^, unb in 
mand^en Salären finbet man !eine 9ioftf teuren. 

2)aS gUif d^ ift gelblid^, fein, um bad Stnn^u^ nm »enig fdrmg, obhia^enb, 
jebod^ mürbe, t»on reinem, fel^r merflid^en SudEergefd^madte, mit oft ettoad fd^a«^ 
fendjelartiger SBeimifci^ung. 

itern^aud: gefd^loffen, bie Keinen J(ammem entl^atten fci^toarae, l^&uftg uu' 
bolüommene 5terne. 

dleife unh 9lu|ung: geitigt meift nod^ im 9Iug., oft 9(nf. @e))t. unb (ftit 
ftd^ gut, fo ba( man fte toehigftend S 93od^en lang benu^en !ann. 9Ru$ au^ 
guten i&onig geben. 

Xtt Saum n)&d^ft lebl^aft unb faft (j^ramibal, gel^t mit ben tieften fc^Bn 
in bie ©ö|e, bilbet eine tJielberjtoeigte Ärone mit öielem !uraen grud^t^olje unb ift 
fel^r frud^tbar. ®r ifl an htn ^ar! tooffigen trieben unb iooffigem blatte fenntßd^ 
(Äraft: 3;riebe unb »lätter ftnb ioie mtt SRelJl beftreut). a)ie ©ommertriebe finb 
nur toenig ftufig, nad^ oben nic^t ftarf abne^menb, audj im Wd^fommer no(^ mit 
t)ie(er fd^mu^iger SBoffe bebedtt, an ber ©onnenfeite etn^ag bräunfid^ (ebergelb, 
gegenüber oUöenf arbig , nur fein unb nid^t häufig ^)un!tirt. »{att ettonö tiein,. in 
ber Glitte bed 8ommeririebed a^^^^^<^ runbeif örn^ig , mitunter a^r umgelel^rten 
Giform neigenb, mit furjer, aufgefetzter @))tie, brid^t im grüi^Ung ftor! tooDig ata, 
Bel^ärt auäi [p&i biete 9iefte kwn SBoffe unb ein büftere« Slu^fel^en. @iB ift, ]e 
loeiter nac^ ber Bpx^t M airiebeS l^ln, bejlto mel^ rinnenförmig geborgen, mit bec 
Bpiiit nad^ abtoärtd ge!rümmt, unb am 9ianbe gana f^>t unb fei^t geaal^nt ätftet^ 
blAtter Kein. SSlatt ber gru^taugen obol, mit gana furaer 8))i|e, rinnenfdrmig, 
am Stiele oft ettoo« l^erafiJrmig eingeaogen, nur geränbelt. «ugeft IS^erafdrmig, 
Braunrot^ ^t^^uppt, flel^en nur ettoa« ab unb fijen auf toulfttgen, meijl ftdirf ge^ 
T^pUn augentragem, an benen bie 3Rittelri})t)« ftdif ftar! I^erabaiel^t. 

Dberbiedf. 



617 
No. 359. Ste6wt«Cts»I«Äh«e. 3)icira,2. l.;8uc.Ym(Yn)la(b);3a^^ 




3Du Jummer-iSlnUitnte. 3)ui^amer (SDieo t ««ö^ ^^p^- 



^eimatl^ unb SBot!ommcn: id^ ^rl^iclt fie nad^ ber' Bereit« gelieferten 5>?«<J^t 
unb (i^aralteriftifdjfen SSegetation mit ^ulj^amel unb 3)ie( ftimmenb atö Sanguinole 
(2)ui^am.) bon ^errn Slug. ^lafpol. Saumann in SoUtöeiler. 3)ie ^rud^t reift bei 
mir ettoad \p&tn, a^ 2)ul^ame( angibt, bod^ geben oud^ '9(hbere ettoad f))ätere 
äleife an. 

Literatur unb @i^noni^me: ^n^amel m, ®. 91, 9h:. lll: ^anguinole 
(pl^nt ^bbilbung) „Blätter gro^, faft runb, breiter a(d lang, ettoag mit "SRe^l be^ 
fbeut. gruci^t mittelgroß, 23'^' breit, 24'" l^oc^, bimförmig, am Äo))fe breitgebrüdt, 
ir^ugrün mit fünften, an b. ©. ©. rot^. fjleifdjf grob, rotl^, jiemlid^ unfc^macf- 
^aft. Weif (toie bei IRerlet unb Duint.) im Slug." — a)iel II, @. 136 a)ie ©ommer- 
llutbime, äanguinolp d'^t6. „i;eift ®nbe '2lug." — Pom. francon. ©. 307, 9lr. 136, 
in 2 gformen, \)om ^oc^ftamme lUin, ä^nlid^ meiner ^ig. oben; k)om @))ariere 
größer, obal, toie ^erbft^Srutbirne, beibe (Snbe ©e^)t. retf, toeßl^alb jebenfaHd bie 
teytete. — Änoo^, beutfti^e 2Cu§gabe, Xaf. VI, Granat P^er, ©ranatbirne, fe^r 
lAnglii^ , aud^ ftar! gerötl^et , boc^ erflärt fte. aud^ ^ie( toegen ber SReife im 9(ug. 
unb @«^t. für ä(!^t. — r Pom. austriac. @. 40, %ah' 89 ^iemlic^ m. gei^nung ent-^ 
ftorec^enb; nur am Stiege ftarfer abgeftum^)ft. — %. D.-®. ^at 2 Slrten a) »b. IV, 
e.3l3, ^af. 16 bieölutbime, (gnbe ©e|)t. reif (ift bie ^erbftblutbirne, brgl. biefe) 
b) Sb. VHI, 6. 385, Xdf. 21 bie ©ommerblutbirhe, größer unb beffer aI8 öorige, 
im 9lug. reifenb, bod^ ftaglid^, benn ©icfler, ber jiraft citirt, fyeti i^x, gegen ^raftd 
runbfi^ed S3(att, ein ftar! länglid^ obaUd hinzugegeben. — Sl^riftd t^anbtob. @. 160 
jiemlic^ toie ©icK. — S^ecaidne ®b. V, 2:af. 7 Sanguinole, nac^ SSegetation unb 
»eife («nf. ©ej)t.) bie öorliegenbe in 2 goijmen, a) oöalbirnf. b) runbtid^-f reif ei- 
förmig (}toif(^ht beiben gibt meine 3^<^>tu>^d ^^<i ^<^^ 9>litteO er citirt SRerlet, 
Stnoop unb $oiteau unb unterfc^eibet eine Saoguine mit grüner ^aut unb mit 
böUig rot^em gleifc^e, bon ber Sanguine ditalie, beren gleifd^ at)rilofenartig unb 



218 

tdt|ttd^ marmorirt fei. — 9u(( bei 2etoif, Xouqaxh unb noil^ (M^ £pnb. |etti(|t 
S)u9am. Sangninole im 9u0. unb &tptf naäf Samin unb ^uvanb int &ept um 
il^re »eiteren @l^n. ftnb: Suiguine de Fnnoe, 9{oif.; San^^iimole de Royder, Saa- 
gnina masqn^ on afrioaine, CaleTille,. Couainotte, SRerlet, nad^ fRai^er; Blood-Peer, 
6itf(.; Grenada, Bloed-Peer, Stnoop (Drig. Xudg.); BeteraTe au^ Poire an vin 
unb Sanguine dltalie, ^ecaiSne. — WUffxtttli übev Blutbimen {ie|^ unter ^erb^ 
»(utbime. 

&tftalt: Ireifelfdrmig, nad^ bem stiele )u fegelfdrmig Iura abgefhtm))ft f t»i(, 
um ben ite(4 P^^ abgerunbet, tvie fie aud^ SHe( befd^reibt, ber fte a(9 mittelgroß 
(S^SVi" ^^t unb ebenfo l^od^ ober nur ettoad ^^1^) be^eid^net, ioäl^renb fie Xnbere 
Hein nennen. @ie baut ftd^ übrigmd bcitb länget, balb ffirger, oft fafl runbUd^, 
nimmt aud^, toie ^ecai^iie'd Xbbilbune )eigt, gegen 2)iel (^nbiegung nat^ bem 
@tie(e 3tt an, unb iß ühtt^txpt in gorm unb ®rd(e loerftnberlid^. 

§ttl^: grot" unb breitblättrig, oft l^artfd^alig, offen, in loeiter flad^er, ebener 
^nfenlung, obgleid^ bie Xbrunbung ber gfruc^t ^utoeilen ungteid^ ift unb ber Sttldf 
öfter« feitto&rt« gefd^oben fielet. 

@tie(: mä^ig flar!, 1'' lang, grüngelb, nad^ bem (Snbe l^in beroftet, l^äufig 
loar)tg, fi|t obenauf f d^toad^bertieft, ober neben einem S^bätt, ber i)^n fd^ief brfidft 

@d^alf : ^att, btoggrün, f)>&ter mel^r gelblid^, an ber @.@. oft fanft carmin 
gerdtl^et unb in bem 9totl^ fein toei^üd^-, auf ber übrigen ^d^alt gelbbr&unlid^^ 
t>un!tirt, aud^ l^&ufig (eid^t unb bünn beroftet, tooburd^ bad äüoti^ getrübt toirb. 

gleifd^: rofenrotl^, umd Jtem^aud unb aud^ fonft fleffentoeife carmoifinrotJ^, 
abfnatfenb ober raufd^enb, bon nod^ angenel^mem faft reinem 3ud(ergef4mad( (bon 
einem fel^r reinen, fügen, rofenortigcn ®efd^madf, 2)iel). 

Steife unb Stu^ung: ^ie f^rud^t reift im erften 2)rittel bed @e))t., nur im 
Sommer 1863, in toeld^em atffed früher zeitigte, toar fte ben 24. 9ug. reif; fte ifl 
atoar nod^ gum 9lol^genug brauchbar, beffer aber bient fie ^um jtod^en unb ^rodnen 
unb toirb über^auf)t nur ber 9Rer!toürbig!eit ioegen ge))f[an3t. 

(Sigenf(^aften bed Säumet: ^erfetbe to&d^St nad^ ^ie( fe^r flarf, toirb 
groB unb frud^tbar, mac^t gerne ^ängäfte. — 2)te SUtter meines nid^t triebigen 
S^aumed ftnb runblic^, )um Xj^etC aud^ eirunb unb obal, meifl l^erafdrmig, mit 
meifl !uraer, auioeilen anä^ mit C&ngerer, audlaufenber Bp\%t. SiiunbUd^e IBIätter 
2— 2V4" breit, I8/4— 2" lang, anbere länger, oben unb unten fein iooffig, unter- 
feitd burd^ ben ftärferen ä8oIlüber)ug grai^rün, oberfeitd mattgrün, lum X^eil 
rdti^lid^ geoibert, ganjranbig ober nur an ber @))ite unregelmäßig ge^al^nt, f d^toa«^ 
fd^iffformig ober mulbenfdrmig unb l^ier,unb ba toeHenförmtg, fteif unb leberartig. 
9ln ben ©omtneratoeigen fd^einen bie Blätter nad^ oben l^in me^r obal ober eirunb 
SU fein, bod^ fd^tlbert fie ^iel äl^nlid^ ben grud^tl^olablättem aÜ anfel^nlid^ groß, 
t)on ^orm runb-l^eraf drmig , toie bad Slatt einer ^apptl, Z—Z^U" breit unb ebenfo 
lang, dfterd fogar breiter aliS lang, n^egen ber barauf ft^enben äßoffe büfier bon 
f^rbe. — ®lütl^en!nof))en groß, legetfdrmig, fanftgef)>i4t, J^eHbrattn tnit' buttfei- 
braun fc^attirt, am ®runbe ettoaS toeißlit^. — $arbe ber @ommeratoetge nad^ 
2)iel fd^toer au befd^reiben, grün mit ^raitn gemifc^t, auf ber @d^attenfette buttifel 
olibenfarbig, babei toibüig unb fein n>eißgrau f)un!tirt. 9lac^ 2>ecaidne ftnb fU 
fd^toäralic^ t)iolett, gelblid» ))unltirt. 

3. 



219 
No. 360. 6«%tinr|e( Wme* Sbul n, 2 i.; Sucad n, 2 a.; sai^n m, 1, 




i$lll}tllir$er HinU» ßicßrt. »tt. ®nbe «ug. bU «nf. 6e^t. 



igeimatl^ unb SSorlommen: fie ift in Dber^ unb 3tiibtxhWfem, 
auify in Dber^Defkeid^ allgemein toetbreitet unb fömmt, natS) ipm. Qpf. 
©eitringer in 6enWing bei SDWtnd^en, ber mir fd^öne grüd^te berfelBen 
fanbte, felbfl in fold^en £agen unb ^obenarten ^oxt, in kDeld^en anbete 
Simen nid^t mel^r gebeil^en ioollen. 

Literatur unb @i^noit^me: Siegel befc^tiebfie in f. 9Cnto. @. 87, aud^ 
in BRonatdfd^r. U, S. 15 unb in f. ^. 0. U, @. 104 aU eine mittelgroße, grünat^" 
gelbe, an ber @.@. braunrotl^^ angelaufene, runblid^e, furj !(ge(fön^tge, fel^r faftige, 
3utferfü^, fein mudfateHerartige, im flauen raufqenbe @ommer''9iufteiet, bie um 
^aunau Butterbirne genannt toerbe. (&x be^iel^t ftd^ in feinem £obe auf ^d^mib" 
berger, ber fte in feinen Seitr. . aur Obftbaum^u^t, III. ^eft @. 21 für bie befle 
Siwimerbitne' erfCdre. eie fei mit ber üon ©lel (Sb. XXI, e. 249, banad^ a)ittr. 
I, B. 582) befd^riebenen Salgburger t>on 9lb(ttf überein. ^od^ l^at biefe nad^ 
^e( eine anbere ^oxm unb abfnadenbed ^lex^^, unb obfci^n bie SSegetation SleJ^n« 
(ii&feit ^eigt, fo gtoeifelt bod^ au^ Obetbted an ber Sbentitftt, obg(et(fi er bHbe in 
. yBM. B* 405 nod^ {ufammenfaßte, unb bie %hlH ndd) ^o^na^V^ p^rer @. 14 in 
tanlen ©aljburgcr, fionge-^aljburger genannt wirb. 9la& ©rn. ^rof . Dr. 
teift(^ in ^rag ift femer bie ©aljburger Äirne, bon i^m bei ber Äerfammtung in 
Wiiili ali ^c ber beften 98irt^f$aftdfrü(^te em^^fol^Cen, t^on 2)ietö Sraunrotl^er 
eontmer'9tuffeCet nid^t k)erf4teben, unb l^at S)iel btefe SBb. III, S. 111 tpenigftenS 
Mr ai^nlid^ befdjrieben. — 3c^ fdjilbere im golgenben i^rn. iDeuringer« grüd^te, 
bie mit einer mir k>on Siegel bel^&nbigten 3^^>iu>id 0^^ ftimmen, glei^lDie aud^ bie 
Segetation meiner ©aljbuTger 99irne bon 2. gana mit ber bed $m. X, übereintrifft. 



220 

©eflalt unb (Sröße jcigt obiger tlmri§. 2He »ime fonn ate 
mittelgroß/ ettoo« Kein, um beti M6) jiarf abgeplattet, breit auffi|enb 
(ti)ie e« 3)iefe ©aljburger üon Slblift nid^ tl^ut), nad^ bem Stiele ju 
l^od^ getoölbt runb j^ber auify fegelförmig, meifi fiarf abgeflum^)ft be^ 
§ei(^ttet ioerben. 

Äeld^: groj5=» unb langblättrig, offen, in ipeiter unb oft tiefer 
©enfung, bie l^&ufig burd^ beulen beengt ift, toon »eld^en oft einjelne 
fiärfer anfd^toeEen unli pd^ toerloren über ben 8aud^ fortfe|en, fo baß 
biefer fiellentoeife ftfirfer l^ertoörtritt. 

@tie(: ^att, t^etfd^ieben Icm^, i^o()t0, ^eibUann, oft !nof))ig, fl|t fd^toac^ 
t)ertteft in SeuCd^en, b)irb andf l^aufig bucd^ einen ftd^ neigen i^m auftoetrfenben 
SQ'6dtt feittDävtd gebrüdt. 

6 (i^ale: .gelbgrün, f))dter grüntid^^, aud^ fajl citronengelb, mit feinen grün* 
Ud^en, f^äter bräunlid^en fünften, a. b. @.<S. lebl^after ^un!t^ ober ftedenarttger, 
ober CMä) ftreifiger ?iötl^e (bie tooi^rfc^einttc!^ t>or beginnenber 9leife me§r br&unUcI^ ift, 
ta)ie fie 2. fd^ilbert), oft au^ mit 9loftf[ect(^en, bie ft(^ um ben Md} mel^r l^äufen. 

($:(eifd^: gelbUd^ toei^, siemtic^ fein, l^albfcl^metsenb, nur toenig raufc^enb, 
faftreid^, bon fe^r angenel^mem, \dftoa(i) fäuerlid^ fügen,- fein rofenartig jparfümirten 
3u(fergef(!^mad, an toeld^em mir a)lüdfirted nid^t aufgefallen ift. (Siegel l^at tote 
S)iel mit SRuSIateHergefd^mad oft nur eine ber S^<(<^t beigemifd^te feine @&ure 
be^eid^rietO 

Jternl^auS: mit ettoa« flärferen Jldrnci^en umgeben, fd^ft)ad^ l^ol^l« ober auc^ 
boUad^fig, fteinfäci^etig , mit Keinen, fc^ioar^braunen, )um St^l^eiU unboHlommenen, 
mit einem fd^toac^en ^ötfer audgeftatteten fernen. 

9leife unb 9lu4ung: 3)ie Sirne reift Slnfangd @e^t., in n)armen @ommem 
gegen ®nbe bei^ 9lug. -- Sieget gibt bad le^te ^Drittel bei» 9[ug. a(d 9ieif|eit an 
unb bemer!t, bag ade anberen 93irnen toeuig ä8ert^ me^r |ätten, fo balb fte auf 
bem Obftmar!te erfd^eine. 3§r ioa^red ^arfüm erl^alte fie jebo^ nur auf ^o^" 
ftamm unb fei toegen @üte ber g^rud^t, @rd(e unb Xragbar!eit bed Saumed für 
ein faltet ^lima allgemein ju emj^fe^len. 

@igen[^aften bed ^aumed: 2)erfelbe io&d^fl (ebl^aft, n)irb grog, trägt 
im äClter fho^enb, gebeult at^d^ auf üuitt^, unb aud^ nad^ 2. in jeber Sage. — 
Slätter oioal, mit ^udlaufenber, oft lurjer, vm\t ettoad )ur @eite gebogener 
@t)i|e, iVi biÄ 274" breit, 21/4 bi^ 3" lang, einzelne eirunb, einjelne länger ge» 
flielte aud^ elli))tifd^ unb breitlan^ettförmig, gan^ranbig, glatt, bod^ am X^lattfaume 
ettoaS tooHig, reici^geabert, ^iexnliäi bunfelgrün unb glängenb. — !Die Sl&tter ber 
Sal^burger bon Slblif (toie fie mir Dberb. fanbte, Ui toelc^em ber Saum mit XitU 
Sef^reibung ftimmenbe grüc^te trug) finb ber SRel^raai^t nad^ eirunb, länger ^uge» 
f^ijt, au(^ meift fein- unb feic^tgefägt. — Slütl^en!nofJ)en jur 3eit fe^lenb. — 
©ommer^toeige erbfarbig ^ rotl^braun, ^ffenn)eife faft biolettrotl^ , auf ber 
6d^attenfeite melj^r grün, fein gelblich ober fc^mu^ig toeig ))unltirt, nad^ bem ®n!^ 
^in t^erbidtt, «ugen fel^r \p'% faft fted^enb. 

3. 




C«Mi|tC finttrrbinU. («u« tOanjiB). •• t SHitte ÄBa. — Witt« ©«iJt. 



^eimat^ i^ttb 9?orf DTOineti: pe iP in ber Umgegenb »on ©anjig 
»erbteitet unb fe^ Beltefit §errS5anKer §eiiitiii& SiogotUn Slanjifl 
(Dar fo gütig, mir glpei ^a^re na^ emanber-gtüc^te ju (enben imb ouS 
feinen 3>^^fl^n ^"^^ i*$ einige junge SJäume ergoßen, m<fy toetc^n ii^ 
int Vegetation fc^n gientlii^ f^ilbem tonn. 9>te ^m^t tfl gut uidi [d^ 
nnb toerWent auäf in »eiteren Äreifen belomit ju tuerben. 



Sitcralut iinb ©Dnon^m»: 3^r 



natblii^n ^aMt ifi SDnit» 



hiratn me^t grOifitc mit «ufd^enbem ob« ^I6[4mri^*nb«n JlrifSf Miip«iibm 
bKtMit, fp ^alic i4 btn obiecn gttoä^lt. — IQtfi^tttbtn ifi bie Sinu ei^ jt|t ni^t. 

@eftalt unb @T0ge ergeben, |iii^ ans obiger ^igur, toonatl^ bte 
^nt^t fegelfamiig, an beiben @Bben flart obgelhirnftfl i^, auf bem 
Steli^e gut aufflebenb, auf einer Seite Pet8 niebriger. ©te 6aut iiii& 
jeboc^ auf einer §filfte oft mittelbaui^ig, fo bafe fie Jitm S^eit eirunb 
erfti^tnt unb nirb in guten 31^1^'^ ^^ iiod^ um Vt st6§er. 



222 

$ttl^: luri unb ft^i^MAtirig, grau^rfln, HttoS tvoUg, gefd^Ioffen, ht ^ient" 
(i^ tiefer, f d^äffetfdrmiget , bod^ untegednä^iger (Stnfenlung, toeil fld^ Beulen in 
berfelben erl^eben, loeld^e fiad^, bod^ fel^r bemedlid^ ü^et bie SBdIbung, au4 oft 
nod^ über ben 99aud^ l^inlaufen, unb looburd^ autoeifen eine \>om Stuart bid }U»i 
6tte(e fld^ fortfe(enbe rinnenfdrmige Sertiefung entfielet 

etielr aiemlid^ {lad, 6i8 V«" lang, grfinbraun, fielet in einer mit Seulen 
umgebenen ^dl^U. (Sine ober bie anbere biefer beulen eri^ebt ftd^ meift l^dl^er, oft 
Siemlid^ l^od^ , f o ba^ ber etiel feittoartd gebrfitft toirb unb bie eine i&(fte ber 
gfrud^t aud^ gegen ben @tie( ^xn l^dl^er a(8 bie anbere erfd^eint. 

6d^ale: burd^ fdrnige Unterlogentng ettDod uneben, gelbgvün, ft>&ter grün* 
gelb, )u(ett fafl dtronengelb, mit fiarfen grflnKd^en ober toei^Kd^en grftnumfftumten 
fünften/ tmb an ber 6onnenfeite oft fiar!er carminfarbener 9idtl^e, bie jutofilen 
nur (d9 orangefarbener flreiftger Slnf[ug erfc^eint unb loorin oieU grüngelbe fünfte 
ler^eut flnb. Xuc^ mit ettoaiS gelbgrauem 9loßanfluge, ber aber meift nur um 
ben iteld^ l^erum mei^r )ufammen^ängenb unb titoa^ fül^lbar rau)^ loirb. 

gfleifd^: toei^, ^iemlic!^ fein, fel^r faftreid^, butterl^aft, oon fd^ioad^toeinig' 
fü^em, fe^r erfrifd^enben, rec^t angenel^men, toenn aviä^ burd^ ©eloür) ni^t gerobe 
audgeaeid^netem Clefd^matf. 

iternl^aud: mit ettoad bod^ nid^t 3U l^ielen Kdmd^en umgeben, fd^toad^ f^ol^l^ 
ober ooKad^ftg, Stammtvn !lein, längltd^, mit un)90ll!ommenen fernen. 

Steife unb S^u^ung: ^ie 99ime reift je nad^ ben Sommern mitunter tan 
bie SKitte beft 9ug. , bod^ lam auc^ in bem to&rmeren Sommer I86I bad gleite 
S^rittel bed Btpt l^erbei ; bie ^d^t barf nic^t erft gelb toerben, fonß iß fte meift 
fd^on ))affirt. Xud^ ^&lt fte ft(^ nic^t länge in ber 9ieife, toe^^alb Dr. Siegel, an 
toeld^en fte. gefanbt tourbe, 93eben!en trug, i^r I. 9iang )u geben. ^0^ !ommt 
biefe (Sigenfd^aft be» meifien @ommerbimen ju, unb e8 toirb ein )u fd^neüed 9Bei(^« 
toerben burd^ frül^geitigeS Brechen )u t^eri^inbem fein. 

@igenfd^aften bed Saumed: 3)erfelbe toirb na<j^^erm9iotoIl gro( unb 
ift red^t frud^tbar; er bilbet, toie meine S^aumfc^ulenft&mme geigen, fd^dne ^t^ro" 
miben. -^ S)ie 93l&tter bed ^rud^tl^olaed ftnb aiemli(i^ gro^, Iftnglid^ eirunb, meifi 
l^aförmig, mit oft lang auiSlaufenber, dfterd ettt)ad fjpiralförmig ^ur Seite gebre^ter 
^Bpiitt, fein feid^t' unb jtum|)f gefägt, fd^toad^ fc^ifffdrmig unb ft^elförmig, bun!el- 
grün unb glänjenb. S)ie 9l&tter an ben ©ommer^toeigen ftnb Keiner, me^r ooal, 
nad^ bome oft am breiteften, mit aufgefegter, oft fd^arfer ®)»i^, fd^ärfer gefägt, 
unb nad^ ber &pi^t bed Xriebed l^in tooUig, lo&i^renb bie auftgetoad^fenen unb 
bie ^d^tl^olabl&tter glatt ftnb. ^ lBtüt]^en!noff)en f d^einen mel^r etrunb afö fegel^ 
fdrmig,v^um|)ff))it, fd^toar^braun aufein. — Sommeratoeige grau* ober bräunlich' 
grün, an ber Sonnenfeite br&unlid^ gerdtl^et, mit f^mutigtoeigen ober gelblichen 
!ßunlten; an ber S))ite ftnb fie toollig« 

3. 



223 



No. 362. fliefaie Bta«lrii||e(«L S>iel n, 3. 1.; Suca« I, 2 b.; gal^n n, 1. 




Alnne 



^eitnatl^ unb SSorlommcn: 3)lefe üon S)iel fel^r gefd^fift*^ S^^tf 
bei b>eld^er er anmerft ,,f ann nid^t teid^Ud^ qtmiQ atige^^flanjt b>erben/' 
gel^ört ju ben älteren Sorten, unb ifi nad^ S)ie{ befonberi^ in ber SBetterau, 
oud^ in ipeffen an ber Sol^n berbreitet; m fie S^^iiitbtme l^eiftt. 3fm 
$anm)t)erfd^en fanb id^ nur einigemal einen Saum batoon, j^od^ lieber 
poti in S^infen. @ie l^at in meiner ®egenb nid^t gan} bie @üte, toie 
bei 2>ie|, toirb oud^ nid^t größer, ,al^ obige ^igur, inbe§ fd^a^en bie 
S3efi|er be^ Säumers fte bod^ fel^r, n>eil fte aud^ mit ber @d^a(e getrodCnet 
ein red|t fd^adO^iafte^ @erid^t gebe unb ber ^aum \dfx reid^lid^ trage. 
Stein 9teiiS erl^ielt id^ t)on S)tel unb nad^maBS t)on ^m. "o. ^otom 
überein- 

Literatur uit-b ©bnon^me: ^ie( lY, p. 80 Kleine 3immtti>uffelet, Petit 
BoTisselet mnaqu^. 2)tel oemerü^ bat to^xtnh üuintinl^e nur (Sine 9iouffelet, bie 
t)on 9iBeimd annel^mm tooüit, bte gfrangofen na^ fetner ^txi \t^^ \df9^ balh tint 
%tü^t 9üouffeIet bon berfelben unjterfd^ieben j^aben, unb bie neueren gfranjojen aH- 
gemein eine JtCeine unb ®rote 9iouf[eCet t>on 9il^eimd in il^ren (Katalogen auffül^rten. 
2)ie Obige erl^ielt er t)on 9{ico(ad Simon aud 9Ret Ali Petit Rousselet de Rbeims, 
Ulam ithoäf k>on ben ©ebrübem SRatl^iot unter bemfelben 9lamen feine SlouffeUne. 
et glaubt, bat mit obiger t^iellei^t ibentifc^ fei bie itleine SRudcoteHer 9l<^uffe(et 



224 

bed %. 0.-®. XYIII, p. .310, %aU 15, Bei bct ittbc| toenig SHofl unb fkitfeSUMtf 
angegeben tvirb. Unter obigem Spanten l^at fte fine beftimmte unterfci^eibung bon 
jil^nlic^en ^rüd^ten geivonnen. — (Sel^r ä^nlid^, auä} in bem mitabgebilbeten 8(atie, 
tft bie Äleine ^faCjgr&ftn be« %. 0.-0; n, %al 2, ©. 17, boä bergleid^e man 
bie unten folgenbe SBefci^retbung ber Sirne biefei^ SHametfS. Sol^n.) 

©eftalt: Oröje nadj 2)iel toom ©odjfkamme l«/4, ferten 2". bteit unb 21/4" 
(ftng. go)^ bitnförmig, oft ettoad f))it legetfönnig; 9aud^ ftar! nad^ bem jielc^e 
l^ln, um Un fte fic^ ))(attrunb toölbt. 3n ^ieftget @legenb l^obe id^ fte ni^i grj5^er 
gel^abt, ald iVs!' breit unb 2'' l^o(i^, loobet ber Saud^ ber SRitte ettoad nftl^er fa^, 
unb bie ^rud^t bon ba nac!^ bem jteld^e .aud^ i&ufig nod^ etioaS ftdrfer abnahm, 
a(d in obiger ^igur, unb ber Stiel langer toor, ald il^n 2)ie( be)ei(^net, ioad Xtted 
Solgen größerer Äleinl^eit ftnb. S^iod^ bem ©tiele madjt fte ol^ne merflidjere Ein- 
biegungen eine fegeiförmige, f^ft iti ben ©tiel überlaufenbe @t^i|e. 

jteld^: för bie grud^t ftar!, I^artfd^alig, gan} offen, ft|t bei größeren S^d^int 
in ger&umiger, flad^er, ebener ©enlung, hei nadf bem ^el^e ffc&rfer obnel^menben 
Heineren foft oben auf. 

@tiel: für bie Heine ^xuäfi ftar!, nad^ Xitl 1 hi^ HU" lang, inbe^ bei 
mir meiften« gut IV«", oft felbfi 2" lang. 

@d^ale: fein raul^. ©runbfarbe ein l^eSgrünlid^eS 0elb, toelc^eS erft bei ber 
Ueberjeitigung ganj hellgelb toirb, aber bei frei l^&ngenben grüd^ten' nie rein gu 
feigen ift, inbem ein feiner, ^immtf arbiger Htpftüberjug über bie gan^e @(!^ale ber* 
breitet ift, äl^nlit^, toie bei ber Solhnarferbirn unb anbem, burd^ ben bie ©runb-* 
färbe nur burd^fd^eint. SDie ©onnenfeite — noc^ 3)iel oft V3 ber ganjen ©djale — 
ift mit einem etloa« trüben 93lutrotl^, ba« nac^ bem.eticl oft ettoa« ' Streifige» * 
tierrätl^, bebedtt, toel(^ed bie (S^runbfarbe fledtentoeife n'o(!^ burd^fc^immem lä^t, unb 
öfter» (bei mir meiften») mit. einem feinen, ettoa» raul^en, lleienartigen Slnfluge 
überlegt ifl. SSal^re fünfte fielet man nad^ ^el toegen biefe» fleienartigen SCnfCugeS 
leine, boc^ erfd^ien eben biefer Stnflug mir mel^rmäl» beutlid^ al» jdl^lreici^e graue 
fünfte, ©erudj fcl^lt. 

gleifd^: fdjitoac^ gelblidj toei^, faftboff,.!ömig, l^albf djmelaenb , in meiner 
(Skgenb meift ^iemlic^ raufd^enb, nad^ 3)iel bon fftgem, 'crfiabenen, limmtortigen 
(S^efd^matfe, ben id^ in meiner (^egenb ^ioar atö fü| unb aiemlid^ aimmtartig, ieboc^ 
ni(^t ald ergaben be^eid^nen fann. 

5{ern^au»: flein, {Kammern {lad^, entl^alten meiftend nur taube ober toenige 
fteine, fd^loarac, eiförmige jteme. 

Steife unb 9lu«ung:' 3eiügt 9nf. eef^t., I^ier oft erft fRitte ee})t., l^&Ct 
fid| ntel^rere äBod^en unb ^ für ben ^uS^alt fel^t brauchbar. 

S)er Saum loirb mittelmäßig gro^ unb trftgt fe^r reic^ltil^. 6ommertrt(Be 
nid^t fiar!, t»iolettartig braun, nur nad^ oben mit ettood äBolle bebedEt, aerfheut 
unb fein ))unftirt. S3Iatt Hein, ot»al, mit furjer @)>ite, glänjenb, gang feid^t ober 
gor nid^t gejal^nt. Slatt ber S^^d^taugen eirunb, aud^ juioeilen runblid^, ^wxi* 
ranbig. Slfinrbl&iter faft fabenförmig, Hein; Kugen ftor!, !egelförmig, etipftd ab^ 
flel^enb. Xr&ger ^ftnü^ii i^odft. 

Dberbiedf. 



r 



225 



No. 363. irntt e»mmtt^K«Alitl(Umt. 2>ie( I, S, l. ; £uc. I, l «. ; 3ai^n VI, 1. 




jgetmatl^ unb Sßorfommen: 2)iefe fd^ä^bare ©ommerMme erl^ie(t id^ fd^on 
frül^ in 9henJ^ur0 Don ^erm ©e^eimenratl^ k>on t^lototo }u 2)redben unter bem 
Flamen £ange grüne @omnter''9Runbnetbirne unb totrb fte toeiter t9on ^ttiri(i^ l^er" 
ftamnten. 3d^ l^obe länger i^r^ ®üte nid^t erlannt, bie mir erfi 1862 ftd^tbar 
tourbc, nac^bent id^ einen jungen Saum auf befferen SBoben umget>f[anjt l^(^tte, ber 
barauf frftftig timd^^ unb g(et(^ 1861 etliche ^rüc^te braute, 1862 ober fel^r t>oU 
l^ing. ^vvfi genug gebrochen toirb fte fd^metjenb, ber (S^efd^madE !önnte jeboc^ ettoad 
^etDür^ter fein. S)ir l^jxben eine 9lunbe SRunbne^bime (Sommerbed^antiSbime)^ eine 
fanae ^erbft'9ilunbne|btme (£ange grüne ^erbftbirne), unb lann für obige ber 92ame 
toofi nici^t für^er gefaxt toerben^ a(d gefc^e^en ift. Sßei^ient l^&ufige Slnf^fCanjung 
unb mdd^te nur ber ©ef^madt noc!^ ettoad me^r ©etoürg l^oben. 

Literatur unb ^i^non^me: 3)ie( ^at fte nxdft Sei ben unboKfommenen 
Befd^reibungen älterer ))omo(ogtf(!^er Si^erle ift t^ fd^toer, aud^ nur mit einiger 
@i(^erl^eit eine ^rudbt in il^nen nad^jutoeifen. 3)er %. O.-®. I^ot 4 äJhtnbne^imen : 
1) XIV, %a^. 7 bie Süunbe Slunbnelbime, bie tro| ber attfgetragenen, fid^ tool^t fel^v 

S^ten finbenben Slötl^e, ftc^tbcy? unfere f^c^t beffetben ^tarnend ift; 2) n, Xaf. 1 
e £ange aHunbnetbtme; gleid^t in gform unb ®ri5^e einigermaßen unferer ^d^t, 
dflnflTictel ^anb(iti^ bet Cb^fnnbe. V. 15 



226 

ho^ biefe unter il^r 3U fud^en erlaubt boS mit obgeMIbetei breiteifdrmige, gait) un- 
gegal^nte 93latt ntd^t. ^ie StbMlbung gleist aud^ jtemlicl^ einer l^oc^gebauten Som« 
merbec^anti^birne unb ift möglid^ nid^td Stnbered. 2>a fie auc!^ Srüffelerbitne genannt 
ta)irb, !önnte man k>erfuc^t toerben, unter i§r bie 2)ielf($e Srüffeler Sime gu fud^en, 
bodb f off ha^ matt t>erl^äani^mä^ig !(ein fein , toa^ bei biefer nicfit ber gfaff i^. 
8) bie $er6ftmunbne|bime X, @. 36 Xaf. 2, toelä^t ol^ne Rioeifel bte 2an^^ grüne 
ßerbflbime ift. 4) a)ie Tange arilne aRunbneJbime XVn, Xaf . 10 @. 229. JDicfe 
faxin unfere ^rud^t nod^ am Srfien fein, boc!^ ift bad Statt '^toat t>on (form tote 
oben, aber ^iemlic!^ tief gejaj^nt. 3)ie ^teifaeit in ber erften $ä(fte bed @e))t. unb 
anbere Eingaben pa^tm fo.jiemlid^. @§rift l^at in berSSoffft. $om. nur bieSlunbe 
Silunbne|bi.rne unb bie Sänge grüne ^erbftbime; im ^anbtodrterbud^ @. 196 ^at er 
eine £ange Mouillebouche, bie er aud^ Srüffeler 9ime nennt unb obige 3tt, 2 be6 
%. D.-®. toirb' fein f offen, «uf biefe bejieBt fic^ ^^ittridj I, ©. 656- bei feiner 
Sangen grünen Sommer^äRunbue^bime. b'ie fe^r a(d unfere ^^nici^t befc^rieben loirb, 
unb er aud^ feCbft gefe^en ju l^aben fd^eint, bei ber er aber bann irrig auf %. 0.«®. 
II, Xaf. 1 l^ingeioiefen l^at. ^S>ie ä^egetation gibt er (eiber n\d)t an, unb mag au3 
biefen Darlegungen erbeffen, toie toid^tig bie 9(ngabe ber SSegetation )ur unter" 
fdjeibung ber »irnen ift. 

©eflalt: baudbig fegeiförmig, ober nod^ genauer jtoifd^en Sirnform' unb 
Äegerform ftel^enb. mtt grüd^te ftnb 21/4" breit unb 3" l^od^. 3>er »audj jtjt 
' mebr nad^ bem 5te(d^e l^in, um ben bie grrud^t ftd^ tbeild fo aurunbet, ba^ fte nt($t 
auffte^en fann, meift aber ettoaiS flacher toölbt, ba^ jte noc^ gut auffielt. 3ta^ 
bem @tie(e mad^t fie fanfte Einbiegungen unb enbet mit einer ettoad abgeftumt)ften 
Äegetft)ite. ' 

Sttidfi offen, liegt mit feinen )iem(id^ feinen StuiSfc^nitten meiftend auf unb 

Sl^t in flauer, balb toeiterer, halb enger @en!ung, oft mit einigen gfalten umgeben, 
eber ben Sdaud^ ber f^d^t lauft nid^td beutlid^ jtantiged ^in, boc^ ift bie eine 
@eite ber grudbt oft ft&rfer al^ bie anbere.' 

©tiel: ftarf, leberfarben, botjig, IV4— ^Va" lang, fanft gefrümmt, bod^ 
toenig ^ur @eite gebogen, ft^t meiftend toif eingeftedtt. 

@c^ale: »emli^ ftar!, etft)ad glän^enb, bom Saume mattgrün, in ber Steife 
nur ettoaiS gelblicher, ja bei red^t frühem $flüdEen bleibt fie grün. Die ^a^lreid^en 
an ber @d^attenf eite grün umringelten fünfte ftnb an ber ©onnenfeite unanfe^nXid^ 
br&unlic^ umringelt unb grau; unb nimmt bei red^t befonnten btefe älöt^e fo )u, 
ba^ bie @onnenfeite unbeutlid^ geftreift erfc^eint. 9ioft ftnbet ftc^ nur toenig. Der 
®erud^ ift fd^n^ac^. 

Dad gleif d^ ift ettoad grüngelblic^toei^, jiemlic^ fein, um bad 5leml^au6 nur 
gan^ feinlömig, fe§r faftreid^, fc^meljenb, t)on etioad toeinartig gejudEertem @e^ 
^madf burd^ ben ein fd^toac^ed a^^^^^^^^d^ ©etoüra' l^inburd^ftid^t. Um gut 
fd^meljenb au toetben mu( fte aber tool^l 12 Xage bor ber Saumreife gebrochen 
toerben. ©bat gebrod^en ift ba3 gleifc^ grob ünb balb moff. 

Dag 5cernl^aug ift gefd^loffen, bie jtammem'ftnb geräumig unb enthalten 
fd^n^arae, eiförmige, bofffommene, oft aud^ unboDSommene Kerne. Die Jtel^fidfile 
ip ni^t tief. 

Steife unb SiJutfung: 3n bem frül^en gal^re 1862 ioar bie- redete 3eit 
fte abaune^men.lö. ^ug., toornad^ fte orbtnctr 9nf. @et)t. aeitigen ft>irb. ^&tt fld^ 
14 ^age unb ift eine angenel^me ^afelfrud^t, bie nac!^ Dittrid^ in X^üringen fe^r 
gefud^t toirb. 

Der Saum toäd^ft rafdj unb gefunb unb gel^t mit beti gtoeigen fd^ön in 
bie Suft, bie fxä) jebo^ bur^ bie 6(!^toere ber grüt^te l^ängen. ' ©ommeririebe 
ftar!, ti\oa^ igefnict, olibengrün, a^ lebergclb überge^enb, mit aa^Iwid^en rötl^" 
lid^^graucn feinen fünften geaeic^net. Slatl an red^t ftorfen S^rieben effi^ttfc^, 
meift breitlanaettlic^ ober toirflid^ lanaettlid^ , einaeln lang« unb *f t^i^eiförmig. <i9 
if* glänaenb, fd^toac^ rinnenförmtg, flad^. unb .fein gcaal^nt, oft nur ftar! geränbelt. 
Sfterblatter ))frtemenförmig. Slatt ber f^d^taugen lanaettlii^ ober eilanaettllc^, 
meift nur ftar! geränbelt. Slugcn !onifdJ, f»)it, abfte^enb, ft^en auf einem borfle^enben, 
SU beiben leiten bed Sluged fid^ erlj^ebenben äBulfte «m 3toeige. 

Dfterbierf. 



^ 



227. 
No. 364. ftot(BaiIige@oiitiitar»Btttfer(* s^iet n, 8. i.; 2uc. i, i b.; 3. m, 1. 




ÜM^baAlit iüvmtt'^nAttbiTnt. a)ici. *tt «nf. @e»)t. 2—3 sBodjen. 



ißeimatl^ unb SSorlommen: 5)iel fanb bie "otm il^m ju ben 
9hiffelcten geseilte S9tme unter bcm Sflamen g^^^^^^i^^^ iwi ©arten 
feiner ®Item. Sie ifi nad^ il^m jebenfafö beutfd^en Urf^jrung^, unb 
tDurbe t)on bemfelben fd^on 1801 befd^rieben. 

ßiterotut unb ©i^nonbme: S)icr I, ©. 194, JDtttric^f I, ©. 584, Dberb. 
«nleit @. 437; £uca8, Äernobftf. ©. 158; SDodJnal^r« Jü^ter II, ©. 49. — 2)icl 
Bemerft, ba^ er feinen 2lutor für jte anfül^rcn !önne. 95on bcr bamit verglichenen 
Sttngfernbime unb ©ommerjuderoirne beg %. C®. fei fie toefen.tlic^ öerfdjieben. 
3ta^ 2)0(i^nal^I toürbe fi:e im feürttemBergifd^en ^eutfd^e Sungfern«', ^enfeC", 
©trten-, Äbt^el", ©ci^dfcr** unb äSeinbergdbirne l^ei^, toobon inbef[en 
in £ucad'd ©d^rift nid^td bemerü tft. — Dberbiec! beftdtigt bad il^r a(d ^audl^altd" 
frud^t bon ^ie( geft)enbete 2oh, nur tooUe ber S3aum nid^t }u trotfen fielen. 

®eflalt: bimfömiig, mitettoa« flarfem urtbnad^ bemÄeld^e l^in 
l^od^ erl^abenen Sandte; um ben Äeld^ toölbt fid^ bie grud^t plattrunb, nad^ 
bem Stiele l^in tnad^t fie eine SinBieflung unb enbigt mit einer langen^ 
fegeiförmigen ©pifee. ©ne tool^lgebilbete grud^t ^at nad^ S)iel 2%^ 
SSreite unb 2%" ißöl^e, toai^ fie jebod^ jeitl^er in SReiningen nid^t erreid^te. 



228 

Rtlö); fpilblättrig, bod^ oft uni)oIIfcmmcn ober i)erf droben, 1^* 
' offen, aufred^tfle^cnb, flad^ ober feid^ eingefenit, mit feinen galten ober 
Senld^en umgeben, )}on toeld^en man inbeffen über ben R3au(i^ l^in leinen 
eJortfa^ bemerft. 

©tiel: d^aralterifüfd^ bfinn, IV4— IV long, grünlid^ oliüenfarben, 
fi|t oben tiuf ber bünnen ©pi|e mit feinen Sftunjeln umgeben, ober ntbtn 
einem fid^ dnlel^enben Dörfer fd^ief. 

©d^ale: fein, fel^r glatt, an ber auf bem Säger nad^gereiften ^rud^t 
fafl ettt>ai8 gefd^eibig, fd^ön bkfegrün mit feinen bunfelgrünen ^nften, 
in ber Steife fd^ßn citronengelb. an befonnten grüd^ten finbet fid^ öftere 
ettoaiS l^eHe, erbartige SRötl^e, meift nur in grautoeifeen 5ßunften beftel^enb, 
bie mit rötl^id^en ÄreiSd^en umgeben flnb, bi^toeilen aud^ Anflüge öon 
9lofi unb flärferen Slojifledfen. 

fjleifd^: matttoeife, toäf[erig öon anfeilen, toeil fel^r faftreid^, rcu^ 
fd^enb ober l^albfd^meljenb, toon ongenel^mem, rein füfeen 3udfergefd^madt. 

fiernl^auÄ: öon tttoa^ ftärferen fiömd^en umgeben, l^oJ^Iad^jlg, 
Äammem Kein unb enge, nid^t größer, al^ bafe bie ganj baoon um* 
fd^Iojfenen, fd^toarjen, mit einem Meinen Dörfer au^geftatteten Äeme 
5ßla^ barin finben. 

Steife unb SRu|ung: 3)ieSJime reift im Slnfang be^ September 
unb l^ält fid^, ettoo^ frül^er gebrod^en, 2 bi« 3 SBod^en, iji fotool^l jum 
rollen ®enu§, toie für bie Deconomie fel^r fd^äfebar. ©ie liefert fe^r 
fii^ei^ Simenmu^ unb toirb ate fd^ßne golbgelbe ©ommerfrud^t auf ben 
SWärlten gerne gelauft. 

(Sigenfci^aften bed 8aume8: ^evfelbe toäc^fl fel^r (eBl^aft, ioirb alt urih 
Xoax einer ber ftäriften 93imb&ume im ^iel'fc^en ©arten, ©ein 9Bud^$ gleid^t bem 
einer iBinbe» inbem er eine breite ^rone mit l^erabl^ängenben tieften mac^t; babei 
ift er, toemgftend ein gol^r nm^ anbere fel^r frud^tbar. 3)ie Blätter ftnb.jiemlic^ 
grog, o\yal, mit lurjer, J^atbaufgefe^ter @))ite, 2" breit, hxi 3" lang , einige langer^ 
geftielte fmb eat)>tif(i^ unb Ülrjer^efKeCte auä) runblit^, glatt, fein gefogt, l^ie unb 
ba ettDaS fd^ifffötmig ober einigemal iveUenfdrmig am 9tanbe gebogen, fel^r bunlel- 
grün unb glän^enb. 2)ie %lütl^en!nof)>en ftnb länglich fegelfdrmig, fanft gef))tH 
hellbraun mit 2)un!elbraun fd^attirt. ©ommeratoeige ^rünlid^ gelb, a. b. @.@. 
l^eKrötl^licl^, fein toei^grau f)un!tirt. 

91.©. S)ie ^d^t gel^ört aud^ nad^ DberbiedE^ brieflid^er 3Ritt]^eilung 
}u ben befien ^aii^l^alt^früd^ten Unb bat er mid^, oben tt iupfügen. 

3. 



229 



No. 365. Wnte t»ott Menii^eiitt. ^Ul n, 2. i.; fiuc. n, 2 a.; gai^n m, 1. 




iBinte Wn Hm}\^nn. (^otomng unb Sonb.' (Sat.) *t i>iel[e{(!^ttt, «nf. ee)9t. 14 ^. 

§elmatl^ unb SSotJammen: 3Bo]^cr biefe SSitne eigentlid^ 
flammt ift mir nod^ unbefannt. S)er obige 5Rdme Iftfet auf beutfd^en 
Urfpruttfl fd^Iiefeen, ba« ©^non^m VallÄe Franche tocist auf granfreid^ 
.^in^ too^ hjol^l toal^rfd^einlid^er tji. ^i^ crl^iclt bie ©orte unter beiben 
gebadeten Benennungen öon 3. öootl^ ju ^otbed überein unb fo un^ 
gejtoelfeft fid^t. SHed^t reid^e Slragbarleit fd^eint il^r ipaupttoerbienfi }U 
fein, bod^ vxaq jie aud^ jum SBelfen fe^r taugen, ^fd^ gefod^t toar 
fie nid^t rotl^ unb ol^ne l^injugetl^ane^ ©etoürj tttoa^ geioürjlo^, fonfl 
fein bon g^^eifd^. 

Literatur unb &^non\)me: ^d} flnbe bie f^ruc^t nur im Sonboner (Sat. 
p. 153 9lr. 417 unb bei iCotoniitg p. 347 ais Vall^e Franche aufgefuJ^rt, mit ben 
6l^noni;men de Vall6e, Bonne da Kienzheim unb de Eienzheim. 8ei de VaüDte 
toeifet 2)otomng auf 92oifette unb $mteau ^in. Stud^ ^ogg im 9Ranua(e @. 717 
ibentiftcirt VaU^e Franoha unb de Kiensheim, Bonne de Kiensheim unb nennt 
fle eine tedjt gute frül^e SBirne. 3)en 5Romen Vall^e fül^rt 3>tel bei fei«er ©ornmep- 
Graffane (Vni, p. lOi) an unb fagt, ba^ nur in ben neueren Sotbaringifd^en Obfi- 
t>er3e^mffen man ben 9lamen Grassane d'et4 finbe unb einige i^r auq ben SSei" 



230 - 

* 

namen La Yall^ geben, ^ie ^elfd^e @ommer«raffane tfk aBer in ber Sßegeiaüon 
unb nad^ Sefc^reibung ber S^c^t, fotoie in meiner Erinnerung an biefe (t)on ber 
id^ leiber.bid^er nur erft bor giemKcv Dielen goi^ren einmal ein paat grüqte fal^) 
t>on obiger berfd^ieben. @tienne l^at 2 Porten Vall^es, n>obon bie eine ganj gelb 
fein fo.Il; toaS benn ettoa bie obige fein lönnte, faUd man nid^t au3 bem 8eitoorte 
Fränche (bad man loieUeic^t aht beften burd^ ®ble Xl^albime gibt) unb ben Urt^eilen 
Cluintini^tö, ^a^ bie Yallöes )u ben fc^led^ten Simen gel^ört^, fc^lie^en mu(, ba^ 
bie.Dbitfe.tJon ben älteren Xl^albimen not^ öerf (Rieben fei. — 3« beutf(^en })omO' 
(ogifc^en SBerfen finbe i^ toeber ben obigen $att)>tnamen nod^ bie Beinamen, unb 
haben auc^-bie reic^baltigften belgtfc^en (Eataloge nid^td baüon. (^od^ f))rid^t t;^on' 
S^lototo in SRonatSfd^r. JÜ, <S. 366 bon einer früj^er aud SofftoiHer belogenen Poire 
de Kienzheim, mit bem @i^n. ^ienjl^eimer äBegbirne, als einer mit ber Don i^m 
für bie SRutler ber g^rül^en ^d^toeijerbergamotte gel^altenen. grüben grünen Serga^ 
motte, üieaeidSft ibenttfc^en grud^t. a$gl. SKuftr. §anbbu(^ II, ©. 63. gal^n.) 

©eflalt: SRci^t ftarf jür umgef eierten (Siform ober fte^t jtoifd^en 6i* 
form iitib fireifetform. ©röfec, tote id^ bie g^rud^t ]^o($ftämintg ouf trode^ 
nem ©oben erbaute, bei fel^r üoIIft|enben ^ßrobejtbeigen, 2" ^pd^, Vk" breit 
Saudi in ber- SJIitte ober nur tttoa^ mel^r nad^ bem ÄeM^e l^in, um ben 
fie fid^ jurunbet. .3flad^ bem ©tiele mad^t fie eine fd^öne ©inbiegung unb 
lurje laum abgefhintpfte , oft* fafi in beti ©tiel übergel^enbe fiegelfpifte. 

field^: langgefpi^t, oft toerftümntelt, in feiner SBottfommenl^eit auf* 
ttegenb, toeit offen, fi|t fafl ober toirflid^ oben auf. 

©tiel: l^oljig, .an ber SJafig oft ettoa^ ffeifcl;ig, fdnft gelrümmt, 
feltener ettoo^ jur Seite -gebogen,, 1 V2'' lang. 

©d^alt: toom S3aume l^effgra^grün , in Steife grünlid^gelb , }ule|t 
gelb. SRötl^e fel^lt unb finbet ftd^ fetten ate angebeutete Streifen. 5ßunf te 
fein, l^äufig, mattgrjln umrtngelt. S^^^^tf^^'^is^^ ^lofl finbet fld^ aö 
ainflug unb um Stiel,, oft jutoeilen aud^ .Äeld^- ettoaiS atö Ueberjug. 
@erud^ fd^toad^. . . i . 

2)ad S^leifc^ ift ettbad gelblid^ toeifi, fein, ganj fteipfrei, l^albfc^melgenb, Don 
Si^lid^ gutem> ettoaäl fein f&uer(id^en, erfri{d^enben ^efd^madte. 

iternl^au^:. ^ol^lad^ig, Kammern Hein, ^erHe fd^toar^, meifl unDolßommen. 

SeifdunbSfiu^.ung: 3^ittgt in f älteren 3al^ren.^tte <Bept, in toarmen 
fd^n (Snb'e 9lug. ober 9lnf. ^ept- unb mu^ podjf grün Dom Saume. $au))tf&c$lid^ 
nur $augl^altgfru(^t. 

^er 8 a um tDä(^{i ftar! unb toirb frü^ unb rei(^ fruchtbar. 9tod^ bem 
iBonb. (Sat. foU er an Stcth^ leib.en, n^ad id^ bid^er nie fanb, obtool^l td^ bie 6orte 
aud^ f(^on in 9Kenburg baute. @r ift fd^on in ber Saumfc^ule burc!^ bie red^t- 
^r!en unb langen, nac^ ber @4)i4e toenig abnel^menben, oft faft bidler toerbenben, 
Sutoeilen ettoai^ hörnerartig gelrümmten triebe lenntlic!^. Xri'ebe faft gerabe, oliDen« 
grün, etn^aS röt^lid^ grau, ga^lreidjf ))un!tirt. 8latt mittelgroß, bunlelgrün, glatt, 
gl&n^b, flad^, elli))tif d^ , mit fd^öner, meifl audfaufenber BpUt, nur feiert unb 
fein gefagt gegal^nt. 8latt ber grrud^taugen b^rd^fd^nittli($ mel^r oDal, meift nur 
geränbelt. aifterblätter })friemenf örmig , meift fe^lenb; «ugen ftar!, ijerjförmig, 
anliegenb, a:>&ger flac^, toenig Qmppt 

Dberbiedt. 



No. 366. CtattU SWf^iKt. Xiitll, 2. 1.; £uc. I. 1 >.; Sal^n n, 1. 




^eimat^ unb Soclomnicn: $err $of<itit>t^c(re €erutti in Sambutg 
(int 3Kdninetf(^tn) cultivitt bitfc fe^i gutt Sinte ftit uicitn Sa^ttn untn bem i^ 
Ben einem Dbftfrcunbe mttsctl^nltnt Slamen Coiüeiolf unb fit (at ftt^ bunf i^ 
in bn bottisnt @egenb itititR vabitiM. 

iittxatuxunt ebnonttme: 3)nt Slanun Coalesoif (2)utfU5fii^() -gab €Si(tIn 

Einn Sangen SRunbneSbirn« , MauitleboiiDbe longue, 9Ro[(enbufi^ um Olut^a, X. 
.-®. n, ©, U a;of. I ^imu, beren »eft^rribuna jietnlit^ gut auf bie Dorliegenbe 
M^t, nuc toia bat Wn i^ obgebtlbete unb alö .untico))ortiDnirIic^ Hein" be- 
fi^rifbene Slalt ni^t ftimmen. (Xtag biefe, tbit OberbieA unter £anger SRunbue^b. 
meint, bie Hunbe 3Runbne|)bim( (ei, tnitb butt^ iai im X. 0.'@. Wtitrc alt 
.bunMgriin, »ie lattitt' geft^itbette 8Iott- uniDaM^nnlidf.) 3ni ä- I- ©.-ffifl- 
göjin ti. 1809 e. 426 rob. 46 unb im %. gnit^teorten «r. CXXVn fat Sitflet 
boeegen eine in jfni^t unb Segctation an bic Seutft^e Effationalberga motte et' 
tnnembe ajur^Iflfc^e mit brfitiSifleni gleif^t o^nt Sejugna^nit ouf Siterotui: unb 
ouf bie 5tu(5t beS S. D.-®. bef^tieben, ttobitri^ leüteie ftlb% wenigftenS i^t: »ei- 
name Coulesoif jtDeifel^aft geworben i(t, — 3wat |^eini Slittrii^ bie ^rui^t beS 
%. D.-@. gdannt ju ^aben, eigentlii^ gibt et aber ;u ber(elben, bie et olfl Sänge 
BCÜne aitunbne(:binie , MoniUeboncha loorae d'iti, Cooluoil, I, S. 65, aufjä^tt, 
nur eine mobemifirte SidleTift^e iBeft^reibung. (%u<Sf S^d^ int ^bwb. 6. 190 



232 

lel^nt ftc^, mit (Sxkai bed %. O.«®. unb Stnoop, inbem et bie ^d^t Sänge ShtSe* 
bu|(i^, Mouilleb. long^e, M. d'^^ Brüssele Peer nennt, nur an @. an.) ^ttriA 
f d^Ubert fte a(d mittelbauc^ig , nad^ bem Sttiäfe fanft abgetunbet, nad^ bem StinI 
ju ol^ne Einbiegung abQeftum))ft legelförmig, 21/2" breit, 3" l^od^, tvaS mit (Seruttii^ 
Sirne ftimmt, nur ba^ biefe »einer tft, bod^ ift fte \jpx %, O.*®. felbft fo grofi nid^t 
abgebilbet. — ^on QinU 2 Coolesolfs, 9h;. 13 unb 16 tviU feine rec^t t>afren. — Sri 
ben 3^^Mn, bie in f old^er ipinftc^t obtoalten, l^alte id^ b^ t>on mir getv&l^iten 9lamen 
für ben geeignetfteh. — Ueber bie bon Dberb. ju feiner Sangen ©ommer*3Runbnet'' 
Birne angejdgene Sänge grüne ©ommer^aÄunbne^btme be« %. D.*@. XVn, 2;af. 10 
l^abe i(fi mic^ belel^rt, ba^ fie bie Sänge grüne ^erbftbirne, toie id^ unter bief er angab, 
nid^t ifl; fte l^at bielmel^r »eJ^nlid^feit mit grauenfdjenfel Offuftr. $bb. I, @. 207) 
nni l^abe id^ biefe bom ^errn Dberförfter Sd^mibt aud^ aU Sänge grüne ^unb" 
ne^bime erl^alten. «ud^ ift bie ertodl^nte grauenfd^enfel, »ie ic^ in 3Konat«fdSr. ^VlI, 
@. 281 mitt^eilte, mit örüffeler grüner HRabam, wie id^ fte bon Dberbietf beft^e, 
ibentifd^ unb möchte id^ fte faft aud^ für Änoojjä örüffeler »ime anfjjred^en, ba 
beren 99ef d^reibung gut ^af;t, benn fie baut fid^ auc!^ oft bimförmig unb lann unter 
Umft&nben l^albf c^meljenb toerben, aleid^toie ic^ toal^rgenommen l^abe, ba^ bie Slatt^ 
form an älteren 8&umen oft tUipU^ä) uiib (anjettlid^ toirb. 

®eftart: toie oben gejeid^net; bie grud^t ift 2 bis 21/4" breit, 21/4—21/," 
(ang. 92ad^ bem Stiele gu mad^t fte mitunter, befonberS auf ber einen @eite eine 
fd^toad^e Einbiegung ober enbigt aud^ rein !ege(fdrmig, jutoetlen ettoaS mel^r, gu* 
toeilen aud^ toeniger, a(d auf obigem ^(afd^nitte abgeftum^ft. 

Kelci^: lang» ober turgblättrig, graubraun, tooUig, toeit offen, in feic^ter unb 
enger, bidtoeilen mit fd^toa^en Er^abenl^etten umgebener Einfeniung. 

Stiel: grün, nad^ bem ®nbe gu braun, bi(! unb flarf, %— IV4" t««g, toie 
eingebrüdCt, oft mhtn einem ©öder fd^ief ftel^enb. 

Sd^aU: glatt, l^effgrün, in ber Steife grünlid^gelb, mit bieten feinen, grünen 
ober br&unlid^en^ in ber Ueberreife berf(i^toinbenben fünften. 9ln ber S. @. ftnb 
bie fünfte rötl^lid^, aud^ finbet fi^ gutoeilen ettoad fd^toad^e ftreifige äHötl^e, l^ie 
unb ba aud^ ein 9ioftftreifd^en unb um ben 5teld^ aud^ ettoad bünner 9ioft. 

^leifd^: toei^,li^albfein, ettoaiS !ömig, bod^ fel^r faftreid^, butterl^aft unb 
bon fel^r angenel^mem fü^en getoürg^aften ®efd^ma(f. 

Aernl^aud: mit ettoad, boc^ nid^t gu ftarfen, im SHunbe toenig bemerflid^en 
^örnd^en umgeben, boUad^ftg; bie giemlid^ großen Kammern entl^alten gtoar meifl 
boUlommene, boc^' oft nod^ ^ttoa^ gelblid^'toei^e Kerne. 

Äeife unb S^lu^ung: 3)ie a3ime reift im erften 2)rittel 'beS ©ejjt., bodj 

geitigen nic^t alle ^d^te bed SaumS gugleid^, fte fommen tl^eiltoeife erfl 14 Xage 

ft>&ter unb berlängem fo ben ®enu|, aber bie reife grud^t l^&lt fid^ tttoa nur 

8 a^age. ®8 ift eine borgüglid^e X^afelMme, bie ber Seberbogen« Butterbirne ä^U' 

lid^, bod^ .bon il^r burd^ frül^ere 9%eife unb anbere- SSegetation berfd^ieben i% 

@igenfd^aften bed S3aumed: ^erfelbe to&d^fl !r&ftig unb fd^on t>l7ra«' 
mibal, ift aud^ fel^r frud^tbar, toiK aber gefd^üfften @tanb unb nal^rl^f^^ften (harten- 
boben, toenn bie grüd^te fd^ön unb gut toerben fotten. — ©lätter eirunb, oft 
l&nglic^ unb fc^mal, in« Sangobale übergej^enb, gro^, IV2— 2" breit, bi§ 33/4" 
lang, glatt, bod^ auf il^i^er untern f^läc^e l^ie unb ba berloren tooUig, gangranbig 
ober bod^ unbeutlid^ meift nur nad^ t)orne geferbt^gef&gt, oft ^albf^iral«' ober toeilen^ 
förmig, bunlel^rün unb gl&n^enb, in ben Blatti^älften oft ungletd^. — 8 lütten* 
!nofJ)en giemltd^ gro^, längltd^ fegelförmig, ftum^ff))it, bun!elbraun. — Sommer" 
gtoeige grünlid^ braunroti^ mit gelblid^eren Stellen, fparfom fein gelblid^ ))unltirt, 
nad^ oben tooSig. 

3- 



233 

No. 367. i89ni^9 f&ttHtMmt. 2)iel IL 1. l.; £uc. n, 2 b.; ^a^n HI, 1. 




CnniiinUto iBnttnrlitriit. 2>t^povM (®ou^auit). *t. ^pt - 



^etmat^i unb ^orfommen: @ou6auIt, 9auntfd^Ibe{t|er ju 
äMe^peb^ bei SKnger^ l^ot fte erlogen, tpie be fiiron b'9lirol. mittl^eilt. 
Sie l^at ftd^ fd^neQ ))erbreitet unb ift je|t in oQen SSet^id^niffen entl^alten, 
bod^ fd^eint bie äu^erlid^ fel^r fd^öne ^d^t bei umS nic^t immer fd^mel^ 
}enb )u toerben unb id^ l^obe e^ beSl^olb faft nid^t getpagt, fte a\A Butter« 
bime anfju^äl^len^ tpie x^x fran^öftf d^er Flamen Beurr^ Goubault t^ mit 
fid^ bringt. 

2iteraiur unb ©^nont^me: Siron b'SliroI. table syn. 6. 13 gibt atif 
ba^ SRiEet fie in ber Pomologie de Maine et Loire I. t>on 1858 befd^rieben l^abe. 
3n feiner Deecript. I, @. 36 f(j^ilbcrt er fic genauer al8 t)on ber gorm ber fDed^anti^* 
binten, mittelgroß/ i^ettgrün, mit »unlten, gleifc^ fein, butterl^aft, Jc^meljenb, fel^r 
ffiB unb t>arfümirt, im @e)9t. reif, l^at fie äud^ tab. 10, fig. 2 ebenfo |)(attrunb 
tone id^, nur ettoad grdßer gejeid^net. ^aXUi @. 13 befci^reibt bad gleifc^ ald J^tb» 
fein, f(^meljenb, iooplf^merfenb. 3Beitere Slu«!unft pnbet man bei abecaisne 83b. IV 

gc3. £ief.), er nennt fte Poire Goubault, l^at fie fel^r fcbdn, unt)erfennbar mit m. 
rud^t übereinftimmenb, nur ebenfalls ettoad größer abgebilbet unb befc^reibt fte 
a(d runblid^ ober a))f elf örmig , mittelgroß ober fiein, baiS meifd^ aI9 fel^r fd^mel^enb, 
füt, bidtoetlen tixoa^ l^erbe, toenig (»arfümirt. im S(ug. reifenb, fd^neu teig koerbenb. 
9la^ ber l^inju gegebenen Literatur ^at fie ^eft>orted in Rev. horüo. 1846, SBiSermoa 
im 83üffet. ber Soo. bort. Rbdne 1848, t>or SRillet fd^on befd^rieben. @r glaubt, 
baß eine il^m aud fil^on angegangene P. GitroDu^ biefelbe gfruc^t fei. — ^xa Jenaer 
Obficobinet, 9leue 9(uflage II. 6ect. 10. <Bief. ift fte nad^ ^üc^ten t)on mir gut 
abgebilbet. 



234 

^efialt: tote oben gejeid^et, ber 3)eutfd^en 9latu)naI6ergamotte 
(Poire Sans pepins, Belle de Bruxelles) aud^ in ber {^orm äi^nlid^^ 
mit toeld^er fie S)efporte^ in ber ^röfee öergleid^t, runblid^ ober freifei* 
förmig, um ben Rdä) jiarf abgeplattet, nad^ bem Stiele l^in faji l^alb* 
fugeiförmig, ober fanft abnel^menb unb furjf egelförmig }ugefpi|t, mittel* 
grofe ober flein, S)ecai^ne l^at fie 2*/»" breit unb jiemlid^ eben fo l^od^ 
abgebilbet. SReine grfid^te toaren gegen bie Sreite merflid^ niebriger.. 

fleld^: furjblöttrig, l^omartig, grünlid^ gelbbraun, offen, in fci^öner, 
regelmäßiger, loeiter, abtt feid^ter,' fd^ttffelförmiger ©infenfung. 

Stiel: V«-;-*/*" lang, nad^ ber Sime ju grün ober gelb, fonfl 
braun, in fleiner, feid^ter ißöl^le. 

©d^ale: grüngelb, auc^ fpäterniir ettoa^ toenig mel^r citronengelb, 
ol^ne dlötl^e, aud^ ol^ne 9tofl, ober t)on. le^terem nur eine @pur um ben 
fleld^r ,bod^ mit üielen feinen, grünen 5ßunften ring^l^erum. 

gleifd^: gelblid^- toeife, jiemlid^ fein, faftt)oII, l^albfd^melgenb ober 
ü\Da& raufd^enb, üon jiarf getoürjtem, ettoa^ jimmt* ober alantartigen 
3udfergefd^mad(. (3Srgl. oben.) 

Äernl^au^: flein, nur mit feinen flömd^en umgeben, Rammten 
enge, mit meifl öoHfommenen, fd^toäi^lid^braunen, mit einem fd^toad^en 
^ödEer au^gepatteten Äemen. S)ie 2ld^fe ifl üoll. 

Sleife unb 3flu|ung: S)iegtud^t reift bei un« um bie aKitte be^S 
September, jum Sil^eil ettoa^ frül^er ober aud^ fpätet unb fäKt gerne öon 
felbft ah, iji aber bann meift nod^ nid^t auiggereift, überl^aupt ifl ber 
rid^tige SReifepiinft fd^toer ju finben, ba fid^ bie garbe toenig üeränbert 
Uebrigen^ fd^ließe id^ au^ ij^rem bi^^erigen SSerl^alten, aud^ in einigen 
toarmen ©ommentj ba§ fie bei un^ auf freiem Staube feine redete Sutter* 
bime toerben toirb. S)od^ ift bie' Sime fd^ön, aufeerbem aiid^ gut unb 
öerbient immer, beibel^alten }u toerben. 

©igenfd^aften bed Baumed: 3)erfe(be beaeigt ftd^ in meiner IBournfc^ttU 
jiarf »üd^ftg, tote iljn auäf ^nUVd fc^ilbem, unb er fott red^t früd^tbar fein, aä^ 
auf Duitte J>erebelt gebeil^en. »altet fc^Iägt bie eraieJ^ung auf ©od&ftamm t>ov, fogt 
aber, ba^ bie grud^t auf fdlc^em Hein -bleibe. — »lötter o\>al, einaelne tanggeftielte 
aud^ eUipti\df, V/z—^" breit, big 21/2" tang, mit furaer, ^albaufgefelter, oft ft^arfer 
©J)ite, glott, fein unb fd^arf gefaßt (feiner unb fd^örfer als auf bem ©olaft^nitte 
oben), etioad fc^iffförmig, fonft meift fladj, fel^r bunlelgrün, fein geabert, nic^tftar! 
ßlänaenb, toeil bie Oberfiad^e ettoaS uneben ift. ©tiel bünn, getblid^ grün. — Sdlü* 
t(enhtof))en eiförmig fegeCförmig, l^ellbraun, am ©runbe toetfilid^, an ber @t)t|e getb^ 
braun wollig. — ©ommeratoeige grünlid^ gelbbraun, auf ber ©onnfenfeite rot^braun, 
mit t)ielen ftar!en, f($mu|tggelben fünften. 3)ie J!noft)en finb nac^ bem @nbe beS 
3toeigd l^in immer ettoad n)ei|n).oIlig, unb befonberd bie @nb!noft>e an ber ^pü^t ift 
gelbtooHig, tooburdj ftd^ ber »aum fel^r lenntlid^ mad^t. ^, 



235 
No. 368. Sie 9ttU(im. S)ier I, 3. l.; Suc. in, l a.; 3aH Mi l- 




3Die (SerHeflen« S)iel (©«beffen). **t. <Sc»)t. 14 aiage. 



iOeimatl^ linb SSorlomnteti: S)iefe in iJ^rer ^ümatf) toegen ®üte 
fel^r gerülimte grud^t erjog ip^^ 5ßaftor ®erbeffen ju äBeigi^borf in 
ber Dberlaufife. .3)iel erl^ielt bie 5ßfropfreifer Don ber ©artenbaugefett* 
fd^aft jtt'Ouben/: unb gibt bie i^m mit ben grüd^ten jugefanbte furje 
SSefd^eibung. S)ie Sorte ifi aud^ in meiner ©egenb gut , toenn gleid^ 
fie in ®iite melieren anberen je^t bekannten gleid^jeitig reifenben grüd^ten 
ettoo^ nad^jiel^t, befonber^ toeil fie ettoo^ fc^nett paffirt; .toal^rfd^einlid^ ifi 
Unteres jebod^ nörblid^er n)eniger ber %aK unb beg^alb bort i^r ältibau 
fd^ott mel^r ju empfel^len, jumal ber Saum jel^r tragbar ifi. aWein SReiS 
erl^elt id^ üon S)iel. 

fittcratut unb ©^non^mc: 2)icrA— BI, ©. 196, ©crbeffcn SQSeigSborfet 
Sutterbime. Xxt\n }u (ange 92amen toirb gtoedtmä^ig toie oben, abge!ürgt. ^itt^ 
ric^ I, 6. «dSd nac!^ Xitl. (S3emer!(id^ ift au m^c^en, ba^ bad t>on SDittric^ unb 
Xnberen ber t>i)rlteQenben betgegebene Btfn. 93enäbine ftd^ev bod^ nur ber &tünm 
^o^erdtDerber gel^ört unb jmar toirb (ej^tete^be^l^alb fo genannt, toeil fte ^aftor 
8enabe in.^ol^erdtoerba enogen ^at. Stgl. Xiti^ allerbingd ettoad unKare äflanb" 
bemorfung 3u Obiger. 3a$n.) 

® eflalt: mittelgroß, In ^^orm unb Seroflung eine^ ®rauen ^td^ant^^ 
bime aj^nlid^. ®ute grüd^te finb 2'' breit unb ettoaig l^öl^er^ l^äufig ober 
aud^ 2V2" lang, unb erfd^einen bann in bie Slugen faHenb l^ö^er, aö 



236 

breit, fo ba^ mcai fte bann in ^orm, tme 2)iel angibt, mit einer fel^ 
flarfen Slouffelet toon Sll^einii^ tttoa t)erglei(i^en mCd^te, bie inbe^ in 
meiner @egenb fold^e ®r0^e nie erlangt. S)er Sand^ ft|t balb jiemlid^ 
in ber SRitte, balb tttöa» mel^r nad^ bem Aeld^e l^in, um ben fte ftd^ fo 
)tttt)ölbt, ba^ fie gut ai^fflel^t 9flad^ bem Stiele mad^t fte l^&nflg nur 
anf einer Seite, eine merttid^ere (Einbiegung, unb enbigt mit einer bidten, 
abgefbtmpften ©pi|e. 

Held^: offen, furagef t>i4t , l^artf d^alig , fielet in flad^er @infen!ung, gutoei(en 
mit ^an^ ffad^en (Srl^obenl^eiten umgeben^ bie fx^ eigentlich erft am Sandte bet 
e^tud^t, bod^ immer breit unb fel^r flad^ geigen unb bie 9iunbungM>ft ettoad ber* 
fd^ieben, ober eine @eite ettoai^ l^öl^er mad^en, atö bie anbere. 

©tiel: mittelftar!; 1" bi8 felbft li/j" lang, fanft gefrümmt, oft ettoa« jur 
€^eite gebogen, fielet in flad^er ®infen!ung i9on etUcl^en feinen iäeulen umgeben. 

6d^ale: mä^ig flart, ©runbfarbe t>om 93aum grün, \p'öUx gelbtid^, too^on 
man nid^td rein fielet, inbem ein jimmtfarbiger feiner ffio\t faft bie ganje grud^t 
überaiel^t unb nur ftellento.eife a(§ ^rf|)rengt erfd^eint. ^ie @onnenfeite ifi nac^ 
Eingabe ber ©ubener brennenb braunrdtJ^liti^ ; f o ftar! gerdti^et fal^ id^ fte in meiner 
^egenb nic^t, fonbern bie @onnenfeite nur braun angelaufen, oft felbft nur ettoaS 
br&unlid^er, ald ber übrige 9ioft. $un!te jal^lreic^, an ber @onnenfeite ft&rfer, too fte 
afö etto)ad I^Uer roftfarbene, ober ettoad rdtl^lit^ roftige fiad^e ®rl^abenl^eiten erfd^einen. 

2)ad Sleifd^ tft ettoad matttoei^, fein, unb menn fie nid^t gu f))ät gebrod^en 
toirb, gana fd^melgenb, um bad ^em^auiS nur gang feinfömig. 3)en (S^efd^d 
geben bie @ubener ald ber Sßei^en $erbft*99utterbime &^nlid^ an, bod^ finbe id^ 
nod^ ein feined gimmtartiged (Setoürg barin. 

Xa^ 5ternl^auiS l^at leine l^o^le Sld^fe; bie Kammern ftnb gro( unb toeit, 
unb entl^alteh braune, langeifdrmige t>oU!ommene ferne. 

Steife unb Blutung: 3^tigt im 6e))t. 3n toarmen Salären brac^ xi^ 
fie f d^on 10. unb felbft 6. Bept. rec^t, in gen)dl^nlid^en ^itte @e))t. unb barf man 
nid^t au ft>ät bred^en, inbem fonft bie ^uc^t balb moll unb nid^t fc^melaenb toirb. 

^er SBa um l^at in feiner SSegetation mit bem ber äBei^en ^erbftbutterbime 

unb ®rauen SDec^ant^ime biel 9(el^nlid^e$ , to&d^ft gefunb, bod^ mäfiig ftar!, unb 

fd^eint aud^ an @rd^e bie genannten ©orten nid^i biel au übertreffen. @r l^at 

fotöo^l in meinem fanbigen ©arten pox 9henburg, ald in bem feud^ten @ultngcr 

IBoben gefunbe tragbare Bt^mt gebilbet. — @ommertriebe etn>ad fein, ai^nilt^ 

ftar! gdniet, leberfarben, an ber ©onnenfeite leidet br&unlid^ überlaufen, ol^ne 

SBoSe, aa^lreid^ bo<^ oft ettoad matt t>unftirt. — 93latt mittelgroß, gl&naenb, faft 

flad^ ausgebreitet, eaifjtifd^, nad^ ber @t>ite meift ft&rfer abnel^menb unb fo ber 

@if orm ftd^ näl^emb, mit langer audlaufenber €H>i$e, etkoad ftum|)f gefagt geaoi^nt. 

Stfterbl&tter faft fabenförmig. 8latt ber grud^taugen eiobal, oft jeboc^ nac^ bem 

@tiele etto)ad eSifjtifd^ abnel^menb. Slugen ftar!, !onifd^, red^t ^p% abfte^enb, ft^^en 

auf aiemlid^ l^orftel^enben, n^ulfügen, feiten qmppten trägem. 

Slnm. ^on ber ©rauen ^ed^antdbime, t>on ber fie el^er gefallen fein !dnnte, 
ald bon ber Beurr^ blano, unterf^eibet fte ftc^ tl^eild burd^ bie oft etload l^o^ 
Sform, tl^eild burd^ frühere 9letfe unb l^ftg ft<ir!ere 9ldt^e an ber ©onnenfeite. 

Dberbiedf- 



237 
No. 369. Sttnfor eommefiergamiitte. ^tei i, 2 a.; Suc. u, 1 a.; Sa^n 11, 1. 




i&btAn Sommttbttiamoüt. (§arttotg.) **f. e^pt 3®. 

^eintatl^ unb SJorf ommen: aWit biefer fel^r fd^äfebaren, für Sieb*» 
^oBer flarf gejudferter Simen belifaten unb burd^ fel^r reid^e Xta^iadtit 
be« »aumg fid^ entpfel^Ienben ©orte meiste ^exx flunflgärtner ^arttoig 
in Säbtd mii) befdnnt, ber mir and^ grüd^te unb Steifer fanbte. ©ie 
finbet fid^ bei SubedC einjeln verbreitet, namentlid^ aber "fyat ein ©ärtner 
809 12 grofee, ettoa 20 ^al^re alte ©tämnte baton, bie fd^on öfter in 
einem 3al^re burd^ SBerfauf ber fe|ir gefud^ten griid^te 200 %^v. ein* 
brad^ten. 1862 foflete toieber ber Sübedfer ©d^effel ju circa 55 5ßfb. 
3 aRarf ob. 1 a^^lr- "6 SRgr. S)ie S3äume ftel^en bort in leidstem, nal^r* 
lüften Soben. S)ie. grud^t t)erbient fel^r, bafe man ifyctn Anbau aud^ 
in anbem ®egenben S)eutfd^Ianb^ öerfud^e. 

Siteratut unb <&l7nl>nt^m^: 3ft ol^ne gtodfel eine no(^ gang unbefannte 
Stuckt, bie l^ier ^uerft befd^rieben toirb. 

©efialt unb ©röfee finb bie einer in günfügem Soben gut ge* 
tDod^fenen Slotl^en Sergamotte. 5S)er Saud& fi|t ettoa« ngd^ bem Äeld^e 
^in, um ben bie grud^t fid^ jurunbet unb jiarf abftumpft. ©inaeine 
6f entplare fhimpf en fid^ jebod^ am Äeld^e toenig ab unb runben fid^ f afl 



238 

jtt. 3taä) bent ©tiefe nimmt fie mit flerunbeteti ßitiien ob unb ijl 
jiemlid^ parf abgefluihpft. 

Rtl^: langblattrig, offen, liegt mit ben jiemlid^ flarlen Stu^f dritten 
fiemförmig auf unb fiftt bdb fel^r toenig t)ertieft, balb in einer anfel^n* 
lid^n ®tnfenlung. 

Stiel: l^oljtg, gerabe, IV4— IV«" long, fi|t in anfel^nlid^et SBer* 
tiefung, auf beten Staube meistere Seufen fid^ bilben, unb ifi toenig ober 
gar nid^t jur Seite gebogen. 

Sd^ale: mä^ig flarl, grfinli<$ gelb, t)on n)eld^er ©runbfarbe jebod^ 
fajl nici^t^ rein ju fe^en ifi, inbem ein feiner, fiettentoeife ettoaiS jer* 
fprengter Slofi bie grud^t überjie^it, fo bafe bie ©runbfarbe nur burd^ 
fd^eint, ober an !feinen Redten burd^ftel^t. Stetige flnbet ftc^ nid^t. S)ie 
5ßunfte ftnb l^äufig, bod^ burd^ ben 9lofi fajl ma^Krt. ®erud^ ifl 
nid^t merflid^. 

S)a^ ^leifd^ ifi ettoa» gelblid^ toeig, jart, fein, um bod Aeml^aud 
gar nid^t lömig , mel^r oB l^aiy^fd^mel}enb, beim @enuffe jergel^enb, )[)om 
angenel^mfien, fein jimmtartig getoürjtAt, erlj^abenen Qad^vQt^^madt. 

S)ai8 Äernl^au« ift gefd^Ioffen, ober l^at nur eine Weine l^ol^fe äd^fe. 
3)ie ffeinen, ton nur einem Äeme oft fd^on fafl auiSgefüttten Äammem 
entl^alten nod^ l^effbraune, fiellentoeife felbfl nod^ toeifee fleme. S)ie 
Äeld^l^ö^ife ifi breit unb jiel^t ftd^ meifteni^ fein bi5 nad^ bem Äeml^aufe l^in. 

Steife unb SRu|ung; 3^^tigt in gehJöl^nlid^en Sahiren im ©ept, 
in toarmen fd^on Änfangi^ @e^)t., unb fd^eint nid^t feid^t ju faufen. 

S)er ^(^Lum ift nad^ ben mir gegebenen Slad^rid^ten gefunb^ toirb 

fel^r grog, gel^t fd^ön in bie Suft unb ifi äufeerfl frud^tbar. S)ie Sommer* 

triebe flnb fiarf, ettoai^ gefniet, oUüengrün, oft me|ir lebergelb, mit 

jiemlid^ jal^lreid^en, matten, länglid^en 5ßunften befe^t, bie nid^t ixA 

äluge faKen. 3)aS Slatt ift mittelgroß, jiemlid^ flad^, bod^ am 9ianbe 

oft ettoo^ toeUenförmig gebogen, eioüal, gerdnbelt unb nur nod^ ber 

Spi|e l^in fein gejal^nt. S)ie Slätter ber grud^taugen finb long unb 

f))i| eiförmig, faum tttoa^ gejal^nt ober geränbelt. Slfterblätter faben^ 

förmig; älügen breit, ettoai^ flad^ gebrüdt, anliegenb, ft|en auf flad^ 

ioenig gerippten Sirägem. 

DberbiedE. 



239 
No. 370. IHdite WoIsgrSfiii. ^ie( n, 3. 1. ; £uc. I, 2 b.; Sal^n m, t 




Altine pfaljSCä^ (SRdntngen). *tt. 2»itte Btpi. 8-14 %. 

ißeimat)^ unb SSorfommen: ©ie iji in ber ©egenb um SWeitiingen 
^ielfad^ unter obigem 3flamen angepflanjt unb toirb fel^r gefd^ä^t, fo 
bag Säume biefer Stme bei Obftoerfhid^n ungleici^ tl^euret otö anbete 
bejol^U tpetben. 

Siteratur unb @t^non^me: 3)te f^rud^t toirb tl^dld tvegen il^rer bräuit" 
Itd^en Färbung, tl^eild wegen tl^red ^tmmtarttgen ©efd^matfiS nebenbei aud^ oft 
3intmtbirne genannt, ober Ite fd^etnt i^erfc^teben \)on @i(fletiS 5t(einet $fahgr&ftn 
t. D.'O. n, @. 17 a:af. 2. Sc^tere ift, taie 2)iel (VII, e. 100) bei 3inf« SBeiSer 
Vfalagrafenbime nebenbei fagt, toal^tfci^einlid^ ibentifd^ mit ber t)oraudgel^enb unter 
^. 362 \)on Oberbieif befd^riebenen kleinen gi^mntruffelet, Ie Petit BouBselet 
miuqa^ (!Die( $eft lY, @.. 80) , ta)e(d^e nad^ ^^riftS ^nbtodrterbudb ®. 208 in 
ber SBetterau ebenfaUd 3i>nmtbirne, ^ommerjimmtbime genannt tDiro. ^ä) feCbft 
l^ielt fte längere Reii für biefe SDielJd^e ^^4tf i^obe fte aud^ t)ie(fa(^ a(d ^(eine 
3tntmtruffe(et em|f)fol^(en unb abgegeben, ood^ fenbete mir Oberbiedf eine 3^d^nung 
ber i^rud^t unb ff^äter bie SBlätter feiner aud ^errenl^aufen unb l)on ^ie( ftammen^ 
ben kleinen 3i)nmtruffe(et, toonadb biefe toieber anberd.ifL unb toe^l^alb td^ meine 
grud^t unter bem M und am metften üblid^en Flamen aufgejä^Ct l^abe. S)er IBaum 
Don Cberbieifd S3ime l^at nemlid^ gan^ranbtge Blätter unb bie ^ud^t eine ettoad 
anbere gform, befonberd aud^ einen l&ngeren Stiel, toie id^ biefen an meiner IBime 
nie fal^. fie^teren l^at auc^ bie fonft ä^ntic^e grudbt bed %, D.'^®.^ unb l)on 8i(!(er 
toie k)on ^ie( tt)irb bad 93(att a(d ganjranbig befc^rieben. ©in l^teftger Obftfreunb 
fal^ übrigeniS meine gfrud^t in Dberbaiem ebenfaUi^ a(d $fal}gr&fler, ^falggräftn. 
— SRit >er 9loti^en $fa(3gr(ifin bed %, 0.-<S(. YH, 6. 236 Xaf. 13, oud^ mit 



240 

SRol^ SBei^er unb »otl^ec ^fatagräfin, Pom. fraac. tab. LVn, @. 844 unb 
ebenfo mit Stnoop^ franadftfdjer Simmtbime, JDier vm, ©. 118, l^at bie borltegenbe 
ttid^tÄ gemein. au<b 3infö «oti^e «faljfltäfin, tab. IV, 9lt. 41, ift ötdjer unb l&naer 
geftiert, ai^nltt^ feiner SBei^en ^falagt&fin, VI, 9hr. 69, toeld^e et ber »otben üfn*- 
Ii4 unb beibe „al^ toie SRann unb grau gu betrachten" f djilbert. — Slad^ »oc^nal^I 
'@. 46 ftnb f^anfen*, Slöntifd^e $onig' unb Sloti^nbtme, auc^ 9htffe(i @t^nont^ 
ber 5IIeinen $fa(agr&fin, tv&^renb nad^ SRefger im Obentoafbe l^ier unb ba bie 
Beorr^ blano a(d $f aCagrafenbime . in ^an!en ber Xxodtnt SRartin ald SBinter^ 
JJfaiagrafenbime unb nad^ Suca« bte granffurterbime atö ^falagr&fin borfommen. 

©efialt: freifelförmig fegeiförmig, oft ettoo« bimförmig, fetten v 
me^r öerlängert na^ bem ©tiefe ju, ote auf bem ^oljfd^nitte oben, 
auf $od^{iamm el^er nod^ lüi^er gebaut unb Heiner, meifi iVt" breit 
unb 2" lang. 

Äeld^: l^artfd^aKg, furjblätfrig, toeit offen, in feid^ter ©nfenhing. 

Stiel: lurj, bidf, %" lang, am @runbe fleifii^ig ober in ^eifd^ 
ringeln, oben auf ber ©pifee ber ^ud^t flel^enb. 

©d^ale: fein xavd^, gelbüd^ grün, fp&ter grünlid^ gelb mit bräun* 
lid^er Sflötl&e, bie oft bie ^älfte ber grui^t überjiel^t unb in öoOer 3leife 
trüb carminroti^ ,tt)irb. 2Jlit fel^r feinen, gettlid^en ^nften in bem Sftotl^ 
unb mit mel^r ober toeniger jimmtfarbigem SRofi, ber eben bie ©d^ale 
fieHentoeife fein raul^ unb bie 3tütl)t trüb maci^t. 

gleifd^: gelblidj toei^, fein, raufd^enb ober l^albfd^melaenb, faftt)oB, 
öon felj^r ongenel^mem, jimmtartigen Qudttqt^cl^Wid. 

Äernl^au^: burd^ fel^r feine Äömd^en angebeutet, fd^toad^ l^ol^lad^fig, 
Äeme eirunb, jugefpi|t, fd^tDärjIid^ braun, mit einem Keinen $öder. 

Steife unb SRufeung: SJlitte ©eptember, 8— 14.2;age jenad^ ber 
SBitterung l^altbar. 3u aUtn 3tt)edfen braud^bar, unb toenn aud^ nid^t 
gerabe I. SRange^^ bod^ ate gute SCafelfrud^t fel&r tool^I ju öertoenben. 

©igenfd^aften be« Säumet: 3)erfelbe loirb in gutem ©oben 
gro§ unb jiarf, toöd^fi fd^ön pi^ramibal mit einjelnen unb jerflreuten, 
bod^ fiarf belaubten äeften, bie fpi|toinf elig anfe|en, fid^ aber im Sttter 
mel^r ausbreiten unb trägt reid^üd^, ifi beSl^alb aud^ jur allgemeinen 
ajerbreitung fe^r ju em^)fel^len. — Slätter oüal, öfter« aud^ eirunb unb 
einjelne runblid^, mit meifl aufgefegter, fürjerer ober längerer ©pi|e, oft 
jiemlid^ grog (loie oben gejeid^net), l^A" breit, 2— 2V»" lang, glatt ober 
unterl^alb verloren tooHig, regelmäßig fein ober etloai^ fd^ärfer gefägt, 
ettoa« fd^iffförmig unb fid^elförmig, aud^ toettenförmiig ober l^alb fpirol* 
förmig, bie ©^)i|e feittoärtS gebrel^t, bunfelgrün unb glänjenb. — 
S3lütl^enfnofpen groß, fegeiförmig, jiemlid^ fted^enbfpife, bunfelbraun, faft 
fii^toarjbraun. — ©ommerjtoeige bunlel grünbraun, nad^ oben mel^r ^io^ 
lettbraun, mit fielen feinen, gelblid^en ghinften. 

3f. 



241 



No. 871. IMIMigC «ttmüMnie. 3)te( II, 2, ).; Snc. U, s «.; 3a^n n, 1. 




HttäituMat Citnmattnrw. $iei. »tt- ®et>.t- 2— > ^- ^' 

^txmatf) unb ajorlommen: 3)iefe ju ben ^PomcranjenWmen 
§u jfil^Unbe, bcr tnilSfirtett ^ßomeranjenbimc ^ietnlid^ SSfnli^t unb il^r an 
®üte gle^ftel^enbe l^öd^ft ad^tbare j^aui^l^altöfrud^t fanb S)iel in feinem 
(Seburtöorte unter bem Flamen Sitronenbirne unb glaubt, (ba^ fte todfyl 
beutfd^n UrfprungiS fein möge, ba. er in ^jomologifd^en SBäerfen nid^tS 
il^ ©ntfpred^enbeig fitjbe, faffig ]xe nid^t etfoa bie Orange sanguine neuerer 
franjöfifd^er Serie fei. ©i^ ijl tDoifljiDi) fel^r toeriig befannt, t)erbient 
ober toegen ©efunb^eit unb SIragbarfeit bei^ Saumd unb ©ilte, fomol^I 
frifd^ old getroifnet gefoci^t, red^t l^äuftgen älnbau unb pajst aud^ red^t 
ffir ben Sanbmann. aW'ein SRei^ l^öbe id^ öon 3)iel. 

Literatur unb ©i^noni^me: 3)ictV,©. 89 unter obigem Flamen ;^t>.S(el^rcn'' 
tä^al Xaf. 6 fe^r gtute Sl^Mibung. @onft finbe i($ fte ntc^t, erl^teit fte >jebo(^ nodb 
Don bem $errn (trafen $obmanie(fb in Ungarn aU g^'^ner tSitronenbime, t9obur(9 
il^re beutf^e Sbfunft ettüad atoetfeCyaft gemalt toirb, ftd^ toenigftend nid^td barüber 
befkimmcn (äjt. 

©cftalt: bidband^tg/freif eiförmig, in gorm unb (»rö^c ber 3Rfl8!irtcn ^ome^ 
ranjenbirne fcl^r äl^nlic^; nadj 3)iel 21/4" breit unb ^0^; bei mir um ein (SeringeÄ 
Heiner. ICer öauti^ fi|t etitaä nad^ bem Äelci^e 5i«r «»« ben bie gruc^t ftd^ flad^runb 
todlbt; nad^ bem ©tiete nimmt fte o^ne (Einbiegungen rafc^ ah unb bilbet eine ganj 
furge, nur l^öd^ft trenig ober gar ni(^t abgeftum})fte ©J)ifte, bie meift nur t)on einigen 
Heinen ^(etfc^ioülften gebilbet tvirb. ^er 93au(^ ber grud^t ift fc^ön runb, geigt 
jeboc^ oft ettoad fein Seuliged. 

dfltttrirtel ^anbbnd^ bev Obfltuttbe* T. 16 



242 

itetd^: fein 0ef|){(t, toei(|, offtn, ft|t in 0Ciftvsnt(|tf MifMim0^ Henidffcral 
eben ifl. 

©tiel: l^olgig, metjl gerabe. Vi— i" t«nö, PJt auf bec furjen SrudJtfjJtt^ 
\9on einigen feinen Beulen umgeben. 

Sd^aU: glatt, abgerieben fel^r gt&njenb, ))om99aume geCbgrün, inberSüetfe 
fd^dn citronengelb, toobei nad^ ^iel' faft bie l^albr €^eite mit einem feurigen Harmoi^ 
jtnrotl^ t)ert6^af(^en ift, bad b^i bef chatteten ^üc^ten fel^Ct ober unbebeutenb ift. 
IBei mir toar bie ffi'6t^e nid^t gan) fo ftarl unb blieb bie ^e^x^^l ber ^rüc^te 
gelb) fünfte ftnb jal^lrric^', im 9iot^ fein unb gelblic!^, in ber ®runbfarbe mit 
grünlichen S)ut>fen umgeben. Muä) flrine 9loftfiguren ^nben ftd^ dnjeln, ftnb 
jebod^ nid^t l^&uftg. &cvu^ fci^toad^ mudürt. 

(^leifd^: loeit, bon ftarfem S)%ud!atellergerud^, faftooS^ nad^ ^iel l^atb" 
fc^metjenb, im 5tauen ettoad raufc^enb, bod^ ftd^ gang aufidfenb, t>on erl^obenem, 
fü|en, ftar!en 9Rud!ateIIergefc^mad. Sri mir toar bad i^Irifd^ nid^t J^albft^mel« 
genb, jebod^ mürbe, faft etiaoad abfnadtenb, unb ber ©efd^maif fü(, burc^ frine 
@&ure gel^oben unb merfUd^ unb angenel^m getoürjt, boc^ nid^t rigentUd^ müdftri 
^a^ Aeml^aud ift Krin, bie engen Itammem'entl^alten mriftend taube ober un^oS« 
fommene Stetnt, bie in ü^rer SoQfommenl^eft flrin unb fd^koar)braun finb: 

9leife unb 92utung: 3eitigt SlnfangiS @e^tember, in red^t toarmen Salären 
mu^te id^ fle fd^on Dritte Sluguft bred^en, getoöl^nlic^ mürbete fte V3 September, 
n>ar fd^on 8 Xage t}ox ber Saumreife für bie Aüd^e braud^bar, fd^madl^aft unb 
unk>erborben, felbft koenn fte am Saume gelb getoorben, unb 8 ^ge t>or ber 9leife 
abgenommien 8 9Bo(i^en braud^bar. 3)iel red^net in friner toftrmeren ©egenb fle 
aud^ )u ben Zafelfrüd^ten. 

3)er Saum, beffen Segetatton ^ie( nicl^t angibt, to&d^ft rafd^ unb gefunb, 
unb jrigten bie ^robegtoeige {U^ frül^ unb fajl jäi^rlid^ frud^tbar. @ommertriebe 
etn^ad ftuftg, oUl^enfarbig, gerftreut ))un!tirt. SCatt si^tn(i<^ Kein, gl&ngenb, 
brim Sudbruc^ auf ber utd^ttn @rite ftar! tooOig, rifdrmig, nac^ oben am 
3toeige fd^mat unb eai|>tifd^, flad^ audgebrritet, fein unb fc^orf gefSgt gejal^ 
9(fterblätter fabenfdrmig. S(at£ ber ^rud^taugen rifdrmig, !aum ettoad gegönnt, 
9[ugen bauchig, !onif($, ff)it, nad^ unten am3torige abfte^enb, nac^ obenftel^enb; 
%rftg^.ta)u(ftig, fla^. 

9inm. Xex Unterfd^ieb biefer f^rud^t gegen bie SRüdKrte ^omerangenbtme ifi 
in SBorten nit^t Irid^t gu begrid^nen, toenn man auc^ Saum unb ^ud^t in ber 
Statur l^inrrid^enb unterfd^ribet. ^ie SRüdfirie ^omeranienbirne to&d^ft no<!^ ft&cfer 
unb ))r&d^tiger unb toxU idf l^ier gum ^anbbuc^e I, @. 49 anmerfen, ba| in mrinet 
^egenb beren Sdum folool^l im feuchten €^ulinger, a(d trodhten, Irid^ten 9{ienbutger 
itnb l^ieftgem, f<!^toeren^ iBel^mbobeit )>räd^tig toud^d, ber in mrinem ie^igen Porten 
t^or bem Ortr ben triebigften, l^errUcl^ften Saum bilbet, to&l^renb id^ nur in ^erm« 
l^aufen }>it jungen S&ume giemlid^ grinbift fal^. 3m feuchten @u(inger Soben toar 
bie 9RüdItrte ^omeranjenbirne fabe unb fd^led^t, toü^renb obige noc^ gef(^madb)oS 
blieb; in 9Uenburg ftanb fie jebod^ ber 3yiü)Slirten $omeran)enbirne an angenel^mem 
®en)ür) nad^. Slu^erbem mdd^te nod^ bad mel^r rifdrmige Slatt gegen bad me^ 
ot>alt ber SRüdlirten $omeran)enbime rinfn ttnterf^ieb begrünben. 

Dbetbiecf. 



■ 

No. 372. I^^^^HbsMntU 2)u( n,8;l.; SueaS^I,2a(b); 3 äl^ n IV (VI), l. 




^tt% iuAttiknt. phevhxtd (t>an 3Ron«). *tt. @«J)t. faft s'SB. L. 

^txmatl) unb SSorfotnmen: ®tcfe fclj^r f^ä^bare $aui8]^(iltd^ 
frud^t^ bie felbfi ate S^afelfrud^t angcnel^m ijl, fanb fi(| unter bcn 1838 
ol^e Flamen öon $m. ö. 3Ron« erl^altenen S5imfo]rtcn. 3)a bie jeljir 
fenntlid^ äkgetation unter aSen meinen neueren IBimforten ftd^ nid^t 
ftnbet, barf id^ fte iooffl aU ein @r}eupi^, ber legten Aemfaaten be^S 
§m. x>. aWonig betrachten, unb fte ber pomofogif^en SBelt befannter 
mad^en. ^d^ benannte fie na($ einem lieben .^reunbe, bem $m. @tabt^ 
fd^rfeiber ^e^^er ju Silneburg, mit bem id^ in ber ^tit mmt^ Slufent* 
^alt^ in Lüneburg unb ^fltiotoid mond^e @|curfton mad^te, unb ber, 
obtool^I er pid^t felbji aU ©d^riftfleller auftvat, unb Änbere bie grud^te 
feinet ^eigeiS verarbeiteten, in ber Entomologie Diel geleiflet l^at 

Literatur unb ^\fnon^mt: ^inbet ftcJ^ nur erft in meiner „Stnleitun^" 
t^on 1852, S. 435 ern»&^nt unb befc^rieben. 



244 

0eflalt: aRetfl )ti>ifd^ Jtteifelfbtm titib 9iritform flel^enb, oft 
mtfyt Mmförmig, 2V4 i\& iVi" breit unb 8'' l^od^, S>ie @pi|e toegge« 
bod^t, ft^t bet ^aud^ in ber 3flittt, uvb nimmt bie ^d^t bolb nod^ 
beiben Seiten jiemlid^ gleii^mäBig ob unb ift am Aeld^e toenig abqt^ 
fhtm^ft, bolb runbet fie ft(J^ um ben Sttläf ttioa» rafd^er tu unb lann 
oufflel^en. 9flad^ bem Stiele nimmt fte erfi eben f taf d^ ab unb enbet 
mit einer fi^önen, in ben @tiel auiSlaufenben, ober nur fel^ tt)enig cib^ 
geffaintpften @))i|e. 

Aeld^: offen ober J^alboffen, mit toeid^en SbtiSfi^nitten, bie meifl 
fel^Ien, fo ba^ er bann l^omartig erfd^eint, fte^t foum vertieft ober in 
enger, flad^r Senhing mit galten unb beulen umgeben, ^od^e @r« 
l^benl^eiten }iel^n ftd^ Aber ben S3äud^ l^in, ))erberben aber bie ^orm 
meift tomQ, toenngleid^ ber 9aud^ nid^t ganj tbtn i^, fonbem öfter 
Heine flad^e Seulen jeigt. 

€^tiet: an berSajtd oft fleifö^ig, l%" lang, oft nur toenig gefrümmt, boc^ 
^&uftg etload )ur €^eUe 0e0O0en, ge^t aud bet gruc^t faft l^eraud. 

Sc^aU: ^eUgrfin, in ber Sleife geCblid^. Unanfel^nlic^e bräuhßc^e, im Sirgen 
freunbltd^er toerbenbe 9ldtl^e i{i (eid^t, unb meiflend ettood ftreifig aufgetragen, f^It 
aber auäf oft. $un!ie gal^Creid^, fein, nid^tini^ Sluge fallenb, in ber 9ldtl^e ^eS' 
grau. 9(nflüge bon 9toft ftnb l^auftg unb. um Steld^ unb @tiel fl&rfer, to&l^renb in 
anbem Sauren bie grud^t bon 9loft faft frei ift. 

grleifd^: matttoet^, fein, gan) fteinfrei, l^a(bfd^me()enb, bon angenehmem, 
nur fein to)einigen, faft reinen ^^ifergefd^made. 

Hernl^a'ud: gefc^loffen, mit f^mater, l^o^ler Sld^fe. S)ie m&^ig großen 
Itammern ent^aCten !ur)e bi(fe, ^iemlid^ eiförmige, faffeebraune j!eme. 

9leife unb 92u(ung: 3eittgt im @e))t., in toarmen Salären f^on 9(nfangd 
@e))t. unb ift 3 SBoc^en braud^bar. 3ft für bie XafeC nod^ rec^ angenel^m unb 
für bie ^üc^e fotool^l frifc^ atö getroifnet fel^r fd^ä^bar. 

Xtv ^aum to&d^ft gefunb unb pv&ö^ix^, ge^t fersengerabe in bie £uft unb* 
bilbet ein e bid^t ber^toeigte, toenig in bie 93reite gel^enbe Jtrbne mit l^etrftc^er Sk^* 
(aubung. @r mad^t balb bie( fur^e^ grud^t^ot) unb ift frül^ unb reid^ fru(!^tbar. 
©ommertriebe ftarl, nad^ oben toenig abnel^menb, nur nad^ oben ettoad h>oIItg, 
oUbengrän, oft ettoad mel^r (eberfarben, mit gal^treic^en, ffcarlen, toeilgrauen fünf- 
ten befe^t. Watt gro^, mattgCanaenb, beim Stui^bred^en auf ber unteren 6eite 
ftar! »oDtig, rinnenfdrmig ^ mit "ber Qpi^c titoai ahto&M gebogen, bunlelgcün, 
gl&njenb, oft ettoad loeHenförmig gebre^t, fel^r Icing, eUt^tifd^, am stiele oft me^r 
eiförmig gerunbet, nur geränbelt ober ganjranbig. 9(fterb(&tter ^friemenförmig 
ober fabenförmig, bie S9Iätter ber gfucl^taugen glric^faHiS (angelli))ttf d^ , oft aud^ 
lanaettförmig, SCugen ftarl, ftumt)ff)>it, unteii am 2;ciebe abftel^enb, oben faft an^ 
liegenb, fielen auf ftarfen, to)u(ftigen Prägern. 

Dberbiedf. 



245 



ttntfßi, Sbrnrnmu 




^eintatl^ ttnb Sorlomnten: 2He( erl^ielt. biefe fe^r guiegfrud^i, h\t et M 

au^ealeid^nete ^audl^aK^frud^t mit ^t^i^tmpfit^lt, bie aber oud^ für bie Xafel 

^aud^bar- x^ unb fel^r ^ftufi^e 3(n))f(an3un0 t>erbient, bon @tetn in $ar(em unter 

bem fftamtn Kranse Ganeel-Peer. (St glaubt in ii^r bie Stnoop^Ö^t Franse Caneel« 

Peer {l^noop I, Xaf . 8) 3U erfennen, bie Jhtöo)) im Xeste aU bie. bo))))e[te FoncUnte 

de Brest auff flirrt, im Unterfd^iebe i)on einer anbem, bie man bie @i]tfa<l^e Fon« 

dADte ober bie {Sinfad^e franadftfc^e^ (Saneeibime nenne, unb nur etto)ad Keiner fei. 

2)a bie @d^mal)d\mei9on 99reft, fo t)ie( belannt ifl, in ^ratüreid^ nic^t unter ber 

Sknennung 3^^^^^^^^ \>ottommi, ma^ man betmutl^en, tvie fci^fin 2)ittrid^ ftufiert, 

ba^ obige ettoa ^off&nbifd^en Urf))run0d fei. — 9Rein 9ieid erhielt id^ t>pn 2)ie(. 

Jgiteratur unb ^t^nonl^me: 2)ie( Tin, 6. 118 itnoo))d fran)5ftfd^e 3immi' 
Hme, Franse Ganee]-Peer. .^itiri^ I, 6. 562. (Sl^rifi gebeult il^rer nur tut) im 
fionbbud^e. ^noep I, Xaf. 3 6. 41 : ^ron^oflfd^e (faneeSbime, 2)o))f>e(te Fondante 
de Brest. 3kan mag in 5tnoo))d gigur unjere jjfrud^t nod^ enennen, toenn gletd| 
bie ^orm etibad abn>ei<!^t unb ba feine (Stnfacfe franjöfifd^e (^neelbime mit ber 
@(fima(3bime t}Cn IBreft nid^td aemein l^aben !ann, vjt ed möglich, ba| mir in 
unfercr ^rud^t auc^ nur bie (Smfaä^t fran^dfifd^e GaneelHme t>or und l^aben. 



346 

®e1la(i: l^fttt na^ fbitl \M SHtttr itoift^en ben «t^ed^tVet' unb $imt' 
metan^enMrnen unb ifi in ber t^orm etn>ad betänber(id^, balb me^t freifelfdcmio, 
balb aud^ mcl^r bitnföirmifl. grüd^ie, bie i<l^ 1862 l^atte unb {u obiger ^igut be- 
nutte, toaten in gform ben ^ommeranjenbimen fel^ &^n(id^^ boc^ l^atte ic^ frül^er 
audf ettoad ^d^er gebaute, ^er S9au(^ ft^t me^r nac^ bem ^eld^e ^in, nad^ toeld^em 
bie Sfruc^t ftd^ fd^dn ^urunbet unb fo loeit abftum))ft, ba^ fie nod^ {leiten !ann. 
9{ad^ bem 6üe(e mad^t fie bolb eine fonfte (Sxniie^unq, halb feine, unb enbigt mit 
einer ^iemlic^ {egelförmi^en, l^&uflg aber nur !reif eiförmigen @))i|e. SoOSonunen 
freifelfdrmifle grfid^te flnb, nad^ 2)te(, 2Va' breit unb 23/4" j^od^, bie bimfdrmigen 

nod^ um Vi" W«- 

jteld^: !(ein, l^arifd^alig, offen, bilbeie 1862 an meinen grüd^ten nur einen 
l^arten erl^obenen fRin^, ol^ue beuUidl bortretenbe Segmente. S(uf bem Siianbe ber 
f(ad^en Jteid^fen!un0 biCben fid^ oft einige ftarle .(Srl^abenl^eiten, bie.aud^ amSdaud^ 
in ^arfe ®rl^abenl^eiten ausarten. Oft ftnb bie 93eu(en aud^ nur fiadf unb ift ber 
93au(^ me^r eben. 

8tte(: nad^ ^iel ftar!, fleifd^ig, 1 bid iVt" lang, 6ci mir meifienS l^oC}i6, 
fl^t in einer bon mel^reren gleifc^touCften umgebenen $dl^(e meifi nid^t ^an^ auf 
ber @))ite ber ^rud^t unb oft ettoad {ur @eite gebrüdft. 

@d^ate: )iemUd^ fiar!, in ooSer S^^^^ßu^ß geft^meibig, bie getblid^ l^eSgrüne 
®runbfarbe ift in ber 3^^0U>^0 d^^^r ^^M man an ber @onnenfeite feine ^puc 
bon 9i0tl^e bemerft. 1862 too id^ meine ^rüd^te gu (an^e l^atte l^&ngen (äffen, 
geigte ftd^ jeboc^ ein leidster brauner älnfTug. fünfte gal^treid^, fein, roftfarbig, 
oft nod^ grün umringelt, ^abei ftnben ft(^ balb ftarfe jimmtfarbige Ueber|flge, 
balb nur blaffe 9b{tfiguren. ©eruc^ aiemlid^ ftarf; 

^•leifd^: motttoei^, fc^toad^ gelblid^, faftreid^, vim ba9 Jtem^auS nad^ SHel 
fteinig, M mir laum fein !dmig, in rechter 3^^0u>^d ^^ d^n) aufldfenb, bon 
fü^em ttxoai fein ^immtartigem ©efd^made.' 

^aS gro^e jternl^aui» l^at ftarfe ^öl^le 9d^fe, bie mit toulftigen tt>ei(en9tu^ 
fd^t^itungen befe^t ift. ^te ger&umigen Jtommem entl^alten biele fi^toar^e lang« 
eifdrmige jteme, bie ic^ l^&uftg aud^ taub fanb. 

9ieife unb Slu^ung: 3^i^d^ nad^ ^iel in getodl^nlid^en Sauren im le|ten 
S)rittel bed Sluguft, reift nid^t auf einn^al unb ift 4 9Bod^en braud^bar. %ur in 
fel^r loarmen 3<^l^ren l^atte id^ fie fd^on (^nbe Slugufi aeittg, meifteitg im 8e)>tember. 

^er ^aum'toäd^jl fiar!, n>irb na(!^ ^iel gro^, treibt nid^t oiele aber ftarfe 
Slejle, babon bie unterften ftd^ l^origontal ausbreiten,' to&^renb bie in ber SRitt^ oft 
gerabe in bie $5l^e gelten, bilbet biel lurjed "S^uäfi^oi^ unb ift audnel^menb frut^t« 
bar. Sömmertriebe nur an ber @))ite*ettoad tooHig, trüb olibengrün mit ettoad 
»otlj bermifdjt, jal^lreid^ J)unftirt. — filatt «ein, ciförttitg, felBft lang unb 
f))it eiförmig, oft aud^ nad^ bem (Stiele abnel^menb, faft flac^ ausgebreitet, glan* 
^nJb, nid^t ober nur fel^r unbeutlid^ ge^al^nt.* Sfterbl&tter f eitlen meifl. — Blatt 
ber t^rud^taugen meift nod^ Keiner, als baS ber @ommertriebe, nad^ 3)iel e(li}>- 
tifd^, to&i^renb x^ eS in .ber SRel^rja^l aud^ f))iteiförmig finbe, ineift nod^ fe^T 
fein, aber feid^t unb ftum)»f gejal^nt. Slugen ipxli, anliegenb, fM^n ^^f toul^gen, 
flar! tiotfkel^enben Xvftgem. 

DBcrbied 



247 



No: 374. CHc WSh^UbM. l^iel U, 2. l (8); ävtc, I (lU), S a; giki^n y, 1 (2), 




ttel MinilMtnt. Siegel (Stoffl^) *t- SteiS drittel M Bepi. 



^eiinaM^ unb SJorfommen: fie lam t)Ottt §9ftrgermetfler 3lof f i^ 
2U ©d^önburg in aWä^ren 1835 an Dr. Siegel, ber fie all eine 
gute, mittelgroße, faff große gru(JSft I. aiange« befd^rieb unb jur SKnpflan* 
lung em^fal^l unb id^ Heß mir beßl^alb Steige toon il^ geben. . 

Literatur unb Si^non^me: iSiegeld 9leue Cbftforten II. 8. 51. — ®^no« 
itljfine ftnb nid^t befannt. 

®eflalt: hreifelf örmfg unb mittelbaud^ig,, bistoeilert gel^t bieeJorm 
mel^r ind (Sirunbe, bi^toeilen aber aud^ in ba^ Stunblid^e ober 8reit« 
baud^ige Aber. Um ben Aeld^ toölbt fid^ bie^d^t flad^runb, obet flum))ff))i^; 
fo baß fie nid^t auffielet, nad^ bem Stiele )u mad^t fte meift ettüOiS @in^ 



248 

Biegung unb enbigt (urj uvb f))i| (egelfiömifl. (Stt^: 2 MB 2V8'' 
breit unb 2V4" ober'nod^ cttoafl mel^r "fyodi. Siegel gibt fte 1" 11'" 
bidf, 2" 5'" ^oii& an. 

Äeld^: jiemlid^ gro§ unb langblättrig, oft fiemförmig, braun, auftett 
grün, offen, obenauffiel^enb, ol^ne ©infenfung, nur mit einigen unregel* 
xnäjfl%tn Ileinen beulen umgeben.. Se|tere laufen aber nid^t über ben'Saud^ 
fort, fonbem bie ^d^t ifi ftberaO fd^ön abgerunbet unb gleid^fSrmig. 

Stiel: grünbraun, nod^ ber Sime ju fleifd^ig ober mit gleif* 
ringeln uxaqtitn, fielet obenauf ber ©pifte ber grud^t, in bie er meifl 
ol^ne aibfal übergel^t. ®t ifl oft fel^r lang, l^ot biiStoeilen IV4" in ier 
S&nge. ^ 

@d^ale: nid^t }U fiar!, nod^ genießbar, l^eDgrün, fpäjter gelblid^iftn, 
mit feinen bunfelgrünen fünften unb grünlid^en glecfen, bii^toeilen an 
ber ©onnenfeite fd^toad^ br&unlid^ gerötl^et, unb befonbkiS um ben iteld^ 
unb Stiel l^erum aud^ tttoa^ braungelb beroflet 

^leifd^: n>eig, ettoo^ gröblid^, fdftreid^, l^albfd^mel}enb ober 
raufd^nb, t)on }ud!erfä^em, red^t angenel^men ober n>ie Üfxt Siegel 
fd^ilbirt t)on lieblid^ erl^abenem @efd^mad(. 

Aernl^auiS: nur mit feinen ^ömd^en. umgeben^ ^o^aö)^ Staate 
mem breit mufd^elförmig> mit siemlid^ großen, buntelbraunen, mit einem 
Ileinen ^bdtx t)erfe]^enen Aemen. 

Steife unb Sluftung: S)ie»ime reift im 2ten drittel be8 ©ept, 
l^&lt fU^ nad^ Siegel etioa 4 äBod^en unb toirb bann langfam teig. 2)od^ 
möd^te id^ gerabe über il^r }u fd^neSe^ Sieigtoerben Alage füllen. S)ie 
^rud^t bilbete ftd^ übrigen^ f eitler l^ier* immer fd^ön unb tvOtommen 
aud unb fie toerbient beg^alb aü 2;afelfrud^t weitere ^Verbreitung, loenn 
id^ fte aud^ nid^t gerabe in ben erflen 9lang fteSen miK. 

iSigenfd^aften hti SautneiS: 2)erfe(6( toftd^ft M mit fe^t {latf unb 
i{% gefunb, t>erf))nd^t au^ ^ragbarfeit, ta>ie x^n aud^ S. aii fe^r frud^tbat fc^U« 
beri. — S)ie stattet ftnb fafi benen ber @))arbtme in ber fjorm äffuli^, breite 
eSit)tif(^ ober obat,. thel^r ober loentger nad^ bein ©tiele ^u t>erf(^mäCert. ^n 
ben @^iten ber Sommergtveige flftb fte befonberd auffällig, nmbtid^ mit aufgefefier 
oft fdjarjfer 6j>ite, nadj bem ®tiele ju feilförmig auÄCaufenb. @le flnb ^iemlid^ 
gro^, 18/4—2" breit, 21/4— SV** lang, gloh, nad^ tjome ^fin regelmäßig feingefÄgt, 
ettoad toeOenfdrmig am'Sianbe, fonft flad^, bod^ bie an ben ©ommerjtoeigen meifl 
ettoad f(^iff förmig, |iemUd^ bunMgrün, ftar! gC&njenb, reic^geabert, ettoaS flecf 
unb (eberarüg. — 9(9tl^enInof^en giemlic^ groß, fegelförmig, 1tum))ffpitf 
l^eHbrann mit ^unletbraun fc^attirt. — Sommerstoeige gränlid^ graubraun, 
liar! fdjmujig toeiß Jjunttirt. '^ 



249 
^0.^875. €ta|e CfctUcwicciiiMe. 2>te( m, 2. i.; £up. x, s b.; 3ai^ii v, 2. 




^eintat^ unb SprIomnteTr: @tne alte ^^\ H)el(i^e befonberS 
tmr in 9l0tbbeutfd^lanb bi^l^er l^eimifd^ mar. Söjon t>ox 50 ^a^xtn \a^ 
Ulf batoon Saume l^öl^en SOter^ nid^ fem )[)oni Oflfeefiranbe, befonbetiS 
in Sor« unb i^interpomtnetn. 

Literatur unb Q^non^tati ^ittr. I, 6. 591. (Sro^ 6et)temBet(tnte. 
Ca^rifi $bb)6. @. 213. S)te luraen Befcj^reü&utioen , toeld^e beibe @d^nft{teaer bon 
Viefef ^rud^t lieferten — IDittri^ übetl^auf)t nur nad^ (STl^rift — ergeben, ba( fle 
nidft (Kekgenbeit l^atten, fold^e nftl^ {u beoba(!^ten. 60 3. 8. ift bie 2)auer ber« 
feloen auf 6 9Bo(^en angegeben, too^in^egen fotc^e fi(b laüm 14 ^age l^dli, tAtU 
mtffx gleich Mrbraud^t toerben mu^. 8et neueren @d^riftfteaem t^ermiffe i^ fte felbß 
bei k). Qiebenfelb unb ^od^nai^K. ^i^non^me: l^ie unb ba in $inter))ommem äßilrge' 
fntnt, toegen bed ttxoai abfnringirenben ®ef(^madd. 



250 

©ejlaltt fel&r grofc l^at in ll^rer ^Jorm ettooi^ Sfel^tittÄfelt mit einer 
fiarttauii^igen Bon Chritien, 3V4 bi^ 3Vj" breit unb meiften« nur Vs'' 
^öl^er. 2)er Saud^ befinbet ftd^ in ber 9Kitte unb tpölbt ftd^ bie ^(j^t 
nad^ bem Rtläfe fo obnel^menb }u, ba§ fte nid^t aüfftel^en lann, obgletd^ 
bie Äeld^Päd^e obge^plattet erfd^efnt 2)ie ©tielfri|e berfelben ijl eben^ 
falte fhimpf. . 

Äeld^: l^albgefd^Ioffen, öfter« gaijj offen, l^artfd^alig, in einer unbe* 
beutenben, öon Keinen ßrl^abenl^eiten umgebenen ©infenfung fiftenb. 

Stiel: fiarf, l^oljij, V4— 1" lang, beim SCnfange fleifd^ig, nid^t »er* 
tieft, faft fenfred^t ftel^enb. 

©d^ale: am. ^aumt mattgrun, in tootter geitigung fd^ön citronen* 
gelb, an ber ©onnenfeite braunrot)^. 3n ber ©runbfarbe pnb feine 
fünfte pd^tbar,' »ol^ingegen fold^e öon »eifegrauer garbe im Äotl^ in 
3Renge toorfommen unb lebl^aft vn& äuge fatten. §in unb toieber jeigen 
fid^ aud^ 5ftofianflüge. 

gleifd^: toeift, fel^r faftt}oa,;brüd^ig, ]^rbeffi&, bod^ bei ööttiger 
9leife t)On einem nod^ angenebmen ®efd^mad(. 

Äernl^au«: ber grud^t nad^ Hein, J^oJ^Idd^fig. S)ie Äammem tttU 
l^olten meiften« unioolffommene Aeme. 

Steife unbSfiulung: bie grud^t reift getoöl^nlid^ aRitte ©e^t. unb 
l^ält fid^ 14 a;age. ®ine ber beften jum S)örren, jum rollen @e* 
nu§ l^ingegen nid^t »ol^l geeignet, obgleid^ fie t)on ben ganbleuten J(>auftg 
nod^ toerf^ei^t toirb. 

<Sidenf(!^afteit bed Saumed: berfelbe ioitb fel^r gro( unb alt, gebnl^t 
\ttb^ in ungünftiger Sage unb 93oben bortreffH^. äBegen großer ^ruci^tbarfeü 
Rängen \xäf bieSlefie gerne, n>e|l^alb bie @t&mme. in ber S9aumfd^u(e möglid^ft ^0^ 
gesogen toerben muffen. — Blätter gro(, Breit tiiipt%\äff gum Xl^eil giemlid^ lan* 
Settf örmig, einige aud^ ot>al, mit audlaufenbet f d^arfer ®t)ite, 2V4" Breit, oft flBer 
8" läng, länger ober fürjer geftielt unb nid^t fel^r fd^arf geaal^nt,^am Sianbe oft 
ettoag toollig, fonft glatt, fd^iffförmig aufloartS gebogen. — 6ommertrieBe leber* 
färben, faft un|)un!tirt, mit feiner äßolle«BebedEt. Slugen für), toenig oB^^b. 
9lüi]^enInof))en gro^, länglid^ kegelförmig, mä^ig f^i^, ettoad toeiltDoUig, 
an ber 6))t|e gelBtpoSig. — ^er ^alim ribalijirt rüctftd^tlid^ .feiner XragbaäFeit 
unb ^auer mit bem ber' $ier ^äuftg Verbreiteten Utfermär!er tßf^nbBirne — nad^ 
OBerbied „^ul^fu^" ftel^e beffen Anleitung @. 368 -> (loorin jebod^ biefer Jlamt 
M &l^non. ber Ml^fu^ niäft t>Mbvmi, 3al^n) unb übertrifft legiere burd^ no(^ 
ergiebigere Ernten, toe|l^alB feine Slnf^ffanaung ju 5!onomif(^en 3l9e(fen fej^r tß" 
^fol^len toerben Kann. 

©d^mibt 



•ifUm. »iei IT, 8 (»)».; aac. n(i)!».; go^niv, 1. 




leljricm't Meau wxoTt. 



unb »0^1 tt- ÜRittc S<))t< 8 bis a aß. 



^eimatl^.unb SBorlommen; 'Ha^ her tton SKtoort im StEbum ge» 
gebenen 9ta$ri^t i^ bie(e 9ime int Sontmi ^oboigne betbrettet, mo fte 
»D'^t fij^mi fett 30 ^a^ten (bor ^erauägabe beä Stthime, alfo etna feit 
1820) befannt fei. ©ie hjurbe aufgefunben im ©arten eine« *lJfic^tecS, 
beffeti Flamen fte trägt. SQiDort fagt von i^r, bafi fte itoar ni(^t erflen 
Slangeä, aber enupfe^IungStoeit^ fei bui^ @rÖ§e itnb grole J^nu^tbarfeit 
vmb älufticitdt bee 8<ntine£, «uc^ ni^ leicht moO mecbe. S)iefe «ti« 
gaben f^nen ft<$ au^ in meiner ©egenb gu beflätigen, ba bec iBoum 
fe^ (räftig »fi^iP nnb fc^mi in her a3aumfii5ule trögt. @ie »etbient 
jiebcnfatl« ole ^aus^altsfruc^t fef^r, teeiter bei mi beobat^tet gu Werben. 
äNein dttiS erbtelt i^ von $errri Se^retiS )u Xravem&nbe alä BentH 
Delpierr^ unb ^ntmt bte 6orte mit SivortS Angaben ret^t gut. 



252 

Siieratur unb €l^nottVme: S% fo ^( mir belsiiiii ttwcbe^ Bi^et ttur 
befd^rieBen in 8it)ortd %lhum 11, Xaf. 1 aid Poire Delpierre. SeCbft in dalalü^m 
finbet fie fld^ fel^r toenig, unb fielet bal^in, ob bieiS in Unbe!anntfd^aft mit bet 
^orte, ober in geringerer Sßertl^^&tung feinen ©rutrb i^at. St^n. Beorr^ Delpiena. 

®efi(tlt: ^ort M fte obigem ^oljfci^mtte dl^nli^ bod^ tne^r 
•ttnglid^ ttad^ bem Stiele Jü, überl^auipt lang bimfSrmig, 3V4" breit, 4V4" 
long abgebitbet, er bejeid^net aber il^re ^oxta aU o\)al, an beiben ßnbeit 
abgefiumpft. Stnbere meiner grÄdjiie »aren cmd^ flärler eiförmig, naä) 
bem Stiele ju I&nger ober lürjer legeiförmig )ugefpi|t. S)er Saud^ fi|t 
getpöl^nlid^ ettooiS mei^ nad^ bem Aeld^e l^tn, upx ben {le ftd^ fafi jurunbet 
unb nur tttoa» abfhtmpft, fo bag fte oft tben nur nod^ flel^en lonn. 9kd^ 
bem Stiele mad^t fte fd^toad^e ober feine (Einbiegungen, oft nur auf einer 
Seite, unb furje, bidte, obgefhintpfte Öpi|e. Sd^öne ejrüdjite »aren bei 
mir 2Vt" breit unb 3" l^od^. 

Titel d^: l^arifd^aKg, offen, mit ben 9[udf d^nitten eitpad audeinanber gebogen, ft^t 
fEad^ bertieft, jutoeilen foft oben auf, umgeben t»on einigen f{ad^n IBeuten, bie aud^ am 
9au(^e ber^d^t nod^ ftad^ unb breit l^ert>ortreten, berieboc^ oft aud^fd^5n gerunbeti^ 

etiel: ftar!, ^o()ig, oft fanft gdrfimmt, V4--I" lang, fl|t in Heiner, oft 
aud^ ixtmüdfn S^ertiefung mit einigen flauen Beulen umgeben, gerabe auffle^enb, 
3utoei(en neben einem ftarfen $5d(er, ber il^n feitto&rt9 brüdt. 

@d^ale: m&^ig ftar!, toenig g(&n)enb, mattgrün, in ber geitigung gelbgrün, 
3u(ett citronengelb, mit Helen feinen, bräunlichen fünften unb an b^ Sonnenfeite 
ettoad, jutoeiten ted^t ^übf<^er ftreifiger, anfangt br&unttd^er, f^&ter carminfarbener 
Statine, in toei^Ud^en fünften befkel^enb, bie mit Stotl^ umfloffen ftnb, audf Stoft^ 
anflüge unb Sioft^uren ftnb ^&ufig unb bilben fteSentoeife etn>ad Ueberjug. ®e« 
rud^ nid^t mer!U(^. 

^ad t^Uif (( ifb mattn>ei(, faftreid^, um bad fteml^auS nur toenig ober gor 
ttid^t lömig, l^albfd^mel^enb, k»on angenel^mem, boc^ ettoaS matten, fein f&uer(id^ 
gegudterten -^efd^modBe. 

^aS Jternl^aud ift gefd^Coffen, mit nur€H)ur bon l^ol^ter 9d^fe. ^ie engen 
itammern entl^aCten oEermeift nur taube iteme. 2)ie Mä^^d^U ift lur). 

9teife unb 92utung: Beitigt nad^ 93it>ort im l^alben @e|)tember unb l^&(i 
ft4 1^ Xage biiS 8 äBod^en, toeld^e SCngobe aiic^.bei mir jutraf. ^n tvormen go^ren 
mu^te.id^. fc^on 9Ritte9tmuft bre^en. di i{t toeiter au unterfud^en, ioelc^en Sßcrt^ 
fie für ^üd^e unb ^au^^alt l^at; für bie 3:afel gibt ed beffere. »ei il^rer ®rd^ 
XLn\f @d^anl^eit toirb fte auf ben SRttriten guten SCbgang finben. 

!J)er IBaum treibt in ber SJaumfd^ule ftar! unb Mauht fic^ fe^r fc^Bn mit 
jrofiem, gf&njenben 2aixht. 9t bürfte groj toerben. eommertriebe ftar!, oßben- 
grfin, in £eberge(b fiberf))ie(enb, fur^gliebrig, ettoad gefniet, mit großen, aber matten 
fünften geaei(^net. IBIatt fta^, fel^r gl&naenb. Iura ooa(, mit aufgefegter, fd^dner 
et)i«e, oft au breit eüi^tif^ neigenb, feid^t ge^a^nt (»it>i}rt fagt t»on ben »(attem 
largement ou non dent^es). ' 9(fterblätter fabenförmtg. »latt ber gtuc^taugen gro^, 
etnjeln obal, meift etti^tifd^, auf redjt langem ©tiele; fein unb feid^t (feiner unb 
regelmäßiger ald auf bem $olaf<^nitte oben) geaa^nt. Slugen 1lum)>ff})i4, ettoad ab>- 
itel^enb, auf »otflel^ettben, toenig ^nippUn Xrftgem. OberbiedC 



253 

I 

No. 377. 3)ie Clemoit Hon 9{Qs9. 2)ie( n, b a.; 2hc. y, i (9) a.> gal^n n, i. 




3DU CtenWIlt Oatt Mnm (aus »ruffcO. faft ••t- aJlUte ©e})i. 



i&cimatlj uttb Sotfommen: Sfkßana gute, tnbeß bei öorJ^anbencn beffereti 

potitti bodj tool^I entbel^rridje ^udjt, bie id^ rtur in €^ataIogen aufgcfül^rt flnbe. 

^d^ ber @d^retbart (Sfement i^xm 3Rond), bie jebod^ aud^ mit Clement }^m SRond 

tocd^fett, ^dtte ipcrt ?rofeffor üon 9Ron8 pe eraogen unb etwa nad^ einem feiner 

@6^ne Benannt; bod^ finbe id^ fte im (Sataloge be« §errn ^an aRon« nidjt. SRein 

3»ei« erl^ielt i(^ bon ber ©oc. ban SKonS. a)ie grud^t fd^eint fidj me^r- für gwerg^ 

Banm ald für ©o^flamm §u f^iden, unb Wirb fte in toenißer trorfenem ©oben, 

atö ber meinige ift, aud^ nod^ beiräd^tlid^ größer tverben, ald obige nad^ ^rüij^ten 

»om ^od^ftomme gcjeid^nete gigur, unb nimmt eben an ®üte btetteid^t au'dj nodj 

fo au, ba^ man pe eitie toirflid^ fdjäjbare grudjt nennen farjn, 2)afi( lÄei« »urbe 

mir toenigfken« bon ber @oc. ö. SRon« mit jugefanbt, oljne baj idj e« erbeten l^atte. 

Literatur unb Sl?nonJ?me: 3ft too^l noc| nirgenb« befd^rieben. $a))e(eud 
flaiaii>% fd^reibt (S;(ement (t). ää.) beaei^net fte ald abfnadtenb, mittelgroß, reifenb 
im Dct. unb 9^b. S(u(^ in bem in ber ^ublilation öon 1857 gegebenen ©orten- 
t>eraeid^niffe ber ©oc. b. aRon« finbet ftc^ ©. 159 eine (Uttavni (b. SK.) \xt\^ in ber 
^ublüation bon 1862 ©. 336 gleic^faUd biefe(be (Element (b. %onS), bo^ nur i^r 
9lame. ^er Silborber (Satalog fd^retbt Clement rxkxi SRond, em))fie^It bie 9lnp(^t 
a(d ^i^ramibe ober ©))alier nad^ SBeften unb beaeic^nei fle old fqmeCaenb, mtttel« 



254 

^tpi, Bimfdrmi0<'{reif(Cf0rtm(|, etffcer Duatti&t imb int Dctober veifenb, toad auf 
meine ^rut^i aiemlid^ ^a(t. 3ft nid^t gu bettoed^feln mit einer Clement 93it)i>rt 
(Biv.)r bie id^ gleid^faKd bejog unb toeld^e im Sendete ber 6oc. t>. SRond t>on 1858 
@. 196 ald bergamottförmig unb reifenb im ^ec. uni San. befd^rieben toitb, aud^ 
nid^t mit einet Clemenoe, bie id^* bon $errn be Songl^e l^abe. 

@efta(t: @te|^t )ta>ifd^en Bitnform unb jtreifelform unb i{t lenntKd^ burd^ 
ben I^&uft9 in einem ftarlen Winhl gut @eite gebogenen, an bet SaftS oft ganj 
fleifd^igen unb aud 3f(eifd^tinge(n bejiel^enben €^tiel. ^r SBauc^ ft^t mel^r nad^ 
bem jtel^e l^in, uni ben fte ftd^ boflb etSoad flad^ ioölbt, halb giemUc^ jurunbet. 9lad^ 
bem @tie(e mad^t fte eine fanfte^nbiegung unb oft giemtid^ lange, aUermeifiend ge^ 
bogene, in (^(eijd^ringeln fortgefef^te .unb in ben @üe( übergel^nbe @tie(ft>ite. 

St^iäf: tveit offen, liegt mit feinen feinen bütren kudf d^nitten , fo toeit fte 
t)orl^anben ftnb, fternfönnig attf unb ft^t in ffad^er Vertiefung ober faft oben auf, 
un]tgeben mit f[ad^en beulen, bon benen eine ober -bie anbere ftc^ mel^r t)orbr&ngt 
unb bie eine iSeite ber g^rud^t, ober ©teilen berfelben ft&rfer mac^t, ald bie gegen^ 
über (iegenben ^^eile, fo ba| bie gform nid^t fd^ön ift. 

@tiel: fleifc^ig, l" lang, ober loenn er in bie f^eifd^ringeln ber 6ttelf))ite 
ber grud^t übergel^t, oft anfd^einenb fürjer, ft(t getoö^nlic^ an einem lungeren ober 
langen 6tielabfate, an bem faft inuner ein ober mel^rere t)oa!ommene 9[ugen fld^ 
befinben, unb ift burd^ bie ftd^ frümmenbe @^i|e ber 'Studfi oft ganj )ur Seite 
gebogen. 

©d^ale: giemlic!^ ftar!, mattglängenb, t>om Saume matt l^ellgrün, in. ber 
9ieife l^eScitronengelb ober bei fräl^ gebrod^enen ^üd^ten grüngelb. @tar! befonnte 
aeigen an ber @onnenfeite eine büftere, br&unlid^e, im Steifen freunblid^er toerbenbe, 
aiemlid^ beutlid^ ftreifige, unter bem ^ofie oft nur l^t^orfel^enbe- Stdt^e. fünfte 
gai^lreid^, bod^ l^au^tfäd^lid^ nur in ber 9iotl^e bemerfbarer, too fte atö feine, grün» 
gelblid^e ^tippdfen erfd^einen. 9loftanf[üge l^&ufig unb meiftenS toie ^erf^rengt, 
an mandfvx ©tetten felbft raul^ anaufül^len. ©erud^ ftar! getoürat. 

$leif(^: mattgelblid^ loeift, mft^ig faftreid^, l^albfc^melgenb, t)on fft^em, ge-^ 
toür^reid^^n, ettoad jimmtartigen, angenel^men ©efd^matfe. 

^^ ^ernl^aud l^at l^ol^le äld^fe; bie mä^ig geräumigen Hämmern entl^alten 
fd^toorje^ boHiommene, m&^g gro^e, t^eild aud^ taube J^erne. 

Steife unb Slujung: »eifte bei mir frül^ unb fa^ j. ö. 1863 Änf. &tpt. 
ah bem großen, gefunben $robe)toeige fc^on lofe unb mürbete bid SRitte ©e|>tbr. 
^irb nic^t leicht mqU, ^Dlui S Xage t»or ber S9aumteife gebrochen toerbeu unb 
bleibt 3U f))&t gebrochen obfnadtenb. 

2)er Baum loäd^ft in ber Saumfd^ule fiarf , unb gel^t mtt ^erpreuten 3^^d^ 
in giemlid^ {))iten äBin!eln rafd^ in' bie Suft. @ommer triebe lang unb flart, 
gelniet, befd^attet- olit>engrün, ftärler befonnt faft lebergelb, giemlid^ reid^ ))un!tirt. 
Blatt mäjlig groft, glän^enb, ettoad rinnenfdrmig, mit ber ©^ife meift ted^t ftatf 
rüdho&rti» nad^ unten gelrümmt, elli))tifd^, oft fc^maler unb lan^ttlid^, {etd^t 
ge^nt. Slfterblätter fehlen gan). 8latt ber ^rud^taugen mel^r langeifdrmig, 
mand^ eilansettlid^ , fel^r f^id^t unb f ein • ge^al^nt. klugen Hein, anliegenb, auf 
ftod^en tr&gem, oft aud^ auf einem fld^ erl^ebenben äBulfie am Qto^t fte^enb unb 
ettoa» abftel^enb. Dbctbte.df. 



25Ö 



No. 378. yflWa XIY. SDiel I, 3 (2) 1.; Suc. m, tb.; 3ajtt rv, 1. 




Villaill XIV« ^e( (t>, SNttl^O- f# *^- ^(fte, oft Olnbe ee)>t. 

ipeimat^ unb Sorlomtnen: JHefe gute 3;afelfrtt(|t nnirbe er«» 
^ogen toon §erm t)on a5i|t]&UTnb ju SJrflffel unb fam an S)iel t>on $tn. 
u aKon^, Senannt ifi fie nad^ einer ^ angef eigenen , toenn id^ nid&t irre 
gräflid^en befgifd^en gamilie. 2Rein 9leii^ erhielt id^ ton ber ©ocietfit 
{u $rag, tpol^in eiS enüoeber toon 2)iel ob^r von t). äJlonil bireft qdom^ 
mtn i% unb l^abe bie ©orte tmgejttjeifelt äd^t, ha iäf, in ber SWeinnng, 
ba§ fie t)on S)iel nid^t befd^ebxn fei, fxe mit 3)iel ganj übereinflim^ 
menb befd^eb. S)ie Jrud^t fd^eint nod^ fel^r loemg befannt ju fein, ifi 
jebod^ tragbar unb fd^madC^aft^ loenn fie aud^ Don mel^reren je^t belann^ 
ten gleid^tig reifenben Simen an @äte ftbertroffen toirb. 

£ttcratur unb 6bnon^mc:'2)ieI5ll. Ä.O. ni, 6. 96 untep obigcmSlatnen; 
\>. 9tonS (Sataf . @etie HI, 3tx. 1059. gn aelgif c^en unb fvanjöftf c^en Dialogen 

finbet man ben 3tamtn ni^i mel^r; 'felbft ber £onb. (Sotal. I^ot fte nic^t. BtfnM^mt 
eitlen ba^. 

®eft alt: S>ie Sform ift nad^ 2)ie( ba(b jiemKid^ lonifd^, abgefhim))ft, ba(b aud^ 
4\xoaü (ftngli^ Ireifelfdrmig unb in ber erften gorm l^t fie SeJ^nli^feii mit bet 



256 

2cm^tn gtünm ^erbfttiaie. 2)i( ®t0|e gjääi S)ie[ tyom $0(^{kkiimc in ber ecfim 
Sotm 3U 2 (iJS 8V4" Stetie unb 28/«" ^t an (butd^ offenbaren 2)ru(ffe^let fielet 
ba ls/4'Of fteifelfdrmifl a» ^" »veiie unb 2V4'' $d^e. »eine ^rfi^ie, tote obige 
gfignr aeigi, toaren nur wenig üeiner, bei^SoSfiten beiS ^robeatoeigS 2'' breit unb 
2Vt" l^od^^ neigten jjebod^ bidl^ loenig juritreifelform, itnb ftanben el^er itoifd^en 
itegelform unb SBimform. 2)er 8aud^ fl.tt merfti^ nac^ bem ktl^tj^xn, um ben bie 
Sfrud^t {l(^ flraff jurunbet unb nur toenig abfhtmt)ft, fo ba^ fie no(^ eben fte^ 
fann. 3tadf bem stiele mac^t fle nod^ 5Dtel leine Einbiegungen unb ifl ftatf ob« 
ge]himt)ft, toäl^renb id^ meiflend ftraffe (Einbiegungen nad^ bem 6tieCe unb bicfe, 
mft^ig abgefhtm))fjte 6))i|e fanb. 

ftelc^: offen, furgbC&ttrig , fielet mit ben «uSfd^nitten in bie $dl^e unb fttt 
in feid^ter Sertiffung (oft faft oben auf), bon flad^en 93eu(en umgeben. %\x^ an 
ber gfrud^t bemerft man flad^e Clrl^aben^eiten, bie fxäf bei mand^en (t}£paiplaxm breit 
oorbränght unb bie l^orm etload berberben. 

@tie(: ftar(, l^or^ig, nad^ S>te( fleifd^ig auSfel^enb, 1 bi9 IV«'' (ang, fttt 
ba(b toie eingejtetft, ba(b in deiner i^^Ie unb ifl burd^ bie fid^ ettoaS erl^ebenbr 
eine @eite ber 6))ite gern ettoaS }ur @eite gebtüdt. 

®d^a(e: t»om JBoume gelbUd^ grün, in ber 3eitigunt nur toenig gelber; ifl 
aSermeift mit l^ftufigen Hinflügen unb fetbfl Ueber^figen eine« feinen ^immtartigen 
9lofted gan) bebedK^ fo ba^ man titm ber (S^runbfarbe ni^td rein ftel^t. Gelten ftnbet 
fld^ bei ganj freil^&ngenben g^d^ten ein Anflug t>on Sidtl^e, bie aOermeift fel^ft. 
(^eruc^ fel^It. 2)ie "Sßunfte finb so^lreid^, töerben aber burc^ ben 9iofl meift madürt 
unb faUen nur an ber ^onnenfeite etn>a9 fllbergrau mel^r ind 9[uge. 

3)ad gleif d^ ift matttoei^, fc^loac^ gelbtid^, um ha& ^eml^aud ein>ad !ömig. 
ober felbfi fein fteinig, faftt^oS, nad^ 3>ie( gan), bei mir faft fd^mel^enb, oon ge- 
ludtertem, ettoad jimmtartigen ©efc^made. 

3)aS INrnJ^aud ift {(ein, ol^ne i^ol^Ie 94fe; bie engen Kammern enthalten 
biele t^olüommene, eifi^rmige, f))ite, f(!^mar)braune kerne. 

Steife unb Slu^ung: ^eitigt nod^ ^e( im l^atben @e})t., l^jUt ftc^ abernic^t 
lange; bei mir zeitigte fte in falten Salären ettoa^ f))&ter; 1862 in einem* guten 
Saläre brad^ id^ t)om 12. @et)t. an mel^rmald, am 18. &tpt am befhn, bie ^rüd^te 
tourben alle gut unb Rieften hiß SRitte *Dct. 9Bal^rfd^ein(iid^ ift bie ^u(^t aud^ f ftr 
ben ^audl^alt brau(!^bar. 

^er 9a um ift gefunb, fd^eint fel^r frud^tbar, toAd^ft lebhaft unb bUbet.na<^ 
^te( eine fugelf j^rmig^, ettoad leidet belaubte 5(rotte. (Sommertriebe long, nic^t ftar!^ 
nad^ oben ettoad fein n>oIlig, nur fteHentoeife ettoad ftlberl^&utig, leberfarben, ^iem« 
lid^ aA^t^^c^ unb ftorf ))un!tirt. Blatt Htoai Hein, langeHi^tifc^, oft faft lanaett« 
fdrmig mit fd^arfer au^loufenber @t)ite, feid^t unb fein gefftgt geaal^nt. ^ie untern 
Sl&tter am ^rifbe finb grd^er unb ^o tote bie Bl&tter ber grru(^taugen gleid^faOft 
elli))tifd^. ^ugen ftarf, Iftngnd^ iei^ldvmxQ, f))it, fiel^en meiftenS m<^ merlltc^ 
ab unb fi^en auf ftarf borftel^enben Prägern. 

Dberbiedt^ 



■ No. 379. 3)te Suflttrta. 2)iel ni, 8. i.; Suc i, 2 b.; gn^n Tl, 




Hit fingiorbll. ^tcaient. tt. enbe Se^it., nte^TRC afioc^en. 



^eimatl^ unb ^oilommen: ^o^Sleid btefer bei und toD^I not$ 
flonj iintefaitnteit grui^t erhielt x(^ Bon §ernt ^ßrofeRor 3)ecaiane jtt 
$ari8 uitb fümmen bie eriaulen grüi^te mit feiner Sefc()rei6ung öberein. 
Sei i^rewi jiarl inderfüBen ®e^ä)made i(t fie für ben fiieB^a&et füfeer 
Simen felbfl jum ro^en ©enufe ^öd^fi angenel&m, obtDOl&t boä gleifc^ 
etlBoä obinadtenb Bleibt, imb noc^ me^r eine fe^r gute ^ang^ottsfruc^t, 
bie aOe Seoc^tung berbient, pntal ber -qut toaij^fenbe ^robegweig fi^on 
im britten Sommer tooH trug unb in einem nafetatten ^a^re gute grüc^te 
Jraii^te. ai« geiler ber grud^t f^eint ettoaS leic()te8 Slbfatten in fiarfen 
SBinben gegen bie 3eit ber Sfteife fic^ S« finben, fo bafe man fie am 
i^aume nic()t reif merben (offen mug. 



258 

Siicratur unb ei^noni^me: Xtcaiint 12. Siefetung (Banb I.) fiagUrda,* 
mit bem &t)non^m Bonohr^en d'M fonduit mnsqn^ unb ber Qemetfung, ba^ 
Subtoig XIY. fle La bonne poire genannt l^abe. ®S gibt nod^ eine sioeite SBime, 
bie Bonohr^len d'^t^ müsqn^ ^^anni loitb, toeld^e S)ecaidne 7. £ief. (9b« L) aii 
Pioalier bef(^reibt, unb bon il^r faat , ba| fte fd^on nac^ St. Etienne ftarter müS" 
ürt fc^mede, unb Slnfang @e))t. retfe. ^iefe ^at ^err bon ^(oton> unter 9hr. 851 
biefed »anbeS ibefd^rieben unb tvirb bi'efeCbe fein , meldte Ktaft I, Xaf . 88 a» 
Bonohr^tien d*a^ miuqu^, SRudlateller @ommer'(E^nftenbtme ^ai unb toeld^e ben 
Flamen aniüdürte @ommer''@l^rtftenbime toegen il^red aud^ bon Jiraft angemerften 
ftar! müdiirten ©efd^macfed e^er berbient, aI8 bie Obige, to>e($alb id^ für biefe 
lieber ben Flamen ^ugiarba betbel^alte. 2)ie Uraftfd^e gfrud^t reift, tote bte Pioulier 
Anfang @e^t., unb fagt auc^ Xougarb in feinem ä^ableau @. 7 ba( bie Bonohr6tien 
d'^t^ musqui bor ber @ommer''9l^ot^e!erbirne reife, too bann toieber bie ftarf ntfld« 
firte %vvLt^t bed 9tomend gemeint ift. Xai Siouener aSuOetin @. 88 nennt aud^ 
bie Epine d*^t^ Bag[i&rda des Italiens. 2)ie redete Bonchr^Üen d'M musqu^ n>irb 
aud^ bei dffxiH ^btob. B. 166, bei Duintini^e 6. 166, ^ul^amel (III @. 75, ^af. 
48), aflerlet @. 85 (@bit. 1675) unb Sflanger @. 100 fic^ finben, melier (entere 
aud^ bad ©^non. Pioulier ^injufügt. S)er £onb. (S^cA, ^at o^ne 9hr. @. ISO eine 
Bonchr^tien d'M6 masqud, bie toal^rfd^einUd^ tDieber bie Pioalier ifl. 

®e{ta(t: 9[bgeftum))ft !onifd^, mit Steigung )ur 9Ba()enform. 9ei mir er* 
langte fle bie ®rö^e ber !(eineren ^igur oben; 2)ecaidn«0 grd^ 8^gur tourbe 
l^in)u gejeid^net. Xit 9aud^ ft^t ftarf nad^ bem ^eld^e l^in, um ben fle fid^ f[ad^ 
runb n>ölBt unb gilt auffielet. 9^ad^ bem @tie(e madjit fte oft, mit etn>ad C^n^ 
biegung auf einer Seite eine nur aSm&I^Ug abnel^menbe, biVfe abgeftumt)fte @tnte. 

j(e((^: Hein, l^&ufig mit fel^Unben Sludfd^nitten, )iem(i4 l^rtfd^alig, fitt in 
tiefer, etn>ad enger ®en!ung bon ^ad^m Beulen umgeben, bie aud^ am 93aud^e ber 
über^aut»t etto>ad beuligen ^dfi nod^ flad^ l^erbortreten. 

@tiel: ftarf, l^oljig, fanft gefrümmt, nur menig )ur 6eite gebogen, V«" 
lang, ft^t in fiadftt ^5l^le, mit einigen Beulen um^^m, urib ergebt bie eine Seite 
ber ^d^t fid^ nod^ ettoad über il^n. 

@d^ale: giemlid^ ftarf, bom Baume matt gradgrün, in ber 9ieife grüntid^** 
gelb. S)ie Sonnenfeite jeigt eine erbartige, bräunlid^e, meift nur matte 9l5tl^, bie 
nad^ ber Seite unbeutlid^ ftreifig ifi, unb in ber geitigung gelbbr&unlid^.unb etUHtd 
freunblidjer toirb. 8*oftanPge unb giguren finb ^ftufig unb bilben an einjelnen 
Steffen leidsten Ueberjug. fünfte aaj^lreicj, [ftarf, in ber Äötl^e grau unb in« 
äluge faOenb. ©erud^ fd^toad^. 

Sleifd^: giemlid^ loei^, bon Slnfel^en fdmig, um bad iteml^aud toenig fdmig, 
fel^r faftrei(^, getourjt ricdjenb, faft l^albfd^meljenb, bon bem obgebadjten (Skfd^made. 

ilernl^aud: rec^t flein, gefd^loffen, mit faum Bpux bon ^l^ter Slc^fe. S)te 
engen f leinen Kammern tnt^aiUn ti^Id taube, tl^eild boUfommene fd^toarjbroune 
eiförmige Sinnt. 

Steife unb ^^u^ung: aeitigt @nbe Se))t. unb ^&lt ftd^ 2^3 äBod^en. 

2)er Baum toäc^ft gut unb berf^jrid^t aud^ in l^ieftger (S^egenb reiche ^ruc^t« 
barfeit, ^ie Sommertriebe ftnb fteif, nadj oben faum abnel^menb, lebergelB, toenig 
J)unftirt. Blatt fd^mal, flein, -faft fladj ausgebreitet, lanjettli(^, glSnjenb, gan| 
feiert ge^aJ^nt. älfterblätter fel^len meift. 3)ad Blatt ber grud^taugen gleid^faOft 
lanjettlic^, nur gcr&nbelt, ^um 3;iS>eil nodj nad^ ber S|)ite l^in fein (feiner unb feidj- 
ter al« auf bem ^oljfd^nitte oben) gejal^nt. Slugen flein, furj, anliegenb, auf 
flad^en Prägern. DÖerbiedf. 



269 



No, 380> Sic l^orincltenc^ S)iel m, 3 b.; £ucafl IX, 1 •.; ggl^n IV, 3. 




JDit jQ^S^^I'^^^« ^^^^^' ®^*- ^'*; ^""^ S0ßoc§en. ttr in rndner ©egenb f. 

^eimatl^ unb SSorfommen: ginbet fid^ im SBörttembergifd^en 
i^äufig verbreitet auf Saumgütem bei (gelingen, ^eilbronti, Submig^burg, 
ißo^nl^eim 2c. unb »urbe juerfi bur(ä^ ^erm ®artenittf^ector ßucoi^ in 
ben Äemobjlforten SBürttemberg^ ate eine äujgerfi fd^äftbare ^av^^aü^^ 
frud^t befannt gemad^t. 3lud^ in meiner ©egenb fann td^ fie nod^ als 
eine gute ^auSl^altSfrudjit bejeid^nen, beren ipir inbeB i« unferem Sterben 
bod^ nod^ merflid^ beffere unb überl^au^t eine grofee Slnja^I l^abeif. Ueber^ 
^fawpt l^aben mel^rere ber im SSMlrttembergif^en gefud^ten unb gefd^&|ten 
^auSl^altSbimen fid^ bei mir jtoar tragbar, aber t)on geringer ©üte, ge^ 
toöl^nlid^ ju fömig ober felbft jleinig gejeigt, toaS tt?aH<ä^ßiwKd^ ^on 
meinem ju trodnen ©oben l^errül^rt, unb toar j. S. bie in SBürttemberg 
fe^ ))erbreitete (SffawpaQUtx Sratbime, t)on ber id^ einen liDud^Sl^aften 



260 

I 

jungen ^od^flamm l^obe, jtvar ^öd^fl tragbat, -obet }u Kein unb etoa^ 
Peinig, unb gab gefod^t ein toenig fd^madfl^aftei^ ©erid^t. aWein 9lei^ ber 
Obigen erl^ielt id^ t)on iperm ®arteninfpectdr Sucoö. 

< fiiteratur unb S^noni^me: fiucad J^emoBjlfotten SBürÜemBerad @. 229. 
9Cud^ in beffen 9l6btlbunaen SBürttemb. 5lerncibftf., 2te £tef. %af. e, unb tn SRetgerd 
fübbeutfd^. J(.oO.«@. @etie254 (l^ier mit S9ef ti^reibung k^onSucad). ©i^noni^me finb 
bidl^er nid^t befannt. 

@eftalt: ©utegrüd^te neigen aum itonifd^en, ober fmb btrnfdrmtg, ftatf 2" 
breit, 2S/|"'|^o4. fDer S3au4 ftfet mel^r, oft ftarl naäf betn jteld^e l^in, um ben 
bie gftud^t fx^ flad^runb toölbt, oft auäf me^r eiförmig gurunbet. 3ta6f bem @üele 
ma^t fte fajl !eine ober nur auf ein^r @ette eine fanfte Einbiegung unb enbigt 
mit fel^r toenig abgefhim^fter, oft faft in ben @tie( audlaufenber @))ite. 

Äeldjr: feingeftnftt, blättrig, 'liegt mit ben bürren feinen Sluöjdjnitten ftem* 
förmig auf, unb ft^t toenig bertieft. 

@tiel: d^arafterifd^ lang unb ftar!, 2 oft 21/3" lang, l^&ufig ganj gerabe, 
an ber SSaftS ettoad fleifd^ig, fi^t toie eingeftectt, ober bie @^(e gel^t mit feinen 
SSeulen l^alb in il^n über. 

Sd^ale: titoai fein rau^, nid^t glänjenb, bleibt bei frül^em 93red^en grünlich 
gelb. S)ie Sonnenfeite ift naci^ 2uca^ mit einem geflammten,* fd^önen bunfeln 
Sadfrotl^ überbedtt; l^ier aeigten jebod^ nur ftar! befonnte eine ni(^t toeit Verbreitete, 
unbeutlid^ fh^wfiö^ bräunlidje, in ber Steife freunblid^er toerbenbe Stötl^e. S^loftanflüge 
balb toenig, balb ^iemlid^ häufig, bilben um ben jteld^ ettoad Ueberjug. ^ie ^ui^te 
flnb nad^ Sucad ^al^lreid^, grau, in ber 9lötl^e bunfelrotl^ umringelt, to&^renb ic^ 
fte blo^ ald ga^lreid^ unb fein notirte. 

a)a8 gleifd^ ift gclbpd^, oblnatfenb, an meinen grüd^ten um« Äernl^au« 
aiemlid^ fteinig, nic^t fel^r faftreid^, nadj SucaS Oon gctoüral^aftem, ^erbfü^en ®e- 
fdjmadte, ben idj nur alg gejudtert notirte. 

2)od Äern^au« ijt gefd^loffcn, bie jiemlid^ gcrÄumigen Äammem entl^alten 
biele fc^ioarje, eiförtnige Äerne; bie Äelc^^ö^le ift !urj. 

»eife unb ^luftung: 3eittgt nad^ SucaS im Dct. unb l^ält fid^ jtoei SRo- 
nate. 3n bem Joannen unb frühen Saläre 1862 lonnte \df jebo^ f<^on am lOten 
@e^t. brechen unb l^ielten bie grüdjte fid^ 7 SBoc^en. .— 3ft nad^ Sucag foioo^l 
3U SRoft als aud^ ^um 9Bel!en eine ber beften 93imen. « 

2)er SSaum bilbet nad^ £ucad eine ^od^gel^enbe j^rone mit ^erabl^&ngenben 
Steigen unb ift burd^ fein J^cHgrüne«, jiemlid^ toelligeS ölatt fenntlidj, blül^t ft>&t 
unb eignet ft(^, ba bie grüdjtc fefk l^ängcn, für raul^e @egcnben. Sleic^e ^djt^ 
barfeit bc8 a3aume3 betoäl^rte fid^ au^ in meiner ©egenb, unb toadjft ber 33aum 
in ber ©aumfc^ule ftarf. Xit ©ommertriebe finb lang, nad^ oben abne^menb, 
meift l^ängenb unb etloa^ hörnerartig gebogen (toenigftenS in ber öaumfdjulc fo), 
ttid^t ftar! gefniet, olibcngrün, bräunlidj überlaufen, jiemlid^ jajlrei^, hodf fein 
i)unltirt. »latt jiemlid^ gro^, fto^ ober fladjrinnenf örmig , gldnjenb, breit- 
elli»)tif(^, feid^t unb etloa« grob gejal^nt.. Slfterblütter furj, |)friemenförmig. ^ 
»latt ber Srud^taugen gro6, fCac^, meift langellij)tifdj (nadj bem Stiele ju to^- 
niger abgerunbet unb oft breiter, oft fd^mSler, al8 oben gejeit^net), jutoeilen au<§ 
eiförmig, meift nur ger&nbelt. Äugen «ein !urj, fteljenb ober anftegenb, fiten auf 
ftad^en, aiemlid^ ftarf ^mppUn ^r&gem. Öbetbtecf.- 



261 



No, 38 L graHttc S<tm<ft6tqtc^ 2)ier n, 3 b.; Suca« ni, l b.; ^a^n ^, 2. 




ßtmnt 3d|ittiil;trir«e. ohnhud. gaft **t. ^tpt oct., 8^-4 as. 

^txm<ki^ unb 9^ot!ommen: gfür biefe fel^t f<^&|etidt]>ert^, lenntn<^e ^rud^ 
loeti i<^ temtn älutor )u geben, ^abe au<^ überall nur jtoetinal einen Baum bat>on ge* 
gefimben, ben erften in ber tlmgegenb tyen Sarbotoitf, too i^ bie @orte noäf nid^t 
0el^dri0 bea<^tete, ben 2ten reid^ unb fafi iai^rßd^ tragenb int ©arten beS 9it>ot^ 
ferd SSdbüer ju ^Mn^tn. t^e-@orte tverbi'ent fel^r SSerbreitung unb weitere 99^ 
ac^tung. &U ^at einige S(e^n(i<^!eit mit ber-^ro^en @ommer-9luffefet, l^ot aber 
toeit ^&rferen 9loft unb nie Kdtl^e. 9(eu^erlid^ fe^r ftl^nli«^ toar aud^ eine IBime, 
bie t<^ t»on ^erm JBel^rend gu S^rot^entünbe unter bem Flamen ^opptlU 8rie ge- 
f<^t(ft befam, biefe tourbe ober nid^t f<^mef)hib. Hud^ unter bem 9lamen j^immt' 
bime fa^ i^ eine Hi^nüd^t, boc^ f feinere i^ruc^, mit fel^r mer!(i(^em gimmt«* 
gefd^matfe. 



262 

. 8itetatttt unb ^^ffttonffme: Sßitb l^et ^uetft bef(^rieben. 

®efta(t: haXb m^x freifeffdmtig, halb me^r Mmfdanig; gute %tü^U iinb 
2V8 bid 2Vt'' breit unb 8" ^od^. Xtv Saud^ fl^t ettoaS mei^r nad^ bem lte(<^e 
l^ht, um ben bie Ireifeffdtmigen grüd^te ftc^ etti><i8 fla(^tunb \obtbtn, bie mel^ bint" 
f^mtigen fo ^urunben, ba^ fte nur ^tn nod^, unb, toenn bfr Iteld^ borßel^t, nid^i 
auffiel^ Unntn, 9ta^ bem Stiele mac^t fie fd^toad^ Ginbiegungen unb freifel^ 
förmige ober ettoaS me^r !ege(fdrmtge 6))i(e. 

Ite((^: l^artfd^aUg, J^alb«, meift gan) offen, ettoadin bie $d§e fte^enb, toft^- 
renb boilftänbig gebliebene Segmente ftd^ ettoaS ftemfdrmig auflegen, {l|t balb flad^ 
bertieft ober faft oben auf, balb in ettoad ftär!erer Senkung, bie einige fü(^e Beulen 
Seigt, bon benetv eine am Sandte fid^ auc^ tool^l borbr&ngt unb bie $&lften etioaS 
ungleid^, ober bie IDurc^meffer berfd^ieben mad^t; bod^ ift bie gform immer gef&Ilig. 

Stiel: ^oljig, an ber Bafid au^ n)o§l ettoad f^^ff^ifl/ fanft gebogen, 1V4 
bis IV2'' i<^ng, gans mit leberfarbigem $&utd^en überwogen, ft(t auf ber S))ite 
toie eingeftecft, ober gel^t faft au^ il^r §erbor. 

Sd^ale: jiemlid^ ftar!, bie gelbe ©runbfarbe fd^eint nur fteSentoeife ettoa^ 
hux^, inbem ein fd^dner, feiner, jimmtfarbiger 9%oft, nod^ ft&r!er als bei ber (Brauen 
2)e(^anti^birne, bie gan^e grud^t überjie^t. Btdti^e finbet fic^ ni(^t, unb nimmt bie 
Sonnenfeite ^dd^ftend einen br&unli(^en Sd^ein an. ^ie fünfte finb anwerft ^al^l- 
rei<^, grö^tentl^eild fein, unb erfc^einen im Sfiofte al8 graue ober gelblid^e Sti|)))d^en. 
®eru(^ ift nid^t mer!tid^. 

Xa^ ^Ui^df ijt )iemli(^ n)ei(, fein, faftreid^, um bad Jterh^auS laumettoaS 
fein !ömig, mel^r ald l^albfd^meljenb, bon angenehmem, rofenartigen, fd^toac^ ^immt' 
artig getoürsten, nur toenig ^eigemifd^te Säure jeigenben 3ud(ergef c^madte. . 

2)a8 Jternl^aud ^at nur einen Slnfa^ 3U l^o^ler Sld^fe, ift gefc^loffen; bie 
geräumigen Itammem entl^alten langeiförmige, braune, boSfommene ktatt. 2)ie ^ 
Jteld^röl^re ift fia^. 

Steife unb 9lu(ung: geitigt in getoö^nlid^en Sauren mit bem lOten Oct., 
in toarmen fd^on ®nbe Set)t, mu^ 8 Xage bor ber Ba^imreife ab, toirb nid^t leicht 
moK, ^&lt fid^ jiemlid^ lange im mürben 3uftanbe unb ifk 2—4 98o(^en l^inburd^ 
für Xafel unb Jtüd^e braud^bar. 

^er Saum to&d^ft (ebbaft, ge^t fe^r.gut in bieSuft, bod^ l^&ngen fid^ biele 
3toeige burd^ bte Sd^toere ber f^rüd^te. @r ^at mir im fd^toeren, trotfenen Seinfer 
Soben eben fo fd^öne f^rüd^te geliefert, alft in Sulingen, too ber 93aum auc^ l^od^« 
gelegen ftanb, trägt frül^ unb reid^lid^. Sommertriebe ftarl, nur ettoad gefniet, 
nad^ oben abnel^menb, unanfel^nli(^ braun, im Schatten olibengrün, na^ oben 
mit feiner Sßolle befe^ft, aiemlic^ sa^lreic^ unb in bie Flügen faEenb ))unftirt. Slatt 
glän^enb, oben am 3toeig jebod^ ettoad fein tooSig, aiemli«^ ftar! rinnenförmig, 
mit ber S))i(e etioad nad^ abtoärtd gebogen, unten am 3toeige breiteiförmig, nad^ 
oben mel^ langeiförmig, nur fein geränbelt. Slfterblätter fel^len. SBlatt ber 
^rud^taugen mei^d au(^ eiförmig, einzeln etioaS eait)tifd^, meift nur in bet bor* 
beren Hälfte fel^ fein unb feid^t (alfo. feiner ald biei» b^ ^olsf(^nitt barßeOt) ge« 
Sa^nt, toie fein geränbelt, älugen ftar!, gefc^kooKen, ftum))^t>itf oft ftel^enb, meifl 
Siemlid^ abfte^enb, ft^en auf toulftigen, toeni(( gerit>t)ten Xrägem. 

Dberbied. 






263 



No. 382. ea^iu ^tttxtisnt. S)ie( U, 8 ».; £ucad I, 2 b.; ^a^n IV, a. 




Äd)(lne 3tttkerktnw» OBerbterf. *tt. ©ej^t. oct. 3 so. 



^eimatl^ unb Sorlommen: ^efe trefflid^e ^rud^t, koetc^e fe^r angenel^m 
aum rollen ®enu^, einlabenb für ben SSerlauf auf Tt&ttUn unb fel^r brauchbar su 
snei^rerlei Siau^ait^ts>^dm ifi, l^ab^ id^ f|)orabifcl^ bei $annot)er unb ^tCbed^eint 
in einlernen alten Stämmen gefunben, toi» fte ^itmanh gu nennen tou^te, a(d ba( 
fle einmal auf einet SCudfteHung )u ^ilbedl^eim unter bem S^amen ^eutfc^er Kaifer 
auStog. 3^ finbe in ))omclo0ifc3^en S^erlen ni<^td il^r (Sntft^red^enbed, unb l^atte fe 
für eine bidl^er unbe!annte S^u^t, bie x^ pd^^nh, tote oben, )u benennen glaubte. 
&ik ^oi t>\tU 9(el^n(i(^leit mit ber bei SReiningen ftd^ finbenben ^ammeCdbirne, iß 
ober ebler bon ®efc^ma(f unb ifi bie Vegetation beiber ©orten gan^ berf(i^ieben. 



264 

Sitetaiur unb @]^non^me: SS^irb l^ier )uec^ he^mUn. 

©cftalt: stimmt gern gtoeiertei formen an, meipenä Ift fte fdjön bifitför* 
miß, in fdjönfter ©tö^e flegen 4" Tang unb 23/4« breit (cttoaS fCeinere 3V»" ^odj, 
unb 2V3" breit), oft aber aud^ für^er unb bider, )ur umgefel^rten (Sifomt ober 
bidbaut^igen Äreifetfbrm neigenb. 2)er öaud^ ft|t, befonber« bei ber (angen 
gorm, me^r nad^ bem Äeld^e ^tn, um ben bte grudjt giemlidj raft^ berjüngt ob*- 
nimmt, unb ftc^ nur fo toeit abftum)}ft, ba^ manche eben nod^ fte^en I5nnen. 
9la(^ bem @tie(e machen bie langen eine Jc^(an!e Einbiegung, unb fc^dne etn>ad, 
oft !aum abgeftumt)fte @|>i(e, bie liiraeren nel^nten oft o^e mer!Uc^ere Einbiegung 
nadf bem ©tiele ab. 

itetd^: l^artf(^alig, !ur)ft)itig, offen, bot^ oft toie ettoad gefc^nürt, fo ba( 
bie Slu8f(^nitt^ fidj gegen einanbet hjenben, fi^t in mä^ig tiefer unb loeiter', oft 
enger unb flad^er Senf ung, au^ ber nur unbebeutenbe Erl^aben^eiten über bie ^ruc^t 
Einlaufen, beren gorm nteift fd^ön runb unb gef&Dig \% 

©tiel: l^oljig, oft fbarf geMmntt ober ettoa« §ur Seite gebogen, IV4 bi« 
felbfl 2" Cang, fitft in Keiner, flacher ^ö^lung mit einigen beulen umgeben ober 
toie eingeftetft. 

©djale: fein, wattglänjenb, »om'SBaume mattgrün, in ber S^letfe fdjön 
citronengelb, toobon bei rec^t befonnten toenig rein ju feigen ift, inbem eine t>or 
ber Reife unanfel^nlid^e, bräunli<i^e, in ber Reife fel^r freunblidje »ötl^e bie f^ruc^t 
(eid^t über(&uft unb ftc^ um bie ^al^Ireid^en fünfte in bunflen, farmoiftnrot^en 
5treidd^en fldrfer fammelt, toelt^e rotl^en ^rei^c^en ftc^ fefbft uadf ber .Sc3^attenfeite 
l^in nod^ mel^r ober toeniger finben, fo ba^ bie ^d^t ein lad^enb f d^öned, freunb^ 
lid^ bunted Slnfel^en getoinnt. Roftan^üge finben ftd^ nid^t l^ftufig, l^au^tfäd^tid^ 
nur um ben St^ldf. 

S)ag ^lex\d) ried^t ftarf getoürjreid^, ift fd^toad^ gelbUd^, um baS jternl^aud 

nur toenig fömig, bon 9(nfel^en nid^t gan} fein, bo^ l^albfd^meljenb unb beim ®e» 

nuffe fap jergel^enb, bon ftar! fü^em, bur'd^ ettoa« SBöeinf&ure gel^obenen, getoürj* 

reid^en, l^öc^ft angenel^men (S^efd^madEe. 

2)a3 Äernjau« ftjt ftar! nad^ bemÄeld^e l^in iinb ^at eine l^ol^le Sid^fe; 
bie 5tammern ftnb §iemlic^ gro^, bo4 f^ad^ unb enthalten aUermeiftend nur gan) 
fCeine, iauht xeme. S)ie Sielqff'6\fU ift eng unb lurj. 

Reife unb Ru^ung: 3^itigt in. toarmen 3<^i^^ f4<»^ ^^^^ nac^.SRitte 
©e^tember, meift erft im D!tober, unb l^ölt ftdj jum ®ebraud^e 3—4 SBoc^en, 
äBirb ^um Sto^tn unb S^rotfnen gefd^ä^t unb mu^ aud^ guten $onig geben. 

S)cr Saum toirb gro^, ma<IJt eine öiel uerjtoeigtc, reidj belaubte, l^ol^e Ärone, mit 
pdj l^&ngenbem Srud^tl^otje unb ift fel^r fruchtbar. iSie Sommertriebe ftnb lang, befon* 
berd an Saumf (^ulenftämmen oft red^t lixng, nad^ oben gar nid^t ober toenig abnel^menb, 
fteffentoeife mit titoa^ gang feiner SBoUe belegt, jiemlid| ftarf gcliiiet, oft ein SBenige« 
Börnerartig gebre^t, bunfetbraun, jal^lrcic^, bo^ fein |)unftirt. Xa^ 93latt ift titiyai 
büfter, flad|, eai|)tif d^, nadb oben am 3toeige faft runbum gcränbelt ober nur nacb ber 
©)>ite ffin ettoa« flad^ gejal^ht. »tait ber gruc^taugen mft^ig gro^, flad^, elli^tif(^, oft ei* 
otoal, fe^r fein^- unb feid^t-gcjal^nt, oft nur geränbelt. 3lfterblätter fabenfbrmig, «ugen 
breit, breietfig, faum ettoad abfte^enb, f^^n auf toulfiigen, toenig geri^^ien Xrügem. 

«nm. 35ie §ammeldbirne l^at in ber SJegetation gegen Obige folgenbe Unter* 
fdjiebe : l) 2)ie Xriebe ftnb fteifer, gerabe aufftrebcnb, ni(§t gebogen, boHer »latter* 
äugen, bie bie Obige toenig l^at, me^r lebergelb ald braun. 2) ^ie Sl&tter ftnb 
glänjenber, unten am 3toeige eiförmig, in ber 3Kitte obal, mit ber BpU^t fiaxt 
tücfto&rts nlxdj hinten gebogen. Dberbiei 



No.883. gifagwrfftiiBM gmwtrt.a)it[ 1,8. i(äV;auc. 1(111), Ib.; gj.m, 1(8). 




•utt Stnift von J^mm^ts. ^ttuofi (»iBottj. •*. eept. Oct. 



$cimat^ unb Sotlommen: Sit tDutbt .ju abtant^eS tTSS Uim einem 
$in. u. Sntguebol aufsefunbn ober ti;a»en< »»b i^T uif)wÜneUi^ei; Slamen foB 
hti^atb Bonne de LoDgueval [ein. @4on a&bi Serr^aii, |3eitgeno|Te Xu^antelS, 
[oD fte gelannt unb lioniee bonne genannt ^aben. 

Siteratut unb B^non^mt: SEQie efl fc^etnt, ^at fte ^teuoft im dioutnn 
eflUetin e. 3G juei^t atö Looise bonne d'Avrkncbes mit ben &^n. Bonife 
Iioniie d'ATranehei, BergunoUe d'ATT., Pofre de Jeraej bef(bi;ieben unb abgebtlbet. 
— »in. bejc^rieb f" trätet im mb: IV, •. 119 mit benfefben e^n. unb fRoptt 
bkmit foft gtei^Cauterfb in ben Ann&l. de Fomol. TI, ®. as. — Seroq ^at not^ aÜ 
S\)n. L. bonne de Jeney, (ISagegen tft in ben Annal. de Pom, VIII, S. 19 qIö Looiie 
bonne de Printenip« eine anbete bon Soiäbunel etioaene im TOärj ober ä^ril reifenbe 
^c^t bef^nebenO — 2lecaiäne ifat fte »b. iV, Hief. 40, tei^t fi^Sn, in @efta[t 
ganj nteinei 3*<'4nung oben it^nlic^, nur etwaä s^'iin obgebtlbet. St ffat ali 
@9n. au4 Prince Qermain (wai bemna^ feildrieben bon Prince'i St Qermun i^; 



266 

bergl. $bB, II, @. 566) unb, axt^att Louise boime de Jeney : Poize de Jersey 4ittf, 
bem Sufa^ partim unb bemertt, fte bürfe nit^i mit bet Belle de Jeney, ioelc^ed 
bie Tozmeau fei, bertoec^feXt io^ben. Sßon bet Lomse bonne, 9Rer(. unb 2)u^am., 
fei fle burd^ ipre ®rö^e, früBere 9leife unb bunte gf&rbung t)erf d^ieben. ~ %\U at* 
nofnnten unb anbeten ©(^riftfteSet finb i>tU il^ted Sobed, toie auq $ett Dr. 9%eincl^ 
aud $tag fte in ©dtU^ toatm em|)fa]^(. — Ifta^ bem £cnb. ^otal. unb ^ogg vat 
fte au^et ben obigen no& bie (S^non. Bearr6 ou Bonne Louise d^Arandor^ un^ 
William tlie Fourth (äBill^eCm lY.), unb tote mit $ett'£ieut. 2)i)nauet in (Eobutg 
mittl^eftte, lam fte an ^ofg&ttnet SatnadC in SSaiteutl^ aud tßatid aCd $tins t>on 
SBütttembetg. 

©efiaCt: eitunb, na^ bem ©tiele su abgeftumf^ft legelfötmig, bod^ immet 
{iemUc^ l&nalid^. S3it)ott b>ie ißtet)o{l be^eid^nen fte aCd t'^^^t^ibal, an beiben 
@nben obgeftutn^ft, 2)ecaidne a(i^ I&ngCid^ bitnfdtmig, fhtmf)ff^i(. 2)ie gfnu&t 
toirb gtoj; »ibott bilbete fte faft 3" btnt, 4i/,'' lanj^ob, 3)ecaigne 28//bt«t 
unb 4" lang; am 6)>aUete foS fte bei nn^ ebenfaEö btefe ^td^e etlangen. 

Sttldf: lutjblätttig, l^otnattig, aufUegenb, offen, in fd^dnet, ^iemlic^ toeiiet, 
fd^üffelfötmiget (Sinfen!ung. 

@tieC: ftatl, gelbbtaun, l^otjig, nad^ bet IBitne )u fleifc^ig, fielet obenauf, 
toie eingebtü(ft, oft nthtn einem ^ötfet f(^ief. 

@d^ale: glatt, cittonengelb, fteEenn^eife mit eüoa^ ®tän gemengt (auf 2)e<' 
caiiSne'd 9(bbilbung butd^aud go(bgeCb), an bet 6. @. fd^dn unh ftat!, ettoaS ffteift^ 
getötl^et, bod^ beftebt bad Slotl^ meift nut in fünften, bie mit- totl^en Stxti&^m 
umgeben finb unb fic^ fteQenh>eife ftati l^&ufen. 9luc^ fonjt getoal^tt' man bteCe 
gtünUdbe obet bt&unUd^e fünfte, bie abet in bet 9ieife t»etf(^n)inben, unb ettoai^ 
toenig 9lfoft um Sttl^ unb @tiel. 

t^Ieifd^: gelblid^ioei^, fein, fel^t foftteid^, ganj buttet^aft, t)on ftu^etft an« 

genel^mem, butd^ feine, fc^toad^e, ettoad l^etbe 6ftute gel^obenen, fel^t Quanten pax* 

fümitten 3w*€tgef(^madC. 

^etnl^aud: nut butA fel^t feine ^i^tnd^en angebeutet, nid^t l^obCad^flg, 
jtommetn enge mit meift t)oluommenen, giemCiA gto^en, langen, ffn^en, mtt einem 
Keinen $dd(et audgeftatteten jtetnen, bie am Ko|)fe fd^toat^btaun, an bet @)>ite 
meift nod^ etn)ad »ei^Cid^ ftnb. 

Steife- unb 9lu(ung: bieSitne teift meift )u9(nf. bed Octbt., nac^^tebofl 
oft fd^on (Snbe @e))t. unb et^ielt id^ fte t)cn &xn. Xonauet ft^on am 17. Bept 
öötttg teif, fa^ fte aud^ in »etUn toäi^tenb bet SluSfteaung 1860 ben 7. Dct. übet- 
teif. Sie l^at übtigenS bie gute @igenfd^ft. ftc^ im teifen 3uftanbe immet iti>4 
einige 3eit ju polten unb betbient a(6 eine bet beften %afelbitnen ted^t l^äufig ge* 
pflanzt 3U ioetben. 

®igenfd^aften bed S3aume6: t>etfelbe to&d^ft pjotamihal, toitb mittet" 
jtatl, ift nadb aUen SWittl^eilungen fel^t ftud^tbat unb gebeizt auf aOBilbling toie auf 
buitte; auq na^ a3altct t>ttkUni et im Otogen cultiöitt gu loetben. — a)ie 
aBCättet eines jungen Saume6, toetd^en id^' t)on älug. ^apol Baumann in SoO* 
toeilet empfing unb toeld^et gleite SSegetation mit t)on £ucad et^altenen 3^eigen 
jeigt, ftnb lang oöal, jum ^l^eil in« (Situnbe, ^nm Xffül jln« efiijjtifd^e übet" 
ge^enb, glatt, gtob unb toeitl&ufig, obet aud^ feid^t unb enge, ettoag bogenfötmig 
gef&gt (toa« jeboc^ bet §ol3f djnitt oben nic^t gelungen gibt), fdjifffötmig unb fe^t 
ftat! ft^elfdtmig , fo ba^ bad »latt einen ted^ten SBinlel mtt bem etiele bilbet, 
unb bie @)n(e toiebet ettoaS nad^ auftoättg getit^tet ift. 3)ie «Blattet am Som- 
met^toeige finb mel^t bteitellit)tif c^ unb iangettf ötmig , toie im >^lbum unb in ben 
«nnal. abgebilbet. SBiöott unb ^teöoft befd^teiben fie an biefem al8 ^to6, ot>aU 
lanjettfötmig, tegelmäjig toeit unb feicbt gejal^nt, 2)ecaigne bie am ^udjtjolje al« 
ot>al-eai|)tif (|, ftat! tinnenfötmig (fd^ifffötmig), gegal^nt, an bet Bpil^t bed fitoeig« 
feien fte toottig. — 8lütben!nof)>en nadj SJiö. !cgelfötmig, langgef|)itt> ^eObtaun 
mit S)un!elbtaun unb @tau fc^attitt. — @ommetgtoeige tdt^lit^ gtaubtaun, 
fd^mu|ig toeij pnnlütt. ^a^XL 



267 
No. 384. Otibie füge {^ertfOhme. 2)ie( l, 8. 2.; Suc. m, 1 a.; Sal^n n, 1. 




§xint lange j^vcbfünttu, Longue verte« ^t^oft (»itvort). *t. ^u od, 

^etntail^unbäSorlommen: @iei{l jebenfaSd frangöfifd^en Urft^tungi^ 
unb fd^on fönger (efanni, bDd^ ioal^rfd^einKd^ mit bet Sangen grünen ^erbftbitne, 
Verte longne bertoe(^fe(t tootben. — 3«^ W P^ J^erft bei bec Sudft'eaung in 
Btüin in $rn. 2exotfi @ortintent, bann bei ber in (Srfurt Don $m. Seberbogen, 
guUfi nteJ^tfad^ auf ber SCudfteHung in 9tantur, too mir überaS bie eigenil^üm(id^e 
lange grüne ^ud^t auffiel, bie il^rem ^amtn ungleich bef[er a(d bie oft giemCit^ 
furggebaute Sänge grüne $erbflbime entf|)ricl^t. 

Literatur unb S^non^me: $ret)oft im 9louen. Bulletin 6. 51 atö Verte 
longue d*automne, ganß meiner 3eic^nung oben enif))red^enb. 2)er 9lame fei 
ber alteren Verte longae mit bem @^n. MomUebeuche gegenüber unt^affenb. Se^" 
tere reife )iem(id^ gleichzeitig, i^fterd ft^äter, fei aber fd^Ied^ter (toad inbeffen fd^on 
i^rer (fingeren S)auer toegen ungegrünbet ift). 9(n ber Soire tt)erbe bie f^ud^t Long:ae 
Terte genannt. — ©ib. 2Wb. IV, ©. 125: Verte longae d' Angers, ^um Unter*- 



268 

fdbiebe botf ber a(teh Yerte longiue toerbe fie aud^ Y^rte longfue de Mayenne genannt. 
3ft to>ol^( um ben5te(c& au )7(attrunb abgebitbet. — 2)ecaidne, I, tab. 27, Longae yerte, 
tpie nt. Stutzt, nur fc^m&d^tiger am ^au^e; !Bib. fc^reibe i^re (^tbedhing mit Un* 
ted^'t t)an 9Rond au. 3m Ser^. bed SRufeümd fei fte fd^on 1824 al^ Yerte longae 
d'Angen entl^alten. '^^n. ftnb bei ibm nO($: Longue yerte de Poiteau unb PointaS 
@t. (Stienne'd (bie aber im 2)ea. reift). Sapin ber (Sartl^&ufer fei eine &l^n(id^e 
Rrud^t. — Ätron b*«iror. Descript. I, @. 68, tab. 16, fig. 10, toie «ib. — ;?ero^| 
f(^irbert fte olg n. »., mittelgroß, jartffeifc^ig, ©ejjt. Dct. ©benfo Samin unb 
S)uranb. 2)0(^nal^l @. 139 nannte fte ^eCgtfd^e 3a))fenbime, ftatt beffen mir obige 
Benennung ^jaffenber fc^ien. 

(^eftalt unb ©riVße ftnb oben barge|tellt «ibort unb ^ecaidne bejeid^nen 
bie gorm a(d längadj , erfterer ^t fte jiemltd^ bimförmig 23/4« breit, 4V2" lang, 
abgebilbet; 2)ecaidne 2" breit, 33/4" (ang unb fte l^at bei i^m eine mel^r fj^inbel' 
förmige Oeftalt. 

Jtelc^: Iura unb l^artbl&ttrig , offen, ^ac^ ^e^enb, mit «euld^en umgeben, 
bon toeld^en oft eined me^r a(d bie anbem anfc^toiUt unb i^n fd^ief brädt; 0^ 
fe(t ftd^ btefed über ben «aud^ unbeutUd^ fort unb inad^t bie 9Cbrunbung ung(ei(^. 

®tie(: berfd^teben. ftar! unb lang, oft gebogen, braun, nad^ ber «irne au 
grün, (&uft meift ol^ne 9(bfa^ in bie «ime aud, bot^ legt ftd^ bfterd ein )^dtfer an 
i^n unb betoirlt, baß ber etiel einen SOinfel mit ber ^ud^t bilbet. 

@(^ale: eth>a$ gefd^meibig, l^eUgrün, mit k)ie[en feinen unb ftärfem grünen, 
ft)äter btüunii^en ^untitn, in ber 9ieife nur fteaenh>eife, toie Sib. angibt, ettoaS 
gelbrid^er, fo baß fte toie ftreifig au^fel^e, toad id) ni(^t bemerft ^aht. D^nt Kbt^e, 
aud^ ol^ne 9ioft, l^te unb ba nur mit einigen ©d^mu^- unb Seberfledd^en. 

gfleifd^: ettoa^ grünltd^ nieiß, befonberd unter ber 6d^a(e, fein, fd^melaenb, 
faftrei(^, red^t füß, mit eigentl^Ümlid^em, nad^ ^ecaidne melonenartigen ober, toie 
mir eS bor!am, calmudartigen @etoüra. 

jtern^aud: nur mit feinen ^ömd^en angebeutet, ft^n^at^l^o^lad^ftg , Harn" 
mttn aiemßd^ groß, mit tyieitn boOfommenen , l^eEbraunen, mit einem fd^toac^en 
§öder tjerfel^enen fernen. 

SRetfe unb 9^utfung: ^ie grud^t reift t)on Anfang bid SRitte Oltober, 
^&lt fid^ aber, einmal ausgereift, nid^t lange, fonbern t^^^ffi^ f^^^ fc^ueH, toeld^en 
S^^Cer aud^ fiiron b^Slir. I^eroor^ebt. — Smmer ift ed eine, burd^ i^re ^orm unb 
g^arbe intereffante fd^öne unb gute Xafelfru(^t. Son ber il^jr in ber f^orm &l^n«^ 
Ud^en (irai^eraog (Sari unb @äd^ftf d^en U gr. SBinterbime, ift fte fd^on bur<^ frfi^ 
Steife unb anbere SSegetatton Derfd^ieben. 

(Sigenfd^aften bed SauiheS:* 2)erfelbe toäd^ft nod^ Bit), (ebl^aft, ift aiem^ 
(i<^ frud^tbar (nad^ Serot^ fel^r frud^tbar) unb fann nod^ l^od^ftommig eraogen n)er« 
ben. — «latter eirunb, oft längUt^ ooa(, mit atemUd^ langer audlaufenber 
^pilitf oberl^alb unbeutlid^ tooUig, beßl^alb mattgl&naenb, unterl^alb ftäirfer to^Ilig 
(felbft im ^erbfte nod^ am «lattfaume beutlid^ fi(^tbar), ganaranbig ober unbeut« 
Itd^ geaal^nt-geränbelt, 13/4" breit bid 3^' lang, fc^mac^ fc^tff" unb ftd^elförmig. 
(9Cuc^ SDec. gibt bie «lätter bed ^d^tl^olae? aU «ooKig an), »lütl^enfnofpen 
kegelförmig, atemltd^ bo(^ nid^t fted^enb \p\l^, bunfelbraun. — ©ommeratoeige 
rot^braun, fein ti>eißlt(^ ))un!tirt, fteHentoeife fd^toad^ tooQtg. ' 



269 



No. 385. $ie Ciiftmte. ^Ui n, 8. 2.; iBucad m, ib.; Sal^n m, 2. 




infamt* Oberbtetf (öan 2RonÄ). *tt. Bcpt. Dct., 6 20. L, 



^tivxatf) unb SSorfomnicn: Slud^ tiefe ^öd^fl ad^tbare, red^t 
l^äufige SSnpflanjung öerbienenbe ^rud^t, bie für iic Xafel tcd^t ange^ 
ncl^tn unb nod^ fd^äfebarer für beu ^auiSl^alt ift, unb bereu S3aunt burd^ 
frül^e unb fel^r rcid^e Xragbarfeit fid^ auj^jeid^net , fonb id^ unter beu 
300 uubenannten Simforten, bie id^ 1838 öon §erm t>an SWon^ er=* 
l^ielt, S)ie fel^r fenntli'd^e SSegetation finbet fid^ unter aXim meinen bei* 
gtfd^en 83itnf orten nid^t,unb mirb Jie'ettoa eine nod^ ganj unbefannte 
grjid^t an^ t>, 3Rbn^ legten Äernfaaten fein, öon benen er mir l^aupt^ 
fäd^lid^ Steifer ju fd^idfen fd^rieb. 

fiiteratut unb ©^non^tnc: ginbet'fic^ nur crfl ber gruci^t nadj bc- 
ft^rieben in meinet ,^9(n(eiiun0'' t)on 1852. 9Ru^ nic^t t^ertved^felt toetben mit ber 
Suzette de Bavay. Unter obigem ^amtn, ben x^ i^v beilegte, l^obe ic^ fie fd^on 
oft t>erfanbt. 

©eftalt: bimförmig, oft ettooi^ glotfenf örmig , 2" breit, 2V» big 
3" l^od^. S)er S3aud^ fi|t jlarf nad^ bem Äetd^e l^in, um ben fie fid^ 
fonft jurunbet unb fo toenig abjlum^)ft^ bajj fie meift nur titn auf* 
flel^en fann. 3taü^ bem Stiele mad^t fte fd^öne, fd^lanfe Sinbiepngen 



270 

uitb toenig aBgefhtnq)fte, oft l^alb in ben @ttel atuslaufenbe Aegetf^{|e. 
'©er 93aud^ ifl meijlen^ fd^ön rurtb, unb jeigt nur, luenn bie fjrud^t 
gröjjer toirb, flad^e ©rl^obenl^eiten. 

Äelii^: red^t Hein, oft fel^Ienb, in enger, flad^er ©enfung. 

etiel: ^oljig, }iemli($ bünn, iVi bi« iVa" lang, cttoa« gefrümmt 
unb burd^ einen ^eif<i^toulfl %ttoSf)nli(!9 ettoa^ auf bie Seite gebrftdt 

©d^ale: fein raul^, grünlid^, in ber SReife grüngelb ; jimmtfarbiger, 
jleKentoeife felbfi- ettoa^ raul^er Sftop llbei^iel^t getoöl^nlid^ ben größeren 
^eil ber grud^t fo, bajj bie ©runbfarbe nur burd^fd^eint. Slötljfe unb 
^erud^ fel^^Ien. 5ßunfte jal&Ireid^, bod^ nur an ber ©onnenfeite unb im 
Slofie ftfir!er }u bemerfen unb gelbgrau. . , 

^ 3)a3 ^leifd^ ifi ettoa^ gelblid^ toeiJB, fein, um bad Sttxn^auS et* 
Xoa§ fömig, l^albfd^meljenb, öon fd^toad^ toeinartigem , flarfen 3^^^^^^' 
flefd^adfe. 

S>ag Äernl^aui^ l^at l^ol^le Sld^fe, bie nid^t geräumigen Äammem 
entl^alten meiflen^ üoQfommene btamtt, ober fd^to&t^lid^e, iplattgebrüdEte, 
mit ber ©pi|e ettoaiS gebogene Äeme. 

Steife unb Slu^ung: Steift in toarmen Qal^ren f d^on 6nbe ©ept 
unb fonnte 15. bi^ 20. ©ept gebrod^en toerben; meifien« ifl bie 5ßflü(fe* 
jeit @nbe ©ept. unb bie 3leife im Dct, unb ift bie ^d^t filr 2afel 
unb ^au^l^alt tool^l 5 SSod^en braud^bar. 

3)er SBaum bftd^fl fel^r rafd^, mad^t in ber Sjaumfd^ule red^t lange, 
nad^ oben Joenig abnel^menbe, überatt mit Slätteraugen befefete triebe, 
bilbct eine gut öerjtoeigte Ärone, mit fel^r t}ielem, furjen grud^tlj^olje 
unb ifl frül^ unb rcid^Iid^ tragbar. 3)er jienÄid^ grojje, h)o^il 4 gufe 
lange 5ßrobejh)eig in SRienburg trug mir oft eine 2Re|e grüd^te unb 
aud^ l^ier ifl ber junge Saum fd^on toieber frud^tbar, fo ba§ bie ©orte 
in leidstem unb fd^toerem ©oben fortfommt. • ©ommertriebe fd^lan^ 
Joenig fiufig, mel^r nad^ oben mit ettoa^ SBoffe belegt, olit}enfarbig, m 
ber ©onnenfeite oft leidet braun überlaufcin, mit oielen, jiemlid^ feinen, 
rötl^Iid^ grauen 5ßunften. S5latt mittelgroß, bunfelgrün, jiemlid^ glin* 
jenb, aud^ unten fal^l, jlarl rinnenförmig , mit ber ©pifee nad^ unten 
flefrümmt, mit fd^iJner aufgefegter ©pi|e, langeiförmig, am ülanbe 
nur fel^r feid^t gejal^nt. Slfterblätter pfriemenförmig, oft* aud^ faben* 
förmig. SJlatt ber §rud^taugen gröjjer, ettoa^ breiter langeiförmig, aud^ ei* 
pt}al, feid^t ober aud^ fd^ärfer gefägt^gejal^nt. Slugen ftarf, lonifd^, ab* 
ftel^enb, auf jiemlid^ t}orjle]&enben, flad^ geri))pten 2;rägem. 

Dberbiedf. 



271 
No. 386. 6mmuiS«igbL ^te( i, 8. i (2).; Suc. i (m), i •«; Sal^n m, i (2). 




^eimatl^ ittib SSotfontmen: S)lel, t}on »eW^em aBflammetib bie^ 
felbe im l^crjogl. iQofgarten in SWeiningen aitgepflanjt ift befam fte i>om 
Dbtdammvxat^ ^en^borf in SJißenburg. S)ie ^^t ifi dufeerlid^ Witt, 
i\tmli(!9 ber SBeijjen ^erfeflButterblme äl^lid^, ober i^ ©efd^od ifl matt 
unb toitt bem, ber einmal beffere grttd^te fennt, toenig mel^r Beilagen. 
fßiafyc^^mli^ ttrfltbe jie S)iel in fpfiteren Salären ^ud^ tocnigj^r getobt 
^aben, ate e« bomate txm xfyxt gefii^a]^. 

Siteratut unb ©V^^nl^tne: 2)iel I, @. 113. ^ie @ommev!5nigin, Beine 
d'^t^. @inen Stutor tveifi ^ie( ntd^t anauge^en. — Q.^xxft^ Sanbtoörtetb. @. 188. 

— a)ittri(^ I, ©. 697. — fiuca« ©. 161. 2)iefer axbt al« @bn. ÄingSMme an. 

— Xoiifna^l ©. 109. — SWit bem ©ommerfönig (©bn. ber äwnlerbime, bergL 
biefe in »b. n, @. 79 bed $bb.) barf fic nid^t bettoedjtelt toerben, ebenfotoenig mit 
ber Jtdniginbime (@t^n. ber dioitti» aRudlateKer, S3b. n, @. 337) unb berfd^iebenen 
anberen kirnen, benen ber Spanten Hönigdbime beigelegt toirb, ioie goreKenbime, 



272 

@omtner-9ii>6ine, ®ro^e Hluffelet. äBitbUng t>on VlotU, Renne'S JtdnigdBime, 
Trauer ©jjetfbime, toorüiber S)odJnal^t @. 12, SO, 44, 87, 142 unb 188 ^u ber*^ 
gleichen ift. 

©eftalt unb ©rö^e ber an einem ^^ramtbbaum in guter Sage etjogenen 
^vu^i gibt obige 3^(^nung. @ie baut ftd^ aber audf nad^ bem @tie(e §u oft 
länger ]pxii unb evfd^eint bann )iemli(^ fegeiförmig. 2)te( bejetd^net bie gform 
aud^ ai^ jlum^flegeCförmig mit anfel^nH(i^em Sandte, ^er unterhalb ber Slitte nac^ 
bem jleld^e §u Uege, auf (e^terem nur eben nod^, boc^ meift^d^ief auffte^enb, nad^ 
bem @tie(e gu ol^ne merüid^e Einbiegung fe^r abgeftum^ft iegelförmig, 2V4'' ^^^t, 

3V4" *0(^. 

!Rei^: lurg-, breit«* unb f)>i|b(ättrig, au^tn gelbbraun, innen bun!e(braun, 
aufredet fte^enb, offen ober l^alboffen in balb feid^ter, haltr engerer unb tieferer 
fd^üffelförmiger @infenlung, bie mit ftarfen S3eulen befe^t \^, ^iefe Ce^teren^ laufen 
aI6 flad^e Tanten über äßölbung unb Saud^ beutlid^ jt^tbar fort, ol^ne bie regel- 
mäßige ^orm ^iel )u tjerle^en. 

Stiel: flar!, gutoetlen big ls/4" lang, gelbbraun, nad^ ber Sirne }u gelb, 
oft fleifd^ig, ftel^t obenauf h>ie eingebrüd^t in beulen, ober neben einem Rödler 
ettoa« fd^ief. 

Schale: glatt unb gl$n3enb, gelblid^grün, f)7äter ^eUgelb, mit grünlichen 
ober br&unlic^cn feinen fünften, an ber ©. ©. oft fanft, ettoag ftreifig gerötl^et 
unb nebenbei ftar! rotl^ ^un!tirt, meift in rotten Jtrei^d^n beftel^enb, bie um bie 
$un!te gebogen finb, aud^ mit etn>ad bünnem, gelbbraunen 9ipfl um bie Ste^" 
ioölbung l^erum. 

i^leifc^: toeiß, l^albfein, eth>ag grob!ömig, faftk)oIl, nac^ ^ie( butter^aft 
fd^meljenb, unb t)on einem rec^t angenehmen, erquid^enben , ber brauen ^erjbft^ 
butterbime ettoaS äl^nlid^en @efd^madE, ber jebod^, toie er fe(bft ^agt, nur in guter, 
toavmtv Sage fid^ auSbilbet, unb fonft getoürjlo^ ift; iäf fanb il^n aud^ meiftend 
tvenig gejucfert, gleic^toie bad i^leifc^ öfters raufc^enb ober ^albfc^meljenb 
bleibt. 

ÄernJ^au«: mit nid^t ju bielen, bod^ ettoaä ftärleren Hörnchen umgeben, 
fd^toad^l^ol^lac^fig, Kammern giemlid^ groß, mit fd^toargbraunen, nad^ beiben (Snben 
fjjiften Äemen. 

9leife'unb SHu^ung: $ie grud^t reift nad^ ^kl bon SRitte f\^ @nbe 
@et)tember, in äJleiningen bon Anfang bis 3RxiU D!tober, l^ält fid^ 14 5tage, toorauf 
fte teig toirb. S)urd^ 8 Xage früheres ^flüdfen toirb nad^ il^m ber (^efc^macf beffer. 
2)ie Säirne ift x<i koo^l noc^ für Xafel unb ^auS^alt brau(!ffbar, berbient aber nic^t 
ben il^r bon ^iel eingeräumten iflen 9iang. 

@igenf(^aften beS 8aumeS: ^erfelbe io&c^ft lebl^oft, gibt auf SBilbling 
fdjöne, fe(^r frudjtbare ^^ramiben. — 93lätter obal, guiocilen eirunb, 3iemlid^ 
groß, 2" breit, 23/4 bis 3" lang, mit auSlaufcnber bodj fel^r furger Bpx^e, glatt, 
fein* unb f eic^t'gef ägt , fel^r bunfelgrün unb gldnjenb. S3lütl^enlnof})en furj" 
legeiförmig, ftum|)ff^ij, l^cObraun. — 6ommerjtoeige gelblidjgraubraun, mit 
toeißlid^en ober gelblichen fünften. ^^^'^'^ 



278 



No. 887, MixMf^e AtfteMme. mti i (n) 8. «.; 2uc. in, i (2) a.; g. n, t. 




. ^oäinUf^t ÜntinVixnt. ©ttfrcr. •*t oft »t ©e»)t. oct. 

S^exmai^ unb Sorfontmen: @ie finbet ft<^ tooi^l unter berfd^tebenen Sla« 
men, aber e8 fann nur eine I&ngerc '»cobatfitung, befonber« ber »egetation, Äuf*- 
fc^IuB qthtn, ob bie im ^olaenben genannten ^rüd^te, tbeiltoeife aii fd^ntelae^ 
tinb t9ol^(f(^metfenb, tl^eiüoetfe ai^ raufd^enb unb tventger gut bef daneben — 
tvie fold^e Unterfd^iebe bie Soi^redh^itterung ober ein nid^t a^itiged Brechen u. f. ta>. 
mit ftd^ bringen Unn, fämmtCid^ einerlei finb. 

J8iter.atur unb @l^non^me: %. D.-®« Bb. XXU, @. 22, Xaf. 8: 
^onanbifd^e Butterbirne, Beucr« de Hollande, in Bremen Sürftli<^e 
£afe(birne „^axi, f<^me()enb, mie bie befte Butterbirne, t>t>m ©efd^macte ber B. 
blanoy (Snbe Sejpt. burd^ Dct. bauemb." — (S^rift ^anbtodrtb. @. 174: glafd^en- 
fürbidbime, Galebaase, ,,fohberbar geftaltet, .gegen ben @tieC f))i|, grün mit 
4^e1Ibraun, ft^&ter golbrotl^, toie äCurate. gleifd^ )art, flie^enb, tool^lfd^metfenb, Dct.* 






/ 



274 

— «ejterc befa^ id^ früBcr, bon ß^rifl abftammenb, mit bemfelben ettijjtiftjen »rotte, 
toie eg @tdflcr neben feiner ^oHänbifc^en Butterbirne abgcbabet l^at, unb ^nb dud^ 
bie mir öon Sucaö gefenbete ipott. öttb. mit meiner grafc^cnWrbidbime ftimmenb. 
a)o(^ fmb an jugenbltc^en SB&umen, bie x^ au« Suca«' Reifem erjog unb welche 
bereit« grüc^te brachten, bie »lotter ber aRe^rjal^C nac§ eirunb, h>e«^alb id^ «b- 
änberung an älteren »fiumen bcrmutl^e. (Scibe »(attfonnen ftnb oben einonber 
gegenüber bargefteUt.) — Dberbied fanb meine $oa&nbif((|e »utterbime mit ber 
SRaufebirne in f. 3(nl. @. 377 ibentifc^. Se^tere, tt>enn frül^ genug gebro((|en, fei 
feljr ft^melgenb unb too^If c^medenb, toogegen fie »ord^er« im 9Zaumb. ©erid^te aW 
reid^tragenbe, l^altbare Äo^frud^t ft^ilbert. Oberb. erHärt fte aut^ für glei(^ mit 
2)ield VII, 37 (butterig after) 3lo[anne, fotoie nat^ SRonat^fc^r. II, @. 183 mit ®ieÖ 
I, 811 (nic^t fcpmcr^enber) ®roper ©ommer*3at)fenbime unb fe^r d^nli^ fei aud^ 
eine Calebasae double au8 ©ng^ien (bot^ ^at er alö Orofie glafd^enfürbiSbime, 
2)ittr. m, ©. 162, üon SDittridJ bie ^rfnjeffin a)lartanne erhalten.) — ©el^r a^n- 
(id^ ift femer 2)ecaiöne*g Calebasse, Jard. fruit. IV, iiief. 46, auc^ Xougarb« Calo- 
baese (©. 17) „nid^t gu öertoed^feln mit Calebaese Tougard," foh)ie eine Calebasae 
de Liron«, Table syn. ©, 17. — 3m "^So^coo^er Sortimente in @örli^ glaube id^ 
ald Calbas musqu6 bie ^oßänb. ©utterbirn? gefebcn ju l^aben. Änoo|p5ä Calbas 
musqu* ©. 41, tab. III. (2)iefö Calbas I, (3. 222) reift jebod^ im 9Zoö. unb a)ej. 
unb Dberb. I^ält biefe, »elc^e unten folgt, für t>erfc^ieben. — Unfere gruc^t ift gut 
abgebitbet im 3en. Dbftcab. % 9lufl. II. ©ect., l. Sicf. — 2)ie \>on 2)oc^na$( ber 
3immtfarbigen 6d^ma(§birne angelegten ö^n. iiange ^fatagräfler, @&n«!ragen unb 
©tort^fc^näbler, ugl. Sib. II, ©. 442, gehören »o^l ei^er ber borüegenben. 

® e ft g 1 1 : long fegeiförmig ober aud^ me^r birnf örmig unb koieber flof cbenf örmig ; 
bie gruc^t nimmt oft ftärfer nac^ bem Äcl^e 3u ob, unb »irb babur((| me^r mittel- 
bauchig, ouc^ ift bie 2lbrunbung bei^ Saud^ö oft ungleic^f unb befonberS noc^ bem 
©tiele gu tritt oft eine (Btite ftärfer oU bie anbere ^eröor. (Sbenfo öerönberlic^ 
ift bie ©rö^e ; gut ouSgebilbet ift bie »irne jebod^ 2 biö 21/4" breit, unb 31/4 big 33/4" fang. 

Äelc^: meift flcin unb furjblättrig, offen, in enger unb fei((|ter, l^äufig un* 
regelmäßiger, burt^ 33eulen beengter ©infenfung. 

Stiel: gelbbroun, nod^ ber öirne ju grün ober gelb, meijt long unb ftorf, 
ftel^t oben auf, oft jebodj neben einem .^ötfer fcbief. 

©c^ole: grünlich gelb, fpäter ^jcllgelb mit feinen bröunlidjen fünften, fetten 
ettoag motter 3iöt^e, boc^^ mit üielem glatten, gelbbraunen ^lofte, fo baß fxe on 
ber ©. ©. oft hjie golbartig gerötl^et unb im öongen ber beffern ^rinjeffin 3Ro' 
rianne fc^r ä^nlic^ fielet. 

gleifc^: mottmeip, l^albfein, etioaS förnig, in richtiger 9lu3bilbung meift 
tJöUig fd^melgenb, giemhd^ foftreid^, angencl^m füß mit fc^mac^em (Setoüx^ o^ne 
Säure (Dberb. begeic^net bcn 6efd^madC ber 9)laufebirne alö gejutfcrt, fc^wac^weinig, 
ettt)a« rofenortig). 3^^ ungünftigen Sommern unb bei ju langem ^^ängen bleibt e« 
^olbfc^meljenb ober roufd^enb, o|ne ^o^lgefd^macf. 

^ern^aud: mit ettoa^, bocb nic^t gu bielen 5lörnd^en umgeben, %^\t tooK 
ober l^ol^l mit fleinen Sommern uno t>ollfommenen, fc^toarjbrounen, furg3ugef)>i4ten 
jternen mit einem fleinen ^dder. 

Sleife unb S^lutjung: 2)ie 93irne reift im Slnfang be« DftoberS, bidloeilen 
fc^on ®nbe September, biöioeilen öergögert fic^ bie 3leifc aber auc^ fel^r unb 1860 
^otte idj bie grud^t felbft nodj im 9?oDember. ~ 9Kcift ift fte eine gute ^ofelfruc^t, 
immer aber gut in ber Sßirtl^fc^aft ju »ertoenben. 

@igenfc^aften bed 93aumed: S)erfelbe n^äc^ft gut,,tt)irb mittelftorf unb 
ift reic^lid^ tragbar, toog feine Slnjjflonjung fel^r emjjfiel^lt. — Slätter eirunb, 
{am Stiele mel^r abgerunbet, al3 auf bem goljfc^nitte oben) oft l^erjförmig, an 
jugenblic^en Räumen groß, biStoeilen 2y^" breit, 3 Vi* long, mit oudloufenber ober 
bolb aufgefegter S^i^e, fleinere oft oöol (t)ergl. oben), glatt, feid^t* unb ftum^jfge' 
fÄgt, fdjiiffförmig unb ftd^elförmig, jum X^eil ettood koeUenförmig, bunfelgrün unb 
glän^enb. ^ ®lüt|^enfnof)9en länglid^ fegeiförmig, giemlic^ ftec^enbfpit^, ^eE' 
braun. — SommerjtDeige grünlich graubraun, auf ber S. S. fc^tood^'^iolett-' 
totl^, mit fielen, aber feinen gelblit^en ^w^J^««- 



No. S88. ffiiff4t gttrttm. a^itt il, 3. a.; Suc. lu, 2 ..; 3c»njl(Tl),8. 




iOiilpbf Ctnbtnu. t>. gioto». «t- sept- Ott. 



^eimat^ unb äiotfommen: 2)tefe fe^r )u .enqjfel^Ienbe, f))äte 
Sommerfiicne ^abe id^ üor Dielen ^o^ren (etwa 1837) auä §o^eii^im 
ei^lten, finbe fie abet Kebet in bem bottigen 9aum(c^uIen=Sata[og 
tion 1854 noi$ fonfl irgenbuo befd^neben ober abgebilbet, famt ba^r 
anä) feine 

£itetotutunb S^non^tnebnltlben angeben, ctwo^I nriT bieftibt in jebn 
fiinff^t Utitttt aterbreitune ju Oerbienm ft^eint Sie ^at bei mir 1811 jum erften 
SRai unb (ettbem faft jS^tliq iinb meifttnä reic^Htft getraaen. 

©eftalt: ber aOirife jeigf bte ©ePaU einet «c^t Wönen, boIBom' 
menen g^t^t bie fid^ loenig teränbert. 

Äel)^: pe^t faft oben auf ober nur in einer fe^r geringen, flai^n 
SSertiefung, ift jieif, (urj, iuenig »orfte^enb, bräunfii^ unb offen. 



276 

&t;{elj grfln unb bunlel6rattn geffttbt, mit Braunen etl^a6enen 
fünften; öfter« ftwfjjtg. Vertiefung fel^r unbebeutenb. 

@d^aU: siemlid^ flarl, k>on ^arbe gr&nlid^ gelb, auf ber (Sonnen^ 
f^tte me^r ober toeniger gerötl^et, loa« oft red^t lebhaft loirb unb felbfl 
' in ©raunrotb übergeben fann, babei ifl aber bie %ta(!^t mit fe^r in bie 
Äugen- fallenbett, braunen, fajl roflartigen 5ßunften bebetft; mläft im 
Stetigen nod^ flÄrifer werben, aber mebr grau erfd^einen. äud^ flnb biefe 
fünfte öfters nod^ burd^ raube Slöflflguren unb 9loflf{ed(en üerbunben. 
skbgeriebeh ^rfd^eint bie 6d^ale fd^ön glänjenb. 

Äernl^au«: nur ganj fein angebeutet,* mit fiarfer Sld^fenl^öbl^f fl^ , 
rfiumigen Äammem unb fd^önen braunen Äemen öerfeben. 

gleifd^: toeifc fein, in öoHer Steife balbfd^meljenb, febr faftig, Don 
febr angenehmem, miWfirten @efd^marf. S)ie ^rud^ 1)ai nur fd^toad^en 
®erud^, ba« ^eifd^ aber, ried^t beim äluffd^neiben flarf mudlateEerortig. 

Äeife unb 9lu|ung: S)ie grud^t reift nad^ unb nad^ gegen @nbe 
September unb änfang Dftober, bauert aber böd^fien« einige SBod^en. 
(gmpfieblt fid& befonber« ote SRarftfrud^t. X. H., SB. I. 

^anrd gebt fd^ön in bie ipöbe, leibet nid^t leidet burd^ ^rofl unb 
toirb reid^lid^, fafl iSfycli^ tragbar. . 

%nia. 2uca^ in .feinen 9Bürttem(. ^emol^ftforten Befd^reibt @. 223 eine 
98ilbe @iet5irne, gifd^&detin, auf ben Saumgütern um ^o^enl^ehn ixtmliäf 
l^äuflg berbreitet, ber Obigen ' 3iemU(^ ä^nlid^ unb mit gleid^er Steife unb furjer 
2)auer, begeid^net fte aber a(S l^artfleifd^ige ^ufammen^iel^enb fäuerüd^e 9Rofib(me. 
— $err itunftg&rtner SRaibier fanbte mir au^ htm großen (harten ju 2)redhen 
t>i>n ber bafelbft ange))f[anaten 9ßä(fd^en C^ierbirne einen B^^eig mit )6(dltern, beren 
^üvm Sdf neben ber grud^t htmtttii^ gemad^t ^abe. @ie ftnb l^iernad^ l&ngUd^ 
eirunb, ettoad ^erafdrmig, mit au^Iaufenber längerer ober füraerer Bpxlic, glatt, 
bod^ bieSeid^t auf ber unteren ^l&d^e etn^aiS tooSig, ganjranbig, f[ad^. -- <^ine 
JBime beffelben ^amtnii 4)on iperm SRaibier felbfl fd^ien anberiS, l^atte me^r 
lanaettförmige, ettoalS fleine, glatte; gansranbige,' unbeutlid^ unb fein geaberte, 
fd^tooc^ fd^iff' unb ftd^elförmige flotter, am Sommer^toeige toaren fie ebenfo ge« 
formt, nur größer unb breiter. 9ln beiben Slrten toaun bie lBlütl^enfnoft>en 
länglid^ fegeiförmig, bunfelbraun, ^iemlid^ ff)it, an ber le^tert^&l^nten faft fte^enb. 
^ie @ommer)toeige ber le^teren bunfelbraun, fein toei^grau ))unftirt, an ber 
üui bem großen ©arten fd^ienen fte me^r gelblid^grün }u fein. Ob eine toon bn» 
ben unb toeld^e bon i^nen $rn. b. glototoiS f^ud^t fei,' fonnte mir nid^t mitget^eitt 
toerben. 



nutt^vOt. atei m,8. ;.; »ml a, i «.; sa^Hir, ». 




IKdib'iwti int Cnfnii|. »■ stototD (su^Ir). t. Cfft- <b<t. 



^eitnat^ unb SSorlommeit: ^fe ^il^ ßammt' ai^ ^r tibr' 
mulisen b. ael^tent^rf^en %)aunif(^ule gu Sio^en fti SS^meä 
uttb iß in beten Sotolog unter 9tr. 401, als tum bem &d(tnnten bäf}' 
mifi^en homologen SRöfiler ßonimenb, oufgefft^tl 3n bem unbbflenbet 
gebliebenen b. ae^ent^Ff^ äBerle : 2)eutfi^IanbS flemoiflforten lonnht 
pe nlc^t toor. 

Sittiatui unb ebnon^mc 3A l^obc Ucfc SSnrtt noi$ in (rincm bmaO' 
logif^di Sntt aufflnbtR liwam, aui^ ftnb mit leint G^iion^n» bnfdteii fmnRt. 

@epfllt: äljrre Benennung beutet flonj richtig i^re®efi(Ät 'oh, irie 
fic ber abrig barfUQt 3)ie ^li^t ^at getoe^i^ eine »teite bon 3" 
unb eine $ei^e con SVt", ioirb aber nic^t feiten tu beiben 3)imenfionen 



278 

ttod^ gtö^cr. 3d^ erlaube mir 'bei biefer ^d^t befonber^ bÄrati ja er*» 
innem, ba§ man bie grüd^te erfier 3;rad^ten niemate unb in feiner 
$inft($t ci^ SRobeKe annehmen barf. 

Aeld^: iientlid^ lang, feingefpi^t, tttoa^ iDoKig, gelbgriinlid^ unb 
braun, offen aufliegenb, in einer geräumigen Vertiefung flel^enb, toeld&e 
jutDeilen einige flad^e Srl^öl^ungen jeigt unb getoöbnlid^ berojlet ijL • 

Stiel: grün unb braun, mit bunHeren 5punf ten unb fnofipig, nad^ 
unten etmo« fleifd^ig öerbirft ober eingebre^t, unb in einer feid^ten 35er* 
tiefung ftel^enb. 

©d^ale: glatt, gefd^meibig unb fein, in ber Steife ber ^d&t gelb* 
Kd^grün ober grünlid^ blafegelb; auf ber Sonnenfeite ettooS bunfter 
getbrotb geflammt ober angelaufen, toaS aber aud^ in mond^en ^äSfvtn 
gänjlid^ fel^tt, in anberen, bei ftar! befonnten grüd^ten, ettoa^ flreifig 
unb fledtig erfd^eint. 

.ßernbaui^: mit feinen ^md^en nur fd^toad^, ober bod^ beutlid^ 
angegeben. S)ie 3(d^fenböl^Ie ifl fd^al, bie S&d^er langgejogen, geräumig, 
mit guten ^^mm öerfeben. 

gleifd^: gelblid^toeifc jiemlid^ fein, mürbe unb marfig, nurtpenig 
faftig, bod^ t)on jiemlid^ angenebniem, füBen, ettoOiS^etoürjten ©efd^madf. 

Sleife unb Jlufeung: tritt ettoa in ber SRitte ©ept. ober äufang 
Dftober ein. S)ie grud^t bält fid^ nid^t lange, fonbem tt)irb balb teig. 
335enn fie ganj gelb getoorben ift, ifl fie fd^on tjorüber, b^i^alb bürfte 
aber aud^ i^r SBertb ate SßJirtbfd^affcSfrud^t nur W. II. ju befümmen 
fein. S)a aber biefe ©orte febr Jräftig n)äd^fi unb bauer^aft fd^eint, 
babei aud^ fid^ fe^r tragbar jeigt, fo bürfte fid^ biefelbe bod^ für ben 
Sanbmann, ber gro§e ^xüü^tt liebt, empfeblen. 

b. g'Utott). 

9(nm. $ew ^npftmt. Ohtthicä, h)e((^er bie oben befd^riebene »ime Befttt, 
fenbete mir auf meinen SQSunfdJ »lätter, beten gorm idj neben ber grudjt ge* 
aeid^net V^^ H«^ )»onadJ bie gönn elli})tif d^ ift. ©ie ftnb bon Dberb. ?robe- 
8toei0 lUin, eingelne obal, ganatanbig ober niit fejr önbeutlid^ unb fei<^t, nac^ 
bome l^in gefftgt. (Sinae(ne aeig^ <m IBlattfaume et'toad SßoEe. 

3[abn. 



279 



No. 390. v®r. WtttttttiWe 6oiiimer6* 35. n, 2 . i . (2) ; s. i, (in), 2 a. ; 3. m, 1 . (siy. 




^eimatl^ unb SSorfommen: 6ie fom an S)iel au^ io^^^Iem unb 
ift toalW<^inliii^ eine ^offänbifc^e Äemfrud^t, ber man beri 3tamtn 
Grand Bretagne (Grand Brittagne, Grand de Brittagne in l^oHänb. 
Serjetd^ffen) beigelegt f)at, um i^x Sttfafe ju Derfd^affen. SHel em* 
pfol^I fie ate Stafelfrud^t unb fefete fie mit Unred^t in ben I. Slang, 
©d^on S)ittTid^ bejeid^nete fie tnc^r aU 3Rarftfrud^t für ben Sanbmann 
unb auc^ Dberbiedt ift toenig üon i^r befriebigt. 

ßiterafut unb ©^non^me: JDter VIII, 6. 18. ®r flnbct bie grudjt bei 
letnfm anberen homologen, als bei $tnoop, beffen Grand Bretagne (Großbritannien, 
ber Ueberf.) auf %ab. II er entf^)re(IJenb nennt; attenfaK« laffe ftc^ ^anburl^d Scotch 
Bergamot nod) b&mtt k>er9(eic^en. i^ef^terer 9{ame ift aber na(^ bem Sonb. (iaiaU 
ein ©l^nott. ber Hampdens 4)ber ©nglifc^en öergamotte (toa^rfc^. unferer ®roJen 
Sommerbergamotte). — Unier ben 4 ©orten Grande Bretagne bed £onb. (EataL 
{önnte too^I bie nur bem Flamen nati^ aufgejäl^Ite Grande Bretagne d'automne bie 
kJOrliegenbe fein. — ^h Xougarb, @. 47 u. 96, ift Grande Bretagne la Grosse 
ein Sl^non. ber Bonehretien d*£spagne mit ben tt^eiteren ©i^non. Große Mansuette 



280 

des FUmandB unb VermSIlon d^Esptgne, er bef d^rdbt bie fftuAi j[ebo4 ol^ f^^^ ^^o% 
im 9lok>. unb ^ec. reif, ober toenn i^ aud^ t>on Serob etne ber börliegenoen, auo 
im (^leifd^e Sibnti^e, im 9lot>. reifenbe Bonohretien d*£8pagne fal^, fo tpar fte bi>4 
an ber @@. ftörler gfrdtl^et unb nad^ bem stiele fk&r!er au0eff>itt, toie biefe ffcarfe 
3uff>itung ber Bonokretien d'fispagtie auf beren «bbittuug M Sht^amel, &. 78, 
Xa6. 46 u. Liron d'Airol Desaript. Ü, 6. 36, 5Cab. 28, ^0. 1, Iva^nin^en i^ 
fo ba( jebenfaSd bod^ feine Sbentitdt mit unferer Grande Bretagne ^ttftnbet. — 
SBergl. 3)itirtd^ I, e. 596; Siegel, ^ntp. @. 60; ^od^nol^I B. 86; Oberb.e.414. 

®eflalt unb &xb^t flnb ohm naäf 2'o(mmxx, )9on t)etfd^iebener 
^orm (auB 3tt)eigen k>on Siegel) erjogenen ^rüd^ten g^etd^net S)tel 6ef d^reiftt 
fte QU fafl eüDod ber 9Bet§en ^erbßbutterMme ^li^ bod^ näf^x an 
Areif eifcrm, loeil nad^ bem Stiele )U flärf er )ugef))i|t , nad^ toeld^em fte 
ol^ne ßtitbiegung fanft abne^menb, mit abgeffatm)>fter @))t|e enbige; 
grofee grüd^te 4V4" breit unb eben fo l^od^, Heinere ^U" breit unb "fyo^, 
ober V4" ^ö^er. 

Held^: ff>i('' unb braunbldttrig, fiemf^rmig, toeit offen, inntn gerdt^et, 
feid^t- ober ftad^^e^enb, mit fd^toad^en beulen umgeben, toeCd^e aud^ fiber bie gfruti^t 
^ia beutUd^ fortließen, oßnebie Siunbung ^u beeintr&iißtigen. 

@tie(: ftar!, braun, nadf ber )6ime gu ge(b unb fCeifd^ig ober mit ^leiftiß* 
ringeln umgeben, in einer fleinen ®rube fteßenb, oft Don einem fld^ anlegenben 
ft&r!eren $ddPer ^ur Seite gebrüdPt. 

&äfalt: l^eKgriln, f^äter J^eS« ober ettoad grfinliilßgelb mit feinen grünen, 
ff)ftter br&unUd^en fünften, an ber 8.@. oft ettoad erbartig gerottet, bod^ nur 
au^ gebr&ngt ftel^enben rotl^en Areidd^en um bie fünfte l^erum bejtel^enb, unb ffxet 
unb ba mit ettoad 9iofkftreifd^en ober einem Seberfledilßen. 

gfteifd^: toei^, tiMai grdbtid^ unb UtnxQ, faftig, nad^ ^iet bon Saft fiber* 
flie^b, butterl^aft, gang fd^mel^enb ober ^erflie^enb t>on einem geta)flr)l^aften, am 
genehmen, l^od^ toeinartigen 3ud(ergefd^maÄ, ber äBei^ $erbftbutterbime ^nVi^, 
SCn meinen ^rüd^ten btieb ed raufd^enb, t>on )iemlid^ geii^ärjlofem unb aud^ nur . 
m&^ig fü^em ©efd^madt, bem fd^dnen SCeu^ern ber grrud^t nid^t entff)red^enb, bie, 
tpie ed fd^eint, aud^ (eid^t teig unb mel^Iig toirb, eße man fte nod^ für reif l^&It. 

Jternßaud: mitjiemCid^ isieten Admd^en umgeben, ßoßlcid^ftg, itamment 
gro(, mit t>er]^&ltniBm&(ig Keinen;, fd^toarjbraunen, am Aot>fe abgerunbeten Aemen. 

9ieife unb Blutung: ^ie^d^t reift na0f SHel im l^atben Se))tember, oft 
frfil^er, oft ff>&ter, fo bei OberbiedE einmal im atoeiten 2)ritte( bed Oct. unb im 3al^ 
1860 l^atte id^ fte nodf im 9^obember. Sei fo bieten anberen befferen gfrüti^ttit 
bfirfte fle gan) entbeßrlid^ fein. 

(Sigenfd^aften beiS Saumed: ^erf elbe toftd^ft nad^ ^iel (ebl^aftunb uHrb 
gro(, mad^t eine fd^dn MauhU eif lärmige jttone unb ifk balb frud^tbar. — 
Blätter okKil, dfterd eirunb unb ettoad l^eraförmig, mit oft feßr fur^er, f leiner 
et>i(e, bie 'aud^ 2)iel an ben bon ißm ali l&nglt(ß l^rjf örmig befd^riebenen »latieni 
bed ©ommeratoeigd ald d^aracteriftifd^ l^erborßebt, unterl^alb mitunter ettt>ad toot' 
tig, be«l^alb graulidj-grön, oberl^alb bunfelgrfln unb gfenjenb, fel^r fein, ettoad 
llumjjfgefägt, 13/4" breit, 21/4" lang. — »lütßenfnofloen bitf unb lurj, fap 
i^albrunb, ol^ne aKe S))ite. t- Sommer^toeige br&unli;j^gelb, gegenflber grün« 
gel6, feßr fein gelblid^ ))un!art. 



281 
No. 391. 6iAcr9 6#«d0« 3)ielil,2(3). 2(i).; £ucm(lY),2s.; 3al^nn,2(i). 




SMün% 34^al}liint( (Fondante Siokler). 

a)ier (D. a»on«) ttf fäWtdJ audj ♦. «nf. Dct. 4—6 fßo^ttt 

jpeimatl^ unb Sorlommen: S){efe in meiner @egimb nnr für 
ben ^auSffalt fel^r fd^&|bare, t)on 2)(el jebod^ niMJ^ jnm erften Stange 
gere^i^ete 5ni<ä&t, erjog §err 5ßrofefft)r tjan 2RonÄ, t>on bem 5Diet 1818 
boiS SReiS erl^ielt unb benannte fle nad^ unferem gefeierten homologen 
@idR[er. @ie fd^eint nod^ fel^r loenig befannt ju fein, t^erbient ober 
tt)egen großer f^rud^tbarfeit be^ ^d<mim& als igauS^altSfrud^t red^t l^oufige 
Slnyflanjnng. Stein ffU\& er^elt id^Don S)iel. 

fiiteratut ttnb @l^non^me: ^ie( 91. Je.^D. VI, e. 201. S^tttriA I, 6. 606 
doita nfi(^ S)iel; 9ia0. %, (^art-^SRag. 1811, Xaf. 40; t>an ^oni (Satat @fne 2, 
3tt. 193 Fondante Siokler. ©^non^me flnb ni^i befannt. 3)ie SCBbUbung im S^Sg. 
3:. (^arten^Slag., auf toeld^e ^ittrid^ k)ertoeijet, ^aBe id^ nid^t gefeiten, ha mit biefer 
So^rgang fe^lt unb toei^ niil^t, ob fie ä^nliil^ ift. (tiefer SaJ^rgang fel^tt (eiber 
atq mit, 3al^n.) 

O^eftalt: ift ettoai» Deranbetlid^, (a(b heifelfdtmtg, 2" breit unb f^o^, toel^e 

Sorm 2)ie( a(d bie $au))tform betrad^tet unb bte ^rud^ beft^olB )u ben ^am« 

meran^bimen red^net, mit benen fte bei mir n«d^ fiebenmatigem Etagen nur 

einmal mel^r Sel^nli(l^!eit }^cAU, ba(b ettoad l&nglid^, l^ö^er M breit, toie i6f fte 

aSermeift unb aud^ toieber l^ier in geinfen erbaute, unb bie 3^^nung bUmad^ 



282 

oben itma^t l^obe^ vn toeld^er gdrm fie el^er mit einer Sotfmarferl^trne- Se^n(i(^' 
leit ^at Xn 8aud^ ft^t ettoad nad^ bem ^e(d^ l^in, um ben fie in ber erften 
$orm fid^ f[ad^ gutunbet, fo ba^ fie nod^ gut auffielet, in ber ffl^^ntn gorm 
meiftend me^r eiförmig gurunbet. 9tadf bem stiele mad^t fie leine Einbiegung unb 
enbigt 5a(b Ireifelförmig, balb mit einer ettoad ^öl^eren @))i(e. 

Ae(d^: offen, nac^ S)iet lurjgef^ntt, toie id^ i^n au^ dfter fanb, fd^eint in 
feiner SoUlommen^eit, ioie id^ ii^n l^ier fanb unb oben obgeid^nete, jebod^ lang- 
gef^i^t 3U fein unb ift, ol^ne eigentUd^ l^omartig ^u fein, (eberartig. @r ft|t in 
einer fleinen @infenlung ober aud^ oben auf. 

©tiel: ftar!, ^oljig, 1" Tang, fl^t in ber erften gorm toie eingeflectt, in ber 
)n)eiten ^oxm' gel^t bie Bpil^e faft in i^h über unb ift er an feiner Saftd ettoad 

@d^a(e: bom S3aum« nac^ 3)iel hellgelb (toad beloeidt, ba^ er bie grud^t pi 
^pät gebrod^en l^at, bie bri i^m ba^er aud^ !aum 14 ^age \alibax toax), ift bei 
red^t)eitigem S3red^en !aum ettoad gefblic^ unb ioirb in ber Steife gelb. S3on 9ldt^e 
nad^ ^iel leine ^put unb fel^Ite biefe bei mir meiftend aud^, 1843 fal^ id^ jeboi!^ 
ettoad b)ir!Ci(^ bertoafd^ene 9iötl^e, 1848 cotl^e jtreidd^en um manche fünfte unb 
1860 eine etn^ad ftreifige, braune nid^t ftarle Siötl^e. 9ioftanfIüge naä^ ^xel ftar!, 
toaren bei mir me^rmalö nid^t fel^r ^äuftg^ boc^ ifl bie Bd)aU babon fein rau^. 
fünfte fel^ja^treid^, fein, ^auf>tfä(^li(^ nur in ber ^runbfarbe gu feigen, too fte 
fein grün umringelt flnb. @erud^ fel^lt. 

f^leifd^: fein, um^ ^eml^auS laum !dmig, nad^ ^iel faftreic^ unb l^alb' 
fd^mel3enb, bei mir nid^t l^albfc^melgenb, bod^^ nod^ mürbe, nidft abfnadCenb, bon 
getoürjl^aftem jimmtartigem 3udttQt\^made. 

^ernl^aud: j^ot feine ober nur fe^r Heine i^ol^le 9ld^fe; bie engen Kammern 
enthalten nad^ ^tet n)enig, oft feine boUfommene ^erne, bie i^ jeboc^ häufig boff- 
fommen unb ^eKbraun fanb. 

Steife unb 9lu(ung: 3^^^^^ ^^ getoö^nlid^en Salären Slnfangd Oct., muS 
aber merflid^ bor ber iBaumreife gebrochen toerben, too fie fl<^ bann hti mit me^r« 
mald 6—6 äBoc^en faltbar unb für bie llüd^e fel^r {fd^tt(bar geigte. ^3n einem 
füllen l^a^re l^atte ic^ fie nod^ SRitte fto)^., bagegen toax 1848 in einem fe^r 
ta)armen Sa^re bie redete 93rec^)eit fd^on @nbe Sluguft. 

^er Saum n^ä^ft lebhaft, ift fel^r gefunb, mad^t biel ^olg unb geigte fl(( 
bei tDiel unb mir fel^r tragbar. 2)ie ^robean^eige l^ing^n öfter fletteboH. IDiel 
fett l^ingu, ber Saum fd^eine nid^t gro( ju toerben, ge^e aber gut in bie Suft. 
@ommcrtriebe mä^ig ftarf, mit ettoad 'äBoUe belegt, leberfarben, oft me^r otiot 
leberfarben, oft auc^ felbft ettoad rot^braun an ber Sonne überlaufen, nadf 2)iel 
nid^t jal^lreid^ unb fein t>unftirt, ioäi^renb id^ bie fünfte an ftärteren trieben 
aiemlid^ jol^lreic^ unb ftarf fanb. Slatt eth)ad fletn, lang unb \pxli eiförmig, oben 
am 3^.^0^ f<^1^ eilan}ettli(^, eth)ad rinnenförmig, toenig gldn^enb, beim SluSbrec^en 
iooUig, fein fe^r feid^t gefägt gejo^nt, oft, befonberiS am g^uc^t^olje, nur ger&n^ 
belt. 9tfterbl&ttcr )>friemenfdrmig, SCugen fontf(^, oft oud^ ettoad breit, obftd^enb, 
ftfen aufn^ulftigen, oft gar nid^t geri)9lE>ten Xr&gern. 

Oberbied. 



283 



No. 392. «»»«et «nie. iDiel i, 3 (2) 2.; Sucad Ul, i b.; ^a^n iv, 2. 




fäWmer fitrW* 2)ittrid& (t>an HRonS). »»t. Oct., mcl^rcrc SBodJen. 



§eimatl^ unb Sorfommen: S)iefe fel^r belifate, bei un« tDOl^I 
ttod^ ganj unbefannte grud^t erl^ielt td^ Don S)ittrid^, in bcffen $anb* 
bud^e fie III, ©. 146 Dorfommt, unb barf anncbmen, bie redete ^d^t 
erl^alten ju l^aben. S)ittrid^ unb S)otoninfl, ber »ol^rfd^einKd^ biefelbe 
grttd^t ffotf geben an, ba§ pe öon ü. aSouiS erjogen fei, vxib fommt in 
beffen ßataloge, @er. I, SRr. 387 aud^ tint Poire d« Louvain t>ot,. 
toenngleid^ ol^ne SIngabe be^ ©rjiel^cr^. 3d^ mu^ mit ©ittrid^ urtl^eilen, 
bafe bie ©orte allgemeine SSerbreitung öerbient. STud^ S)otoning fagt: 
a pear of the finest quality. , 

Literatur unb Bt^nonpme: IDittrid^ in, @. 146 £divenet 9ime, Poire 
de Louvain. 2)ittri(^ aUegirt bie Annales de la Soci^t^ d'horticulture de Paris, 
Deo. 1834, Tom. XV, Liv. 88, ©. 372, 9«r. 40. J^oWning 6. 383. SHadJ ben JU 
2tfon t^erfaimneU getoefenen homologen toäre Poire de Lonvsin r=: Marie Pareni, 
biefe ift inbe^ nadi ber Slbbilbung in ben Annalea (I, @. 16) eine anbete, unb fagt 
auq S3ik)ort bafe[5ft, ba^ er fel^ft bie Marie Parent aud einer 1844 gemad^ten Slud" 
faat, }u ber er ^erne bon t^rüd^ten aud b. 9Rond legten Generationen nal^m, er^ 
|ogfn l^abe. — ^ie @orte barf toeber mit ber Sacr^ de Lonvain f fiötoener Sudtv 
bime, ^ittric^ III, 6. 184), nod^ ber Bezi de Louvain bertoed^feu werben, toetd^e 



28* 

b. SRond na4 feinem GdtoC @er. 8, 9tr. 8<M unb- Sil g(ei<l^faSd et)O0« %u6 
tpiS id^ nod^ erto&l^nen, baft ed.aud^ eine Berg»mott6 de LoiiT«in gibt unh bay 
id^ bon ^ittridB noA eine ben b. 9Kond erjoaene ßenrr^ delioaviiin l^atte (3)itir. 
m, €^. 141), bte mir bie Comperette gab, abernad^«ber lurjen $3ef(l^reibung .niti^t 
bie reffrte Sorte getoefen fein. Imm. (Sgt S. 807: £dmener Oergoipotte. 3.) 

9e9a(t: ^ie gfonh ilt no^ SHttrid^ betfinberlid^, getoa^Iid^ freifelfdtmig, 
gegen ben RtUlf obgerunbet, nac^ bem Stiele l^in in eine berC&ngerte 6))i|e au^ 
lauf enb, 2" breit, fi^^" l^o(| (toeCd^e SCiigo^en. aber eine Jtretfe(f orm nid^t be}eid^}ien). 
2)oloning be^il^net^e aU umgefel^'eifdrmig, a^t Simform neigenb, bilbH fie 
iebo(^ am Held^e ftar! abgef^m^ft nnb fo ]^oc( ald breit ai, IKeine ^rüt^te toaren 
in mel^reren @rnten bon einem gefunben ^robejtoeiiie ^iemtid^ bimfdrmig, 2" breit 
unb 8" ^od^. ^er Saud^ fi|t mel^r tUi(li bem ^eld^e l^in, um ben fie aOmftl^lig 
abnimmt itnb ^d^ oft mei^ toenig abflum))ft, ba( fie, toenn )ug(eid^, loie dfter ber 
gfaS ift, bie Held^fl&d^ fd^ef fielet, ni'd^t gut ftel^en ffiim. Siele QsspnpUixt tUmun 
inbe| gut auffte^en. fta^ bem Stiele mad^t fie meift nur eine fd^tvod^e, bei 
grd^eren ^ißttv^laxtn, too ber Oatld^ fid^ erft gegen bie SRitte ber grtud^t red^t auf- 
toirft^ aud^ rafd^ (Einbiegung unb me^r ettoad abge{htm4)fte S))ite. lieber bie ^rud^t 
laufen nieifiend breite beulen, bie dfter bie eine Seite, l^dl^er ma<i^ aii bie anbere. 

Jtetd^: l^artfc^olig, offen, mit ben SCuiSfd^nitten {iemfic^ in bie^dl^e fle^nb, 
ft^t in ffad^er SSertiefung. 

Stiel: flar!, I^ol^ig, 1— IV4" lang, balb gerabe, balb ettoadgeirfimint, fift 
toie eingefkedt unb bur^ einen SBulft dfter ^r! auf bie Seite gebogen, ober felbft 
gefd^oben, fo ba( er feitto&rtd inferirt fielet. 

Sfl^ale: burd^ bie fünfte nur gan) fein raul^, abgerieben gl&njenb, I^S 
gra8grfin, in ber 9ieife nur l^eOgrün. %n ber Sonnenfeite finbet fid^ bei flarl be« 
f onnten eine bunfelbraune, leidet aufgetragene, balb mel^r bertoaf (^ene, balb St>uren 
bon Streifen ^genbe, meifiend aber nur itreidd^en um bie fünfte bilbenbe 9lbt^, 
untermengt mit grünen e^letfd^en ber ^runbfarbe. $un!te jal^Ireic^, fein, afi ber 
Sd^attenfeite oft fein grün umringelt, in ber Si^tl^e grau. 9iofianf[üge fhib nic^t 
l^ftufig. O^erud^ fei^lt. 

grleifd^: matttoei^, fein, faftrei^, gang fd^m'eljenb, \»on ettoad toeinartigem, 
gejutferten, belilaten ®ef d^madCe. (^logiS f^&t gebrod^en, toirb fie bergamottartig ffi^ 

9ai 5tern^au9 ift gefd^loffen, bie engen, fleinen Jtammem entölten bpO^ 
!ommene, l^eSbraune, f))i|eifdrmige'5ieme/ 

Steife unb 9iu|ung: Sn'l^ei^en 3<tl^ren toie 1852 mürbete fie mir f(^on 
SRitte Se^^t., nad^bem id^ 6. SelE>t. gebrod^en ^atte, to&l^renb }uglei(^ aud^ am 20. 
Se))t. gebrochene f d^mel^enb unb nöd^ belüater mürben. 3n getod^nlid^en Sauren f &Kt 
bie 9ieife in ben Dctober unb l^t bie ^rud^t fid^ lan^e in ber 9^fe ol^ne au faulen. 

^er Ißaum to&d^fl gem&figt, ift gefunb unb fd^eint ftü)^ unb tooS au tragen. 

Dberbierf. 

^e mir bom $erm Sut>ennt. DberbiedP gefenbeten Slfttter l^aben bief^orm 
tinb €^rd$e, toie id^ fie oben a^d^nete, eina^lne finb aum Xl^eil ettoad breiter, ^um 
%^til aud^ fd^&ler unb l&nger, mel^r tWipt\\^, aÜ lanaettfdrmig, glatt, feiner ober 
gr&ber, meift a^^mli^ fc^arf gef&gt. — .9lu(^ eine Trfompbe de Loavain be# 9tou» 
euer OüCetind, bie id^ befi|e, i^ oon obiger jebenfoIB berf d^iebeii. 



285 



No. S9S. Cttbie* 2)ie( U, 3..2.; 2ucaft m, 8 «.; 9al^n Ul, 2. 




Jabtne« Xul (^an mon^) *t. SRttte Dct; 



^eimatl^ unb Sorfommen: DanSRond ^at fie jtoar in feinem SSergeic^ni^ 

6. 49 aU Sabine mit bem 3ufate par nous aufgej&^U, laufte aber ben IRutter- 

flamm in Sd^örbeed unb benannte bie gfrud^t ndd^ bem 6e!retär ber Gartenbau-« 

gefeOfd^aft in £onbon Sofef)^ Sabine. 9)ie Sirne ^at, toie ed fd^eint, nirgenbd 

triel XnÜang gefunben unb fd^eint aud^ nur unter befonberd günftigen SSerl^ältniffen 

ober am Bpaiint eine gute Xafetftuc^t ju iofrben. 

Literatur unb ©bnortJjime: JDiel 5«. Ä.-D. IV^ @. 187. 25ie ©abine, 
Sabine. @r betom bie ^fro)}freifer bon ban Wton^ iinb gibt ber $ruc^t I. 91., be^ 
^An^ hai Steif d^ aber M allem 2ob€ atö fdmig unb maxU^i, fo ba( er bod^ 
tooil nid^t gan} bamit aufriefen toar. — San SRond ^at fte flE>ftter, nod^ einem 
Stuffafe t>on i^m im ^tutn 9l %. ®artenmaga)in bon 1825 @. 82, Xaf. 6. too 
bie grud^t bef daneben unb abgebilbet ift, Colmar Sabine genannt. — ^uq ber 
£onb. (S)at. nennt fte Colmar Sabine, Sabine {ot the Flemings) unb bejeid^net fie 
old mittelgroße, pünbraitne, 6:eife(f5rmige, im 9^ob: 'jeitigenbe iCafelfrud^t II. 9c., 
bie bed 9inbaud ]ebod^ nid^t niel^r für ioerti^ gel^aUen n)irb. S3ei einer Sabine (o£ 
the Frenoh) loerioeidt berfelbe auf 3aminette,*bei Sabine d'M auf biefran^öflfd^e 
SargoneSe (©d^önfte ©ommerbime) unb ^It eine Sabine d'hiver t>on Colmar Sa- 
bine g^ennt, gibt aber nur i^rcn Flamen. — "Sn belgifc^en unb franjöfif djen 
@(^riften finbe ic^ nur bei Slougarb 6. 66 bie Sabine (van Mens) nad^ ^oiteou 
Sol. 8 atö 3iem(id^ fc^ön, f^me()enb, aber ettoad fteinig, füß unb too9(fd^m^dPenb, 
im San. unb gebr. reifenb gefc^ilbert. — (Sine Sabine d^hiver aud SUn^tti bei ber 
SudpeSung in IBerlin 1860 toar ettoad ft&rler fretfelförmig, am ^of>fe breiter, nadj 



286 

bcm Stiele ju Jurafcgelförmifl unb flar! a]&߀ftumj»ft, in gacbe öon ber l^er be* 
fd^rtebenen ©obtne ntt^t i?erfc^tcben, aut^ fc^on SWitte Ort. reif, ba« gleifd^ bemcrfte 
t^ mir alä fein,' butter^oft, fel^r angenel^m gclöür^t toetnig fü^, nur giemlit^ ftarl 
förnig umS Äern^au«. ©in auö Singer« bejogcner junger Saum jeigt iebodj bie 
S3lattform ber k)orliegenben, bie auc^ hierin mit t)an SRonS Slbbilbung im GJarteu" 
magajin ftirnmt, unb bie id^ öon Siegel, SSornmüEer unb au« §erml^aufen überein 
belam, fo ba^ tvo^l btefe Sabine d'hiver nur eine in bem to&rmeren franjöf. dlima 
beffer ausgereifte ©abine (ö. 3Jion«) getoefen fein mag (ni(^t ettoa eine grud^t bct 
gaminette, bie Sero^ in 2lnger« in f. SSerj. getrennt l^ält mit 3lleif;\eit im 35cj. bi« 
^ebr. , toä^renb Sabine d'hiver bei il^m im 9lot>. unb ^e\. geitigt). — aSgl. über 
eabine nod^ Dbcrb. 6. 403, JDoc^nalJil ©. 105 unb iDittrid^ I, ©. 629. 

Oeftalt: freifelförmtg-bimförmig ober Ir.4egelfi)rmig, um ben Äeld^ l^alb' 
fugeiförmig, meift jebocl^ fo abgeftad^t, bag bie gruc^t no(§ gut auffielt, nac^ bcm 
Stiele 3U ettoa« eingebogen, ober aud^ niit rein fegeiförmiger, koenig abgeftumi>f' 
ter S^i^e enbigenb. ^ud^ i)an 9lon« l^at fte koie auf obigem ^oljfd^itte, in ber 
einen grud^t nur ettoa« ft&rfer mittelbaud^ig , abnel^menber nad^ bem Äeld^e ju, 
aVg" breit, 3" l^oc^, gejei(^net.' S)iel befd^reibt fie ebenfo gro^ unb ald länglich" 
freif eiförmig, einer regelmäßigen B. gris ä^nlidj. 

^eld^: furg unb fpi^blöttrig, gelbbraun, aufred^tftel^enb, l^alboffen ober offen, 
in giemlidj toeiter, bod^ oft burdjf -SJeulen beengter, fdjüffelförmiger Senfung. 2)ic 
^brunbung ber grud^t ift jebod^ meift aiem^id^ gut. 

Stiel: mäjjig lang unb ftarf, l^olgig, braun, gelrümmt, ftel^t oben auf tote 
mgebrüdtt, ober neben einem $öder fc^ief. 

Schale: gelbgrün ober grüngelb, mit feinen unb grobem braunen fünften, 
bod^ toirb ba« ®rün burd^ einen t^erlorenen, nid^t raul^en, nur um beujleld^ unb 
Stiel jufammcnl^ängenb toerbenben SRoftüberjug üerbüftert. 

gleifd^: jiemlid^ fein, unter ber Scöale grüngelb, nac^ bem ÄemJ^aufe ^u 
röt^li(§, orleanäfarbig (in mandjen Sal^ven hjcniger ficbtbar), jiemlid^ f«ftig, tou- 
fd^enb, boc^ auflöSlid^, t)on fc^toad^ getoürgtem, fäuerlid^ fußen, ettoa« matten 
<S)efd^madE. ^n fd^led^ten Sommern bleibt e« oft ablnadtenb. 2)iel gibt alantarti^ 
gen ^udfateUergefd^mac! an, toogegen k)an Tloni baS ^^leifd^ al« toetß, butter^aft, 
fel^r füß, bon frifc^em, aber „ol^ne allen SKuöfateller-ßJefd^madt'' bejei^net. 

^ernl^au«: mit feinen ober ftärferen llörnc^en umgeben, t)oIlad^ftg, Aerne 
Hein, länglid^, fd^ioarj, mit fdjioad^em §örfer. 

Sleifeunb^luftung: Xie SBirne reift um hxt TOtte bcg DItober«, feiten 
3u 2lnfang Df tober«, ioie 2)iel angibt, ift aber bi« Slobember (ben öan 3Ron« an* 
gab) meift fd^on borüber, wirb aud^, einmal reif, bann fei^r ft^ncll teig, fo baft 
biefelbe bei fo öielen anberen guten grüdjten um biefe 3eit allerbing« entbehrlich ift. 

@igenfd^aften be« ©aume«: 3lad} Dan SRon« ift er öon majeft&tifc^em 
SBßudJfe unb einer ber fd^önften in feiner 93elaubung, unb audj üOn Slnberen »irb 
er al« Iräftig wad^fenb bejeid^net. -— 25ie 93lätter fmb länglidj eiförmig, mit 
au«laufenber, oft langer S^)ite, Heinere auc^ lanjettförmig, IV2" breit, 2 Vj— 3" lang, 
glatt, jiemlid^ fd^arf gefägt, langgefHelt. ^iel befd^reibt bie gorm anber«, l^at 
aber ben Sommergtoeig eine« jugenblid^en Saume« beobad^tet, an beffen (^tunbe 
bie 93l&tter, bie bon i^m befd^riebene eirunbe ober runblid^e, l^erjförmige ©eftaU 
annehmen. — S8lütl^enlnofJ)en fura, fegeiförmig, ftumtjff^jij , an ber Bpt^ 
l^eUbraun, am GJrunbe bunfelbraun. — Sommerjloeige grünlidj graubraun,, 
nad^ oben rotl^braun, bielfadj fc^mu^ig gelbgrau })unftiri 



287 



No. 394!, Sie |>er6ft=»tetWnie. S5ici m, 2. 2.; «uc. x, i a.; gai^n n, 2. 




5Du i^erbll-jßltttWriie» ©ttfier. t- Oct. 

icittCfit^ un>SßorIi>mmen: ^tefe 93IutMrne ftnbct ftd^ um aReintngen unb 

fdjcint audj ipeiter in ^j^üritiöcn Verbreitet, benn ftc War bereit« 6icKer belannt. 

3ladf i^ren ftarJtooIItßen, t^cilireifc gana runben S3(ättern l^iclt id^ fie für Xui^amM 

SBlutbirne, für bie ftc au6} ©icKcr anf^jrad^, allein idj überzeugte mid^ 3ule^t burdj 

bie berfdjiebene gorm^unb ungleich f})otere 9leife ber fjruc^t öon i^rer Serfd^ieben- 

^eit, fanb au^, ba^ bad an 93aumfd^ulenbäumen beoBad^tete runbe 93latt an älteren 

Ruinen f)>arfamer aU an bem Saume ber @ommerb(utbirne (^u^am. Sangoinole) 

k)orlommt, aud beren Samen biefe f^anetftt too^i entftanben x% 

Siteratur unb ©^non^me: %. O.-O.IV, ©. 313, ^af. 16: 3)ie «lut- 
btrne, Sanguinole. 2)ie gruc^t ift gh)ar fe^r Hein, bodj fenntlidj in gorm unb 
garbe unb an il^rem blatte, abgebilbet. £e|tereg l^at n)o^l auc^ Sidtler t>eranla^t, 
an Sbentitat mit Xu^amei^ Sangulnole unb ^noo^d @ranatbirne, bie er t)erg<ei($t, 
%u glauben, unb über beren frühere Steife l^tnh)eg)ufe^en. 2)ie gfrud^t toirb auf 
gutem ©tanSe, nad^ feiner Sc^ilberung, aud^ größer aU t)on i^m gejeid^n^t, l^at 
i^e größte ^Breite faft in ber ^itte, füölbt fid^ nad^ bem ^eld^e gu lurj unb runb, 
naäf bem stiele ju fc^neU abnel^menb unb audgefc^lveift f^i^; gulaufenb, ift iVt'^ 
Tang unb faft ebenfo bi(f, runb^erlenf örmig , i)on garbe grüngelb, an ber @.@. 
fiar! gerötl^et, reift, toie er Sb. VIII. unter @.^93lutbime angibt, ^nbe September. 
,,g(eif(^ grob, rol^. ungenießbar, jiemlic^ gerottet, getod^t blutrot!^, toe^^alb )tt 
dcmpoi^ geeignet." — 2)iefelbe 9tme toirb l^aben Pom. francon. @. 307 9lr. 136 



288 

bie BIutBirne/SADgainol« (bgl. 6.'-9(ut5icne) unb (efonberd bie otKiIe ^d^t 
k)om &palitKt tft äl^nlicfi. SRaberd @l^n. 'flnb auf bie @^.8(utbime (^ul^ameä) U^ 
iikali^, — 9[tt0 £uc. I^at, au^er ^ie(d @.'9(utbmte, 6. 210 noäf nne im JDct. 
teifenbe $erbftbiutbtme, bod^ o^ne Sefd^reibung. — 8g(. ^od^n. 6. 6 u. @. 19S; 
ei^n. bte $fr(ft^»(utbime: ^p&U »lutbinte, gleifd^bime. — Ueirigen« gibt t» 
fc^on nad^ SRanafr meliere 9irten bon iBIutbimen, bon ben Sllten Slord^i^ra ge* 
nAnnt^ inbem ne beten tlrf))run0 bom ^frof^fen auf bte f(^ioar)e 9lau(beere ob« 
leiteten. @o beft^e ic^ bon 6d^mtbt eine ©ommer^lBIutbicne mtt obalen aansranbigen 
tooSigenOIättern^ bie @id(Ierd @. SNutb. fein !ann. 9lu(^ ^abe id^ bon Oberbiecf eine 
Sfottbergamotte, beten gfrud^t ic^ Jebod^ ebenfaKd no(p nid^t .n&l^er !enne. — 
b. Slototo bef(^rieb femer in aRonatdf(^nftIII/e. 237 bie (Sro^e bdl^mtfc^e OCut^ 
birite (bie i^ bereits felbft 2Vi" breit, 3'' \c^, baud^ig^birnförmig, l^eagrün, ftarf 
trttb blutarttg geri^tl^et, 9(nf. @e))t. f(^on reif fa^) a» faft fd^mel^enb, il. »ange«. 
~- Betfmannd er^og bie Ssnguine de Belgiqae, JBib. 9((b. IV. @. 63 (}iemli(^ 
gro^, (&ng[id^ eirunb, fc^meljenb, im 9{ob. reif. — fHad^ franj. Sergeic^mffen i^ 
bie Sangnine d'Italie Sloifetted mit ben B\fn. Sangfoinolente, Poire de Vin, ftein, 
ablnadenb, DI. 9t., im 9lob. reif. — 2)ie bon $2orten in 1* belcique horticole 
bef(^riebene beffere Süttic^er »lutbime (bgl. b. ^lototo in Slonatdfd^nft lU, @. 241) 
bürfte bei i^rer 9ieife nab SRitte JDct. unb nac^ il^ren me^lbeft&ubten, me^r breiten 
aii langen Stättem in äsertoanbtfd^aft gu unferer ^erbft" ober aud^ gur Sommer' 
S3lutbime ftel^en. 

®eftalt unb (Srö^e {Inb bereite oben bef))rod^en unb aeieid^net; ^utoeiten 
baut ftd^ bie gruc^t )iem(id^ bimförmig, unb n)irb um Vs gtd|er. 

^eC(^: gro^-* ober Üeinbl&ttrig/ meift ^artfd^alig, oft blattloi^, graubraun, 
offen ,• ftel^t feiert ober flac^, jum X^eil oben auf, mit »eu(6en umgeben. ^ 
man(!^en ^i^A<4i^n aie^t ftc^ t>om j^eld^e hi^ jum Stiele eine 9iinne, toie bei ben 
!ßf[aumen l^erab. 

@tiel: nad^ ber 99ime }u ftar!, oft fleifd^ig unb gerottet, jiemUd^ lang unb 
fteif, am @nbe grünbraun, mit feinen Sßär^en, ft^t toie eingebrücft, ^utoeilen in 
gleifc^ringeln ober neben einem $Bd(er fd^tef. 

6d^a(e: bla^grün, f))(iter grüngelb, an ber 6. @. mit tl^eifö bertoafd^ener, 
t^eitö nur Ipfunlt* ober f[ectenartiger blutfarbener 9iöt^e, bie um ^eld^ unb Stiel 
oft geller toirb; in bem 9iotl^ finb graubraune unb auf ber übrigen Schale feine 
brAunlid^e ^unrte ju bemerfen, aud^ ftetd me^r ober toeniger bie 9ldt]^e trübenber SRoft. 

Steife^: rdt^lid^lvei^ , unter ber Sd^ale unb umd ^ern^aud carmoifinrotl^, 
unb auc^ bie gdc^er bed Hern^aufed finb \tatt gerötl^et, abfnadtenb ober raufc^enb, 
|tt)ar xcqt fü^ ober fd^toad^ f&uerlid^ füg, aber o^ne Q^etoür). 

Jtern^auS: mit bielen unb ftarten Abrnd^en umgeben, boU" ober l^^l' 
^^jf^Qt S^äcber grog, ettoad f[ügelförmig mit meift t>oll!ommenen Jlemen, bie einen 
fleinen ^baeranfaf l^aben unb ^eHbraun ftnb. 

Steife unb 92ubung: 2)ie Steife erfolgt gegen ®nbe Sef^tember ober 9in* 
fang Octoberd, 1860 ^atte id^ fte no(^ im 9lok>ember; einmal reif loirb bie 8ime 
balb teig, ift aber bann jiemlid^ gut gu genießen, gibt auc^ füge Sc^nt^e. 

@igenfd^aften bed Saumed: 2)iefer . to&<^ft in ber Sugenb ftar!, baut 

ftd^ f(^ön ))b^amibal, toie i^n SidEler fd^ilbert, toirb feiner ^ru(^tbar!eit toegen 

immer no4 gerne ^tpfianit — SBl&tter eirunb, meift ^erjförmig, oft otal, ouc^ 

runblid^, le^tered befonberd am ©runbe ber Sommerjtoeige junger, triebiger B&ume, 

an toeld^en fte toie bie ber Sommerblutbirne oft breiter ald lang ftnb, boc^ laufen 

fte bann meift in einen feilförmigen Stielanfa* au«. Sie ftnb iVi—l'A" ^»«t* 

174^21/4" lang, auf beiben $l&ci^en toie bie ber Sommerblutbime (bo(^ ettoad 

(btoac^er) n)oaig, meift ganjranbtg, ettoad ftc^elförmig unb l^ie unb ba toeaen^ 

'örmig, länger' ober fürjer geftielt. — 99lütl^en{nof))en mittelgroß, fegelfbrmig, 

iarl,. bo(^ nici^tftectienb f)9ib, bunfelbraun, ettoaf toeiggrautooUig. — Sommer* 

atoeige Wollig, grünlid^ gelbbraun, a. b. S. S. bunfelrot^braun, jiemlic^ ftart 

getblid^ grau ))un(tirt. ^ablt. 



aiitl m, S 2.; £uc. X, I ».; ^a^n U, S. 




Cictneckinu. Poire dliorticiiIteiiT, ». gtotow (vnuo^]. f. Oct. 



^eimat^ unb SoTlommen: Z^ n^ieCt bicfeSortt mit me^men anbcnt 
in fßco))ftrifcnt b»n ^axti ^ffnn in itaboti&ucg berritB uoi mc^mmt Sn^tm, 
in b(fT«n Sufaloa [riiter Cb^aumf^h bon I8&7 fte untn 91id. SS aufgrffl^ 
iß, mit IBejie^une auf bett Zatalu^ tion Simon Souii in SRe^ Iinb bn Semeifuns, 
bag fle von 2)D^na^[ fo benannt ttoibtn |ei. Sem tnnn fte ergogm »(wben obn 
Wo^ flr fonft lotnm«, ift ni4t nu&^nt. 3n Xiod^no^I, Scfc^nibung aKn Sini' 
forten, ISSe, tft ftf a&n ni^t ent^aCtcn. Hbm fo »«119 finbe f^ |^e in ten mit 
Konnten Sotaloscn fvanjäfifi^n Saumfi^ulen unb anbtnt tjornologif^m SBerfcn. 
34 '01t" bii^"^ O"^ toebK eine 

fiiteratut no<^ 6l;nonbme berfttben ^er angeben, muft ob« bo<^ ><• 
neilen, ba| R« "lii mit einet Birne, wett^e iäi untn; bem Kamen Pol» ä'M 
Ip«iili«im bereite 1847 »on Saumann in SoDlvilleT erhielt, gEcii^ |u fein f^ini; 
3(MMitef Snbttnt t«t Ctfttmte. T. 19 



290 

boA fonnte iA (e|tete nid^t latiae atnua l^eobad^ten. 3«!» flU^re ile l^iec nur i^re9 
auffottenbe« «eujetn (befötiber« linftc^Atd» beS utiflrwöpnRd^en ©tie») tee^ iiiik' 
toeil fle in btm gebeerten Katalog atö ium etjUn Stang bev ^feC^tnen ge^img, 
angeführt toirb, biefem ober feinedtoegd entf)>nd^t, an. 

®cftalt: a)ie grudjt ifl, toic ber «brife a«0t, metll auf ber einen Seite fWWer 
a(d auf ber anbem, fetten gleid^m&lig gebaut, «Vs* Mt unb s»/«'' l^odj. @ie 
icmmt aber niil^t feßen noc^ größer t>or. 2)er JD.uerf(^nitt ift jiemKd^ ^**^^ ^, 

Äeril^: erfejeint baCb longbWttrig, batb furablättrig, Je nacfibem fl* bie 
jeeld^einfd^nitte k^on^&nbig erbalten ^aben ober niäfi; er x^ t>m% offen, getbltd^ 
arün, au»eilen ettoa« fd^io&ralid^ unb ioottig, unb ftel^t in einer balb feierten, balb 
ftftrferen Vertiefung (o^ne befonber« in bie fCugen fattenbe ©eulen), totiü^ «ttoa« 
beroftet ip, 

6tiel: unten an bergruc^t grün, oben braun unb !nof})ia, fe^fr lang unb 
gebre^t, mit toenig fünften berfel^en; an ber gruc^t ftet« merrlid^ Derbiift unb in 
einer Keinen Vertiefung ftel^cnb. Wc^t feiten !omnt* e« öor, ba| ber f^r lange 
6tie( oben mit boöfommenen Stno\ptn öerfe^en ifl, avA benen ftdj bottfornmene 
»I&tter entioidett l^aben. 

e <ij aU: fein, glatt unb etwa« gefdjmeibig, \)on 3«rbe blatolblidj ober 
toei^lid^ grün ol^ne aSe 9idt^e, mit Dielen feinen, braunen fünften berfel^en, tDel<^ 
meift-nod^ grün umf^offen ftnb. 

Äernl^au«: öerj&ltnijmäjig, nur mit feinen Äömd^en beaeidjnet. — SHe 
Slfl^fenl^öl^le fe^r gro^; bie ^^tt gleid^faSd gro( unb ger&umig, mit toentgen, . 
guten Jtemen berfe^en. 

Jjfleifd^: fc^mac^ gelbliil^ toei^, fetnfdrtiig, mürbe, ^toar nic^t unangenehm 
efcbmacf, bod^ nur wenig faftig unb fcbloaA fü^li^, o^ne (S^etoür). 
Äeife unbSlutung: SDte grudjt reift «nfang ober aRitte Dct«ber unb 
gebt f d^neO i^orüber. @ie ift ^dd^ftend al» äBirt^fd^aftdfrud^t 2ten Slangd anju- ' 
fe^n unb ^&(l ft(^ nid^t lange, bürfte ba^er aud^ !aum weitere Verbreitung ^^tt" 
bienen, obf(^oh fid^ 

biefe @brte h^ mir M gut toad^fenb unb aiemlid^ tragbar gezeigt ^at. 

t>. JlotOtt). 

$err jtunftg&rtner 9Kaibier in treiben War fo gütig, mir Vteitter, überl^aut>t 
einen gweig ber Poire d'hortioalture (fo Bat $err bon glotow ben 9tamen übet 

Sine deid^nung gef Aneben) aui htm ©ro^en ©arten ju %redben gu fenben. IDie 
l&tter ftnb ^iematt wie ic^ fle oben neben bie grud^t )eid^nete, l&nglic^ eirunb, 
oft etwa« obal, meift etwad l^erafbrmig am @tiele, l&nger ober aud^ für^er fn^t* 
ipHi, glatt, ganaranbig ober nur an ber @f>i(e t)erloren geferbt, Wa^rfd^etnltd^ 
ftnb Jle Jebod^ nad^ ben behaarten Stielen auf i^rer unteren ^l&d^e etwad WoStg. 
Vlüt^eninof))en f d^einen l&ngli(^ legelfbrmig, f d^arf f{f»i( unb bie ^arbe ber eommer* 
aweige fd^eint ^rünbraun gu fein. 

Ob S)e€atdne, Weld^er Vanb HL bed Jardln froitier ber Belle Angevine bad 
S^n. Poire d'horticaltare mit bem gufat^ partim l^infugibt, Vb. I, Sief. 6 unier 
bem 9lamen Adam mit ben @bn. Bearr^ Adam, Poire de Thortioaltear unter SBC' 
rufung auf 6i d^enne unb $ret>oft bie oben befd^riebene S^^t l^at, ift stoeifel^ 
l^ft. 6eine 9[bam erjd^eint auf ber SIbbilbung )War mit ftartem, aber weitigcr 
langem Stiele, ift niqt fo band^ig, fonbem me^r bimförmig unb reift im älug. 
S)o^ l^at ^rebo^ bie Bearr^ Adam mit bemfelben Sbnon. im 9louen. VüQet. S. 58 
ber g-rud^t t>on gflotoWiS mel^r gleicb eirunb, nur (leiner unb fd^m&^tiger, aber 
ebenfaas mit !ür»erem Stiele abgebtlbet unb gibt il^te 9leife bom 9Enf. bi9 (Snbe 
Scbt CM. <bH Vime Veiber iit jeboc^ a. b. S.S. |kar{ br&unfid^ gerottet, jle 
foS ober auf ber Sd^attenfeite bla^gelb, flarf braun ^unttirt fein unb bad SfUtf«!^ 
iWetd^ed na(9 ^ecaidne feft, nad^ ^reboft aart, bod^ nitbt fd^meljenb ift) unb bet 
®ef(^madE werben äl^nlid^ Wie oben gefd^tlbert,'gleid^Wte auc^ bie Vegetation ^u 

gmmen fd^eint (Vlütter eirunb, meijl ganuanbig, am Sommergweige mel^r i>t>ai). 
ie rotl^e gfArbuiig (ann bad wftrmere €ltma bebingen unb ber Stiel bei anbeten 
grüfl^ten füraer fein. 3 a 1^ tl. 



291 



No. 396> tBUMt» Vbmt. Stitl n, 8. ».; Suca» m, 2. l.; 3al»n n, 2. 




€it«» 0intr. Slton Fear, (itnigit?) • Oct. 

^ettnatl^ unb SBorlommen: S)tefe englifd^^ e^ci^t ifl mir }uerfl 
1848 au« SBKen but^ bte ®üte ber .bortigen ©artettbaugefefffd^ in 
^fropfreiferu ji^^elommen: Sie fott au§ ©amen in ®ton gejogett unb 
Mit ^igl^t em^fol^Iett unb angepftanjjt teorben fein. 

Literatur- unb Sbnonl^me: 'IBid jeft l^obe id^ fte aud^ nur inengßfd^en 
^innDlogifti^ äBerlen'ertoo&ni gefunben. Soubon, ©nct^clo^&bie, 9t. b. (SngL, 8b. X, 
6. 912, Vit. 38; jginbfeb, Guide to tbe OreWd^to. Lond. 1831, pag. 867, 9h;. 61; 
€aia(o0 ber . Sonboner ®attenB.'@efeIIfd^. ed. 8, fftt. 217; toofelbfl fld^ auf bif 
Horticnlt. Trm&MMt. H, 1 belogen imrb. 2)i« bajelbft gegebene äCbbilbung fhmmt 
<^^f W^ ^&t^un0 na^ toenig mit ber meinigerr überein. 2)otoning l^at ^e nid^t. 
3n beh nur oefannten neueren fran^öf : Sßeden finbet fte fid^ nid^t, Aud^ in feinem 
ber mir t)or(iegenben fransöf. IBaumfd^uCen^^taloge unb eben fo toenig in beutfd^en 
pcmolo^x\^tn Sßerfen ober Katalogen. 



292 

2)te @e{lalt einer t)olKominenen %tvi^t }ei0t bet Umrii einer 
fold^en aiiÄ i)em 3al^r 1860 am beutlid^jlen. S)le ^^d^t erreid^t^eine 
Sreite öon 8" unb eine Sfinge ton 4", jutoeilen aud^ nod^ mel^r. ßine 
im 3al^r J1858 erbaute gruii^t toog 19 Sotl^. ' 

Rtl^: itlbli(S) unb grünlid^, aud^ hellbraun gef&rbt, siemlid^ für} 
unb fleif toorflel^enb, l^alboffen, ftel^t in einer feid^ten Vertiefung ol^ne 
galten, in toeld^er meijl einige l^ettbraune Slofifledte ju bemerfen finb. 

Stiel: }iemlid^ fiorf, oben ^eHbr&unlid^, unten grfinlid^ gelbjunb 
ettoaiS üerbidK, jumeilen in bie e^rud^t ilbergel^enb, toie in ber SCbbUbung 
auf ber einen @eite, eben fo oft .aber aud^ ring^^ l^erum in einer fttintn 
SBertiefung flel^enb. 

@d^ale: fe^r fein, glatt, gefd^eibig, t)on garbe blajs unb matt 
grünlid^ gelb. S)a^ ©rfinlid^e entfielt l^au^tf&d^Hd^ nur baburd^, bajs bie 
feinen l^eUbraunen ^nlte meifteniS ütoaS grünlid^ umfloffen ftnb. 

Aernl^au^: gro^, aber nur ganj fein angebeutet. Sld^fe tooD, fommt 
' aber au^ jutoeUen l^ol^I t)or. gäd^er grog unb geräumig, mit fd^önen 
großen, fd^toarjbraunen, toottfommenen Äemen. 

gUifd^: QtiUiäf toei^, inntt^atb bed Jternl^aufed faft etta>a§ rdtl^Ud^, Befotu 
betS toenn bie ^tuc^t ettoad überreif ift, fel^r fein, ^toar nid^t butterl^aft fd^tnelaenb, 
fonbem ettoad !ernig, fid^ aber beim stauen auflöfenb, fel^r faftig unb angenel^m 
fü^ unb leicht getoürat. %, I. ©erud^ fe^r fc^toaci^. 

Steifheit: getoöl^nCid^ 3Ronat Dctober, l^äCt ftd^ aber nic^t (ange in ben Slot). 

Uebrigend fc^eint biefe Sorte gut )u toac^fen unb ftar! )u treiben, l^at aber 
bei mir ettoad f)>&t angefangen, gu tragen. 

t). f^lotoh}. 

$ogg im 3Raxk t^on 1860, @. 185 bef einreibt bie ®Iton äl^nlid^ bem £onb. 
Kataloge atö mittelgroß, ot>al, grünlid^ mit bünnem ©raubraun' überbedH unb 
ftar! rotl^braun gefl^tft, an ber @.@. in Orange übergel^nb; bad ^leifci^ a(d feft, 
abhtadenb, faftig, fel^r gut, bie ^rud^t im @e];)t. reifenb. — 3)er^onboner (SataL 
bemerft, ba^ fel^r oft bie @amenf&($er unb Rtxnt feilten. $err @u))erintenbfnt 
JDberbiedC fanbte mir 8(&tter, toie er bie @lton burd^ Urbanetf t)cn ber Hort. Soc 
}u Sonbon erl^ielt, bie id^ oben neben bie gfruc^t jeic^nete. Dberb. gibt noc^ ^oU 
genbed über bie Sßegetation: Xriebe m&ßig ftarf, ettoad ge!niet, nad^ oben ettood 
toollig, matt olit^engrün, nur f))arfam unb matt ^un!tirt. 9(ugen }iem(td^ ^arf, 
fonifd^, fd^n)ar}braun Qt\^uppt, jiemlid^ abftel^enb, bod^ mit ber @))ite l^äuftg tote« 
ber ettoad gegen ben 3^^id l^ingebogen, ft^en auf jiemtid^ borftel^enben, tvenig ge- 
TdppUn ^^rägern. ^Catt beiS XriebeS eiförmig, fCad^, gan^ranbig, ober nur gerotv* 
be(t, mittelgroß, Sfterblätter meift fel^tenb. Sälatt ber grud^taugen gangronbig, 
fiadf, bon berfd^iebener ^^orm: bie Heineren lurjftieligen aud^ eifi^rmig, bie lang« 
Seligeren lang unb ft^if eifdrmig, oft aud^ am Stiele eai))tifd^ ahnel^menh. 



2»6 
No. 397. »dsMfittiNnit Mtettfee. Sbiti iVi 2. 2.; 2uc, x, 2 «.; 3. in(iY), sr. 




meinbinte tiom iBobtnfee (3)iate DUtinlitntO» ^»^a^* ti-- Oct. 4 sb. sRofbibft 



^eitnatl^ unb SSorfommcn: 3ft in ber ®egettb bei? SobenfeeS, 
bei ^ebrid^iJl^afcn unb Sangcnargen, fe^ öerfcreitet unb ate aRoflfrud^t 
fcl^ gefd^ält, inbem fic ein l^altbarc^, angenel^meig ©etränf gibt. SRcirt 
Slei^ l^abe id^ t}Ott $erm ®artemnf^)ector £uca^ unb bie bcfonberig reW^e 
XxaQhaüdt ber Sorte beftätjgte ftd^ aud^ in l^iiefiger ©egenb, IDO inbejs 
äRoßfrüd^te nod^ gar ni<i^t gef<i^ci|t Serben. @ie ift inbe| au<^ für bie 
Stü(S)t unb jum SSSelfen braud^bar. 

Literatur unb ©^non^me: £ucad ^ernoBftf orten äßürtt^Bergd @. 244 ' 
unter obigem Flamen, mitübent Sdemerlen, ba^ fle am 99obehjee jum Unterfd^iebe 
t)on ber jlnaudbirne, bie aud^ ^rül^e äBeinbirne l^ei^e, getodl^nlicl^ Bp&tt 9BeinMme 
genannt toerbe. Xa 2uca$ aud^ no(^ . eine @e(be Siloftbime bom SSobenfee j^at, fo 
lodre ^ur SSer^ütung bon SSertoec^dlungen ber 9lame @))&te äßeinbime t^ieUetii^t 
ber beftc. 

©eflalt: bidbaud^ig »«f reif eiförmig, oft mel^r umgefel^rt eiförmig 
2" breit, 2V3— 2V»" Ijiod^. S)er Saud^ fifet allemteifl ettooÄ nad^ t)em 
Aeld^e ^n, um ben fte fld^ balb ettooi^ flad^runb toblbt, bag fte auffielen 



9>4 

lam, balb mel^ eif&rmig jiiniitbet 9bM$ bem 6itele ntod^t fte eine 
lttr)e ober aud^ titoai l&ngere -^eifelfptle. 

unb feine Seulen ettDaft.defd^nfirt, ift offen unb (iegt Vemafl^ auf. 

etiel: l^o(a^0/ ai^I^<^ f^^f fletobe obet nur toenig eefrfimmi, iVs" lonß, 
0el^t aiemKd^ aud ber gfrud^t ^eraud ober fi|t toie eingefledft unb ifl dfter ehoaS 
auf bie Seite gebogen. 

ed^ale: pmlx^ fiati, bom 9«unte mottgrün, fafi J^OgraSgrfin, im biegen 
gelb, oft nod( mit ®cfin beimtifd^t. 2)ie @onnenfeite ift mit einer matten, erb- 
artigen, braunen 9iöt^e überlaufen, bie fid^tiid^t toeit erftre(ft ober nur Stnflug ifi. 
fünfte fein, fatten toenig ind SCuge, atö nt^rin ber 9ldt^e, too fte toei^Uc^ flnb. 2uc«A 
beseid^net fte aud^ an ber Sd^attenfeite al9 ftar!« SHoftanflüge ftnb giemlid^ ^&uftg. 

gfleifd^: toei^, faft etload irdtl^K^ fd^immemb^ um bad Stttn^au^ j^einigt, 
faftreid^, mürbe, bon fein f&uerUd^em ®efd^made, ben.^ucad M tan^ unb gu- 
fammen)ielftenb be3eid^net,'toa9 id^ l^ier nid^t fanb. 

2)ad llern^aud ^at ftarfe, l^oi^Ie Xd^fe; bie mft|ig großen, langen jtommem 
entl^atten fc^toar^e, tange, allermeijt unbolüommene üeme. Steldf^b^lt fiirjer, 
breiter Äegel. ' . 

Steife un^ 9lutung: 3eitigt nad^Bucad im Dct. unb l^aitftd^ 4aßod^ett, 
\OQfi il^re IBraud^barfeit ^r äBeinbereitung meiert, »ei mir ]^ie(t fte fid^ in bem 
füllten Saläre 1860 hx^ in ben Januar. S^enu^ung nur a(d SRoflfrud^t, jum Xrodhten 
unb Äodjen ift fle au fteinig. 

2)er IBaum toir^ nad^ 2ucad Semerfung gro^, mtt l^od^gel^enber Urone unb' 
erreid^t ein l^ol^ed Xtter, trägt aud^ iäl^rlid^ unb fel^r reic^Iid^. @ommertriebe loenig 
fhiftg, ftar! oCibenfarbig, ettoaii braun überlaufen, nad^ oben tooEig, mit siemlic^ 
bielen, großen, bod^ ettoad matten fünften. IBCatt gro^, flad^ ausgebreitet, gfön« 
^b, für) oba(, oft ettoaS l^er {förmig, mit nur ftad^en unb meift nur nadi ber 
6))ite l^in fid^ aeigenben fhtm)}fft>i|en S&geaai^nen. eiatt ber' ^ruti^taugen meiftend 
regelmäßig obal, biele aud^ tHipü^äf, mit gan) furjer &pi1^, oft nur geränbett. 
Saugen )iem(i(^ groß, faft lonifd^, anliegenb, ft^en auf langgeri))))ten ^r&gem. 

%nm. 9(uf meine äUußfrung, ob benn nic^t hex SBein au^ ebleren gfrüd^ten 
bereitet aud^ beffer fein möchte, a(d ber aud l^erbf[eifd^igen, erloieberte mir $err 
®arteninf))ector £uca8 einmal,* baß namentlid^. jur $a(tbatHfeit bed ^mi fd^on 
ettoad in ber grud^t borl^anbener ©erbftoff erforber(i(^ fei. iDamac^ toürbe ettoa 
tn meiner ©egenb ober SBoben bie Obige, für äBeinbereitung nid^t'meljfr fo fd^S^^bar 
fein, a(d am S3obenfee. Sollte ober ber 98ert^ ber je^t gef<!^ft4ten, totnn aud^ oft 
^erbfteifd^igen ^^rüc^te, nic^t mel^r in bem großen Ertrage liegen, ben i^re großen, 
reid^ tragenben, alt toerbenben SBäume geben? 92ad( Stnalogie bed eblen 9ieben' 
tpeined, ber um fo beffer, aud^ nid^t toeniger. faltbar ifl^ je mel^r eblen, audter^al' 
tigen 6aft bie Xraube l^otte, fo ^aß man ben fd^led^teren Sorten ja je^t felbfl 
gudforaufett, foSte man glauben, ber äBein'auS ebelfd^metfenben, faftreic^en Dbft^ 
früd^ten müßte aud^ beffer fein alS ber bon ^erbfleifd^igen. 2)iel rül^mt toenigflenS 
fel^r ben äSein, ben er bom (Snglifd^en &otbpepp\nQ ^atte. <5omt)aratibe 8erfu(^ 
jtnb barüber bielleid^t nod^ nid^ genügenb gemacht. 

DBerbied. 



295 



Wo. 398. J)«e»«<>C«l*«m* a)4clI,8(2)2.;gttc.ra(IV)i b.j 3a)^nIV,t. 




$eimatl^ unb Sorfommen: ^tefe fc^&t^'are ^afe(fru(^t, bie, toenn nur 
fHt^ B^nug geBcod^en, aud^ in meiner ©egenb l^od^ft&mmig fd^dne fc^macfl^afte 

tdid^te giebt, erjogr $err $ri>f. ü. SlonS, unb benannte fte, auf Serlangen U^ 
önigS t^on SBücttemberg, nad^ bem 9Bürttentbergifd^en ©eneral, ©tafen XiUtn. 
9n ^te( fanbte er fte aI8 Dillen d^automme, toie fie auc^ in feinem (Eaialo^^ 
eer. H. 9lr. 468 ft(^ finbet. ©d^eint noi^ »enig belannt, toa^rf d^etuUc^ , jpeil 
bie ®m))fftnger ber @orte gu f))ät bred^en unb bie grud^t toenig gut fanben. Sxein 
«ei« erl^ielt id^ öon a)ict. 

Literatur unb ©l^nonl^me: S)iel A— B. m, ©. 76. JDieiDiaen, Dillen 
d'automne, barf iVeber bertoec^felt toerben mit 2)ield Butterbirne, bie irrig oft 
aud^ Dillen unb Qros Dillen genannt toirb, nod^ t^it ber Doyen Dillen ^^ec^ant 
Xiütn) unb toirb, um Sertoed^fetung ^u berl^üten, beffer nic^t b(o^ bie ^tUen ge«* 
ncutnt. ^ie Anof^es II, @. 73 geben gute, jeboc^ obige S^gur an ©rd^e merftid^ 
fibertreffenbe SCbbilbung unter bem $aut)tnamen Mar^chal Dillen unb bemS^non. 



296 

Dillen d'aatomne. gn bm itt ber PobUeatlon der SooiM T«n Monft de 1861 

gegebenen ©ortent^etjeid^niffe finben ftd^ baoegen Dillen d'automne unb Mar^ohAl 
Dillen getrennt t>on einanber aufaefül^rt. Kommt in Q^atalogen feiten t^or. 2>ad 
beut. Cbft'^ab. 12, 3tt. 46 gibt falfc^e ober fd^Ied^te 9[bbi(bung. 

®efta(t. Jtommt in ^oi^ ^^ ^ec^antSbirnen unb ber alten @iolmar nabe. 
Jta^ Xitl ift {te runbbauqig mit breit abgefhtmt)fter @tie(f))ite unb fanb td^ 
ntand^e, befonberd Heinere ®sem))tore auc^ fo, grö^re jeboc^ merfCid^ l^d^er aC8 
breit^ htm Koniferen fic^ ndlj^emb, Mie {te audf bie Annales abbilben, bie jebod^ 
rid^ttg anmerlen, ba^ bie ^^orm DeränberCid^ {ei, unb man auf bemfe(ben Saume 
eifdrmige, mebr Ireifelfdrmige unb faft cl^Iinbnfd^e ^üc^te ernte, ^er Saud^ ft^t 
• bei ber mel^r lonifd^en gform merfUd^ mel^r nad^ bem j^elc^e ^in , um ben fte ftd^ 
oft KaA, aber immer fo abrunbet, ba^ fie nod^ gut ftel^en !ann. ?fla^ bem @tie(e 
mad^t fte leine Einbiegung, unb enbigt mit einer bitfen abgeftumt)ften ^piiit. @ute 
grrüc^te finb nac^ ^ie( 3'' breijt unb getoö^nUc^ aud^ eben fo l^oc^; i^ l^atte fte 
ni^t über 2Va" breit, aber iJfter babei bon 3'' §ö^e. 

Rcidf iur^blattrig, l^artfc^atig, offen, aber mit ben 9tugf d^nitten meift etiDad 
^ufammengebogen, fl(t in geräumiger, meift flad^er ©enfung, auf beren 9ianbe ft^ 
einige f(a($e ^mUn ^ei^en, bie aud^ bemer!oar, bod^ fel^r fUtd^ über bie gruc^t 
l^intaufen, unb bie Sdretteburc^meffer oft ettoad ungleid^ mad^en. 

@tiel ftar!, fanft gefrümmt, oft' fleifAig audfel^enb unb mit Jtnöd))d^en ber" 
fe^en, mit Orlean^l^äutc^en ftarl überwogen, ft^t flad^ k>ertieft, ober toie etngefle<tt, 
meiftend mit einem ober ein ^aar flad^en ^(eifc^toulften umgeben. 

@($ale gtatt, mattgtän^enb , bom Sdaume hellgrün, in ber Steife, toenn 
fie 3U reqter ^eit gebrochen ift, nur gelblid^ grün (^ie(, ber fie atö citronengelb 
be^eic^net, fc^etnt auc^ ju f]pät gebrod^en ^u j^aben). 9ldtl^e finbet ftd^ nie. 5Die 
fünfte finb fein unb ga^Ireic^, bon ^^arbe toie bie SloftanfCüge, bie !S)ie( unb ic^ 
nur fein unb nid^t bebeutenb fanben, koäl^renb bie Slbbilbung ber Annales me^r 
Sioft barfteSt. ®eru(^ ift fd^toac^. 

^ad ^leiftj^ ift toei^, t^on SCnfe^en etn>ad. grobförnig, loenn bie ^ruc^t 
gu \pät gebrochen ift, ettoad fc^mierig ober el^er moU, ald fc^meljenb, bet fril^ 
genug gebrochenen f^rüc^ten aber J^inreid^enb faftreic^ unb gan} fd^meljenb, t>on 
angenehmem, bergamottartigem^ fein simmtartigem, — nac^ ^ie( felbft ftarf ^immt^ 
artigem ^efd^made, ber inbe^ tn metner (Segenb ettoad gen)Ür)ter fein Idnnte, to>o 
i^r bie SBiUiamd ^^riftenbirn, bie ^erbftf^lt^efler, äBeftrumb unb anbere jiemCic^ 
gUid^^eitig reifenbe an @üte bed ©efc^madd Dorftel^en. 

jlernl^aud flein' mit ^o^ler 9l($fe; bie Itammern enthalten biete braune, 
eiförmige, Keine boStommene jleme. 

Steife unb ^tu^ung. ^eitigt nad^ ^iel oft (Snbe September, nid^t feiten 
im l^alben October. SBei mir fiel bie Steifheit nur in rec^t Carmen Salären nocb 
in ben September, meiften« erft in ben bei., felbft bi8 gegen 20.. Dct., fte mu| 
aber noc^ gan^ grün, lool^l 10 ^age oor ber Saumreife gebrochen ttrerben, um 
red^t fd^melaenb ju werben. 3^ ]p^t gebrod^en taugt fte noc^ jum Kochen unb 
SBelfen. 

3)er Saum toäd^ft lebhaft, lommt in allerlei Soben gut fort (aud^ im feud^- 
ten ©ulinger Soben ftcl^t ein ftarfer gefunber ©tamm), ma(|t bicl, etwa« fc^lanfe« 
$ol), gel^t gut in bte £uft, belaubt ftd^ fd^ön, fe^t frül^ gfrud^t^ol) an unb ift fcl^r 
frud^tbar. 6ommertriebe lang, etwa^ fc^lanl, nur an ber ©^i^e etwa« Wollig, 
ieberfarben, wenn ber Saum auf Quitte berebelt ift, Worauf er gut fortfommt, 
an ber ©onnenfeite rötl^lic^, unb nur wenig nxib nic^t in« ^uge faSenb ))un!tirt. 
Slatt lang eHiptifd^, mit audlaufenber @))iie, Heinere lanjettlic^, glatt, gl&n^enb, 
nur fe^r feiert ■ unb ftum^f gcjal^nt. SDic unteren Sl&tter am ©ommertrieb finb 
gros unb mel^r eiförmig , 2lftcrblätter fabenförmig. Slatt ber ^rudjtaugen etti^v 
tifc^, am @tiele oft ftarf berfc^mälert , gleid^faS« nur fett flaQ ititb ftoulpf ge^ 
jajnt. 9lugen flcin, l^ergförmig, anlicgenb, fiten auf Wenig borftel^enben Xr&gem. 

DberbiedE. 



297 



No. 399. fbmlliu a>iel I, 3, 2.; £uc. HI, 1, 2,y «jal^n in, 2. 




^timatff unb SJorfommen: fie fam an S)iel bur<i^ 5ßrofeffor 
(£rebe in SWarburg. S)iel toeijs nid^« toon il^rem Urf^jrung ober über 
bie entfiel^uttg i^xe^ 3tamm^ anjugebcn. — ^^ erl^iclt bic ^ßfropf^ 
reifer t)on Siegel, lann aber m^ ben öfterÄ erjogenen grüd^ten nid^t 
in bo^ t)on S)iel il^r gefpcnbete Sob einflimmen, inbem fie nur in fel^r 
gfinfügen Qal^ren fd^meljenb unb tool^Ifd&medenb Joirb. 

Literatur unb S^non^mc: S)tel 91. Ä.'D. HI. @. 118. — a)iitridj, 
I. ®. 684. — Siegels. 3lnro. ©. 77. — S)o(lJna^t ©. 104. — 3lu(^ JDiberb., 3ln(. 
©. 262, fanb jtc nur in toannen Saluten fc^mclaenb, in anbctem unb trocfcnem 
»oben bleibe fie^Äoc^birne unb ba« in mand^em »oben alantartige ©etoürg fc^le gang. 

©eftalt unb @röfee ber an einer freifiel^enben uubefd^nittenen 
5ß9ramibe erjogenen ^rud^t in il^ren öftere öotfomntenben 2 formen 
fel^e man oben. SDiel fd^ilbert bie grud^t 2 Vi" breit, SVi^l^od^, jiem* 
lid^ bimförmig, boä) öftere ppxamiial, um ben Äeld^ ^alb lugelförmig 
unb fo toeit abgeflad^t, ba^ fie meijl nod& aufflel^e. 3ta^ bem Stiele 



298 

)tt ntadi^ fte qmSfytAiify nur auf einet Seite eine flarle (SinMegnng 
unb enbige mit einer ilegelfpi|e. 

Sttl^: flar(6I&ttrig, ^rtfd^olig, offen, iaVo in einer tieferen, haü> 
in einer fel^r feid^ten, nteifi ebtnta Sinfenhtng. ^u^ über bie ^rud^t 
laufen feine malten @rl^aben]^eiten l^in. 

6tiel: bid, ix^ 1" lang, na^ ber ^tm ju fiarf unb fleifd^ 
aud^ dfteri^ mit ^eifd^ umringelt, toeld^eiS d^afterifUfd^ f&r bie 
grud^t ifi, unb ton gleid^er garbe mit berfelben, nad^ bem 6nbe ju braun. 

@d^ale: jart, glatt, nid^t fettig, fd^ön IS^eSgrfln, in ber äleife l^eU 
citronengelb, an ber ©onnenfeite mel^ orangegelb, nur l^ier unb ba 
fd^toad^ carminger6tl^et, mit tieltn fel^ feinen br&unlid^en fünften, ein« 
jelnen Keinen 9toftf{ed(d^en, unb ettood b&nnem Slofie um ben fteld^ 
l^erum. 

gleifd^: nad^ S)iel fd^bn toeife, fein, fafttooH, butterl^aftfd^eljenb 
toon ungemein jlarf em angenel^en fu^en 3ittimtgef d^madf — tourbe bei 
mir nur in fel^r g&nfUgen @ommem nod^ }iemU<| fd^meljenb, bod^ nid^t 
butterl^aft, toenn aud^ fonfl üon angenel^imem filmen jimmtartigen @e^ 
fd^madf; in. finaleren ^a^xin bleibt t» fd^leimig, fd^oljartig unb fobe 
fü§ (»eil ol^ne ©etoftrj). 

jtevnl^aud: mit ettoad, hodf nid^t )u bieten itnb nid^i ju großen l^dtmi^eit 
umgeben, f($toa<l^ ^o^U ober t>^Uadf%, Stajnmttn ^imli^ gvo(, mit toenigen, bo(^ 
t)Oiaommenen, langen, fd^toarabraunen iternen, faft ol^ne $ötfer. 

Steife unb 9tu|ung: bie gruc^t reift @nbe Cct. ober Einfang 3tot>. unb 
l^&It ft4 mel^rere 9Bo(^en, bei nic^t guter SCudbilbung aud^ I&nger, bleibt ober 
bann nur j^od^birne. 9^ad^ ^ie( mu( fte genoffen toerben, el^e fie gelb tonrb, toaA 
ober nur für taHtrme £agen giCt. — Sei bem gCeid^jeitigen Sorl^anbenfein fo bieler 
anberer befferer Birnen l^alte id^ fte für )iemli(^ entbel^rUd^,- obgleich bie grui^t 
Au^erlid^ fc^dn ift. 

(Sigenfd^aften bed Saume.d: berfelbe l^at ein fel^r gefunbed ä&ad^dtl^um 
(toie bie SRarfgr&fin, ^iel) unb belaubt ftd^ fc^ön, ift aud^ fruchtbar unb gebeizt 
auf QHitte., — a)ie »lätter ftnb aiemlic^ grofe, otoal, IV breit, mit ber oft 
Vi" langen @^ite dVi" lang, oft fürjer, oft breiter, meift im borberen X^le {ua 
breiteften, glatt, md} bome l^in jiemlid^ fd^arf gefogt, bunfelgrün, ftar! gl&n^enb. 
— IBlüt^enfnoft)en aiemlid^ gro^, fegeiförmig, siemlid^, faflfte^enb f))i4, fd^toara« 
braun. — Sommeratoeige grünlich gelbbraun, mit feinen gelblid^en fünften; 
nad^ 2)iel ftnb fie ettoad tooSig, gelblid^grün, gegenüber unb befonberd nad^ oben 
rdtl^lic^, ettoad l&ngli(^ braun ))unftirt. 

3fabn. 



29g 
No. 400. (^MHdse »iltettinie. ^iel l, 2. 2.; Suc. iv, 1 ».; 3al^n ni, 2. 




i^dlfmt iBnttetMtne. Beurrö superfin. SRiUet <a)ou6auit). *». Oct., »ob. 

^eimail^ unb 93or!ommen: ^et 9aumfc^u(6eftter ©oubault au SRiSe" 

fiebd bei SC^gerd ergog fte unb erntete bie erften Stufte 1844. mit fanbte 
err fHat^ Dr. 2'6ptt ixt 92eubranbenbut0 1859 bie gruc^t, toetd^e id^ bei aSer 
©rd^e Vortrefflich fanb unb bie id^ beiS^alb gur 9ln^fCan)ung toarm em^fel^Ien toiS. 
Literatur unb @]^nonl^me: £tron b'XiroC. Descript. I; @. 52, tab. 16, 
llg. 8: Beurr^ superfin, mit Semerfung, fte fei bereite \)on SRiSet in ber Pomol. de 
Haine ei Loire bef (^rieben, fei gelb mit 9$unften unb Sioftfleden, @tie( bicf unb 
ftarf, befoftberd an feinem Slnfange, gleifd^ butterl^aft, faftt^oll, gut ))arfümirt, 
reif im Öe^t. SCe^nlidb 93a(tet @. 14: ,,)iemlid^ gro^, eirunb (oy^). am Stiele 
tpulfüg, x^t^üdf gelb, gfleifd^ fein, fdbmelaenb, boll beCtcieufen, fd^toad^ fäuertid^en 
@afted, Bcpt' £ero^: esceSent, I. 9i.,^ug. unb @e^t. (Sraogen bon ©oubault, 
niqt bon ban 9Rond unter bem Flamen de Gumberland , toie be Songl^e fage. 
a)ecai8ne l^ait biefelbe für ibentifd^ mit ber bon i^m SBb. IV. (Sief . 41) fel^r ^nlx^ 



300 

abqthxtbtUn unb J^ef (i^rieBenen Graelln, mit ben iDeiteren Btfnoru Bemrrt Dathffl ttitb 
Dathie de printemps, benen er auc^ Laure de Glymes mit einem ? 'jugefeKt. 9ud^ 
l^atte ic^ 1863 bie f^rud^t ber ©radlin aud (^rlgtul^e t^on bet ©drUtet XufteSun^ 
gut mit ber B. enperfin ftimmenb, unb 2iron b^9liro(. ^at bie Qraalin in f. De- 
soription I, @. 34, t«b. 9, fig. 6 ebenfalls fel^r &^n(i(^ gejeic^net unb bef daneben. 
@ie tourbe naäf einem $m. be @raÄ(in, auf bcffen ®ute man fie gegen 1837-^-1842 
auffanb, t>on Dr. 8retonneau benannt, i^r Beinamen GraBlin de Nantes ifi jeboc^ 
na<^ Siron b'äirol. Liste ayn. @. 76 unrid^tig. ©ie fei faft toie B. gria, üielleic^t 
eine Unterart t)on biefer, h)ogegen fte S)ecaidne i(aud^ Xougarb @. 35) ber Duchease 
d'ÄDgouleme dergleichen. — SßiKermo} in Pomologle de la France, Lyon 1863, 
toiberf^rid^t ber Sbentttät ber B. superfin mit ber Graslin unb erllärt beibe, toie 
aud^ bie Cumberland (y. M.) unb Dathis, alfo aUe 4 für berfd^iaben, gibt aber 
toon B. Buperfin, Tom. I, unter 9lr. 43, eine gut mit 2)ecai3ne'8 Graslin l^armo* 
nirenbe Slbbitbung unb 93efd^reibung. 2)oc^ toiU bie S^getation, toie ic^ beibe äCrten 
üon Dr. 93aIIing ^ah^, beren iBäume abet nod^ feine ^uc^t brad^ten, bid je^t nic^t 
gan) ftimmen , unb fc^ilbere ic^ bedl^alb mit gfolgenbem l^aut^tf&d^Iic^ nur bie B. 
Buperfin. 

® eftalt: !reif eiförmig ober auc^ mel^r eirunb. 3um X^eil um ben Steläf giemlid^ 
ftar!, 3um ^l^eil audf fdbto&c^er abgeplattet, auc^ nac^ bem stiele ^u nimmt fte 
baCb mel^r, balb weniger fd^neU ah, enbigt aber meift mit ftirger in ben Stiel aud" 
taufenb^ ^pit^t, 2ixon b'Slirol. bcfd^reibt fte al« 3Vt" i^oc^ unb fafl eben fo breit. 

jlelc^: f|}itfblättrig, gelbbraun, i^olboffen, in enger unb aiemlid^ tiefer @en!un^, 
mit einigen 99eu(en umgeben, bie über bie 'S^ud^t fortlaufen unb bie äfiunbung $te 
unb ba ungleich machen. ' 

@tiel: fei^r ftarf, nad^ ber Sirne ju fleifd^ig unb angef d^toollen , grünlich 
gelbbraun, fte^t oben auf ol^ne Slbfa^ unb ift meift ettoaS gefrümmt. 

@ c^ a l e : glatt, grünlich citronengelb mit feinen bräunlichen fünften unb 
)erf))rengtem, neuartigen 9lofte, ber nur um ben ^eld^ l^erum me^r )ufammen^&ngt. 

gleifd^: gelbli^ toeift, fejbr fein, böHig butter^aft, faftreic^, bon äujerft an- 
genel^mem, burc^ feine ©&ure (2)iel toürbe „SRugcatcHerfoure" fagen) unb öiel 0e- 
toürj er^abe>ten, loeinigcn Sudn^e\^mad. 

^ern^aud: fletn, nur bur$ fel^r feine ^ömdten angebeutet, tooHad^ftg, Stara* 
mtvn flein, eirunb, mit meift unöoWommenen, mittelgroßen Äernen, faft o^ne $ötfer. 

Sfleife unb ^lu^ung: S)ie Sirne reifte in bem hjarmcn ©mnmer 1859 gegen 
(Snbe bed Oct. unb bürfte l^iernad^ bie S^eif^eit bei und im Oct. unb 3lot>. fein. 
SBillcrmoj gibt ©e^t., jutoetlen 3lug., auf laltem ©tanbe aud^ Dctbr. an. S)e- 
caidne für bie Graslin iilittc Dct. unb mit il^r reifen nad^ i^m unter gleichen SBer* 
l^altntffen B. superfin unb Dathis gan^ gleid^. @d ift eine große unb fc^öne, Oor" 
aüglic^c ^afelfrud^t, bie geioiß überall »eifaff finbet. 

@igenfd^aften bed SBaumcd: nac^ Siron b'Slirol. ift er auf Quitte ger- 
ebelt bon mittlerer SBüd^ftgleit unb trägt gerne. 93altet begeic^net i^n'ald mittel- 
frud^tbar, bed^alb n)ie ber ber Graslin flüd^tig ju befc^neiben unb für ^od^ftamm 
auf Söilbling, für ^^ramibe unb Gorbon auf Quitte ju üercbeln. — 2)ie Blätter 
bed älteren $olged an einem jugenblic^en 93aume ber Beurr^ superfin finb benen 
ber $arben))ontS äBinterbutterbirne äl^nlid^ oDal, nac^ bem ©tiele ^u etn>ad ber« 
fd^mälert, aud^ am 9ianbc eben fo toeUcnförmig, bie länger gcflieltcn finb etti^3tifcb, 
ein Xl^eil lanzettförmig (le^tere gorm jeigen auc^ bie SBtätter ber ©ommer^meige), 
länger ober lürjcr jugefjji|t, glatt, regelmäßig unb fein ober audf gröber unb flärfer 
gefügt, bunfelgrün unb glänjcnb, reid^, boc^ fein gcabert. ©tiel Vi—^" lang- 
(3dJ zeichnete bie beiben ^aujjtformen ju beiben (Seiten ber gruc^t. S)ie über beibe 
gejeicbnete SJlattform aeigt meine Graslin, beren Slätter 2)ecaigne am gruc^tl^olie 
al8 ot>al, jugefjjij^t, faft ganjranbig, om ©ommerjloeigc al« langelli))tif c^ , fa^ 
ganjranbig bcfd^reibt, boc^ §at er fte am ©ommerjWcigc län^lic^ eirunb, mit langer 
audlaufenber @j)i^c, feiert Htoa^ gcaa^nt^gefägt abgebilbet.) — * ©ommerjtt>eige bräun" 
lic^ grün, a. b. ©.©. braunröti^^^id^f f^i" gelblid^ Jjunftirt. — 2lm jungen $ol3e 
finben fidjf öfter« JDomcn. Qal^lt 



\ 



No. 401. »•«ttltrt Oltttiltnt. .Z)ie(I, 8. 3.; £uc. m, 1*.; SaHU.S. 




jßft^Iit» ÄBttfrlrir«. »i»., 3)«BiSn( {»««((tw). •• Dd. So». 



^timat^ unt> Smlommtn: 1k tvutbt boiK ®artn» »oi^Iirr, s<&. 1774 
in S&fintnt^, in SapJjfHelwoud (Eaitton be »ourbourg, SJetiattBn. bu Mort) nt- 
mm unb bie.6)arten6auseffll|(^aft |u Sourbcutg gab 3unft ^tat^ct^t Aber bic- 
[clbt- — 34 no^ b" i^ruf^t aud ^m. Snol^'S Soitinunte bon ber 9(u<|l(IIung 
in ScrCtn unb bebm Bon $in. £not} fpätn eintn iungtri. eaum, nac^ tDtC^ctn 
i<^ bie Stgttation ((^ilbert. — 3)it Sime ift fel^ f^Sn unb gut unb ii^ lann fh 
<ntg<[;gnttli(^|t nntifc^ltn. 

£itetatur unb S^itonl^ntc: AtauX. d« Pmnol. Tin, 6. BS: Benn^ 
Baobdiei. Sic nfc^rint ^i« tlfintr unb am Xtlifyt flAil« obgeljCattet, alB auf 
mrinn Sndnung, bot^ ^ilbttt fit ^caiSnc im Jard. ftvlt. y, Xaf, s» ä^nlid^ bn 
fe|tenn, b«{Dnbei:e«in btm eintn Uon i^m gegrii^netnt ftffi otD^tn, B^ji" bnitcn, 
Ai/i* ^o^tn Spmian ab. ®ie isitb in btn äCnnaltn bon mo. ali ginnlit^ gct^, 
Ubtgli^ obtt oboImiftCfBnnls, oft bculie, \t^ wed^felnb in Sonn unb gfinung, 






302 

l»te bic l^on ber ^rtenbaugef. )u^oubi>ttr0'tniti|^vt>er0K(^«teDooh688e'd*Angoii- 
leme — \>on 2)ecai9ne a(d 0U>(, bauidbig, a^eftum|»ft, Dft benlig unb bon bec 
gorm ber obenaenannten ober aud^ bet Strenbetgd (Solmar — k>on beiben old feitt" 
]ieif(bi0^ butter^aft, t^on 8il). atö au60e}ei(bneten ^efd^ma(fö, oOererflen Sianged, 
t>oit 3)edcaidne gtoar aI8 fafireid^ unb gq^a^r ober nur toenig erhoben gefc^ilbert. 

— Stvxyttt 9%ad9ri(!^t geben Liron d'Airol. Üble »ynon. @. 6: ,|fe^r gro^^ !• 91., 
(Snbe 2)ecemb.''; Spaltet ®. 23: «gro^, lAngltd^ eai))tifd^, @ajft angenel^m, Oci 
9tob.'' ; £ero^ : „groft, I. 91., 9lob. Xudgegetd^net fd^dn unb gut, fel^r n^er^boS". 

— 9lad^ ^ecddne toirb bie d* Arenberg (9[renbetgd (Eolnmt), t>e¥g(. 3(1. ^onbb. n, 
@. 664 ^utoeiten mit il^r t^evioed^fett unb ber 9tame 8ad^e(iet |u&^ebaUer-ent|tent. 

®e{ialt unb ®rö(e gibt obigie ^<f\iSiXiyxn%, ®benfo unb gteid^ groB unb 
fd^dn fal^ id^ fte t)on ben i^erren ®ebr. @inu>n Souid in SRe^ bei ber SCuSjUSTung 
in 9{amur 1862 unb toürbe id^ bie gfru(^ aI8 unregelm&^ig eirunb, nac^ bem 
itetd^e )u obne^menb, um benfelben üebod^ mtt^ig abge))(attet, fo ba( fte )ur ^^ 
nod^ aufftel^t, nad^ bem stiele 311 abgeftum|»ftbimförmig ober fegelfdrmigbejeic^nen. 

^ti^: Hein" unb f))itb(&ttrig, innen gelbbraun, offen in einer ^iemtid^ regeC« 
müßigen, boc^ !(einen, fd^üffeCfdrmigen (Sinfenlung mit ffad^en fbmUxi umgeben, 
bie über bie Salbung unb ben IBaud^ l^in (tarier l^ert>ortreten unb bie gfruc^t t^er-* 
(oren, bod^ ^iemlic^ regelmäßig 6fantig machen, 

@tiel: fel^r ftar! unb jiemlid^ lang, braungelb, fd^toa<l^ toertieft ftel^enb, meifl 
bon einem fid^ antel^nenben $Mer ^ur @eite gebrüdtt. 

6 d^ ale: fd^Bn glatt, grün(i<l^ dtronengelb mit unbeutUd^en fel^r feinen br&un- 
lid^en fünften unb 9ioftftreifd^en, um ben Itelc^ ettoad mel^r jufammenl^&ngenb, 
bod^ immer bünn beroftet, ol^ne 9iötl^e, tt)ot>on jebod^ nad^ ben ICnnolen ftd^ ju« 
toeilen auf ber @.@. etioad einfinbet. 

gleifd^: toeiß^ unter ber @d^a(e grünlid^toeiß, fein, faftreic^, butierl^aft, 
t>on fel^r gutem ))i!anten fftuerlid^füßen getoflral^aften ©ef^madt, loie id^ i^n bei 
ben kirnen filr ben ebelften l^alte. 

ftern^aud: nur bon feinen Itdmti^en umgeben, ettoad l^ol^lad^ftg, jtammem 
Kein, mit t>er^ä(tnißm&ßig ebenfo Keinen fd^toar^braunen t^oSfornmenen Itetnen. 

Steife unb 9{u$ung: $r. Serot^'d ^ru<^t loar 1860 9Ritte JDctober reif, 

toabrfd^einHc^ l^atte bie im SludfteKung^tqlale l^errfci^e^be 9Barme bie 3eitigung be« 

fd^leunigt; aber bie Steife bürfte immer @nbe Oct. ober 9(nf. 9toü., fc^toerlid^, tote 

2iron V^ixol angibt, im SDec. fein. — @el^r fd^&tenStoertl^e feine 2^afe(frud^t, an 

n>e(<l^er freilid^ noc^ er))robt loerben mu|, ob' fte bei \xn^ ebenfo gut tvitb. 

(Sigenfd^aften bed S9aumeg: ^erfelbe aeigt ^iemlid^ fräftigen 98ud^d unb 
aebeil^t nad^ IBioort in äffen formen, ^eigt au«^ gute ^<^tbarleit. SSac^ Baltet 
ift (eitere noc^ f^roblematif d^ , in feiner gugntb f d^eine er ju %tMn9\pt(i (fa«x- 
boorgeons) geneigt, toenn nic^t lang gefd^mtten merbe. (ä)ied tft übrigen^ bei 
öielen anbcren 95arictdtcn ebenfo ber gaff.) — 3)ie Blätter meine« jugenblic^ 
»aume« finb eirunb, l^ier unb ba fti^loocv ^ergförmtg, IVt bis 18/4" brm, hx^ B" 
(ang, gtatt, oft ettoad h>eit(&ufig fein fhtmt)fgefagi, bie Sidnber be9 »latted fInb 
meift nad^ unten umgebogen, bie ^pil^e ift 'fetho&rt^ gebrel^t, bunlelgrön unb g(&n- 
aenb. 3)ecaidne befc^reibt fte am Sommerjtoeige ald o^a( ober ok^at^l^erafdrnüg^ 
3ilgef^)itJt, f^itig, f^arf geaabnt (b&uflg feien fle öon f leinen mit" effibt.' ober lan* 
aettf. ei&ttem befeften ^c^tf^ielen begleitet), bie Seitter ber Srniothtof^jen ald 
mebr4>k>al unb ganjranbig ober genarbt. — S3lüt]^enlnoft>en nadb ben ^nnaL 
Kein, (Angltcb fegelf., jugef^ji^t, fdjtoarabraun. — ©ömmerjtoeige bun!e^raü- 
braun mit fc^muligioetßen fünften. * cv 



303 



No. 402. fKätsmf9 SittcrMme« 2)ie( 1,8. 2.; £u€. m, 1 b.; 3aH ^ 3* 




^eimatl^ unb äJorfommen: ®ie tpurbe t)on IBiüort erlogen, 
ber fte m^ jperm SSiSermo}, 3)ire(;tor ber SBoumfd^uIen ju ScuS^ unb 
©ecretär ber ©artenfiaugefefffd^aft bei8 3l^one*S)e:partemetttö ju S^on 
l&eiumtite. S)er Saum trug juerfl 1848. 3Reine ^ru(i^t flammte a\a 
$m. £ero9« CoÜection bei ber Serliner SluafieBung unb erl^ielt td^ tjou 
$m. £ero9 fpäter aud^ einen Saum. 

JBiieratuc unh e^non^me: fd\»ort» 9i\hum lY, @. 9: Poire WUlet- 
mos. 2)te j^d^t ifl l^ier 8V4' breit unb 47«" l^od^, fonft wmli^ t>on gteid^et 

Ectm nttt ber mcinioen, nur mit t&n0erem unb bünnnem Stiele abi^ebitbet. — 
iron b'XiroI., Desoiipt. I, e. 18, tab. 8, % 2, l^ai fte toie Sib., bik^ ettoa« 
untcaelm&^iget, tote oeulig, aud^ feiler naq bem @tie(e ju. — gn (Satalogen, 
tvie bei Beto^r ®aujarb u. f. to. finbet man fie tote bon »ib. gefcbilbert. »altet 
l^at fle nid^t. — ^o^na^l 6. 67 nannte fie 9BiaermD)'9 ©d^malabume. 

®eflalt unb @rege üergL mcca oben unb mit bem bereits ®e^ 
fogten. Sitoort befd^reibt bie i^d^t <ää gro$, bimförmig p^romibol, 



304 

■ 

nad^ bem Aeld^e ju am breitefien, um tveld^en fie Ui^l^^^^cbf^iq unb beulifi 
fei. @ie ifi um bett Aeld^ nur menig abge))Iattet unb ftel^t begl^olb 
nur fd^tDet auf. 

Aeld^: (ursbl&ttrig, graubraun, ttm» tDoEig, aufred^tflel^enb, offen, 
in fd^öner, feid^ter, fd^üffelförmiger, bod^ ^toa& feittofirö fiel^enber, ebener 
ober mit fd^toad^en SeuUn befe|ter @infenlung. 

@ti«l: lur} unb hid, bod^ nad^ Sit), etnxt 1^' lang, gefrämmt, oben* 
auf jlel^enb, terlor pd^ an unferer ^rud^t im ^teifd^e ol^e SEbfa|. 

@d^ale: glatt, l^eUgrfin, fpäter golbgelb, cai ber @onnenfeite leid^ 
gerötl^et, mit feinen, gelbbraunen ^ßunften, bie um ben Äeld& nod^ feiner 
toerben unb ftd^ l^fiufen; an ber mir toorliegenben ?^rud^t toar fie burd^ 
neuartigen, {leEentoeife sufammen^ängenben 9tofl tttoa^ fein raul^^, toad 
aber nid^t bei atten grüi^ten öoriEommen mag. 

g I e i f d^ : toirb bef d^rieben ate toeijs, fein, fd^meljenb, f aftreid^, toon 
ongenel^m parfümirtem unb fogar mü^firten Q\idtXQt^(S)mad. ^ be* 
merfte mir t^ ate gelblid^toei^, fein, faftreid^, butterl^aft, toon fd^toad^ 
toeinigem, geto&rjt fü^en ©efd^madT, bod^ ol^ne befonbere @rl^abenl[^eit 

^ernl^aui^: nur burd^ fel^r feine Aörnd^en angebeutet, üoSad^ftg, 
Äammem toerfd^oben unb unregelmäßig, mit untoollfommenen ^mm. 

SReife unb SRu^ung: S)ie grud^t reift nad^ bem Sttbum gegen 
6nbe Dctober unb l&ält fid^ bi^ @nbe 3tot)., toenn man burd^ 3**^^^^^^* 
p^Mtn fte nid^t $u fel^r ausreifen I&ßt. S)ie mir üorlie^enbe f^rud^t 
toar 3Ritte Dct. reif. — Siö. nennt fie ejceHent, toa^ id^ jugebe, toenn 
man fie für fid^ allein genießt; bod^ l^atte id^ um jene 3«it ^i«^ größere 
3al^l t)erfd^iebener ^rfid^te nad^ einanber )u pviXftn, t>on benen immer 
eine beffer ate bie anbere, unb tooburi^ id^ tool^l toertoöl^t loar. 

6igenf(^aften bei8 ^aum^^: ©erfette baut ftd^ nad^ Siöort 
prfid^tig }ur ?ßpramibe unb trägt feine Slejle toagered^t, ^at aber nod^ 
JBomen, — 3)ie S3Iätter meine« ^aumt^ finb ber »eiteren ©d^i&erung 
entfpred^enb, breit eirunb, bie länger gefHelten fd^maler, oft otal, aud^ 
iJfter« ^erjförmig, mit aui^laufenber langer, aud^ öfter)? ganj furjer 
©pi|e, bi« 2V breit unb bi« 8V4" lang, glatt, ganjranbig ober oerloren 
unb nur an ber ®})i|e beutlid^er ftumpf gefögt, fid^elförmig unb ettoo« 
fd^ifff örmig, l^ettgrlln, mattglänjenb. — Slätl^enhiof})en fegeiförmig, fd^^ 
faji fled^enbfpil, bunfelbraun. — ©ommerjtoeige gelbbraun, fein l^ellgett 
^unltirt Sal^n- 



305 



No. 403. Cft^etenf föaMing« ^ul l, 3. 2.; SucoS iil, i a.; gal^n II, 2. 




9J[ptXtU Wftlillfi^ ötöort. ((gfrercnO * fall * * Cct. 3tot). 

§eiinat^ unb.95orfommcn: ber 9Kaj[or ©fperen erjog jie aui 
Barnen, unb erl^ielt üou beut Saume 1838 bie erjien ^d^te. 

Siietatur unb Sbnon^me: Sibort (efc^vieb fle afö Besi d^speren im 
St^um II. @. 149 unb o^ntic^ au4 tpiebet in hm Annal. de Pom. Y. @. 63. — 
Unter ben franjöf. ©d^riftftcttern finbet man jte bd be Siton b'Slir., Descript. IL 
e. 15, Xaf. 21, gig. 3. 2)ie Slbbilbunß ift toie im Sllb., unb aiemlid^ ebcnfo We 
Sefd^reibung. ^^ feiner Liste syn. @. 86 ht^^nti be Siron Beurr^ Beaumont 
old. ein il^r mit Unrecht beigelegte^ @bnon. — Seuaarb ^at fle 2 9Ra(, @. 31 
nad^ be 93at)at7'd Katalog im Oct. unb vlot>, reifenb, m lei^tem 8oben 1. 91., unb 
B. 47 na(^ 93it). Sllb. unter ben im 3tot>. unb 2)ec. jeitigenben SBirnen. — $at)eleu 
Qüh irrt]^äm(ic& Bergamotte d'Esperen a(S @^n. an , toie @. 181 biefed Sanbid 
be« gn. $bb. bemerlt ift. — »on ber »b. n. e, 481 bed giT. §bB. befdjriebenen 
(gft)erineiftfie ebenfaEd berfd^ieben. 3n Se^terer ^at Oberbietf, tote er bei ber 
®dr(iter Serfammlung mitt^eiCte, bie in f. 9[n(eit. @. 309 befd^riebene, bon il^ 
benannte @(^mibbergerd 93utterbirne ioteber erfannt. 

Oflttftiirte« ^anb(ui( bet OBItlniibe. V. 20 



306 

©eftalt: int SUb. toirb bie %wi^t aU bimförmig^frcif eiförmig, 
in ben Slnnal. ate bimfömtig bcjeid^net, fte ifi \ü>oä) in beiben meiner 
3eid^nung äl^nlid^, bod^ mel^r t>t)al, im Sllbum faft elli^tif<i&, toeil nad^ 
bem Äeld^e ju ftärfer abnel^menb, unb aud^ na^ bem ©tiele ju länger 
fegeiförmig obgebilbet. dagegen toaxtn in bem \n ©örßfe au^geftettten 
belgifd^en Sortimente 2 griid^fe ber Besi d'Esperen am Äeld^e toeit 
mel^r abge^)Iattet (flärfer aU auf meiner 3wd^nung oben) unb aud^ nad^ 
bem ©tiele ju toaren fie fütjer gebaut ofö auf SSit). SDbbilbung, f o baft 
bie gorm fel^r toeränberlid^ fein mufe. S)ie grud^t ift befd^rieben ate jiem^ 
Hd^ gro§, fte ifl jebod^ 2 Vi" breit unb 3W l^od^ abgebilbet, wogegen bie 
meinige, am ^ß^ramibbaum erjogen, jtoar Heiner, aber immer nod^ größer, 
ate bie in ®örli| ausgepellten ^rüd^te ifl, bie nur mittelgroß \uaren. 

Siel^: lan^" ober lur^blätirig, oft unt^oIKommen, offen, in stemltd^ tiefer, 
oft ober fd^iefer burd^ beulen t)erf4obener ©enlung. S)iefe beulen laufen auc^ 
fort unb erl^eben jtd^ ^ie unb ba toieber am Sandte unb felbft am @tiele, toobun^ 
bie SCbrunbung ungleid^ ti'itb. 

@iie(: grünbraun, l^otjig, 1" lang, obenauf in f^tetfd^ringeln ober neben 
einem ^öcfer fd^ief fte^enb. 

Bdfalt: glatt, mattgrün, f))äier me^r gelbgrün mit feinen bräuntid^en $un!« 
ten, an ber @.<5. ettoad ftreiflger, bo(^ nur matter 9l5t^e unb mit ettoaS Slofl um 
5tet(^ unb @tiet. 

{^leifd^: matttoet^, fein, faftreid^, butterl^aft, bon angenel^mem getoür^l^aften 
3ud(ergefd^mad(, bod^ ol^ne @r^abenl^eii, ioeil bie @äure mangelt. 

^ern^aud: nur mit feinen ^dm^i^en umgeben, fd^toad^ l^ol^lad^ftg, 5tammem 
I&nglid^ mit t?o(l!ommenen, länglichen f))i|en, faftanienbraunen, mit einem Ileinen 
$i5(fer au^geftatteten 5lemen. 

!Retfeunb9lu(ung: bie ^rud^t Greifte in bem toarmen ^a^te 1859 in 
S^tte \>t^ OctoberS unb audf bie bon mir aud ®örli| mitgenommenen belgifc^en 
grüd^te toaren big 20. Dct. faft überreif. — «ibort gibt aU Steifheit 9Job, an unb 
bemerft, ba^ man eitoad aufmerffam auf fte fein muffe, toeil fle bie garbe ta>enig 
änbere. @g ift eine f^i^ne, gute Xafelfrud^t, toelc^e ©m^fel^lung Derbtent, ioenit 
fte aud^ anberen gleid^jeittg reifenben S3imen, toic ÖJrauer ^crbftbutterbirne, SRarie 
Souife, G:a))iaumont u. f ! to. nad^fiel^i. SSie bie bon mir abgebilbete grrud^t ^eigt, 
bilbet fte fid^ bod^ aud^ bei unä nod^ auf freiem Staube in äSoKlommen^eit au^. 

eigenfd^aften hU ^aumt^: nad^ »it>. ift er bon mittlerer 5h:öftig!eit, 
aber fcl^r fruchtbar. Sei mir l^at ber ^robeaft mel^rere anberen Sorten in Qt^wx" 
bem äSad^dtl^um überholt, aud^ fd^on öftere getragen. — Blätter länglid^ eirunb 
mit meift langer audlaufenber @t)i|e, bistoeilen nad^ bem Stiele gu etioad feii- 
förmig, biStoeilen aud^ mcl^r obal, I8/4" breit, bi« SV*" lang, regelmäßig, ettoa« 
ftumj)f gcfägt, oberl^älb glatt, unterl^alb l^ie unb ba berloren toollig, fdjiffformig 
unb ftc^clförmig, bunfclgrün, pari glänjenb, aiemlic^ ftar! gcabert Stiel jiemliii^ 
ftarl unb fteif, iVi" lang, etioa« berloren tooHig. — »lütl^enInofJ)ett feget- 
förmig, jiemlii^ ftedjenb fj)it, bunWbraun. Sommerjioeige grünlid^-gelbbiattn 
mit toenigen feinen gelbli^en fünften. Qal^n. 



307 
No. 404. SBipentt 9tx%mnUt. ^ie( n, i. 2.; £uc. iv, 2 b.; Sal^n in, 2. 




tömtntt ißergomotte* ®iöort (»an SKon«?). •f. Oct., 9lob. 



^elmatl^ unb SSorlommen: Jgd^ erl^ielt fte t)on 5ßa^)eleu, in 
beffen Serieid^ni^ fie aU Bergamotte de Louvain (van Mons) )}er^ 
jeid^net tfl, ol^ 06 fte )}. äRoti^ erjogen ^ait, boä) l^abe td^ fie in bed 
Sektoren Satalog nid^t gefunben. 

Literatur unb @t^nonl;me: nur no(i^ Bei ^ougarb, ber jtd^ auf 9it)oriS 
(Eatai. UiU^i, fanb id^ fte @. 45 ebenfalls mit bem ^ufa^je Tan Mons. ^ougarb 
unb $a|>e(eu fd^Ibem fte fuc) atö n. Slanged , EfalbfAmelsenb, Kein, 9{ot). ^ec. 
($a))e(eu 9lot). ^hx.), ben Saum Mfttg toac^fenb, Je^r frud^tbar. — Son ber 
borauSgel^enb unier !ßr. 392 befcfirtebenen £ön)ener IBirne unb anberen bott ge« 
nannten »imen au8 Sdtoen ift biefelbe berfii^ieben. 2)ie in ^iitriii^ m, e. 141 
befd^riebene fidtvener Säutterbime, Beurr^ de Louvain ift nad^ ^oiteau in ben Ann. 
de la Sog. d'hortlcaltare de Paris, ^e^. 1834 längUd^ hauäfi^, einer f c^önen Beun^ 
gris &l^n(id^, unb nad^ einer 3eid^nung t)on 2uca^, bte er bon einer au8 SBieft" 
boben mitgenommenen belgifd^en f^rud^t ber Besi de Louvain mir überfenbet ^at, 
fc^eint biefe ber Beurr6 dd^Iionvain nal^e )u ftel^en. 

®eflalt: bergantottförmig; n)ie oben gejeid^net, um ben ^üä^ iß 
fte oft flärler abgeplattet, na^ bem @tiele gu aud^ öftere ettood mel^ 
obne^menb, bod^ immer l^od^ geioölbt unb ol^ne aQe @pt|e. S)ie ^ru($t 
ifl nein, 4pie oben 2" breit, 1" 9V2'" l^od^, ^dufig bleibt fie aber aud^ 
nod^ Keiner, n}enigfleniS bei mir auf freiem @tanbe. 



^ 



308 

Äeld^: grofc brei^ unb iiarB&Idttrig, l^omartifl, offen ober l^dB* 
offen, oft tt)ie an ber Qtoxboijtribixm in jioel ipälften gefpalten, in einer 
mit beulen befefeten meifl engen ©nfetrfung. 2)iefe JBeulen lanfen jnm 
Xl^eil aU flnnt))fe Jtanten fiber ben Sdau^ bis }nm Stiele l^in. 

Stiel: florf, toerfd^ieben lang, branngelb, mit feinen aBdrj(%en be* 
fe|t, in einer Seinen, engen ^fil^Ie. 

@d^ale: glatt, grfin, fpdter citronengelb, mit feinen, brdnnlid^n, 
an ber ©onnenfeite fiarferen, rötl^Iid^en ^ßunften, toobnrd^ biefe felbji 
gerottet erfd^eint, nnb mit ettoo« Sftofi nm Äeld^ nnb ©tiet. 

Sf^Ud^: gelblid^ ö)ei§, fein, l^albfd^meljenb ober ranfd^enb, bod^ 
faftig nnb toon fü^em, fe^r angenehmen Sergamottgefd^matf. 

JSern^au^: mit siemtid^ )}ielen, bod^ nid^t }n fiarfen ASmd^en 
umgeben, nid^t i^ol^lad^ftg, Jtammem Hein, mit l^ellbraunen t)oII!ommenen 
Äemen. 

Steife unb Jlufeung: S)ie Steife erfolgte l^ier in »armen 
Sommern ®nbe Dctober, in anberen Qal^ren aud^ fp&ter, f o l^atte id^ fie 
aui8 1860 nod^ im Januar. Sie fUmmt fomit unter Umfl&nben aud^ 
mit $a))eleu'^ Angaben unb ifl eine red^t gute ^d^t, bie man me^r 
entpfel^Ien fßnnte, toenn fte größer tofire, toa2 aber tool^I auf na^rl^af* 
tem, tiefgrünbigen Soben fd^on ber %aSi fein toirb. 

(Sigenfd^aften bed 93aumeiS: S)erä8ud^i^ beffelben iflaud^ l^ier 
jiarf unb gefunb unb jur §od^fiammform lebenfaBte geeignet, aud^ lieferten 
bie Steige fd^on öfter« reid^e ßmten. — $)ie Stätter ftnb otal, nad^ 
bem Stiele ju öfter« üerftl^m&lert, bod^ ol^ne eHiptifd^ ju »erben, iv*" 
breit, 2— 2'/4" lang, öfter« ettoa« l^erjförmig, mit meifi aufgefegter Spi|e, 
glatt, regelmäßig fein gefägt, fd^iffförmig unb ettoa« »eHenförmig, aud^ 
fd^toad^ fid^elförmig, jiemlid^ fieif urib leberartig, bunfelgrün unb glän* 
jenb, reid^ geabert. Stiel^ üon ^U—lW^ lang, gelblid^ grÄn. — »lüt^en^ 
fnofpen jiemlid^ groß, tegelförmig, ettoa« !urj gefpi|t, faftanienbraun. — 
Sommerjtoeige fd^ioäi^lid^ olit)engrfin, fein fd^mu^igioeiß ^un^tirt. 



Ko. i05. SMttliJSttrtlerMm. »tel 1.8.8.; Suc.in,!«.; ga^n I, 2. 




DmuU flittttrbinit. »iforf csuwt). • • da. Koi>. 



'(ttmat^ unb Sotloinindi: f)e tourbe mogtii Dan einem ^mi !ßutN)I 
im $ennefl«u, niK^ Wt 18S3, iott aus bem um bamolige 3rit wt^iennwit Ben 
StenS'fc^cn eataCogt gu nft^nt i^. — Z'^ no^m bit ^^tauS $tr. StiSeti tn 
SCtrInnont ©ortimtiite au3 Ülantut mit unb gebt bif St^tlbnung bn Stgctation 
nai$ einem Jungen $Vi^>"ib6auine, ben i^ «ui QunQtn bon ^ofieleu etjogen ^abc. 

£itecatuT unb e^non^me: Alb. de Pom. m. ®. 45, m^ Add&I. d« 
Foduil. V, e. 49; Btvari DutaI. 3n beiben fall e'eii^Ioutenb öon Ciöoit bf 



310 

fdJrieBen. — ^ccaiSne, Jard. fruit. III. (30 ßief.): Poiro Daval mit ben SVnon. 
Bois Lonls nonvean unb DwaSl. — ^ef^tud^t ift in ben genannten äBerfen ettoad 
iveniger lang, al^ auf meiner d^c^nung oben abgebilbei unb finbet ftc^ ebenfo in 
be £iron b*9liro(. Deacript. I. 6. 4, tab. 2, grig. 1, aEein id^ [a^ bie 9ime meiner 
Sigur gleich aud^ in $m. Bi^ortd SoUection in 9lamu«. @ie toirb in faft allen 
Sergeid^niffen, ). 9. im SiCborber unb in bem bon %a^e(eu getobt unb aU I. 91. be* 
»eid^net unb finbet ftd^ auc^ in ^ougarb @. 4 unb bei 2)otoning @. 368, ber fte 
für) nad^ Xl^om^fon {(^ilbert ^ud^ $r. t). gflotöto begeid^nete jte in äRonatfc^r. 
n. @. 244« a(d Xafelfrud^t I. Slanged. 99a(tet in feinen „Les bonnes poirea" l^at 
pe jebod^ nic^t. — 9^erg(. aud^ ^od^na^I e. 121. ^ie in Cberbiedfd Slnt. @. 341 
bef^tiebene bon ^od^nol^I an O. gelangte %tani 2)uba( ift l^iernad^ biefelbe 
grud^t. — SJ^ngertoeife »irb bie $arbenJ)ontd Sö.-Öutterbime , toie unter biefer 
erto&^nt ifl, l^ie unb ba Beurr^ Dural genannt 

©efialt unb @rö^e gibt obiger ^olsfc^nitt, bod^ baut fid^ bie ^rud^t oft 
breiter unb fürjer, fo ba^ bie ^orm ba(b a(i^ ))bramiba(, batb a(d I&ngUdb eirunb 
bejeidjnet toerben fann. öiö. ^at fte jiemlid^ btmförmig, 2ß/^" breit, 4« ^oc^ ab^ 
gebilbet, S)ecaii^ne %toax bon gleicher ©rö^e toie 9ib., allein me^r in ber bon mir 
gejeid^neten (anglichen ober )}^ramiba[en 0orm. 

Btldf: für) unb fd^toarjblättrig, offen, in meifl feid^ter, hatb enger, balb 
ioeiter @enlung mit fc^toad^en jBeulen umgeben, bie berloren unb nur b>enig be- 
merflid^ über ben S3au(!^ ^in fortlaufen. 

©tiel: 8/4— IVb" lang, »iemlic^ ftarf, l^oljig, braun, nat^ ber JBirne )u grün, 
fielet meift burd^ einen $d(fer feitta>ärtd gebrüdt. 

@d^a(e: glatt, ^eQgrün, f^ater me^fr gelb, mit br&unlid^en fünften unb ettoaft 
Sioflfhreifc^en, an meiner ^rud^ty ti>ie bei ^ecaidne, unb tote ic^ fie aud^ nod^ in 
einer anbern Sammlung in 9{amur fol^, ol^ne ffiöf^t an ber Sonnenfeite, ioogegen 
fte in ben ^nnalen ai^ lebbaft ^esöt^et befc^rieben unb fo auc^ abgebilbet ift. 

gleifc^: gelblic^ ioei|, fetn, faftrei^, butterl^aft, nad^ )6ib. juderfü^ unb 
belicat getoür^t , abnlid^ b>ie Siegentin (Paase Colmar). 34 icnterfte mir Jebot^ 
baffelbe nur ald fd^toac^ getoürjt unb aud^ nic^t übrig fü^, unb mochte im ©efcpmacte 
fogar ettoai^ SBilbed finben — toaS j[ebo4 b)ol^l baran lag, ba( bie gftuqt nic^t 
rid^tig ausgereift toar, benn aud^ ^ecaidne fd^ilbert bad t^leifd^ jtoar ald feft 
ober l^albbuttrig, aber als fel^r gut, fü^ fäuerlid^ pax\ümixt, bon fe^r angenel^mem 
eigentpmli^en ©efc^madf. 

äern^aud: nur bon ioenigen nid^t p flarfen 5!5md^en umgeben, boUad^ftg, 
Kammern Hein, bic^t an ber Slc^fe fte^nb, mit )um ^l^eile unbollfommenen, hell- 
braunen Kernen. . 

Sieife unb 9{u(ung: S)ie S3ime reift nad^ 8ib. unb ^eeaidne im 9h>b., 
nad^ bem Silbotber unb @auiarbd (Satal. im D!t. unb 92ob., nac^ Sero^ (ber fte 
jeboc^ ald Hein unb ahtnadtnh bejeic^net; b^e^Balb feine Beurr6 Dural fraglich ift) 
im &epi. unb Oft. — S)ie bon mir unterfuc^te gruc^t fd^ien ^itte Oft. bdOig 
reif^ toar auc^ gan) fc^melgenb, jubem b)ar bad Sa^r 1862 tn StUem gegen anbere 
Sapre frül^er, allein toa^rfc^einlid^ tourbe fie bod^ gu frü^ abgenommen. 

@igenf(^aften bed ^.aumed: ^erfelbe toad^ft gut, trägt feine Xefte ab' 

Sel^enb unb toirb als fel^r frud^tbar gefc^ilbert, gebeizt aud^ auf Öuitte. — Xie 
ilätter, toeldjie SBib. als flein, runbiid^ obal pgef^itft, nad^ bem ®nbe l^in ge- 
(&gt, biStoeilen gan^ranbig befd^reibt (am %xnd}^ol^t aber breit^eUi^fc^ abbilbete) 
\nh an meinem jungen Saume toie oben gegeic^net runblid^, )um ^^eile auc^ 
mel^r eirunb unb obal, 27^" br(Jit unb ebenfo lang, in ben anbem gormen \>er- 
l^&ltnijm&^ig länger, glatt, fein unb ftumjjf gefägt, einjctne aud^ faft ganjranbig, 
anbere aber auc^ fc^drfer gefägt. 3>ecaiSne bef treibt fie ä^nlic^. — ^te ^lä- 
t^enfnoftJen [Gilbert %ib. als gro(, obal 3Ugefi}t^t, l^eUbraun mit ^unf elbraun 
fc^attirt. — ^ie Somraer)b>etge als graubraun, grauli(^ ))unftirt. S)ecaiSne 
9at fte gelbbraun, koei^li^ f^unftirt abgebilbet. 

^ie gruc^t ift immerl^in fel^r gro$ unb fc^ön unb be^^alb toert^, ba^ i^r 
Slnbau r'ed^t fleißig bei unS berfuc^t toerbe. Qn öelgien toirb fte, toie bie meiften 
anbern feinen »irnen, in ber Siegel nur am @J)aliere ergogcn, toie it^ au4 
l^ier toieber befonberS l^erborl^eben toitt. Sa^lU 



No. 406. Sie «Wtl^iwe. a)ieH(lIl),2.2.; Suc.lv,i»(X,2«); 3a^nn,2. 



%fftl-6ivU, ¥«». {IiEc; 2)iel?)' oftfap»* juweilen aud^ nutK. Dd. So». 

^eimat^ unb Sotlommen: ^le pnbet p* als Paite Pomm« in franjö- 
fifi^en unb engtifc^en warten unb tft »o^tft^nnlitl rine ältere, au(^ in Deutft^ 
ionb 6e[annte Jfrui^t. 31^ fa^ fte (e^t gtoft unb l^'in in me^wten ©ottimmim 
in SlamuT, bereite Mnf, Od. vSQis nif unb g«Ib, in bm Sammlunstn beS ^m. 
SetoiSne in ^axii unb ber Horticult. Sodet^ in Sonbon ouc^ Elehrn unb no^ 
gona fl"'" >i"b Würbe Utrfii^ert, bafi bribeä einerlei ^uä)t fet, bie om ©(jaliev« 
unb unter günftigen Ser^ältniffen fo ft^Ön unb früher jeitig merbe. ~~ Sie jur 
Sefi^rei&ung unb Sbbilbung benu^te gru(^t »ar aue älngecö Don ^nf 3Iu3fteDung 
in IBerlin unb aui SoUroeiCer besog i$ einen Baum, ber gCeit^e iBcgetation mit 
ber mir au8 slneilcr ^anb Bon JJecaifine- jugegongenm'Bime biefe« 9iamenl jeigt. 

fiiterotut unb S^non^me: in öfteren fvanjöfil'i^en Schriften fanb i<^ 
ben 3tamfn ni^t, ton^rF^einlii^ ftecfl fie aber unter ben Oillenm ICaiDols), »e(i$e 
Stauer Slpfel- ober Si^eiBen-Stmen nennt unb »on benen er mit Bejug auf SJier- 
let unb Duintin^e in Pom. frsno. ®. 308 u. 309 meutere barfleKte, bie aber auf 
unfere gtut^t nit^t pafjtn. Dielä atpfelbitn« Tl. ©, 168 ip iene, melt^e Sitflet 
im S.O.®. VII. ©. 889, laf. 19 unb ß^rifl im fbioB. S. 151 ^aben. Siel be- 

{ treibt (ie ber Dotliegenben , aut^ in ber Vegetation entjpret^enb, haä) alä groS- 
Srnig unb obEnadenb unb bie Blätter, icie Siifler, als meift etwas, bot^ 
unregelmüfiig geja^nt (Born ©ommenWeige, Bergt, unten'. Sitfler, bon htel' 
(^em T" 2:iel empfing, beruft fi(§ auf eiä^ol}, ber fie jeboi^, na* 3;ie[, a(8 in 
ber S^urmarl ein^cimifc^ jtoar nennt, aber ni^t beft^reibt, \o bag nuc^ ^ülanger 
nur ben Stamen au8 i^m entlehnte. Eidler ^at bie gtui^t Wenig beniftet unb 
na^ bem ©tiele ju merllii^ ausgesogen, Wie jeboi^ $teBo^ bie eine gru^t gibt, 
obgebilbet. ©ie werbe in (einer Oegenb S^einifi^e Sirne (nat^ Siel Wo^I nur 



ai2 

ein berunftolteted „9iainbtjme'0 ernannt unb toegen il^r S^tagl&arffit aefd^a|t. — 
UnfereJ^ruii^t finbet ftc^ fel^r fd^dn abgebtlbet unb bef ^rieben in S)ecatdne'd Jard. 
froit. lY. Saf. 16 mit ditat bed 9louen. SuUet., in toelcbem fte t>on $reboft @. 83 
irrt|^ümli(i^ aU Benrr^ d^Hardenpont abgebilbet unb aU belices d^Hard^pont be* 
fc^neben, aber gejagt ifl, ba$ fte aud^ unter bem Flamen Poire Pomme t)or' 
fomme. 9(8 @bn. gibt S)ecatdne Beurr^ de Rackencheim (ttackenghem) unb 
Pomoise an (too^in aijo bie unter Sederbiffen bon 9[ngerd, SS. $bb. II. @. 460, 
angegebenen @l^n. ^u berichtigen fhtb). ^le gfrucbt h>irb bon ^reboft atd fe^r 
f^n^el^enb, ge^ucfert unb p<vcjixmivi, fel^r iDopIfd^medenb, bi>n 2)ecaidne a(9 
fd^melgenb unb gut (boc^ geringer, ald mel^rere anbere um il^reS^it) ge)uded^ 
(eicbt abftringirenb, be^efc^net. Xber auc^ Xitl befd^reibt bad SIei|d^ aU füf' 
f^erbe, jiemlid^ getoüra^aft. 9[. 9t. IBaumann in SoUtoeiler nennt bte gruc^t es« 
ceSent unb gibt I. 9tang;-aud^ nad^ bem £onb. 6;ata(. ift fte eine butter^xfte 
XafeCfrud^t I. 31., toogejen fierol?, ber ^reöoft citirt, fie in n. ». fejt 
unb ab!natfenbe8S^etf4 angibt, fo ba^ftealfo au^ in^anfreic^ ^utoeilen 
^artfleifc^ig bleibt. iBenn ferner eine ä^ntic^e, ftart ))Iattrunbe „Bergamotte* aui| 
bem ©arten eined $m. l^aubreffe in 9{amur, mA f)>&terer 9Ritt^(ung ©a^Der« 
fi&nbiger bon bort, bie Poire Pomme, toie angegeben, toixtli^ ift, fo l^abe i(9 bie 
gfrud^t felbft fc^on faum l^albfc^mel^enb unb k)Qn geringer ®üte gefunben unb H 
beftimmt mtd^ biei^ anjunel^men, bop ^ieU 9(j|)fe(birne ni(i^t berfc^ieben, 
bo^ aber bie ^rud^t im ©efd^macfe berä:nberli(^ ift unb auf ^o^ftamm öfterd ob« 
!nactenb bleibt, fo ba( id^ bie bereiti» gemad^te Ueberfd^rift „f$ran)dfifd^e9l))fet*« 
birne" toieber ^urücf gebogen l^abe. ^oc^ mag toeiter beoba^tet toerben. 

®efia(t: a||)f elfdrmig , an beiben €nben gleid^ abgeftum))ft, oft fafl ettt>aft 
toataenfdrmig, ein ©eringed l^dl^er ald breit, gro^ ober mittelgroß — na(^ ^iel 
l9om ^oc^ftamme 23/4" breit, l^äufig nur SVs'" ^o^ß ober fo breit old ^oc^. 

iteld: !ur)bl&ttrig, halboffen in^ regelmäßiger, »iemlt^ tiefer, f^üffelfdrmi« 
ger ®infen!ung mit. flad^en beulen umgeben, bo^ ift bie Stbrunbung ber %tvL^i 
meifl regelmäßig unb gut. 

Stiel: ftarf unb für), !aum aud ber engen unb tiefen $d^le J^erborrogenb, 
ho^ ^utoeilen bünner unb länger. 

Schale: grün, fteSenioetfe gelbgrün, ober aule|t audb gelb, «n ber @.®. 
br&unltA gerdt^t, in bem 9iot^ roftiggrau unb in bem ©run br&unlid^ t)un!tirt. 
2)abei ift bie g^^t auf einem großen ^l^eile mit )iemlid^ fühlbarem 3erft>rengten, 
um jtelt^ unb Stiel auc^ aufammenl^&ngenben 9iofte überwogen, boc^ fo, baß bie 
(S^runbfarbe ba ujtb bort nod^ l^erborblitft. 

■ ^leif (^: matttoeiß, unter ber Schale mit grfinlid^em Sd^immer, fein, fd^mel« 
Senb, .3iemltd^ butterl^aft, faftreic^, i)on red^t gutem, toie mit ed borlam, etioaS 
melonenartig ))arfümirten fußen SßeiVtgefc^madt. 

üern^avd: mit etn>ad bod^ nur feinen jtdmd^en umgeben, Xc^fe l^o^l, 
itammern mäßig groß, Jleme meifl boKfommen, mittelgroß, fd^h^arsbroun. 

9ieife unb Spülung: bie^tuc^t toar reif Glitte Oct., na^ freboft unb SDe- 
caidne reift ftr im Oct. unb bauert burc^ 9lo)9. , fo baß man fte 2 SRonate l^in« 
hut^ genießen !ann. 9lud^ 9[nbere geben Oct. unb 92ob. unb S)iel gibt für feine 
giru^t aRitte Oct. mit 4 SBoc^en ^uer an. 

(Sigenfc^aften bed ädaumed: er unterfc^ibet fx^ nad^ ^rebofl leidet bon 
anberen Birnbäumen hnx^ feine fel^r genäl^erten großen 9lugen, an beren ®runbe 
oft nod^ 2 @eitenfnof)»en ft^en, unb befonberd burd^ feine fe^r fd^malen, ioeHigen 
unb berbrel^ten »lätter, bie atö lanaettfdrmig (bon S)ecaidne ald lanjettf., an ber 
8afid abgerunb^t) fe^r lang )ugeft)itt, mel^r ald 2 SRal fo long ald breit, faft 
immer ganjranbig, nur an ber @f}i(e bed S^n^i audnal^mdtoeife fc^ioac^ g^a^ 
(efd^ilbert toerben. @r bergtoeige ftc^ biel unb bürfe bed^alb in ber gugenb nur 
lü^trg befd^nitten toerben. — 2)ie Blätter meiner jungen S3äume ^aben am 
tlteren ©olje meift bie gejeic^nete ©eftalt (langeiförmig mit ftarfer auslaufen* 
fcer .©^)iie, 3)iel) ftnb auf beiben glätten toottig (toie fle 3)ecaiSne unb 3)iel fcMl- 
bem) ganaranbig, ettoaS loeUenförmig, unb bie &pi\e ift oft aurüdgetrümmt. 91m 
grud^tl^ohe. ftnb fte nad^ ^iel |fe^r lang geftielt. ^ommerjtoeige ftar! looSig, 
bttnfeloiolettbraun, gelblid^ ober toeißlic^ |)unltirt. 3^^^- 



313 
No. 407. 9t9dn9f9tttUti\xnt. a^teC I, 3. 2 • SucaS m, i a.; gal^n IV, 2. 




Dermj-flrtterWrw. »i^wt {mutt), ••. Oct., «o». 



jpeimatl^ unb SSorlontmen: @ie ging aud einer • Aemfaat bei? 
§etm SRillet, fßrdfibenten ber ©ortenbaugefeafd^aft in angetiS l^er^ 
t?or nnb ber Saum Brad^te im* SSereiniSgarten biefer ©efeUfd^aft 1Ö49 
bie erfien ^rfid^e. 3ta^ 3[nbau)>erfud^en ber CommissioB royale de 
Pomol. in S3rüffel l^at ftd^ bie gfmd^ in Sel^ien gleid^ ipertJ^^oQ h^ 
loiefen. 6ie tDttb in aU^n neueren SBerseid^niffen aU L Slänged, unb 
ipurbe aud^ »om internationalen Songreffe in Slamur ate eine ber 
fd^ä|eni?tt)ertl&ejien Safelfrüd^te bejeid^net. 

Literat uc. unb @)^nonJ^me: Annal d« Pomol. YII, 6. 25: Fondante du 
Comlce (d'AngeiTB) mif Sefc^retSung. )9on S9tooct. @d it>.trb erkpäl^ntj ba( fte in ber 
Pönologie de Maine et Loire bon 1868 betdtd bef (^rieben fei. ^te Annal. geben 
fte bon gleiil^er ^otm toie auf unferent ^olgf^nitte oben, )u tt»e((fiem eine ^ud^t 
au9 Stngeri bon ber 99erliner SludfieUung biente, boc^ ift fie gröfer, SV«" breit, 
4" l^ocb obgeMlbet. — Sluc^ in be ßiron b^3lir. Descript. I, ©. 59, tab. 'Ib, fij. 8 
flnbet fid^ eine g^t^nung. .a){e §rucbt'i[t l^ier gleic^^o^ unb bon berfelben ®e|ta(t 
to)ie in ben 9(nn., nur na^ htm 6ite(e jU (änger sugeff^i^t, tPtrb iebod^ eben. fo 
bef (^rieben. — öei.Saltet finbetman fie nidjt. 



314 

©cflalt unb ©röfee t)ergl. manobtn. SWati toirb fie Bef^rciben 
fönnen aK cirunb, um ben Äeld^ aBgepIattct, fo bag bie ^^^wi^t gut auf- 
fielet, na^ bcm Stiele ju mfi^ig obge|ium)?ft fegeiförmig ober toegeti 
, einer jutoeilen toorfommenben fd^malen ©nbiegung ettoa& bimförmig, 
mittelgroß, ^la^ Sitjort ifl fie groß, bimfßrmig, bau(ä&ig ober binu 
förmig freifelförmig. 

Äeld^: üoHfommen, bod^ furgbldttrig, graubraun, aufred^tftel^cnb, 
offen, in fd^öner, regelmäßiger, mit flad^en beulen befeftter @infenfung. 
' S)iefe beulen mad^en ftd^ aud^ über ben Saud^ l^in nod^ etn^oiS bemertlid;, 
ol^ne bie gleid^förmige Stbrunbung ju toerberben. 

Stiel: ftarf, 3/^" lang, grünbraun, öerliert pd^ fajl ol^ne 2Ibfaft in 
bie eJrud^t, toirb aber burd^ einen fld^ antel^nenben Dörfer feittoärfcS gebrüdEt. 

©d^ale: grünfid^ citronengelb, an ber ©onnenfeite fafl orangegelb, 
mit fd^toad^er, fireifiger Sllötl^ (üon toeld^er jebod^ Sitoort unb be ßiron 
nid^t^ ertoäl^nen) ' unb mit ütoa^. raul^l^, gelbbraunen Sftofipunften unb 
Sftoftfireifd^en auf einem großen 2:^eile ber grud^t. 

gleifd^: nad^ ben Silnnai. gelblid^ioeiß, l^albfein, faftreid^, fcl^r 
fd^meljenb, gejudfert unb gut parfümirt — fanb id^ toeiß, fein, faftreid^, 
butterl^aft, toon fel^r angenel^mem, pifanten, fäuerlid^ fußen ©efd^modt, 
ganj toortrefflid^. 

5lernl^aud: nur burd^ feine Stbtnd)tti angebeutet, ^d^fe \>o1l, g^dd^er nic^t 
gro^, mit tJoKfornmenen, etipad breiten unb ))(attgebrü(ften fc^tDor^en Jtemen. 

9leife unb 92u(ung: ^e mir borgelegene grud^t l^atte bie äB&rme beS 
9(u§{leltungdraumed beftanben unb toar fo 9Ritte Cctober t^dffig reif» tinter anberen 
SSer^dltniffen ioürbe fte jebenfaUiS f^dter gejeitigt fein, toie aud^ il^re 9lfife auf 
^be Oct. bid SRitte 9{ok). angegeben toirb. @ie ifl eine, fel^r t)or)üg(ic^e ^afet* 
früd^i, biemir befferjugefagt l^at,. atö il^re 92amendfc^h>efter, bte Sereind^^ec^ant^ 
birne, Doyenn^ da Comice, unb mand^e anberen gleid^^eitig rpxt iJ^r berfuc^ten. 
neueren ©irnen. 

. (Sigenfc^aft'cn beS »oume«: 2)er HRutterpomm todd^jl nadj Sib. tebl^oft 
unb ift fruchtbar, in ©elgicn fc^einc il^m jebod^ bie ©rjtel^ung auf SBilbling mel^r 
ald bie auf Cluitte ^uaufagen. — ^ie Blätter 'tineö bon $errn '2evotf in 9{ngerd 
belogenen jungen S9aume8, ber aber nod^ fd^ta>ad^toüd^jtg ifl, übn^aupi ein feinde 
@eiod(^g jeigt-, ftnb toie oben neben bie t^ruc^t gejeid^net, tUin, meifl eDCi)3tifd^, 
einjetne aud^ eirunb, faft runblid^, unterfeitd l^ie unb ba bertoren tooHig, gan^. 
ranbig ober nur bertoren unb nur nac^ borne l^in ettoaS beuttic^er fein gefdgt. — 
SBib. befd^reibt {te ald ^iemlic^ ^ro^, obal, ^gef|)i(t, l^in unb $er gebogen (tourmenteefl) 
bla^grün, fein fei<^t unb unregelmäßig gegal^nt. (@r l^at fte am gfruc^ti^olje d^nltc^ 
' tt)ie i(^, nur größer, t^eifö emj)tifdji, tl^cU« lanzettförmig abgebilbet.) S)te »lütten- 
Inof))en ald Idnglid^^ dugefptt^i, röt^lic^ braun mit ^unlelbraun f^ttirt. S)te 
^ommer^toeige ald mittelftarf, ftufig, gldnsenb grünbraun, a. b. @.@. l^afelnuß" 
färben, röt^lic^ ^)unftirt. Qal^n. 



No. 408.BmiiiM)t*«t«Hm. 3;ieli,2. 2., sut. ni(ini, i.; 50^0,2. 




{IrrtitlS-Iltf^lintsbin». »ivott u. Jemine. **. Oct., 9tot). 



§eiraat(; unb SSorfornmen: Suc^ biefe im ©ereitiSgatten ber 
®arten6augeTeIir(^öff in 3Ingerä neu erjogenei bcä^arti Doyennß da 
Comice (d'Angers) Benannte Sintc, bcren Saum Kie bec ber Dor^ergel&en= 
bcn 184 D bte erften jjrüc^tc brai^te, toirb in aHen Sßerjei^niffen gelobt 
unb idf fäumc bcfi^atb ni^t, biefelbe, ebenfoEö nad^ einer grui^t aii8 
atngcrä, reelle \i) Bon ber 3lu«iicllung in »erltnmitno^, bcn Se= 
jtftem beä ^anbbui^ä Befanntcr ju matten. 

Siteratur unb ® Ijnijn^me: 3iiet|i fitfc^rieben »utbf biefctb« inbcrPnm. 
da Haine et Loire, p. 9 (1850). 3n ben Änoiil. da Pom. Vm, S. 47 pnbet fie 
p* mit Sefr^tribung bon SiBotl, unb SJecniflne btfd^rieb p« im J»cd. frnit. VI, 
{Sief. 85). 3n bnt annal. ^at befpnbcS eine ber beiben grüßte bit von mic ge- 
jdt^nete S""» iti<t Sinbitgune na<^ bem Stiele ju, ifl nuT etUaä tleiner. Xtcax&nt 



316 




nung, ... „ . „, 

©altet befc^reibt ftdura'in f. Lei bonikes^poires 6. 27; beffen'beutfi^eUebetfeter 
l^aben fte @. 29 Semnd'^edbantöbitne genannt. 3n ber Fomol. de U FranoCf 
Lyon 1860, pnbet ftdf unter «Rr. 68 bie fe^r gelobte gruc^t ebenfattä fdjön obge- 
bt(bet unb t>on SlBiSenno) befd^rieben. 

©eflalt unb ®röj^e ftnb oben ge^eid^et, toona^ man bie ^d^t 
groß, freifelförmig*iegelförmifl nennen fann. JBii)ort befd^reibt fie aö 
mlttelgrojs, ton ber ©eftolt ber S)ed^anttbtmen, aber ettoai^ freif eiförmig; 
S)ecai8ne ate öerÄnberlid^, frelf elf örmig ober lÄngltd^, mittelgroß ober groß. 

Jteld^: ftetn, htr)^ unb fipilbl&ttrig, Imt f^arbe braungelb, intiejer 
unb enger ®infenfung, mit flarfen beulen umgeben, toeld^e, unbeutlid^ fort* 
laüfenb k)erurfad^en, baß fxd^ bie eine ^älfte ber ^rud^t mel^r ergebt 

@tie(: Iu% aber {iarl, tou fleifd^ig, gelbbraun, in f leiner ^Sf)U, wn 
einem fid^ )>or ibm aüfmerfenben ^ödCer feitfö&rtiS gebrüdCt flel^enb. 

@(!^ä(e: l^eS citrotiengelb, auf ber ©d^ottenfeite fteKentoeife no(i^ ettoad gtfin, 
an ber ©onnenfeite mit ettoai^ fd^aii^er Biotine, bie nac^ Sit), unb 2)ec. oft leb« 
l^aft toirb, unb mit feinen ünb gröberen gelbbraunen fünften, 9ioflftreif(^en unb 
Sfletfc^en, um jtel(^ unb @tiel au4 nte^r )ufammenl^&ngenb glatt beroftet. * 

gleifd^: gelbli(!^ toet^, fein, faftreiii^, butter^aft, bon angenel^mem, aber nur 
f d^toac^ getoürsten 3udtergef(!^ma(f. 9ib. bagegen fii^ilbert ben @aft M gejudert, fe^t 
angenehm fnirfttmirt, 2)ecaidne ald gejudtert, leidet abjtringirenb ober f&uerlic^, pwc" 
fümirt, toie fld^ biefed nur in me^rfad^en Serfud^n genauer ermitteln lä^ 

jtern^-aud: l^at nur feine ^drn(^en im Um!reife, bie Slc^fe i{i r)oU, bie 
5lammem ftnb l&nglid^, mufd^elf örmig, mit.meift boQfommenen, f(!^tpar3braunen, mit 
einem Keinen ^Met berfel^enen Stttntn. 

Steife unb 9{utung: ^iebonmir berfud^tegrud^t toarStitteOct. bdKigreif, 
allein bie Steife toirb meift auf 3lot>. angegeben unb fie mag fid^ tool^l auc^ suioeilen 
bis $e). galten, ba £erol^ 9{ob. unb S)e). angibt, ^a faft SlUe fie in ben I. 9iang 
ileOfen, fo toill id^ il^r biefen na^ biefer einmaligen frobe ni(!^t ftreitig moid^en. 

(Sigenfc^a'ften bed S3aum'ed: ^erfelbe to&d^ lebhaft unb k>on 9latur ))l7ra' 
mibal unb ift frud^tbar. Jla^ S3altet paH er ftd^ )u ^od^ftamm, ^t^ramibe, falmette 
unb @))alier, er em|)fie^lt jeboc^ too möglid^ feine d^ie^ung auf Cluitte, toeil.et 
auf biefer fruc^tbaret ald auf SBilbling fei. — 3)ie »l&ttet ftnb nad^ Oitiort tm 
©ommerjtoeige lang.obai; nad^ ^ecaidne eben fo ober obal^elfilDtifc^^ am Srud^t« 
l^olae obal ober runblid^ obal. )ugeft)itt, faft gan^ranbig. %n meinem jugenblit^en, 
bid Je^t aber fd^t9ad^ta)ü(^jtgen 9dauxM bon j^rn. £erol^ in Slngerd finb fie eirunb, 
meift etioad i^er^fdrmig, oft htr) )uge[))itt unb bann faft runblid^, glatt, fein fetd^ 
unb ftumt)f gef&gt,, fk^elfdrmig unb fd^ioad^ fc^ifffdrmig, gum X^eil Heiner M oben 
gejeid^net. Sibort ^at fte am Srud^tl^olje t)on gleid^er ^orm, bod^ mit l&ngerer, 
audlaufenber @fiite, toal^rfc^einlid^ bon einem fr&ftigeren Baume abgebitbet. — 
Slütl^en!noff)en n(^(^ Bib. furg, runblid^, augeff^i^t, braun mit (^rou bertoaf(^en. — 
@ommer)t9eige gelbbtaun, nad^ oben rotl^brann, fel^r fein ioei^grau t>nn!tirt. 

3a]^n. 



317 



No. 409. %WBmaxt9 gitttcrfiteii^ 3)ier l, 2. 2.^ «uc. in (ii) i a; ga^n m, 2. 




$ eintatl^ unb Ißorlotiimeu: @U ipurbe wxl )o. äßottö ei^ogen unb 
nad^ bem 5Raturforfd^er S. SJumorticr in iouma^ benannt Qd^ bclam 
bie 3^^*9^ ^it anbeten Saftet' fd^en ©orten toon Dr. SaHingv toei^l^alb 
fte jebenfalte toon SJaltet bejogen tonrbe unb toviSf^ bie obige grud&t an 
einem äSaumfd^uIenflamme fogleid^. {ientlid^ gro§ unb fd^ön unb ben)iejS 
ftd^ oud^ red^t ioo^Ifd^edFenb. 

£tieratur unb @^nont^tne: S3i|^. 9Ubiim I, neben Xaf. 36: Beorr^ Da- 
mortier. 9Retne Sfrud^t. bie bof^ tool^I nid^i berfc^ieben tft, touvbe größer unb blieb 
grünet, a(d bei Sit)., ber fte ali lUxxif runb(i4 bimförmis, ^eEgrün, ft)&ter ftarf 
gelbenb, brftunlic^ fleftreift unb beroflet, bie Segetatton abi^r &^n(id^ f^iCbert. — 
»altet 6. 16 (beutfd^ tteSerf. 6. 18) befiijtetbr fte al« mittergro^, ettunb (oval- 
Tond), im @e^t. unb JDct. teifenb. — SBeit^re Sefd^reibunaen fanb id^ nid^t; ^ougarb 
@. 46 unb äiron b'S^ivoL table synon. S. 11 l^oBen fte nd^^ Sib.; nebenbei l^at 
5Cou0arb noc^ eine im @e)}t. unb Dct. teifenbe Bearr6 Dumontjer ober Damooßtier, 
tx>el(be im 9loUen. Qfillet. @. 166 befc^riebeif unb abgebilbet ijt unb in j^orm unb 
®rdBe meinet gftud^t fe^t gleicht unb am €nbe bb(^ auc^ biefeXbe fein fönnte. — 
3m (Sotal. Don 3<imin unb 2)uranb ta>itb bie Benir^ Bnmortier aI8 mittelgto^, 
f. 9t., (Snbe Oct. teif : vx bem t)i)n Galopin & filr in £üttid^ ald Kein obet mitt., 
I. 9i., im 9U)k>. teif, tn bem bon ©auiatb (9lad^fo(get $ajpeleu'8) atö mitt., I. 9i., 



318 

im ^oi)., in bem toon 2no^ a(d mitt,, Don Oct. Bid 2)e3to. teifenb, bqeic^net. 
®atot}in unb @auj. ^te^en Dan SRonS ju tl^rem ÜHamen an, unb bei euerem ^ot 
fte baS &tfn. Fondante de Tirlemont. — Xai bie angebtid^ bon Fontaine de Ghelin 
erlogene, auf il^rer ^bbilbung fel^r gro^e, Ireifelfönnig*'birntörmige, nad^ (^auj. im 
2)e3. unb San. jeitigenbe General Totüeben s= Beorr^ Damortier fei, to>ie be]^aut)tet 
tvurbe, fd^eittt unmöglich, ober ed mä^te noc^ eine anbere B. Dumoiiier geben. — 
5Die in oen belg. Annal. de Pom. V, ©. 69 befc^riebene Beurr^ Damont mit Slfif- 
jeit im Oct., toeld^e nac^ ^ougarb bojS @^n. Bearr^ d'Esquelmes ober nad^ ®ebr. 
(3im. £oui8 B. d'Esquermes ^at, toä^renb anbere Belle d'Esquennes ber Jaloosie 
de FoDtenay pgeben, ift jtoar meiner g^ruc^t in $orm ^iemlid^ al^nlic^, aber ^d^er 
gelb unb naA ben il^r beigegebenen fd^maUn lanzettförmigen 99(dttem fielet fie ber 
nad^folgenb befc^riebenen Dumon-Dnmortier (DergC. biefe $r. 419) n&^er, aU ber 
bortiegenben. 

©eftali unb ®rd(e ergeben ftd^ au9 obigem Umriffe. 8ib. I^at bie Jrud^t 
)ioar ehtn fo breit, bod^ nur*2V4" l^od^, !reif eiförmig, nad^ bem stiele ju lur) 
abgeftum))ft fegeCförmig (ol^ne er^eblid^e Einbiegung) gezeichnet. 

. Äelc^: breit- unb l^artblattrig , offen, in jiemlic^ tiefer unb toeiter fdjüffel* 
förmiger Einfenlung, auf beren Staube ftd^ S3eu(en erleben, t>on benen einzelne auc^ 
über ben Saud^ l^in^ie^en unb bie 9iunbung beintr&d^^gen. 

etiel: fiari, l—lV«'' (ang, in feid^ter toeiter $ö^le, bo(^ legt M ein 
$öd(er an il^n an, ber il^n fc^ief brüdt. 

B^aie: glatt, gelbgrün mit feinen br&unlid^en fünften unb 9to{ifEreif(^en, 
um jteld^ unb 6tiel nur toenig gelbbraun beroflet. ^er Uebergang ber SCnfangd 
l^eHgrünen f^arbe in bie mel^r gelbliche toäl^renb ber Steife ift fel^r unmerflid^, unb 
fo ftar! l^eSgelb, ald SiD. fie abbilbete, tourbe meine grud^t nid^t. 

f^leif (^: to^i^, mit grünlichem @c^immer, fein, faftreic!^, butterl^aft, fe^r an>' 
genel^m unb ^iemlid^ flarl getoürst fü^, fe^r ^ucfer^afi 

^ernl^aud: mit ettoad, bod^ nidjit ju Dielen unb flar!en jlömd^en umgeben, 
fd^toad^ l^ol^lac^fig, j!ammem nic^t gro^, mit nur einzelnen tH>llfommenen, ettood 
breiten, mit einem nurfd^toad^en ^ötferanfa^e Derfe^enen, bunfelbraunen 5temen. 

Steife unb Stu^ung: 3)ielBirne reifte bei mir in äRitte bed StoDember, boc^ 
toaren bereits bie gfafem umi^ 5lem^au8 nad^ bem Stiele ju fd^on merflic^ braun 
unb toirb ber beginn ber Steife bed^alb tool^l auf @nbe Dct. . bid 9lnf . bei^ 9toD. 
onaufeten fein. ®d iß eine rec^t gute Xafelfrud^t I. Sianged, beren gleifd^ ouc^ 
IBaltet ali^ fel^r belicat unb ft(^ gteid^bleibenb in ber Steife bejeid^nei 

Gigenfd^aften bed SBaumed: ^erfelbe toäd^fl jiemlid^ (räftig, trägt nad^ 
feinem ^erl^alten in meinem (Barten fc^on früi^^eitig unb loirb aud^ Don Stnberen 
als frud^tbar unb für aüe formen geeignet gef^Ubert. SSon 3)omf n, bie er nid^t 
auf Quitte, aber auf SBilbling jeigen foOf, bemerfte id^ nichts. — 9)ie Sl&tier ftnb 
aiemlid^ gro^, oDal, mit Steigung ^um @Ilif)tifd^en, mit audlaufenber, f urjer Bpx^t, 
glatt, fein* unb feid^t gefägt^geferbt (bie einfd^inittc fmb feid^ter aU auf bem ^oli" 
fd^nitte oben) , faft ganjranbig, giemlid^ flad^, nur am Staube unb gegen bie 3t>ite 
' ^in ettoad nad^ unten gehümmt. — a3lütl^enfnoft>en !egelförmig, fanft geft)i|t, 
l^eUbraun, mit 2)un!elbraun fd^attirt, am Gkunbe ettoad ioeigli(^. @ommer)ti>ftge 
ziemlich ftufig (ioegen ber abfte^enben Anof^en), gelblich braun ober bräunlich grün, 
an ber Sonnenfeite mit bemfelben bleigrauen Schimmer, ioie bie Sommer^ioeige ber 
(arbent>onii» Sßinterbutterbime, unb mit grautoei^en fünften befe^t. 



319 
No. 410. «rtlltt« 9itl|!tlrt. aie( I, 2 (3); Suc. m, (IV) 1 «. ; ga^n II, 2. 




«»ort« Rnffelet »»öort. •* Dd. »o».? 

I 

i^eitnatl^ unb SSorlommcn: 3ji ciitc jtoar nur Herne aber 
tooHtragenbe unb belifate fjru^t, bie allgemein befannt ju Serben toer^ 
btent , jumal ber Saum , ber aud^ auf Quitte gebeil^t, aud^ fd^öne 
gtoerge gibt. Sie tourbe erjogcn toon i&erm Sitoort ju ©eejfcSt.'^Slem^ 
in Belgien, a\x^ einem 1840 gelegten Äeme bej: 83irne Simon Bouvier, 
unb trug juerfl 1849. 3Kein 9ieiö erl^ielt id^ t)on §erm Dr. Qongl^e 
ju Sruffel unb ift bie ©orte nad^ ber abbilbung unb SBef d^reibung in 
ben Annales ungejtDeifelt fid^t 

Literatur unb ©J^nonbrnc: Annale« rv, €5. 9 Rousselet BWort tnit 83e- 
Mreibung üon öiöort; ßiron b'airoied Notic. pomol. n. pag. 18, a:af.24, ^g.8, 
fteHt bie ^ru^t in gleicher (§)rö(e unb %Qxxa bar, tote bie Annales, unb gibt auc^ 
bie Sieifjett eben fo oxk aU S3ik)ort. @r bemerft sugletd^, ba( er bie f^rud^t 9(n- 
fangi^ ald Ronsselet de Janvier etl^alten unb fo etliche WoXt Oerfänbt l^abe. — 
©onft fiitbe i(!^ fte in ))omo(O0ifd^en SBerfen noc^ nirgenb aufgeführt. 

® eflalt: freif eiförmig, größere ^rild^te neigen aud^ jum Äonifd^en. 
S)ie Slbbilbung in beii Annales ifl freifelförmig, gegen 27»" breit unb 
2W l^od^. 3n meinem trodf enen Soben l^otte id^ fle auf jungem §od^^ 
flamme nur t>on ber ©röfee ber obigen "^i^x, mand^e @fem|)Iare nod^ 



320 



cttooig Keiner; bod^ leibet e« feinen 3*^eifel, baß'fie'.in günfiigeron 
©oben unb namentlid^ in Qtoaq^oxm erjogen, a\i^ bei un5 mcxtlii^ 
^ größer »erben toirb. S)er JBaud^ fiftt ftarf mä) bem Äeld^e l^in, um 
ben fie ^lä) Pad^ runbet. 3ta^ bem Stiele nimmt fie. fonifd^ ab mit 
fd^n)ad^en Einbiegungen unb ifl n)enig ober gar n^t obgeflumpft 

Äeld^: red^t Hein; furjgefpi|t, nid^t l^omartig, offen, fifet in »er* 
^dltnifemä^ig tiefer unb toeifer ©enfung. lieber bie %tvi^t laufen nur 
unbebeutenbe ®r]^abenl^eiten l^in. 

Stiel: ftarf, ^4— 1" lang, nur fanft gebogen. ober gefabe, ettoo«, 
oft felbft jiarf burd^ bie ©))i|e ber %xviö)t jur ©eite gebogen, fi^t toie 
eingefledCt, ober gel^t l^alb au^ ber @pf|e l^eraui^. 

©d^ale: fein, üom Saume l^eHgroÄgriln, f))äter gelb ol^e alle 
aWtl^e. SRofianffüge unb ^edfen finb mä^ig häufig, bod& bilbet ber 
Sftoft um ben Stiel unb oft aud^ um ben Äeld^ ein toenig Ueberjug. 
5ßunftf unb ®erud^ finb faP nid^t bemerflid^. 

S)aig S^^Ud& ifi ettoaig grilnlid^ toeiggelb, um ba&Rtm^au^ fafl 
gar nid^t fömig, fel(ir fein, faftreid^, gan j fd^meljenb, tton belifatem füj^ 
»einigen, getoürjten ©efd^madfe. 

Äernl^au«: gefd^loffen, mit nur ©pur öon l^o^ler 3ld^fe, pftt flarf 
nad^ bem Äeld^e l^in. S)ie jiemlid^ geräumigen Äammem entl^alten 
grögtentl^eite t)oIlfontmene braune, lange, aud^ oben mit einem flarfen 
^nöpfd^en t)erf eigene fieme. S>ie ßeld^^öl^le ifl- fe^r ftad^. 

steife unb Blutung: 9lad^ ben Annales tritt bie Steife erjt im 9lobember 
ein unb l^&Ct bie e^mti^t fic^ (Yoo^ in guten S^tUnn) bid (Snbe Januar. 8ei mir 
fa{;en hU e^rüc^te 1863 gegen (Snbe Oct. am 99aume Cofe, einige mürbeten fc^on 
ba(b na^l^er, bie aReJ^rjal^l (Snbe Oct. unb l^ieEten fte fld^ bid 9Ritte 9{ob. 2)ie 
frül^ete SReife ifi bieHei^t nur f^olge bed früheren $Bre(!^end, unb toivh bann bie 
^tudfi, {u t^erfd^iebenen getien gebrochen, um fo (&nger genießbar fein. 

2)er Saum toäd^fl (ebl^aft, fc^dn p\)vamibal, fetft in ber gangen £dnge ber 
triebe rafc^ ^iel furged grud^tl^ot) an unb fc^eint burd^ reid^e ^ragbarteit nur 
ma^ig gro^ ^u toerben. @ommertriebe flarf, gelniet, furggUebrig, lebergeCb, 
mit mä^ig bieten matten ^uiüten gei^eic^net. 8latt tttoai tUin, flarl rinnen« 
f örmig, glänjenb, ettijjtifd^, unten am Steige mcl^r tang-- unb ]px^ eiförmig, gon^ 
fein, ^adf unb ettooS unrfgetmägig gejal^nt. .3lfterb(ütter fabenförmi^ Statt 
ber^rud^taugenmit lurjem @tie( ift obal ober eiobal, bie größeren tangfHe«' 
(igen finb lang unb f^Jtft eiförmig, faft ganjranbig. SCugcn jlarf, lonifd^, fj)it, 
abfte^enb, braungelb gefd^üf^t, fttfen auf aiemlid^ 'm>r{tel^enben etwa« lout^en, 
!aum merftid^ gerit)|Dten XrSgetn. 

* Dberbiedf; 



321 



No. 411. Stieioooft. (Stü^cnwatb.) 3)ict I, 2. 2.; Stic, iv, 1 a.; gal^n n, 2. 




^eimatl^ unb SJorfotnmen: 3lad^ S)otDtttng ©. 386 ifl bicfe 
f^rud^t ein ©fimling Jhtigl^tö unb nod^ ntd^t l^inl&nglid^ in ber ©egenb 
(a)ott)nin8g*) etprobt, tool^in fie üon 33^om^fon, ate eine fjrud^t 1. 91. 
cingcfül^rt toorben. — S)er Sonboner ßatalog Don 1842, 3lx. 226, gibt 
über il^r ^erfommen feine au^hinft. 

Literatur unb 6^nonbme: 3^ allen übrigen mir gugängtid^en pvmo* 
Ii>gtf<^en SBcrfen l^abc idf bicfc ^u(^t nic^t crto&l^nt gefunben. 2)ie 3fleifer, üon 
benen i(^ btefeCbe erbaute, l^abe td^ k)on ben älteren ©ebrübem SBaumann in Sott" 
toeilet erl^alten. 

®efialt: tpie bie mir i)ornegenben geid^nungen ergeben, etioa 
2V»" breit unb 2V4" l^od^, öfter« aber aud& bei einjelnen grftd^ten nod& 
ettoaiJ größer. S)er Sonboner Katalog bejeid^net fie eis „abge^}Iattet". 

Äeld^: braun unb etloa« tooHig, fleif, in bie §öl&e Pel^enb, offen, 
in einer flad^en, öfteriS aber aud^ ettoa« tieferen ©nfenfung fiel^enb, 
toeld^e gelbbraun berojiet ifl, ol^ne- galten. 

* @o öiet mir befannt Sileto^orf. 

OanlhiTte« ^anbbiu^ bei Obpitnibe. V. 21 



822 

(Stiel:- grün unb ettoa« bunfclbraun, mit erl^abenen braunen 
5ßunftcn unb fnofpig, in einer jiemlid^ ftarfcn, jutoeilen tt\va& faltigen 
Vertiefung. 

©d^ale: jiemlid^ fiarf, troden, ettoo« raul^ anjufül^Ien, grünlid^ 
gelb; auf ber ©onnenfeite mcfyc brfiunlid^ gelb, mit feinen braunen 
5punften, toeld^e ettoaiS grünlid^ umftoffen fmb, unb l^ellbraunen SRofl^ 
fleden, in benen fid^ bie 5ßunfte balb l^eller, laJb bunßer barfleffen. 

Äernl^au^: nur fein angebeutet. Sld^f enl^iJl^Ie anfel^nlid^. gdd^er 
geräumig, mit fd^önen, bunfelbraunen Btvrnn. 

gleifd^: fd^load^ gelblid^eife, fel&r fein, butterl&aft, toon gutem, 
fäuerlid^ fügen, angenel^m getoürjten ©efd^mad. 3;. L 5)otoning be^ 
jeid^net e^ afö butterl^aft, reid^ getoürjt, toortreffU($. 

Sleife unb SRu^ung: bei mir 6nbe Dct- unb änfang Sflot). — 
®er Sonboner ©atalog gibt Dct. unb 9loö. an, Sei ©otoning ift ber 
SReifejeit nid^t gebadet* 5Die grud^t bürfte ate SCafel* unb SBirtl^fd^aft^^ 
obfi }u braud^en fem. 

®er föaum toirb ate fel^r fräftig unb gefunb angegeben. Qd^ 
l^abe nid^td ©egentl^eilige^ bemerfen fönnen. ^at bei mir anä) feit^er 
gut getragen. 

t). SylotoiD. 

3n $og6§ ^yianual l?on 1860 6. 186 h)irb bie f^ud^t, bod^ ebenfaad o^ne 
ä(uil!unft über il^re ^Ibftammung, gtemlid^ äl^nlid^, a(d mittelgroß, bergamottförmig, 
mit 1" langem ©tielc, auägejeid^net jart unb fc^melgcnb, öon Iräftigem feinge« 
toürjten aBcingefd^matfe, im Dct. 'reifenb gefd^ilbcrt, — 2)ie toon mir eben l^inju* 
gcjeid^neten ölätter fanbte mir Dberbiccf (locld^er früher Slveige öon §rn. 0. Ä. 
ö. glotott) em^)fing) unb gibt bcrfclbc fofgenbe Scfc^reibung ber 95egetation: 

Xrieb beä S3aume§ fel^r gemäßigt, Sleifer furj, fel^r furäglicbcrig unb 
tooller Slugen (Wolter tool^l ber Sftamen) fteif, iocnig geJniet, glatt, nur toenig 
unb fanm bemerlli(^ })un!tirt, olitoen4ebergelb, — SSlatt beg ©ommertricbeS 
faft flad^, mittelgroß, breiteiförmig, oft gu SRunblidJ neigenb, ganjranbig; Alfter* 
blätter fel^len meift. Slatt ber grud^taugen faft flad^, eiförmig, oft breit* 
eiförmig, lur^ftielige runblic^, ganjranbig; 21 u gen gefc^tooUen, bidbaud^ig-fonifcB; 
abftel^enb auf fc^toadjen Prägern. 

Sal^n." 



No. 412. «tnao( MB 8Bim«tf. SietI, 2. S.; SuclV, la,; 3a5nin,e. 



/ 



l 




^Stnnol tun ipunnel. . General de LourmeL (ätngers.) **. Dct. stob. 

§eimat^ unö ajortommen: fic ift eine neue 6amenfruc&t, er» 
äogen uon ber ©artcnliaugEfellii^fl in 9(ngetä in granfrcii3&; ber Saum 
trug juecfi 1853. — ^i^ befam bie gcuc^t in einigen ßjenqjlaren an? 
§rn. Scro^S Sortiment »on ber SHi^ftettnng in Serlin unb liefe mit 
batauf einen jungen 58aum uon §rn. £«09 fommen, ber jlcat noc^ 
nii$t getragen ^at, bcffcn SJegctation i^ icboi$ unten angeSe. 

Sitcrotur unb S^non^me: i^ ftnbe bic ^rüäft nut lurj gef^ilbert Don 
fiiron b'airoles, in fmer Liste Bjnon. S. 75, alS mittelgrofi, f^mcljenb, Infel- 
fiud^t n, SflngeS, befc^ritSen bon Str cbenaenannten 0e[eQf^a[l in ber Pomologie 
Maine et Loire, gerncr in ben Betäcic^nifien Bon Snbri £«o^, mit Eitat beB 
Camice bort. d'Angeis ; 1. QuqI., mittcIgrcB, ^Ui\ät fein, fafU^lf^, Slo»-. unb tum - 
■ ©aujarb (^opeteu), cititt Comice hört, de Maine et Loire: runbli)^, nriltelbaudSig, 
01eif(^ fein, iaftrei(^, fi^nieljenb, gejudnt, I. dual., 91ot. — Sit nuö^nte auS' 
fU^rlit^f Sefd^«i6ung »at mit nit^t jueänglii^. 

®eila(t: runblic^ ober iErcifelfürmig, um ben Äe(c^ fo abge))(attet, 
. itafi bie gruc^t nod^ iicmlic^ gut auffiel)!, nai$ bcm ©tiele ju enbigt Re 
lui^ a6ge|tumpft legclförmig, toie oliige S^icpiMing nad^roeifi. 



324 

Äeld^: Hein, tnitfpilen, fieifen, aufteii^tfiel^ttbett, furjen SSlättem, 
l^ottoffen ober gefd^Ioffen, in einer tteinen, mitunter burd^ Seulen un^ 
regelmäßigen ©enfung. §ier unb ha erl^ebt fi^i aud^ eine Seule flad^ 
fortlaufenb üitt ben Saud^ l^in. 

©tiel; Vi" lang, bid unb fiarf, l^oljig, grfinbraun, in einer jicm* 
lid^ tiefen unb engen, ober aud^ toeiteren unb feid^ten ^öl^le fiei^enb, 

©d^ale: gelbgrün, ol^ne Slötl^e, mit ettoctö unbeutUd^en grflnlid^en 
iinb brdunlid^en ^ßunften unb Slofiflreifd^en, bod^ ol^ne jufammenl^ängen* 
ben 3lojl, ober bie ^d^t ijl bOd& nur bünn um ben Md^ l^erum be* 
•roflet 

gleifd^: toeifc l^albfein, ettoo« fömig, bod^ fel^ faftreid^, fd^met 
jenb,^ Don getoürjl^aftem, fäuerlid^füßen angenel^men SBeingefd^madf. 

Äernl^auS: mit tüoa& flarfen Äömd^en umgeben, fd^toad^ l^o^I* 
ad^ftg, Rammwx Hein, mit DoHfommenen bunfeC&raunen Retntn. 

Steife unb* SRufeung: Seroijig grüd^te reiften um unb nad^ ber 
attitte be« DftoBj«:, toal^rfd^einlid^ l^atte bie SBärme be« berliner »u«^ 
fieKungSlofaleä bie Sleife befd^leunigt unb unter anberen SSerl^ältniffen 
toirb fd^on bie geitigung, loie üon ber grud^t -angegeben ijl, im 3tot>. 
fein. — @iS ijl ' eine fe^ir tool^lf d^medfenbe a;afelfrud^t, bie tool^l * * »er* 
bient, toenn audf iaS gleifd^ ettooS fömig ijl. 

eigenfd^aften^eg ^aumtS: nad^ beSiron toäd^jl er lebl^aft, bod^ 
^at mein üor jloei ^\)xtn ge^pflanjter Saum in feinem gonjen Änfe^en 
ettoo^ SRieblid^e^ unb bog 2Sad^i8tl&um fd^eint l^temad^ nid^t jlarf ju fein. 
— S)ie Sldtter pnb Hein, IV*" breit, 2" lang, oDalmit auslaufen* 
ber furjer ©pifte, glatt, verloren fein* unb jlum^fgefägt (feiner unb 
leidster, al« auf bem ^oljfd^nitte oben), am Slanbe iüeHenförmig unb 
ettoa^ jid^elförmig gebogen. — Sllltl&enfnofpen fd^einen Hein, etiüo^ 
eirunb, fanft*, fajl jhimpffipife unb l^ettbraun ju fein. — ©ommer* 
jtoeige fd^toad^ unb bünn, burd^ bie großen, jiemlid^ objlel^enben Slugen 
flufig, rötl^Iid^ gelbbraun, mit fd^ feinen toeißlid^en ^ßunlten. 

3a^n. 



325 
No. 4:13. ßixt^itt^ 9tx^m»tU. a)iel l, i. 2.; SucaS iv, 1 b.; Sal^n V, 2. 




ßta^AttB iBer|ll»ütte* $009 ($aj)er<m). *♦. ®nbe Dct., au(^ frül^er u. fj^ätet. 

ipetmat]^ unb SSorfotnmen: Qd^ erl^ielt pe öon 3lb. 5ßcH)eleu 
in SBetteren jugleid^ mit feinen fämmtUd^en ftbrigen SBergamotten, beren 
Slätter {d^ bcobad^ten \ooUU, Befonber^ um fie auf ha^ SBottigfein ju 
^)rüfen, ha mir meistere runblid^e ober bergamottförmige Simen mit 
tooHigen ^Blättern, j. S. bie Slotl^e SBergamotte, bie SRotl^e S)ed^anfcSbime 
u. f. ü). befannt getoorben toaren, fo bafe id^ bcn völligen Ueberjug für 
d^arafterifüfd^ bei ben fo geformten Simen l^ielt. 

fiiteratur unb ^^nonl^me: $odfi int 3Ran. 1860 @. 158: Bergamotte 
de Strycker. ®r bejeicBnet fte alj !Iein, tunbUA, regelm&^ia geftaUet, grünge^^, 
rotbl&raitn 0ef[e(!t,-l^albfd^meiaenb, fel^r faftreic^, fü$ unb toofifc&medtenb, im Oct. 
reifenb. — ©aujarb (h)ic fein SBorgfinger ^fafc^««) 5at bxe grudjt al3 Berg. 
de Strycker (Pannentier) in feinem S^erseic^niffe, toona^ ai\o ^armentier ber @r' 
»e^er obet SSerbreiter berfelben ift. Sie tpirb aefc^ilbert ald llnn, f^mel^enb, I. di., 
Oct.; S3aum ftat!h)üAftg unb frud^tbar, ^od^fiamm. äßal^rfc^einlicv ifl ed ober bie« 
felbe Sirne, toeld^e fid^ in fietol^S ä^etgei^ni^ unier bem Flamen Bergamotte d'Er- 
trjckerJS^I^omlifon) unb im Cat. Lond. ali Berg. Dertrycker, in iSe^terem Be^c^net 
ald l^^elloraun, eirunb^ mittelgroß, butterl^aft, iafelfruc^t erften 9ianged, im 6e{)t. 
reif, ftnbet. 2tto^ toeici^t Ifiiet^on nur in fofem ab, aliS er fie ald Kein unb tm 
&tpi. unb Oct. reifenb bejeid^net. 

Oeflalt: runblid^, um ben Äeld^ plattrunb, oft aud^ blo^ flad^runb, 
bod^ fO; baß fie nod^ gut auffielet. Sflad^ bem Stiele ju ift bie ^rud^t 



326 

geloöftt tunb (b. 1^. lüirfHd^ Bcrgamottförmig, tote bie ^gur* oben) ober 
''iifirfer obnel^menb unb fel^r hirj unb ftumpffegelförmig. S)ie Sime ijl 
Hein, 2" breit unb 1" 71/2—9'" l^od^. 

Äeld^: groß, lang* unb fpi|blättrig, aufUegenb, offen, in fd^öner, 
bod^ feid^ter, fd^üffelfömiiger Sinfenfung, auf beren SBöIbung fid^ einige 
SBeuIen erließen, bie, über ben Saud^ fortlaufenb, bie Slunbung etoo^ 
ungleid^ ntad^en. . 

©tiel: oft fel^rlang, bi^ IV2", oftfnofpig, braun, nad^ ber.Sime 
ju grün, ^tf)t obenauf toie eingebrüdft, ober toerliert fid^ ol^ne 3lbfa| in 
bie fjrud^t. 

©d^ale: ettoaB flarf, l^ellgriln ober gelbgrün, fpäter bla^gelb, mit 
unbeutlid^en, feinen, braunen 5punften unb gelbbraunem, neuartigen %)% 
ber nad^ bem Äeld^e jufammenl^ängenb toirb, aud^ jiemlid^ fühlbar ifl, 
ol^ne Slötl^e. • 

gteifd^: toeiß, jiemlid^ fein, faftreid^, fd^meljenb, Don einem ange* 
nel^men, getoürjtfüjsen Sergamottgef d^madEe. . ' • 

Äernl^au«: mit nur feinen Äömd^en umgeben, ettoö^ l^ol^lad^ftg, 
Äammem eirunb ober mufd^elförmig, mit meijl öottfommenen, fd^toorj* 
braunen, Breiten, mit einem Keinen §ödfer J^erfel^enen Äemen. 

Sfleif e unb 5Ru^ung: S)ie Sfleife erfolgt meift ®nbe Dct., bi^toeilen 
ettoOjS frül[;er, bi^toeilen aud^ fpdter, je nad^ ber SBitterung; 1860 hielten 
jtd^ bie %xix(I^U fogar bi^ Qan. unb iüaren be^ üblen ©ommerS ungc^ 
ad^tet fd^meljenb unb red^t tool^lfd^medfenb. S)ie grud^t ^at mit ber 
S)armfiäbter Sergamotte Slel^nlid^feit in gorm unb gärbung, bod^ reift 
bief e getoöl^nlid^ fpäter, . ifi fürjer gefHelt unb* il^r Saum l^at fd^mdlere, 
mel^r lanjettförmige Slätter. Seiber bleibt bie ^xu^t oft zttoa^ Hein (nod^ 
unter ber obcngejeid^neten ®rö§e), fonjl toürbe man fie ate red^t gute 
S^afelfrud^t jur l^dupgen ^ßflanjung empfel^len fönnen. 

©igenfd^aften be^ SBaume«: aWeine ^Probejtoeige blieben im 
aSud^fe gegen anbcre auf bem Saume befinblid^e ©orten nid^t jurüdE 
unb betoiefen fid^ fel^r tragbar. — S)ie SBlättcr finb bei feäftigcm abriebe 
bei8 SBaumeiS breitettiptifd^, oft über PA" breit unb 2V4" lang, bei fd^tt)&^' 
d^erem S;riebe finb fle öfter« nur eHiptifd^, aud^ o\)al unb lanjettförmig, 
glatt, fein^, oft Verloren unb fhim:pf^gefägt, bi^toeilen ganjranbig, l^ie unb 
ba tttoa^ Zellenförmig, fonfi f[ad^. — SBlütl^enfitofpen grofe, fegelförmig, 
jiemlid^ fied^enbfpift, l&eHbraun. — ©ommerjtoeige grttnlid^ gelbbraun, 
auf ber ©onnenfeite rötl^lid^ bunfel^oliüengrün, bräunlid^gelb punftirt, 

Sal&n, 



327 



Nr. 414. «üttififn ber «im»- 3)ict ii. 2. 2.; Suc. iv. 2 b.; ga^n il.?, 2. 




Aihtigitt irr iSirnoi* Beine des Foires. fi'$otr. ** Dct. SDec. 

$eimat^ unb Sßorfommen: f^e tourbe, tvtebeßiron b'SCiroC. unb SCnbere 
mitt^etlen, i)on einem $errn r$cir, jebenfaHd in {^ranfreid^ et^ogen unb ift eine 
neue 5^d^t. — 3la^ 3)0(ijna]^(8 Pomona bagcgen, in toctc^er 1860, Seite 162 
eine SBime be3 9lanten3 Reine des Poirea fel^r gerül^ntt tourbe, »ürbe fte ou8 91 om 
ftammtn unb l^abe fte @e. SRajeftat ber ^önig ^ubtpig bün Saliern für bie befte 
aEer S3imen erfärt, toonad^ 1\e aud^ St. Lonis genannt toerbe. — Ob biefe ^od^« 
nal^rfc^e biefe(be \% erfd^eint fraglid^, ba fte bon @nbe ätug. Bis a)Htte Btpt reift, 
bod^ t>a^t bie angegebene gorm unb au(^ ber ^efd^mat! auf bie borliegenbe, \)on 
toeld^er iäf %xü6)U bom $erm ^ofratl^ Dr. l3aQtng in 5tiffingen unb aud ^errn" 
Raufen erl^ieli, ft)onad^ fte eine re^t gute getoürjreid^e ^ixnc i% bie aber meiftend 
gu !Iein bleibt unb l^ierburd^ am SQSert^e berliert. 

'Siteratur unb ©^nonbme: Siron b'3liro(., table synon. @, 68; Xou^ 
garb ©. 56 ; ©aujarb (frül^er ya^)elcu) ; JBilborber ®at. u. f. to. @ie fc^ilbern 
bie (^rud^t ald mittelgroß, !reif elfdcmig , büfter gerdtl^et, fc^mel^enb ober l^alb- 

ici^metaenb, I. SlangeiS, im SRob,— 3öw- reifenb. ^ougarb fügt au: ©el^r gut. -- 
luc^* Cat. Lond., §ogg im Tlan. @. 207 unb ^otoning 408 l^aben eine Reine des 
Poires; nad^ ©rfterem ift fte ftum^)f bimförmig, gro^, gelbgrün, gerötl^et, mürb- 
fleifd^ig, ^afclfruc^t IL 31., für Öct., jtoar reidjtragenb unb J^ön, bo(^ bon ge- 
ringer Üua(.; nad^ $ogg mittelgroß, etrunb, blaßgelb, braungefiedft, gerötl^et, ^art^ 
fleifd^ig unb füß, im Oct. reif; nac^ JDotoning, ber SJ^omJjfon citirt, unb pe eine 



328 

franaöfifdjc gruAt nennt, aiemliA groft, freifetfömig ober fkumj)f bimf . , grüngett 
mit fc^tocUlJer 3fl3tl^e, greift trotten unb bürftig, ©ej)t. unbDct., tro* i^re« fc^ö- 
nen S^amend gering unb toert^Iod^ i)on ber mit ifft a(d fl^non. betra^teten Gant« 
l&erlanb (befdJncBen bon a)otonin'ö ©. 375 al« mittelgr., eirnnb, orongegelb, fc^toac!^- 
gerottet, butter^aft, im ©e))i unb Dct. reif) fei fic ganj berfiieben. Söal^rft^einKt^ 
iit ed .bei Slllen biefelbe Stme, bie tool^l in dnglanb unter Umftänben gro( , aber 
toeniger gut toirb. — 3lad} 2)ittr. in. @. 116 l^at 2)iel8 örofee (boc^ immer 
nur Heine): Ireifeltöirmige »ranfette, Gros Blanquet (f. oben e. 195> bad 
@9n. Boi iiouis unb 3)od^nal^( gibt biejer @. 19 ebenfaSd bie S^n. Rois Louis, 
^gubtoig^bime, itdnig fiubtoigdbime (auc^, mit einem ?, Reine des musqu^es) ^ieju, 
l^at aber im gffil^rer !eine Reine des Poires. ^ie ®r. heifelf. IBIonfette reift je^ 
bodj im 3uli unb !ann fc^on l^icrnat^ nic^t bie l^ier bcf^rodjene gfruc^t fein, eben- 
fotoenig al9 3)ecaidne'd Gros Blanqnet rond mit bem @^n. Gros Rol Louis (Jard. 
fruit. Y. %a^. 16), bie jioar ®nbe ©ept. jeitigt, ober anbere gorm unb g&rbung 
l^at, tpiefie^tereS ft^fon ber JtatM Söei^birne mit ftcfi bringt, «ud^ B. DuYal 
mit bem <Sl^n. Roi Louis nouyeau, @. 110 b. 8anbed, tfi eine gang anbere Sirne. 

<9e{t'art unb ©rdge ftnb oben geseic^net. Oft bleibt jebod^ bie ^ruc^t 
merif(i<i^ Keiner, niirfmt auc^ öftere nad^ bem stiele su toeniger cth unb erf^eint 
bann mel^r eirunb. 3n ßerrn S3iOortd Sortimente in 9lamur fal^ ic^ fte iebo4 
ebenfo freifetfdrmig unb um ben llelc^ ))lattrunb ioie oben, boc^, tool^rfc^eihlic^ 
t>om @))aUere, fd^dn mittelgroß. 

Äeld^: lurabt&ttrig , l^omartig, gelbbraun, offen, fladj ober fdjtoac^ tjertieft 
flel^enb mit toenigen Beuleten umgeben, bie ein)e(n unb flac^ über ben SBauc^ fort- 
laufen, ol^ne bie 3flunbung \>xtl ju. entfteUcn. 

@tie(: meift ftarl unb ^itmli^ lang, nad^ ber Sime ju fleifd^ig unb ftc( 
mei^t ol^ne «bfat in bie gruc^t tjerKerenb, beren 6tiel-©J)ite baburd^ oft ftarf 
unb toulitig.anf(^h)iat, h)ie e« bei §m. SBiüort« grüd^ten fo ber gaff »ar. 

@d^a(e: fteHentoeife burd^ erl^abene $un!te raul^, grünlid^gelb, jeboc^ fafi 
ringsum jiemtid^ flaÄ, ettoa« büftcr gerdtl^'et unb br&untit^ * bero^et. 3m Slotij 
ftnb bie erwähnten $un!te graubraun unb fd^ioäc^er, nadj bem Äcldje ju toerben 
fte fl&rfer unb gestalten ftd^ ju ^ufammenl^&ngenbem raul^en 9tofte. 

gleif«^: gelblidjtoeig, l^atbfein, ettoa« !ömig, faftreid^, l^albft^metsenb bon 
fe^r angenel^mem gehJürjreic^en 3urfergef(§madt. 

Äernl^au«: fdjtoa(5 l^ol^tadjfig mit ftärfcren Äömdjcn imUm!reife unb mit 
t>oH!ommen f(5toar8braunen Äernen. 

Äeife unb Blutung: bie grut^ft reifte 1860 gegen ^be 2)ec, ba aber in 
biefem gal^r «ae8 fj)äter »ar, fo lanti fte tool^t im ^ot>, unb fe'rbft im Dct. zei- 
tigen unb in anbercn S^i^tgangen audj ganj fdjmctjenb fein, benn au^ bie SBeiSe 
§erbftbutterbime toar bamal« mcift feft flcifc^ig unb cbcnfaff« no^ im 2)ecember 
t>or]^anben. 

©igenfdjaften bc8 »aume«: nac^ §rn. ^ofgartcnmeiftcr »orc^er« in 
^errnl^aufen toäc^it berfelbe aiemlic^ fräftig mit abftel^enben tjielöeräperten 3»ei- 
gen, über feine grud^tbar!eit gab er nid^t« an, ^a^ ©aujarb u. H. i^ er fc^toat^- 
tofidjpg, nur auf SöilbUng, am beften am ©tjaliere gebeil^enb. — 2)ie Slätter 
einiger nod^ fc^toad^er au8 §erm Sordjer« 8*^«0^« erjogener S&umc^en i^aben 
am ©runbe ber 6ommerjtoeige bie bon mir gejeidjnete eirunbe gorm, bejfer oben 
am Btoeige ftnb fte mel^r obal, aud^ eiri))tifd^; fie ftnb glatt, 5iem(i(| grob, 
jum a:ijeil au(^ feiner gefägt. — ©ommeratocige fel^r bun!e(-, fajt f(^»&r3(ic5' 
braun, gelbKc^ ober fd^muligtocij J)unfirt. Sal^Tl. 



329 



Nr. 415. VIUlMi (Stt9. 3)ter I. 2. 2.; £uc. IV. l a.; Sal^n III. 2. 




|)^i}l)l 410104 8it)ott. ** Oci. ^ec. 



$eimat^ unb Sßorfcmmen: 3)ie f^rud^t tDurbe erlogen 1846 in Sborid 
Saumfd^ulen ju ©eefl^St.-SlcTn^ bei Sfoboignc unb !ant 1851 iti ben §anbel. be- 
nannt h)urbe fte nad^ einem alten Wiener bed jtaiferreid^d unb $rot>ingiaIratl^e k)on 
99ra6ant. — S)ie ^ur SCbbilbung benufte Sime nal^m ti^ aud $m. £eroi^d iSor- 
ttment ^on ber SerCiner Slui^fteHung, fal^ eine belgifc^e %vu^i auc^ toieber ebenfo 
in ©Brlit unb fd^ilbere bie Sßegetatiün na^ Stoeigen, bie id^ k)on ber 6oc. ban 
SRonS in SSrüffel emfjftng, tvelc^e bereits aud^ einige ber 8ef c^reibung entf)>red^enbe, 
nur Heinere g^c^te geliefert l^oben. 

Siteratur unb @l?nonl?me: Annal. de Pom. HI. S. 61 mit Sefd^rei- 
bung Don »it). a)ie gruc^t ift größer, faft 23/4" breit, 3" ^odj abgebilbet, mtt 
ettoaS längerer unb bünnerer @tieCft>ite, audb im ganjen Uikfange flar! beuUg, 
»ie mir fiefttere« in gleichem ®rabe an ben mir borgelegenen grüßten nid^t auf* 
gefaffen ift. — Siron b'2lirot., Descript. I ©. 78, 3:af. 18, gig. 4, gibt fte h)ie 
^it)., unb nennt fie eine fd^i^ne unb gute grud^t, tote fte auq in ben SSergeid^" 
niffen t>on Sero^, ©aujarb unb im 93iIt)orber t)on 1857 als I. dl., im ^o\), unb 
2>ec. teifenb. gelobt toirb. — ®ebr. ©imon Souiö in SReJ geben ber im Dctob. 
reifenben Btfoxme de MeUo (haltet @. 21) bad ®^non. PhiUppe Ooes ^ingu 



3B0 

unb auf ber Sludftellung in 9lamur l^atte man ber er^lgenannten, bte in icgenb 
einem ©ortimente fel^r &]^nli(^ t)0tlag^ ebenfaßS = Philippe Gbes j^injugefc^rieben, 
fü ba^ beibe, au^ nad^ ber fel^r äl^nltd^en Slbbilbung unb ^efd^reibung ber Baronne 
de Mello (in Siron b'2Cirot. Desoript. II. e. 60, %a^, 28, gig. 12) unb ber aiem* 
lic^ übereinftimmenben SSegeiation tool^l ibeniifc^ ftnb. ^laq ^ougarb @. 26 l^at 
Sit). Setter e, bie bei £ero^ bad ©^n. Adele de St. Geras unb bei ^ogg bie 
@^n. Adele de St. Denis, Poire His (!Rotfette'd) unb Bearr^ Tan Mona ^at, toc^i* 
fd^einlid^ ebenfall« verbreitet; boc^ ift Adele de St. Denis mit bem ©lyn. Adele de St. 
Ceran bei 2)ecai8ne (II. 8b., 21. Sicf.).nacl^ gorm unb garbe boA h)o6l eine anbere 
©irne, toie bieg 2)ecaigne unter Baronne de Mello (VI, 68. gief.) fetbft erü&ri 

©eftatt unb ©rd^e gibt obiger Umri^. Sit), befd^reibt bie ^rud^t al« 
mittelgroß, freifelförmig^bimförmig, beulig, oft unregelmäßig geformt, bod^ ma^t 
biefelbe auf feiner Slbbilbung ebenfalls^ feine toal^re Einbiegung nad^ .bem stiele 
gu, toa« h)ir unter bimförmig berflel^en. 

Äeld^: jiemlid^ groß, fd^toarjbraun, ^ßlboffen ober offen, (nat^ Sit), fronen* 
artig, offen, pa^flel^enb,) in regelmäßiger, bodj fettster ©enfung. 

©tiel: etioaS bünn, bis über 1" lang, meifl gefrümmt,^ol3ij, hvawx, an 
ber ejruc^t in ben 3(nnal. gelb, töie bie garbe ber Sirne, in »elc^e er ftd^ ge* 
toöl^nlid^ ol^ne 3Cbfa| t)erliert, bod^ legt ftd^ jutoeilen ein fJleifc^l^SdEer an il^n an, 
ber il^n feittoärtd brüdft. • 

©d^ale: gclbgrün, f^)Ster golbgelb, ho^ ift bie ©runbfarbe meift t)Ott einem 
jiemlid^ raul^en gelbbraunen SRoft überbeut, in toelc^em- nadj Sit), einzelne fc^tDarj- 
braune fünfte bemerflid^ fmb, bie idf an meinen {^rfid^ten toenig toal^rgenom« 
men l^abe. 

S'leifd^: gelbliU^toeiß, fein, fel^r faftreidj, t)on geloürjreic^em 3udfergef<^matf, 
toie il^n Sit), fc^ilbert; an ber f^rud^t )Sero^d toar er burd^ ettoad fd^lDa^ 9Betni' 
ged fel^r ))ifant, toad meine unb aud^ bie belgifc^e (^rud^t nid^t l^atten. 

^ernl^aug: nur mit fel^r feinen Hörnd^en um^tihtn, fd^toac^ i^ol^lad^fig, 
Kammern jiemlid^ groß, mit l^eEbraunen, am SRanbe bunfelbraunett, meift ^oU* 
fommenen, etioag Jjlattgebrüdften Äemcn. 

Steife unb Sluftung: 'Jöie grut^ft reift nadj Sit). 3Ritte 9loö. unb e8 t)cr* 
ISngert ftd^ bie« bid 3um S)ec., boc^ toar fotool^l £ero^d, toie auc^ bie belgtfc^e 
gruc^t f^on HJlitte Dctober t)öllig reif unb nur meine grüc^te ' au^ bem 3<^re 
1860 l^ielten fic§ hi^ in ben 3)eccmber, toie t)ielc anbere §erbftbimen, toeil ber 
©ommer naß unb fül^l toar, fo baß fie, toie eS t)on ber Baronne de Mello ange- 
geben toirb, bodj immer nur eine Dctoberbirne fein loirb, bie mit Siecht in ben 
il^r t)on Sit), unb Slnberen beigelegten I. 9lang gefteKt toirb. 

@igcitf(§a.ften beä Saume«: Sit)ort fd^ilbert il^n al8 giemlid^ lebl^aft 
toad^fenb unb toie Scro^ al« fel^r fruchtbar, jur ©raicl^ung al« ^^ramibc auf 
SGBilbling unb Duitte geeignet. ®« fönne i^m ein freier ober aud^ mel^r gefc^ö^ 
ter ©tanb gegeben toerben, ettoa toie Soldat Laboareur (Slumenbac^) u. ». — 
S)ie Slätter flnb, toie id^ fte oben jeid^nete, ot)al, glatt, ganjranbig ober feitet 
* ge^al^nt gcränbelt, nac^ Sit), groß, ot)attan3ettförmig, augcf^itft, ganjranbig, flad;, 
bunlelgrün. SSCu bin ©ommergtoetgen fd^ilbert er fic lanzettförmig f^JiJig, l^eHgrün, 
ganjranbig ober jum Sll^cil gefägt, ettoaS fdjiff förmig unb fi(|elförmig. — S)ie 
Slütl^entnof|)en als mittelgroß, l&nglic^ 3ugef|)i6t, l^eHbraun, mit 2)unfelbraun 
unb ®rau fd^attirt. — 2)te ©ommmer^loeige alS glÄnjenb, gelblid^ l^afclnuß- 
farben, an ber 6.©. rotl^braun, t)ielfad^ fein grauloeiß t)unftirt, toaS mit meinem 
Saume gut ftimmt. 



No. 416. Sit St^wniHntt. Sieliv.s.a.; Buc. ix, fxi) i b.; ga^niv.a. 




»U Ä^WOtjMrUf. Dbrebiti «L.JDrt.-Sebr. 

§eimatl^. unb ^Jorlommen: ift eine im ^aitnoioerfd^, 'fie^tnc 
ber« im ©oUnbergifd^cn unb §ilbe«^etmif^eit fe^r Berbreitete unb auc& 
in ben ©öttcn b^ ßanbmannä fic^ f)äufig finbenbe, \i)ä^haxt Äoc^fnii^t 
ffit ben SKinter, bei bem fianbmannc unter bem Flamen Si^lDarJebtrne 
bcfannt. Sic loäjt ji^ rot^, ^at feinet, nic&t förnigeiS, gejudctte^ 
SUifc^, i|t fe^r tauglit^ ^ütsi @tnma^cn mit Senf unb ^dlt fic^ lange, 
Jme auä) ber Saum bauer^aft ift, gto^ utib fm^tbar tDirb. SJen ^pomO' 
logen fc^etnt fte biäl^et ganj unbefanut gcbCiebcn ju fein, unb pnbe ii^ 
' feine Se^i^reibung einer asintcrfrui^t, bie auf fie 'l^inreii^cnb pafelc. 
3^ren SSert^ ^abe tc& erfi &ier im Salenbergifi^en rei^t fennen ßetemt 
unb \}at ein alter Saum baüou, ben ic^ im .^Rienburger ©arten ^atte, 



332 

ju Keine, ettoo^ förnige grud^t geliefert. 3)er SRame fommt enttoeber 
toon ber am Saume büflem Slötl^e ober baöon l^er, ba^ — äJ^nlid^ toie 
Bei ber Älöppelbime — . bie 6d^ale auf bem Sager julefet au^tn fd^toorj 
toixb, tüäi^renb bie grud^t innen nod^ gut ifl, toieHeid^t aud^ nur bo^er, 
bafe man fie gern ju bem beliebten ©änfe^ unb ©d^toeine^Sd^toarj f od^te. 

Literatur unb ©^non^me: SBitb l^icr jucrfl befc^riebeiu 
' ©eftaU: il^eilg ^tenUid^ Mrnförmig, tl^eild bitfbaud^tger, mel^r g(ü(fenfdnntg 
ober felbft ber Äreifelform ftdj nal^emb, 2*/« bU 23/4'' breit unb sy«'' Ij^odJ. 3)er 
Baud^ ft^t tnel^r nad^ bem StieCe ^in, um ben bie breiten f^c^te ftd^ etn>a3 ftoc^ 
gurunben^ bie ntel^r birnförmigen ^urunben unb nod^ fo toett abflum)>fen, ba^ bie 
^d^t gut auffielet. 3la^ bem Stiele mad^t fie fd^öne Einbiegungen unb tint 
fonifc^e mel^r augerunbete , aU abgeftumt)fte @))ite. 2)ie eine Seite bed Sau^ed 
ift meiftenS ftär!er, aCd bie anbere. 

JSeld^: l^artfc^alig, mit ben !ur^n Segmenten in bie $dl^e {lel^enb, ft^^t in 
giemlid^ tiefer Sen!ung, auiS ber einige flad^e @rl^abenl^eiten entf})nngen, unb biS 
gum 99au(^e ber f^rud^t l^inlaufeh. 

Stiel: l^olgig, an berSSaftd oft ein n)entg fleifc^ig, 1" (ang, toenig gebogen, 
balb gerabeaud ftel^enb, ba(b ettoad gur Seite gebogen, ft^t auf ber Steife toie 
eingeftedti 

Schale: fein, bie gelbe ©runbfarbe ift an ber Sonnenfeite mit einer t>om 
^aumc büjlem aud^ ft)äter braunen Sftötl^e iatb leidster unb nid^t toeit t>erbreUet, 
balb auc^ ft&rfer überlaufen unb übergiel^t babei ein feiner ^immtfarbiger 9ioit 
ti^eild )erf))rengt, tl^eitö fe(bft a(d red^t feiner Ueber^ug bie grud^t überaS, fo bat 
au^ bie 9t5t^e burd^ ben 9io{t oft nur l^^inburd^fd^eint ober burd^btidtt. fünfte 
jal^lreic^, bod^ fel^r fein unb fallen toenig in$ Sluge; ©erud^ fd^toad^. 

S)ad S^ieifd^ ift etn)ad gelbUd^ toei^ t^on Slnfel^en, nid^t fein, umbadAem« 
l^aud mit einer 9teil^e ftärferer jtörnd^en, beim ©enug i^od^ nid^t !5mig, m&Btg 
faftreid^, mürbe toon ettoad fein aimmtartigem gutfergef c^madfe , bem nur toenig 
S&ure beigemifc^t ift. 

3)ad jlernl^aud ft^t fel^r nad^ bem j^eld^e l^in, ^at eine fiärfere ober ftar! 
I^ol^le S(c$fe; bie geräumigen itammem entl^alten* braune, ft)i$e> aud^ oben mit einem 
fc^arfen Änö^)f(§en berfel^ene , meiftenS öoHIommene Äeme. ©ine Äeld^l^ö^le feljft 
faft ganj. 

9leife unb Blutung: ijt braud^bar fc^on im Dctober unb l^&It ftd^ bid in 
ben Sinter l^inein. 

S)er ^aum to&c^ft !r&fttg, toirb grog unb- fel^r frud^tbar. ®r mad^t eine 
jiemlidj breite, toiel berjtoeigte Ärone mit \)x^tem furjen fjrut^tl^olje. 2)ie Sommer- 
triebe ftnb (ebergelb, oft tm^t olibengrün, ettoad gefniet, nur matt mit grojsen 
$un!ten nad^ unten gejeic^net. Statt gl&njenb, giemli^ groß, meift ftar! rinnen« 
förmig, mit ber S))ite nad^ abto&rtd gefrümmt, lang«' unb ft>it eifdrmig, nur 
gan) feid^t unb meift fel^r fein gejal^nt. ^ad S3latt ber grud^ taugen |^at 
furjen ^(attftiel, ifl eifdrmig, einzelne aud^ ot^al, feid^t unb fein geaol^nt, oft 
nur geränbelt Slfterblätter fabenf örmig, SCugen !onifd^, ft>it, nur etloaS abftel^enb, 
ftel^en auf flachen Prägern, 

DBerbied. 



333 



Nr. 417. 1b9nmtx9 ^bVMttttbcnu SDicli. 2.2.; Suc.iv. la.; 3al^nn.2. 




jDmtmtrrg jQrrbß^ntterlnnt^ ßxeßci. (bau a(ion§.)'** 5»ob. oft früher oft fjjatcr. 

^timatf) unb SSorfommett: $t. Sieutenant S)onauer in Qo^ 
Burg erl^iclt bie Steige ol^ne SRamen i)on Dan 3Ron^ unb gofi baöon 
toieber an Siegel ab, bet bie iJrud^t, nad^bem er il^re ®üte erfannt, nad^ 
bem Sufenber Benannte, beffen 3Serbien|le um bie 5pomoIogie Bef onnt finb. 

Sitcratur unb ©^non^mc: Sieget BefdJricB fle in feinen Sfleuen DBft- 
fotten n. @. 69 a(d eine gvo^e, fegelförmige, grünUd^gelbe , an bet @onnenfette 
bt&unltd^ angelaufene §er6ftbutterbtme. — §ett S)onauer fanbte mir frül^et fc^on 
hcü>on S^ti^e, na^ toe((j^en id^ bie Vegetation anmerfte unb 1859 aud^ einige 
^tü^U, nad^ ioeld^en bie obige 3^4nung gemad^t ift. — ©^nonl^me ftnb nic^t 
Mannt. 

®efta(t: Sieget fc^ilbert fle nod^ toeitet a(d „bidfbauc^ig fegelfdrmig, biiS" 
iDeUen ettoad !reifelf5rmig, fiar! l^od^baud^ig, um ben Md^ abgetJlattet, naä} bem 
Stiele 3U mit einer Einbiegung ft>i4!egelf($rmig enbigenb; biele %xü^i^ l^aben auf 
ber 6d^attenfeite eine nal^tfdrmige Spinne, ober finb bod^ ettoad flad^, bie Oberfläche 
i{l giemlid^ gleid^fdrmig abgerunbet, ol^ne Seulen unb Iftipp^," (Sr nennt fie gro^, 
ßibt aber bie ^röje felbp nur auf 2" 8'" in* ber -^öl^e, 2" 3'" in ber »reite an, 



334 

• 

m^alh {le boc^ el^er ju ben mittelgroßen au fteEen fein toivb, aud^ ivaren bie 
mir \>on 2)onauer gcfenbeten grüdjte ntc^t griißcr, al§ oben. 

ÄetdJ: tang- unb friftblättrig, fternfönnig, offen, erfüttt mit ©riffelreflen, 
er fift in ftac^er SSertiefung, bie gleid^mäßig abgerunbet ift. 

6 tief: giemtidj ftarl, mittettang, l^olaig gelbbraun, obenauf, boc^ meijl neben 
einem ©ötfer fd^iefpel^enb. 

©djale: mattgrün, f^)äter citronengelb nodj Dermifdjt mit ®rün, an ber 
©onnenfeite meift erbartig gerötl^et, mit feinen roftfarbigen fünften unb glecfen, 
über]^au^)t mit jerf^)ren0tem"9iofte ringsum befeftt, fo baß bie ©runbfarbe nur noc^ 
auf ber Sd^attenfeite ettoaS burd^bUdft. 

gletfdj: gelbJidJtoeig, fein, faftpeid^, butterl^aft, ^on geloürjreidjem S^ätt" 
gefdjmarf, bermifdjt -mit cttoaS femer ^erber ©äure, bie für mic^ ben.^efc^mad 
fcl^r angenehm madjt. Siegel fc^ilbert il^n *al8 füß, ettoaS hjeinf&uerlid^, fel^r ebel, 
fein aromatifdj. 

üernJ^auS: l^at nur fel^r feine Äörnd^en im Umf reife, ift f d^ioadj ^ol^ladjftg, 
!lein!ammerig. 2)ie Äeme finb mittelgroß, furj gugefpiftt, f d^toarsbraun , mit 
ettoad $ödCeranfa(. 

• Steife unb SRuJung: 2)ie ©irne reift im 9lob., in »armen ©ommem lum 
%^^ii au^ früi^er, l^ält pd^ aber audj oft nodj burdj ben 2)ec. — 2öie f^on Sieget 
bemerft, ift pe in ©röße, gorm unb garbc äl^nlid^ ber Orauen §erbftbutterbime 
(Beurr6 gris) unb fte^t im l^ol^en Ocfd^maÄe berfelbcn audj toenig nadj. SSerbient 
alfo alle ®m))fe^htng. 

®igenf haften be8 83aume8: S)erfelbe toäc^fl in ber3«gcnb fd^ön p^va» 
mibal, ma^t aber boc^ f))dter eine me^r fugeltge ald ^od^ge^enbe ^rone- unb i{t 
fel^r fruchtbar. — 2)ie »lätter ftnb längli^ obal, 1%" breit, 21/2—3" lang, bei 
fräftigem triebe befonberg biejenigen am ©runbe ber ©ommer^toeige aud^ größer, 
Big 21/4" breit unb 4" lang, .oft ettoaS ^erjförmig, glatt, fein» ettoaiS pum^fgefagt, 
bie größeren fc^ärfer gcfägt, jum 5:i^cil fd^iffförmig unb ftc^clförmig, au^ l^ie unb 
ba ioeöcnförmig, meift reit^i geabert, bunfclgrün, bodj toegen ettoag unebener 
Dberpäd^e nic^t ftar! glänjenb. ©tiel oft V/z—^W lang, ftar! unb fteif, auf* 
tedbtftel^cnb, meift in gleid^er Slic^tung a\\^ bie Blätter. — SBlütl^enfnofpen 
länglid^ !egclförmig fap fted^enb fvi$, bun!clbraun. —©ommeratoeige grünlidf* 
graubraun, an ber ©otmenfeite ettoaS bräunlidjf^öiolett, mit giemlid^ ftarfen gelb- 
bräunlid^en fünften. 

S^iad^ fd^rift. SBie mir mein öecel^rter greunb S)onauer fdjreibt, ^uß ber 
Baum immer iugenblid^ unb ftar! im ©c^nitt gel^alten ioerben, tote ed aud^ bei bft 
ü^l^aumontcl nötjig fei, wenn bie grüd^te fd^meljcnb toerben unb ben i^nen eigen- 
t^ümlidjen belicaten Oefdjmadt erlangen follen. 2ln alten fraftlofen Bäumen »erbe 
bag gleifd^ immer härter unb bad feit} Slbftringirenbe unb ?ßi!ante bc§ GJef^macld 
gcl^e in^ §erbe über, fo baß man nur eine tragbare Äod^blrne l^abe. gi^r Ber« 
galten am Skaliere l^.abe er nid^t beobadjten fönnen, er loolle beg^alb jüngere 
Dbftfreunbe au Berfud^en aufforbern. 



335 



No. 418. »OÖei SM«. Sief I. 3. 2.; Suc. III. l a.; gal^n II. 2. 




lOalter Ämtt o&ctb. (ü. aRong.) **t 5«oö. 4 so. 

$eimatl^ unb SSorforntnen. ^ad 9%eid biefer beUfaten, aEgemeine Sln-^ 

^flanjung t>erbienenben grud^t befanb {td^ unter ben ^al^lreid^en SBimreifern, bie 

xdf 1838 cl^ne 92amen k)on $errn ban äRond erhielt. 3(^ benannte fte nac^ bent 

Be!annten unb gefd^ä^ten 9lomanfc^reiber. @ie ftammt too'fyi aug ben legten Jleni'^ 

faafen bed $rn. üan SRünd ah, ba ic$ bie fenntlid^e SSegetatton unter allen meinen 

^al^Ireid^en betgifd^en Sirnen nid^t finbe, unb l^at ftc^ burc^ t>on mir berfanbte 

9leifer fd^on mel^rfältig bei und berbreitet^ fo ba( id^ fc^on )toeimal grüd^te 

babon auf ben aUgemeinen ObflaudfteUungen fanb, aud^ ift nad^ einer ^^rud^t, bie 

id^ in @ör(i$ mitnahm, bie obige {^ignr ge^eic^net. S)er 93aum trägt fel^r reic^ 

unb ift. bie @orte auf bem $fIüdEet>un{t ni^t eigen. 

Literatur unb ©l^non^me: finbet fid^ nur erft in meiner „Slnleitung" 
e. 423 ber grudjt nadj bef^ieSen. 

®eflalt: bie grudjt ift in gorm ben SCjJotl^eferbimen äl^nlid^ unb in ©e- 

ftalt ettoad beranberUd^. 9lege(mägige grüd^te nal^ern ftd^ ber bidEbaud^iget^ eth)ad 



336 

oBgejhtmjjftett (gifomt, 21/2—28/4« breit unb 3— aVi* l^od^. a)cr ©aud^ fi^t oft 
nur ettoad, metftenS jebod^ mttllidf ntel^r nad^ bem jtetd^e ^in, 9iege(ma^igf 
grüd^te ft^itfen ober runben ftti^ nac^ bem ^eCd^e fo ^u, ba( fie, toenn nid^t burd^ 
ungleid^e $(i(ften ber ^d^t bie ^etd^jtäd^e fd^ief fielet, eben nod^ auffte|^en !onnen. 
9laä) bem @tie(e flnbet fic^ oft nur auf einer, oft auf beiben Seiten jl^id^e fd^Ian!^ 
Einbiegung, unb enbet bie f^d^t mit bidSer ober nod^ ettoaiS (dngerer unb me^r 
'lonifd^er, halb ettoad abge{ium))fter, bctCb l^alb in ben &ixel audtoufenber @{|)tte. 

Sttl^: offen, burd^ beulen in feiner Siunbung berf droben, nid^t eigentti^ 
l^omarüg, liegt mit ben rinnnenförmig unb ettoaü r(id(to&rtd gebogenen Sludfd^nit' 
ten fefl auf, ft|t meift ftadjf bertieft, einzelne jebodj burdjftd^ erl^ebenbe gleifc^'- 
beulen ftärfer bertieft unb eingefd^nürt. ^ie Md^fen!ung }eigt ftetd gfaCten unb 
S3eu(en, bie ftd^ bei regelmäßigen f^rüc^ten flad^ über ben 93aud^ l^in^iel^en, ^äufig 
aud^ fid^ balb ^ier, ba(b bort borbr&ngen unb bie regelmäßige $orm berberben. 

©tiel: jiemlic^ ftar!, I^olaig, nur an ber SafiS ettoaS fleifd^ig, iVt— 2" I^WÖ» 
oft ettoad ^nof))ig, meiftenS toenig gefrümmt unb toenig jur Seite gebogen, boc^ 
oft ettoaS rüdtn)ärtd ge!rümmt, ft^t auf ber St^i^e mit einigen beuten umgeben. 

Sd^ate: glatt, etft>ad glänaenb faft felabongrän', in ber 9ieife gelblich grün 
ober grün gelblid^. $un!te gal^lreid^, tl^eifö fein, tJ^eilST an ber @onnenfeite jtärfer, 
unb l^ier oft rotl^ umringelt. Sei ftarf befonnten ift bie Sonnenfeite leidet bräun« 
lid^ gerötl^et, tl^eild n)ie ^un!tirt, tl^eild in !ura abgefegten, blafferen Streifen. 
Sloflanflüge ftnb gering, ®erudj fdjtoad^. 

^ad ^Ui^^ ift mattn)eiß, oft ettoaiS gelblid^, fein, um bad j^eml^aud faum 
etwa« fein förnig, faftreidj, fd^meljenb, bon fdjtoadj alantartigem, fein toeinig ge- 
gudSerten, belüaten ©efc^madf. 

^aS 5lernl^aui$ l^at l^ol^le Sld^fe, bie jtammem ftnb eng, liegen na^e an 
ber SCd^fe ber f^rud^t unb entl^alten meiftenS taube, tl^eilS aud^ boUlommene fc^ioarj« 
braune, länglid^e, mit ber S))ite etn^aS gelrümmte Jleme. 

Steife unb ^lu^ung: 3^^%^ ^^^ ^^i« ^^^ ^<>^' ^"^ W^ ^^ mel^rere 
SBod^en. SBirb auc^ für bie 5!üd^e nod^ taugen. S)ie rechte ^flüdFejeit iror in 
meiner ©egenb in »armen ^aJ^xen f djon 14. Se})t. , meifi 20. Se}>t. , in falten 8 
^age nad^ aRidjfaeliS. ^ tourben aber bie f^rüd^ie bon berfd^iebener SSrec^jeit 
(1868 j. «.: 18., 26.Se})t. unb 12. Dct.) alle fd^melgenb. S)er »aum toäijfl 
gut unb gefunb unb l^at in feiner Vegetation einige Slel^nlidjfeit mit ber ^crbfi* 
S^lbefler. ®r fd^eint auf ben »oben gar nidjt eigen. 2)ie Sommcttriebe fmb lang, 
giemlidj ftar!, nur toenig flufig, an ber Sonnenfeite oliben-leberfarben, l^äufig 
ettoaS bräunlid^ überlaufen, mit ^iemlid^ bielen meift feinen $un!ten. Slatt 
mäßig groß, glatt, glänjenb, faft flac^ ausgebreitet, fj)ij eiförmig, nur fein 
unb feid^t gejal^nt, mit fd^öner, meift auSlaufenber S))ite. Slfterblätter fehlen 
meifl. ölatt ber grud^taugen lang unb fjji^^ eiförmig, faft nur gcränbelt 
Slugen jiemlid^ l^ergförtnig, oft audj !onifd^ unb fj)ift, ftjen auf ftadj geri})j)ten 
SIrägem. 

DSerbiedf. 



337 



Nr. 419. tiit^tmmm^'SmmütÜtx. (eta^,) S)icli.3. 2.; Suc.ui.i.ä.; 3.VI.2. 




5Die Dnmoit-Dttiiuirtttr« (©tas.) Ohtxh. faft •* mtu suoö. 

^eimatl^ unb Sor!otnmen. 3n ber äRonatdfd^rift t)on 1863 6. 166 ijl 
beteitd bte 9taÄrid^t degeben, bat ^^ ben SBerl^anblungetv ber )u fflamut berfam«- 
meUen ^ßontologen eS borfam, ba^ ei) ^toei Simen bed 97amend Damon-Damortier 
gebe, unb baneben nod^ eine Beani Dnmont, tote ed gleichfalls aud^ tu)c^ eine 
Bearr^ Damortier (y. Mona) gibt, ^ie l^iet befd^riebene ^tu^i erl^ielt i^ bon 
ber Sodet^ Tan Mona unter bem 9lamen Domon-Damortidr (Staa) unb tr&gt i|^re 
SBefd^reibung, ba namentltd^ baS ftarf (anaettlid^e fblatt bie j@orte fel^r lenntlid^ 
mac^t, bieUeid^t ba^u bei, ba( tonr bie beiben berfc^iebenen f^rüd^te bed 9lamend 
leichter f<!^eiben lernen. i>xt gfruc^t lata unter bemfelben Itamen aud^ nad^ ^errn« 
l^aufen, i^ bort auf unbefd^nittenem 3n)ergbaume laum größer ertoad^fen, alS htt 
mir auf $od^{tamnt. 6ie loirb ^toax fc^melaenb unb trug ber $ri)be3n)eig feit 3 
Solaren jäl^rlic^ ^iemliä) boU; bod^ 3U ben he^en SSariet&ten ge|^drt fte nid^t. 

Literatur unb Sbnonl^me: äBirb noc^ nirgenb naiver befibneben fein. 
3n bem ©ortenber^eid^niffe ber Soc y. Mons, toelt^ed in ber ^ublüation berfeCben 
toon 18i57 gegeben tft, finbe it^ @. 160 eine Bumon-Dumortier (t. M.) unb aud^ 
£iron V^iivoi. in f. Table synon. 1. Buppl, 8. 8 gibt ban SRond a(6 ^ie^er 
einer 8ime biefeö 9lamend an, toelc^e bann a(fo ettt^a bie ^ioeite grud^t lo&re. gn 
(niaftrirtc« ^asbitt^ ber Cblttunbe. Y. 22 



838 

ben Katalogen bet Ferren ©aujorb (^aptUu) i)on 1862/63, 2)e Spngl^e ^u IBrüffet 
bon 1854^ %^itti} gu $ae(en bon 1859 unb im SSilborber Sätätoge boit 1853 ftn- 
bet fldj bte Dumon-Dumortier (Staa) BegeiAnct- aW «emlicfi grofe, fc^mcljenb, crfter 
Dualität unb reifenb im a)ec. unb San. fcodj fd^ifbcrt Stron b'Slir. bic t>. SRonS** 
f(^e ^ud^t äl^nlid^ a(d mittelgroß, I. 9langed, tm Januar geitigenb unb ed ift 
fonad^ i))al^rf4^intt(l^. ba^ beibe bon einanber nid^t berfd^ieben ftnb. — Sibort im 
»(bum I., Xaf. 36 l^at eine'bon b.aRond erlogene Beurr6 Dumortier, reifenb in 
ber jibeiten §älfte beg Stob., bie übrigen« mit unferer gruc^t toenig gemein i^at, 
gumal bie S9läiter a(S oyales-pointaes bejeid^net toerben; toit benn auc^ bei mir 
bie Benrrö Damortier (v. M.), bie i^ bon §erm öel^ren« ju Xrabemünbe erl^ielt, 
eine bemerflid^ abtbeid^enbe Vegetation l^at. S)ie Annales iv., @. 59 geben bie 
bon S)umont erjogene Beurr^ Dumont. ^otoning l^at 6. 378 eine Damortier ol^ne 
gigur, bei ber er ftdj auf 3:i^omjjfon unb SRoifette bejiei^t, unb bie afö mittelgroß, 
umge!el^rt eiförmig, in ber Steife bun!e(gelb, mit grünlid^ ioeißem fd^melgenben 
gleifc^ unb tm @e^tember reifenb, begeid^net toirb, ioad auc^ mit ber 93iborf fd^en 
Beorr^ Damortier nit^t l^intänglic^ ftimmt. (S^ ift l^ier a(fo nod^ Slanc^ed auf« 
5u!Iären. (2)ie Bearri Damortier fiel^e mott oben @. 317. gabn.) 

©eftalt: bidfbaud^ig, %ut umge!el^rten @iform neigenb, gutoeilen ^iemlic^ 
!ugelig, nid^t feiten eine ^ftlfte ber grrud^t merflid^ flär!er, ald bie anbere, unb 
bie jteld^flä($e oann fd^ief ftel^enb. 2)er 93au(^ ftjt bei mand^en @sem|)laren jiem« 
(id^ in ber S^htte, meiftend jebod^ mel^r naA bem Ifelc^e l^in, um ben fie ftd^ eifor" 
mig toölbt. 3tci^ bem stiele runbet fte ftc^ ri^d^ ju, mad^t erft ganj na^ bem 
@tiele l^in ettoad Einbiegung, unb enbigt mit einer in ben @tiel audlaufenben, 
l^äufig ettbaS übergebogenen @)>i^e. '. 

ÄeldJ: offen, nid^t l^artf c^alig , liegt mit ben feinen, !urjen 2lu3f Quitten, 
fo toeit fte nodj borl^anben ftnb, ettoaS ftemförmig auf, unb ftftt in enger, flauer 
©en!ung, oft fclbft oben ouf. 

@tiel: ^oljig, V lang, meifi ettoaiS Inof)>ig, nur ettoad gebogen, gel^t auS 
ber @)}ite ber gru^t l^eraud. 

©d^ale: mäßig ftar!, bom ^mmt grasgrün, in ber Äeife gelblic^grün, ju- 
lett ettoad l^eU gelb. Slötl^e fe^lt, bod^ ftnb bie fünfte an ber @onnenfeite oft 
fein unb ettoag matt bräunlich umringelt. Sioftanflüge finb nur m&ßig ^auftg, 
$unlte fel^r fein. 

2)a« gleifdj ifl grünlidj gelb,, faftreidj, um« ÄemBauS ettoaS lömig, fein, 
fd^melaenb, bon angenel^mem, ettoa« bergamottartigen Öefc^matf, ber jeboc^ ge- 
/toürater fein Idnnte unb eti^a« aum gaben neigt. 

^a« jternbau« ifl gefd^loffen. S)ie eng^ unregelmäßigen Sommern ent» 
l^alten tj^eil« taube, tl^eil« boOfommene fc^toarabraune ^eme. 

Steife unb ^lu^ung: SRitte Dct. gfbrod^en iourben bie $rüd^te äRitte 9tob. 
mürbe, nod^ ettoad faltig, unb toürben (pnbe Dct gebrod^en, tooj^l im S)ec. reifen. 

2>er Säaum to&t^fl gefunb unb l^at in feinen trieben einige Slel^nlid^Sdt mit ber 
^erbft'^l^lbefter. ©ommertriebe lang, nod^ oben mid^t ftar! abne^menb, re^t 
befonnt lebergelb, befd^attet olibenfarbig , koenig ^unftirt. SSlatt lang, fc^mal, 
lanaettlic^, bun!elgrün, glängenb, ftar! rinnenförmig, mit ber Bpil^e abtoörtd 
ge!rümmt, nur fein unb fei^t gegal^nt. 9lfterbldtter lang fabenförmig. ©latt ber 
^rud^taugen langettlid^, oft nur ger&nbelt. . Slugen ftar!, (onifd^, ettoad ab« 
Menb, auf fafl ungeriJ)JJtcn a:ragem. . Ober bie A 

Sn bem belgifd^ Simenfortimente in ®5rlit glid^ Domont-Domortier, Bei 
toeld^er abtoeid^enb bon ben fonftigen ^eaei^nungen !ein 9utor angegeben toor, 
gana Dberbied« Reic^nung, aud^ in ber einfeitigen 2lu«bilbung, toar @nbe Oct 
reif unb ber ^fd^madf ebenfo fabe füß, arm an 3^^^^^ ^^ ©etoüra* S(n ber 
frül^eren Steife biefer unb anberer fjjäteren »irnen, bie id^ bon bort mitnobm, 
mod^te bie SBftsme be« Slu«fteKung«lo!ale« @d^ulb fein unb unter anberen Ser^ 
IJältniffen toirb biefelbe fj>&ter reifen. — S)ie Slattbeaal^nung auf bem ^olaft^mtte 
oben ift tl^eilweife au grob auggefallen. ^a^n 



339 



Nr. 420. Vamttt gftoftjettitaie, a)iel ll. 3. 8.; Suc. v. 2ä.; gal^n II. 8. 




.^cimat^ unb aSorlommen: a)icfe S3ime ftnbet fid^ feereitö 
unter bem 9f{anten Calebasse musquee in Snoop, OriginatSlu^gaBe 
6. 94, 2af. 3, unb ifl tool^rfd^einli^ l^oHfinbifd^cn Urfprun^«. 

Sitcratnr unb ©i^nonbmc: a5tel, §.eft I., ©. 222, Befd^reibt fte^ntctil 
genauer, bod^ mit a3cjiel^un0 auf Änooj), ber aU ö^n. im Stegtfter Calbas Peer, 
Poire de Venus angibt, bcffen Ucberfc^er ober, anftatt Calebasse, Calbas ^täjrieb, 
toonad^ l^ie( an Calabrois.musqu^ unb an i^re ^bftammung aug StaHen bac^ie, 
obßlei^ er meint, ®raue glafc^enbirne fei ber tjaffenbfte 9lamc, toetl bte.il^m 
t^orgelegenen ^^rüt^te fel^r ^rau roftig ioaren, toa^ bo4 ^o^^^ ^^^ ^^^ Soben-^ unb 
Sßitterun0«t»erl^ältniffen l^errübrte. — ^iemad^ l^at fie aud^ Gl^rifi im SSörtett., 
e* 1^, unb in ber allgemeinen Homologie 9lr. 79. S)ad ^Ilg. ^eut. ©arten« 



340 

^am^n, @. 495, gi5t ^f. 30 unter ber Senennung: &alhaihxvnt^ eine fel^t 
gute mit meinen gtüd^ten fel^r übereinflimmenbe Slbbilbung. ^iittidf ^at fte I., 
9hf. 255. — »ei ben neueren beutjdjen homologen unb bei ben l^ran^ofen unb 
englanbem pnbe idf fte nid^t, obfc^on fte tool^I »eitere Serbreitung »erbiente. 

©efialt: auSge^eid^net lang unb gleichmäßig nad^ bem Stiel ftum)>f oBge" 
runbet, fegeiförmig julaufenb, SVe" i^od^. unb ss/g* Breit. 3m Ctuerburd^fd^nitt 
runb. — a)iel unb beffen Kadjfolger befc^reiben fte ald ettooÄ unregelmäßig, fafi gur- 
!enartig, mit beulenartigen Unebenl^eitm, bie über bie grudjt l^inloufen, 41/1" long 
unb 28/1" breit, unb bürfte ftd^ baraud ergeben, baß Xxtl feine boUfommenen gfrüc^te 
k>or fid^ l^atte unb bie 9lad^foTger bie gfruc^t tool^l felbfi nid^t gefeiten l^aben. — 
Steine gfrüd^te ftimmten mit ber im SU. %, ®.«9K. a. o. D. abgebilbeten , reget" 
mäßig gefialteten ^d^ten in gorm unb @rdße fel^r überein. 

^eld^: 3iemlid^ lang, ioenn er nici^t obgefloßen i{i, grünli<!^ unb br&unlic^, 
in einer ebenen, nidjt beuligen Vertiefung. 

©tiel: ber^ältnißmSßig, l^ettbraun mit feinen fünften unb gutoeilen fnofjjig, 
in einer feid^ten Vertiefung fte^enb. 

Schale: ^ie- ©runbfarbe ber ^iemlid^ ftarfen, trodCenen @<!^ale ift ein grfin" 
lid^ed ®elb, \oai in ber Steife gelb toirb unb auf ber @onnen|eite eine lebhafte 
Sldtl^e erlangt 3)abei ifi bie ^d^t mit bielen graubraunen fünften, toelc^e auf 
ber Sonnenfeite ftetd mit bunflem Stotl^ umgeben flnb, aud^ l^ie unb ba mit me^r 
über loeniger großen graubraunen 9iofiiled^ berfei^en. Sie ^iel fagt: »bie ganje 
grui^t i{t mit gelblid^grauem 9iofi, ber nur auf ber Sonnenfeite berfc^toinbet, 
überjogen", — l^abe id^ feine gru^i^t gefunben. 

^ernl^auiS: berl^ältnißmäßig unb beutlid^ mit jldmd^en be^eid^nei ^ieHd^fe 
ettoad l^ol^l, bie ^äd^er flein, bie Sttxnt unboIKommem. 

Sleifd^: giemlic^ gelblid^ toeiß, nic^t fein, mit tnelen Itömd^en berfel^en, 
etioaS raufd^enb, bod^ im ^ßtunht sergel^nb, faftig unb bon red^t angenehmem, 
fußen SRuSIateUergefd^mad (toie il^n aud^ 3)iel, jeboc^ ^noot> nid^t angibt. Sal^n). 

9ieife unb 9lutung: bie Sfruc^t ^eitigt im 9lob. unb. 2)ec. unb ifi eine 
fel^r gute äBirt^fd^aftSfrud^t, bie aud^ }um rollen &tnu^ Siebl^aber finbet. 

S3aum: foll fel^r ftarf toerben unb mit ben ^leftea gerabe in bie $0l^e gelten. 

to. glototo. 

• 
$r. i^unftg&rtner SRaibier in 2)re9ben toar fo gütig, mir, toal^rfd^ein- 
(id^ aud bem @i:oßen ©arten in ^reübenr dntn gtoeig ber Calebasse miuqute mit 
Ol&ttem 9U fenben, beren gform id^ oben neben bie ^rud^t seic^nete. 2)iefel6en 
finb l^iemad^ eirunb, jutoeilen obal mit aui^laufenber Spi^e, groß, 21/4" breit, 
8Vt" lAng, flad^, gan^ranbig ober nur ettoad geferbt, bunfelgrün unb glan)enb, 
Stiel bünn, oft fafI 2** lang. t3lätl^enfnof^n tbalaenfdrmig'fegelfdrmig, ^enb 

Sit, bunfelbraun, l^ier unb ba ettoad ftlberl^&utig. Sommeratoeige feblten. 
on ben Säl&ttern ber $oIianbif<^en Butterbirne, ber fie in ber ^orm &9nli(^ 
finb, unterfc^ieben fte fi^ burc^ ben SRangel aSer ^ahnntifi. S)iel befc^teibt 
ie Blätter (jebod^ bom Sommer^toeige) ali febr fteif, mittelgroß, 3" lang, 
2" breit, eiförmig ellibtifd^, meift, na^ bem Stiele fo fbi^ ali nad^ Home, 
fdbiffförmig unb toieber rücfloärtd gebogen, fe|^r feid^t unb ftumi^f gejal^nt Sommev' 
trtebe fe^r ftarf unb bidS, rötl^li(4 hvaun, mit bieten ftarfen, toeißgrauen fünften. — 
aBonad^ toeiter ju beobad^ten unb mit goUänbifd^er Butterbirne, S. 273 bief. S^n» 
bed, femer 3U berglei<!^en au4 mit Bo9c'd ^lafd^enbime, toetc^e Baltet na^ äxonotd» 
f^r. X, S. 236 mit Cftlebaste moBau^a für überein bält. _ ^ 



Nr. 421. 3He IBcniB(t. Siel ni. 2. 3.; Suc Xn. im.; 30^« 11. 3. 




Ife iBrBjtiife. (®tei.) t k. Sou. »h. 

$fimat^ unb atoilDmincn: 2)itfe %linie, aH bntn Satnranb man gtanl- 
iri4 Mrmut^ fönt;, finbt it^ in bni mit belanntnt ftanjäfif^^ unb tnetift^cn 
)>omo[. SBectcn unb eatalogni nirgenM. a)iel ^at (te, wi« ti Mrinl, juerft im 
Bitn(^ YIII, @. 167, 1816 bcfn^tidcn. (Ei ^atte fic I802 au« bti Saumf^uU in 
^cttn^fluttn «l^alten, Wrmut^rt ober, bag ^e ^olianbift^en Uili^TunsI fei. 

atttiatuT unb et^nonVme: ^(^ finbe T" aufin bei 3)i(I a. a. 0. noc^ in 
Xittr. 1. 731, Si(S(t 91ir. 355; fC^on ^itl hat i\)t ali 6qn. bie Benennungen: bie 
^o(be, 1» Graoieoao töpefügi. — 3c^ Defije.fie au8 ixt Dbftbaumftfiute be8 
ISntgl. gingen SortenS bei XtieAben, tno^tn fu Ka^cfc^einCi^ »cn !CieI felbfl ge- 
lommen ift. — Spioning unb bei Sonbimer Satalcg eilod^nen nui, bag oie Belle 
et Bonna {u<ld}t btteits in Sb. n. hii tiomol. ^anbbut^e 9ti. 32 untei bem 
Slamen: 2)eut;4e Statiraal-Seieamotte befc^deben unb abgebilbet ift), bort au4 



342 

GracicDse genannt »erbe. SKit bcr l^ter befd^ifiebenen Sitnc, l^at j^nc ntd^t« gemein. 
— ©ine xtf^t gute SCbbitbung bicfet gruc^t gibt ü. Slel^rcntl^ar %al 16, gtg. 4. 

©eftalt: ber betgcfügte SlbriJ jeigt We fdjöne gorntunb Örb^e ber boD* 
fommenen grud^t \>om god^ftamm ; aVe" breit unb faft 4" l^odj. SJiel nennt fte 
eine $rad^tfrud^t. 

Äeld^: fleif borpel^enb, ^eWraun, lang* unb ftJitbiattrig, offen unb ftjt in 
einer ebenen, ger&umigen SSertiefung. S)ie ftarle Äetci^röl^re gel^t bei ben meijlen 
grüßten bid auf bie ftarfe Sld^fenl^dl^Ie l^.inab, tote an^ bem ^urd^fd^nitt ^u erfel^en. 

@tiel: für), an ber grud^t ettoad berbidtt, gelb unb grün unb fd^dn braun 

gef&rbt unb mit J^eObraunen $un!ten befe^t, fielet in etner nt&^igen Vertiefung 

ol^ne galten. 

@d^ale: bie garbe ber ^iemtid^ feinen, glatten, geft^meibigen, abgerieben 
fd^ön gl&njenben @(^a(e ift ft^ön citrongeCb. auf ber @onnenfeite lebhaft sin^ 
noberrotl^ getufc^t (^un^eilen auA nur geCbrot^ angelaufen), toad nat^ bem stiele 
l^in ettoaiS (Streifige^ fiat. ^abei bemerft man Je^r biele !pun!te, toeld^e im 
^^iUn J^eHer unb bun!(er braun, fein unb beuthd^, im 9lotl^en aber tl^eild faft 

id^n>argbraun ober rotl^braun unb gelb umflogen, ti^eitil dM gelb ftnb. Sluc^ fin* - 
let man l^eQbraune, reid^e 9loftftguren unb gleden. 

jternl^aud: faft freifeCfdrmig burd^ ^dmd^en beaei<!^net, l^at eine flarfe, 

ium ^H^ toieber bertoad^fene Std^fenl^dl^le, geräumige gäd^er, meift ober nur 
[ad^e jterne. 

gteifd^: loeig, grob, rübenartig, t^on fü^lid^em ©efd^madS. ^iel nennt i^n 
geioür^^aft, angenel^m toa^rl^aft sudferig. 

9lelfeunb9llu|ung: 2)ie Sime reift im 9lob. unb SDec. auf bem Sager 
unb ift eine gute Rod^birne, iool^in fte attc^ S)ie( nur red^net. @ie beftätigt, lote 
auc^ S)iel bemerft, bie jiemlid^ affgemetn. (befonberd bei ben 93imen) gettenbe 
Siegel: „ba^ ein f^dneiS, (ebl^aft gefärbted ^nfel^en ber gruc^t, feiten auf ein gutfd 
3nnere beute". 

«aum: treibt feine 2Cefle fj)err5aft unb l^ängenb in bie Suft, toirb nic^t 
gro^, aber ba(b unb rei(fi(id^ tragenb, ^a^t aber !aum in'd greie, toeil bie gruc^t 
3U anlodtenb unb gro$ ift unb ben ©türmen nid^t leidet toiberfte^t. 

t). glotoh). 

Unter ©d^önfler ffiinterbirne, @. 151 biefeS »anbeS, oermut^ete id} bie 
Sbentit&t berfelben mit ber l^ier befd^riebenen ©raciöfe, unb ftü^te" mid& babci 
auf beren gro^e Stel^nCid^Ieit audb in ber Slkgetation. ^od^ meCbet mir OberbiecE, 
ber bie (Sraciöfe länger fennt, ba$ biefe ^ö^jteniS 3 SS^odben bauere unb i(& fa^ 
ge aud^ auf SludfteUungen an ber @onnenfeite oft unglei^ ftär!er alg bie @4^>t^e 
teinterbime unb 3toar fafl brftunlidj gerötl^et. %n ben ölättcm, bie mir Dberb. 
fanbte unb toelc^e id^ oben ^in^u^eid^nete, bemerfe i^ nid^t fo häufig ben Ber^^ 
förmigen SCudfd^itt am stiele, toie an benen ber ©c^önfien SQSinterbirne, auc^ b^ 
geringerer »reite pärfcre Sufj)itung unb fo mag fte bod^ tool^I, toie D. meint, 
eine felbftft an b ige grudjt fein, bie ftc^ öfter« ettoa« fdjmaler baut old auf 
obigem ©otafd^nitte, immer aber eine red^t fd^öne Sier- unb gute Äodjfrud^t 
ifl. a)ie Segetation Jtotirte D. f olgenberma^en : 

triebe lang, fd^Ian!, nur toenig gefnieet, lebergelb, matt brftunlid^ über^ 
laufen, mit ^al^lreid^en ftarlen, bod^ ettoad matten gelblid^ grauen fünften. SBIatt 
mittel^rog, fd^toac^ rinnenförmig, fj)i4''eiförmig, unten am ^toeige breit ci- 
förmtg, fc^ioa* gesahnt, oft nur geränbelt. äfterblätter fehlen, »latt ber 
gruc^taugen fiac^i, bon gleidjer gorm, geränbelt. Stugen Hein, fh^mt>ff^)i^, 
nur toenig abftel^enb auf fladjen Prägern, an ettoaS gefnieten Älrieben .me^r bor- 



343 



Nr. 422. 9tamünn9 «nttefWwe. 2)tel i. 3 b.; 8uc. III. i b.; ga^n iv. 2. 




Äerkwomifl; fintterMnu* »t^ort. **t. siot). 2)ec. 



^eimat^ unb Sotlommen: 3{i eine toni^t>oUt, feI5{l auf ^od^flamm 
unb in tingün^igen Salären fd^mel^nbe belilate f^ruc^t, bi« bon $erm S3ibort in 
IBeCgten erlogen tourbe, bei bem fie 1846 ^uetji trug, unb bet fte na^ bem Sort- 
fefer ber Remfoaten bed $m. Wtaloti (^ipttm unb SRiiarbeiier am Album de 
Pomologie, ^xti fiouid Serfmannd, je^t in Slmerila tool^nl^aft, benannte. Sib'ort 
nennt {te im Albam feine befte ^c^t, unb toenn fte aud^ burc^ einige neuere 
Simen nod^ fibertroffen »irb, berbient fte bod^ bie l^&uftgfte 9(nt)flanaund. JRein 
9let9 erl^ielt id^ aui ber ^rud^tcoHection be^ Ferren $a))eleu unb an^ nod^ einer 
anberen ^uten Quelle unb ftimmen bie erbauten grüd^te mit ber Sefd^reibung ber 
€5orte. 

Literatur unb @^nonl^me: Annales V. @. 37. Beurr^ Berkmanns, 
ol^ne Stad^rit^t über bie $er!unft ber f^rud^t. ^iefe l^at )Bibort bagegen Qt^ch^n 
bei Sefd^reibung berfeCben im Album U., 6. 125. ^e £iron V^ivoM Notice 
pomologique II., 1858, @. 21, Xaf. 21, gig. 6; bie gigur fte^t an ®röje ber in 
ben Annales gleid^. (SSiott 6. 365 nur ganj furj. £onb. (Eata(. 9{ad^trag, Q. 17. 



344 

©ejlatt: gut getvad^fene ^früd^te ftnb &irnfdvini0 obet t^ielmel^ fielen }b)i- 
fdjcn Äcßclform unb Sirnform, tote fic anä) in bcn Annales oBgcbilbet ifk, nur 
größer a(8 i(^ in meinem ©oben fte bi^l^er jog, 3" breit unb 33/4" j^odj, unb totrb 
Pe in einem für ©irncn jwiffenben ©oben fidjer felbfl auf ^odjftamm ilot^ größer 
f»erben, al8 »ie fie oben, nadf grudjt öon jungem $o(iJftamme bargeftettt ift. 3« 
meinem trodnen )Boben toaren mond^e nur fo l^oc^ jaCd breit unb neigten )ur 
5$reife(form ober felbft @iform. ^er S9au(^ ft^t mel^r nac^ bem @tie(e ^in, um 
ben fie ftd^ rafd^ )urunbet unb fo n>eit abftumpft, baß fte meift nod^ gut flehen 
lann. jfla^ bem ©tiele mod^en bie langen grüc^te fd^tan!e, fanfte Einbiegungen, 
oft nur auf einer @eite unb enbigen mit einer fd^önen ^ege(ft>ite, nur b)enig ober 
faft gar nid^t nbgeftumtjfi 

^eCd^: jiemlid^ l^artfc^alig mit rinnenförmig gebogenen HuSfd^nitten, ift offen 
unb fielet in ^ad^er enger @en!ung, auS ber nur fel^r flad^e Beulen jum 93au(^ 
ftd^ l^in^iel^en. 

6tiel: l^otjig, jfemlidj flarf, V4" ^ng, faft gerabe, fljt auf ber ©t>itfe toie 
eingeftedt, oft etn^a^ unterl^alb eines ftc^ er^ebenben SBulfted ber @)>ite. 

@d^a(e: fein, toenig gt&njenb, bom 99aume matt", ettoad gelblich grün, in 
ber 9leife fd^ön gelb, Stöt^e fel^lt. Slnflüge unb giguren k>on ^immtfarbigem ffto\tt 
ftnb an ben meiften grüd^ten l^&ufig, unb bilbet ber 9ioft oft auf größeren ^teEen 
Ueberjüge. 3)ie fel^r feinen fünfte finb nur in ber @runbfarbe «rfennbar. 3)er 
@erud^ ift fd^toac^. 
I ^aS gleif d^ ift matt gelbtid^ toeiß, fein, um baS Jleml^aud gar nid^t !ömig, 

, fc^meljenb, bon getoürjreid^em ettoad füß ioeinartigen gudfergefd^ma^e. 

^ad Jlernl^aud ift gefd^loffen mit nur geringer ^obler 9l(^fe. Xie m&ßig 
großen itammem entl^alten boIRommene, fd^öne, fd^toarjbraune jteme. IDie Sttl^* 
l^öl^le ift fel^r flad^f. 

Steife unb 9lu$ung: jeitigt im 9lob. unb ^ec, ift ober gar nid^t eigen 

auf ben $f[üdte^un!t, ba grüd^te, toeld^e id^ bor SRid^aeliiS brad^, fd^on @nbe Od 

■ fd^meljenb tourben, unb im 9lob. unb ^ec. ebenfo fc^meljenb bie iourben, ioel(^e 

id^ am 20. Dct. brad^. - äßirb ftd^ au(^ für bie jtüd^e re(^t gut gebraud^en laffen. 

3)et Sdaum toäd^ft fd^ön unb fel^r !räftig, mac^t eine rafc^ in bie ^ö^ 
ftrebenbe, fd^ön bersn^eigte, bid^t belaubte j^rone, bie balb biet fur^ed gfrud^t^ol) 
, anfe^t unb frül^ frud^tbar ioirb. @r gebeult nad^ Eingabe ber Annales auf Quitte 
unb gibt f(^öne $i;ramiben. ^ie grud^t ge^eil^t inbeß bei uni auäf l^oc^ftommig. 
S)ie ^ommertriebe finb lang unb ftar!, etn^ad gefniet, lebergelb ind Dlit>e f))ielenb, 
mit bielen großen, bod^ matten $un!ten gejeid^net. ®latt jiemlic^ groß, glcui" 
)enb, nur flad^ rinnenförmig, eU\pti\ä}, manche faft breit lan^ettlic^, nid^t tief, 
fein unb fc^arf ge^al^nt. Slfterblatter fel^len meift. 99latt ber gruc^tdugen ift 
f[ad^, langeHi)>tifd^ ober faft lanjettlid^, ger&nbelt ober fel^r fein unb t>erloren 
geaal^nt, oft gan^ranbig. Slugen ftarf, giemlid^ !onif(^, an ft^toäd^eren unb Ifir« 
geren trieben faft ober totrflid^ antiegentr, f))it, an ftarfen Xrieben t^eild obftel^enb, 
tl^eilS auc^ oben am S^^^^Ö *"i* ^^ 6>)i6e toieber gegen htn S^cig gebogen unb 
nur ftel^enb, fttfen auf jiemlid^ ftar! borftel^enben, toulftigen, ftad^ geri))))ten Xragem. 

Dbetbierf. 



345 
No. 423. mam^ ^^n <Jer»- 2). n. Gn.) 2. 2. (8.); 2. (iv.) 2, 6; 3. n. 2. (3.) 




)Dilblin$ 901t ^txrf. a>iel (SWerlet). *t tneift K., 9loto. 2)ec. 

ipeimatl^ unb SSorfommen: alte fran^dftfd^e S9tme, toeld^e il^ren S^amen 

na(^ Snerlet bon htm 28a(be $erl^ in 9lieber''9reta0ne l^aben foU. 3n ben beut" 

fd^en ©arten iji fie ioenig ju ftnben, toeil ifyx %Ux\(^ unb ©ejcl^mad nic^t Seber« 

mann bel^agt, bod^ ift ed immer eine intereffante grud^t unb !ann ald gute ^oc^* 

bime nod^ bertoenbei toerben. 

Siteratur unb Öl^nonöme: S^iel VI. ©. 97; a)uljamel ni. 6. 21: 
Bezi d'Hery, er bef d^reibt. fie nur !ur),i0^ne 9lbbi(bung; Pom. Franc, Xab. 52, 
l^at fie Qan^ plaittunh abgebilbet, bod^ fal^ id^ fte ebenso aud Slngerd; Stnoop 
%ah. VII. bagegen nad^ bem Stiele )u fe^r ftarl f)>ttf, toiVi aber nid^td bon i&r 
toiffen^ bleibe brüt^ig, troden unb bpn fd^lec^tem ©ef^mad; Jenaer ntne^ Objt« 
cob., 2. @ect. 7 £ief., fte fc^eint l^ier ^itmiiC^ ber gagbbime al^nli^f nur grö|er; 
De Liron d' Airol., Desoript. II. ®. 6, Xah. 19, §ig. 7, jtemlid^ bon obiger 
gorm. De Liron b)ifl nac^ bem Orte ber $er!unft lieber de Ueno ald d'Hery 
ge|c^rieben boben. (9luc^ Decaisne fd^reibt de Heric); S^rift ^anbtob. @. 190: 
,9)te gran^öftfd^e ^ümmelbime, Besid'Hery, Beaidery (na^ Duintinl^e), l^abe fel^r 
feinen fümmelartigen ©efc^macf, |um ^od^en fe^r gut. ((E^rift l^at aud^ no^ 
eine toeit boraüglid^ere ^eutfc^e iiümmelbime, etne frü^e $erbftbime.) 5Cougarb 
6.47, fei !einedn)egd gut, Sßertl^ jmeifel^aft, (^leifd^ brühig, toenig )}arfümirt 
£onb. Hat gibt atö @}^n. Bezi.royal unb de Bordeaux; Carwey-Peer nennt fte 
nebenbei Änoo}). — SJergl. noc^ Dberb. @. 427. — 2)ittri(^ nal^m fie nidjt auf. 



346 

(SJefialt: eirunb ober tunblid^, nad^ bem Stiele $u 1him))f \pi1i, mitttU 
hau^iQf um ben ^eld^ |o flad^runb, ba^ fte mei{i nod^ aufjle^t, na(i^ bem @tte{e 
3U fd^neSer abne^tnenb unb ftar! absef]tum))ft, btötPeiCen mit nod^ ettoad l&itgerer 
@))ite, a(d auf obigem ^olgfd^ni^e, bidtoeiCen aber aud^ at)felfdrmi0 ol^ne aUe 
@})ite, mittelgroß, 2V4— 2V|" breit unb ebenfo l^oci^, biStoeilen ettoa« breiter 
ioie l^odjf. 

JteCd^: gelbbraun,- grautooQig, mitunter lang unb ft^ifblfittrig, fternfdrmig, 
mitunter l^artfd^alig, offen,, in flauer ober ettoag tieferer ©enfung, mit Verlorenen 
S9eu(en umgeben, bie al$ ftati^e mel^r ober foeniger l^erbortretenbe @r^aben^eiten 
über ben S3aud^ fortlaufen unb bie ^^rud^t beulig unb ungleid^ machen. 

Stiel: braun, nad^ ber SBime ju grün, giemlid^ ftar! unb lang, 1" unb 
länger, ftel^t ioie eingebrü'dt ober auc^ beräeft in ehalten ober )Beuld^en. 

Schale: glatt, ^iemlic^ ftarf, ^eUgrün, ft>ater gelb mit grünbleibenben Stellen, 

gutaudgereift citronengelb, mit feinen grünen ober bräunlichen ^un!ten, aud^ mit 

etto)a$ ^immtfarbigem Sloft, befonberd aber nur um ben jlelc^ l^erum, feiten an ber 

S.S. bleich gerdtl^et. 

e^leifc^: fd^toad^ gelblid^n^eiß, .jiemlid^ fein, mäßig faftig, raufc^enb, in 
guten Salären, n^ie 1858, aud^ l^albfc^melgenb, öftere aber nur abfnadtenb unb t)on 
f^load^ fäuerlid^füß^, eigent^ümlit^ geioür^tem ©efd^madf, befonberS ioenn mau 
bie S^ale mitißt. einige begei^nen baS ©etoürg ald lümmelartig (fo !am ed miv 
felbft bor), Slnbere ald fend^elartig unb einer meiner Be!annten tooUte ed felbtt rettig« 
artig finben; fDecaidne bergleic^t ben &e^^mad ber böUig reifen grud^t mit bem 
9lac9gefd^madt ber SRudfateüertraübe, bei ber nid^t böEig ausgereiften fei er an ben 
©eruc^ ber ^oUunberblütbe erinnernb. 3Inbcre ignoriren x^n gan^, toeil er oft 
nur f(^h)a(^ ift unb in fd^led^ten Sommern ftd^ nid^t audbilbet. 

^ernl^aud: nur bon fel^r feinen ^ömc^en umgeben, meift etn^aS i^oi^lad^Pg, 
f^äd^er ber Slc^fe ftarf gen&l^ert, eirunb ober mufc^elförmig, giemlid^ groß unb ta)ett, 
mit großen, breiten unb f))i$en, fd^h^ar^braunen ober fc^n^arjen, mit einem {leinen 
Dörfer auögeftattetcn fernen. 

9leife unb 9lu^ung: ^ie 99irne ^üü^t im 3tot>. unb S)ec., l^&lt fic^ aber 
auc^, !ül^l aufbetoal^rt, hi^ burd^ ben Januar. — ^adf de Liron gel^drt fte )U ben 
beffern Äod^birnen unb nur in fel^r »armen 3«'^'^^'^ ibirb fie (toie bieS 1858 auc^ 
bet un^ ber ^aU toax) eine ^afelfruc^t, bod^ ^intcrlaffe fie audj ba im SRunbe 
eine gen)iffe Xrocfen^eit (bie mir nic^t aufgefallen ift, aud^ nic^t an ber f^f^t 
aui l^ngerS, bie id^ an^ Berlin mitnahm, unb ioeld^e, obgleid^ aud bem füi^len 
Sommer 1860, im bortigen günfligen ^lima bod^ gut ausgereift unb )loar nur 
l^albfc^meljenb, bod^ eine red^t angenel^me Xafclfruc^t toar). 

©igenfd^aften beS ^aumeS: 2)erfelbe ift bon jd^mac^tigem SOud^S^ ge« 
beil^t angeblich am beften auf äßilbling, n>eniger gut aitf Cluitte, obgleich er auf 
letfterer nac^ ^iel ebenfalls fortfömmt. . ^rug bis bal^ bei mir müßig, nac^ 
SBord^erS reidb. — Sdlätter lünglid^ eirunb mit oft langer auSlaufenber St)itfe, 
11/2 — 18/^" breit, öfters 3" lang, biStoeilen obal unb ^erjförmig,. l^ie unb ha, 
l^au^tfac^lid^ in ber Sugenb ober an ber S^M^e ber Sommerstoeige feintooüig, im 
ällter meift glatt, gcm^ranbig, fc^iffförmig unb ftd^elförmig, aud^ einige 3Rai koeHen« 
förmig, bie S^i^e metft fc^n>ad^ J)>iralförmig jur Seite gebogen, ettoaS mattgrün, 
unterhalb graulic^grün, toenig glünjenb, ftarf geabert. Slattftiel bis l^W* lang, 
meift ettoaS feiniooQig. — ^lütl^enfnof)>en )ur 3^it bicf, ^iemlic^ eirunb, 
ftumt)ff^)it, bunfelbraun. — Sommcrgtoeige grünli^gefb, oben braunrötl^ltcib, 
fd^muj^iggelb ))unttirt. — ^ie -Blätter ber Sommer^toeige l^aben bie oben 
bef (briebene gorm, ftnb aber größer unb länger, oft nac^ bem Stiele ju leilförmig, 
ftärfer fd^iff* unb fid^elförmig, am 9tanbe berloren geferbt. 



. No. 424. gel|«Wtiiew»mti(tM. 3). i, 3, 2. (30 ; a.nr,(V)i,6.; g.iY.s.o-) 




^eitnot^ unb S e tl omm ( n: nat^ Stbcrt flammt fie oufi btt -^tgtnk 
»on Xtenton unb na^ iKcaiSne fagt au^ tin §ert Leon lo Q«y, bafe fi« .tn 
bn 9<ium[i^u(t tintS $CTi;n Lecomte-Mocfoutaine bei 9((en;oii uoi ettoa 30 ^ai^nti 
atif0cfunb«n tcotb<n fd. 3)(caiBne ^&ü fie jebo^ ffii ibenttf^ mit Xiu^meU 
Pobe Figne, bie ober, tote f^on ^wBofl ttwint, naä) i^rn frü^tim Meife )u An- 
fang bei Septembers, [d^lDniti^ bieftI6e fein lann. 

Siteratut unb S^nonljme: Mrenoft im Souen. »üßetin, ©. HS: Poita 
Figne, Flgae d'MTcr, F. d'Alenfon. 2)ie j^cu^t ifl auf bei uncotoriiten K^bilbung 
meiner (leinen Slui^t oben fl^atiÄ, nur fltöp«, ßut 2Vi' breit, 4"/»" ^"^i '" 'in«'» 

f weiten S^emtirate au^ f^mA^üS'' ""^ "^^ "le^t Ifingli^ läigcbilbet unb be- 
[^rieben ali „ISnatlt^ ober unrefletmäftia ptj'^'"" ''"''. <'""^ tanaen geige ä^nüi^. 
fltiln, ßrnu gefletft unb marmoritt ober gBnjlit^ grnubroun (gri»-br\in) , öfterä 
a.b. e. e. trübgerdtbet. ^leift^ jiemlit^ fefn, [c^meljenb, faftieit^, fe^r ge- 
judeet unb parflimirt, im 9}oti. unb ^ec. reif, Uo anbere Sirnen f^on festen." 
— »iöort hn Slb. IV, @. 109 uub a)«ai«n«, J«rd. fruit. lU. ^of. 36 grten fie 



348- 

ebenfatt« fel^r r&nfllid^, 28/4" breit, 41/2 fofl 6" long, (Srflerer faft burd^atid grün, 
S)ecaidne ftar! roftig geflecft, betbe ol^ne 9löt&e, imUe&ngen äl^nUc^ toie $ret>ofl, 
bo(^ be^eid^net ^ecaidne bad t^Uifd^ a(d )^a(bfc9me()enb, (eid^t abftringtrenb, an ben 
@e((fima(! ber @f)arbirne ertnnernb, tote Med ^ul^amel bemerfltc^ gemacht ^obe, 
tvelcper m, @. 51 feine Fig^ae gtQat äJ^nlid^ befc^reibt, ober ni^t abbilbete. Son 
^ecaidne'd Bpn. Poire Figue, Figue d^hiver, Figae d'Alen^on, Sylvange d'hiTer, 
Bonnissime de la Sarthe, Petaleea bejeid^net Liron d' Airol«, Table eynon. @. 48 
Bonnissime de la Sarthe, toad aber aud^ ^j^ere anheben, ald ungel^öng unb gibt 
i^r n. 9lang. — 3JaUet ©. 29 fd^itbert fte als grof ober mittelgroß, grün, a. b. 
®.@. ii^QClxoiff ober roftbraun, l^atbfd^meCsenb , gepuffert toeinig, aud^ überreif 
nocb gut — (Slaujarb unb 2notf (laben noti^ eine Figue verte, flein ober mitteC' 
gro|, n. ober III. 91., im 9(ug., nad^ 2not) im 8e))t. aeitigenb mit bem ^tfrion, 
Plougastel. gjieUeic^t- ift bieö bie ©emeine geigenbirne ber Pom. frano. @. 250, 
%af, 62, bie 2»a^er für Xu^am. Figue l^alt, reif «nf. Btpt unb toa^rf^einli^ 
aud^ ^^riftd {Jeigenbirne mit bem @^n. Cheronne (SBörterb. @. 174). S)ie feigen« 
birne ber Pom. austr. ©. 43, Xaf. 95 ift ber F. d'Alenfon ül^niic^, jeitigt ober eben* 
f att« 9lnf. @et>t. — Sonb. Sot l^at neben einer Figue, im ©e^)t. reifenb, eine Fi^e 
de Naples mit ben @^n. Comtesse de Frenol unb de Yigne Pelone, groß, (&ngh(^, 
Braunrot)^, butterl^aft. I. 91., 9lob., bie tool^l bie unfrige ift, benn au(i^ eine Figue 
de Naples ouiS ©(^me^ingen (bie id^ oud (S^örUt mitnal^m) toar in 9CKem ber 
d'Alen^oii &l^n(id^, nur om stiele ftärfer abgeftum))ft. — SSon ber im gU. $bb. 
befd^riebenen ^oUänb. ^eigenbirne II, @. 73 ift bie bon Sllen^on bur^ f)>ätere Sieife 
unb onbere ä^egetation toerfd^ieben. 

@eftaltunb ©röße tourben bereite bef^rod^en. (IX^ie größere ($ru(^t oben 
gab mir $err ©artenbireftor B^niti^pa^n oud S)armftabt in Sdrli^, bie Heinere 
n?ar oud äCngerS bon ber SCu^fteSung in Serlin.) 

^e((^: »einblättrig, faft l^artfc^afig, ium X^til blattlos, feid^t eingefenlt, 
mit f(i^h)o4en Seulc^en umgehen. 

Stiel: meift lurj, bo^ bidC unb fleifd^ig, t)er(iert ftd^ ol^ne %bfa{f in bie fyrud^t, 
fielet ober faft immer burd^ einen ftd^ onlel^nenben ftorfen $ödSer feitto&rtd gebructt. 

@d^oIe: gradgrün, f)>äter etlood mel^r gelbgrün mit feinen br&unlici^en 
fünften, fteUentoeife glatt br&unUd^ beroftet, oft au$ nur gona bünn imUmIreife 
beroftet unb an ber ©onnenfeite mit etn^od büfterer br&unlic^er 9ldtl^e,. bie in ber. 
Steife frcunbUd^er toirb. 

^(eifd^ gelbUc^koeiß mit grünlichem @c$immer, ^albfein, foftreic^, fd^meC^enb, 
faft butterl^aft, bon ongenel^mem, jiemlic^ [torfen, bod^ nur fc^toad^ gekoür^ten 
3ud(ergefd^mad(. äBeiniged ober ^erbed i[t mtr nic^t aufgefallen. 

jternl^aud: mit nur feinen, ^utoetlen ober oud^ mit eth)ad ftftrferen Jldm« 
d^en umgeben, fd^kooc^ ^o^^^a^ftq, »ommern nid^t groß, mit l^eUbrounen mit einem 
merflid^en ^öcfer oudgeftotteten 5$ernen. 

SAeife unb ^iu^ung: mtine grüd^te reiften im erften drittel bed 9lob., 
bo(^ l^atten fie beiberfeitd ^ne iool^l 8tägige ftorfe äB&rme bed älu^fteUungdraumed 
burd^gemod^t unb l^&tten fid^ fonft ftc^er oud^ bid @nbe bed SRok). ober bid in ben 
Xtc. gehalten. ~ SKir l^ot bie grud^t red^t too^I gefallen, bodj möchte fte für 
I. 9lang ^u toenig ©rl^obenl^eif im ©efc^modte barbieten. 

S)er ^aum ioirb old !r&ftig n^ac^fenb, (tuf ä&ilbling unb Quitte fc^dne 
^^romiben bilbenb bemd^net, ju n^eld^er gorm er ftc^ am beften eigne. 92a(^ 
haltet gebeult er ouc^ nod^ l^oc^ftöntmig. — 2)ie Glättet am ©ommerstoeige 
flnb na&,^\i>, unb $ret>oft ot)allanjettfbrmig', fel^r f))it ober )ugef)>i$t, getrümmt 
unb fd^iffförmig, fim9lanbe toeSenförmig, ioenig ober nic^t ober nur an ber@t)ite 
bed 3^eigd gejal^nt. 9lm grud^tJ^ol^e l^ot fte $ib., toie ic^ oben, nur {tor! 
^c^el^ unb f^ifff i^^^idi am Slonbe toeitläufig gefögt obgebilbet, toä^renb fie an 
meinem aud $ollti)eiler ftommenben ^oume, ber ober nod^ nid^t trug, regelmäßig 
feingefägt unb glatt ftnb. — 93 lütljfenln offen nac^ 93ib. !egelförmig, jugef^itt, 
gelbbraun mit Sunfelbroun. @oiftmei^toetge grünlich, o. b. @.@. btolettro^r 
nac^ ^reboft rotl^braun> reid^lid^ gelbbraun ober gelbgrau )}unftirt. 



349 
No. 425. 6ir'f »nttttMnit. 2)ietr,3.2(3); 8uc.m(V, i».;3a^nnt, 2(K). 




Äf» jßiittnirtrnt. »inoit (eis). •• iBon.a)«. 

^eintat^ unb Sorlommcn: Sitfclbe würbe erjognt Mm SSttntr Stj in 
ffourtro^ in öetflitn unb bre »auni liefnte um 1846 bi« nflen ^rüt^te. 9In 
einrat ton ^a^elnt bejogenen 3»ei;0baujnt «ntele i$ bereits ^elb^ Me gnit^t 
jtemli^ 0TO^ unb fi^Bn, boi^ nti^t fo grofl, ofS fit bit gigur oben jcigt, ju wetzet 
riiK %iüäfi bes $mn ü!e»9 von bet Vetlinn auSfteEuns gebient l^at 



a50 

Sttcratur unb S^non^mc: SBtWrtS 9ll5um III. 6. 63. — Annal. de 
Pom. V. @. 7. 3n bcibcn ift fie glcic^ bauchig birnförmig (3V»" breit, 4Vt l^od^) 
abßcbilbet, tmb jictnlid^ gtetc^Iautenb toon 93iöort befc^ricben. — 2)ecaigne im Jard. 
fruit. Sicf . 43 l^at fte f (einer, um ben Äelc^ fürjer abgerunbet, al« auf meiner 3eiclJ- 
nung oben bargeftcflt, fonft bon gteid^er gorm, nur regelmäßiger, dt bejtodfelt 
bie üom THorticulteur fran^a (1858) angegebene ®röBe üon 36 Sentim. im Um- 
fange unb 15 ©ent. in ber §öl^e, tote fte übrigens haltet ©. 30 ebenfall« angibt 
nac| 2 öon il^m erlogenen grüßten, beren jebe 750 Grammen (ober iVi W^O pe- 
toogen l^abe. SSon ^r. SJlillet aud ^irlemont erl^ielt ic^ in 92amur gleic^faHi^ eine 
in gorm meiner 3ct<^nu«0 o^^« äiemlid^ gleiche gruc^t bon 31/4" 93reite unb fafl 
6" §ö^e, bod^ toä^lte id^ gur 2)arfteKung toegen 9laumerf^)amiJ bie Heinere. — 
fiiron b'Hiror. Descript. I. %ah. 2, gig. 2, tote 83iö. — Sero^ beaeid^net fie in 
f. ©at. als Jjrädjtig, ejceUent, fe^r toert^öoff. 

©eftalt: ^it^ort befc^reibt bie {^ruc^t feiner ^bbilbung entf^red^enb ald baud^ig 
birnförmig, beulig, regelmäßig nad^ bem Äeldje l^in abne^menb. — 2)ecaiSne als 
runbli(^ ober oöal nac^ bem ©tiele ju öerfd^mälcrt. — 3lac^ meiner Jormentafel lann 
i^ fie too^l be^eid^nen als unregelmäßig obal, nac^ beiben @nben i^in, nad^ bem 
©tiele ju iebo(9 ftärfer abnebmenb unb mit birnförmiger ober !egelförmiger, me^r 
ober toeniger abgcftum^fter (^pi^c enbigenb. 

^elt^: tun* unb f^Ji^blättrig, gefc^loffen ober l^alboffen, in einer fleinen oft 
unregelmäßigen @infenlung, bie mit Beulen befe^t ift, toeld^e a(S flache Tanten 
über ben ^aud^ l^inlaufen unb bie gorm ungleidjf machen. 

@tiel: siemlic^ ftar! unb lang, meift gefrümmt, hxaun, nad^ ber 9ime )u 
grün, ftel^t obenauf ol^ne 9tbfa(. Oft läuft ein ^dder in i^m auS, ber i^n f d^ief brutft 

6(^ale: glatt, glänjenb, l^eSgrün, fteHentoeife toie bläulid^grün, mit bunM« 
grünen fünften, aud^ einzelnen größeren braunen fünften, o^ne Stöt^e, gutoeilen 
um ben @tiel ober jtelc^ braun beroftet. ^ie ^^rud^t toirb auc^ in ber 9leife nid^t 

![elb, nur ettoaS l^eQer ober toeißltd^ grün, boc^ foE fte ftc^ gelb färben, tocnn 
ie auf Duitte erlogen toirb. 

gleifd^: toeiß, unter ber ©d^ale grünltd^toeiß, fel^r fein, fel^r faftreid^, ganj 
butterpaft, jtoar nod^ angenel^m getoürjt füß, bbd^ bemer!te id^ mir f otoo^l gu ber 
franjöfifc^en, toie ju ber belgif<^cn '^rucbt , baß Sutfer unb Öetoürj ettoaS mel^t 
üorl^anben fein fönnten, unb baß etne ffeic^aeitig t}erfud^te Bofc'S Sflafd^enbtme 
ungleid^ beffer toar. 9Bal^fd^einlid^ ftnb fleinere ^rüc^te füßer unb toürgiger unb 
ber Eingabe ydit): mel^r ent|))red^enb, ber fte alS gejuaert unb beltcat getoürjt fd^ilbert 
S)od^ fagt aud^ IDecaiSne: cau eucr^e, legerement adstringente, peu parfam^e. 

J^ernl^auS: nur fel^r fein angebeutet, ftar! I^ol^lacfiftg, bie l^ol^le SCd^fe mit 
marüger SBanbouSfleibung, bie ^erne ftnb groß, oft unbowfommen, länglich, mit 
einem fleinen $ddCer. 

Steife unb 3'lu^ung: bie SHeifjeit beginnt nadb 33ib. im 9lobember unb luer*. 
I&ngert fid^ bis (Snbe ^ecember. SReine grud^t bon ^ero^ toar Slnfang 9lob. unb 
bie bon SKiHet ben 20. Dct. reif, ho^ toar SeJtereS im 3a^re 1862, in toeld^cm 
SlUeS früher toar. — Ueber bie bon mir felbft erlogenen grüdjte fam x^ nit^t inS 
Steine, fie ft>rangen im an^altenben ^erbftregen fämmtlic^ auf unb tourben babun^ 
unbraud^bar. 3ladf S3altet nimmt aud^ bie f^rud^t, angeblid^ unbefc^abet i^rer 
Öüte, oft fdjtoarje gletfen an — toorauS immer gu f daließen, baß ^e bei unS 
@c^u4 unb iebenfallS baS 6t>alier berlangt. 

(SigenfcJ^aften beS BaumeS: berfelbe -geigt bei mir ein fd^toad^eS SSad^i^ 
tl^um. Bib. f Gilbert il^n alS giemlid^ ftarmüc^fig unb fruchtbar, am beften auf 
SQilbl. gu t^fro^fen, er bilbe ftd^ bolb gur ^]^ramibe auS, geige aber felbft auf 
Quitte giemlid^ S)orncn. — 2)ie SBlätter ftnb ettoaS Hein, obal, oft eaii>tifd>, 
glatt, regelmäßig jiemlic^ fd^arf gefägt, fl^td^, ettoaS fd^iffförmig, bun!elgrün unb 
glänjent>. — ©ommergtoetge olibengrün, nadj oben me^r bräunlich grün, gelb- 
grau ^)un!tirt. kahn 



Ko. 426. 9l44tat!maifittlt. S^itl III. S. 3; Suc. XI, i a.: 3a^n in. 3 




Hopptüt JttMfraÜt. ®artenb..0e(eßf^. inStnBttB; ^«em«ne. fK. 9hiö. See. 



^eimat^.unb SoTtcmmtn-. biefe gi^i"^^ bq'anb f'^ '"' @oitinuntc t>n 
@artcnbaugtfcll[4(tft iii Slngnl bti bct SSuSftcSung in !6etUn. Sie ift tWar nur 
Xe^bimt, aUrin il^ie ffirS^e unb intotefyante J^otm bnanlA^le mi<^, bon ^trrn 
SnbT. StTO^ in Slngne rinen juneen Baum Icmmen ju laffen. 

Siteiotuc unb S^non^me: fieiov^ Serjcti^nift uon 1840: UuiiuetM 
doable mit Sitat bei Comics bortioole' d'Ajwera „Qto|, obtnadCMb, jfDt^jrudt 
JH. $t. für 31i)B. u. a)K." — UnjlDeiftt^flfl bwfetbe »ime ^at ©ecaiSne im J»jrd. 
fruit. IV. Zaf. 17 ale Ataniuette mit ben S^n. Beiurd de Semur, OroB Angobert 
deßt. Citherine unb Solitnira, Bfruft [i^ atet auf Eu^amet. liefet befd^rieb 
unb biOxU ntn jUar feine Muimett« mit btm Seinamtn Solitoire, III. @. 76, 



352 



2:af. 58, %x^. 1 äl^nlic^ unb ebenfo ungeftaltet aS, aKeut er be^eid^nete fte atö 
^albfc^mcljenb, Slnf. ©ct)t. rcifenb, balb tcig »erbenb. Obgleich nun 
S)ecatdne meint, i)u]^äme( Ijfabe eine gan) augergeiDö^nlic^e ßeitigung angegeben, 
[o bleiben über biefe Säerufung, bie tool^t auc^ jlJero^ ni<^t gen^agt ^at, bod^ 3^^' 
fei, benh audf naib htm Sonb. ©at. ift SWantette mit bem 6^n. Solitaire unb 
Beorr6 de Scmur eine jartf teif (^ige %afet\t^4)t I. 91., im @ej)t. unbDct. 
reifenb. — Unter ©rofeer britannifcfier ©ommerBime, @. 279, ift bereit« be- 
merft, ba^ bie Bpani\^t gute ei^riftbirne, toeld^e a)ecai»ie I. %al 12 unter 
bem Flamen Janvry bef^ireibt, neben anbtren S^namen au^ baS ©l?n. Gros«© 
MaoBuette des Flamands fil^re unb auä) IDecaidfie fagt bei feiner oben ertDol^n'- 
ten Slanfuette, hai bie Bonchret. d'Espagne l^ie unb ba ald Qrand Bretagne unb 
Double Mansuette gel^e. ^ie SlbbilbuMen ber 6t)an. guten ^l^ripime in 2)u^., 
Pom. fpanc, %. D. @. unb im Jard. ftftit, beuten aber auf eine atoar d^nlic^e, 
groje, gleic^fatt« im ^o\). unb 2)ec. rcifenbe, aber regelmäßiger, meiffc fc^ön bim- 
förmig geftaltete grud^t. 2luci^ Sero^ l^ält bie Bonchret. d'Espagne, bei ber er 
^ul^amel citirt, bon ber Double Mansuette getrennt, unb gibt i^r unter ben Roc^'^ 
birnen I. Jlang (toie fte auc^ bom Sonb. €at. aU birnförmige Äild^enfruc^t L 31. 
bejeic^net toirb), fo baß beibe, au(^ nad^ ber Vegetation meine« SSaume« ber let^ 
teren, beffen Plattform breitetti^tifd^ ift, toie fie ©itfler im %. D. 0. ju feiner 
@j)an. gr. ©I^riftbime «ic^nete, ftt^er »erfd^ieben ftnb. — 3Rit ber ©. 127 biefe« 
»anbe« beft^riebenen Jl^einifc^en 94>ot^e!erbime, an bie x^ backte, ba beren Jrüc^te 
jutoeilen unförmlid^ auffallen, toill ebenfaS« Ste^rere« ni^t ftimmen. 

©ej^alt: groß, unregelm&ßig eirunb, nad^ 3)ecaiSne l^öufig äußerlich ber 
Triomphe de Jodoigne gleic^enb. 

5lel(^: {lein unb lur^bl&ttria, gelbbraun, gefd^loffen, in burd^ Seulen be« 
engter fleiner unregelmäßiger ©enfung. 

©tiet: IV«'' lang, ftarf. fteif, gelbbraun, na* ber »irne iu fleift^ig, fle^t 
in $ödfem, bon toeld^en ftd^ einer me^r auftoirft uttb ben @tiel feitto&rt« brücft 

6(^ale: J^eQcitronengelb, mit feinen unb aud^ bielen fel^r flarfen brSunlid^en 
unb einzelnen größeren grünen fünften, an ber @.@. ettoa« ftreijker br&unlic^'* 
orangefarbener 9lötl^e, gum 2:i^eil au^ rotl^en fünften unb ^Ua^tn befte^nb, 
um ^el(^ unb ©tiel unb l^ie unb ba auf ber übrigen 6d^ale aud^ glatt unb bunn 
gelbbraun beroftet. 

gfleifd^: gelblidjtoeiß, jiemlidj grobförnig, faftreid^, abfttadfenb, öon füßem 
fd^toac^getoürjten i^efd^mad. 2)ec. befd^reibt e« äbnlic^ al« aiemlid^ fein, obgleich 
oblnacfenJ^ ober l^albablnacfenb, füß, leidet f)arfümtrt. 

Hernl^au«: nur mit feinen l!5mqen umgeben, ^jMl i^o^^kd^rtg mitmarüg- 
mel^liaer SS^anbau«fletbung, Hämmern mufd^elfdrmig mit l^olllotimenen braunen 
mit einem lleinen ^öcfer tjerfcl^cnen Stcxttm* 

Reife unb 92U Jung: 2)ie »irne toar infolge ber auf fte getoirft l^aben* 
ben aB&rme am 7. SfJob. reif, fie toürbe fi«^ aSer unter anberen SerJ^dltniffen 
jebenfatt« länger gehalten ^abcn, fo baß i^re 3eitiguhg auf flow, unb a)ec. richtig 
angegeben ift. ^ati) ^ec. ^ält fte ft4 fcgor bidtoiilen bi« in« gfn^l^iai^t. Sie 
berbient- al« eine große unb fc^öne äßinterfod^bime immer noc^ angepflanzt 3u 
toerben. 

<Stgenfd^aften be« Baume«: er eignet, ftd^ nad^ iSeroi^ gu^l^ramibe unb 
^od^ftamm, tfl aber, aud^ nac^ S)ecai«ne, toenigfrud^tbar, toie bie« bei größeren 
^rüd^ten öfter« ber ^aH ift. — ^ie Sl&tt er meine« bi« ie^t nod^ fd^toad^toüc^- 
igen i6aume« ftnb Idnglic^ eiförmig, aum X^eil audf eaifjtifc^f, in ben IBlatt" 
fälften na(^ bem @tiele ju oft ungleich, mit oft lang au«laufenber ^i^, glatt, 
feiert gejal^nt geränbclt, ettoa« toeffenförmig unb fd^toac^ ftd^elförmig, iVj" breit, 
bi« 3'' lang. 2)ecai«ne befd^reibi fie am ©ommeratoeige al« obal, dm ^runbe 
tunblic^ ober faft l^erjförmig, bie bc« gruc^tl^olae« al« obal'ellit)tif d^ , ober läng- 
lich lanzettförmig, jugef^i^t, am 9ianbe geferbt. — 93lütl^enfnof))en f(!^einen 
!ur8 tegelförmig, fanftgefvi|t, buniclbraun ju fein. — ©ommerjtoeige bunfel- 
graubraun (na^ 3)ec. fa^lrot^) fd^mujigtoeiß J)unftirt. 



No. 427. «att ?0»Ht. 3>i«r li;3. 3.; Suc. V, 2 b.; So^n I, 3. 




^txmat^ unb aJorlommen: alft betti^mte, [c^on OutntinQt alä 
LoDiae bonae dttannte grui^l, »Ott totli^tr jwnlit^ alle älteren S^TiftfleOec 
i^sitbcln. 3lodi »Ki \ie in ^nnlieii^ unb Selgien itljt Rmtig mt^c gtfiflaiijt, 
bffto peifiiBer i^te fril^tr teifenbt unb ttffeve aaniena[<^W*ftet, bie 0ule Souit« 
Bon %tiTan(^eä, bie nii^t mit i^ ütvntäj^tü gerben batf. 

Sitetratur unb e^non^me: ^itl V. €. 130. aOa^Te gute Souife, La 
bonne Louise de du Harne). St nannte f» bc£^alb je^t bie iUa^rf, IDciC er 
Sb. I. @. 215 aK @ute ijouifc eint anbecc früher nifenbt gni^t 4(f(^ci(b, bie 
\iil) fpatct als 9ni^ 61. @erm<tin nrwiefen ^at. (Sergl. biefe &. 120 bielee %b«.) 
— «fibilbunflen gebenj Duhamel III, 6. 81, lob. Lin., Sie gru«t ift faft 
eirunb, nni* bem Sfiete ju leaelförmifl, fnft 2Vt" breit unb etwa« übet S'/i* (anß, 
boc^ au[^ an i^cet Plattform tenntlit^, bef^deben ali jiemlii^ ber @t. @erniatn 
gleic^, aber glatter, am Stapft runbtr, grün, ffiäter Iveifilit^, im Stou. unb See. 
Kifenb, ^oIb(c^meljenb, in icorfenem'Soben (e^r gut. ftetnfrti, füfe.'gut parfilmirt, 
in [altem (e^r mittelmäfiig." — Änoop, Xab. VII, (febt wei6s*Ib, nai^ bem Äeli^e ju 
»etjüngt, unb etroaä bimförmig.) — ä*"'' ^lob, Vlii. La Louise bonne groue 
et loDgue ((e^r lang !ejelförmifl, 2V(" breit, *Vi" 'anfl, bb^ fa^ i^ fle aut^ 
It^on in biefer gorm.) — I. D. @. V. ©. 108, Xaf. V., bef^rieben ofö runbbaut^ig, 
ftumpFFt*'!' äbnli^ b'er B. bUno, mes^aCb Siel an ber iled^t^eit jweifeltc. 9la$ 
Sittrif^ ift fie bie tton i^m I. S. 718 befi^riebene Seilte §ermann§birne, ©ute 
Äouile. (Serat. gvü^e 6t. ©ermoin.) — Secoiäne, Jard, fruit,, V. lofel 35 (Je^r 



/ I 



354 

gvo^ unb \äfbn, bte eine ber )toet obgebilbeten ^üd^te tfl 3" bmt unb ettooS ubec 
4" l^od^ unb nimmt nad^ bem StelAt au ettoad mel^r ab, al^ auf meiner 3et(l^nun9 
oben), n^lti^äf fel^r fd^meljenb, f^toac^ (äuettic^ Jü(, um $arid unb in ben ndrb« 
U(^en ^e^attementö o^ne (^l^abenl^eit, in ber %rot>ence ft)eit beffer, ben befien 
IBimen an bie @eite lu feten» -- flac^rid^t geben au^i (S^riftd $btob. @. 191, 
S)itir. I., 729, Oberjb. @. 872, SRefeer @. 249, Suc. @. 210, ^odfna^i @. 59 
unb 129, unb t)on franjöfif d^en SCutoren ^ougarb @. 53 unb de Liron d*A!r, BiippL 
«x Liste 8yn. ö. 1859, @. 35. — @^non.. fmb: Äömifd^e SBinterbime Sidtt.: 
tBei^fd^aüge IBergamotte, äBei^e ©(^aCbirne, ©latte et. ©ermain, SBei^e »erga- 
motte, ®rüne lange ääinterbirne, ©Utdbime, ©rünbime k. 9Re(ger; LouIm bonne 
sncienne, St. Qermain blaao, in ^ranlreid^ unb £onb. ^t.; Louise bonne Beal| 
S)on)nin0 @. 441; Good Lewis Fear, Louise bonne Pear, ältere engl. Tutoren. 

— äBa^rfd^etntid^ flnb nad^ ^rud^t unb SSeg^tation t>on i^x nxäft t^evf (Rieben: 
1) fiange gelbe 9Binterbirne, ^tel VI. @. 69 mit ben @^n. Yerte longiie d'hirer, 
Epine longne d^hiver, Moul^Ie bouche d^hiyer, S^terlet; Jauae longne d^hiTer, 
^ittr.; £ange äßinter^^rünbirne, 9Binterf(^mal)birne, JSanger Sßinterbom, Wtaüftc 
in Pom. francon.; 9Binter>-$erbitfaftbime , (Srüne lange äBinterbime, 3)od^na^( 
na(^ £tt)t)olb. 2, @outmann, Sontmann, de Zoutmann, ^iel 31. ^. 0. I. @. 212. 

— (Sine Louise bonne de Printemps 8oiÄbunelg ift eine anbere nad^ Siron b'Ätrol. 
Desor. 2. ^ortfetf. 6. 43 fdbm^ljenbe, nac^ 93altet (SRonatdJd^r. 1864, @. 239) j/bod^ 
nur l^artfleifd^ige, ft)atere äSirne. 

©eflalt: ^wifti^en eirunb unb legelförmia, tool^er ber ^ergtei^ bolb (in 
ben kleineren S^^^^^n) mit Yerte longue, balb (tn ben länglid^en) mit @t. fSix" 
main. ®aud^ oberhalb ber 3ftitU nadf bem ^eld^e l^in, um biefen fanft abgerunbet, 
l^äufig tüenig abgef[ad^t, fo ba^ bie f^uc^t in bielen %&Uen nid^t aufftel^t. 9lad^ 
bem stiele au o^ne ober mit ettoad Einbiegung balb lang, balb siemlic^ abge* 
fkum^)ft fegeifiJrmig, mittelgroß ober groß (öergl. oben). 

|{ e l (^ : Hein unb l^artj^lig, ober aud^ blättrig, fla(^ ober f ei^t eingefenft, 
ober aud^ in ettoad Erhabenheiten tiefer fte^enb. . 

©ttel: furj unb fkar!, bann fleifc^ig, ober langer, gefrümmt, oft neben 
einem ^'ddet, 

Sdjalc: jart, ettoa« gefdjmeibig, hellgrün, f^jäter gelblidö ober toeifeclB, 
mit bielen feinen unb gröberen fünften unb mit H\oai dloft, bo(^ meift nur 
um ben ^eld^. 

• S l c i f 4 : gelblid^ioeiß, jutoeilen cttoa« fömig, f aftbott, meifl ^albf c^meljenb, f ö| 
mit fcftoad^em ©cloürj (rofenartig t)arfümirt, a)ieQ, bon gutem Staube bcmerfte i^ 
mir e« aud^ al3 butter^aft, angenehm ioeinig füg mit ai^wtid^ biel ©etofirj, 

l^ernl^aud: meift mit etioad ^örnc^en umgehen, fd^n>ad^ J^oBl" ober 
boHad^ftg, jlammern groß mit ^ftoOfommenen fc^toarjbraunen fernen, bte.ettoa« 
$d(teranfa( ^aUn. 

3fleife unb 5lu^ung: bie »irne reift im ^oM. unb l^ält ftc^ oft 4)«rt| 
2)ec., feiten big 3an., ioirb übercif mcl^lig, f^&ter teig, toitt iocgcn ber geringen 
garbenberänberung gut beobachtet fein. 3ur 9tn^)flan§ung immer noc^ gu emt>fe^len, 
obgleidb meiftend II. 9ianged. 

©igenfd^aften be8 öaume«: ^erfclbe loädJ«t lebl^aft, gebeizt ouf Quitte, 
toirb balb red^t fruchtbar, ioill aber »armen nic^t naffen Soben. Er ^t in feiner 
Öelaub^ung Diel Slebnli^feit mit bem ber 95irgouleufe, auc^ gleichen p4 bie 
grüd^te beiber, bod^ nimmt bie SJirgouleufc feltener bie öon iDiel aud^ an il^r ^^ 
öorgel^obene langlid) fcgelfiJtmige ©eftalt an, fSrbt fic^ ^öl^er citroncngclb, ifl auc^ 
an ber ©.©. öftere cttoa« gerottet, toie id^ bieS an ber öuten Souife nie fa^. — 
SDie ölätter flnb runblic^, I8/4-2V4" ^teit, 2—21/2" lang, bie langgeftielten 
auc^ eirunb unb l^eraförmig unb länger augcf^ijt, glatt, meifl fein, tttoa^ bogen^ 
förmig unb feiert gefägt (toic fte au^ 3)u^amcl befc^rieb unb abbilbetc), nur bie 
größeren finb nadj Dorne fd^ärfer gefägt, fdjiff förmig unb fid^elförmig unb be^ 
fonberS bte oft fd^arfe ©>)ije ift aurücf ober feitio&rtä gefrümjnt, buntelgrün unb 
gianjenb, reid^gcabert. — 33lütl^enlnofJ)en länglid^ fegeiförmig, jiemlidj fledjenb' 
.f*>ift, bunfclbraun. — ©ommerawelge bräunlid^grün , gegenüber rotbbraun, 
ft^mutjiggelb ^)un!tirt. cv 



855 



No. 428. syfe Sisier^tbBiiiatte. Sb. m (n.) 2, »; S. xn. 1. (vi,2.) b (•); 3. n, 8. 




5Die WvÜtt'XmaUttt* a)ter (SRerletV) * t (metft nur K). «ob. 3««- 

^eimat^ unb äSorlommen: ^iet belam fte t>on gi^affier in $arid unb. 

^itlt fte für SRerUtd Amadol musqn^ (bergt. ^erbft^Hmabotte b. SE. $bb. n. 

©. 437), toeld^e Duitttin^e gu bcn guten »irnen fleftcfft unb bie öutßunber fel^r 

flefdj&tt l^atten. 8ei ben bielen befferen 93irnen tft fie jejt in i^rer ^eimatl^ in 

SJergeffen^eit geratl^en, ^at aber für* ben ©ortenf ammler SBßertl^ unb !ann a«I«tt 

ald ^oc^bime bienen. ^em Flamen SCmabote leitet 9Renage babon ob, ba( eine 

a)ame Oubote in »urgunb fte guerft befeffcn l^abe, ioorau« \plxttt Slmabote, Slmabot, 

Ämabotte entftanben fei. 3« S'^anfreic^ fd^reibt man meift almabot. 

Literatur unb ©^noni^me: iDicl lY. @. 166: SJie 3Rü8firte SBBinter- 
«mabot, TAmadot mnsqn^ d'hiver. — Slbbilbung gibt 3inf , %Qb. EL 3tt. 89 
too fte atö aimabotte jiemlic^ gut, boc^ fel^r groj, eirunb^, an beiben (Snben flart 
abgepum|)ft, abgeBilbet ifk ; 2)iel tabelt nur, bafe 3inf grüne« gieif (^ (bietteic^t nai^ 
einer unauSgereiften gruc^t) angibt. — 2)al^üron ©. 671: Slmabotte ,Aat 8ifam- 
oefcftmacf unb bauert lange, ift aber trotfen unb fteinigt." — ©l^rift, $bh)b. ©. 149 
fna^ Duintin.): erl^oben J)arfümirt, bon ftarfem 2lmbra-®ef djmatf , e^bar bom 
ä)ec. bi« Jebr. unb l&nger, gef oAt bortrefflic^, färbt fi(^ babei rot^ unb beb&It ba« 
ÖJettJüra. Sota bed 93aume« ftat^cUd^. — SRa^er, Pom. Franc. (S. 270 ol^ne SCbbilbung. 
f>t\pxxdft fte 4inb anbere Slmabottcn nur !urj, fd^reibt ben Serlufi ber a)or- 
nen bem Ueber))fr o))f en gu — toad ^iel atö eine @ünbe gegen bie 



356 

SBegetation (ejeid^net (betgl. SSSinter''9tmbvette.) — Oberb. @. 262 fd^tlbert bte 
ij^ruc^t a(d 3U {ömtg unb rübenartig, fe(bft ald ^od^btme ntd^t fc^o^bar. — 
sbittr. I., ©. 717, Siegel, Sin». 6, lOl unb 2)od^na^( @. 57 nur nati^ 2)iel. — 
S)ie neueren frangöfifc^en Slutoren j^aben nur bie iperbft'^^mabDtte ald 9(mabot, 
9[mabotte, SRabot, Beiirr6 de Gajpacins etc. 

(S^eftalt: freifelförmig, öftere au c^ aiemlid^ eirunb (ftar! runbbaud^tg, ^tüu 
fd^en Ireifel- unb abgeftumt)ft fegetförmig, 2)ieO um ben kel^ fanft obne^menb, 
faft fugelfdrmtg gugerunbet, boc^ fo toeit abgeflad^t, ba^ fte ncd^ gut aufftel^t. 
3la,äf bent @tiele )U ntad^t fte meift nur auf einer Seite eine Einbiegung unb 
enbigt mit längerer ober fürjerer , ftarf abgeftum^jfter fegeiförmiger Bpi^e. Xxc 
gruc^t tft mittelgroß, 2" (nac^ 2)iel 23/4*) breit unb ebenfo f)0^ ober burö 
^nen $ö(!er am @tiele ettoad ^ö^'er. 3inf ^at fie 3" breit unb ^oc^ abgebitbet, 
tDal^rfd^einlic^ bon einem ©(»aliere. 

jlelc^: ^art* unb f urjblättrig , gutoeiten awSf länger sugeff)itt, bann ftern^ 

förmig, gelbbraun, offen, in meift weiter, aber feid^ter @en!ung, bie mit flauen 

93'eulen befe|t ift, bon toelc^en eine unb bie anbere über ben ^audjf ^in bid $um 

©tiele fortlSuft.. 

©tiel: ftarf, oft fnofj)ig, bis 13/4" lang, anfangi^ grün, f^&ter fc^toatv 
braun, ftel^t oben auf ber @^i(e mit ftarfen ködern umgeben, bon n>eld^en oft 
einer (nac^ 3)iel c^arafteriftifd^ fc^nabelä^nlic^) fic^ me^r ergebt, fic^ an ben Stiel 
anlegt unb i^n fc^icf brücft.. . 

Schale: l^fUgrün, f^äter citronengelb , l^^ie unb ba oft nod^ mit ettoaS 
®rün, feiten mit einem Slnfluge bon 9löt^^e, boc^ mit öielen unb ftarfen braun^ 
lieben fünften, iooburc^ bie fonft glatte ©d^ale faft rau§ unb an ber Sonnenfeite 
gotbartig- erft^eint, um ben Äelc^ l^erum auc^ etmaS bünn beroftct. 

gleifc?: matttoeife, l^albfein,^ nic^t faftreid^, boc^ au(^ nic^t troden, ab' 
fnotfenb, oon füftem mülfirten öejc^mad, (S)iel bejeid^net i^ alS ungemein jurfcr 

,füß, c^arafteriftifc^ müSfirt, toie man »enige finbet). 

Äernl^auS: mit jiemlicl^ biclen, fc^on ftärferen Äörnd^en umgeben, boll- 
ad^fig, Kammern nic^t grofe, mufc^elförmig mit biclen bolllommenen, mit einem 
fc^toad^en ^ötfer audgeftatteten jlernen. 

SReife unb Sßujung: 2)ie 33ime reift bom 9iob. big S^n. , bauert öftere 
nod^ länger, ba fie nid^t leicht teig toirb; aud I86O ^atte id^ fte noc^ im SZäri. 
Sie lä^t fic^ gehörig ausgereift immer nod^ genießen, fc^medtt freiließ 2)em nicjt, 
ber an ^Butterbirnen getoö^nt ift, fann aber als länger bauernbe äBinterfoc^fru^t 
nod^ emjjfo^lcn toerben. 

(Sigenfc^aften beS ©aumeS: nac^ 3)iel, ber »armen aSoben em^fie^lt, 
in toeld^em bie ^rucbt allein mo^lfc^mecfenb toerbe, toäc^ft er frdftig unb ge^t 
^o^r belaubt ftc^ ftarf unb nad^ bem ä^er^alten meiner ^robejtoeige ift er auc^ 
frumtbar. — 93lät^er eirunb, meift fc^ön i^erjförmig, mel^renü^eilS für» äuge- 



f|)i^t, iVi— 2" breit, 2—23/4« lang (am Sommeratoeigc finb 
ber Söiie bin fcfimöler unb bann elli^tifd^ lat^gef^ii^jt, loie 



te befonberS nat^ 
le 3)iel beft^reibt), 



glatt, bo(^ oft am Sianbe auf i^rer unteren gläd^e etwas ioollig, um ben l^erj- 




oltöengrün, 'a: b. S.S. röt^Uc^braun , mit öielen unb ftarfen länglichen gelb' 
litten fünften. • 

3d^ erl^ielt bieStoeige alSSBinter^Slmabotte bon Siegel unb berengnnl^ 
ftimmt mit ber früher in beS §errn b. ÄöniJ ^flanjung gu Serufalem bepnblic^en 
sWüSfirten SBinter-Slmabotte 2)ielS überein. 



357 



No. 429. ©teilmaK« »«tttrbiriic* XUl i, 2. 3.; Suc.vr, 1 ».; ga^niv, 3. 




Sittkmam jßnUerbirne. ^it>pxt (©terimans). 



** 



3lot>. San. 



$eimatl^ ürtb aJotfommen: btefc gute, in Belgien unb 3ron!reid^ jc^t 

)[»tetfte))flan3te ^xu^t mürbe \)on einem '$rn. 6ter!mand in £5n)en erlogen , <tber 

))on üan 3Dlond ind $u6Uhtm gebrad^t unb gilt fo i^ftetd aCd t>aft aRond'fd^er 

@k&inling. — ^ie gruc^i au obigem ^otgfd^mtte belam i^ ^m $rn. SRiSet in 

Xhiemoni at^Bearr^ Sterkmans, auc^ l^atfe x(f) mit il^r übemn f|)(iter einigemal 

^rü(^te bon i^rn. Dbetförfter ®(^mibt unter bem iRamen Calebasse de Nerkman. < 

£iteratur unb S^non^me: »iuort« 2Wbmn III. ©. 141: Bcnrr^ Sterke 
mana. — Annal. de Pom. IV. @. 51. SRit neuer Sef^reiteing b)>n iBibort, bo(^ 
ift bie ^ruc^t l^ier onberd, in bem einen @£emt)lare ji^ntlic^ meiner i^igur oben 
entff)red9enb, in bem anberen am @tie(e bicter unb iruil^r abgeftum))ft abgebilbet, 
»a^tenb ftc im SÄlbum ungleit^ größer unb birnf drmig, 3 V3" breit unb A'^U" ifot^i 
erf^cint. — 3" Sranlreic^ gel^t fte meift al3-Doyenn6 de Sterkmans (fo fierOl?), 
me^rfad^ auc^ als Calebasse de Nerkman ([9 SBiSermog in Pomologie de la Fr«Ace, 
;B^on 18'63), aber aud^ a(d Belle A^liance, n)ie öftere bie goldfarbige Butterbirne, 
nadj ÄfTO^ in Belgien aber au<^ eine Neuf MaisonB " ober Neuve Maiso» (van 
Mona) genannt toirb. — 3(1$ Belle Alliance l^aben ^ecaidne im Jard. fruit I., 
tab. VI., auc^ ^xt\>oJi im 9*ouen. Büttet. @. 199 biefelbe grut^t befdjrieben. gtoar 
nennt t>an SRonS* in {einem Kataloge 6. 60 bei Belle Alllance einen $m. ^riau 
a(d (^jie^er, aQein na(lf äBiUermo) ift Sariau'd Belle Alliance eine anbere Birne 



358 

(tHelteid^t iene Neof Maisona). — IBityort 1^ nur He 6^n. Benzr^ ou Doyenn^ de 
Streeknum, flireqaeman, d*£aterkmaiiii, nid^t Belle Allianoe, thtn fo loentg be Strott 
in fein« Table ayn. 6. 16 (bcr in f. D««sr. I, @. 47, Xaf. 12, gig. 4 t^re ^otm 
toie »U>. Xrbum gibt) unb £erob unb fdalUi, Setterer, @. 33, f Gilbert boS 
gfOHfd^ ber B. Sterkmana m l^olbbräd^ia , toie 2)e€aidne ba« ber Belle Allianee» 
toäl^enb ei$ SCnbere an beiben a(d fd^mef^enb ober Butter^aft be^eic^nen. 

®e{ta(tunb®rd(e bergL oben. 9ib. I^efc^reibt bie ^At im 9(b. old 

bimfdrmig. in ben Slnnalen a(d baud^ig. birnfdmrig , bidtoeilen f reif elf drmig , fafl 

breit tote l^od^. ^affenber loirb fte (toie 3)ecaidne unb $reboft bie Belle AUianoe 

Ailbem) atö freifeCfdrmig-bimförmig ober !reife(fdrmig«!Me(fdrmig, um ben tUU^ 

)iatt obgerunbet, nad^ bem @tteU gu oft ftar! abge{tumt)ft be^ei^net toerben. 

R^l^: b(&ttrig, toeUia, f d^ft)ar3braun , l^alboffen, in fd^dner, meift feid^tcr, 
mit SS^uIen umgebener fc^füffelfdrmiger Sinfenhtng. 3)iefe IBeuIen erl^eben fi(^ oft 
ftar! auf ber ^l^thum unb jiel^en auc^f nod^ ettoaS über ben Saud^ ^in, ol^ne ba| 
{ie bie regelm&^ige 9lbrunbung bie( entließen. 

@tie(: arttn, nad^ feinem @nbe l^in braun ober mit 9ilofl{heifd&en, bfimi, 
gut 1" lang, ^bt toie etngebrildtt, bod^ oft burd^ einen {iar!en S^ödtt, ber ftd^ an 
t^n anlegt, fd^ief. 

Sd^aCe: glatt, l^eKgrün, ft)&ter citronengelb , mit feinen br&unlic^ funl* 
ten, an ber €^onnenfeite meift jiarf, ober auA fd^toacf^er btutartig gerdt^et, oft in 
gledCen unb fünften befte^enb, unb mit gelbbraunem bünnen SHoft in 6treif4en 
unb SledCen, befonberd um ben l!e(d^, 3UtoeiIen jebcc^ aud^ faft gar nic^ft beroftet. 

^teif(^: gelblid^ toei|, fein ober giemlid^ foin, faftreic^f, fc^on (Snbe Ott 
(po iq bie gfrud^t für reif ^elt, toie ed aber buc^ nad^ il^rem ®er&ufd^ beim 
^urd^fd^neiben ni(^t ber ^aU toar) faft fc^meCjenb, )>&ter bid aRitte 9looember an 
@d^mibtiS grüd^ten fh^ böKig butter^aft, bon ^mnlidf getoür^reid^em, »einigen 
3u((ergefd^madCe, toie tl^n IBik). angibt. 

jternl^aud: l^at ettoad, boc^ nur toenig unb feine Jtbt^d^en im tlmheife, i^ 
fd^toad^ l^ol^lad^ftg mit Heinen j^ammern unb getbUd^^braunen, ooOSommenen jtemen 
mtt fd^toac^em ^bdfer. 

9leife unb Slu^ung: na(^S9ik)ort fauc^ nac^ S)ecaidne) reift bie Birne bt^ 
toeilen im 3)e3., meift aber im San. unb.^^br.; I^&ufiger mag fte fd^on im 9U)t». 
reifen, toie Einige, 3. B. fierol^ angeben unb bie t>on mir t)erfu^ten ^i^c^te geigen. 
6ie toirb bon SlHen a(S esceSente gfrud^t gelobt unb beflnbet ftc^ auc^ unter ben 
beim @ongref[e in^ 9{amvr em^fol^lenen Porten. Sicher toirb fte au(^ bei un^ auf 
fl^ramibe ober bod^ am Bpaiittt meift gut ta>erben. 

^igenfd^aften beS %aumed: mein jugenblic^er Baum, ben i^ axA 
gtoeigen bon $a)>eleu ecjog unb toeld^er in ber Vegetation mit ben ft>&ter-bon 
SKiEet unb €$iB^mibt erl^altenen ^frobfreifem jümmt,.todd^ft audgejeid^net frftftig unb 
fd^ön t)t^ramibal unb berft)ri(^t balb-frud^tbar m ft)erben, toie Bioort unb ^btcoAvt 
ed angeben. 9ladb Baltet eignet er ftd^ auf Quttte au(^ gu (SorbonS, boc^ begeic^net 
er il^n nur ald ^xtmi^ fru^tbar. — ^ie Blätter ftnb bei Ir&fttgeht ^Iriebe, tote 

!ie au(^Bib. fdjftlbert, lang ob dl mit audlaufenber, oft f d^arfer @))i(e, bei no/ä^' 
affenbem 9Bud^e unb am ^u^t^olje fc^einen fte tUipii\^ 3U fein, toie fte bad 
Xib. unb bie Sinnal. abbilben, unb fogar lanaettfdnl^g , ta>te fte tßreboft an ber 
Belle Alliance befd^reibt. @te ftnb glatt, ganjranbig ober berlor^ unb ntir nad^ 
ber.et)ite l^in ftum^jfgefagt^ jiemlid^ reidj geabert, 13/4« h\^ faft 2" breit, bi« ^Va* 
lang. — Blütpenlnof t)en nad^ Btb. fegetförmig, 3Ugef|)i(t, l^eUbraun mit 3)unfel* 
braun unb ettoaS ®rau fd^attirt. — , €^ommmer)toeige grünlid^ graubraun, an 
ber @.@. biolettbrautt, 3ttmli(^ ft|ir! t&t^liäf ober grau t)unltirt. 



359 



No. 430. 3)ie KeUleniUletiit. ^iel iii, 2. d.; £uc. xii, 1 a.; Sal^n i, 3. 




Die Krtdietttttkfrttt^ Suca«. ttM. u.k. «Rot>.— 3««. 

ißeitnatl^ unb SSorfomtnen: ift burd^ ganj aBütttcmberfl öer* 
.breitet. 3n ben älteren Saumgütem fielet man biefe »ime mel^rfad^ 
aitge))Panjt unb fie öerbient fürbie bortige ©egenb immevtnod^ größere 
8crü(ffid^tigung, ate il^r gegento&rtig ju %f)tH toirb. 

Literatur unb ^t)non\fmt: 2ncai befd^neb fte in SN^gerd £etno6ft< 
forten @. 196, bann aud^ in feinen Söürtt Dbftforten @. 253. Söfit obiger 3eidJ- 
nung ilbeteinftimmenb ift jie nod^ grüd^ten bon §tn. @tabt|)farrct ©örün in ©in- 
bringen im Senaer Dbflcabin. b. 1857, II. ©ect, 7. Sief. abgebilbet. 3bre ©l^n. 
fmb Söerfc^e »eid^enädferin, Sieifendderin, Xafclbim, ©ü^Mm, ©üje Äitd^bim, 
©c^nitbim, je naA ben berfd^iebenen (Segenben be« fianbe«. — 3)ie im Sttuftt. 
$bb. 13b. II, ©. 335 befd^tiebene äBintertiebedbirne, tvelc^e nebenbei ebenfalls Itird^-' 
bitne genannt toirb, ift eine äl^ntic^e, iebod^ toieber berfc^iebene ^ruc^t. 

©eftalt: runblid^, mit furjer au^Iaufenber ©tielfpifee ober aud^ 
bidbaud^ig freifelförmig, IV4" feltener 2V4" breit tinb nteifi ebenfo l)od). 
3n gorni unb g&rbung ift fie ber SRotl^en 33ed^ant«bime äl^nlid^. 

Äeld^: öottfommen, blättrig, flaä) eingefenft, mit einigen (Sr* 
l^obenl^eiten umgeben. 



360 

©tict: fiarf unb ^otjig, V«— 1" lang. 

Sd^ale: ettoo^ taul^, büfter grün, fpfiter matt gelbgrfin, an ber 
@.€. ert)artig ger&tl^et unb ringsum bräunlid^ berofiet, aud^ fiarf grau 
punftirt. 

gleifd^: ettoog l^art, brüd^ig, über]^(iiq)t jiemüd^ förnig, bod^ ge* 
hjürjl^aft unb tjon füfeem ©cfd^mad. 

■ 

Äcrnl^auiS: ein tocnig l^ol^lad^fig , mit jiemlid^ öielen ©teind^ 
umgeben, mit tjoHfommenen Äernen. 

Steife unb 9lufeung: 5Hot). bii^ Qan. ^[I^re öoUe 3letfe ift nad^ 
Suca^ Sttitte^ec. unb fie l^ält fid^ l^iemad^ bi^jum gebr., tt)o fieteig 
toirb. — 3n 3Keiningcn trat biefe^ SBeid^toerben meifl im 9loö. fd^on 
ein, bod^ fd^ü^t fie bie fel^r bidfe ©d^ale auf längere ß^it gegen ba5 
ööttige ^erflie^en. — 2)ie S3ime ifi über^iaupt ,mel^r Roäf^ unb @d^ni|^ 
bime, atö HRoftbinie, morin fie tjielen anberen. ©orten nad^fteljit. 

et0cnf(^aftcn be« S3aumeS: berfclBc todc^ft \ä}'6n unb fräftig, treibt 
fel^r flarfe gerabe, in f^i^en äßtnfeCn abftel^enbe ^efte, bie feljfr retd^ mit gnic^t^ 
^ol} befe|t finb unb bilbet eine l^c^e runblid^e ^rone, trdgt fel^r gut unb fommt 
überall fort. — SBie Süca^ nod^ ^ierju bemerft, bilbet berfetbe j^etd einen ge* 
»unbenen ©tamm, ffai faft nie einen ^eröorragenb ftärferen SRittelaft, fonbem 
t^eiti fid^ in ber j^rone in ^a^Creic^e gleid^ftarfe^efte, n^oburd^ ber Saum fe^r 
lenntUdJ toirb. — 2)ie bon mir aui SKe^gerS Steifem erlogenen ^robejtocige jei- 
gen ^tvar ein fel^r gefunbei^ äBad^^^um, allein im f^ruc^ttragen liegen fie ed an 
ftd^ fommen unb lieferten in ber langen 3eit üon 10 3a^ren nur erft einige mal 
grtldifte. aBa^rfc^einlid^ Wirb ber 3Jaum im Sllter erft redjft tragbar. — ©lotter 
runblic^, ober auc^ öfterd ot)al, bi$n)eilen nac^ bem Stiele ju abi^e^menb unb 
bann breit eEit^tifd^, meift mit furjer boc^ au<i^ bidtoeilen mit längerer l^albauf^ 
gefegter ©^ije, 13/4" ^^cit, 21/4'' lang, oft nac^ borne am breiteften, befonbetg 
am ^lattfaume tooUig, gangranbig ober bod^ nur nad^ ber' @t)i^e l^in gefdgt, graulte^' 
grün, tttüad ^ergamentartig bid uijb fteif, am Silanbc ftar! toellenförmig. — 
85lattfnof))en faft runblic^, ftumt)fgef:|)i$t , < bunfelbraun , am ©runbe ettt>ad 
loeigtoottig. — ©ommerjioeige an ber berbidten ®nbfnof^)e oft gelbtooffig, ^ett* 
riSt^ti(^6raun, mit tvenigen fe^r feinen geI6(i(i^en ^unlten. 



I 

J 



Ko. 431. Sittttb. b. ffitttmn. ^itll,l[2i A.; £ucaevi,ib.; ^a^nlll.a 




ißnttnrlliCIie Vtm ttetttrtn. SSiCocl (Sertmannä). 



•f. Slott. (eilen g 



^eimal^ unb Sorlommen: uermul^lii!^ ift fie ritt eämCinQ efpntnl 
unb mit anbereti ©fimlingen »on bUfem an SouiS OetImannS in ^f^^'ti'''*'*"'- 
Seifl flflangt, Wc bet Saum im 3afre 1846 bie trfttn ^<l)te btai)U, So4 ''*''' 
3Sunf4c '^aipütui in JSritfien, weCi^cc bie erften Vfrottfrfifer tmppn^, ti^itH 
fie ben 9lamen Beurrf de Wetteren. — 3(^ nafm bit ^lu^t auS ^ertn 
Seto^B Sortimente auä Striin 1860 mit unb fo^ frt .bon eben |i)I(%« gebriidt 
ninben ^^orm in Slamut. Sogegen S)attt i(^ fie aud bcm in @ärlit auegtfteUten 
belgili^en -Sortimente in me^r birnf<)tmiser ©eftalt, Wie ii^ (entere buFC^ $un(te 
angebeutet ^obe, o^ne bog i^ naäj ben ftimmenben tibtigen <£igen[<^aften an bei 
9lj(^tia(eit ber einen obec bei anberen ju jneifetn braui^e. Sie Segetation ft^tl' 
bere ii3) nad^ einem auä ^loei^en »on ^apeku erjogenen jungen Saume. 

Siteiatur unb ©ijnonvnie: Anna), de Pomol. I. <S. 59. Stiboct gab 

' bacin bie Beitreibung. — Xougaib, ©. 74, fc^ilbeit fie lucj nad^ Siuortä dal. 

— bE üiton b'aiitol., foWobI in Liste eyn. S. 42, loie in DMcript. ©. 15, tab. 4, 

(^g. 3 mit abbilbung wie m ben Annd««. — 2tte)f bejei^net (ie in (. Serjfii^n. 



362 

M I. ffiamH, ^xc% fi^meUenb ober (utterl^aft, im gfebt. teifenb. ~ Sottet ffoi 
fle nid^t aufaenommen. — i>o<ffno!(fl 6. 160 nannte {le äBetterener $omeran)en- 
Bitne, ho^ jtnb bte ^omeransenbimen mel^r fefifletfd^ig unb l^obe id^ ben obi^ 
gen 9{amen für ))affenber gegolten. 

®efta(t unb ®rd(e: biegfrud^t ift in ben Xnnaten M mittelgroß, frei« 
felfdrmig befd^rieben unb auc^ freifelfdrmig mit furger fegetfdrmiger, toenig obge» 
fhim))fter &pxit, 3'' breit unb eben fo l^od^ obgebilbet @ie {iettt fo gteid^fam 
bad SRitteljtoifd^en ben atoei grüd^ten auf obigem $ot)fd^nitte bar; bie ©ejialt 
muß bemnad^ fel^r toec^feln. 

Jteld^: für)" unb {leifbl&ttrig, l^omartig, rdtl^tid^ braun, l^alb offen, in einer 
liemlid^ tiefen, bo(^ unregelmäßigen, mit Seulen befet^ten (Sinfenfung. ^iefe S3eu^ 
len laufen aud^ atö tl^eilS mel^r tl^eild toeniger ftum))fe 6d^ioieten über ben 9au(^ 
bis ^wn 6tiele fort unb berberbeo .ftar! bie Silunbung. 

@tie(: }iem(id^ bidC, nad^ ber 8ime ju ge(bgrün, gel^t ol^ne 9[bfat auS ber 
^d^t l^erauS ober ftel^t, tote in ben SCnnalen, fd^toac^f bertieft auf ber ^pi^t ber«* 
feCben, mit Keinen ^ö^Utn umgeben. 

@d^a(e: ettoad ftar!, burc^ erl^abene unb fül^tbare braune 9loftt>un!te unb 
gleden uneben, grünli(^ dtronengelb, an ber Sonnenfeite ftarl br&unlic!^ ^orange« 
färben gerdtl^et unb um ben Sttld} anäf bünn braungelb beroftet. 

gfleifd^: toeiß ober gelbUd^toeiß, fein, faftreic^, fd^meljenb ober butterig, 
angenel^m getoürgt füß, faft etloaiS ju ftar! füß, um gang too^Ifd^medtenb gu fein. 

— 9ib. fd^ilbert ben ©efc^madC afö gucferig, angenel^m unb fogar fd^toad^ mudürt 
getoürgt, ruffeiet» ober bergamottartig (load mir nx^i aufgefaSen ift). 

iternl^aud: mit ftar!en itörnc^en umgeben,- l^ol^lad^fig , l^ammem siemCid^ 
groß, ettoad breit mufd^elfdrmig, mit bieten boIRommenen, gelbbraunen, mit einem 
Keinen $d(fer auSgefiatteten Itemen. 

9leife unb Slufung: bie iJfrud^t bon Sero^ ioar reif Xnfangd 9lob., toie 
fte bei S9ibort in ft)&teren Salären ebenfalls a^tigte, toäl^renb fie in erfter Xrac^t 
im ^bruar gur Steife !am. ^ie belgifc^e gruc^t fonnte nur bid 24. Oft. erl^alten 
toerben, bo(^ toar baran bie große SBärme todl^renb ber SludjleQung @d^uCb. 

^igenfd^aften bed Saumed: berfelbe toäd^fl aud^ in SXeiningen fel^r Uh* 
l^aft, toie er gefd^ilbert toirb unb geigt einige dornen. • @r trieb auf äßtlbßng fo 
mächtig tmpox, baß i(^ il^n feit 2 gal^ren ni(^t mel^r befd^nitt, um ben ftarfen 
SBud^d gu l^inbem. ^u(^ gebeult er auf Duitte. ^e 1864 guerft baran ergogenen 
grüc^te blieben in ©röße unb 9[udbilbung fel^r gurütf, geigten aber bie richtige ^^orm 
unb S&rbung. ^od^ l&ßt ftd^ l^ieraui} auf Unbrau^barleit für uniS auf freiem 
Staube borerft nic^t fd^ließen, benn ber Sommer biefeS Sa^red toar ungetod^nlic^ 
trodCen, aud^ aUgufü^l. Xie 9 l&tter ftnb ber @(^ilberung 93iborti» entft)re(^enb obal, 
unb lünglid^ obal, dfterd au(^ längli(^ eirunb, giemlic^ groß, 2** breit, 3" lang, mit 
au^laufenber S)»i(e, glatt, gangranbig, fiarf geabert, ettoad fd^ifffdrmig unb ftci^el' 
förmig. Stiel t)erfd^ieben lang, ftarl unb fteif, baiS Slatt baran aber meifl l^ängenb. 

— a3lütl^en!noft)en lurg tegelförmig, giemli^ ftum^fft)it, l^ettbraun mit ®rau unh 
^unfelbraun gemengt — Sommergtoeige bunlelrot^braun , auf ber Sd^atten« 
feite ind ©rünlid^e faHenb, graugelb ))unltirt. 



363 



No. 432. mtMU9 Se^nttttinit. 3)te(n, 2, d.; 2ut. YI, 2 a.; Sal^n VI, 8. 




ünHnÜs Dei^rntteMmr. SRiUet (©oubauit). * 92ot). aR&rg. 



^eirnat^ unb Sorfommen: ber lBaumf(^u(befi(er ©oubauli in 9[ngerd 

eraog fte au9 @amen, ber Saum trug guerft 1849. — gd^ tmpfinQ bie grud^t toon 

.ntel^reren @eikn unb erjog fte au(^ bereite feCBft, boc^ f(^tlbere t(^ fie l^ter Befon«* 

berd naäf grüd^ten, bie id^ aud bem belgifc^en Sortimente, tote e9 in ©drlit^ 

audgefieHt toar, mit na(^ $aufe nal^m, unb t)on toelc^en audf bie eine jum $o()' 

fd^nitte oben benu^t tourbe. 

Literatur unb ©^non^me: bie 8ime tourbe 3uer^ bon 92iEet in ber 
Pomologie de Maine et Loire befc^rieben, tote be £iron b'SCtroCed in Descript. I, 
e. 68 mitt^eitt. @ie erfd^eint auf Siron'd Slbbitbung ^af. 16 , gig. 9 ^Umlic^ 
runblid^, faft t)lattrunb, 28/4« breit, 21/4—21/2" i^od^ unb er bejei^net fit a» 
mittelgroß, fj^weljenb, foftreid^, ettoa« i)arfümirt. 3n f«wer ft)&ter erfd^tenenen 
Liste syn. @. 52 fd^ilbert fte Siron. b'9(iroL aid ^afelfrud^t bon mittlerer ©ri^ge 
l^albfc^meUenb, reifenb oon Sflob.— 3on., II. Äange«. — «aKet, beutft^e Ueberf. 
6. 52, befc^reibt fte !ur) ald mittelgroß, runblid^, gegen ben $tM abge|)Iattet. 
mit lleinen y^ppitt am Stiele, gl&n)enb gelb, br&unlid| gefleät, gleifd^ %xtmü4 
fein, l^albfd^melaenb, foftig, erlabe«, t>om gebr.— 8H)rit reifenb. — SBon Xougarb 
@. 63 loirb fte unter &itat bed Catalogue raisonn^ de Bivort ali^ groß, fd^mel^ 
^b, n. fH.^ bis SXttr) faltbar bejeid^net; nad^ 3amin unb ^uranb ^at fie brüd^i- 



364 

'ged, na^ 2etol^, ^aptUu unb bem SUtJorber (Saial. bagegen f((mel§fnbe9 ^fi{(^, 
bei afl^ bter aber I. 91. 

@eftaü: freifelfönnig unb tote auf bem ^ot^fd^nitte oben mttterbauci^ig, 
oft iebod^ um ben 5^elc^ toeii flärler abgestattet, fo ba^ bie größte Streite nod^ me^v 
nad^ bem Aelc^e gu tiegt. ^a^ bem @tie(e ^in biegt ftci^ bi« ^xuä)t l^&uftg, be« 
fonbet^ auf ber einen ©eite ftärfet ein, nimmt aber jutoeiten in anberen ©jcm* 
plattn aud^ ioieber ungteid^ mel^r ob unb enbigt flac^runb mit fel^r furjer, breit 
abgeftum|)fter ©^ifte. 

jlel^: lang'' unb f|)i(b(&ttrig, oft unboEfommen, offen ober l^aCboffen, ^U" 
»eilen infeic^ter unb enger, jutoeilen aber au^ in tiefer tfidjterförmiger @in* 
fenfung, mit ftarlen 93eu{en umgeben, toeld^e meift ald 5 ftarle ,©d^toie(en über 
bie äBöIbung faft bid 9um @tiete fortlaufen unb berurf ad^en , ba^ ber Saud^ an 
manchen ©teilen ft&rfcr hervortritt. 

©tiel: ftarf, Vi— 1* ^«"9^ gelbbraun, ^oljig, mel^r obtr toeniger vertieft 
ftel^enb, mit {galten ober beulen umgeben. 

©c^ale: etn>ad ftar!, glatt unb glän^enb, l^oc^citronengelb nfit feinen br&un« 
liefen fünften unb mit jiemlic^ vielem neffartigen gelbbraunen 9toft, ber um ben 
©tiel ettoad raul^ toirb, boc^ o^ne Sfldt^e. 

gieifd^: gelblid^toei^ , giemlic^ fein, faftrcidj, l^albfd^meljenb Von getoürj' 
rei(^em, fd^toat^ toeinigen 3>*tfergcfdjmatf. 2ln von mir ouf freiem (Staube er* 
^ogenen ^üc^ten, bie eth)a V3 ^^^ obengejeic^neten ^rö^e l^atten, tvar bdd gleif^ 
fe^er, gleic^fam f>)etfartig boc§ von füfeem ongenelj^men, getoürjl^aften ©efc^madte. 

Äernl^auS: l^at meift bie gorm, toie auf bem ^oljfd^nitte oben, bod^ iil 
feine ©eftalt vcränberlic^. ©ic ridjtet ftc^ nac^ ber gorm %er öime, an ben platt* 
runben grüd^ten ift ed hei geringer ipö^e eigentl^ümlid^ in bie 93reite gebogen, 
einer fe^r platten 3*viebel dl^nlic^. Sein Umfreiö ift nur burc^ feine Äömt^en 
angebeutet, bie 9lc^fe ift fd^n^ad^ l^ol^l; gäc^er flein mit toenigen etn>ad biifen, 
Ileinen, bünfelbraunen Hernen mit fd^toad^em ^odfer. 

Steife unb Stu^ung: bie 3irne reift von S^litte 92oVember an unb ^altfi(^ 
oft lange, je nad^ ben ©ommem unb nad^ ber fül^teren ober ioännercn Äufbe* 
toaljrung, fo ba^ ic^ fte felbft noc^ im SWdrj l^atte unb fie h)ürbe fid^ na^ il^rer 
nod} guten Sefd^affcnl^eit auc^ no^ länger gel^alten ^aben, aud^ toar fte nid^t ge- 
ioelft. ©ie ift eine gute 2^afelfrud^t , bie befonberg toegen i^rcr langen SDauer 
95Bert§ Ij^at, ioenn fte auc^ nur II. 3lange^ ift unb hti unS ifbenfaü«, um jart^ 
ff^*f<^i0 S« iverben, baig Bpatiev verlangt. 

Gigenfd^aftcnbe^Soumeö: berfelbe ivirb alö mittelftarf, fe^r frud^t* 
bar bejeic^net, al« ^^romibe verlange er tvarmen leidsten S3oben, auf üuitte 
bleibe er f(^tt)ad^. Xie »lätter finb lanjettförmig, gumXl^eil auc^ eUi^tif«^, 
IVa" breit, 21/2—372" lang, mit meift auölaufenber, gerabeau«fte^enber ober etwa« 
feittofttt^ gebrel^ter ©|)ite, glatt, feingefftgt, am 3*anbe tveflenformig, jiemlid^ 
bunfelgrün unb glänjcnb, rei(^ gcabcrt. »lattftiel gelblidj, IV2" lang. — tSlü* 
tl^enlnof^en mittelgroß, legeiförmig, ftum^ffjjij, bunfelbraun. — ©ommer" 
atveige olivengrün, nac^ unten graubräunlic^, nad^ oben violettrotl^, gelblidft 
i)unftirt. — 2(n ben @nben ber grud^tf J)ieje finben ftd^ oft lange unb ft^arfe 
S)omen. 



• 



I 



j 



No. 433. Sitfcflirtttfntt BUH «lenvin. 2)ifll,8. s.; Suc. V(V]),ib.; 3a^nvi,e. 




■Dt^milsliirnc oon 2lta^on. aiBort. «tt- w. mit.— aRürj, 



§timat^ unb Sutrominfn: Sit ^ertunft iit^tr in a)«utf41onb vUllti^t 
niM^ SO"J utibnannten, abet treffli<^en ifruii^t ift nid^i Qtnau bctannt, Sivoit 
ucrmut^et, bei Seft^teibung bttfclben in ben Annaie«, nur, bafi fie )u aicn^on ^n 
gtanfreit^ «ntftanbtn fein möfl*. SJecaiäne fagt nä^et, bfig Jie um 1810 entbedt 
tDOtben [ei bvrä) ^errn X^uilltet, Saumfi^uCenin^abeT ju Klcnfon. in einn ^eit 
bet feime de la Rstteiie, Sontmune wn Süffel? im SDep' brr Drne. Xüe r^iuc^t 
ift felbfl in meinem für Sitnen ungönRiacn Soben ft^meljenb, errtic^te auf unbe- 
[c^nittenct f^ramibe nix^ ttioaä me^r (9räfie aii oben gejeii^net ift, unb Witb bie 
®rfl6e bet obigm 5'B"r«i in eünftigeten Soflen Wo^l fiion auf §P(^[tamm «- 
langen, auf awerflböumen aber bie ©töfie, in bet »iuort fie abbilbet (S'/j" ÖTrite 
unb 3»/," fieSe). ajecuiäne fanbte mir eine ju ^ariS geworfene ^ruf^t, bie in 
Sonn ber obigen gtöfeeten Siflur glit^, ay," breit unb SVa" 6o^ loar. aKein Sei« er- 
hielt ii^ butC^ bie öüte beä ©errn Se^rena ju Itaoemünbe, unb ftimmten Srui^f 
unb Segetation mit ben Sefc^reibungen ledft gut. ^n ^tobejmeig trug 3 ^a^tt 

fiintet einanbet Boa, unb fi^eint bie gtut^t auf ben ^flürfepuntt nittt «flen, bo 
clbft Stülpte,' bie ic^ 1863 um 3Ri(^ae[iä bxai) unb mit na^ @öilt^ na^m, im 
Xooemlicx (<^on f^meljenb »utben. 

^itetatut unb S^non^me: Annale« Till, 6. 15: Doyenn^ d'AIenfon, mit 
ben SVltonljmen Doy«nii£ d'hjrei d'Aleii90n, DoyemiS d'hyyer Douveau unb Doyenn^ 
• mubrj. aw Doyennä d'hyver noUTea» (rii^tlget toäre »o^l geWefen Pentecftto 
nonnlle) et^ielt Sliel bon I;. IHoni feine Keue [(täte XBintet'Set^antebitne, bie 



366 

• 

eine anbete gfruAt ili, unb im ^anbbud^e I, &, 179 a(d 9teue SBinter'2)e(^antd' 
bitne bereit« boriommt, toedl^alb au4 für und ^euif^e ber oben ^t%tUnt 9lamf 
oDein pa%t 2>ecaidne Ob. in. (£ief. 30) Poire d'Aleii^n mit ben &^non^mta 
Doyenn^ gds d^hyyer nouTMa, Doyenn^ a*Aloii90ii unb partim St Michel d'hyyer, 
totläftn Flamen i^r mit Unred^t äBiffermoa gegebctn l^abe, ber bielmel^r einer anbem 
S)ul^amerf(i^en gfruAt ge^dre. (St fet^t l^ingu, fSreboft ^obe {te bef daneben ali 
Boyenn^ d'hyyer, bie er bon ber P. Pentecdte (unferer äBinter«'2)ef^nt9bime) 
unterfd^eibe. 2iron b'XiroIe« Notioe pomol. 1868, e. 87; 8it). SKIbum I, e. 179; 
$reboft, Pomol. Seine infer. (9touener aSüSetin) 6. 90. 3n Gngianb unb StmeriTa 
fc^eint bie @orte ncä^ unbdEannt )u fein. ^tK 2onh. (S^ot. bertoeifet hei Doyeon6 
d'hyrer noaveau auf Easter Beurr^ unb bertoeÄfelt a(fo bie SBinter^^ed^antSbime 
mit ber obigen ober ber obgeba^ten 2)ierf4en f^^t. 

® eflalt: Steigt jur (Sfiform, 2)ecai9ne'd ^äfi gur (angen @iform; in Heineren 
(Ssem)){aren Sit^i fte meiftenS jtoif^en ®tform unb ^reifelform, unb mand^e @sem)>^ ' 
(are ^aben mtt einer Keinen äBxnterbe^antdbime Xel^nli^ftit. IReine grd^ten ^tüc^te 
tbaren 22/3'' breit unb 3' ^04. S)er Saucb ftl^t ettoad'mel^r nad^ bem Sttlqt ^m, 
um ben fte fxä aiemlic^ eiförmig todlbt unb nur" fel^r toenia abftumt>ft. 9lad^ bem 
@tie(e ma^t fK o^ne ®tnbiegung, bti 2)ecaidne'd fjfrud^t mit fc^toac^en Einbiegungen, 
meijlenii eme iurje bide, manchmal auc^ eine ettoaS längere unb in beiben g^^ 
nur toenig abgeftumt)fte Bpiiie. 

Steläf: ponrtfd^alig, offen, in enger, flad^er Senfung, Qft felbjl oben auf. 9u« 
ber Aeld^fenlung lanfen nur flache 93eu(en jum Sandte ^in. 

©tiet: bidt, ^oljig, Vt— 1' tong, meift fonft gefrümmt, fUt in enger, 
flad^er $5l^(e. ' ' 

ed^ale: bidt, bom Saume gradgrün, f))ater gelb. Sldtl^e fel^It. 9lo{t ift 
b&ufig, bilbet um ben @tte{ Ueberjug unb fonft an größeren ©teilen häufige unb 
ftarfe, audf tool^I ne^förmige gtguren (loobon man fte D. marbr^ nannte). $unhe 
l^&ufig, toerben aber burd^ ben 9loft oft madfirt. @eru($ fd^toac^. 

3=(eif(!b: gelbßd^, fein, fd^meljenb^ fü^, t)on aiemlicb bergamottartigem, eblen 
@ef d^macfe. nbfmngirenbed, toad ^ecatdne anmerit, fanb id^ im ®ef d^macte 'nid^t, 
unb notirte ben ©efdbmadt ber t)on il^m gefanbten t^ruc^t ald f^toac^ jtmmtartig ffi|. * 

^ernl^aud: nein, gefd^Ioffen, mit nur unbebeutenber l^ol^Ier SCd^fe. 2)tc 
mä^g geräumigen j^ammem entl^a(ten faft nur fleine, taube iteme. Jte(($r5^re 
ifi fiaäf. 

9ieife unb Blutung: S3it)ort aibt bie 9leif)ett t)on ^e^ember bid SR&rg an, 
IDecaidne t>on Dct. bid SRärj, unb ba| man burd^ $|(üdten ju berfc^tebenen ^nttn 
bie Sletfegett biedeid^t berlftngern lann, ge^t aud obiger Bemerfung über bte um 
SRid^aelid gebrod^enen g^üd^te l^ert)or. Slnbere, bie id^ 1863 @nbe Dct. brac^, toaren 
im Sanuar nod^ ^rt. äRögUdj^ toUC aud^ biefe t^rud^t, toie man biefelbe Erfahrung 
ma^te, um fd^metgenb pi toerben, nid^t )u fjp&t gebrod^en fein. 

.^er Saum toä(^ft mir in ber Saumfd^ule bidl^er gemäßigt unb fd^eint fi(^ 

er ^l^ramibe aufäBiCbCing fel^r au eignen, gebeult aber nacb Sioort auc^ auf 
uttte gut. ©eine gerül^mte groge §rud^tbar{eit befttttigte fid^ bei. mir. 2>ie 
©ommertriebe ftnb fteif, nad^ vhtn an ^idte nidj^t abne^menb, lurjgliebrig , ettoad 
gekniet, oIit)e tebergelb, jal^Ireid^, bod^ nur fein ^unlttrt. ^ad SCatt ifl mittel' 

?iro^, gl&njenb, faft fiac^, (an)ett(id^, nur gana feid^t geuil^nt. älfterbl&tter faben« 
örmig. 2)te Sldtter. ber gru^taugen ftnb bon gleicher &efta(t, oft nur ger&nbelt. 
Slugen etn)ad bidtbaud^ig lonif d^, abfte^enb, fi^en auf fiad^en, Iura geri^))ten Xragern. 

Öberbiedf. 

!Die xn bem belgifc^en Sortimente in @ör(it auSgejleOte Doyenn^ d'hiTer 
nouTeau ioar nad^ il^rer ftar! roftbraun gef(etften unb ^unfttrten ©(^ale jebenfaO^ 
bie oben befAriebene d'Alen^n, il^re ©eftalt toar in 3 ^rüd^ten bie bed oben red^td 
geaeidt^neten Ileineren @£em))(ard. Xit ^üd^te toaren @nbe Dct. fd^on oöUig reif 
unb audgeaeid^net tool^lfd^medtenb , burd^ ettoad bem getoüral^aft fäuerli^ ffi^en 
©aftc bcigemifdJteS fein $erbc« fejr pitani. — 2)ic bon ©m, ©u|)erint. Dberbio! 
mitgefenbeten Slätter ftnb wie oben geaeid^net, ba(b ettoad breiter, balb fc^maler, • 
idj nenne biefe gorm jcbod^ lang obal, tocil baS Slatt am ©ticU abgerunbet ifl, 
ni(^t f^jitj ausläuft. 3 a ^11. 



367 



No. 434. &ivaaAm^ CBiMterMm. S)ie( vi, i/3.; iBuc. xn, i a.^ ^ai^n n, s. 




2iß(äitnbxastt lOintttbime« Oberb. tt. Jto^.—Wßxxu 

^eimatl^ unb Sorfommen:' 3)tefe gar treffH^e 9Bintev'5lod^6irne finbet 
ft(^ bei @d^nalenburg im ^annoberfc^en, tuol^ev i^err Xl^ierar^t @d^efler bafe(bft mir 
freunbßd^ 9>ieifer unb 1862 auäf ein IDu^enb ^üc^te fanbte. @te h>irb bei ©c^nalen- 
bttrg 3um ftoc^en fel^r gefd^&it unb finbet, nac^bem fie in. ber Umgegenb mel^r Be-^ 
fannt getvorben ift, in f^rüd^ten unb B&umen rei^enben Kbfat, berbient aud^ toegen 
$a(tbar!eit, Xragbarteit unb ®äte für bie ^üd^e allgemeiner hdanni ju n)erben. 
^(eine gfrüc^te ol^ne ^attitn @tie( l^ielt i^ Stnfangd für bie äBinter^^ommeranjen" 
btme; bie ^pätex gefanbten großen {^rüc^te überzeugten mid^ aber ba(b, bag l^ier 
ol^ne 3ff>^\ti eine ben $omo(ogen nod^ ganj unbe!annt gebliebene gfrud^t borliegt. 
(Sd fielet bal^in, ob fie bei «Sd^nafenburg ettoa auS bem ^eme entftanben ifl, ober 
tool^er fte bal^in tarn, unb ift fte bidl^er n>enigftend an einem anbem Orte nod^ nid^t 
tool^rgenommen toorb^n. @ie toirb gelocht fc^ön rotl^; |bad f^Ieifc^ ift nid^t n>eid^(id^, 
bod^ fel^r fein unb fd^mectt o^ne 3udter unb ©etoürj gen)ür3eid^, fü( unb erquidtenb/ 

Literatur unb ©i^non^me: äBirb n^o^I ftd^er l^ier guerft befc^rieben. 



368 

(S^efkalt: S)ie gönn ift^bte bcr ^ommevanitnbxxnm, l^&uftg noc^ flaii^er oe» 
6out, mandSfe fclbft ettoa« fäöförmtg. 3n (Srö^c öaritrt ^fte, je m^ Äröftigfcit 
unb @tanborte bed Sauntet merfltd^, unb, tvte mit bon einem atten, angängigen 
Saume grüdjfte mitgefonbt ftnb, bie nur By%*' aSreite unb 2" §öl^e l^ottcn, fo ma|en 
bie gröfeeften bon fräftigen ^od^ftammen SV» Bi« 33V »reite unb gegen 3" ^d^e. 
äRand^e nel^men na^ bem stiele ftörter aB als nad^ bem£e(d^e, aUermeiftend ftt^t 
iebo(^ ber SaudJ in ber SRitte, f ettener etipaS mel^r nod^ bem Äelt^e^ l^in, ttm ben 
bie {^rud^t ftd^ fCad^runb mötbi. 92adb bem Stiele nimmt fie mit flad^ erhabenen 
Linien meiftend jiemltd^ ehtn fo ab, tft nur koenig abgeftum^ft, unb erl^eben nut^ 
mand^e ftd^ etn>ad l^ö|er unb matten eine flad^e, bidte @tie(f|9i{[e, jutt)eilen mit 
©t)uren t>on (Einbiegungen. 

St ei 6) : giemlid^ lang gef^i^t, l^artf c^alig , ettoaS in bie $öl^e Jte^enb, mit 
rinnenförmig jufammen gebogenen SCudf (Quitten , l^alb ober gang offen, fte^t in 
jiemlid^ weiter unb tiefer, ebener ©enfung, unb auA ber öaudj ber gruc^t ,ift aUer- 
meift fdjön runb, unb jeigt nur pa(^e, breite ©r^aben^eiten. 

©tiel: l^oljig, nur ganj an ber Saft« ein toenig fleifd^ig, 2« lang, gerabe 
auffte^enb, ober nur toenig gur Seite gebogen, meift aud^ njenig ge!rümmt, fle^it 
in fiad^er ober nur mägig tiefer ^ö^tung mit einigen gan^ fCad^en beulen umgeben. 

©(^aU: jtemli(^ fein, matt gtänjenb, bom 93aume matt ^ettgrün, in ber 
3eitigung nadjf unb nac^ immer ftärfer gelb, ©tarf befonnte fmb über ben größeren 
Xi^eit ber Sonnenfeite mit einer bräunlichen, in ber Sleife freunblic^eren, ^ell bCut' 
farbigen, fafl ettoa« gelblic^ farmoiftnrot^en Slöt^e bertoafd^en, wetd^e unbeutlic^e 
S|>uren toon Streifen geigt. Sefd^attete grüc^te ftnb o^ne Stötl^e. fünfte ji blret.§ 
t^eilS feitv tf)ni^ ftärfer, in ber SRötl^e oft mit feinem, bunlleren Slinge umgeben. 
Sluc^ Sloftanflüge unb eingelne 9ioftfled(e finben ftc^, unb um ^eld^ unb Stie( bi(bet 
ber 9toft oft, bod^ nid^t immer, ettoad Uebergug. ®exu6) ftar! unb mer!(id^ gimmt' 
artig geiDürgt. 

SDag gleifc^ ift matt gelblich, ablnadtenb, bod^ nid^t ^art, ried^t ftarf gimmt' 
artig, ift faftreid^, um baö Äeml^aug nur gang fein förnig, oon !aum ein Oering« 
l^erbem, fein gimmtartig getoürgten, burc^ etivaS Säure gel^obenen gudergefc^madfc. 
@g ift mir faum eine anbere, fo ftarf gctoür jt riec^enbe Sirne toorgefommen ; mon 
merlt ben jimmtartigen ©erucb fetbft fc^fon au^ einiger gerne. 

S)ad ^ernl^aud $at tpeilS eine groge unb toeite $o^(e ^d(ffe, in bie bie 
Äammern fic§ ethjag öffnen, t^eilg and) nur eine unbebeutenbe , nur angebeutete 
^ol^te 5l(^fe. 2)ie giemltd^ ' geräumigen Kammern entl^atten fc^toarge, eiförmige, 
fladje, meift unbolßommene Seme. 2)ie giemtidj ftarfe ÄeldJI^öl^Ie ^at baä ©igen?, 
ba^ in il^rer fJlitte fit!^ eine Deffnung befinbet, l^inter tt)el^er eine fc^ioärglidfre, 
fd^male, Mupg, bod^ nidjjt immer mit ber i^ol^Ien Sldiife fid^ toerbinbenbe, unregel' 
mäßige jteld^rö^re nod^ giemlic^ l^erabgel^t, in ber man bie abgeflorbenen fjructi' 
pcationögefäffe finbet. 

9fleife unb 9)u(ung: 3ft gum ^oc^en fc^on balb nad^ bem Slbnel^men gut, 
unb l^ält ftd^, wenn fte nid^t gu f^ät gebrod^en wirb, bi^ gum grül^Iinge. Qttoa& 
\pai gebrochene mürben früher. 

2)er iBaum toäd^ft rafd^ unb gefunb, unb wirb frül^ unb fel^r tragbar. @r 
liebt, .nad^ ben gegebenen 92a4ric^ten, gefd^ü^ten Stanbort, wenn bie $rü(^te red^t 
groj unb f(^ön werben foUen. * 2)ie Ijiäufig mit Slätteraugen befejten Sommer* 
triebe ftnb gerabe, nac^ oben abncJ^menb, cttoa^ langgliebrig , nic^t ftar! gefniet, 
nad^ oben im 9(uguft noc^ ftar! wodig, grünlid^ oHbe, meift etwad bräunlich über- 
laufen, mit giemlic^ bieten, gelblid^en, etwad matten ^un!ten. Slatt giemlicb gro^, 
rinnenförmig, bricht etWaS WoUig aud unb ift auc^ im 92ad^fommer matt giängenb 
mit Spuren oon SBoITe auf feiner Oberfläche, unten am Xriebe unb oben fajt o))aI, 
mit gang Heiner aufgefegter Sj>ije, in ber SWitte be« S^^^^^^ ^^^^ etti^jti^, faft 
gangranbig. . 3lfterblätter !urg fabenförmig. Slatt ber gruc^taugen etWa€ grd^«» 
mel^r (angeiförmig, feltner etobal', gleichfalls mit ber (^ara!tenftifc^ !ur|en, 
nageiförmigen Spi^e, aud^ etwad fein Wollig unb gangranbig. SCugen IleÜI, !urg, 
f^itf P<J«n auf giemlic!^ üorftel^enben, wenig geri|3t)ten Xrägem. 

Dbcrbied. 



369 



No. 435. We «k^fhcrgumirttt. 2)ier l, i b.; 8uc. iv, la.; Sal^n iv, 2. 




s- 



3DU i9^fb<^9ttiaotte« a)iel. **t. 25ec., naäfhtv öred^g«^ audj früher. 

^eimat^unb SSorf omtnen: lDie( etl^ieU biefe in für Oirnen geeignetem 
Soben belüate Srtud^i, bie aud^ bei und xtd)t l^&ufigen Xnbau berbient, bon $erm 
$rofef[or ban 9Ron8 unter bem S^amen Bergamotte de la Cour. Ob ban ikoni 
^e erlogen ^aU, ober tvol^er fte ftammt, ift nic^t Bdannt, ba fle in bem^taloge 
bed $rn. t>an ^onS nic^t t)or!ommt, ba biefer (Eata(og fic^ inbe| a(9 eine mit 
l^d^ft toenig 6orgfaU angefertigte Arbeit au8 gar manchen Aenngeic^en ergibt, fo 
mag man ed bod^ für toa^rf^einlid^ l^alten, ba( $r. b. 9ton9 ^e erjogen l^abe, 
unb nur Überfall, fte im Kataloge mit aufjufül^ren. Sie iffc inbe^ gegentD&ttig 
aud^ in Belgien unb gfranfreic^ fonne in ®nglanb gana unbefannt, unb mürbe ber« 
U>ren gegangen fein, toenn fie fic^ im ^ierf^en Sortimente nic^t erl^alten l^&tte. 
aXein 9ietd be^og id^ bon ^iti, unb lam bie Sorte ebenfo i5on S)iel nad^ ^erm" 
l^aufen, mit 2)ie(d Säefd^reibung gang ftimmenb. 

Literatur unb S^nont^me: lDie( 9{. St, Y, S. 127 ^ofbergamotte, Ber- 
gamotte de Ja Coar. 3)ittrid^ I, S. 733 nur naäf SHeL Sonft finbe id^ fie nirgenb«. 

®efka(t: t)(attrunb, meift bergaoiottfdrmig. <9ute gfrüd^te ftnb nad^ ^iel 
8" breit unb oft Vi*' niebriger ober auf ber l^dd^ften Seite fo breit a(« l^oc^. 9ui( 
ber ^erml^fer SoSection in ®drlit nal^m id^ 1863 grüd^ mit, bon ber fd^dnen 
^dfe, toie eine berfelben oben ge^eid^net ift. 3n meinem trotfenen Slienburger 
unb ^einfer 8pben blieben fte ^oon nur 2— ;2Vt'' breite unb angemeffener $dl^e; 
ber 8aud^ fitt mel^r nad^ bem Rtidft l^in, um ben bie gfrud^t ftc^ flad^runb todlbt. 
9tod^ bem Stiele nimmt fie fd^neQ unb oft fo ftarf ah, ba^ Heinere ^rüd^te ein 
dtoad ftreifelfdrmiged Xnfe^en belommen. 



370 



l^atb limliä^ offen, Ba(b gef^loffen unb fltt in ilenUid^ tiefer, oft t9tr!(id^ tiefet 
6en(ung, auf beten 9ianbe fi^ ^äuflg bteite, ftotfe SBeuten erleben, bie übet bie 
%vu^t Einlaufen unb bie Slunbung entfiellen. 

ettel: jlat!, ^olatg, l— IVi" lang, fittaitf bet fhtm))f en S^Hfe toie einge^ 
fieift, mü einigen flauen ober ftatfen 99ü(fien umgeben. 

&(fyait: glatt, Dom ^aurne J^eUgtün, in ber 3^dung l^cittonengeCb. 3« 
mand^en Sollten fel^U 9>iöt^e ganj, jeboc^ in l^ei^en tto<tnen @ommem ift bie ^tu^i 
auf ber @onnenfeite mit einer ba(b l^eSen, balb bunften 9ldt^ tyertoafc^en, hit 
oft au(^ unbebeutenb ift, fajt toie bei SHeU Stot^er 8ergamotte. Anflüge unb Ueber* 
lüge t)on ^immtfarbigem 9iofte finb balb m&^ig l^&ufig, ba(b fel^v l^ftufig. 9)ie 
fünfte jtnb ^a^Ireid^ , aber in ber 9iötl^e am toenigften bemerfbar unb k>om 9to^ 
madürt. ©erud^ metfüd^ getoür^t. 

gfCeifd^: matttoei^, überflie^enb toon @aft, gan) fd^mel^enb, nad^ 3)ieC k>OB 
getoüral^aftem, juderartigen StudfateEergefd^mad, ben id^ mir ald bergamoitartigen, 
getoüraten, burd^ eine Ileine Beimifd^Ung t>cn S&ure gehobenen fü^en ®ef(^mail 
notirte. • 

^ad Aernl^aud ift Uein, gefd^Ioffen ober mit nur f leiner l^ol^ler 9<!(fe; 
bie engen Kammern entl^alten OoOIommene, eiförmige, f))it^e, hvaunt, oft nod^ ^eS* 
braune Sterne. IDie SUi^^vt gel^t ettoad ^erab. 

9leife unb.^lu^ung: ^üd^te aud meinem trotfenen Boben, bie id^ um 
SRid^aelid brad^, toedten mel^rmafö ettoad unb fagt aud^ lDie{, bat bie gfrud^t et^ 
toad toel!e^ 3(^ brac^ me^rmqfö Vs Cctober, too bie ^riy|te bann m 3)ec. mür- 
beten unb tn falten Salären nur ^albfd^mel^enb, bod^ fe^T^fi toaren. 9)ie obge« 
badeten gfrüd^te auS ^errn^aufen (aud einem ettoaS feud^teren, für 99imen pa^tn- 
ben (eid^ten ^oben) toaren 1863 8 Xage oor SRid^aet gebrod^en, unb tourben @nbe 
Oci nebft meinen ebenf o frü^ gebrod^enen aber fleinen ^d^ten belifot unb f cbmel« 
jenb. 2)iet fejt bie Äeifgeit SCnf. JDecember. , grü(^te, bie i(^ nad^ meiner Äfid- 
!unft t)on ©orlit erfl ®nbe Dct. brad^, tourben im ^ec. inioenbtg moIT unb ni^t 
fd^mel^enb. 

2)er Saum, toeld^er aud^ auf Duitte fortfommt, toac^ft leSl^aft, toirbnoc^ 
SDiel groB, gel^t mit ftarfen tieften l^od^ in bie Suft, belaubt ftd^ fc^du unb ift fe^ 
fruchtbar, toeld^ed £ettere meine ^robe^toeige befiätigten (1863 mu^te id^ caa* 
pfLüden). ^ie Sommertriebe ftnb luragtiebrig, ettoad gelniet,' treiben ^auftge Blot* 
teraugen unb oft gfrud^tf^ie^e, finb lebergelb, meift bräunlich überlaufen, fe^r fein 
unb toenig bemerftid^ ))un!tirt. Sdlatt mittelgroß, faft flad^, gl&naenb, elli)}üfd(, 
mit {tarier audlaufenber @))tte, feiert, bod^ fd^ön ge^al^nt. Slfterblätter l^&uftg 
lang, meift lan^ettlid^, nur gerähbelt. Saugen fonifd^, oft ettoad baud^ig, abfle^enb, 
fiten* auf ioulftigen, faft nid^t geri|>t)ten Xr&gem. Oberbied. 



No. 486. aotMtttim. 3)i(l m, 2. s.; £uc. xn, 1 >.; ^a\n n, s. 




axc, oft ftifiift, oft ftü^. 



§eiinat^ unb Sorlommen: fit ift in her So^eflcnb ju §aufe 
unb tDurbc ju ©ieö Seit in ben Qdrttn fcier SanMente gerne flepflonjt. 
»tet gfoubt, baß 30^. Sau^in biefeEbe »ime unter bem 3ianten ißei= 
htgBln gcfannt, baß f« R* oBer im Saufe ber Seit mit bem Elima 
Iicntfli&lanbö Berteffert ^a6e, boc^ jetge fie immer mü) bie ©igent^üm» 
lü^feit wie e^mate, bofe i^te ©d&ale («j^warj »erbe, in tDelc^em 3u= 
fianbe bann bie ^d&t am befien fei — 3^ren gtomen ^at fie ton 
ber ntnben Sonn unb bem longen fia 

Sittratur unb S^non^m«: Dwi: )tlltfAe 

««it«-9|Jwnetan)«i6inM, üon btn SanMeutt mt — 

Dfiwb., e. 3(1, fanb fit, tvtfltn fUtlem li ieSnitb 

tttff^en ajwbeiben« nai^ aB«^nfl<^ttn, aut^ al Bee^c, 

«n^fTf^H fie ab« boi? W«9«i i^wr [»Bc sto] im itmt 

«itbttu, bre tttnigtr auf frinrt SlriM fe^e iMutt« 

mtt Sort^ril «liefen lönne. — Soi^na^I, 6 » (nit 



372 

&t^alt: fafi runb, nad^ 2)ie( barin ben 9etgamotien nod^ n&l^ M ben 
$omn;an)enbimen fie^enb, mitteKbaud^ig , um ben ^tU^ fia^ unb brdt aufftlenb; 
nac^ bem Stiele gu meifi lugelfdmtig obnel^menb, unb eine furje 6)>i(e biCbenb, 
SV«'' ^^^t unb ebenfo l^oc^, dftetd auäf ettoa« breiter (Ud l^pd^. — 9teben ^((^ 
ten bon ber üben bargeffceSten gform bauen ftc^ bie bon mir erlogenen |um X^ 
au4 l^i^^er unb na^ bem Stiele gu fi&rfer abnel^menb unb erf^etnen fo boud^tg 
legelfBrmig {lar! ab0eftumt>ft f))it, bleiben au^ oft um V4 Keiner. 

Jte(4: lang« unb ff^i^btSttrig, oft au4 l^artf^aHg/ offen, toeit unb feid^t 
eingefenit, ol^ne 8eu(en im Umfreife, hü^ bemerlt man getoöl^nUd^ einige breite 
^l^en^eiten über ben Oaud^ l^in. 

Stiel: j%ar!, l^olaig, iVs bidto^len fall 2" (an^, fi^^t' obenauf in ^leifc^^ 
falten, toetd^e bie fleine 8imf))i|e borfteHen, loerliert fid^ aber aud^ me^rfa<^ oJ^ne 
Sbfot in bie ^rud^t. 

Schale: fiar!, toeil' ober grüngelb, ff>&ter me^r citronengelb, oftgur^&lfte 
ber 6.6. bla^ jiegelfarbig gerötl^et. «ei antritt ber 9leife toirb bie Schale fUSeu' 
loeife fc^to&rjlid^ braun (toie gequetfd^ ober gebrüctt) unb biefe S&rbung geigt ft^ 
lule^t ringsum, ol^ne ba^ bie f^rud^t innerlid^ berborben to&re, toad toa^rfc^einlic^ 
auf einem ©erbeftoffgel^alte ber Schale berul^t. 

$leifd^: toei^, nid^t faftreic^, raufd^enb, unaufldSlic^, fd^toad^ getoürgt fa|, 
bei boller 9ieife ol^ne ^erbigfeit, bod^ läuft bad ^leifd^ immer balb gelb ober 
br&unlid^ an ber £uft an. Xtn bon 3>iel angegebenen SRudlateUergefd^nuut unb 
SRuSlatellergeruc^ ber %tu^i l^abe i^ nic^t toal^rgenommen. 

^ernl^aud: mit giemlid^ t)ielen ft&rferen itörnc^en umgeben, fd^ln>a(^ ^ol^l- 
A41^9r Kammern giemlid^ grofi, mufd^elfdrmig, mit langen fiarfen^ oft aber au^ 
iauhm Sternen. 

Steife unb Blutung: bie 8ime geitigt im ^ec. unb l^&lt ftd^ gutoeilen bi« 
ind S^^ial^r, allein öftere tritt bad @d^n>aratoerben fc^on balb nac^ ber ecntt 
ein, bo4 mögen fid^ bie gfrüd^te im JteQer l&nger l^alten. — Oberb. fanb ben ®e- 
fd^madC ber braungetoorbenen g^üd^te ioiberlid^, bod^ befiten fte immer noc^ tnet 
Sü|igleit unb ftnb jebenfaad no(^ gum ^od^en unb 2)drren au bertoenben. 9Ui^ 
S)iel toellt bie 8ime, toenn fte frül^er abgenommen boirb, atö bad Saub foHt, 
bo(^ f al^ fotool^l Oberb., toie id^ felbfi, bom $pdEen um aRic^aelid leinen ^a^i^. 

(Sigenfc^aften bed aSaumei^: berfelbe to&d^ft ftarl, toirb gro( unb tr&gt 
reidjlid^. — Xa& «latt ifl fc^on nadj 2)iel fe^r fenntlid^, er fc^ilbert eö ted^t 
\df'6n al« lang eiförmig (toa« ic^ l&nglidj eirunb nenne) mit langer, fc^ar- 
fer, au«laufenber Sjnte, toeld^e meidend getounben unb unter fidj gebogen ifl, 
4Vt" lang, nur 2" breit (oft ift e« au4 obal unb biätoeilcn nad^ bem Stiele a« 
fe^r fdjmal, toie lin!S oben neben bie gruc^t geaeid^net, fo baj e« bann lonaett- 
fbrmig erfdjeint) unten unb oben etioad fein toollig, l^ellgrün, matt glanaenb, am 
»anbe gar nidjt gegoi^nt. SBlattjHel IV2— 2" lang. — »lüt^enfnofi)en fcgeU 
föpnig, fanft- tiWa^ ftumj)ff»)it, bunl^raun, fein JteeifttooÄig. — Sommer^ 
atveige gtünlic^ gelbbraun mit feinen gelblid^en fünften, oft aiemlidj il^rer gan- . 
ae» Sänge nad^ unb befonber« na^ ber SJriJe l^in mit feiner toeifelidber SBoSe 
bebe«. 

3al^ii. 



i 



No. 437. Sit 8SeitUi|mirBt. £itin, 2. 3.; Sucaa vi, 3b.; ^o^nVI, s. 




IKe iBri^UU^Unu. et»0Tt (ß\pntn). : tieamba. 



(fimat^ unb Sorlommtn: bn HItaiot efpcrcn fonb flf 1842 auf unb 
Bntaimtc T« "oi i^wr Wrifjrit, Sie mrift-um ffln^nai^tm ifi, FoadMile de NoO, 
— an bief« aitne lann man tofl^tne^men, Wel*» BSunb« «n atft^üJUt ©tanb 
unb jufagmbn Scbm tn btr StutMlbung ber grflt^tt ^tiuotbiingnt. 

Gittiatut unb @t;niinbme; Bibott 6e|<4Tit6 fte im Xlb. n. ®. 85 
unb in bnt Annalat dt Fem. VII. 9- <7. S^nsnl^nu finb Bell« de NoSI, Boim« 
de Moil, BoDue obn Belle mprSi NeSl unb naÄ btütSV*''^'^ Std^tt aul| 
SoDTanIr d'Esperen. Qm atbum ift bi« ffrud^t Htm, Sbntif^ mtiner ^eit^nung 
' T) immn noA S°/i" ^t^cit, sVi" ?c4f o^"' @inbieguna nat^ bnn ®tifl( 
Ol'™-.! i.—. s_.rj^jf (an tofl^em fi* unb jlOM in (rit^tnn 

„ , ,.,_ „..6, 4" breit unb eben(i) ^oil^, in b« 

1 gonj bet e^Snften SQinttrbicnt Ui 30. $bb., e. 151 bitfft) »onb« 
^nlitf unb auc^ äuEinli^ [e^r f4ün botgt^Ut. 9li(^t ganj fo sTOg f"^ <4 ^ 
1862 in Slantur in ^m. Xiaubnffe'ä Satten am Spalinc, ma^nnb ic^ fie bis 
jejt an dnem (täftigen aber frriftebenben jungen ^pipramibbaume nur in ber obigen, 
meift jeboÄ noify unter biefer ©vös», nat| bem Stiele »u immer etWaa BimfBrmtg 
erjogen ^abe. — aecaiiSnt, Jwd. frait. V, laf. 3« gibt p« mitUtgtoS, 8" breit 
VU" ^0^, jiemlii^ runbtit^ ober ftumpffreilelfärmig , ebenfalls ebne (Einbiegung 
unb ie^r teb^aft gerettet, »ie iü) fle nit^t fo^. Xoä} ^äjübtct tle aut^ »altrt 
©. 33, beutf(^e au«gobe S. 38 aH quittengelb mit »innoBerartieerSfllBe, — Xut^ 
bei lougatb S, Ri, de Liron d'Alrol, Deecript. I. ©. 37 unb in ben Cerlin. Set- 
^anblungen @. 16 finbet man Koc^tii^t, hoi^ nur nac^ Sicott, — Sei bem inter- 
nationalen eongteji in Kamut tourbe fte .unter ben emtife^teneiticrt^en 
aaimen mitgenannt, be«g[. Bom $rn. Dr. 3lnfti^ auS $rag in &iixliH, bon bitftm aber 
HUT in stet Decobe, be^ neben Zephlrlo Oregoire, Joaepbine de Hkline« u. f. tt. 



«I abgebittri, in ben^nnaf Bom ©pa 
»oben nur allein gut werbe) je^ 



374 

— IDoil^naM 6. 169 nannte fe: 6äme(|enbr 'SometansenBivne, bod^ ift 
bet 9tame «ktnac^töbtme bem grtan^dftfd^en entf)>rec9enbfr. 

®efta(t: nac^ bem bereite äRitgetl^eiUen runblic^ ober bergamoüfdcmig, 
getvdl^nl^ breiter ald ^o^, ober aud^ freifelfdrmig, nad^ bem6tie(e ^u bnmfdmttQ'- 
fegelfdrmig unb 9fter9 l^ö^er a(d Breit, auf freiem @tanbe Iletn, am @t>aliere 
0ro| unb oft fe^r gro^. 

ite(4: !ur|' unb ^artbl&ttrtg, l^ornartig, offen,' fla<i^ ober feid^t ^el^, 
ober an gro^ ^üc^ten \taxt in 99eu(en oertieft. 

®tiei: I^ol|i0, graubraun, fil^t obenauf atoifd^en Addern, gutoeUen Verliert er 
fid^ aud^ o^ne Xbfot in bie f^rud^t. 

@d^a(e: glatt, l^eOgrün, f)>&ter (ta>ie bie Annale leigen) fd^dn goCbgelb imb 
mel^r ober toeniger ftar! gerottet, an meinen %vü^Un gelbgrün mit fel^r feinen 
unbeutlid^en $ttiUEten unb ettoad 9tofl, befonberd um SUl^ unb @tie(, aut^ toor 
eine unb bie anbere ^rud^t cot ber 6onimfeite leidet gerdt^et 

^(eifd^: nac^ »ibort fein, fd^meljenb, faftreic^, ffi^ unb t>ortreffli4 pta- 
fümirt — na^ 2)ecaidne stoar fefl ober l^albfd^meljenb, aber ffi^, burd^ ettoad 
fein $erbed ber (Srafanne im Sßo^Igef d^made Ai^nUd^, )uloei(en mit ^l^actntl^enbuft 
^ nad^ SBaltet (a(bfd^me()enb, in leidstem SBoben ober bei SKuSbred^en unb (Snt^ 
bl&tierung )>arfümirt — blieb bei mir abhtatfenb, au^ timr ed nid^t befonberd 
ffi^ unb nur fd^tbac^ getoürat. 

Hernl^aud: mit nid^t ju Helen unb fe^r feinen &teind^en umgeben, 
]^\üa^ i^o^Iad^ftg, S&d^er f[üge(f5rmig, mit boOSoramenen , fc^toar^braunen, mit 
einem {(einen $ddler audgeftatteten fernen. 

Steife unb 9lu1^ung: bie Sirne reift ber SSefc^retbnng nad^ |u @nbe 
2)ec. unb J^&U fic^ bi^ in ben Januar, ^od^ fd^eint bie (&ngere S)auer fel^r tm, 
fül^Ier SKufbetoai^rung ob^ul^angen, benn bie bon mir erlogenen grüd^te loaren um 
SBeil^nad^ten tl^eittoeife fc^on im d^rtoeic^en begriffen unb anbere aud 2)annfiabt 
unb bem belgifd^en Sortimente in (^bxl% ftc^tbar gana mit ben meinigen ftimmenb, 
toaren fogar hi^ 20. Dctober fd^on unbrauchbar getoorben. — t^h unter fold^ 
Serl^Utniffen biefe Sariet&t in 2)eutfd^(anb biet ®iüd mad^en ioerbe, ifl fioti^- 
l^aft, boc^ mag ii^r SKnbau immerl^in auf gefd^üftem unb günftigem @tanbc Mr^ 
fud^t toerben. 

@igenfd^aften bed 8aumed: fein 9Bud^e ifi mittelmäßig, bod^ baut et 
fid^ fd^dn, mad^t biel fetned $ola unb gebeult gtoar, bauert aber nid^t lange auf 
Duitte. 6eine ^ragbarfeit totrb aud^ im £i;on. Berid^te aii gut beaeic^net, bo4 
|^a|t er nac^ Saltet l^i^igen 8oben unb l^eiße £age, feine grätete bagegen ber- 
Heren aud^ h^ieber in adaufeuc^tem IBoben unb99ib. ^ebt l^erbor, eS fei eine jener 
SSarietäten, beren ^tü^U, n>enn bie Sereblung auf ©ettenatoeige älterer $^amiben 
gef(!(el^e, (alfo auf $robeb&umen) niemals il^e SSoIlIommen^eit erlangen. ~ S)te 
SBl&tter ftnb aiemlid^ rein lanaettfdrmig, oft im borbern X^eile am breiteften, 
1— li/i" breit, 2S/4'' lang, glatt, fel^r fein unb fkum^ gefttgt (bie 2)arf%eaung \^ 
auf bem $olaf($nitte nur tl^eiltoeife gelungen), metft gana 9^^t bie St'MK d^ 
rabe au9 ftel^enb. »lattftiel bid is/4" lang. — 8lüt^en(nof)>en aiemlic^ gro^ 
legelförmig, !ura au0^f4>i4^t bunfelbraun. — @ommeratoeige tttocfi ^figr bunlel' 
olibengrün mit fdxaun, ^Kentoeife ta>ie fd^ta>ftrali<^ berofiet, mit nur loenigen gelb« 
lidj-toeiten fünften. 3. 



Mo. 438. Me aMnwfMBBtWtt. g>iti n. a. a.i am. vi, 2 b.; Sa^m,; 




Die ■3annin:-Hoiiirtltt »«»ort- • 2)«. gon. 



©eimatl^ unb Sotfoininen: Sic iimrtc »or ettoo 10 ^fycm 
wm §m. »ittort erjagen ober fcenoimt. — 3i$ erntete »or me^jreten gw^en 
fc^on 3rüii&te aus Btoeigen, bie id^ »om §m. ©iqKrint. Dberbied »on 
be aong^ o&fiamnienb empfing , bw^ bin i^ big ie^t nii^t mit i^en 
jitfrieben, benn jic reiften bur ber angegebenen 3eit unb rturben au^ 
ni^t fd&meljenb, ober siemti^ ebenfo »erhielten fi^ auc^ ^^U^, bit 
id& aitS bem belgifc^en ©ortimente Bon ©örltg mitnahm unb »elije i($ 
oi& ttodCommner als bie nteinigen ju bem ^o^f^nttte oben benugt ^obe. 

Sttciatui unb ef^non^mt: tCie ^äft i% Wie ti f^finl, niTgtitM gt- 
nau« beWräBen. 3m Bnic^tt b« ©orittät Ban SttonS in fßtü^tl, 10. ^ubficot. 
Bon 1883 S. 38« Wirb, fle unttv bem Momtn RoQMelot de JuiTler (Biv;«) oU 
<fn))ff^(una4URt^t neue grui^t lutj geft^übett als (Irin, ftrtiftEfStmie, bittifütmiB, 
in bn Rdfc gclbflelb, ifltif^ jtemlti^ fein, ^a[b|c^nte[)fnb , buttntg, ftail eot- 
fümirt, »om ©»fc^mad b« Soufftirt Don Seim«, I. Sana«, »m Sanueiv rrifenfc. 
Saunt haftig unb ftu^tbar, fax $uramüic auf IBilblins unb cdi ^ni^^amm. 
— ^aptltu in aBtttetm ^atte fte bnreiW in feintm Serj. Bon 1856—67 unb be- 
»cii^nett fie als Hein, ft^meljenb 1. M,, im San. retfmb unb ol« eine neue gniit. 
«ben[o do Liren d'Alr. tnT«ble »ynon. Bon 1867 S. 21, bo4 fei ba« JSleiW 
oUnadenb. 



©efialt: eirunb (Wie oben g^i^net), in onbertn grüc^ten aud(i me^ 
heifelfarmig, um ben Stüi^ fto^ abgeninbet, no4 bem.@ttele ju auf 



376 

einer Seite dftetd eixocA eingebogen unb mit hvcfu, ftot abgeßumfsfter 
legelförmiger @^i|e enbigenb, 2" breit, 2 V4" ^oä) ; me^rfcui^ baut (ie fid^ 
fttrjer unb bleibt Heiner. 

Xtlä): ftirj* unb l^rtblättrig, l^omartig, offen, fci^toarjbrautt, 
obenmif ober aud^ in enger unb feiiä^ter Senfung, gegen toelii^e jui^ öftere 
bie eine ^älfte ber eJrud^t mel^r erl^ebt. 

Stiel: mäfeig jiarf unb long, l^oljig, braun, fielet auf ber6pi|e 
toie eingebrüdt, boci^ ebenfaüte l^äufig neben einem ^öder fd^ief. 

©dualer glatt, l^ellgrtth, fpäter citronengelb mit grünlid^m ©d^inu 
mer, mit bräunlid^en 5ßunften unb SRoflftreif d^en, läufig an ber ©onnen* 
feite mit etloa^S büflerer bräunlid^er SU^tl^e, um Aeld^ unb Stiel ouc^ 
mel^ jufammenl^angenb beroflet. 

^leifd^: gelblid^meig, unter ber Sd^ale grünlid^kueig, l^lbfein, )iem« 
lid^ faftig, raufd^enb, faum l^lbfd^meljenb, ttma^ fpedf artig, wn ixoat 
fü^em, aber nur fd^trad^ getDilrjtem @efd^mad, o|^ne ^or^ftge. 3lud^ bie ' 
erto&l^nten belgifd^en ^d^te blieben feifitfleifd^ig, fte litten aber neben 
ber ©üfeigfeit tüoa^ fein ^erbe«, toa& toal^rfd^einlid^ bie grud^t bei länge* 
rer S)auer nod^ tuol^lfd^medCenber mad^t. @ine bamald bereite fd^on )u 
reifen beginnenbe grud^t ber Bouse Lench (©. 181 t)t& TL. Sb^. be« 
3tt. $bb.) toar baneben fd^on mürber, faftreid^er unb gettjilrjl^fter. 

Aetnl^aud: mit ettoad, hoö) nid^t 3U t>Uitn unb groten Jldmc^en untgeBen, 
f(l^toa4 ^ol^l" ober tyoUa^fxQ, ^^ gto^, mit ^»olKommenen ober unt>oiaommeittii 
eirunben, }U0ef))it^ien, aud^ na^ ohtn ettoad \p\iien f(^toarabraunen fernen. 

9letfe unb 9lu|ung: Sie ber 92ame ed mit ftd^ bringt, foE fte im Januar 
reifen, allein fota>ol^I meine eignen, nHe bie belgifc|en f^rüd^te zeitigten frül^er, erfiere 
tourben aunt 2;i^eile fd^on 9lnf. 3)ec. innen tveic^, unb bie übrigen mit Eintritt M 
San. faft tu^Kig ieig gefunben. Son ben befgifd^en belamen ^toei im 9lob. '^U 
fteKen, bie britte g^ruc^t ^ielt ftc^ an>ar burd^ 3)ecbr., mu^te aber bann ebenfaDd ber« 
toenbet toerben, o^ne ba( fie im bereite gelben guftanbe toeic^fteif ewiger getoorben 
h)&re; toal^rfd^einlid^ totrb fte bied nur am@^a(iere. Sorerft mo(!^te ic^ bie 9tme 
<itö entbe^rtid^ be^eid^nen, um fo mel^r, afö fte aud bem fällen @ommer 1800 fe^r 
Kein blieb unb auf bem Sager bid gur Unbraud^barfeit melfte. 

(Sigenfd^aften bed Saumed: bad 98a(^dt^um meiner ^robe^toeige ifl ge* 
m&|igt, bod^ betoeifen ftd^ biefelben ald frud^tbar. — ^ie 93lcitter ftnb bei hräftigem 
triebe mel^r runblid^ ald eirunb, 2" breit, je nad^ ber für^eren ober C&ngeren meift 
aufgefejten ©fifte 21/4—23/4" (ang, bei fdjto&d^erem SBud^fc finb fte eirunb unb ot>aI, 
unterfeitÄ meift cttoaS t>erCoren tooffig, fein (feiner unb fc^örfer aI8 auf bem §ol8' 
fc^nitte) gefägt, flad^ ober fd^toac^ fd^iffförmig, nur bie ^pi^e ift ettoad ^urüdge- 
Mmmt, bunfelgtün mit ^toifc^enftellen l7on l^eKerem Qßtün, ^temlid^ fiar! gtänjenb. 
— ölütl^enfnof^jen !egelfdrmig, fanft gef^ijt. — @ommeran>eige gelblich grfin* 
braun, auf ber @.@. fd^tmtd^ gerOti^et, g^IbUd^ t)un!tirt. 

3- 



377 



Ko. 439. ^m9 fl»UiteiIiRi«Mtate. ^tel m, 8. 8. ; fiuc. XI, i (V, S)a. ; Sal^n n, 8. 




Diete ttKntttküittsBbtnu. JDiei. tt- a)ec.— aR&rs- 

$etmat]^ unb S^orfommen: Xa^ 9letd biefer l^5(^ft fd^&tbaten äBtnterfod^" 
Mme er^tett tc^ t)on SRagtfter Sd^tdber au Hamburg, ber feine meiflen 6orten t)on 
2)ie( bejog, unb ftimmten bie erbauten grüßte mit ^ieCS Sef^reibung; f o ba^ i^ ' 
annel^men barf, beffen Sorte erhalten ju l^oben. lDie( be^og fie unter bem 3tamtti 
Royale d'hiver aud ^tanO^. — @oh>o^I in Sulingen ald in 9Henburg pflan^U i^' 
einen (oc^ftamm, unb erhielt ani @ulingen nebft fd^dnen gfrüc^ten ie^t bie 9ta(^^ 
tid^t, ba| ber IBaum bojrt fafi aEjäl^rli^ boS trage, unb man bie Sorte ^um Aod^en 
unb )um (Binmaäftn mit Senf gar fel^r fd^&^e. 9lu4 2)ie( fagt, ba^ ^e ju (Som" 
poUn gan) boraäglic^ fei. 

Literatur unb ©i^noni^me: 3)iel I, ©. 287: aßinterlönigSbirne, Royale 
d'hyver. 3)ittri(^ I, @. 746. (J^rijl ©ahbtob. @. 189, »ottft. ^om. ©. 640. 
C^rift ^at »ollft. ^om. 3tt. 88 nod^ eine 3Binter!önigin, Reine d^hyver, toeld^e mit 
obiger nid^t a» t)erta>e(i^feln ifl. %. 0.®. X, 6. 214 ^af. ii, ettoaS flein unb 
ettpad au ftar! gerdtl^et. 3lfS)m bem 9lamen fte^t irrig Roi d'^t^ ta>ad nac( bem 



378 

Xeste Roi d^hyrer ^etfien foK. Kraft %af, idO. Pomon. Fnno. ^f. 11, toeiut 

cd überbau))! bir unfnge tft, jebenfaHe biet ju 0ro|. ^. D.-(Sab. Sief. 37, tiieU 
leidet oudj unfere ©orte. — Dh DBtge 9Rer(etd Roy d'hyrer cm, Roy d'hyver It 
cuire fei, fül^rt fdjon 2)iel nur mit einem ? an. — ^ul^amel l^at bie Royale d'hy^er 
m, Xof . 35, bie nadji Sdefd^reibung ber f^ruc^t mit unferer @orte gani gut {Hnimt, 
bi)4 bemerft fc^on ^e(, ba| na«!^ einigen Angaben ilber bie Vegetation man be- 
atoeifeln mdge, ob ^n^cmM ^tu^t feine S)inter!dnigdbime fei. SHefer 3toecfe( 
mag baburd^ an ©etoidbt geioinnen, ha^ $err Srofeffor Secai^ne mir 1862 i»on feiner 
Royale d^hyrer eine gfmd^t fanbte, bie bon Obiger gan) t^erfd^ieben ifl, unb IRitie 
2)e)ember, too obige zeitig toar, nod^ gonj bunte! gradgrün unb l^art, m^ o^ 
ose Statte toar; toie benn aud^ ^ecaidne'd 9(bbt(bung (DI, %al 6) j^difift iDenig ^ 
ober feine SRdti^e ^at, to&l^renb ^u^amel bie ®onnenfeite a(d fd^dn rot^ be^eiil^net. 
fdex biefer tlngetoi^^eit l^abe iA unfere ^d^t a(d ^ietö S^tnterfdnigdbime l>orerfl 
n&l^er fu htfdvxmm unb \u fd^eiben gefuc^t. (S9 bleibt bamac^ aud^ noc^ toeiter 
SU befltmmen, ob bie ^talientfd^e Spina di Carpi, Pen Spina, P6ra Passana, Pen 
Casentina, bie man mit Royale d'^yver ibentifä fett, bie S^itiTfd^e ober 3)ecatdtte^^p 
Royale d^hyrer fei. — 2)ie Oartl^aufe l^at bei Boyale d^hyrer f&Ifd^Iid^ bad eim. 
Mnscat Allemand, unb bemerft auq ^ecaidne, ba^ fte bomit berta>edbfett tveroe. 
(^caidne f d^reibt Mnscat Lalleman, ^u^ame( Musoat PAUemanl f o ba( bie tUber- 
Mun^ 2)eutfd^e SRudfateller mdgli^ irrig i^). SBon ^ecaidne'd ©t^iü^men ber 
Royale d'hyver: Duchesse de Montebello, Lonis Qregoire unb Jean Baptiste (9ib.), 
finb (eitere jtoei tool^I fraglid^. Xes £onb. Q>at. ^at nur ben SRomen ol^ne Jtim' 
mer, mit toenigen Angaben. 

©eflalt: ftel^t meiftend atoif d^en Sirnf orm unb Streifelform, manche ftnb toiri' 
lid^ freifelförmig, 23/4—3" breit unb 3— 3V4" l^odj; freiferförmige toolben fit^um 
ben ^tiq flad^ mel^r bimförmige fj^nnengut ober toenigftenS nod^ ftel^en. 92ad^ bem 
Stiele ettoad Einbiegung unb titoa^, oft aud^ nur fel^r h>enia abgeftumbfte S))i(e. 

^e(d^: )iem(id^ lang9l&ttrig, ^alboffen ob«: offen, liegt in feiner SoUfommen^ 
ftemförmti auf, unb ft^t in m&^ig tiefer unb toeiter @enfung mit einigen ^tpt 
umgeben, unb aud^ ^um IBaud^e ber ^ruc^t fielet man oft feine |Iad^e (Sr^abenl^ten 
Einlaufen. 

Stiel: ftarf, 1—2" lang, ft^t toie eingefledtt, ober in einer fleinen ^bffit, 
mit ffeinen ^tetfd^beulen umgeben, unb ifl oft ettoad auf bie @eite gebrä(ft. 

@d^ale: fein, glatt; ©runbfarbe bom Säaume Ij^elKgrün, oft f qfon ettoad geCb* 
lid^ grün, ft)<iter fd^i^n gelb, ^ie Sonnenfeite ift mit einer anf&nglidSf ettoad trüben, 
[p&Uv tafi fc^dn farmoifinrotl^en 9(dtl^e oertoafd^en, bie iool^l bie ^albe OberfUU^ 
oer ^d^t einnimmt, bei befc^atteten aber matt unb nic^t fo ausgebreitet ift. fünfte 
iO^Xxti^. red^t fein (nad^ ^iel oft ftarf) roftig. SBLud^ Anflüge, ja oft fleinete unb 
grd^ere ^(edte t)on jimmtfarbigem 9iofte finben ftd^ ^&ufig. &nn^ nic^t merftic^. 

^(etf^: fd^toa4 gelbli^, txm SKnfel^en feinfdmtg, bo(^ im ®enuf[e fein, 

iaftreid^, abfnacfenb, boc^ mürbe, t)on fd^toad^ jinuntartigem, toenig S&ure leigen« 
fen 3uaergefd^madte. 

xernpaud: gefc^Ioffen, bod^ ftarf l^o^Iad^fig; Kammern enge, Sterne met^enS 
. t)Olffommen, braun, langeifdrmig. 

Steife unb Stu^ung: für biejtüd^e braucbbar fd^on im 9lob., ^&tt bid SRäri- 
^iel fagt, an toarmen Skalieren toerbe fie too^i j^albfc^meljenb toerben. — Ser« 
tr&gt frühes iBred^en ol^ne gu ioeffen. 

S^er Baum bleibt na^ ^iel faß f(ein unb belaubt ftc^ nid^t ftorf. eommer^ 
triebe ^iemlid^ lang, nid^t ftarf gdEmet, fcbmu^ig oIit)e, ettoad br&unlic^ überlaufen, 
mit bieten feinen, an ftarfen trieben audo ftarfen fünften befe^t. — Statt groi, 
gl&n^enb, eiförmig, feid^t unb fkumt>f geja^nt. 8(&tter ber ^d^taugen gro|, ei" 
förmig ober (angeiförmig, oft ettt)ad j^jförmig, unb runbli^, aud^ bie(fad^ gan|' 
ranbig. 9lfterb(&tter fef(en oft. SKugen ^iemlic^ ftarf, \pxii, an ber Saftd breit, 
nad^ oben am 3toeige mel^r fonifc^, ettoaS abftel^enb, ft^en auf touiftigen, unge^ 
x\ppUn, unten am Stoeige auf fladj^en Ir&gem. Obcrbiedf. 



1 



No. 440. BmiiM^giitBMgWnie. I)iflin,s,3-; Suc. xi, ib. ga^niv, i 




jBtitnntIt ^ü^liogBUntt. BenrrÖ faave de FriutempB. 

J)itl (». 5Ron«). tt S)ee.— WÖtj. 

^eimat^ unb Sorlommen: Siel erhielt bitfc fi^aSban no^ \t^x Wcnis 
Mannte flo^btmt für bin SSint«, h\t in mrinn Stgnib ifbot^ t«%t fpät g'- 
(icK^ wnbtn mug, totnn fie nit^t wtRnt foK, uon $cttn ^tof. v. aRonS iintn 
btm Stamm Beniri fenie de priotemp«. ERit^creS Qbei i^ce ^ntunft iii biB^R 
nit^t bclannt. C6 fie in fÜbCi^ercn Qtegenbtn tDirfli^ f^meCjtnb uirb, Wie bei: 
ftoni^fifc^e Slome anbratet, fte^t ba^in; Siel iweifeCt, bag fie in feinet @eenib 
felbft OQ teannen StiatiettDänben f^meljenb »erben Idnne. 3Sein SieiS erhielt ii^ 
bot etma le polten uon bet SartenbaugefelEfd^afi ju $tae, ba i(^ bie Sorte 
40n Siel bittet ni^t me^t ^atte bejit^en tännen , unb ftitnmte bie gtu^t mit 
XAtii iSel^ieibung biä auf ben WangeC einer längeren fDni[i$en &tielf|)i|(e, tätige 
Xbtoeii^uns in bei @efta[t in meinem trodnen Soben fe^t ^äufig Oorlommt, unb 
als gdlge beä ttoitnen Sobenö betrautet werben mug. 34 fanb bie ^4t aut^ 
in betfelben @e^a[t IWZ in @5t(if, toie fie oben ari^^ bargr^Qt i^ (bei i^ 
9tbit uieUeii^t' grut^t von einem 3uetsbaum]. 



380 

Literatur unb 6l^noni;me: 3)ie( 9t. 51. VI. e. 215. 2){itn(^ I. 6.754 
naA S)ie(. 2)ad %. O. (EoB. gibt 9h:. 22 gute Xbbilbung. ^ie abgegei^nete 
ard|ete ^uii^t toar ä^nlid^ ber Chaptal, toU t(fi fte in %xu^i bon $m. $tof. 
3)ecaidne 1862 erl^ieU, bie Chaptal f^mecft ober ^&rler aimmtartig unb ioeit \üitt, 
to&^renb jene in ©efc^mac! unb S(etf4 mit meinen ^rüd^ten gang überein ln>ar. 

®efta(t: 2)iel be^eid^net fte in ii^rer gform afö eiförmig, mit einer (angen 
5legelff>i1^e (toad nid^t gan) gut ^ufammen pa^t), unb bie getodl^nli^e ®rö^ auf 
^od^ftamm 2V4" Bteit unb SVi" lang, ioie fte aud^ im %. O. Sab. abgebi(bet ift. 
^er aSaud^ fit^t nad^ feiner Stngabe Vs nad^ bem 5le(d^e l^in, um ben fie, bom 
9au(^e abnel^menb, nur eine !(eine gfl&c^e bi(bet, auf ber fie fe(ten fielen !ann, 
tv&l^renb fie nad^ bem @tieU ol^ne toa^re Einbiegung mit einer flarfen legelfdmii' 
gen @t>ite enbigt. 9(n meinen ^öd^ten fanb ftd^ ber 8aud^ nur toenig unter ber 
SkitU unb bie Bpilit toax lurg unb me^r !retfelf4)it^. 

Keld^: !ur3, ^artfc^alig, )iem(id^ offen, fijft in Heiner, feid^ter, getod^nlid^ 
ebener ®infenlung, bod^ laufen über bie ^ruc^t. einjelne breite (Sr^abenl^eiten ^in. 

@tie(: flarl, i^ol)ig, iVi" Kang, !ommt meift aud ber6))ite tvie einegrort" 
fetung berfelbep ^eraud. 

6d^a(e: mä^ig ftar!, gtatt; bie bom ^umt ^eKgrüne, in ber 3^i%v*MI 
gelbe ©runbfarbe erfd^eint auf ber @d^attenfeite gutoeiten fteffentoeife rein, inbem 
bie gan^e ^ud^t mit einem braunen, feinen, nid^t raul^ an^ufiU^Ienben rofhgen 
Ueber3Uge bebedtt ift, burd^ ben bie ©runbfarbe auf ber 6(^attenfeite ober fteHen" 
toeife nur burc^fc^etnt. ^ie feinen fünfte ftnb unbemerlbarer to>o bie d^runb« 
färbe mel^r l^erbortritt. ®erud^ fe^It. 

^ad gfleifc^ ift gelblid^ toei^, fein, um ba9 Stttti^anii nur ta>enig fdmig, 
abfnadenb, faftreic^, bon angenel^mem, ettoad gimmtartigen, mit feiner; ein &€* 
ringet l^erber @&ure gemengten 3u<tergefd^ma(Ie. 

Hernl^aud: flein, mad^t eine fc^mate l^ol^te Std^fe, bie bei ber größeren 
{^ud^t aud (3Mxii ftar! toar. 2)ie engen ffad^en Jtammem enthalten t^eilS taube, 
tl^eifd DoQfommene fd^toarje Herne. 

Steife unb 92utung. 3eitigt im SBinter, l^dlt ftc^ big in ben 3R&r) unb 
toeßt au(^ nad^ ^ietö lBemer!ung ^ute^t auf bem £ager. ^er %aum tD&t^ft xn 
ber Sugenb lebhaft, ge^t in ber ^aumfc^ule mit fd^dnem, gerabem Stamme in bie 
$dl^e, toirb aber nac| S)iel burd^ bietet g^uc^t^ol) nur mittelmäßig groß, unb ift 
red^t frud^tbar. @r trug aud^ mir fd^on in ber Saumfc^ule. Sommertriebe mäßig 
(ang unb ftar!, ettoad getniet, fe^en biete furje grud^tf^teße an, geigen nur nail^ 
oben ettoaS äBoHe, finb nad^ ^iel bunfel leberfarbig, tuäl^renb id^ fte ald lebCT" 
farbig'Olibe anmerfte, unb nur .mit feinen matten, toenig in^ Sluge faSenben 
fünften begeic^net. IBIatt giemlic^ groß, beim ^uiStriebe ettoad tooHig, \päkn 
glatt, ettoai^ rinnenförmig, mit ber S))ite häufig abtoftrtd gefrümmt , bon ^nn 
naä^ ^iel langeiförmig, oft ettoad l^erjfdmtig, to&l^renb id^ ed ald elli))tifd^, ober 
einzeln breitelli))tifc| notirte, unb ift ed am 9lanbe mit feinen balb ft>iten, bolb 
ftum»)fen 3dli>nen bef eftt. «fterblättcr f abenf örmig, f eitlen meift. »lattbergruc^t- 
äugen elli^tifd^ unb bretteKi^tifd^ (nac^ bem Stiele au me^r abnel^menb M auf 
bem $olaf d^nitte), ein jeln eiförmig, f aft flad^ , f e^r feiert gegal^nt. Slugen ftorf , 
fpif, fi^en auf toulftigen jiemlid^ borfle^enben nur toenig QCxxppUn Xrögem, 

Dberbied 



Xittlll, 2. fl.;8uc. XII, 1 




1). BtHnt», mri(l K. 3)«.— «jw. 



ite Stnritt Mannt. 3^» SiD^t, 
Erin fdbon 2)u^amtl tDuftt;, ba^ 
ib in swltn {^aiCtn bie gRä^mte 
jn iKTfuc^l tDucbt. 
, @. 72, tab. 47 Sg. 6: Ang^ 
3ci4nunB (nat^ giüt^tnt aut 
me^i abgeiunbtt unb nat^ brat 
i[btt iinb btfAntbnt ali „gio^, 
attmftUt b(ann, faft un|It(^, 
[EtTt, fc^T gut. »[Otln totgtn 
infl, 31'" breit, ctWaS rinncn- 
RaBtt in Fom. ftkncoo. @. seg 
ie (m unri^tigre tUbnft^una). 
Alt, ^(tlbf(^mcl)mb, f(^ ItebliQ 



382 

fü^/ — An 0*) (betttfdje XUberf.) @. 68, tab. VH toentg ftmüi^, toe« fejr loei^ 
unb nein, baud^ig bimförmig; in ber Original^SIudgabe @. 118, tab. VII beffet, 
mt^t by&unlid^ unb ffcar! gerötl^et. ,,9Birb in ^oKanb felbfi am &palmt feiten 
böOtg reif unb gut." — ^in! @. 39 tab. IX timli^ gut, bod^ flat! braun gefleitt. 
,^eifA brüd^ig, ettoad fteinig,.fü(li(i^ anne^mlid^. SBei^nai^ten." — S)e £iton 
b'Xirol., Descript. n, @. 66, tab. 26, ^g. 11 fc^etnt 9la(l^bi(bung t>on S)u^., 
ff^effgrün. f))äter golbgelb, mit 9to^ um @tiel unb Jteld^. grleifd^ abhtadenb, 
SSaum belicat, nid^t l^o^ft." — ^ecatSne I, ^of. 9, in ber IDurd^f(9nittS)ei(i^nung 
)iemli(fi unferem ^ol^fc^nitte äl^nlid^, bod^ abne^menber nadjf bem Stiele, »meifd^ 
ablnaoenb, nur in boller Steife genießbar, fü(, gepudert, toenig fd^madl^. — 
Unter ben S^non. I^aben SHat^er unb ^ecaiSne Angeliqne de Borne, bie ^ul^omel, 
2;ougarb, be £iron ic. getrennt l^alten, iih fangen aber ä^nlid^ bef einreiben , nur 
ba( 2)ul^am. bie )Bl&tter am Stiele ot)al, am anberen (inbe 3ugef))i4t bejeuBnet. 
äBie toeit ^ield, Y, @. 82, ^eilige älngelica-Sime, 8te. Aug^uste Angeliqne, bte er 
äu^erlic^ unb in ber Sßegetation ebenfaSd ft^nlid^, aber ald butterl^aft marfici^t, 
fc^tlbert unb el^er nod^ mit 2)u^am. Angeliqae de Rome, afö mit beffen A. de 
Bordeaux t>erglei(l^t, audf eine t>on ^ougarb @. 81 unb \>on be £iron, table syn. 
@. 25 nod^ aufge^&l^lte Nonvelle Aogelique de Bordeaux, be^id^net ald gro^, ))bra<' 
mibal, fd^mel^enb, I. 9langed, Sl^rtl bfS 9Rai (ol^ne älutorangabe) berfd^ieben ftnb, 
ftebt ebenfaSS bal^in. — S^n. ftnb nod^: (SngltfAe t>on !6orbeaus, SlngelUabime 
(®9rtft, $bh>b. @. 172), Angeliqae (Jlnoo^ unb be Siron), Angeliqne de Toulonee, 
A. de Langaedoo, A. de Piae, 8t. Martial, Criatalllne, Monille bonche d*kiTer, 
Doncette (SRat^er) unb bei ^ecaiSne Charles Smet (nad^ ©aujarb bon b. 3Ston^ erlogen) 
Gros Franc Real (Gat. I^ond.). SSergl. ^ittr. III, 180 unb 200, ^oti^n. 108 unb 171. 

@eftalt: abge{tum|)ft legeiförmig, bod^ ber&nberlid^ , toie oben b^pto^ttu 
^ecaiSne befd^reibt fte aU baud^ig, an beiben ®nben abgeftum^ft, ^at aud^ bie 
f^rud^t am Helene ftarf abgef^lattet, \oxt auf meiner Reic^nung abgebilbet. 2)ui^amel 
bagegen be^eid^net bie fl^ruc^t alS l&nglid^, am Ropfe böllig runb. 

Äeld^: Ilein^ unb f einblättrig, offen, tief eingefenit in »eulen, toobon einige 
fortlaufenb am ^audfe. Ungleid^^eiten berurfac^en. 

Stiel: befonbcrS ftar!, oft über iVj" lang, nad^ ber S3ime gu grün unb 
angcfdjftooacn, fonft braun, fielet oben auf in »eiter, jiemlidj tiefer l^öl^le. 

Sd^ale: ftarf, ettooS uneben, gelbgrfin ober grünlid^ gelb mit bielen br&un' 
lid^en fünften, ^ie unb ba einem äHoftflecfc^en, an ber Sonnenfeite gutoeilen aud^ 
fc^n^ad^er 9iötl^e, im Umf reife bed jlelc^d auc^ etn^ad bünn beroftet. 

f^leifd^: fel^r gelblich n>ei^, merflid^ lörnig, boc^ faftreic^, ablnacfenb, fabe 
fü(, n^enig tool^lf^medenb. 

^ernl^aug>mit ettoad, bod^ nid^t }u ftarfen ^örnd^en umgeben^ fd^toacfi 
^oljla^ftg, Äammem Idnglit^ unb fd^mal, ber 2ld^fe flarf gendl^ert, metfl jeboq 
unDoUlommen audgebilbet unb o^ne jleme. 

Sleifc unb ^lu^ung: 3)ie 93irne reift nad^ 2)u^amcl i>om 2)cj. bisg^bniar, 
bei mir l^ielt fxe fic^ hi^ Slnfang 2l|)ril, unb bürfte nur tDegen biefcr langen ^auer 
^aut)tfäd^lidj ©ertl^ l^aben. 3§re toottc ®üte al« Xafclfrud^t erlangt fte au^ in 
granfreidj nur am Skaliere, bient aber üfm^aupt meift nur al^ Äoc^bime. 

^aS aöad^öt^um bc8 ©aumeS tottb bon ©inigen aU ftarf, t>on Ruberen 
al« fd^wac^ begeic^net, toic e3 baö mcl^r ober toeniger jufagenbe ©rbrcit^ toofil mit 
fid^ bringt. ^c(i) »erlangt er warmen leichten ©oben. — Gin au^ 33olItt>eiier be* 
jogener junger Saum geigt ftdj bis jjetjt nur f d^load^iDüd^pö r f^i««' ^IfMv ftnb 
©ul^amelS eingaben in ber Jorm entfj)re(^enb , nur locniger groß, lanzettförmig, 
mit oft lang auSlaufenber S^i^e, berloren unb fein gefägt, oft nur gerSiibclt, glatt, 
ettoaS f d^ifff örmig , bod^ nur wenig pd^elförmtg. 3)ie Slüt^enfnof^en fd^etnenfuij 
fegclförmig, fd^arf f^)i|, l^eKbraun ju fein. Sommeratoeige nad^ 3)ccaigne fal^lrotj 
bon iJarbe. 



No. 442. ftbn 




ptiU} lübaU »iBMt (oon WonS) • (fttm • • 3ün. aHätj. 

^timut^ unb So patent 

Kuäfaalfti bti ^ttm na bfffm 

Setjeic^nifi eingefi^nebet m M 

buti^ '^n f4)äte Steife u befftn 

SltDin an bie golmatä c cosot, 

fQt lent^UDCC genug ^icl latonb 

btnonnt ju twtben, unb ifHnl, 

(tbaif \tiod) bn Saum bamit 

btt i^dt bic an i^t ge tUc^U 

(bic au(9 )ui Xbbilbunf ^nettd 
bai unb ^a6nt meinen eiwartuneen nii^t cntfVtcx^cn. 



384 

iSiteratur unb ^t^non^me: Annal. de Pomol. L 6. 73: Prinoe Albert 

mit ^cfd^veibung t>on 99ik)ott. ,Sif ^thtn Sbbitbung t»on atoei ganj Mrfd^ifbcn ge^ 

formten unb gefärbten f^rüd^ten, entnommen Don einem unb bemfelben auf Duttte 

k)erebe(ten 8aume. 2)ie eine ift ber großen g^rud^t oben in (SIeftalt unb ^rd^e 

entf))re(i^enb nur me^r mittelbaud^ig, ind ®irunbe überael^enb, unb faft bur^ouS 

grün unb fo fei bie gruc^t bed SRutterbaumed bef (Raffen; bie anbere !^ 7nr)er 

gebaut, )toifc9en eirunb unb freif eiförmig, unb golbgelb, bie ®üte beiber fei 

gleich mit ber ber ^rüc^te bed SRutterbaumed gen^efen. — ^ü^ in de Llron 

d'Airol, Deseript 6. 18, tab. 1, fie. 8 finbet man Umri^jeic^nun^ einer 28/4" brei^ 

ten, S'/i" i^o^en, ettoad bauc^ig-fegetfdrmigen, mit bünner Bpil^t in ben @tiel 

audlaufenben f^rud^t. ^ad S^^f<^ tt)irb aii fd^melaenb, fe|r ftarf )>arfiimtrt be« 

aeid^net. 3)e £tron nal^m fie aber unter feine Foiree les plas pr^oienx, Nantes 1862 

nic^t auf. — »altet @. 39, beutfd^ @. 61, bef^reibt bad ^(eifd^ aii ^alb^ 

d^me()enb, )>arfümtrt, $ogg imSRan. t)on 1860, @. 206 atö fc^metgenb, reit^ 

)arfümirt. — 3n ben Serjei^niffen oonSerol^ unb ©aujarb toirb fte aXd gro§, 

(bmel)enb erften 9tangeg, in bem iDon @ebr. Simon £oui6 a(d mittelgroß, 

qmel^enb, gut ober fel^r gut, in bem bon ®aU|>in unb @ol^n a(d jiemtiq 

gro^, erften 9iangeg be^id^net, bod^ fd^toeigen Se^tere über bie Sdef^affenl^eit bed 

^leifc^ed, bie fonft Don tl^nen meift angegeben ift. 

©eftalt unb ©rö^e: ^ie größere ^rud^t oben ioar au^ ber (SoOeftion ber 
@oc. Dan 9RoniS unb n>urbe Don Sucai^ g^tüft, bie Heinere gab mir $err ^ipp. 
SRiSet aus Xirlemont in 3^amur. 93on ber g^orm ber Heineren l^atte id^ auäf 
1863 )n>ei i^c^te auS bem belgifd^en Sortimente in ®'6tli1i, fie ioaren jebo(( am 
J(o))feJj($m&ler, mel^r eirunb abgerunbet, 13/4" breit (toeil an beiben bie eine $&(fte 
unDoEtommen audgebilbet toar), faum 3" (ang, mit fel^r unmerftic^er (Einbiegung 
nad^ bem @tiete )u. — 93iD. befc^reibt bie gru($t ali bauchig bimförmig, bidiveilen 
oDaWreifelförmig, 3—38/4" j^ocb, 23/4" breit. 

Held^: lur^blottrig, (lartfdbalig, offen, in toeiter, feic^ter, burc^ unregelmäßige 
beulen oft Derfc^obener (^infenlung. 

Stiel: Derfd^ieben long unb jtar!, gelbbraun, am ©runbe fleifd^ig, fte^tmei{t 
feitn)ärt6 ber Bpii^t bur^ einen $öder fd^ief gebrücft. 

Sdbale: ftar!, ^eSgrün, in ber SReife grünlid^gelb mit br&unlid^en fünften 
unb f^fedren, fteHentoeife, befonberd um Stiel unb xel«^ aud^ mel^r ^ufammen« 
l^ängenb beroftet unb Ijfie unb ba mit einigen fc^koärglid^en Sc^mu^^flecfc^en. 

gleifd^: gelbli<ttt3eig, fein, Jaftreid^, l^albfc^meljenb, angenebm getoüratfüß, 
bod^ gerabe bur$ 3liqt^ audgeseic^net, obgleid^ bte ^^ud^t nad^ iprer br&unlic^ 
gürbung um^ i^ernl^aud bereits DdSig ausgereift toar. Sin ben auS (Sörlitf 
emt)fangenen grüd^ten toat eS l^albfein unb ^toar au^ l^albfd^mel^enb unb fü(, 
bod^ o^ne bemerllic^eS ©etoüra. — $iD. befc^reibt eS als fein, fd^melgenb, butter« 
Ijiaft, faftreid^, gejuctert, fel^r angenehm, ttne baS ber 9iegentin, ))arfumirt. 

51 e r n ^ a u S : mit jiemlid^ Dielen f c^on ftärferen ^örnc^en umgeben , DoO' 
ad^ftg, Jtammern nic^t groß, mit DoSfommenen fd^toar^en fernen mit einem 
Ileinen ^Öcfer. 

Sleife unb 9tu|ung: bie gfruc^t reift nad^ !6iD. im- 3=ebr. unb 3R&t% unb 
mag gut ausgereift unb fül^l Dertoal^rt fid^ fd^on fo lange palten, allein $errn 
SRiaetS f^ruc^t aeitigte 9lnf. 2)ec. unb bie auS (äörli^ @nbe Oct. unb SlnfangS 
3loi>. 9ef£ucaS l^&lt fte üc^ jebod^ bis 1. {^ebr., n)urbe bann teig, aber nur mürb» 
f[eifd^ig unb aud^ il^m gefiel ber ©efd^maä nid^t. 9ln ben ®drli|fer fj^rüd^ten tt>aren 
bie ern^äl^nten Sd^mu|f[eaen auf ber unauSgebilbeten ^älfte in rifftge grinbige 
Steffen übergegangen, ioaS auf n>enig SBraud(fbar!eit für unS l^inbeutet. 

(Si^enfd^aften beS99aumeS: berfelbe koirb alS flarftoüd^ftg, gur^^ramib» 
form geneigt, auf SBilbling unb üuitte gebeil^enb gefd^ilbert. — SDie S3l&tter 
am ^^(^tl^olae junger ^äurne, auS ^toeigen Don ber Soc. Dan 9RonS in Trüffel 
wjogen, finb eirunb mit auSIaufenber S^nje, balb breiter, balb fc^motor, iVi" 
breit, bis 23/4« long, glatt, feingef&gt, ^ttoaS fd&iffförmig unb fidjelförmig, i\m^ 
lid^ bunlelgrün, reic^ geabert. — S3lütl^nfnof|)en giemltd^ groß, !egelf9rmig, 
fanft gcf^)itt, IJettbraun mit a)unfelbraun. — Sommer jtt) ei ge gelblidj grünbroun, 
toeißgelb ^mnltirt. gebenfattS Derlangt ber Saum bei unS baS Bpalitt. 



"So. 44S. ^iffttb'd XMtferfiinie. XHer l, 3. l.; fiuc I, l. ■.; 3aV> Hl (tT), l. 




«fttTB jenÖtrWm. sprroott (Oiffarb). •• Suii, «ufl. 

^ttmat^ unb Soilommtn: bicft alB tlnt btt 6tfl<n nntet btn 
ftltptn empfobtcnt SommeiHtitt nurbt »jogcu Dom @Sttn« ^tffaib ju 
Ct. !RUo(aS fid anairS, Sltfiatl. SUine «t Loire, bn Caum tiug jutT^l 1840. 
— fflllr («nbtt 5, $aftot Sacobi bU auf tintm !ßrob(baum 1B62 trjoflini 
giudt unb gtbt lA Im galgtnbcn ^tod^ricbt oon tbr, um fit btn Stfl^tni b« 
{wnbbui^i nid^t laitflcr Dorjucnt^ttni. ÜQa^tf^cmliA nar blt Siint, bU ic^ 
ntnlscr DOTjüglid^ fanb , f^on ttnaB übirtctf unb bQifte fli^ boB i^i aUgemtin 
ge||icnb(tt £ob au^ bri unS tünftig btfiätigtn. 

Eittiatut unbSqnDnqmc f« nurbc junß bcf^ritben 1850 von tpitoo^ 
im Stauen. SflUtt., S. 161 (IDccaitm u. 9. clHTcn biefcB alB Bullet, de UBoc. 
dliortio. de la Seine-inffirienre), Rnbtt p^ au<l^ InPomoldeMaineetLoire, 
e.l3, lkb.X, Aniera, 1852; Boastfllon, Ann. de U 800. d'hort. de Pkrä, 
PomoL nonreUe 6. 331, Paria, 18&4; Hortillet, las 40 Poires, €.13, Or»- 
noble 1860; Thonillier Alonx, Ballet, de ]a Boo. de U Bomnie, FomoL, 

»•{. 8, Amien* 18BB; !BaIttt, lei bonne« Pairee @. 10; ERob. {>DQg, The 
mit Mkn., n Edit., London 1B62. — abbllbnngin gtbtn ble btig. Annal. 
de Pom. V, ®. 69 mit »(fi^rdbung oon Äontr (tint flr96«( SSiut^t, ntbtn 
2 IIcintTtn oon ber (SiBfic btT unftigcn, ^at bi( gönn btx u|}tt»n, tfi j[tbo<^ 
2'/i" biell, 37," ^d4); [ttntt CtcoiBne, Jard. Fruit V, Üb. 21 (mit Jftn! 
lii^n übbUbune) unb raiKtiniOl In Pomol. de U Ftanoe, »b. I, Üb. I, 



386 

Sjott 186a, woraus i$ melfl oWg« Slterotur cntnal^m. (Jn le^tetcm ©trfe ift 
bie grud^t fcl^r Dofff ommcn , flarf breitbaiiAig , f c^r gerottet abflebilbct). 9ud^ 
de Liron, Desoript. I, ©36, tab. 9 Fig. 3 gibt ©cfd^rctbiing mit Umrig^ 
geid^nung. 

©cjtaltu. ^rbge »crfll. oben. 9Wau wirb bic fftud^t als mittc(ato6, birnför= 
migsfegelförmig ober loie bic Annal. aH birnfötmig freifcrförmig bcjcidjnen fönnen. 

Äcld^: lang= aber fc^malblättrig, iBlatter gelblid^, ausgebreitet, 
ojfcn, in fel^r flad^cr ober feid^ter ©enfung. 

Stiel: etroaS bünn, ^olgig, gelbbraun, [tel^t obenauf toie einge- 
brürft ober etioaä fd^ief neben einem fleiuen »s^öier. 

©d^alc: bünn, gelbgrün, fpater grünlid) crtronengelb, mit feinen 
grünen ober bräunlid^en fünften, bie'|i(^ [teUenroeifc giemlid^ Raufen, 
unb mit etoaS glattem gelblid^en 5)ioft um Stiel unb Äelc^, an ber mir 
Borliegenben ^Jrud^t ol^ne eigentliche ^öt^e (bie ftd^ jcboc^ öfterä t^cilä 
DerroafAen, tl^eilä in ^^untten ober (Streifen einfinben foU.) 

gleifd^: gelblid^roei^, fe^r fein, faftreic^, fd^mclgenb ober butter= 
l^aft, angenehm fü| mit fd^road^em (nid^t mit bem an il^r gerühmten 
ftarlen) ©eroürj. 2lud^ fanb id^ bie ©üßigfeit ntd^t gerabe fcl^r gro^ 
unb Bon einer ber Unteren beigemifd^ten feinen ©dure, bie ©ecaiSne, 
ober Don ^erbigfeit, bie SBillei'mog nod^ anfül;rt, ift mir nid^tä aufge^ 
faQen. 3)od^ mar bie 33irne umS ^'ern^^auS fd^on etmag mei^ unb 
lonnte an SBol^tgefd^madC gelitten l^aben. 

Äcrnl^aug; nur bufd^ fel^r feine Äornd^en angebeutet, ooUad^fig, 
Äammern Hein mit Meinen, an bciben Guben fpifeen, bunfelbraunen, 
t^cilroeife nod^ l^edbraunen Äernen. 

Steife unb aiufeung: bie 35irnc reifte 1862, roeld^eS 3a^r be« 
fanntlid^ frül^er alä anbcre mar, um ben 20. Sluguft unb mtrb bcä^alb 
bei und nur etma am Spaliere toie in ^ranfrei(| Gnbc 3uli big 9Jiittc 
9lug/ reifen, gumal ba fie nadfj ^^Jreooft nad^ ber (Srünen 3Jiagbalene, 
einige Sage Dor ber ©parbirne jeitigt, meldje lefctere nad^ SBillermog 
cbcnfo gro§, aber weniger gut ift. '^f)v fdjnelles Seigroerben foU burd^ 8 
läge frül^ereä Slbnel^men unb burd^ 3^if^^^VP^*^*^' S^ Derl^inbern fein. 

©igenfd^aften beg 93aumeö: 2 auö 3tt>«fl^tt ^^n .'^. §ofratl^ Dr. 
Salling crgogene auf 33?ilbling oerebclte S3ftume jeigen j^roa^eä 3?ad;ö- 
tl^um, bod^ foH ber ®aum nbcrfaupt auf ben 93oben cmpfinblid^ fein unb 
nur in leichtem ual^rl^aften Grbrcid^ gcbei^en. 3^^ f^ljroerem ©oben 
belommt er nad^ SBillerm. i^märglidje franf^afte ,^"^^^9^ ^^^^ fti^^^ ^^"9- 
fam ab. (Sr ld|t fid^ fd^mer alä ^^S^^^iwibe ergießen, gebeizt beffer aß 
§od^ftamm, bo^ mu| er in folcber gorm nad^ Saltet alte 2 ^a^xe jurücf- 
gefd^nitten werben. — S)ie SSlatter finb Hein ober mittelgroß, ooal, 
bod& oft nad^ beiben Guben abnel^menb unb bann elliptifd^ unb lan- 
ge ttformig, nad^ oome meift gicmlid^ lang gugefpifet, l^ie unb ba unter- 
halb ctmaS roottig (im Sluätriebe moHig, 3)ecaiSne) gangranbig, flac§ 
ober etroaS mellenförmig. ®lattftiele bünn unb lang, meißlld^grün, oft 
^i^xoai^ gerotl^et. — Slütl^enlnoSpen bau^ig Icgelformig, giemlii^ fpi^, 
bunlelbraun mit @rau f^attirt — ©ommergmeige bünn, nid^t lang, 
bler unb ba an ber ©pi^e etmaö mollig, bunfelo